Quest 1 - Die Erzverschwörung

Die Tantalischen Berge - Land des Tantalusss

Moderator: Fansal

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Rippington
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Beitrag von Rippington »

Perondaris zuckte mit den Schultern. "Männer!"
Dann aber hörte sie Bruenors Worte an die Menge und ihr Glauben an das andere Geschlecht war wiederhergestellt.

Meister Dunicus hatte natürlich Recht, sie brauchten mehr Ordnung. Perdondaris kam eine Idee. "Goldlöckchen, merke dir jeden, der einen kompetenten Eindruck in diesem Chaos macht. Schreib die Namen auf, ich werde ein Gleiches tun. Heute Abend werden wir diese Leute aufsuchen und sie zu Unteranführern oder sonstwas ernennen, sie werden jeweils für 5-10 Leute zuständig sein, je nachdem wie viele klare Köpfe wir finden. Diese Unteranführer bringen ihre kleinen Gruppen auf Trab und dann sollten wir besser zurecht kommen."

Goldlöckchen fand die Idee gut und so machten sich beide wieder an die Arbeit, halfen wo sie konnten und hielten dabei nach potentiellen Unteranführern Ausschau.
Langsam wand sich der Treck die Straße entlang. In der Ferne wurde nicht die Hoffnung sichtbar, sondern der Dunkelwald, das genaue Gegenteil. Immerhin schützte sie die schiere Größe der Gruppe, vor kleineren Monstertrupps sollten sie sicher sein.
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn war wieder vom Pferd gestiegen und schlich beinahe völlig geräuschlos durch das Unterholz. Dabei hielt er Augen und insbesondere Ohren offen, um jedes anormale Geräusch sofort zu identifizieren und seine Quelle aufzuspüren.
Doch es wurde ihm erst nach einigen Minuten stillen Umherschleichens bewusst, dass nicht ein plötzliches Geräusch hinzugekommen war - nein, vielmehr ließ ihn die vollkommene Abstinenz eines jeden Lauts in seinem Tun innehalten. Normalerweise hätte er die Vögel singen und die Wildschweine grunzen hören müssen (;)), aber da war nichts.

Bevor er sich darum weiter Gedanken machen konnte, ließ ihn ein langgezogener Schrei aufmerken, der aprubt aufhörte. Dem Assassinen gefror das Blut. Die Stimme war die des Jägers gewesen, Barak! Mit katzengleicher Geschmeidigkeit und in einem Affentempo wandte sich Kuryn zur Quelle des Schreis um und rannte durch den Wald, jetzt nicht mehr so sehr darauf bedacht, kein Geräusch zu verursachen. Noch im Laufen glitt sein magisches Kurzschwert wie von selbst aus der Scheide und schmiegte sich in seine Hand.

Von dem übermächtigen Gefühl der unmittelbar bevorstehenden Gefahr gestoppt, hielt Kuryn atemlos an. Überall um ihn herum waren Bäume, die wie stumme Wächter vorwurfsvoll und wachsam auf ihn herabblickten. Ein Eichhörnchen huschte vorbei und kletterte flink einen der Bäume hoch, sein buschiger Schwanz wippte hin und her.
Kuryn lauschte. Er war sich sicher, dass der Schrei Baraks aus der Nähe seiner gegenwärtigen Position erklungen hatte, doch von dem Jäger war nichts zu sehen.
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Fansal
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Beitrag von Fansal »

Spielleiter

Von einem eigenartigen Geräusch angelockt, teilte Kuryn das dichte Dornengebüsch vor sich und sah dahinter. Was er dort erblickte, ließ auch den abgehärteten Meuchelmörder einen Augenblick vor Entsetzen erstarren.
Barak lag leblos am Boden, die Glieder unnatürlich verrenkt. Über ihn gebeugt stand eine menschengroße Gestalt. Doch anstatt Arme und Finger besaß diese lange Tentakel, die in glibbrige Fühler übergingen. Der Kopf wurde von zwei klickenden Scheren dominiert, die vor einem großen Schlund saßen und offensichtlich dazu bestimmt waren, Nahrung zu zerkleinern und 'zurechtzustutzen'. Doch das widerliche an dieser Kreatur war, dass ihre Fühler in Baraks Brust eindrangen und ihr rechter Tentakel purpur pulsierte. Innerhalb weniger Augenblicke vertrocknete die Haut des toten Jägers zusehend, bis sie aller Feuchtigkeit entzogen schien und die zusammengeschrumpelte Hülle des Mannes am Boden lag.

Zorn kochte in Kuryn hoch und schon wolte er vorstürmen und das Leben dieses Wesens beenden, als sich plötzlich seltsame Hügel auf dem Boden der Lichtung bildeten, wie von Maulwürfen. Einen Atemzug später standen vier weitere Wesen vor Kuryn, der immer noch unbemerkt im Gebüsch hockte.
Die Kreaturen schienen sich zu verständigen und verschwanden wieder im Erdboden. Ihre Sprache war von vielen Klicklauten bestimmt, die durch die großen Scheren am Mund verursacht wurden. Unter sich konnte Kuryn spüren, wie die Erde bebte. Es mussten Hunderte dieser Wesen im Wald sein...
Eilends ritt der Meuchelmörder zurück zum langen Wagenzug der Flüchtlinge aus Melan.

Spielleiter Ende
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anke
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Beitrag von anke »

Kuryn trommelte die Gefährten und die mitgereisten Wachen zusammen und erzählte was er gesehen hatte und daß er es für zu gefährlich hielt durch den Dunkelwald nach Kalanos zu reisen.

Die Hoffnung daß Hauptmann Arkadi mit seinen Leuten sie beschützen könnte schwand in dem Augenblick als er verkündete daß er nur den Auftrag hätte sie bis zum Dunkelwald zu begleiten.

Alle schauten sich fragend an. "Gibt es denn keinen anderen Weg den wir nehmen könnten? Mir fiele da nur der Wasserweg von Barak-Zakath ein aber............. brrrrrrrrrr" bemerkte Goldlöckchen

Wasserbegeistert konnte man Zwerge nun nicht gerade nennen Für Hauptmann Arkadi schien das machbar. "Es ließe sich einrichten, daß wir Euch bis Barak-Zakath eskortieren. Was haltet Ihr davon? wandte er sich an Meister Dunicus
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Argh
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Beitrag von Argh »

Bruenors Gefühle waren auch sehr zwiespältig, aus beruflichen Gründen mußte er sich von Barak Zakath fern halten, adererseits war die Handelsstraße nach Barak Zakath offensichtlich der einzige sichere Weg für den Trek. Da die Route rein auf zwergischem Gebiet verlief, bestand Hoffnung auf einige Sicherheit.

Der Zwergenkrieger überlegte hin und her, die Wagen des Treks mußten selbstverständlich auf dem Handelweg bleiben, aber ein paar verwegene Reiter würden sich eine Tagreise südlich der Stadt durcschlagen können um an der alten Flößerlande die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Bruenor versuchte Goldlöckchen zu beruhigen: " Schau Schatz, dieser Fluß ist unsere wichtigste Handelsroute mit Kalanos und seit vielen Jahren erprobt, Unfälle sind äußerst selten, denn sobald der Fluß das Gebirge verlassen hat und in den Wald eintritt fließt er breit und behäbig dahin. Und ausserdem ich bin ja bei Dir. "

Es ging noch eine ganze weile ins Land bis alle informiert waren und die neue Richtung akzeptierten. Schwerfällig wendete der Trek nach Norden zu Handelsstrasse. Die Karren knarrten und ächzden, Schafe blöckten, Pferde wieherten, Kinder schrieen, aber sie kamen voran.
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Rippington
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Beitrag von Rippington »

[Anke, Hauptmann Arkadi bleibt uns erhalten (wo soll er auch hin?), nur die Zwergenkompanie verläßt uns. :) ]

Schwerfällig wälzte sich der Treck entlang. Irgendwann gönnte sich Perdondaris einfach eine Pause, schwang sich hinten auf einen Planwagen und ließ ein Weilchen die Beine baumeln. Bald schon aber war sie wieder unterwegs, legte hier ein Pflaster auf, tröstete dort ein wenig und verteilte Blätter der Kokkapflanze zum Kauen. Kokka enthielt sowohl euphorisierende als auch stärkende Bestandteile, die den Kauer befähigten auch Härten zu überstehen.

Nicht zuletzt durch die Richtungsänderung bestand keine Chance noch an diesem Tag Barak Zakath zu erreichen. Der Treck lagerte am Abend einfach entlang der Straße. Endlich fanden sich die alten Gefährten wieder zusammen, die den ganzen Tag über getrennt gewesen waren. Goldlöckchen und Perdondaris überreichten Meister Dunicus ihre Listen der zuverlässigen Leute und der schickte sogleich Merrin und György aus, sie zu sammeln, damit er sie über ihre neuen Aufgaben unterrichten konnte.

Nach einer warmen Mahlzeit fühlte sich Perdondaris wieder ganz munter und fragte die Anderen: "Na, wie ist es euch heute ergangen?"
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn brummte etwas unverständliches, während er missmutig seine Suppe löffelte. Er hatte den ganzen Tag an die Geschehnisse im Wald denken müssen und fühlte sich nicht gerade wohl bei dem Gedanken eine ganze Armee dieser seltsamen Kreaturen mit ihren Fangarmen in der ungeschützten Flanke zu haben. Wobei das natürlich besser war, als mitten durch ihr Einzugsgebiet zu ziehen.
Diese Erfahrung wollte Kuryn ganz sicher nicht machen, nicht nachdem er gesehen hatte, was mit Barak geschehen war.
An diesem Abend schärfte Kuryn nicht sein Schwert, oder überlegte fieberhaft, wie er Dunicus um das Thaumometer bringen könnte. Nein, er dachte an seine Mutter. Ob der sich überschlagenden Ereignisse seit seiner Ankunft in Kalanos hatte er beinahe vergessen, warum er eigentlich zur Hauptstadt aufgebrochen war.

Seine Gedanken wanderten zu längst vergangenen, zu glücklicheren Zeiten zurück, als er mit seiner Mutter in Wetar lebte. Seinen Vater hatte er nie kennengelernt, nur aus den Erzählungen seiner Mutter wusste er, dass er ein Adliger aus der salischen Ebene war und er selbst, der gefühllose Assassine, ein Bastard war.
"Irgendwann", dachte Kuryn manchmal im geheimen. "Irgendwann werde ich über das Meer fahren und meinen Vater suchen."
Er hatte das niemanden erzählt, nicht einmal seinen Kameraden und Lehrmeistern in der Gilde der Assassinen, aber in einem abgenutzten Beutel, in einer der Geheimtaschen seines Umhangs, da lag ein zusammengerolltes Stück Pergament, dass seine Herkunft belegte. Und so träumte er, dass er irgendwann sein Geburtsrecht forden würde...wenn er den Mörder seiner Mutter zur Strecke gebracht hatte.
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anke
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Beitrag von anke »

Tja was sollte Goldlöckchen sagen, als Perdondaris fragte wie der Tag für alle war. Sie war fertig, spürte ihre Füße nicht mehr und ihre Wirbelsäule schien plötzlich einige Wirbel mehr zu haben, die sie bis dahin nicht kannte. Hinzu kam der Gedanke an die Floßfahrt. Bruenor konnte sie nicht wirklich beruhigen, war er doch selbst jemand der meinte Wasser wäre nur zum trinken da... Wie sollte er ihr dann helfen - pah

Sie löffelte in Gedanken vertieft ihre Suppe weiter.

Was würde sie tun wenn sie in Barak- Zakath ist? Würde sie kurz nach Hause gehen? Wäre sie dort noch Willkommen? Wie würden ihre Eltern reagieren? Würde Bruenor sie begleiten? Wohl eher nicht. Fragen über Fragen auf die sie auch keine Antwort wusste.
Fest entschlossen, dies erstmal bei Seite zu legen, stand sie auf um sich ein wenig die Beine zu vertreten. Bruenor schien auch in Gedanken versunken zu sein. "Bruenor, worüber denkst Du nach" sprach sie ihn an
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Argh
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Beitrag von Argh »

" Naja, schwierig liebste Goldi wie Du weißt darf ich während der Wanderschaft Barak Zakath nicht betreten oder meine berufliche Entwicklung wäre dahin. " Bruenor seufzte: " Ich werde mich mit einigen Soldaten etwas südlich der Stadt zur Flößerlände durchschlagen, dort heißt es dann Bäume fällen und alles für den Trek vorzubereiten. Der Trek wäre über die sicheren Straßen etwa zwei Tage später da und würde alles geordnet vorfinden. Im Grunde meines Herzens wünschte ich ihr würdet mit mir kommen, aber es ist gefährlich und anstrengen und das möchte ich so zarten Wesen wie Dir und Perdondaris jetzt doch nicht zumuten. "

Der Zwerge stocherte mit einem Stecken in der Glut des Feuers und blickte zu den Schatttenrissen der Planwagen, dort hatten sich um andere Feuer Familien, Verwandte und Freunde gescharrt und versuchten ein ander Trost zu spenden. Bruenors Gedanken glitten zurück, er war den ganzen Tag damit beschäftigt gewesen den Treck zusammen zuhalten, dafür zu sorgen das keine großen Lücken entstanden und Zuversicht zu verbreiten. Er war jetzt ziemlich erschöpft wußte aber, daß die Flüchtlinge, zumeißt Stagtbewohner, gerade in der Nacht das Gefühl der Sicherheit brauchten und das er wohl eine der Wachen übernehmen müßte. Fragend schaute er seine Gefährten an, würden sie ihn wohl begleiten?
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Rippington
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Beitrag von Rippington »

"... aber es ist gefährlich und anstrengend und das möchte ich so zarten Wesen wie Dir und Perdondaris jetzt doch nicht zumuten. "

Unheilvoll verklangen Bruenors Worte im Abendwind. Perdondaris und Goldlöckchen, die links und rechts von ihm saßen, beugten sich vor schauten sich an. Ein Funke sprang zwischen ihren Augen über und zugleich packten sie Bruenors neuen Helm und zogen ihn ihm bis ans Kinn herunter. "Hey!" protestierte der Zwerg dumpf und griff sich an den Kopf. Einmütig packten die zarten Wesen dann jeweils einen seiner Arme und schleppten ihn zum nächsten Planwagen, der an seiner Rückseite über einen großen Wagenkasten verfügte. Ganz der Gentleman sprang Kuryn herbei und öffnete den Deckel. Goldlöckchen und Perdondaris hievten Bruenor hinein, schloßen den Deckel und setzten sich auf den Kasten.

Ihre Gefährten waren höchlichst amüsiert und lachten teilweise so herzhaft, dass es ihnen die Tränen in die Augen trieb.
Aus dem Kasten drang Klopfen und Schlagen. "Hey, was macht ihr denn! Was soll das?" rief Bruenor von unten herauf.
"Zarte!", antwortete Perdondaris empört. "Wesen!", ergänzte Goldlöckchen nicht weniger empört.
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn grinste von Ohr zu Ohr, als das protestierende Gebrüll des Zwerges aus der Kiste tönte. Bewundernd sah er diese 'zarten Wesen' an, die soeben bewiesen hatten, aus welchem Holz sie geschnitzt waren. Der Blick des Meuchelmörders blieb auf Perdondaris verweilen. Solch eine Frau hatte er noch nie getroffen... Stirnrunzelnd wandte er sich ab und erhob sich vom gemütlichen Lagerfeuer, um sich für die Nachtwache einteilen zu lassen.
Eine Viertelstunde später wanderte der Meuchelmörder alleine in der Dunkelheit herum und spähte in die Finsternis. Er hatte sich extra einen Bereich am nördlichen Rand des behelfmäßigen Lagers zuteilen lassen, um soweit wie möglich von seinen Gefährten entfernt zu patroullieren.

Er wandte seine Gedanken der Belohnung zu, die ihm der Regent sicherlich für seine Dienste überreichen würde, doch er wurde es schnell leid, im Geiste die Goldmünzen zu überschlagen, die ihn in Kalanos erwarteten und so vertrieb er sich die Zeit damit, die Reise der Gefährten Schritt für Schritt zu wiederholen und sich die Erinnerungen zurückzurufen.
Auch wenn es manchmal wenig zu lachen gab, so musste Kuryn doch sagen, dass dies sicherlich die schönste Zeit seines Lebens gewesen war, abgesehen von den Jahren, als er wohlbehütet bei seiner Mutter gelebt hatte.
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anke
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Beitrag von anke »

Pah, damit war Bruenor eindeutig zu weit gegangen. Bei aller Liebe aber ein zartes Wesen war sie weiß Gott nicht. "Was meint Ihr Perdondaris, sollen wir ihn da wenigstens bis zum Morgengrauen schmoren lassen? Oder ihn gar die Flussfahrt über ind dieser Kiste lassen?" Goldlöckchen konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. "Zumindest in der Zeit wo wir holzen gehen sollten wir ihn rauslassen, damit er mal sehen kann was in zwei zarten Wesen steckt" erwiederte Perdondaris. "Aber in keinem Fall bevor er sich nicht entschuldigt" Hört Ihr das Bruenor? fragte Perdondaris. "Du solltest Dich wirklich schämen Bruenor"sagte Goldlöckchen, die sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Sie und Perdondaris schauten sich an und fingen wie auf Kommando an laut zu lachen. Alle umstehenden die mitbekamen was da gerade passiert war konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen. Das war doch genau das Richtige um die eh schon sehr angespannte Situation für alle etwas erträglich zu machen.
Sieh es positiv Liebster, sagte Goldlöckchen, jetzt haben sogar alle etwas zu lachen
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Argh
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Beitrag von Argh »

Sein lautstarker Protest hatte nichts genutzt, Bruenor versuchte es nun mit allem Charm den ein Zwerg zu bieten hat: " Goldi, Liebste! Sei doch nicht so ..... " hier fehlten Bruenor die Worte, irgendwie hatte Bruenor das Gefühl egal was ersagte es würde falsch sein. - Oh vertrackt, lieber eine Horde Monster! Frauen! Man kann nicht ohne sie sein und mit ihnen gehts aber auch nicht.

Bruenor überlegte und überlegte, nichts viel ihm ein! Es war aber auch zu blöd immer dann, wenn man eine Idee braucht kommt keine. Bruenor lag ganz still in der Kiste und überlegte verzweifelt.

" Bruenor? " erklang eine Stimme von oben, der Zwerg antwortete nicht sondern überlegte verzweifelt weiter wie er wohl aus dieser Situation ohne größeren Gesichtsverlust herauskommen würde. - Ihm viel nichts ein.

" BRUENOR? " die Stimme von oben hatte mittlerweile einen besorgten Klang angenommen, aber der Zwerg merkte davon nichts. Horrorbilder jagten durch sein Gehirn - wie der ganze Trek da stand und ihn laut gröhlend auslachte.

Die Kiste öffnete sich einen Spaltbreit - der Zwerg merkte von alle dem nichts. Eingerollt lag er auf dem Kistenboden und seine ganze Aufmerksamkeit wurden durch sein Suchen nach einer Lösung gefangen. Nichts deutete darauf hin das der Zwerg noch lebte, denn ein Gedanke beherrschte sein Hirn: "Schande!"
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Rippington
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Beitrag von Rippington »

Goldlöckchen gefiel die Stille im Kasten gar nicht. Perdondaris war da abgebrühter, weil sie wußte, dass dem Zwerg dort nichts zustoßen konnte.

Aber als Goldlöckchen den Kasten öffnen wollte, widersetzte sie sich nicht, sah sie doch die Besorgnis der Zwergin. Als diese ihren Geliebten reglos daliegen sah, wich alles Blut aus ihrem Gesicht.
Schnell beugte sich Perdondaris über Bruenor und untersuchte ihn. Der Kerl stellte sich nur tot! Sie kniff ihn kräftig in die Wange, worauf er aus dem Kasten sprang wie ein Teufelchen aus der Kiste. Goldlöckchen wußte nicht, ob sie vor Freude tanzen oder Bruenor für den Schrecken erwürgen sollte.

Nach einem ernsten "Bruenor, es war nicht Recht, eurer Liebsten einen solchen Schrecken einzujagen.", überließ sie ihn Goldlöckchen und kehrte an das Lagerfeuer zurück.
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn zog einsam seine Runden, nur ab und zu von jemandem gestört, der sein Geschäft in den Büschen verrichtete und ob des schwärzesten aller schwarzen Schatten in der Nacht verschreckt zusammenzuckte.
Am Ende seiner Schicht - es war schon weit nach Mitternacht - ging der Assassine zurück zum Lager seiner Gefährten und richtete ohne ein weiteres Wort seine Lagerstatt. Dann legte er seine unbequem drückende Lederrüstung ab und hüllte sich ganz in seinen dicken Umhang, um schließlich in einen unruhigen, von Albträumen heimgesuchten Schlaf zu gleiten.
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anke
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Beitrag von anke »

Das gab es ja wohl nicht. Dieser Bruenor stellte sich doch tatsächlich Tod in seiner Kiste. Als er da so vor ihr stand holte Goldlöckchen aus und schmetterte dem Zwerg eine, daß er platt auf seinem Hinterteil landete. "WIE kannst Du nur..." Goldlöckchen verschluckte den Rest lieber. Bruenor schaute sie so verdutzt an, daß es schon wieder komisch wirkte. Verlegen stand er, seine Wange uns Hinterteil reibend, auf und wirkte als würde er sofort im Boden versinken wollen. Goldlöckchen war dies aber egal. Der sollte schon sehen was er davon hatte ihr einen solchen Schrecken einzujagen. Um aber die Situation nicht noch peinlicher zu machen, machte sie auf dem Absatz kehrt und richtete, als wäre nichts passiert, ihr Nachtlager und war trotzdem gespannt ob Bruenor sich zu ihr gesellen würde. Würde er es wagen.....?

Sie konnte sich nur schwer wieder beruhigen und wälzte sich unruhig hin und her........ "Warum tut er mir so etwas nur an?" Fragte sie sich immer wieder. Irgendwann schlief sie über diesen Gedanken hinaus ein....
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Argh
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Beitrag von Argh »

" Aber, aber .... " stammelte Bruenor, dann drehte er sich um und stapfte davon. Eine der Wachen, die sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte, blickte der Zwerg nur kurz an - der Mann erblaßte, murmelte eine Entschuldigung und verschwand.

Bruenor stapfte weiter und suchte sich ein kleines Wäldchen, dann griff er seine Axt fester und begann auf einen Baum einzuhacken. Noch lange hörte man in der Nacht die wuchtigen Schläge seiner Axt. - Nie hatte sich Bruenor ein paar Goblin- oder Orknacken so gewünscht wie gerade jetzt.

Die Zeit verging und der Morgen begann zu grauen - Nein eine Lösung hatte Bruenor nicht gefunden. Er steckte die Axt wieder ein und ging zum Treck zurück. Der Trek hatte sich in der Zwischenzeit wieder in Bewegung versetzt und Bruenor dachte nicht an ein Frühstück sonder erklomm einen Planwagen und legte sich auf ein paar Getreidesäcke. Nicht lange und dann ertönte lautes Schnarchen aus dem Planwagen.
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Beitrag von Rippington »

Perdondaris konnte nur den Kopf schütteln über die Beharrlichkeit gewisser Zwerge einem klärenden Gespräch auszuweichen.

Sie widmete sich wieder dem Treck. Die Einteilung der Unterführer zeigte schon erste Wirkungen. Alles verlief schon routinierter und ihre und Goldlöckchens Hilfe war bei weitem nicht mehr so häufig nötig. Perdondaris genoß einige unbeschwerte Stunden bei einer kinderreichen Schusterfamilie, die ihren Humor über die für sie katastrophalen Situation nicht verlor.

Langsam und stetig näherte sich der Treck Barak Zakath. Im Laufe des Nachmittags erreichten sie die Stelle, an der die Flößervorbereiter abbiegen wollten. Goldlöckchen und Perdondaris gesellten sich zu der Gruppe und warteten, ob sich jemand traute, ihnen die Mitwirkung zu verbieten.
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn hatte eine wenig erholsame Nacht verbracht. Neben den bekannten Erinnerungsfetzen an seine Mutter, wie sie in ihrem eigenen Blut dalag und ihr Mörder aus dem Fenster entkam, hatte sich in dieser Nacht ein anderes Bild in seine Träume geschlichen. Eine hässliche Fratze mit geifernden Fängen und schmalen Schlitzaugen, hinter denen ein hell brennendes Feuer loderte. Das Gesicht wurde von schuppiger, roter Haut bedeckt und aus der plattgedrückten Nase, die den Assassinen an die Nüstern eines Drachen erinnerte (er hatte einmal in einem Buch ein Bild eines solchen gesehen), trat heißer Dampf aus, als die Kreatur wütend schnaufte.

Als Kuryn am nächsten Morgen schweißgebadet aufwachte, verlor sich die Erinnerung an den beängstigenden Traum bald wieder, doch ein seltsames Gefühl begleitete den Meuchelmörder den ganzen Tag und sein Kopf fühlte sich seltsam leicht auf seinen Schultern an.
Instinktiv hielt sich Kuryn an diesem Tag nahe von Bruenor auf, obwohl er den Grund dafür selbst nicht wusste. Irgendwie hatte er das Gefühl, dem Zwerg genau beobachten zu müssen...
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anke
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Beitrag von anke »

Es war doch sehr erstaunlich, wie einige im Treck die Situation zu verarbeiten wussten. Einige Familien hatten ihren Humor über das alles nicht verloren. Goldlöckchen hatte die Hoffnung daß dieser Funke vielleicht auf die anderen überspringen würde. Sie hatte aber noch etwas, was ihr nicht aus dem Kopf ging. Bruenor. Dieser dickschädelige, dumme Zwerg hat sich doch die ganze Nacht um die Ohren gehauen, nur um einem Gespräch aus dem Weg zu gehen. Nun lag er da wie eine Patte auf einem Planwagen und schnarchte vor sich hin. Kuryn behielt den Wagen im Auge. Goldlöckchen fragte sich nur warum. War er etwa Misstrauisch oder was führte dieser Assasine im Schilde. Goldlöckchen war entschlossen, dies herauszufinden.....
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