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Rückkehr 10. Quest

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Ephirnion
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BeitragVerfasst am: Sa 16.04.2005 - 10:55    Titel: Rückkehr 10. Quest Antworten mit Zitat

Spielleiter

Der Weg zurück zur Festung Rogus führt die Gruppe von Wanderern von der Stadt Liandris aus über Lims'Rhane durch einen kleinen Teil des Sonnenwaldes zur Grenze zur Salischen Ebene. Dort wird sie der Weg weiter über die Straßen des Königs vorbei am Zwergenberg bis hin vor die Tore der größten Festung ganz Providentias. Doch es hat ganz den Anschein, als ob ein Ort, eine alte Ruinenstadt in der Nähe von Lims'Rhane das Interesse der Wanderer auf sich hatte ziehen können. Wer weiß schon was sie an diesem wundersamen Ort erwartet.

Spielleiter Ende

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stone
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BeitragVerfasst am: Mo 18.04.2005 - 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nacheinander treten die Abenteurer aus dem Portal des Teleporters und sammeln sich davor wieder in Lims'Rhane. Erst als alle dort versammelt waren, sahen sie sich um, ob sich in dieser Stadt etwas verändert hatte, jedoch schien hier absolut alles beim Alten zu sein. Umgekehrt jedoch war die Neugier der hiesigen Elfen auf das, was sich in Liandris ereignet hatte riesig groß. Mehrfach musste alles so ausführlich wie nur möglich berichtet werden und auch hier war die Freude und Erleichterung, dass der Beschützer wieder seine normale Funktion erfüllte klar erkennbar.

Innerhalb der Gruppe wurde dann in einem ruhigen Moment eine kleine Diskussion übder die Ruinenstadt von der sie gehört hatten geführt. Ephirnion hatte den Vorschlag gemacht dorthin zu gehen und sich mal umzusehen, jetzt sollte kurz besprochen werden, wie die anderen dazu standen.

Nesto für seinen Teil war auch ein wenig neugierig, und da ihn ja niemand erwartete - abgesehen von einer möglichen Belohnung des Königs, doch so absolut materiell war er auch nicht eingestellt - und merkte grinsend an, dass er bereit sei mitzugehen.

Was soll ich dazu sagen .... einer muss ja auf dich aufpassen, großer Magier.

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Himmelskind
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BeitragVerfasst am: Fr 22.04.2005 - 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Himmelskind war es zwar nicht geheuer, noch einmal in diesen Teleporter zu steigen, aber andererseits fand er das seltsam kitzlige Schwebegefühl auch sehr beeindruckend.
Nach der Ankunft an einem Ort, der den anderen wohlbekannt zu schein schien, Silks Neugier aber durch dessen Neuheit reichlich viel zu tun gab fiel sein Blick auf ein paar alte Ruinen, die genau die gleich Wirkung hatten.
Auch die anderen hatten diese bemerkt, dass erkannte er daran, dass sie begannen, darüber zu disskutieren.
Himmelskind tappte dem Elf von hinten auf die Schulter, oder zumindest an die Hüfte, denn bis hoch zum Oberarm reichte er noch nicht.
"Das wird sicher interessant. Ich bin dafür, dass wir hingehen."
Damit hatte er seine Meinung kundgetan und wartete ab.

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king euba
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BeitragVerfasst am: Mo 02.05.2005 - 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Darshu spürte erwartungsvolle Blicke auf sich ruhen, ganz als ob die anderen wirklich nicht wüssten, wie seine Meinung über diesen kleinen Abstecher aussah.
Der Zwerg grinste und sagte:
"Was erwartet ihr denn? Wir kommen endlich mal raus aus dem verdammten Wald und wieder unter die Erde, das Treffen mit unsern Pferden verzögert sich und es bietet sich eine potentielle Gelegenheit auf Abentheuer und Reichtum! Natürlich bin ich dabei, was dachtet ihr denn ?!"
Damit war gesagt, was zu sagen war und Darshu machte sich daran, sein Gepäck zu schultern.
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Ephirnion
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BeitragVerfasst am: Di 03.05.2005 - 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ephirnion sah zu Roderick, Avaloi... sie nickten nur stumm. Es war also beschlossene Sache. Er wollte sich selber nicht unnötig lange dort aufhalten, aber an diesem Ort gab es etwas, das ihn ungeheuer anzog. Wahrscheinlich konnten die anderen es nicht spüren, um so dankbarer war er dafür, dass sie ihn nicht hängen ließen, jetzt wo sich ihre Ankunft auf jeden Fall noch etwas verzögern würde.
- "Also dann. ich würde vorschlagen, wir lassen die Pferde an einer Lichtung zurück und schlagen uns dann in Richtung der Ruinen durch. Wenn ich die Gesichter der Elfen vom letzten Mal richtig gedeutet habe, dann könnte es sein, dass sie nicht gerade freudig dabei zusehen werden, wenn wir diesen uralten ort durchstöbern... es wäre also besser, wenn wir darüber Stillschweigen bewahren."
Lims'Rhane war erfrischend anders als Liandris. Hier herrschte das Leben in den Bäumen vor. Große hölzerne Plattformen hingen gespenstisch in den Baumkronen oder gar zwischen zwei riesien Stämmen fest verankert von Pflanzenwuchs. Kleine Lichter zeigten den Wanderern den Weg zum Boden. Es sollte eine Weile dauern.
Die Elfen hier schienen auch stiller zu sein, ganz so als lebten sie in einem allübergreifenden Tempel. Diese klösterliche Stille mochte für ein paar Tage schön sein, aber auf Dauer so wusste Ephirnion, würde er verrückt werden.
Einige wenige neugierige Elfen begrüßten die Wanderer und stellten ihnen zurückhaltend ein paar Fragen über Liandris. Sie schienen mitbekommen zu haben, was man dem Stadtoberhaupt bei der ersten Unterredung mitgeteilt hatte. Freundlich klärten sie die Elfen auf und berichteten in knappen Worten, was sie erreicht hatten. Auf all zu große Dankbarkeit war Ephirnion aber nicht so scharf. Er schob schnell vor, dass sie umgehend zur Festung zurück kehren mussten, weil der König bestimmt schon in Sorge war. Es würden Monate sein, die sie gebraucht haben um diese Reise zu einem Ende zu bringen.
So ließen die Elfen sie dann auch abziehen. Eine Karte, die ihnen das Reisen durch den Wald als größtenteils Nicht-Elf erleichtern würde hatten sie aber dann doch noch übrig. Sie mussten sich aber verpflichten, diese wertvolle Karte in der Schatzkammer der Festung sicher wegzuschließen. Eine der wenigen Schutzmechanismen, die die Elfen in diesem riesigen Wald hatten, war die Tatsache, dass sie praktisch unauffindbar waren, wenn sie es nicht wollten.
Schon hatten sie die ersten Baumkronen hinter sich gebracht und Ephirnion atmete tief durch. Das Pferd, welches er am Zügel führte war ein Elfenross. Noch einmal ein gutes Stück größer als ein normales Pferd der Festung, aber nicht ganz so stämmig wie ein Schlachtross. Es sah sehr schön aus und obwohl es durch den Wald hätte reiten können, ließ er es neben sich am Zügel laufen. Er konnte nämlich nicht durch den Wald reiten und auf eine unsanfte Landung hatte er keine Lust.
- "Wenn mich nicht alles täuscht, dann sind die Ruinen nicht ganz so weit von Lims'Rhane entfernt. Wir müssen die Augen nördlich halten. Sie waren ziemlich ausgestreckt und teilweise vom Wald überwuchert. Wenn ihr irgendetwas seht, was euch an diese Ruinenstadt erinnert, dann gebt Bescheid."
Damit meinte Ephirnion vor allen Dingen den Zwerg. Er konnte scheinbar unter dem Dreck des Waldes jedes Kopfsteinpflaster und jeden Mauervorsprung entdecken.

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BeitragVerfasst am: Do 05.05.2005 - 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ein ganzes Stück entfernte sich die Gruppe von der Stadt der Elfen, ohne auch nur den Anschein zu erwecken, etwas anderes im Sinn zu haben, als den Weg zurück zur Festung. Nesto versuchte festzustellen, ob Späher ihnen folgten, aber er hatte den Eindruck, dies sei nicht der Fall. Scheinbar hatten die Elfen besseres zu tun, als sich mit ein paar abreisenden Abenteurern zu beschäftigen. Erst als die letzten Anzeichen Lims`Rhanes deutlich ausser Sichtweite waren und man im dichten Wald vor neugierigen Blicken sicher war hielten die vorn reitenden Ephirnion und Darshu an, um sich genauer nach Teilen der Ruinenstadt, die sie schon grösstenteils passiert hatten umzusehen. Nesto schloss zur Spitze auf und sah sich ebenfalls um.

Ich denke, wir sollten die Pferde nicht allzuweit von dem Ort zurücklassen, wo wor selbst bleiben. Ich weiss nicht warum, aber ich hätte kein gutes Gefühl dabei. Vielleicht findet sich sogar am Rande der Stadt ein Häuserrest, in dem wir sie verstecken können. Lasst uns gehen, dort ist das Unterholz nicht ganz so dicht wie sonst.

Ohne weiter abzuwarten machte sich der Waldläufer als erster auf den Weg durch die Büsche und Bäume hin zu den Ruinen dieser verlassenen untergegangenen Stadt. Es dauerte eine Zeit, doch irgendwann spürten die Reisenden erste Steine unter ihren Füssen. Bearbeitete Steine, mit glatten Oberflächen, wie bei Strassenpflastern üblich. Zuesrt nur vereinzelt, dann nach einigen weiteren Schritten immer dichter beieinander.

Nesto zog im Vorbeigehen einige Zweige zur Seite, die sich neben dem nur schwach bewachsenen alten Weg schlängelten und sah darunter erste Reste verfallener Mauern. Sie hatten also den Stadtrand erreicht. Hinter einigen großen Bäumen, die sich gegen die altenSteine durchgestezt hatten breitete sich noch einige Meter weiter vorn eine Lichtung aus, auf der sich nur kleine Pflanzen durch Lücken im Pflaster der alten Strassen gezwängt hatten, wo jedoch der dichte Bewuchs an riesigen Bäumen wie er sonst im Wald vorhanden war fehlte. Sich noch hinter den Bäumen haltend, still udn vorsichtig, sahen die Abenteurer sich die Lichtung an.

Es war recht still hier, die Tiere des Waldes hatten sie wohl schon längst bemerkt, oder irgendetwas anderes stimmte hier nicht, jedoch machte sich darüber noch keiner Gedanken, denn erstmal wollte man einen Überblick über die vorhandene Lage haben.

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Himmelskind
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BeitragVerfasst am: Mo 09.05.2005 - 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Silk hatte, im Gegensatz zu Ephirnion, nichts lieber als das Leben in den Bäumen.
Trotz der sehr zurückhaltenden Elfen und der sanften Stille wäre der Kleine gern noch ein wenig hier verweilt, doch scheinbar war er der Einzige, der es so empfand. So sog er den Duft der Pflanzen tief ein, tränkte seine Augen in dem grünen Dämmerlicht und nutzte jede Gelegenheit, die Rinde eines Baumes oder ein paar Gräser zu streicheln, an denen sie vorbeikamen.
Wahrscheinlich wäre er hier kaum ein gern gesehener Gast, aber eine kleine Rast inmitten des vielen Grüns, das ihn sicherlich ohne Vorurteile aufnehmen konnte, wäre ihm lieb.
Er schalt sich, an eine Rast konnte er immerhin noch später denken, und das, ohne die anderen aufzuhalten. Schnell eilte er ihnen hinterdrein, da er ein paar Schritte dahinter zurückgeblieben war und ließ seinen Blick umherschweifen, bis sie auf einen Weg gelangten. Ein unterdrückter Seufzer hob seine schmächtige Brust und ließ den kleinen Dolch aufblitzen, doch dann meinte er zu sich selbst, dass es kaum nutzte, dem Wald nachzutrauern. Vielleicht konnte er ja einmal einen kleinen Abstecher dorthin machen...
Dabei fiel ihm auf, dass er keine Ahnung hatte, wohin es gehen sollte. Er war ja viel mehr einfach so dazugestoßen, sozusagen vom Himmel gefallen, nicht wahr, Himmelskind?
Bald vertrieb er sich die Zeit mit einem kleinen Hüpfspiel auf den Steinen, wobei er sich zur Regel machte, keine der Kanten zu berühren. Manchmal sah er auf, um zu schauen, was die anderen taten, aber zum großen Teil war er völlig beschäftigt mit seinem Hin-und-Her-Gespringe.

(@Darshu: Hoppla... Ich hab ganz vergessen, mich für den kleinen Namenausrutscher zu entschuldigen. *grins* Tut mir leid!)

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king euba
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BeitragVerfasst am: Sa 14.05.2005 - 06:14    Titel: Antworten mit Zitat

Darshu betrachtete prüfend die Steinfliesen und die nähere Umgebung, in der sich bereits kleine, halb verfallene Mauerreste zeigten. Zuerst waren sie nur für die geschulten Augen Darshus und den scharfen Blick Nestos zu erkennen, doch bald erkannten sie auch die anderen ohne Hilfe, denn das Mauerwerk stand bald immer Dichte und man konnte die ungefähren Ausmaße der ehemaligen Stadt beinahe erahnen. Doch was keiner seiner Begleiter wahrnahm, war jedoch die Tatsache, dass sich unter ihnen ein gewaltiges Höhlennetz erstreckte. Darshu und Ephirnion hatten bei ihrem ersten Besuch hier schon einen kleinen Einblick darin erhalten, aber der Zwerg fühlte, dass dies nur ein verschwinden geringer Teil gewesen sein konnte. Er berichtete es den anderen, um sie auf das kommende vorzubereiten. Sie sahen ihn ein wenig verdutzt an, vor allem der Kleine, der aufschloß und von seinem kindischen Spielchen ablies.
"Wir Zwerge spüren sowas eben." kommentierte er nur und machte sich wieder auf den Weg.
Immer deutlicher wurden die Spuren von geübter Steinmetzkunst und immer sicherer war sich Darshu, das WZerge dies hier gebaut haben mussten. Aber gelebt hatten sie hier sicher nicht, denn sein Volk baute nicht solch riesige oberirdische Anlagen. Allerdings kannte er keine andere zivilisierte Rasse, die für ein so weitläufiges Stollennetz Verwendung hätte. Vieleicht hatten die Zwerge vom Zwergenberg dies für die Elfen errichtet, aber warum hielten sich die Spitzohren dann so bedeckt darüber? Sicher hatten sie etwas zu verbergen, und Darshu konnte beinahe riechen, dass es etwas bedeutungsvolles sein musste. Vieleicht sogar etwas Wertvolles! Und, so hoffte Darshu, nichts, was mit Dämonen zu tun hatte!! Er konnte jetzt gut und gerne eine Abwechslung vertragen.
Nach wenigen Minuten traten sie aus dem dichten Wald heraus auf die weite Lichtung, auf der sich der zentrale Teil der Stadt befand. Die weite Fläche war dominiert von einer großen Stufenpyramiede mit abgefalchter Spitze. Dort oben erhoben sich die Überreste einer Art Tempel oder ehemaligem Regierunssitz.
Ringsherum zogen sich in konzentrischen Kreisen Reste von ehemals prächtigen Bauten, von denen nun allerdings nur noch einzelne Mauern und Trümmer übrig geblieben waren. Allerdings viel Darshu hier mehr noch als im Wald die meisterliche Handwerkskunst auf, mit der die salles einstmals geschaffen wurde. Die feinen Details, die noch hie und da aus den Flechten und dem Moos hervorlugten und die Art und Weise, wie man die Oberflächen und Winkel gearbeitet hatte, all dass wies nun unverkennbar auf sein Volk hin.
"Muss schon uralt sein. Nichts was Zwerge bauen, verfällt so schnell." murmelte er in seinen Bart.
Darshu trat näher an eine der Wände die ihnen am nächsten standen heran. Basalt, dachte er verwundert, Hab hier in Meilen Umkreis keine einziges Garmm davon gesehn, geschweigedenn eine Quelle. Die Anderen verstanden nicht, was ihn daran so verwunderte, als er es ihnen erklärte. Darshu brummte nur etwas unverständliches und wandte sich wieder der Mauer zu, denn er hatte keine Lust auf weitschweifige Erklärungen. Außerdem fand sich noch etwas seltsames an den Wänden. Brandspuren. Langsam entwickelte der Zwerg ein Interesse für diesen Ort, das über die bloße Verögerung des Rittes hinausging. Etwas war eindeutig seltsam hier, aber er konnte es noch nicht ganz erfassen.
Die Gefährten machten sich auf den Weg durch die Ruinen, auf ein Gebäude zu, das noch hahezu intakt schien, bis auf einen alten, knorrigen Baum, der durch das Dach sproß. Vieleicht fanden sich hier einige brauchbare Hinweise, oder sogar eine Karte der unterirdische Anlage. So gewaltig wie diese schien, konnte so etwas von großem Nutzen sein, wenn sie keine 20 Jahre hier zubringen wollten. Außerdem lag das Gebäude nahe der Stelle an der er und seine elfischen Begleiter bei ihrem ersten unfreiwilligen Aufenthalt hier wieder an die Oberfläche gekommen waren.
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Ephirnion
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BeitragVerfasst am: Di 17.05.2005 - 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Erst sehr spät fielen auch Ephirnion die Überreste der Stadt auf. Darshu und Nesto unterhielten sich teilweise schon über die Stadt bevor der Hochelf überhaupt einen Stein eben selbiger zuordnen konnte. Die meisten Steine, die Ephirnion auffielen sahen aus, als wären sie achtlos weggeworfen worden und hätten nie die geschulte Hand eines Steinmetzes gesehen. Doch nach und nach fiel ihm auf, dass ganze Gruppen von Steinen nebeneinander lagen und teilweise sogar Muster bildeten. Dann kamen die ersten Mauerreste und hernach Häuserruinen. Ephirnion erkannte bald die Stufenpyradmide wieder, die sie schon bei ihrem ersten Besuch der Ruinenstadt bewundern durften.
Darshu hielt auf ein zusammengefallenes Haus zu. Nun ja, so ganz zusammengefallen war es nicht, aber schon reichlich mitgenommen, durch den Baum der seine Krone aus dem Dachstuhl reckte.
Ihr Weg führte sie vorbei an Häuserüberresten, die offenbarten, dass die Menschen, die hier früher einmal gelebt haben, anscheinend gar nicht soviel Platz zur Verfügung hatten. Waren es überhaupt Wohnhäuser? Und waren es überhaupt Menschen, die hier gewohnt haben? Die Handwerkskunst war schon ziemlich ausgefeilt und der von Liandris sehr ähnlich, fiel Ephirnion auf. Lelldorin hatte gemeint, dass eine alte Kultur dafür verantwortlich gewesen sei und die Waldelfen nur ihre eigene Architektur daran angepasst haben. Hier konnte man also noch die unverfälschte Architektur der alten Kultur sehen. Bedeutete aber auch "alte Kultur", dass es sich dabei um eine andere Rasse handelte? Die Elfen hatten eine jahrtausende alte Geschichte, wer weiß schon, wieviele Interessengruppen es davon gab - oder die Zwerge erst.
Sie traten unter dem Türbalken in das Haus ein, das Darshu angepeilt hatte. In der Eingangshalle machte sich der Baum recht breit. Er hatte die Porzellankacheln auseinander gedrückt und teilweise springen lassen. Noch heute schimmerten sie in einem schönen Kobalt. Lange Liarnen hingen ins Innere des Hauses von den Ästen und Zweigen des Baumes herunter und tauchten es in ein mysteriöses Zwielicht. Leicht grün war das Licht und gab für die Augen nur die wesentlichen Umrisse der Inneneinrichtung preis.
Ephirnion grübelte, was wollte Darshu hier in dem Haus? Wenn es nach dem Hochelfen gegangen wäre, dann hätten sie hier Tage zubringen können, denn ihn interessierte hier alles, aber er hegte auf der anderen Seite auch den Wunsch wieder zurück zu kehren zur Festung.
- "Vielleicht ist es ganz gut, wenn wir die Pferde hier zurück lassen. Sie sind hier geschützt vor Wind und Wetter und dem ein oder anderen neugierigen Auge."
So band der Magier sein Ross an einen kleinen Metallhaken, der aus der Wand hervorlugte. Er hoffte, dass dieser noch standfest genug wäre, nicht dass das Pferd im falschen Moment die halbe Wand heraus riss.
- "Und jetzt? Ich finde wir sollten uns nach einem Zugang zu den unterirdischen Katakomben umsehen."

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BeitragVerfasst am: Sa 21.05.2005 - 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Nesto kümmerte sich zunächst um die Pferde und sorgte dafür, dass alle vernünftig untergebracht waren, mit hinreichend Schutz und Sicherung gegen Weglaufen, aber auch mit genug Möglichkeit an Blätter und Gräser zu kommen um etwas zu futtern. Nebenbei meinte er, dass doch die Suche nach dem Zugang sicher in erster Linie Zwergensache sei, die hätten auf jeden Fall das beste Auge für soetwas.

Als er sicher war, dass ihre Tiere gut versorgt waren, beteiligte sich auch der Waldläufer an der Suche. Nur irgendwie fiel ihm immer wieder mehr die Schönheit der Natur ins Auge, als irgendwelche Löcher in Steinen. Als er dann doch mal ein solches Loch entdeckte führte dies nur zwei Meter weit in den Boden um dann auf festen Steinen zu enden. Kaum hatte er das genauer angesehen, wurde er durch einen lauten Ruf von einer anderen Stelle der Ruinen in Anspruch genommen. Sofort folgte er, ebenso wie die anderen auch, diesem Ruf.

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Himmelskind
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BeitragVerfasst am: Mo 23.05.2005 - 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Himmelskind war von dem Zwerg in seinem Spiel unterbrochen worden und horchte ihm nun aufmerksam zu. Was er so alles wusste!
Vielleicht hätte Silk die Ruinen auch etwas früher bemerkt, wenn er nicht so vertieft gewesen wäre, doch so war es nun einmal und schließlich fand er jetzt immer noch genügend Zeit, sie ausführlich zu betrachten. Auch wenn die Bäume und Pflänzen ihm etwas interessanter schienen, immerhin hatten diese sanften Gesellen es geschafft, mit ihren Wurzeln den Stein zu durchbrechen, hielt es sich an, die Gemäuer näher zu untersuchen. Scheinbar war es Darshu ja sehr wichtig, dass sie etwas fanden.
Zwar würde es die Suche einfacher gestalten, so dachte Silk, wenn sie wüssten, nach was sie denn Ausschau halten sollten, doch trotz diesem Umstand beteiligte sich Himmelskind eifrig an dem aufmerksamen Umsehen.
Die Farben der Steine, die Verzierungen und leichten Einlegearbeiten hatten Silk bald für sich eingenommen und er begann, den Geschichten, die auf den Mauern eingemeißelt waren, zu folgen. Sie erzählten Legenden, ausschweifende Mythen, denen Silk mit der Phantasie eines Kindes das nötige Leben einhauchte, um unwiderstehlich faszinierend zu werden.
Schließlich vernahm er einen lauten Ruf und zuckte zusammen, ehe er sich aufraffte, von den Zeichnungen losriss und dem folgte.

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BeitragVerfasst am: Sa 28.05.2005 - 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Darshu fand schnell den Einstieg wieder, dem sie bei ihrem ersten Besuch entstiegen waren. Allerdings lies sich nirgendwo eine genauere Karte der unterirdischen Bereiche finden. Nur vage Andeutungen und Skizzen ziehrten die noch stehenden Wände, nichts, was sich nutzbringend hätte verwenden lassen können.
Durch einen lauten Ruf lotste Darshu seine Gefährten zu sich, die an anderen Stellen der Anlage gesucht hatten.
Dann zog er eine Fackel aus seinem Gepäck, griff zu Feuerstein, Zunderbüchse und seiner Axt und entzündete das ölgetränkte Tuch. Dann trat er in den schmucklosen Eingang und beleuchtete die Wände näher. Hier sah er keine Verziehrungen wie in den restlichen Gebäuden. Es schien eher ein notdürftig ausgekleideter Tunnel zu sein, der erst später gegraben worden war. Dabei handelte es sich sicher nicht um die Arbeit von Zwergen, denn alles war recht stümperhaft angelegt, wenn auch sicher genug, um ihn begehen zu können. Wahrscheinlich hatten ihn die Elfen gegraben, um leichter in die tieferen Schichten vordringen zu können. Es schien Darshu ein geeigneter Weg, um in die Tunnel vorzudringen. Nun musste er nur noch auf seine Gefährten warten.
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Ephirnion
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BeitragVerfasst am: So 29.05.2005 - 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischen alten Mauerresten und Moder fand Darshu tatsächlich so etwas wie einen Tunnel. Als sich Ephirnions Augen an die beinahe Dunkelheit gewöhnt hatten, so stark leuchtete Darshus Fackel nämlich auch nicht, fragte sich der Elf, ob er denn tatsächlich den richtigen Tunnel gefunden habe? Hier sah alles so grobschlächtig aus, als hätten Wilde ein tiefes Loch in die Erde gescharrt. Ephirnion meinte aber sich daran zu erinnern, dass die Tunnel, in die er mit Darshu gefallen war wenn nicht künstlerisch ausgestaltet, sehr wohl aber aus pragmatischer Sicht mit alten Steinfliesen versehen worden war. Die Wände waren gleichmäßig gearbeitet und nicht wie hier ungleich hoch und breit.
- "Scheint nicht der Tunnel zu sein, durch den wir zuletzt gegangen waren. Hier liegen keine Fliesen."
Ephirnion stocherte mit seinem Stab in der festgetrampelten Erde - wirklich viel Mühe hatte man sich dabei nicht gegeben. Vielleicht waren es ja Grabräuber gewesen, die sich hier gewaltsam Zutritt verschafft hatten.
- "Lasst uns sehen, wohin uns dieser Gang bringt."
Alle nickten und folgten Darshu, der vorneweg mit der Fackeln ging. Eigentlich keine gute Idee, wie Ephirnion fand, denn sie wurden dadurch geblendet. Aber immerhin, wussten sie wohin sie traten.
Unvermittelt mündete der Gang in einen quer verlaufenden Tunnel. Hier war die Decke viel höher und luftiger angebracht. Es roch nach trockener Walderde und nicht so modrig, wie zuvor. Durch Spalten und Ritzen in der Decke fiel goldenes Sonnenlicht herein. Wurzeln hingen von der Decke herab und sahen aus, wie die Haare eines großen Tieres, während sie die Sonnenstrahlen geradezu aufzusaugen schienen.
- "Das kennen wir schon eher. Seht, der Boden ist befestigt und der Tunnel ist breit ausgehoben worden. Erstaunlich.... hier schien man große Dinge hindurch gebracht zu haben."
Die Gruppe verteilte sich ein wenig. Ein paar Meter weiter kam man in einen Raum, oder eine Halle. Sie war nicht viel höher als der Tunnel, aber maß dennoch drei bis vier Meter Höhe. Es war angenehm warm und obwohl man nicht genau erkennen konnte, woher das Licht kam, war doch alles in goldenes und grünes Licht getaucht. Steinerne Skulpturen, Tische und andere Dinge, die Ephirnion nicht genau entziffern konnte standen hier herum. Es sah ungeheuerlich fremdartig aus.
- "Weiß einer, was das hier alles ist?"

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BeitragVerfasst am: So 29.05.2005 - 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Nesto traute diesen Tunneln unter der Erde nicht sonderlich. Für ihn waren sie etwas fremdartiges, was man eigentlich nicht unbedingt haben musste. Doch er hatte sich bereit erklärt mitzugehen, also musste er jetzt auch zu seinem Wort stehen. Zum Glück war dieser ganz schlimme Tunnel nur ein kurzes Stück zu begehen, bis man in den besseren kam.

In der Halle hielt es Nesto wie alle anderen - bevor sie auf Ephirnions Frage antworteten sahen sie sich genauer um. Tiche und ähnliches waren nun nicht besonders spektakulär, halt Gebrauchsgegenstände die es überall gab. Die Skulpturen waren weitaus interessanter. Nesto fühlte sich nach ein paar Augenblicken, die er sich mit den dargestellten Wesen beschäftigt hatte in die alten Zeiten, die er bei seinem verstorbenen Lehrer verbracht hatte zurückversetzt.

Das sind Tiere aus Vorzeiten. Die haben hier früher mal gelebt, manche sind aber inzwischen nicht mehr zu finden. Sie müssen vermutlich sehr alt sein. Vielleicht ist es eine rituelle Halle und die Skulpturen standen hier um bei Zeremonien entweder als Gottheiten verehrt zu werden oder um die nicht unbedingt zu sehenden Gottheiten um erfolgreiche Jagd auf ebendiese Wesen zu bitten - oder um Schutz vor ihnen, denn mit Verlaub - Zwerge, die dies hier vermutlich geschaffen haben, galten noch nie als grosse Jäger, oder?.
Das wäre jetzt das, was ich hier vermuten würde. Richtig muss es deshalb nicht sein, aber bis ich eine einleuchtendere Erklärung höre glaube ich erstmal daran.

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BeitragVerfasst am: Fr 10.06.2005 - 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Silk folgte den anderen mit einem Satz in den Tunnel... Und beim ersten, munteren Schritt stieß er sich so heftig den Kopf an einem vorstehenden Felsen, dass er einige Schritte taumelte, ehe er wieder aufrecht stehen konnte und die Welt nicht mehr herumschwang wie eine große Glocke. Eine Hand auf die Stirn gepresst -das würde eine ansehnliche Beule geben- folgte er dem Schein von Darshus Fackel. Wo es noch zu Beginn dunkel gewesen war und er die Wurzeln der Pflanzen, die über ihnen wachsen mussten, eher erspürte er sie, doch bald fiel das helle Licht der Sonne herein und aus Schatten wurden verschwommene Konturen, die sich alsbald zu Formen zusammenfügten.
Schließlich kamen sie in einem großen Raum an, in dem mehrere Gestalten herumstanden. Himmelskind zuckte zusammen, da seine kindliche Phantasie ihm vorgaukelte, die Figuren bewegten sich, und verbarg sich halb hinter Nesto, ehe er sich traute, langsam auf eine der Gestalten zuzugehen. Die jungen Hände reckten sich nach dem seltsamen Material, das sich so glatt anfühlte, als sei es schon unzählige Male gestreichelt worden, und in dem man trotzdem immer noch die fein gearbeiteten Rillen und Erhebungen fühlen konnte, das der Figur eine einmalige Form gegeben hatte, die sie sicherlich hatte aussehen lassen, als wäre das Tier mitten in einem Atemzug zur Statue erstarrt.
"Das ist toll!" flüsterte Silk, vielleicht zu Nesto, vielleicht zu sich selbst, vielleicht aber auch zu niemandem gewandt.
Dann sah er den Jäger an, der ihm mittlerweile gegenüberstand.
"Ich würde gerne einmal einen von ihnen treffen. Von den Tieren hier, meine ich. Schau nur, wie freundlich sie daliegen."
Mit kindlichem Übermut und einem Grinsen, wenn er daran dachte, wie es sich wohl anfühlte, ihre Felle, Federn oder was auch immer zu kraulen machte er sich daran, einer der Statuen auf den Rücken zu steigen.

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king euba
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BeitragVerfasst am: Mo 20.06.2005 - 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

Darshu würdigte die Figuren nur eines kurzen Blickes, dann wandte er sich den Schienen zu, aus dem hohen Gang hier herein und durch einen zweiten Ausgang wieder hinaus führten. Die Rinnen sahen aus, als ob gewaltige Räder durch sie hindurch gefahren waren, allerdings fand der Zwerg vereinzelte erstaunlich runde Steine, die durchaus einmal perfekte Steinkugeln hätten sein können. Offensichtlich waren einmal die gesammten Rinnen damit angefüllt gewesen und hatten so ein gewaltiges, gerades Kugellager gebildet. Darshu war sich ziemlich sicher, dass sie für große Lastslitten angelegt war, mit denen die Zwerge zum Beispiel gewaltige Steinblöcke in ihren Tunneln bewegten. Allerdings schmückten sie diese Transporttunnel nicht wie diesen hier mit so außergewöhnlichen Schmuckstücken aus. Scheinbar war dies eine Art ritueller Gang, aber was für Gegenstände hatten ein so hohes Gewicht, dass man sie mit einer solchen Anlage hatte transportieren müssen.
Darshu brannte darauf, tiefer in die Gewölbe vorzudringen, um diese Geheimnisse zu lüften, aber er musste sich noch ein wenig gedulden, da seine Freunde in die Betrachtung der Standbilder versunken schienen.
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Ephirnion
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BeitragVerfasst am: Mo 20.06.2005 - 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Manche der Skulpturen sahen aus, wie Fabelwesen. Sie waren erstaunlich detailliert aus dem Stein geschlagen worden und wenn man lange genug hinsah, dann hatte es den Anschein, als würden sie wieder zum Leben erwachen. Ephirnion schüttelte den Kopf. Das war doch zu dumm. Das grünliche Zwielicht musste ihm einen Streich spielen.
In den Augen des Elfen sah das ganze teilweise einem Tempel sehr ähnlich, andererseits aber hatte er das dumpfe Gefühl, als stünde er in einer Art Museum oder einer Bibliothek. Diese Skulpturen schienen dazu aufgestellt worden zu sein, um dem Betrachter etwas zu sagen, etwas mitzuteilen, sodass er lerne. Aber einen Beweis für seine Vermutung hatte er nicht.
- "Vielleicht sollten wir weitergehen. Hier scheint nichts außergewöhnliches zu sein."
Diese Worte klangen selbst in seinen eigenen Ohren wie Hohn, denn Ephirnion hätte hier stundenlang stehen bleiben können.
- "Wer weiß, was wir noch weiter drinnen finden..."
Er grinste schief unter seiner Kapuze und entblößte dabei seine Zähne. Eine etwas unangemessene Gefühlsregung für einen Elfen.
Sie schritten einen weiter hinten liegenden Gang entlang. Auch hier konnte man das diffuse grünliche Licht erkennen, man spürte aber, dass es nun nich mehr durch die Decke sickerte. Teilweise waren verstaubte Lampen an den Wänden verteilt, die erst dann zu brennen begannen, wenn man sich ihnen näherte.
Plötzlich spürte Ephirnion auf der Haut einen sachten Windzug. Er stutzte. Als würden sie sich einem Ausgang nähern. Doch dazu kam es nicht. Der Wind nahm zu und frischte etwas auf.; war aber noch weit davon entfernt wirklich stürmisch zu sein. Plötzlich öffnete sich das Bild vor der Gruppe. Ein meilentiefer Abgrund wurde von langen Brücken überspannt. Zwei der drei Brücken trafen sich in der Mitte und bildeten eine Kreuzung. Die andere Brücke war weiter oben. Der riesige Abgrund schien keinen Boden zu haben, außer die Dunkelheit. Und in der Luft hing das leise Rumoren einer fernen Orgel.
Als sich Darshu als erster der Brücke näherte begannen alle Lampen auf den Brücken zu leuchten. Erst jetzt wurde ihnen gewahr, welche Ausmaße dieser Dungeon haben musste.
- "Mein Gott.... was ist das hier?"

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BeitragVerfasst am: Sa 25.06.2005 - 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Nesto zuckte - wie wohl alle aus ihrer Gruppe - überrascht zusammen, als sich die Lichter um die Brücken plötzlich erhellten. Was war das für eine Zauberei?

Das ist höchst merkwürdig. Auf der einen Seite macht es mich extrem neugierig - ist das ein Willkommensgruss oder ist es eine Massnahme um uns einfach besser sehen und abschiessen zu können?

Und wer mag dahinterstecken? Zwerge dürften es wohl eher nicht sein, denn das hier scheint mir eindeutig magisch zu sein, dieses plötzliche Licht, und Zwerge sind nicht gerade für ihre übergrosse Magiekenntnis bekannt, wenn ich mich recht erinnere. Oder kann mir einer einen grossen Zwergenmagier nennen?

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass es richtig wäre weiterzugehen. Wer auch immer auf der anderen Seite dieser Brücken zu finden ist, hat uns sicher schon längst bemerkt - und noch nicht angegriffen ... oder ist ohnehin schon seit langer Zeit tot.


Nach diesen Worten wartete der Waldläufer kurz ab, sah die anderen an, ob sich irgendwo Widerspruch zeigte, dann machte er sich mit einem kurzen Schulterzucken auf den Weg als erster über die Brücke zu gehen. Schon bei den ersten paar Schritten stellte er fest, dass die Brücke zwar sehr stabil gebaut war, aber irgendwie federnd gelagert zu sein schien. Vielleicht war sie sogar beweglich.

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Himmelskind
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BeitragVerfasst am: Mi 06.07.2005 - 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Silk hatte sich äußerst widerwillig von den Statuen losgerissen. Gern hätte er sie noch weiter in seine Spiele versponnen oder hätte seiner Fantasie freien Lauf gelassen.
Doch allein hier, in dieser gewaltigen Höhle bleiben, gemeinsam mit all den Kreaturen, die jederzeit aus ihrem jahrhundertelangen, steinernen Schlaf zu erwachen scheinen konnten?
Diese Entscheidung war schnell getroffen und bald hing er wieder an den Fersen der anderen.
Was ihn jedoch auf dem weiteren Weg erwartete, ließ Himmelskind wünschen, dass er doch zurückgeblieben wäre. Die Brücke schien stabil zu sein, und die vielen Lichter entlockten ihm ein Staunen, und obwohl er die sanften Äste eines Baumes doch so sehr liebte war es etwas anderes, über Blätter zu spazieren als sich über einem nicht überblickbaren Abgrund zu befinden, der einen jederzeit zu verschlucken drohte.
Silk verkniff sich das Zittern und setzte ganz, ganz vorsichtig einen ersten Schritt auf dieses wackelige Gestell, nachdem Nesto bereits draufgetreten war.

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king euba
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BeitragVerfasst am: Sa 23.07.2005 - 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Darshu blickte etwas beklommen in die Finsternis hinab und meinte, einen leichten Lufthauch zu spüren. Aber er tat es als einbildung ab, denn wo sollte hier im Innern der Welt schon Wind kommen. Vom anderen ende der Welt? Pahh, wohl kaum, dachte der Zwerg bei sich und trat auf das wackelige Gebilde, das den Abgrund überspannte er schritt vorsichtig und mit leicht ausgestreckten Armen über die lichtlose Tiefe hinter den Elfen her, immer darauf bedacht, genau in der Mitte des nicht mal anderthalb Schritt breiten Bogens zu bleiben. Darshu hielt den Blick auf den Bogen geheftet, um keinen Fehltritt zu tun. Als er kurz aufblickte, starrte er missbilligend den beiden Elfen hinterher, die vor ihm schritten und schon einen ganz ordentlichen Vorsprung inne hatten. Dann blickte er weiter und registrierte, dass sie noch nicht den fünften Teil der Brücke überquert hatten und das, obwohl sie schon mindestens hundert Schritt zurückgelegt haben mussten. Dieses verdammte Loch im Boden musste fast eine halbe Meile breit sein! Vom Rand wirkte die strecke nicht so lang, was wahrscheinlich an den spindeldürren Brückenbögen lag.
Nachdem auch der letzte seiner Gefährten etwa zwanzig Schritt getan hatte, ging plötzlich ein Ruck durch die ganze Konstrucktion. Darshu geriet ins Taumeln, dann stürzte er der Länge nach hin und klammerte sich verzweifelt fest, um nicht abzustürzen, denn plötzlich schoss der gesamte Bogen in die Tiefe wie ein Stein. In einigem Abstand rauschten andere gleichartige Bauten an ihnen. Auch Eingänge nahm Darshu vereinzelt wahr, auch wenn es nur schwärzere Stellen im allgemeinen Dunkel der Felswand waren.
Ohne Vorwarnung kam die Brücke zum stehen und Darshu wurde mit der Nase voran auf den Boden gepresst. Wieder blühte ringsum dass unbestimmte Glühen und die Lichtpunkte auf. Dann war alles ruhig.
Der Zwerg stand langsam auf und blickte sich um, aber seine Gefährten schienen alle noch da zu sein, auch wenn Silk, der vor ihm stand, völlig grau im Gesicht aussah. Am entfernten Ende sah Darshu einen weiteren dunklen Eingang, auf den die Brücke nun direckt zulief. Sandstein!, dachte er bei sich, dieses Ding war bestimmt von keinem geistig gesunden Zwerg erfunden worden!!!
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