Gott und die Welt

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Delta
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Beitrag von Delta »

fridoxl hat geschrieben:@Linny88
Ist Dir was beim zitieren von Deltas Post vom 3.10. um 11.40 schiefgelaufen? Irgendwie sehe ich keinen großen Unterschied und auch keine sonstigen Kommentare. Oder habe ich ein Problem mit dem Browser-Cache?

An den Mod: Dieser Post kann gelöscht werden, wenn Linny ihr Zitat editiert hat.
Da kann Linny nix dafür, da ist die Forenumstellung schuld.
Da die Zitiererei jetzt anders funktioniert, ist da einiges durcheinandergekommen. Alle nicht korrekt zitierten Posts dürften jetzt etwas verstümmelt sein.

Wär trotzdem gut, wenn sie es editieren täte....

Gruss
Anni
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GoldenAngel
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Beitrag von GoldenAngel »

Bran hat geschrieben:So schlimm mit Religion?

Letztenendes sollte aber jeder selbst über seinen Glauben entscheiden können. Niemand ist im Glauben dem anderen gleich.

MIch das finde ich auch, selbst wenn alle z.B. Katholisch sind gibt es meiner meinug nach unter schiede.
h.e.l. G.A. :engel2:

Wer lust hat auf ein Browser-RPG kann sich von mir beissen lassen um gegen die Werwölfe zu Kämpfen :evilwings:
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Linny88
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Beitrag von Linny88 »

Na, die Religion ist individuell,weil jeder mehr oder weniger aus ihr herausschöpft. Für manche ist sie eher unwichtig, andere widmen ihr ihr Leben.
Grüße @all 8)

:) - Linny - :)

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Sildariel
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Beitrag von Sildariel »

Das stimmt nur bedingt. Denn eigentlich schöpfen die verschiedenen Gläubigen nicht unterschiedlich viel aus dem Großen Bottich der Religion, sondern ganz anderes. Der eine liest im Johannesevagelium "Am Anfang war das Wort... " und versucht, Gott als Wort zu interpretieren und baut diese Idee weiter aus. Ein anderer ließt im Koran "Allah Abkar" und baut sein ganzes Leben darauf auf.
Wenn man zum Beispiel einem Ureinwohner von Wasweißichwoher die Bibel gibt und dieser sie sein ganzes Leben genauso intensiv studuert wie ein Theologe, so kommt eine völlig andere Religion daraus hervor.

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Beitrag von Linny88 »

Ja, weil der Uneinwohner die Religion für andere Zwecke nutzt als der Theologe. Mich würds wundern, wenn es nicht so wäre.
Grüße @all 8)

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Beitrag von Sildariel »

Aber manchmal kann man auch Deutungen von Zeichen völlig übertreiben. Ich habe kürzlich von einer religiösen Gruppierung erfahren, die anhand des Turiner Grabtuches (Eine Reliquiae, in die Jesus angeblich nach seinem Tode gehüllt war) zu beweisen versuchte, dass Jesus durch den Schwamm an der Lanze während der Kreuzigung nicht getränkt, sondern mit Opium getränkt worden war. Allein mit diesem Grabtuch versuchen sie weiterhin zu beweisen, dass Jesus dann nach Indien ging und überhaupt nie gestorben ist.

Schön und gut, aber allein mit einem Tuch dieses zu beweisen wollen, ist meiner Meinung nach völlig vermessen und unangebracht. Wenn es wenigstens eine sinnlose Sekte gewesen wäre, die den Leuten Geld aus der Tasche ziehen will, aber nein ... :bad:

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Beitrag von Delta »

Linny88 hat geschrieben:Ja, weil der Uneinwohner die Religion für andere Zwecke nutzt als der Theologe. Mich würds wundern, wenn es nicht so wäre.
Ich werfe mal die Meinung in den Raum, dass eine Religion, die einem Zweck dient, keine mehr ist.
Wer eine Religion zu einem gewissen Zweck hat, der geht nach einer Kosten-Nutzen-Rechnung vor. Und das Wesen eigentlich aller Religionen ist die nichtbeachtung einer Kosten-Nutzen-Rechnung.

Oder um es philosophisch zu sagen: Religion dient zu nichts. Sie ist.

Wer wirklich glaubt erwartet dafür von der Religion / dem Gott / der Göttin oder was-weiß-ich-wem dafür keine Gegenleistung. Wer dies tut, handelt. Meiner Meinung nach jedenfalls.

Gruss
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Beitrag von Sildariel »

Doch, man erwartet schon eine Gegenleistung. Eine Religion ohne Zweck ist ohne Grund und Sinn und daher sinnlos. Auch wenn der Zweck sich nicht auf normale Dinge wie ewiges Leben beschränkt, so ist doch ein Zweck vorhanden.
Manchmal ist der Zweck einfach das künftige Wissen, recht gehabt zu haben.

Wenn die Religion keinem Zweck dient, ist sie nur eine Weltanschauung, was z.B. der Buddhismus ist. (und vielleicht auch der Natur-Paganismus, aber wir wissen natürlich alle nicht, was das ist, wenn es unsere liebe Delta nie erkrlärt, was sehr schade ist und was sich hoffentlich irgendwann ändern wird ;( )

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Beitrag von Brân »

Im Glauben und seiner Religion betritt man einen Heiligen Raum. Dieser wird verehrt, hat etwas Besonderes, für den Gläubigen etwas Lebendiges.

So wie unser Leben hier nach einem höheren Sinn sucht, so sucht dieser wiederum in uns seine Manifestation. Das passiert indem man nach Harmonie und Einklang trachtet, seine Mitte sucht. Diese wiederum passiert, so Eigenartig und Abstrakt es klingt, nur durch die Vielfalt des Seins. Zweckmäßigkeit ist da nicht relevant.

Ich schließe mich da Delta an mit Ihrer Aussage "es ist".

:unschuldig:
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Beitrag von Delta »

Brân hat geschrieben: Ich schließe mich da Delta an mit Ihrer Aussage "es ist".
Danke schön ;) wie immer ... Ich muss doch mal ins Ösi-Land kommen, glaub ich.. vielleicht Ostern... :look:
Sildariel hat geschrieben: Wenn die Religion keinem Zweck dient, ist sie nur eine Weltanschauung, was z.B. der Buddhismus ist. (und vielleicht auch der Natur-Paganismus, aber wir wissen natürlich alle nicht, was das ist, wenn es unsere liebe Delta nie erkrlärt, was sehr schade ist und was sich hoffentlich irgendwann ändern wird ;( )
Sildariel
Jaja, schon gut... dann schreib ich mal nen kurzen Anfang, damit die liebe Seele Ruhe hat.... :D

Neo-Paganismus

Schreckliches Wort, ich weiß. Allerdings einfach nur eine (griechische, glaub ich) Übersetzung für "neues Heidentum". Mit diesem Begriff werden also kurzerhand alle Glaubensrichtungen bezeichnet, die einem Natur- oder Vielgötterglauben anhängen und jetzt wieder "modern" werden. Einen umfassenden Bericht darüber kann ich natürlich nicht schreiben, ich lasse mich nur mal ein bisschen über das Hexentum aus.

Erstmal zum Begriff Hexe: nein, nein, nein! Auch ich nutze einen Besen nur zum Kehren, fahre ganz normal mit dem Auto, habe keine Schwarze Katze und keine Warze auf der Nase. So, das musste erstmal gesagt werden.
Wer sich ein bisschen mit dem Hexentum beschäftigen möchte, sollte zunächst mal alles, was er bisher über Hexen weiß und zu wissen glaubt vergessen. 90% dessen sind blanker Unfug und entweder von der katholischen Kirche oder übereifrigen Märchenschreibern erfunden worden. Eine Hexe ist der seit dem Mittelalter gebrachte Begriff für die "weise Frau" wie sie vorher hieß. Damit ist sie das Gegenstück zum Magier, dem "weisen Mann". Die Rollen der beiden ergänzen sich in der Ausübung der Religion und der Magie.
Das Hexentum unterscheidet sich in einige wichtigen Punkten von anderen Religionen. Wir verehren "die Eine" oder "die, die keinen Namen hat". Damit ist nicht zwingend eine Frau gemeint, eigentlich müsste es "es" heißen. Das "die" kommt lediglich daher, dass die meisten Frauen einfach lieber eine persönliche Anrede verwenden als der unpersönliche es und da ziehen sie nunmal die weibliche Form vor (ja, irgendwie sind wir schon alle Emanzen :D ). Außerdem betrachten wir "Sie" oder "Es" als Energie und im Deutschen heißt es nunmal "die Energie". Diese Energie ist nicht gut und nicht böse, sie ist. Sie ist alles und überall und doch nicht greifbar. Wir sehen sie in allem was ist (jeder Baum, Vogel, Mensch, Wassertropfen) und doch braucht es viel Geduld sie auch zu erkennen.
Diese Energie wird in den verschiedensten Formen angebetet, die im Jahresrythmus wandeln. Im Frühling ist sie die Jungfrau, im Sommer die Geliebte, im Herbst die Mutter und im Winter der Tod. Die Beziehung zu den Erntezyklen ist eigentlich offensichtlich und rührt noch aus der Frühzeit der Religion (das Hexentum läßt sich in verschiedenen Ausprägungen weiter zurückverfolgen als das Alte Testament...).
Grob gesehen sieht ein Jahresrythmus im Hexenglauben so aus:
Im Frühling wird der Gott aus der Göttin geboren und umwirbt sie. Im Sommer ist er ihr Geliebter, im Herbst ihr Partner und im Winter stirbt er um im nächsten Frühjahr wiedergeboren zu werden. So dreht sich das immerwährende Rat des Lebens, die Göttin ist seine Mutter und Geliebte und er ist sein Vater und sein Sohn.
Dabei sind beide Gottheiten zum Beginn der Zeit auseinander in Liebe entstanden und dahin trachten sie zurückzukehren.
Die genauen Beschreibungen und Bezeichnungen der Göttin und des Gottes variieren sehr stark, je nach natürlichen Gegebenheiten. So gilt sie in Sibirien als Herrin der Mammute und er als Jäger wohingegen in wärmeren Gefielden das Paar eher als Herrin des Getreides und als Schnitter betrachtet werden.
In allen Fällen jedoch wird sie als die liebende-gebende betrachtet und er als der liebende-fordernde. Er ist der Krieger, die Kraft und der Tod, sie ist die Mutter, die Liebe und das Leben.

Und um die Verwirrung zu vervollständigen: Die Götter werden nur als Stellvertreter angebetet. Dem Menschen fällt es einfach leichter zu einer Person zu sprechen und nur den wenigsten gelingt es, einen Baum, Stein oder körperlose Energie als Person zu betrachten.
Eigentlich verehren wir die eine Schöfpungsenergie aus der alles kommt und zu der alles zurückkehrt. Insofern ist für uns nach dem Tod alles vorbei und doch werden wir ewig wiedergeboren. Mein eigenes Bewußtsein erlischt mit dem Tod und doch wird aus meiner Energie wieder etwas neues geboren. Mit verschiedenen Methoden gelingen ja heute teilweise zurückführungen von Personen in ein frühreres Leben. Wieviel davon wahr und wieviel "möchte-gern" ist, das lasse ich mal offen.
Diese Ansicht führt auch dazu, dass wir Dinge nicht zwingend als stofflich betrachten. Eigentlich ist jede Masse und jeder Körper nur ein Energiewirbel (was ja mittlerweile selbst die Wissenschaft so sieht), der für eine gewisse Zeitspanne ein feste Form angenommen hat und sich danach weiter verwandelt.

So, das war der erste Teil. Dazu dürft ihr mich jetzt erstmal löchern... bei Gelegenheit dann der nächste Teil. Schreibt doch mal, was Euch genau interessiert, das macht es einfacher.

Gruss
Anni
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Ein_Yak
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Beitrag von Ein_Yak »

Hey Mädels!
Delta hat geschrieben: Ich werfe mal die Meinung in den Raum, dass eine Religion, die einem Zweck dient, keine mehr ist.
Wer eine Religion zu einem gewissen Zweck hat, der geht nach einer Kosten-Nutzen-Rechnung vor. Und das Wesen eigentlich aller Religionen ist die nichtbeachtung einer Kosten-Nutzen-Rechnung.

Oder um es philosophisch zu sagen: Religion dient zu nichts. Sie ist.

Wer wirklich glaubt erwartet dafür von der Religion / dem Gott / der Göttin oder was-weiß-ich-wem dafür keine Gegenleistung. Wer dies tut, handelt. Meiner Meinung nach jedenfalls.
@ Delta:
Ich denke, da sollte man unterscheiden.
1. Schaut man sich als "unabhängiger" Beobachter das Phänomen Religion an, wird man schnell feststellen, daß Religionen sehr wohl Zwecken dient (unvollständige Aufzählung).
a) Religion erfüllt ein Bedürfnis nach Welterklärung, Erklärung der Herkunft/des Sinn des Lebens, Erklärung der Zusammenhänge der wahrgenommenen Phänomene, etc.
b) Religion erfüllt das Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe.
c) Religion bindet die Gläubigen an ein Geflecht aus Normen und Werten und bildet so einen Leitfaden für das Handeln.
d) Wenn sich Religion institutionalisiert (in Form einer Kirche z.B. oder als gesellschaftlicher Wertekanon), wird ein wirtschaftlicher, politischer und kultureller Einfluß ausgeübt.

2. Gehen wir auf die ebene des Individuums, daß einer Religion "zugetan" ist. Letztlich, da gebe ich Dir recht, geht an einem Glaubenbekenntnis, das sich aus sich selbst heraus begründet, nichts vorbei. Der Glauben ist Grundvoraussetzung, denn aus ihm leiten sich alle religiös motivierten Gefühle, Gedanken und Handlungen ab. Aber innerhalb der durch den Glauben hervorgerufenen Auffassungs- und Verhaltensweisen kann eine Kosten-Nutzen-Rechnung sehr wohl eine Rolle spielen und ist zudem absolut legitim. Ein fiktives Beispiel: Es besteht der Glauben, die Göttlichkeit/en entscheiden über das Wetter. Bestimmte Witterungsverhältnisse sind für das Gedeihen von Feldfrüchten Voraussetzung. Da die Göttlichkeit/en die Witterung beeinflussen, wird versucht, durch religiöse Praktiken der Ehrerweisung die Göttlichkeit/en "gut zu stimmen". Die Ehrerweisung erweist sich in Bezug auf den vermuteten Nutzen als sehr geringer Kostenaufwand. Da die Ehrerweisung stattfindet, WEIL geglaubt wird, daß die Göttlichkeit/en das Wetter bestimmen, ist sie die Kostenvariable, die je nach gewünschtem Ergebnis größer oder kleiner ist. Die religiösen Praktiken werden also verstärkt oder abgeschwächt, je nach dem die jeweilige Situation es erfordert.
PS: Entspannt bleiben!

Ihr könnt die Mega-Hits der 20er, 30er, 40er, 50er, 60er, 70er, 80er, 90er und von heute im supertollstenbesten Mix nicht mehr ertragen?! Habt Ihr Lust auf Freies Radio in Eurer Nähe?!
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Beitrag von Linny88 »

Neo-Pagnismus hört sich gut an und der Text ist meiner Meinung nach nicht verwirrend und sehr simpel. So etwas Ähnliches ist in das Rollenspiel "Albion" eingebaut worden, wo man die Energie des "Unbekannten Gottes" nutzt, um den Planeten vor der Ausbeutung zu retten.
Grüße @all 8)

:) - Linny - :)

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Sildariel
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Beitrag von Sildariel »

Allein die Gemeinsamkeit von Energie als Zeichen der Götter ist kein Vergleichsmotiv, Linny.

So, dann will ich mal konkrete Fragen zu dem Text oder zum Neo-Paganismus stellen:

1. In welchen durch Sagen oder historisch bekannten Gruppierungen wurde (Neo-)Paganismus zuerst praktiziert? Ich habe nämlich vor kurzem M.Z. Bradley gelesen, wo die Priesterinnen von Avalon ähnliche Vorstellungen haben.

2. Was machst du denn so konkret, um die Göttin zu verehren?

3. Warum verehrst du die Göttin? Da sie die Energie der Welt ist, wie soll sie dich verstehen?

4. Wie ist das jährliche Liebesspiel von Gott und Göttin auf den Energiehaushalt der Welt zu beziehen?

Ich schätze, diese Fragen sind nicht so schnell zu beantworten, deswegen mach ich einmal eine Pause.

Sildariel

PS: @Ein_Yak: So ähnlich meinte ich es auch.
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Beitrag von vyper »

Mit dem Neo-Paganismus kann ich mich eigentlich auch weitestgehend identifizieren (kannte ihn nur nicht unter diesem Namen - ein Dank an Delta für das Schließen dieser Wissenlücke ;D).
Vor allem der alte keltische Bereich geht mE in diese Richtung. Eine Verehrung der "Göttin" sehe ich bereits darin, dass man die Natur respektiert. Viele Bereiche dieses "Glaubens" (oder besser "Weltanschauung") lassen sich auch problemlos mit der modernen Wissenschaft vereinbaren (was mit den meisten Religionen nicht der Fall ist).

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Beitrag von Krool »

kann sein das dies nicht besonders jetzt zum thema passt aber ich will nur schreiben, das manche eine religion haben und etwas machen müssen ohne es zu wollen... zb. neulich im TV gesehen... eine frau ist schwanger und die religion behaupten das kind wehr unrein aus irgendeinem grund und die lässt es abtreiben ohne das sie es will.. :D ich finde das ist keine religion sondern bestimmung... okay das ist jetzt raus postet weiter... (versteh ich eh nicht) :unschuldig:
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Beitrag von Linny88 »

@Krool: Is OK, nur etwas zu spät.

Neo-Paganismus hat wie alle Religionen viele interresante Facetten, allerdings gibt es kaum religiöse Überzeugungen, die mich wirklich überzeugen. Das mit der Erschaffung der Welt, Wiedergeburt, Leben nach dem Tod, usw. klingt in meinen Ohren recht interresant, ist aber kein überzeugendes Weltbild.Das Religion nicht zu beweisen ist und auf Phänomenen beruht, ist klar, aber es soll dem Menschen sicher machen, aber das passiert leider selten. Religionen erreichen die Menschen heute auch nicht so gut, da wir die Welt erklären können und nicht an den Garten Eden glauben müssen wie unsere Vorfahren.
Grüße @all 8)

:) - Linny - :)

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Beitrag von Delta »

Sildariel hat geschrieben:1. In welchen durch Sagen oder historisch bekannten Gruppierungen wurde (Neo-)Paganismus zuerst praktiziert? Ich habe nämlich vor kurzem M.Z. Bradley gelesen, wo die Priesterinnen von Avalon ähnliche Vorstellungen haben.
Avalon ist sehr deutlich daran angelehnt, ebenso wie viele andere Frauenfiguren in Marion Zimmer Bradleys Romanen.
Das mag zum Teil auch daran liegen, dass Zimmer Bradley geschichtlich sehr fundiert schreibt und die alten Religion die ganzen neuen beeinflusst hat.
Der Neo-Paganismus läßt sich zurückverfolgen bis zu den Höhlenzeichnungen in Sibirien und Frankreich. Er diente genauso als Vorlage für den griechischen Pantheon wie für die Keltische Feenwelt (Sidhe). Das Feenvolk von der Insel waren Anhänger/innen der alten Religion, die von den Eroberern vertrieben wurden und in abgelegenen Ecken lebten, wo sie zu Legenden wurden.
Also es läßt sich bis weit vor Christus zurückverfolgen, ich meine sogar bis vor das alte Testament, aber auf eine Jahreszahl mag ich mich beim besten Willen nicht festlegen.
Sildariel hat geschrieben:2. Was machst du denn so konkret, um die Göttin zu verehren?
Das Hexenjahr hat 6 grosse Feiertage (Sabbate) und 13 kleine (Esbats). Die Sabbate sind auf gewisse Daten festgelegt (z.B. All hallows Eve am 31. Oktober - ja, da kommt auch das Helloween her...), die Esbats hingegen richten sich nach dem Mond. Bei jedem Vollmond ist ein Esbat.
Während die Esbats sich meist ziemlich ähnlich sind, stehen die Sabbate jeweils unter einem gewissen Thema (31.10. ist z.B. Hexensylvester und damit höchster Feiertag).
Die meisten dieser Feiertage verbringe ich einfach mit kleinen Meditationen im Kerzenschein oder damit, draussen im Mondschein zu sitzen und an gar nichts zu denken. Einfach nur die Schönheit der Natur aufnehmen und die Energien fließen lassen. Und manchmal... nun ja... sagen wir mal, die körperliche Liebe wird im Hexenglauben deutlich positiver gesehen als in anderen Religionen.... I) aber deutlicher werde ich nicht, sind ja Minderjährige hier.... :D
Sildariel hat geschrieben:3. Warum verehrst du die Göttin? Da sie die Energie der Welt ist, wie soll sie dich verstehen?
Ich glaube nicht, dass sie mich versteht ;)
Ich bringe ihr Ehrerbietung und positive Energie entgegen wenn ich sie verehre und ich bitte um Energie für etwas, wenn ich bestimmte Rituale mit eine ganz spezifischen Ziel durchführe. So ist das ein geben und nehmen. Außerdem ist ein Teil der Verehrung auch einfach nur Respekt vor der Schöpfungskraft der Energie, die sich in allem manifestiert und das "Einschwingen" des eigenen Geistes auf die allgemeine Energie um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten.
Sildariel hat geschrieben:4. Wie ist das jährliche Liebesspiel von Gott und Göttin auf den Energiehaushalt der Welt zu beziehen?
Das Liebesspiel reflektiert die Jahreszeiten. Im Frühjahr wird der Gott geboren, ebenso wie die Natur neu geboren wird. im Sommer ist die Zeit der Liebe und des Glücks, im Winter die Erntezeit und Überfülle aber auch des Sterbens der Natur und im Winter der Tod der Natur. So reflektiert der Gott die Veränderungen und die Göttin die Kontinuität der Erde.
Weiß nicht, ob das jetzt deine Frage beantwortet hat... so genau hab ich sie nicht verstanden I) Wenn nicht, frag nochmal genauer.
Sildariel hat geschrieben:Ich schätze, diese Fragen sind nicht so schnell zu beantworten, deswegen mach ich einmal eine Pause.
Naja, es geht ;)

Gruss
Anni
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Ein_Yak
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Beitrag von Ein_Yak »

Hey Mädels!

@ Delta:

Würdest Du bitte auch noch beschreiben, wie sich das auf Dein Leben auswirkt? Ist dieser Glauben Bestandteil Deiner täglichen Handlungen oder findet er Ausdruck in bestimmten Ritualen, die nur in einem speziellen Rahmen stattfinden?

Ich habe schlicht keine Ahnung, wie ich mir das vorstellen soll...
PS: Entspannt bleiben!

Ihr könnt die Mega-Hits der 20er, 30er, 40er, 50er, 60er, 70er, 80er, 90er und von heute im supertollstenbesten Mix nicht mehr ertragen?! Habt Ihr Lust auf Freies Radio in Eurer Nähe?!
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Beitrag von Delta »

Ein_Yak hat geschrieben:Hey Mädels!

@ Delta:

Würdest Du bitte auch noch beschreiben, wie sich das auf Dein Leben auswirkt? Ist dieser Glauben Bestandteil Deiner täglichen Handlungen oder findet er Ausdruck in bestimmten Ritualen, die nur in einem speziellen Rahmen stattfinden?

Ich habe schlicht keine Ahnung, wie ich mir das vorstellen soll...
Hm... ich halte es ein bisschen allgemein. Sonst wirds mir doch zu persönlich. ;) Bitte nicht übel nehmen, das ist sehr individuell und jede Hexe betreibt das etwas anders.

Ich persönlich habe keine ritualisierten Tagesablauf an dem jeden Tag zu einer gewissen Zeit ein bestimmtes Ritual steht. Das gibt es aber durchaus (so ähnlich wie Morgen-, Mittags- und Abendgebet) aber zurück zu mir.

Ich lebe es eher spontan aus. Also entwederwenn ich überschäume vor Energie (um etwas zurückzugeben oder zu danken) oder wenn ich sehr bekümmert oder depressiv bin (um aufzutanken).
Die Methoden hierzu sind ganz verschieden und hängen von den Umständen ab. Das reicht vom Legen von Tarot-Karten bei Kerzenschein bis zu Meditationen zu Musik. Oft gehe ich dann einfach raus in die Natur um frische Luft zu atmen und den freien Fluß der Energie zu spüren.
Manchmal kommt es auch einfach, ohne dass ich mich dagegen wehren kann.... Dann muss man halt das beste draus machen.

Zu den Sabbaten oder Esbats oder wenn ich etwas bestimmtes erbitten oder für etwas danken möchte, gehts dann doch etwas geordneter zu. Dann gibts relativ festgelegte Rituale, meist im Kerzenschein am besten in der Natur, geht aber nicht immer.
Da gibts dann neben Weihrauch und Kerzen vor allem viel Zeit für Meditationen und das Einschwingen auf die Energie. Singen, Tanzen und alles andere, was man (frau) gerade fühlt. Alles kann ein Ritual, kann Anbetung sein.

Ich selbst praktiziere keine festgelegten Rituale (abgesehen vom Kartenlegen). Ich mache immer das, was mir gerade richtig erscheint. Sei das nur, mich einfach eine Stunde unter einen Baum zu setzen, mich in den Vollmondschein setzen oder eine Stunde in meinem Zimmer über einer Kerze zu meditieren. Oder... naja, zu Khamul fahren ;)

Wer sich näher für Rituale oder das Ausleben des Hexenglaubens interessiert, dem lege ich wärmstens die Bücher von Sandra oder von Starhawk: Der Hexekult als Urreligion der Großen Göttin ans Herzen. Da gibts viel über die Geschichte und die Ausübung der Religion.

Das reicht jetzt aber zu meiner Ausübung ;) soll ja kein Tagebuch hier werden.

Gruss
Anni
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Beitrag von Cr@sh »

Vor ein paar Jahren hatte ich auch eine selbsternannte 'Hexe' kennengelernt. Allerdings war sie nicht in der Lage, im Gegensatz zu Delta, ihre Anschauung zu erklären. In erster Linie hatte ich nur den Eindruck, sie möchte sich wichtig machen, wenn sie ihre 'Rituale' feiert und zu den Hexenfeiertagen ordentlich auf den Putz haut. Mit einer tieferen Überzeugung hatte das in meinen Augen eher weniger zu tun, eher mit einer Flucht aus der Realität. Besonders überzeugend fand ich das jedenfalls nicht.

Ich glaube zwangsläufig brach der Kontakt ziemlich schnell ab, so dass ich auch nicht's genaueres aus eigener Erfahrung zu neopaganen Hexen sagen kann.
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