Quest 3 - Rettet Onkel Grimbard

Die Tantalischen Berge - Land des Tantalusss

Moderator: Fansal

Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Bruenor war in der Zwischenzeit in die Kombüse gewuselt und hatte eine Fackel organisiert und am Herdfeuer angezündet, er warf sich das Schild auf den Rücken und griff die Fackel mit dem Schildarm und der anderen Hand seine Axt. " Schmeiß mich rüber! " zischte er dem grossen Matrosen an, als er wieder an Deck war. Dieser zögerte nicht lange und griff Bruenor beim Gürtel. In einem hohen Bogen schleuderte er ihn über die kampfbereit an der Reling stehenden Piraten hinweg. Krachend flog der Zwerg gegen einen bärtigen Einbeinigen, der ihm unfreiwillig eine weiche Landung bot.

Alles freundliche war nun aus den Zügen des Zwerges gewichen. Grim beherrschte sein Trachten und sich den Knieen der Piraten widment kämpfte er sich zu einer Luke durch. Doch dort konnte er werder eine Treppe noch eine Leiter erkennen, die in die Tiefe führte und zum hineinspringen war es zu tief. Unten sah er zwar eine Menge Stroh, dennoch war im das Risiko zu hoch. - Soviel zu seinem Plan in den Schiffsrumpf zu klettern und ein Leck zu schlagen. Verärgert warf Bruenor seine Fackel in die Luke.

" Bist Du wahnsinnig? Willst Du uns alle umbringen? " kreischte eine Stimme vom Achterdeck. Die Stimme gehörte offensichtlich dem Steurmann einem spindeldürren Männchen was sich mit aller Macht an etwas klammerte, das Bruenor als Ruder zu bezeichnen gelernt hatte. Die war anscheinend der Einzige der die Aktionen des Zwerge wahrnahm - ausser denen, deren Kniee lädiert waren - denn die anderen Piraten waren ganz auf's Entern konzentriert und in dem herrschenden Tumult konnte man seine eigene Stimme nicht verstehen. Mit dem Schrei hatte das Männchen die Aufmerksamkeit des Zwerges geweckt - die Axt in Pratenkniehöhe schwenkend, kämpfte sich dieser nun zum Achterdeck vor und mehr als einmal mußte er für die Qualität seines Helmes und seines Schildes danken. Er warf noch einen Blick zurück und sah Rauch aus der Luke aufsteigen.

Der Zwerg ignorierte den Rauch und strebte weiter auf den Steuermann zu. Doch plötzlich fesselte eine Tür die Aufmerksamkeit Bruenors, der Zwerg rieß sie auf, stürmte hinein und schlug sie wieder hinter sich zu. Mit einem mal wurde es ziemlich still.
Benutzeravatar
Rondo
Goblin
Goblin
Beiträge: 45
Registriert: Sa 03.04.2004 - 15:01
Wohnort: Da wo der Pfeffer wächst

Beitrag von Rondo »

Der Kampf tobte und Rondo erschien es sehr sinnvoll einen Piraten anzusprechen, um ihn auf seine missliche Lage aufmerksam zu machen.Im nächsten Augenblick bekam er auch schon die Gelegenheit dazu. Ein Seeräuber sprang über die Reling zu ihm herüber und schlug im Flug nach Rondos Kopf, dieser duckte sich instinktiv und machte in der selben Bewegung eine halbe Drehung, um die Beine des Angreifers wegzu treten. In einer weiteren blitzschnellen Bewegung war Rondo auf den am Boden liegenden Piraten gesprungen, hatte ihn überwältigt und zischte ihm zu:" Ich bin's Rondo "Die Maus" hilf mir von diesem Schiff runter zu kommen und der Boss der Diebesgilde in Kalanos wird dir und deinen Freunden eine große Belohnung zukommen lassen!"
Der Pirat schien Rondo tatsächlich erkannt zu haben, er sah so aus als ob er überlegen würde und sagte dann:" In Ordnung, bleib bei mir und ich..." ZING der Säbel eines Matrosen durchbohrte das Herz des Seeräubers mit einem Stoß. Zuerst wusste Rondo nicht was er denken sollte , als die Klinge direkt neben seinem in den Körper des Piraten stach, aber dann erkannte er es umso nüchterner: Der Matrose hatte die Situation falsch gedeutet( wie sollte er auch anders) und gedacht, der Halbling würde mit seinem Gegner ringen und da dies sehr ungleiche Gegner waren, hatte er nur helfen wollen.
Dennoch hielt es Rondo nicht für eine gute Idee des Matrosen dafür zu bestrafen, denn das erste Piraten Schiff war wider Erwarten sehr angeschlagen, und es sah nach einem Sieg für die Verteidiger aus...zumindest ei dem ersten Schiff, denn das zweite hatte jetzt angedockt. Hoffentlich würde es hier besser laufen.
Wohin rennst du, wenn die Erde dein Feind ist?
Benutzeravatar
Fansal
Engel
Engel
Beiträge: 4025
Registriert: Mo 07.01.2002 - 18:13
Wohnort: Ober-Mörlen
Kontaktdaten:

Beitrag von Fansal »

Spielleiter

Bruenor brauchte einen Moment, um in der plötzlichen Düsternis etwas zu erkennen. Doch dann stieß er einen überraschten Pfiff aus, als sein Blick auf mehrere kleine Schatztruhen fiel, die bis zum Rand mit Edelsteinen und großen goldenen Münzen gefüllt waren. Gerade betrachtete der Zwerg noch die Pracht, rechnete im Kopf aus, wie viel sie wohl wert war, und machte sich Gedanken, wie er den Schatz auf die Einhorn bringen konnte, als ihn plötzlich ein gewaltiger Stoß von außen gegen die Tür ins Zimmer schleuderte. Als er sich auf dem Boden umdrehte, blickte er zu einem schwarzhäutigen Hünen auf, der ein großes Entermesser in der Hand hielt und in einfache Matrosenkleidung gekleidet war. Seine Absicht war klar: Er wollte Bruenor aufspießen!

Derweil war an Bord der Einhorn das reinste Chaos ausgebrochen. Obwohl die Besatzung unter Führung des erfahrenen Kapitäns Hardkopf die Piraten hart bedrängt und sie sogar ein wenig zurück getrieben hatte, schien die Lage nun aussichtslos: Das zweite Piratenschiff hatte das Heck der Einhorn umrundet und mit einer Balistae auf dem Achterdeck ein großes Loch in den Bug der Einhorn geschossen, bevor die Schurken unter wildem Gejohle dazu übergingen, das getroffene Schiff zu entern. Jetzt musste sich die Mannschaft um Kapitän Hardkopf (und damit auch die Abenteuer) schon auf zwei Seiten gegen die skrupellosen Freibeuter erwehren.

Spielleiter Ende
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Kuryn hasste Schiffe. Das war ihm jetzt mehr als deutlich bewusst geworden. Der Assassine hatte bestimmt ein halbes Dutzend Pfeile verschossen, doch kein einziger hatte sein Ziel getroffen. Stattdessen schmückten sie jetzt den Mast, die Reling oder das Deck des Piratenschiffes. Zwei hatten sich sogar in das große schwarze Segel gebohrt. Kuryn fluchte ausgiebig, als ein Ruck durch die Einhorn ging und die Besatzung des zweiten Piratenschiffs Enterhaken auswarf, um sich heranzuziehen.

Der Meuchelmörder entschied, dass er keine weitere Zeit für Zielübungen mehr hatte und verstaute den Bogen wieder auf seinem Rücken. Dann griff er an seinen Gürtel und zog den einen seiner beiden langen, gekrümmten Dolche hervor, die er bei Karak vor Beginn ihrer Reise gekauft hatte. Jetzt würde sich zeigen, wie gut der in der Sonne funkelnde Stahl war, aus dem ihre Klingen gemacht waren.

Kuryn lief zur rechten, dem Land abgewandten Seite des Schiffes und schloss sich einem Dutzend Matrosen an, die ebenfalls an die Reling eilten, um die sich hinüber schwingenden Piraten gebührend in Empfang zu nehmen. Den ersten Freibeuter, der die Planken der Einhorn betrat, ergriff Kuryn von hinten, bevor er sich noch recht orientieren konnte. Der Mann wehrte sich, doch Kuryn hielt ihn unbarmherzig weiter fest.

Obwohl der Assassine dünn und hager aussah, waren seine Muskeln vom vielen Stehlen, Töten und manchem akrobatischen Meisterstückchen doch bis aufs Äußerste durchtrainiert. Scheinbar mühelos behielt er den festen Griff um die Arme seines Gegners bei und schlitzte ihm dann mit einer fast zärtlichen Geste die Kehle auf. Er ließ den Piraten fallen und wandte sich blitzschnell um, wobei er eine leicht geduckte Haltung einnahm.
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Bruenor blickte nur kurz zu dem Riesen auf, die Axt hielt er noch immer fest gegiffen. Pfeifend glitt der erste Hieb des Piraten über ihn hinweg, damit hatte sein Gegner das Überraschungsmoment verspielt auf den dieser Wächter des verlorenen Schatzes wohl gesetzt hatte. Der Hieb des Zwerges saß besser, die Axt beschrieb einen Halbkreis und zertrümmerte die Kniescheiben seines Gegners. Lautlos, ohne einen Schmerzenschrei brach sein Gegner zusammen und der Zwerg konnte sich nur durch eine rasche Bewegung davor retten von dem fallenden Riesen erdückt zu werden.

Behende nutzte Bruenor die Gelegenheit zu einem zweiten Schlag, gerichtet auf die Waffenhand seines Gegners. Sein Hieb saß gut und wie eine reife Frucht fiel die Hand vom Arm. Pulsierend schoß das Blut aus dem Stumpf und der Riese war wie betäubt. Sein Gegner wälzte sich am Boden herum und aus seinem Blick sprach etwas irres und zugleich unermesslich trauriges. Der Zwerg griff nun die Axt mit beiden Händen und hieb auf den Hals des hilflos vor ihm liegen den Riesen, er mußte zweimal zuschlagen um seinen Gegner von den Qualen zu erlösen.

Angewidert wandte er sich von dem Schatz ab. Ein leichtes Bedauern zuckte noch durch sein Herz bei dem Gedanken, daß diese Werte bald den Meeresboden zieren würden, dann eilte er weiter. Er stieß eine weitere Türe auf und sah in dem Raum Niemanden ausser einen fetten Glatzkopf und ein verängstigtes junges Mädchen. " Hab ich Euch nicht gesagt ihr sollt mich erst stören, wenn ihr eure Arbeit getan habt? Oben wird noch gekämpft! " herrschte ihn der Dicke an:
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

Es war aussichtslos. Während Perdondaris noch an dem einen Tau herumsäbelte, landeten fünf, acht, zwölf neue Enterhaken. Resigniert steckte sie ihren Dolch weg und holte den Streitkolben hervor. Unaufhaltsam rückte die Reling des Piratenschiffes näher und näher als dessen Besatzung ihr Schiff heranzog. Hohnrufe und Gelächter drüben, grimmige Entschlossenheit hüben. Die Piraten schwangen sich auf die Reling und als der Abstand der Schiffe kaum mehr eine Spanne betrug, sprangen sie herüber.

Perdondaris traf ihren ersten Gegner mitten ins Gesicht. Sie sah und sah doch nicht wie sich Augen, Nase, Mund in einen Brei aus Knochen, Blut und Haaren wandelte. Der Mann fiel rückwarts um. Schon war der nächste heran, dessen Entermesser keine Verteidigung gegen ihren Kolben darstellte: Sie zertrümmerte sein Schultergelenk. Dann nahm sie nur noch wenig von dem Geschehen wahr, während sie um und um sich schlug mit ihrer Waffe, deren feine Arbeit unter Hirn und Blut und Haut nicht mehr zu erkennen war. Ein scharfer Schmerz durchzuckte ihren linken Arm, ihr rechter war taub von Anstrengung. Schweiß - oder waren es Tränen? - rannen ihr in die Augen, doch sie schlug und schlug.

Bis etwas ihren Hinterkopf traf und alles schwarz wurde.
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Kuryn ließ seinen getöteten Gegner zu Boden gleiten und zog seinen zweiten Dolch aus der versteckten Halterung an seinem Rücken hervor, die er gerade noch so zu erreichen vermochte, ohne sich den Arm auszukugeln. Der Stahl blitzte im Schein der hinter der aufreißenden Wolkensonne hervorblinzelnden Sonne auf, als sich der Assassine wie eine lebende Naturgewalt auf die anstürmenden Gegner warf und dabei mit seinen Waffen in alle Richtungen stach.

Er hatte seinen einen Dolch gerade im Bauch eines schlaksigen Piraten versenkt, der noch sehr jung war an Jahren, da sah er, wie Perdondaris inmitten des Schlachtengetümmels zu Boden fiel, getroffen vom Keulenschlag eines Korsaren, der sie offenbar als lebende Beute mit zum Heimathafen nehmen wollte. Kuryn spürte, wie kalte Wut von ihm Besitz ergriff. Sie durften Perdondaris nicht bekommen, niemals!

Brutal riss der Profikiller sein Messer aus dem Leib des Gegners und kümmerte sich nicht um die Blutfontäne, die über seine Hände spritzte und sich ganz warm auf seiner Haut anfühlte. Stattdessen packte er das befreite Messer mit einer schnellen Drehung an der Klinge, hob den Dolch neben sein Ohr, wobei er weit ausholte, und zielte dann auf den Piraten, der sich gerade an der außer Gefecht gesetzten Klerikerin zu schaffen machen wollte.

Der Halunke sollte niemals erfahren, was ihn getroffen hatte, doch als das geworfene Messer seine Kehle durchbohrte, wusste er, dass er sterben musste. Röchelnd brach er zusammen. Kuryn setzte über einen weiteren Gefallenen hinweg und versuchte, sich zu Perdondaris durchzuschlagen, als er plötzlich mit voller Wucht gegen etwas auf Höhe seiner Kniescheiben prallte und zu Boden fiel.

Blitzschnell war der Meuchelmörder wieder auf den Beinen (obwohl er bei den unregelmäßigen Bewegungen des Schiffes die Zähne zusammenbeißen musste, um sich nicht zu übergeben) und fuhr wütend herum, den Krummdolch mit der Absicht in der Hand zu töten. Sein Blick fiel auf Rondo, den Halbling, der unfreiwillig ihr Reisegefährte geworden war, und der sich gerade eine riesige Beule an seinem Kopf rieb. Offensichtlich ein Produkt des Zusammenpralls zwischen ihm und Kuryn.
Benutzeravatar
Fansal
Engel
Engel
Beiträge: 4025
Registriert: Mo 07.01.2002 - 18:13
Wohnort: Ober-Mörlen
Kontaktdaten:

Beitrag von Fansal »

Spielleiter

Mitten im Chaos der Schlacht, während die Matrosen der Einhorn zusammen mit den Abenteurern einen verzweifelten Kampf gegen die Piratenhorden ausfochten, schwangen sich zwei dieser Freibeuter von dem erst kürzlich angelegten Piratenschiff auf das Deck der Einhorn. Das Besondere an ihnen waren die kleinen Fässchen, von denen ein jeder zwei unter den Armen trug. Sie wirkten wie Behälter für Bier oder Wein, doch in ihrem Inneren befand sich zähflüssiges Naphtha, eine äußerst gefährliche Substanz, die bei Feuerkontakt zu explodieren pflegt und deren Flammen man nur mit Sand ersticken kann, nicht aber mit Wasser.

Die beiden Piraten sahen sich kurz um, dann machten sie sich auf den Weg zur Ladeluke, um ihre explosiven Geschenke im Innern des Schiffes abzulegen und sie dort zur Explosion zu bringen, wenn ihr Kapitän es ihnen befehlen sollte. Doch auf halbem Weg wurde einer der Kämpfer von Kapitän Hardkopf auf die beiden aufmerksam und nagelte den einen mit einem atemberaubend exakten Wurf seines Speeres an die Holzplanken des Decks, während der andere seine Last fallen ließ und seinen Säbel zückte, um dem heranstürmenden Matrosen entgegenzutreten. Die vier Fässchen rollten über das schwankende Deck und aus einem seltsamen Zufall direkt vor Rondos und Kuryns Füße...

Derweil an Bord des Piratenschiffes

Einen Moment herrschte Stille in der Kajüte, nur unterbrochen von den gedämpften Kampfgeräuschen, die von oben herein drangen, dann sprang der Dicke plötzlich auf und stellte kreischend fest: "Ihr seid nicht aus meiner Mannschaft!" Den Tod in Bruenors Augen sehend, stieß der Mann, der offensichtlich der Kapitän der Freibeuter war, das halbnackte Mädchen in des Zwergen Richtung, was ihm Gelegenheit gab, eine Armbrust von einem nahen Tisch zu nehmen und diese dank des Bügels in Sekundenschnelle zu laden. Neben ihm wartete ein glänzender Säbel darauf, für den scheinbar unvermeidlichen Nahkampf eingesetzt zu werden.

Spielleiter Ende
Benutzeravatar
Rondo
Goblin
Goblin
Beiträge: 45
Registriert: Sa 03.04.2004 - 15:01
Wohnort: Da wo der Pfeffer wächst

Beitrag von Rondo »

Sich den Kopf reibend und fluchend darüber, dass der Seeräuber, den er diesesmal fragen wollte, ob sie ihn mit nach Kalanos nehmen könnten, soeben getötet worden war, ging Rondo einen Schritt und wurde von einem Fässchen überrollt, das sich wohl irgendwo gelöst hatte. Mit dem Fass auf seinem Brustkorb war er vollkommen hilflos.Er sah nur noch das Fass vor sich und ein Zeichen auf dem Fass, das wie eine Flamme aussah. Glücklicherweise, wurde Kuryn auf ihn aufmerksam und ob das Fass von ihn herunter. " Danke schön." konnte der Halbling gerade noch sagen, bevor auch noch ein zweites drittes und viertes Fass ihn begrub. Zum Glück waren die Hauptkampfhandlungen gerade zehn Meter weiter und somit hatte Kuryn die Gelegenheit in auch noch vor diesem Übel zu befreien.
" Guck dir mal die das Zeichen hier an." machte Rondo Kuryn aufmerksam, " Also entweder ist dieses Gesöff derart hart, das es einem die Kehle verbrennt ,oder man kann damit einen ganzen Winter lang Feuer machen. Sollte es also kein privater Biervorrat des Kapitäns sein, sollten diese verflixten Dinger wohl schnell vom Schiff runter - beziehungsweise auf ein anderes Schiff. " Rondo Kayondo verfluchte sich innerlich das gesagt zu haben, wie sollte er denn mit einem brennenden Schiff heimkommen?
Wohin rennst du, wenn die Erde dein Feind ist?
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

" Raus hier! " rief Bruenor dem Mädchen zu und geistesgewärtig huschte sie an ihm vorbei. Der Kapitän zog in diesem Moment die Armbrust ab aber bedingt durch das schlingern des Schiffes verfehlte er sein Ziel, der Bolzen schlug mit einem dumpfen Plong im Türrahmen ein. Bruenor eilte dem Mädchen nach schlug die Tür zu, warf alles greifbare davor und endlich riss er eine brennende Fakel aus der Halterung und schleuderte diese auf das Gerümpel vor der Tür. Bruenor griff das Mädchen bei der Hand: "Wenn Dir Dein Leben lieb ist müssen wir fliehen!" - " Ich will nur den Tod dieser Verbrecher, meine Familie haben sie umgebracht und mich wollten sie zu ihrer Hure machen. " schluchsde das Mädchen. Der Rauch des beginnen den Feuers machte die Situation unerträglich.
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

Perdondaris lag bewußtlos auf den Planken.


Dunkelheit, Dunkelheit so tief, dass sie greifbar war. Sie lag unter ihr begraben, wie unter einem Stapel Kettenhemden. Lange lag sie hilflos da, ganz der Dunkelheit ergeben. Doch ein kleiner, kämpferischer Funke erglomm allmählich in ihr. Woher er kam, was ihn speiste - sie wußte es nicht und das war auch gar nicht wichtig.
Wichtig war, dass sie die Dunkelheit nicht mehr hinnahm, wichtig war, dass sie anfing zu kämpfen. Sie stemmte sich gegen die Dunkelheit. Ohne jeden Erfolg. Ihre Kraft war zu gering. Trotzdem versuchte sie es wieder. Wenn sie auch nicht kräftig war, so war sie doch störrisch. Wieder und wieder stemmte sie sich gegen die Dunkelheit und wieder und wieder stellte sich nicht der geringste Erfolg ein. Erschöpft, aber nicht erschlagen, lag sie da und fühlte einen Gedanken aufkeimen. Es war Unfug, die gesamte Dunkelheit bewegen zu wollen. Ihr Ziel war ja viel zu groß für ihre geringen Kräfte. Sie konzentrierte sich auf einen Punkt und sammelte dort ihre erschöpften Kräfte.


Perdondaris linkes Augenlid flatterte.
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Kuryn blickte besorgt in Richtung Perdondaris, dann wieder zu Rondo, der sich bereits an einem der Fässer zu schaffen machte. Schnell traf der ausgebildete Killer eine Entscheidung. "Warte hier!", ermahnte er den Halbling eindringlich, dann hastete er über das Deck der Einhorn, wobei er versuchte, Kämpfen soweit möglich aus dem Weg zu gehen, um nicht aufgehalten zu werden. Und tatsächlich schaffte er es durch das Getümmel an Bord hin zu der Treppe, die von den Quartieren der Offiziere und der Reisenden an Deck führte. Dort fand der Meuchelmörder Astufel fast genauso vor, wie er ihn zu Beginn des Kampfes zurückgelassen hatte: Vollkommen aufgelöst und vor Angst schlotternd.

Kuryn steckte seine Dolche ein und packte den dicklichen Priester am Kragen, um ihn hochzuziehen, was aufgrund seiner Körperfülle nicht eben eine leichte Aufgabe war. Der Assassine ächzte vor Anstrengung, dann hatte er den Priester endlich auf die Beine gestellt. Als er sah, dass Astufel drohte, das Bewusstsein zu verlieren, schüttelte Kuryn ihn kräftig, um ihm daraufhin zuzubrüllen: "Kommt sofort mit, Ihr müsst Euch um Perdondaris kümmern! Sie ist verletzt!" Bei den letzten Worten drohte Kuryns Stimme überzuschnappen. Ohne eine Antwort abzuwarten zerrte der Meuchler Astufel hinter sich her, bis er den Ort erreichte, an dem Perdondaris bewusstlos lag. Astufel kniete sich neben sie, ob aus eigenem Antrieb, oder weil Kuryn seine Schulter so fest drückte, dass es schmerzte, war nicht zu erkennen.

Kuryn blieb noch einen Moment bei den beiden stehen, bis er sich vergewissert hatte, dass sich Astufel auch wirklich darum bemühte, die Klerikerin wieder auf die Beine zu bringen, dann riss er sich vom Anblick der ohnmächtigen Perdondaris los und eilte wieder zu Rondo. Das Bild einer toten Perdondaris, das sich standhaft weigerte, aus seinen Gedanken zu verschwinden, schmerzte den Meuchelmörder mehr, als er sogar vor sich selbst bereit war zuzugeben. Kuryn erreichte den Halbling und betrachtete die Fässer mit der scheinbar eindeutigen Symbolik einen Moment lang. Schließlich stimmte er Rondos Plan zu und ergriff zwei der kleinen Fässchen. Als er sah, dass der Halbling keinesfalls die anderen beiden tragen konnte, rief Kuryn einen Matrosen aus Kapitän Hardkopfs Mannschaft herbei und drückte ihm eines der Fässer in die Arme, bevor er ihm ihren Plan erläuterte. Dann machten sich die drei auf den Weg in Richtung des Piratenschiffes, das zuletzt an die Einhorn angedockt hatte.
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Bruenor zog das Mädchen hinter sich her, die beiden eilten durch den Gang und die kurze Treppe hinauf. Er stieß die Tür auf. Lärm brandete im engegen und unter den Leuten herrschte ein völliges Chaos.

Zu allem Übel brach das Mädchen noch keuchend zusammen, der Rauch hatte im wohl sehr zu Schaffen gemacht. Der Zwerg nutzte die Zwangspause um sich zu orientieren. Aus dem Lagerraum loderten bereits die hellen Flammen und unter den Piraten herrschte völliges Chaos die einen wollten löschen und die anderen kämpfen. Doch Bruenors Augen sahen Niemand der Befehle erteilt.

" Seltsam! " dachte er " Es muss doch kommandierende Offiziere auch unter den Piraten gegeben haben? "

Der Zwerg guckte sich nach einer Fluchtmöglichkeit von dem Piratenschiff um.
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

Unter Aufbietung aller Kräfte gelang es Perdondaris ihr linkes Augenlid anzuheben. Was sich ihrem einäugigen Blick bot, hätte sie fast wieder in die Bewußtlosigkeit zurückkatapultiert. Igitt, das war doch Astufels schwammige, schweißige Visage über ihr. Gerüche von Mundfäule, abgestandenem Schweiß und Erbrochenem attackierten ihre Nase. Ihr rechtes Auge sprang auf, ihr Oberkörper getrieben von einem revoltierenden Magen schnellte hoch und sie erbrach sich in Astufels Schoß.

Gleichzeitig setzten stechende Kopfschmerzen ein. Ihr Hinterkopf schien explodiert zu sein und ihr wurde schwummrig vor Augen. Sie packte nach dem Nächstliegenden, was leider Astufels Schulter war, der quiekte und zitterte wie Schwein auf der Schlachtbank.
Perdondaris hielt sich fest und versuchte mit tiefen Atemzügen Magen und Kopf zu beruhigen. Doch so nahe an Astufel war das keine gute Idee. Sie stieß ihn von sich und robbte zur Reling. Oh, diese Schmerzen! Fast hätte sie ihren Kopf an die Reling gelehnt, im letzten Moment zuckte sie zurück.
Sie zog die Knie an, stützte ihre Arme darauf und barg in ihnen ihren armen, armen, malträtierten Kopf. dann konzentrierte sie sich ganz auf ihre Atmung.
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Auf halbem Weg zu ihrem Ziel wurde Kuryn durch das panische Geschrei der Piraten auf den Brand an Bord des anderen Schiffes aufmerksam. Der Meuchelmörder grinste böse, als er die Flammen aus einer Luke schlagen sah, die wohl zum Frachtraum führte. Er packte den Matrosen an der Schulter und drückte ihm eins seiner eigenen Fässer mit Naphtha in die Arme. "Wirf es dort drüben ins Feuer!", sagte er zu ihm, wobei er schreien musste, um sich über dem Lärm der Schlacht verständlich zu machen. Der Matrose nickte mit einem fast schon glückseligen Lächeln und machte sich auf den Weg zu dem Piratenschiff an Backbord. Kuryn verschwendete keine Zeit, indem er ihm hinterher sah, sondern konzentrierte sich ganz darauf, seinen Weg zu dem anderen Schiff zu finden, an dessen Reling hart gekämpft wurde. Zahllose Leichen lagen auf den Planken sowohl des Piratenschiffes als auch von Kapitän Hardkopfs Nussschale und der Boden war glitschig vom Blut.

An der Reling blieb Kuryn stehen, um sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Die Matrosen der Einhorn waren auf dem Rückzug, obwohl sie von neuen Kräften verstärkt wurden, die bis eben noch gegen die Freibeuter des anderen Piratenschiffes gekämpft hatten. Vorsichtshalber zog der Assassine einen seiner Dolche, dann stellte er sein Fässchen ab und tastete mit der freien Hand nach Zunder und Feuerstein - doch natürlich befanden diese nun so wichtigen Utensilien sicher verstaut in seinem Gepäck in der Kabine unter Deck. Kuryn fluchte verhalten, als er plötzlich spürte, wie ihn jemand am Umhang zog. Er wirbelte herum und sah Rondo, der mit triumphierender Geste einen Feuerstein in die Höhe hielt. "Sehr gut!", rief Kuryn aus und schnappte sich den Stein. Er betrachtete die kurze Lunte, die aus dem Fass mit Naphtha herausragte und rechnete sich aus, wie lange sie wohl brennen würde, bevor eine Explosion erfolgte. In diesem Moment ertönte ein ohrenbetäubendes Donnern und einen Moment später fegte eine Wand aus Hitze über die Kämpfenden. Kuryn brauchte keinen Blick über die Schulter zu werfen, um zu erahnen, dass das erste Fass mit Naptha sein Ziel gefunden hatte. Er hoffte nur, dass keiner seiner Gefährten deswegen in Schwierigkeiten war.

Einen Moment drängte sich ihm das Bild einer in Flammen aufgegangenen Perdondaris auf, dann schob er diese beängstigenden Gedanken beiseite und konzentrierte sich. Er schlug einen Funken mit dem Feuerstein und als dieser auf die in Öl getränkte Lunte übersprang, erhob sich Kuryn aus seiner knienden Stellen und nahm das Fass in beide Hände. Er beobachtete sehr genau die brennende Lunte, die sich nur wenige Zentimeter vor seinen Augen befand und langsam herunterbrannte, er spürte, wie sich das zähflüssige Naphtha im Innern des Fasses bewegte, als das Schiff schwankte. Dann - die Lunte war beinahe ganz herunter gebrannt - warf der Assassine das Fass plötzlich, wobei er sehr genau zielte. Das Fässchen flog durch die Luft, über die Köpfe der Piraten hinweg und traf zielsicher den Hauptmast, wo es zerbrach. Einen Moment fragte sich Kuryn, ob er sich verschätzt hatte, oder das Naphtha nicht zündete, doch dann wurde er von der Wucht der Explosion nach hinten geworfen. Das halbe Deck des Piratenschiffes ging in Flammen auf und die Korsaren kreischten angsterfüllt.
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Die Explosion schleuderte Bruenor gegen sie Aufbauben. Das Mädchen, daß Bruenor immer noch an der Hand hielt wurde auf ihn geschleudert. Für eine Weile verwirrte den Zwerg der betörende Duft ihrer Haut. Die Ereignisse konzentrierten sich jetzt auf das Mittelschiff in dem die Explosion statt gefunden hatte und auf die Front zur Einhorn. Die führerlosen Piraten wuselten panisch durch ein ander. An dieser Seite war kein Durchkommen für den Zwerg und das Mädchen.

Schwer atmend blickte Bruenor sich um und sah am Heck ein kleines Ruderboot baumeln. " Komm! " presste er hervor und zog das Mädchen hinter sich her.
Benutzeravatar
Rondo
Goblin
Goblin
Beiträge: 45
Registriert: Sa 03.04.2004 - 15:01
Wohnort: Da wo der Pfeffer wächst

Beitrag von Rondo »

" Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, wir sollten Rattengift auslegen, wenn wir nicht angenagt werden wollen, hihihi! "
Rondo, welcher endlich eingesehen hat, dass das Schicksal es nicht gut mit den Piraten wollte, begann ,wegen seiner Größe durch die Druckwelle verschohnt, mit seiner Schaufel, die durch die Explosion am Boden liegenden Seeräuber, bewusstlos zu schlagen.
Ein " Booong" nach dem andern konnte man über das Deck schallen hören. Dennoch war die Situation noch nicht entschärft, die Mannschaft von Kapitän Hardkopf und auch die Freibeuter standen relativ schnell wieder auf und der Kampf entbrannte von neuem. Diesesmal waren die Chancen aber ausgeglichen, da durch die Explosionen und das Feuer viele Piraten ihr Leben lassen mussten,aber auch die rechtschaffenden Matrosen waren stark dezimiert. Jetzt ging es in dem Kampf nicht mehr um Plünderung oder um das Erlangen potentieller Schätze,nein jetzt ging es um den Besitz, des letzten Schiffes im Umkreis mehrerer Seemeilen.
Den Dolch gezückt schlüpfte Rondo in Richtung Steuer, in der Hoffnung jemanden zu finden, der die " Einhorn"aus diesem Inferno heraus manövrieren konnte.
Wohin rennst du, wenn die Erde dein Feind ist?
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

Der Schmerz wandelte sich von den Stichen einer scharfen Klinge zum dumpfen Pochen eines Hammers. Vorsichtig hob Perdondaris den Kopf von den Armen. Noch vorsichtiger hob sie eine ihrer Hände in Richtung Kopf. Da wo nach ihrem Gefühl ihr Kopf anfing, traf die Hand noch auf Luft. Eine Meile weiter aber kontaktierte ihre vorsichtig tastende Hand äußerst sensitives Terrain. Sie sog scharf den Atem ein, als erneut stechender Schmerz durch ihren Kopf fuhr.
Doch es half nichts, ihr Kopf mußte untersucht werden. Und wenn sie es nicht tat, tat es womöglich Astufel. Einer kleiner Schauder schlitterte ihr den Rücken herunter und mit neuer Entschlossenheit brachte sie ihre Hand erneut in Kontakt mit ihrem Hinterkopf. Ihr Haar war nass und verklebt von Blut, doch schien nur die Haut aufgeplatzt zu sein. Die Knochenplatte ihres Schädels schien noch immer intakt, sofern sie das unter kartoffelgroßen Beule, die sich gebildet hatte, erkennen konnte.

Sie zog ihre Hand zurück und holte Sheol Nugganoth hervor. Die grausliche Statuette schien unter der Berührung ihrer blutverschmierten Hand zu erzittern. Ein Zittern der Erwartung, ein Zittern der Gier. Perdondaris konzentrierte sich auf ihren Gott und wandelte das Pochen des Schmerzen in eine rhythmische Begleitung ihres Gebetes. Sheol Nugganoth schien in ihren Händen zu erkalten. Die Kälte erfasset ihre Hände, ihre Arme, stieg zu ihrem Kopf hinauf und betäubte den Schmerz. Wie ein federleichter Eisbeutel legte sie sich auf die Wunde und begann sie langsam zu schliessen.
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Kuryn lachte hämisch und voller boshafter Freude, als die Piraten lebendigen Fackeln gleich über das Deck ihres in Flammen aufgegangen Schiffes rannten. Es war nicht so, dass sich der Meuchelmörder unbedingt an ihrem Leid erfreute, dafür hatte er bereits zu viele Leute sterben sehen und außerdem machte man sich in diesem Beruf nach einiger Zeit zwangsläufig eine gewisse Kaltblütigkeit zu eigen, wenn man nicht verrückt werden oder selbst sterben wollte. Alles was Kuryn verspürte, war gerechter Zorn und eine gewisse Befriedigung. Diese Kerle bekamen das, was sie verdienten, darin war sich der Assassine vollkommen sicher! Und um dies noch zu unterstreichen, hob er das zweite Naphthafass hoch und warf es direkt in die lodernden Flammen. Als der gefährliche Inhalt mit Wucht explodierte, schirmte Kuryn seine Augen vor dem blendenden Licht ab, das dabei frei gesetzt wurde. Als er sah, dass die Freibeuter nur noch verzweifelter gegen die Besatzung der Einhorn anrannte, nahm der Meuchler seinen Bogen von der Schulter und begann damit, die Piraten mit einem Pfeilregen einzudecken; seine Seekrankheit hatte er geradewegs über der Erregung der Schlacht vergessen. Immer und immer wieder suchte sich Kuryn ein neues Ziel, ließ die gespannte Sehne los und beobachtete, wie das tödliche Geschoss ins Schwarze traf.

Am Ende war von der Besatzung des Piratenschiffes kaum noch jemand übrig und an Deck stapelten sich die Leichen, entweder von den Entermessern der Matrosen Kapitän Hardkopfs zerstückelt, oder mit schwarz gefiederten Pfeilen geschmückt, die lebenswichtige Organe durchbohrt hatten. Kuryn betrachtete einen Moment die glitschigen Pfützen roten Blutes, in denen sich die Flammen des brüllenden Feuers widerspiegelten, dann wandte er sich mit verhärteter Miene ab. Der Meuchelmörder betrachtete besorgt den geringen Abstand zwischen Einhorn und Piratenschiff und hoffte, dass das Feuer nicht übersprang, dann machte er sich auf den Weg zum anderen Freibeuterschiff. Auf halbem Weg erinnerte sich Kuryn an Perdondaris, die er in der Obhut Astufels zurückgelassen hatte. Hektisch und von Furcht ergriffen suchte Kuryn nach ihr, mit abgehackten Bewegungen, deren Hast seine blanke Panik verrieten. Schließlich fand er sie genau dort, wo er die Priesterin zurückgelassen hatte und als er sah, dass sie wohlauf war, atmete er zu seiner eigenen Überraschung leichter. Als er sah, dass sie trotz des Lärms der Schlacht und der Feuer auf den beiden Piratenschiffen ins Gebet versunken war, eilte Kuryn beruhigt in die Richtung, welche auch die meisten der Matrosen einschlugen: Links, zur Küste hin, backbord, oder wie immer es heißen mochte.
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Bruenor zerrte das Mädchen hinter sich her und schließlich gelangten sie zu dem Beiboot. Ganz ohne drängen und schubsen ging dies nicht ab aber schließlich erreichten sie das Beiboot. Immernoch herrschte ein grosses Chaos auf dem Piratenschiff, denn die Fässer mit Naphtha hatten das ihrige getan.

Von Bruenor gedrängt hüpfte das Mädchen in das Boot und der Zwerg bemühte sich es zu Wasser zulassen. Eine Sache einfacher gesagt als getan. Während er noch an den Knoten fummelte stürmte eine Horde Piraten herbei. Bruenor seufzte, rückte da Schild zurecht und griff die Axt fester.

Der Kampf war kurz aber hart, denn bereits der erste Schlag Bruenors verfehlte das Knie eines der Piraten und erwischte das Verankerungsseil des Beibootes. Dieses sauste herunter und schlug hart auf der Wasseroberfläche auf. Der Zwerg verlohr das Gleichgewicht und schlug mit dem Kopf gegen die Sitzbank des Boote. Dunkelheit senkte sich über das Bewußtsein Bruenors.
Antworten

Zurück zu „Die Tantalischen Berge“