Mal wieder Bärlin!!!

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Blutpapst
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Beitrag von Blutpapst »

Ich denke mal schon,also ich bin 20.30 vor dem East-Side.
Freu mich bis dann :bounce:
Auswurf vom "Sloganizer" :
Blutpapst - das blutigste Versprechen, das es gibt.
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Beitrag von Kiara »

Klasse :)
Jetzt müssen nur noch Mara und ihre Gäste zustimmen! Freu mich auch schon riesig auf euch alle! :bounce:
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Beitrag von Castore »

Hi ! :winken:

Bin nach fast neun Stunden endlich wieder zu hause angekommen. Irgendjemand meinte sich vor einen Zug zu schmeißen, aus dem einige Personen noch den, in dem ich war, als Anschlusszug brauchten...
Berlin war auf jeden Fall super. Freu mich jetzt schon wieder auf Berlin und denke, dass es nicht ganz so lang dauern wird, bis ich wieder dort bin. :)
Bye
Cast :bounce: re

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Morgan
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Beitrag von Morgan »

Ich weis nicht die Strecke Berlin-Hamburg bzw andere Richtung hat es glaub ich an sich. Hatte auch verpätung. Worans lag weis ich net Zug blieb nur mehrmals auf der Strecke einfach stehen.
We war auf jedenfall klasse. Hab auch schon die Bilder von Shadows Kamera abstauben können also wer will wieder bei mir melden.
@Castore du mach aber deinen posteingang bitte vorher leer du bekommst auch noch ne Ladung Breuna Bilder.

auf bald in Berlin ;)
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Beitrag von Castore »

Hi Morgan ! :winken:

Soll ich dir `ne PM schreiben, dass ich gern die Bilder hätte ? I)
Posteingang mach ich so gut leer wie es geht. Hoffe ca. 3-4 MB reichen...
Bye
Cast :bounce: re

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Morgan
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Beitrag von Morgan »

hm also die Pics sind alle auf 800x600 auflösung aber gepackt hab ich für Breuna und Berlin je 3 Packen gemacht mit einer größe von je 2 MB also sind es insgesamt so 12 MB muss also auf mehrmals gemailt werden.
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Castore
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Beitrag von Castore »

Ja, leider. :( Hab leider so ein mickriges Postfach. Etwas über 3MB.
Bye
Cast :bounce: re

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naria
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Beitrag von naria »

ich hätte gern auch die fotos. dies ist der post zur pn.

;)
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naria
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Beitrag von naria »

Museum of Modern Arts – Berlin.
Sonnabend, 12.06.2004
Teilnehmer: Blutpapst, Castore, Kiara, Morgan, Naria, Shadow.

Eigentlich ging es schon am Freitag Abend im Zug los: Castore und ich diskutierten das Aufgebot der Ausstellung. Dank Castore war ich dann über die ausgestellten Stücke weitgehend informiert , als der Regionalexpress 38025 in Berlin ankam.
Nachdem sich am späten Abend abzeichnete, dass wir am Sonnabend wohl nicht alle um acht Uhr vor Aufregung nicht mehr schlafen könnten und schon um zehn am MoMA sein könnten, wurde der Treffpunkt auf 12:00 Uhr angesetzt. Insgeheim hofften wir wohl, dass um diese Uhrzeit wohl alle Ausstellungsbesucher brav daheim beim Mittagessen sitzen würden und wir so in einer, maximal zwei Stunden drin wären. Aber da hatten wir natürlich diejenigen nicht berücksichtigt, die tatsächlich schon am frühen Vormittag losgezogen waren und sich dann zur Mittagszeit bereits zu Hunderten vor dem Eingang stapelten ...
Frohen Mutes und zu Allem entschlossen marschierten Castore und ich also von der U-Bahn-Station in die Richtung, in der wir das Ziel vermuteten. An einer Ampel sammelten wir Kiara ein (oder Kiara sammelte uns ein). Ein wenige Meter von dort angebrachtes Riesen-Werbeplakat, auf dem mein persönliches Highlight der Ausstellung in Über-Originalgröße abgebildet war, schürte die Erwartungen noch, so dass ich es schon in diesem Moment kaum noch erwarten konnte, diesem Mammutwerk der Moderne (Ich sage absichtlich „Mammut“-Werk, weil der Großteil der Betrachter gemeinhin der Meinung ist, es sei ein Elefant, aber als versierter Kunst-GK-Teilnehmer und Experte der primitivistischen Stilrichtung ist man über derartige populäre Fehleinschätzungen natürlich erhaben) gegenüberzustehen, zum finalen Kampf Maler gegen Betrachter, Meister gegen Kritiker, Erschaffer gegen Interpretierender.
Nach kurzem Fußmarsch und Passantenbefragung fanden wir dann das Ziel. An dem winzigen pinken Blechkontainer inmitten einer von der solaren Infrarotstrahlung bis kurz vor den Tripelpunkt erhitzten Betonödnis, der die Kasse darstellte, trafen wir dann auf Shadow und Morgan. An der Innenwand besagten Containers erblickte der aufmerksame Pilger schon die ersten Kunstdrucke, die wohl dem Zweck dienen sollten, die kartenkaufenden Kunstkenner in einen Vorfreudenrausch zu versetzen, der sie die Wartezeit mit stoischer Gelassenheit hinnehmen lässt. Das war auch bitter nötig, denn an der Kasse schnappte irgendwer das Gerücht auf, die Wartezeit betrüge drei bis vier oder gar vier bis fünf Stunden ...
In der festen Überzeugung, es könne sich dabei nur um die pessimistische Einschätzung einer genervten Kassenfrau handeln, setzten wir unseren Weg fort. Doch mit jedem Schritt, den wir uns dem Gebäude näherten, nahmen die Befürchtungen der letzten Tage eine grauenvollere, monsterhaftere Gestalt an ... zunächst erblickten wir eine beachtliche Schlange Wartender entlang der Gebäudefront. Mit dem Erklimmen einiger Stufen wurde unser Bangen zu einer schrecklichen Gewissheit, denn diese Schlange setzte sich um die Ecke entlang der nächsten Gebäudeseite fort ... Laute des Entsetzen entwanden sich unseren Lippen, als wir durch die gläsernen Wände die Schlange sich auch um die nächste Ecke und entlang der Rückseite des quadratischen Gebäudes winden sahen ... wer kann mir da Vorwürfe machen, dass ich nicht die richtigen Worte finde jene schlicht fatalistischen Gedankengänge zu beschreiben, die sich Unserer bemächtigten, als wir schließlich des vollen Ausmaßes der Menschenreihe ansichtig wurden, die sich gleich einer Boa Constrictor um den Leib ihres Opfers beinahe um das gesamte Gebäude schlang. Auch beruhigte es uns keineswegs, dass wir Blutpapst, der sich bereits vor unserem Eintreffen angestellt hatte, weder an der ersten, noch der zweiten, noch der dritten Gebäudeseite entdeckten. Zehn Meter vor dem Ende der Schlange fanden wir ihn dann.
Als wir uns wie die unzähligen anderen schließlich in die Schlange einreihten, hatten wir uns bereits damit abgefunden, dass wir diesen Ort wohl so schnell nicht mehr verlassen würden ... zumindest einige von uns. Denn nach kurzer Zeit beschlossen Blutpapst, Morgan, Shadow und ich, dass wir uns zwecks Besorgung von Spielkarten und zweiten (bzw. erstem?) Frühstück noch mal entfernen wollten, während Castore und Kiara todesmutig die Stellung zu halten gelobten. Leider wurden wir von plötzlich einsetzenden tropenartigen Regenfällen gezwungen, im nächsten offenstehenden Hauseingang Unterschlupf zu suchen – wie es der Zufall so wollte, war dies ein kleines Café, in welchem wir dann die einsetzende Langeweile mit Eis zu bekämpfen suchten.
Nach circa einer dreiviertel Stunde (:unschuldig:) waren wir dann wieder am MoMA, doch nicht, ohne uns vorher beim Plus mit einer Tagesration Knabbereien einzudecken. Spielkarten haben wir leider keine bekommen. Zu unserer großen Freude hatten sich Castore und Kiara in unserer kurzen Abwesenheit ein beachtliches Stück nach vorn gekämpft, wobei sie die letzte Zeit anscheinend die Beschallung durch ein Gitarren-Bass-Duo aushalten mussten. Dieses verstummte jedoch drei Lieder nach unserem Wiedereintreffen und machte sich nach einer Geld-mit-Hut-sammel-Aktion vom Platz.
Danach standen abwechselnd einige von uns in der Reihe, während andere es sich auf einem breiten sonnenbeschienenen Mauersims gemütlich machten. Im Laufe der Stunden reifte in uns die Erkenntnis, dass die größte Chance der Vermeidung von Wartezeit wohl doch in der Isomatten-Übernachtung vor dem Eingang bestanden hätte. Hätten wir uns vorher genügend informiert, hätten wir gewusst, dass auch gegen Abend die Schlange immer kürzer wird (Das ist so ähnlich wie bei diesen ferienstaus, in die man gerät, weil man sich findigerweise dachte, nachts zu fahren, weil tagsüber die Autobahnen so voll sind und nachts kaum einer fährt - und eine Million anderer Reisender sich genau das selbe denken) Generell war unsere Vorbereitung eher mangelhaft, resultierend aus der sehr optimistischen Einschätzung der Lage im Vorraus. So hatten wir nicht nur keine Karten, nein, wir hatten auch nicht wie sehr viel andere Wartende dicke Bücher mit. Auch hatte von uns keiner einen dieser für 1 Euro plus 10 Euro Kaution mietbaren offiziellen MoMA-Klapphocker, so dass uns der Boden und mir später ein elternlos aufgefundenes Kissen als Sitzgelegenheit dienen mussten. Der Mauersims erwies sich nach einem kurzen Nickerchen leider als Halswirbelsäulen-Killer.
Zudem musste ich zusehen, wie ein Mitwartender nach dem anderen für kurze Zeit verschwand und mit zwei Einstüten zurückkehrte, von denen jedoch nie eine für mich gedacht war. Statt dessen musste ich an trockenen Keksen knabbern. Auf meine Angebot an die vor uns Wartenden, ihren Platz in der Reihe gegen einen Keks einzutauschen, ist unverständlicherweise niemand eingegangen. Selbst die Tauben haben die Kekse verschmäht.
Aber, um es kurz zu machen ( :D), ungefähr 16:00 Uhr waren wir dann drin. Nach einer kurzen Taschenkontrolle, bei der nichts Verdächtiges gefunden wurde (die hochätzende Säure für den Kandinsky hatte ich natürlich in einer Glasviole im Mund), ging es die Treppe runter. Hastig durchquerten wir den Eingangsbereich, drängten uns durch eine Glastür – und standen ihm gegenüber, dem Anfang und Ende dieser Ausstellung, dem langersehnten Nonplusultra der modern-primitivistischen Kunst – dem TRAUM von Henri Rouseau.

Ja, dies ist der richtige Moment für ehrfürchtiges Schweigen.
Doch mehr zu dazu später.
An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass sich sie Gruppe hier aufspaltete, weil unterschiedliche Meinungen über den angemessenen Betrachtungszeitraum der einzelnen Stücke sowie der gesamten Ausstellungen auftraten. Ich kann also nur über Castore und Kiara sowie mich selbst berichten, die wir als Hardcorekunstkenner und -kritiker als das vermutlich am gebildetsten daherredende Grüppchen durch die Räumlichkeiten streiften (die anderen Besucher müssen wahnsinnig beeindruckt gewesen sein :D ).
Zunächst wendeten wir uns den Impressionisten zu, die nicht besonders zahlreich vertreten waren, speziell auch weil Renoir (dessen Name Castore und mir einige Zeit lang peinlicherweise nicht einfallen wollte), Toulouse-Lautrec (bei dem es ähnlich war), Manet und mein persönlicher Lieblings-Impressionist bzw. –Pointilist Paul Signac fehlten. George Seurats pointilistische Seine-Ufer-Fischerhafen-Brücken-Bilder sollten wohl einen Ersatz darstellen. Aber da war zum Beispiel auch Cézanne, jener Flachpinselartist, bei dem sich die Kunstlehrer nie einig werden konnten, ob er nun ein besseres Musterbeispiel für den Impressionismus oder für den Kubismus sei, und der berühmteste Monet überhaupt, auf den ich noch eingehender eingehen werde. Und natürlich van Gogh! Das Getreidefeld-Bild war leider nicht da, dafür aber die „Sternennacht“! Ihr wisst schon, dass mit den Zypressen und dem dunkelblauen Himmel mit den riesigen hellen Sternen. An diesem Bild entdeckte ich etwas höchst Bemerkenswertes: Es guckten weiße Stellen durch! Unbedeckte Leinwand!! Ja, der entsetzte Aufschrei ist berechtigt. Wer kennt nicht diesen Satz seines Kunstlehrers/seiner Kunstlehrerin, dass jedes Fitzelchen Papier von Farbe bedeckt sein muss, und weiße Stellen nur aufgrund weißer Farbe entstehen dürfen. Alles, was ich je zu wissen glaubte, ist somit hinfällig!!! Und wenn ich das vorher gewusst hätte, dann hätte ich meine Kunstlehrer weit öfter zu dem Satz zwingen können, dass van Gogh ja schließlich zu Lebzeiten auch kein einziges Bild verkauft hat, was wiederum deren Einstellung ins vorletzte Jahrhundert zurückwirft :D Daran sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, ein Bild in real zu sehen, bevor man sich ein Bild davon machen kann. So viele wichtige Details, die man in den 8x10 cm großen Fotos in den Lehrbüchern unmöglich entdecken kann, die aber zu einem völlig anderen Eindruck führen können!
Direkt nach den Impressionisten kamen die Expressionisten, die hauptsächlich durch Matisse vertreten waren. Vom diesem auch die Hauptattraktion der Ausstellung, die am höchsten versichert war und eines der (flächenmäßig) größten Stücke, nämlich der „Reigen“. Kennt ihr sicher, dieses Bild mit grüner Wiese und blauem Himmel und fünft nackten schwarzhaarigen Tänzerinnen, das aussieht, als habe es ein Siebenjähriger mit seinem ersten Malkasten ausgemalt (und zwar einer dieser Malkästen mit den tausend runden trockenen Pressfarbeplättchen, die im Kunstunterricht so verpönt waren, und von denen hat er auch nur vier Farben benutzt). Jedenfalls würdigten wir dieses Meisterwerk gebührend, indem wir innerhalb von zehn Sekunden dran vorbei und in den nächsten Raum liefen. (Den ungefähr zwölftausenddreihundertachtundsiebzig anderen Werken von Matisse schenkten wir ähnlich viel Aufmerksamkeit, womit die Betrachtungszeitverteilung gemessen an Zeit pro Künstler schon wieder relativ gerecht war.) Weit interessanter war da das einzige Stück von Gaugin, eines seiner Südseebilder, zwar nicht dieses bekannte mit den beiden halbnackten Damen, dafür aber ein (mir zumindest) relativ unbekanntes Bild mit einer halbnackten Dame, die einen schwebenden blauen Samen in den Händen hält, was das Bild nach Meinung der Kunstexperten wohl in die Nähe des Symbolismus oder Surrealismus rücken würde, meiner Ansicht nach aber stark an diese neumodischen Fantasy-Malerei erinnert, die solche Motive ja leider ziemlich auslutscht. Mir persönlich gefielen in dieser Abteilung die beiden Plastiken von Rodin am besten, welches zunächst Johannes der Täufer und des weiteren das Monument à Balzac waren, wobei letztere sogar noch mit original Pariser staub bedeckt war, was dem gesamten Event einen tollen international-historischen Touch verlieh. Von Chagall gab es leider nur zwei Bilder, und keins mit Pferdchen :(
Dann waren wir auch schon in der Abteilung der Kubisten, wo wir uns mit zahlreichen Picassos und Braques und Miros und leider auch einigen Kandinskys konfrontiert sahen.
Picasso war eigentlich nur in Kombination mit wirklich Braque interessant, die ein tolles Beispiel von perfekten Kopiertechniken abgaben. Ihre beiden Musikanten (-innen?) stellen ein tolles Bilderrätsel dar, welches wir allerdings in kurzer Zeit zu lösen vermochten (HA! :D ) Unsere professionelle Einschätzung: Braques Mann mit Gitarre wurde von Picasso geklaut (der in seinem "Ma jolie" eindeutig Braques Stil kopiert hat) und dann von Braque zurückgeklaut. Picasso hat übrigens auch von Miro geklaut und von Cézanne und sogar von Rousseau, wie ich zu meinem Erstaunen später noch erfuhr! Die Stücke von Miro waren natürlich wunderbar wie alles von ihm. Der einzige Künstler auf der Ausstellung, bei dem es ziemlich egal war, welche einzelnen Werke da waren, weil sie allesamt toll sind. Finde ich zumindest. Klee war auch da. ... (wer immer etwas zu Paul Klee sagen möchte, der möge das an dieser Stelle tun.)
Weiter weiß ich zum Kubismus nichts zu sagen (zu Kandinsky möchte ich nichts sagen, das mögen doch bitte seine Fans tun) und gehe somit endlich zum Surrealismus über, der eindruckvollsten Richtung auf dieser Ausstellung und aller Zeiten.
Dalì. ... Klein! So unglaublich klein! Die Beständigkeit der Erinnerung (Ihr wisst schon, die Uhren ... ) und Die erleuchteten Vergnügen, und so klein! So winzige Pinselstrichelchenlein! Nur die Ameisen in Lebensgröße, und alle haben vier Beine! Und drei Körpersegmente, mit einem Zwischenraum dazwischen! Nie hätte ich gedacht, dass man derart feine Striche malen kann. Unglaublich.
Magritte. Der bedrohte Mörder. Unsere lange Diskussion führten zu keinen anderen Ergebnissen als sämtliche zuvor über dieses Bild geführten Diskussionen: Wer der Mörder ist, weiß man nicht. Die Auflösung findet wahrscheinlich wider mal erst nach der letzten Werbepause statt.
Leider war mein Magritte-Lieblingsbild (Die verbotene Reproduktion) nicht da, und auch die Blankovollmacht nicht, die ich zu gern mal in echt gesehen hätte. Wenn man die Dame mit Pferd und Wald nur im Druck oder auf dem Bildschirm sieht, kommt man einfach nicht dahinter. Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun ...
Zwei Kinder werden von einer Nachtigall bedroht ... Max Ernst. Am interessantesten war das Element im Bild, welches sagt: „Ätsch, ich kann Französisch ...“. 2 enfants sont menacés par un rossignol, stand in Farbe auf dem unteren Rand. Viel Zeit uns damit zu Beschäftigen hatten wir allerdings nicht, denn nur wenige Meter weiter hing schon der erste de Chirico. Das Liebeslied. Noch weiter hinten dann Das Geheimnis eines Tages, Die Melancholie der Abfahrt und Der böse Geist eines Königs. Dass der Rauch in 2 unterschiedliche Richtungen weht und die Schatten nicht ganz einheitlich sind, das wussten wir bereits vorher, neu entdeckten wir jedoch die schlampige Verlegung der Bodenplatten. Ob die Statue nun Stalin oder Lenin oder ganz wen anderes darstellt, darüber konnten wir uns nicht ganz festlegen, ebenfalls nicht darüber, ob es nun unreife Bananen oder doch Zucchinis sind. Weitere Fragen zu de Chirico oder zur pittura metaphysica richtet bitte an Castore :)
Und Beschwerden wegen vergessenen Sachen oder durcheinandergekommener Reihenfolge bitte an mich ...
UI! Hätte ich doch fast Giacometti vergessen! Liegt wahrscheinlich daran, dass von ihm nur zwei relativ unrepresentative Werke ("Hände, die Leere haltend" und "Frau mit durchgeschnittener Kehle") da waren, wobei das zweite schon sehr interessant war. Na ja, ich hätte eben gern ein paar seiner Kleckerburgen-Menschen gesehen, immerhin haben die mich damals zu meinem Kunst-Abschlussprojekt in der zwölften Klasse inspiriert.

Jedenfalls kamen wir danach in die Abteilung des absolut Abstrakten und der Popart. Das bekannte Duchamp-Fahrrad-Rad war von einer dicken Menschentraube umgeben, und dass, obwohl nicht mal das Original war, sondern bereits die dritte Ausgabe ... weil nämlich die ersten beiden Fassungen von umsichtigen Leuten auf den Müll geworfen wurden, wie von einer Kunstkexpertin, die uns später noch einmal begegnete, erklärt wurde. Jaja, am meisten zu leiden hat der Künstler unter den Banausen. Mir erging es kürzlich ähnlich, als meine neue Raumplastik "Gefüllte Tüte, Version XVII" (Materialien: PVC-Müllbeutel, Dosen, Pappbecher, Lebensmittelverpackungen) von einem dieser unzivilisierten Niederländer in die Mülltonne befördert wurde :motzen:
Die meisten dieser abstrakten Sachen, wie der "Rote Vogel", verschlossen sich unserem Verständnis, weshalb wir sie auch nicht weiter belästigten und unseren Streifzug rasch fortsetzten. Lediglich in einem Raum blieben wir kurz hängen: Jasper Johns. "Green Target" und "White Numbers". Zu bemerken ist an dieser Stelle, dass die "Weißen Zahlen" tatsächlich komplett in Weiß auf weißem Grund gehalten waren, während die "Grüne Zielscheibe" alle möglichen Farben, nur kein Grün enthielt. Vor den White Numbers wurden wir von einer dieser Gestalten angesprochen, die mit einem "Momamizer"-TShirt ausgestattet sich im Besitz der einzigen künstlerischen Wahrheit wähnten, und die ihr 2-Semester-Kunststudium-Wissen jeder Person aufdrängen wollten, die nur wehrlos genug aussah. Aber bei uns ist sie an die falschen geraten! Als wir ihr nach ihrer Frage, ob sie uns helfen könne (sahen wir aus, als brauchten wir Hilfe?), tatsächlich eine ernsthafe Frage stellten, erging sie sich ebenso in wilden und haltlosen Vermutungen wie wir zuvor, nur weit weniger überzeugend. So war ihre Interpretation des Sachverhaltes, dass die oberste linke weiße Ziffer fehlte, dass dies wohl "geheimnisvoller" wirke. Castores Theorie mit der Systematik der Ziffer Neun und meine Beobachtung, dass die fehlende Zahl anscheind nachträglich ausgelöscht wurde, und die daraus entstandene Fehlbarkeitsvermutung bezüglich des Künstlers schienen ihr Verständnis zu übersteigen. Doch nicht mal das zuzugeben war sie Profi genug, denn ein sehr geschicktes Ablenkungsmanüöver ihrerseits sollte unsere Aufmerkamkeit auf die Grüne Zielscheibe lenken, mit ihrem Wissen zu welcher sie uns mehr beeindrucken zu können glaubte. Doch auch das ein Griff in den Abort, denn unsere Abhandlungen von Farbverteilung, Ringbreite, Dezentralität und augenscheinliche Ungleichmäßigkeit des Farbauftrages zwischen Außenringen und Zentrum etc. schmetterten die Momamizerin zurück in den Abgrund der Unwissenden, aus dem sie sich durch Uni-Einschreibung und Überstreifen des TShirts entkommen geglaubt hatte. Als eindeutige Sieger verließen wir den Raum (Am Schluss bedankte sie sich bei mir für das Gespräch :D ), und das wahrscheinlich nur, weil wir unser Halbwissen und die aus den Fingern gesogenen Theorien überzeugender darstellen konnten. Hier zeigt sich, dass Dreistigkeit sich insofern auszahlt, dass jeder einem den Experten abnimmt, sofern er nicht mehr weiß als man selbst. Jedenfalls kamen wir zu dem Schluss, dass hier eine gute Möglichkeit zum Geldverdienen versteckt sei: Wir hätten uns lediglich als qualifizierte Kunstkenner ausgeben müssen, und hätten wahrscheinlich auch Erfolg damit gehabt, denn unsere Erklärungen waren nicht absurder als die "wirklicher" Kunstexperten, auf die ich später noch zurückkommen werde.
Aus der Abteilung sind mir nur 4 weitere Stücke in Erinnerung geblieben: Da war zunächst eine Art Schlüsselkasten mit Glasfront, in dem sich ein Aufbau aus zwei parallelen Metallstangen mit einer Kugel darauf und einem Metallarmreif verbarg. Das Ganze erinnerte mich an diese Spielzeuge aus Kinderärzte-Wartezimmern, wo man Kugeln über verschiedene Bahnen aus je 2 Parlallelen Stäben kullern lassen kann. Demzufolge berechtigt meine Frage, ob die Kugel sich bewegen würde, würde man den Kasten an einer Seite anheben, das auszuprobieren wagte ich jedocht nicht. Das zweite Stück war ein ziemlich großes Bild, welches exakt so aussah, wie ein Stück weiße Tapete in einem Raum, in dem man 30 Minute lang ein vierjähriges Kind zusammen mit Buntstiften und Wachskreide eingesperrt hatte (Ähnliches war mir bereits bei den Kandinskys in den Sinn gekommen allerdings sahen die eher aus wie die Papierstücke die man benutzt, um seine Pinsel auszustreichen). Das zweite war "Farben für eine große Wand" von Ellsworth Kelly. Der Titel sagt eigentlich schon alles, es war groß und farbig. Dabei waren die einzelnen bunten Quadrate nicht mal exakt auf eine große Leinwand aufgemalt, nein, der Künstler hat viele verschiedenfarbig angemalte quadratische Leinwände nebeneinandergeklebt.
Das letzte Stück war eine Art Werkzeugbrett mit allen möglichen Bunt angesprayten Werkzeugen, deren "Schatten" man auf dem Hintergrund sah. Nach genauerer Betrachtung fiel allerdings auf, dass die Werkzeuge nicht mit den direkt dahinterliegenden Farbschatten übereinstimmten, und dass er Werkzeuge gab, von denen keine Schatten zu sehen waren, und dass es wiederrum von manchen Werkzeugen gleich mehrere Schatten gab. Ein lustiges Ratespiel, zu empfehlen für Kinder ab 3 Jahren.
Oh, jetzt hätte ich beinahe schon wieder etwas vergessen, und zwar Roy Lichtenstein! Bei der Betrachtung seiner Bilder in real fiel mir besonders auf, dass die vielen einzenen Punkte, die die Buchdrucktechnik imitieren, gar nicht so gleichmäßig sind, wie man in den Drucken sieht. Direkt neben den Lichtensteins übrigens einige Warhols, aber die waren weit weniger interessant, es waren auch 2 ziemlich unbekannte Stücke.
Nachdem wir die Popart-Abteilung verlassen hatten, mussten wir noch mal ein Stück zurücklaufen, weil uns vorher eine Abteilung entgangen war. das war die Abteilung, in der die Bilder von Edward Hopper zu finden waren, an denen Castore besonders interessiert war. Mir war der Name zunächst einmal völlig unbekannt, doch nach dem Sehen des ersten Bildes bestätigte sich meine Vermutung, die mir aufgrund von Castores Erklärungen im Vorfeld gekommen war. Von Edward Hopper ist nämlich nicht nur die "Nachtschwärmer" (es heißt doch so, oder, Castore?), sondern auch "Benzin". Die Nachtschwärmer ist dieses ganz bekannte Bild mit dieser Bar bei Nacht in einer Stadt von außen, wo man durch die großen Glasfenster drei Personen an der Theke sitzen sieht. Das Bild war aber nciht ausgestellt. Besondere Aufmerksamkeit erregte das "Haus am Bahndamm". Fazit: Wunderbares Haus, würde man sofort einziehen, wenn es nicht in einer so verdammt einsamen Gegend stünde. So ähnlich wie Corlagons Besitz, da ist es zu Fuß auch eine halbe Tagesreise bis zu den Einkaufsmöglichkeiten in Burg Ironfist.
Viel Zeit uns damit zu beschäftigen hatten wir allerdings nicht, denn an der gegenüberliegnden Wand wurde gerade ein Balthus erklärt.
Der Titel: "Die Straße". Der Erklärende: Ein älterer Herr, der entweder vor seinen Arbeitskollegen mit seinem Wissen angab oder ein richtiger Museumsführer war. Jedenfalls hatte er kein "Momamizer"-TShirt an, also war er zumindest kein Student mit Teilzeitjob im Moma. Zur Erklärung: Auf dem Bild sieht man eine Straßenszene ein kleines Mädchen steht dümmlich in der gegend rum, eine Mutter mit einer auffälligen schwarzroten Kopfbedeckung führt ihr Kind an der Hand, eine andere Mutter trägt ihrs auf dem Arm, ein Mann hält ein Mädchen von hinten fest und greift ihr an den Rock, ein Bäcker und ein Bauarbeiter stellen oder laufen wie Statisten zwischendrin, an einem Fenster sieht man die Silhouette einer Person mit Trinkglas.
Der Erklärer setzte an indem er erzählte, dass das Bild ja so schon zeimlich pervers sei, es vorher jedoch noch weit perverser gewesen sei: der Arm des Mannes der das Mädchen festhält war nämlich vorher anders, die Hand lag auf ihrem Schritt. Auf Verlangen der Ehefrau des Käufers habe der Maler das Bild noch so umgeändert dass die Hnad nur am Rock liegt, den Rock hat er auch ein Stück länger gemacht.
Soweit die Erkärung ja ganz logisch. Auch den angebliche Bezug zur Menschendarstellugn im Mittelalter konnte man nachvollziehen, schließlich wurden die Kinder wirklich wie kleine Erwachsene dargestellt. Zum Schluss ging der Experte auf die Frau, die ihr Kind trägt, ein: Ganz deutlich zu sehen, die Mutter befriedigt ihren Sohn gerade. Daher auch der Gesichtsausdruck des Jungen.
Ok, alle anderen Mensch auf dem Bild hatten einen sehr ähnlichen Gesichtsausdruck, wahrscheinlich waren sie allesamt zuvor von der Frau bereits befriedigt worde. Denn dass die Frau das ziemlich oft macht und vile Übung darin hat sah man ja schon daran, wie gut sie ihre Aktion verstecken konnte: Ihr einer Arm hielt das Kind, der zweite hing gut sichtbar an ihrer Seite. Vermutlich hat sie einend ritten Arm. oder sie ist so geweift und hat den alten Diebes-Trick wiederentdeckt, bei dem ein falscher Arm an die Seite gehängt wird so dass man besser verstecken kann, was man mit dem anderen macht.
Anschließend gab der Erklärer noch ein bisschen damit an, dass er den Künstler mal persönlich getroffen hat und ihn so gut kennt um sagen zu können, dass er wirklich eine perverse Sau ist. Seine Schlussworte: Ich mag es nicht." Sprach's und verschwand, seine treu ergebene Zuhörerschaft dicht auf den Fersen.
Von dieser Erläuterung natürlich vollkommen überzeugt meinten wir über dieses Werk nun genug zu wissen und begaben uns, bereits in Abschiedsstimmung, zum Monet.
Seerosen.
Fünft, sechs Meter davon.
Ein deutliches Beispiel, das die Nachteile der manuellen Massenproduktion zeigt. Denn im Gegensatz zur maschinellen Fertigung lässt bei Monet die Qualität der Meterware nach den ersten zwei Metern stark nach. Auch die Übergänge zwischen den einzelnen der drei Tafeln sind alles andere als perfekt. An diesem Bild sieht man deutlich, wie bei Manet das Alter gewirkt hat, teilweise hat er wirklich ziemlich geschludert. An manchen großen Flächen sieht man richtig, dass er es einfach nur schnell fertig bekommen wollte.
Trotzdem ist es ein großartiges Bild, und das nicht nur, weil es ein sehr großes Bild ist. Es verbreitet eine wunderbare ruhige Atmosphäre und durch siene Farben eine angenheme Kühle. Wären die Lichtverhältnisse etwas anders (tageslichtähnlicher) gewesen, hätte es sicher noch besser gewirkt.
Nachdem wir vor diesem Bild eine kleine Sitzsause auf dem Boden gemacht hatten und unsere Müden Knochen ausgeruht waren, war alles dazu gesagt, was man hätte sagen können. Wir machten uns als auf zum letzten Werk dieses Tages, dem Highlight, kann man sagen.

Tjaaaaa, was kann man dazu sagen. Zunächst einmal, dass es sicherlich das vollkommenste der Urwaldbilder von Rousseau ist. Es stecken so viele Details darin, dass man erstmal nur staunend davor stehen kann. Stundenlang könnte man es ansehen, ohne dass die neu zu entdeckenden Dunge weniger werden. Trotz der vielen Tiere auf dem Bild finde ich, dass es sehr still wirkt. Das liegt vielleicht am Betrachter. Die meisten Tiere starren einen direkt an, und man könnte sich vorkommen, als wäre man unerwartet in eine ganz alltägliche Dschungelszene gestolpert, und urplötzlich verstummt alles und starrt einen an. Wer weiß, vielleicht bewegt ja die Flötrenspielerin ihre Finger wieder, und die Tiger wenden sich ab und laufen weiter, sobald man sich umdreht und das Bild nicht mehr stört?
Zur Technik kann ich nur sagen, dass es als Werk der sogenannten "naiven Malerei" diese Bezeichnugn keineswegs verdient. Das Ganze ist sehr gründlich geplant und durchdacht. Das Bild ist von hinten nach vorn in Schichten aufgebaut, vom dunklen Hintergrund, der fast vollständlig unter individuell ausgeprägten Blättermassen verschwindet, bis zu hellen Blüten von gigantischen Ausmaßen. In all dem die Frau auf dem Sofa, welches, wie die dieselbe Frau, die auch schon das Fahrrad-Rad erklärt hatte, verriet, lediglich aufgrund der Farbverteilung dort ist. (Ich muss zugeben, dass das sie allerletzte Erklärzunge gewesen wäre, die mir eingefallen wäre.) An der Frau hat Rousseau augenscheinlich länger gearbeitet, jedenfalls ist es die einzige Stelle, an der aufgrund des Farbauftrages Korrekturen erkennbar sind. (Scheinbar war Rousseau der Meinung, die Beine der Frau seien zu dick.) Zur Frau ist zu sagen, dass sie stark an Gemälde von Tizian erinnert (die Erklärfrau hat ihr Publikum gefragt, an was sie die Frau erinnert, und ich hab "Tizian" gesagt, und sie hat nicht rausgekriegt wer es gesagt hat, und wusste also gar nicht, wem sie die Eins mit Sternchen geben sollte :D) , und das nicht nur wegen der Körperhaltung (die übrigens, laut der Erklärfrau, eindeutig von Picasso geklaut wurden! Und bei näherer Betrachtung ist da tatsächlich was dran, speziell wenn man die ebenfalls von der Erklärfrau zum Besten gegebene Anekdote mit der Party und der Wachs-Lampe kennt, die erkennen lässt, dass Picasso ein ziemlicher Rousseau-Fan war.) Aber er hat ja, wie bereits erwähnt, generell gern geklaut (bzw. "sich inspirieren lassen", wenn man so will). Zum Beispiel auch von Cézanne, dessen "Badenden" er in seinem "Knabe, ein Pferd führend" mit einigen unbedeutenden Veränderungen praktisch kopiert hat (bei Picasso war der junge Mann circa zehn Jahre jünger und im Gegensatz zum Bild von Cézanne, wo er zumindest noch mit einem Schlüpfer bekleidet war, völlig unbeschämt - nackig). Subtilerweise hingen sich diese beiden Bilder in der Ausstellung direkt gegenüber, nur durch einige Meter Luft und einige Dutzend Besucher voneinander getrennt.
Aber zurück zum Traum :)
Wow, da sind so viele Sachen, die mir da noch durch den Kopf fliegen, aber ich sehe mich unfähig sie in Worte zu fassen und festzuhalten. Am besten ist es wohl, wenn ich jetzt endlich mal zu einem Schluss komme. Seltsaem, wie schwer mir das fällt, wenn es um dieses Bilod geht. Ähnlich schwer fiel es uns, uns davon zu lösen. Keine Ahnung, wie lange wir davor gesessen und gestanden und gefachsimpelt und andren Leuten im Blickfeld gestanden und es beinahe berührt haben, so nah waren wir dran. (Kein Ahnung, warum alle anderen so weit weg standen, hatten wohl Angst vor den stechenden Blicken der Tiger. Übrigens war keines der Ausstellungsstücke durch eine Absperrung gesichert, es gab nur etwa zehn Zentimeter hohe, halbmeterbreite, weiß gestrichene Podeste vor jedem Bild, auf die tatsächlich kein einzelner Besucher getreten ist.) Jedenfalls hätte ich es am liebsten mitgenommen. Ich würde sogar ein eigenes Zimmer für dieses Bild ausräumen, oder vielleicht auch ein ganzes Haus drumherum bauen, Hauptsache, ich könnte es jeden Tag ein paar Stunden lang ansehen.
So, jetzt reichts aber mit Text. Ich sag nur noch das folgende: Ich werd mir dieses Bild auf jeden Fall noch einmal ansehen, und wenn ich einen ganzen Tag damit verbringe, mich anzustellen. Und allen anderen Menschen auf diesem Planeten kann ich nur das selbe raten. Als beeilt euch, denn wenn die Ausstellung wieder zurück in New York ist, werden die Anreisekosten und -zeiten auf jeden Fall unverhältnismäßig steigen!!
Zuletzt geändert von naria am Mi 23.06.2004 - 20:35, insgesamt 6-mal geändert.
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Beitrag von Kiara »

naria hat geschrieben: Nach circa einer dreiviertel Stunde (:unschuldig:) waren wir dann wieder am MoMA, doch nicht, ohne uns vorher beim Plus mit einer Tagesration Knabbereien einzudecken. Spielkarten haben wir leider keine bekommen. Zu unserer großen Freude hatten sich Castore und Kiara in unserer kurzen Abwesenheit ein beachtliches Stück nach vorn gekämpft, wobei sie die letzte Zeit anscheinend die Beschallung durch ein Gitarren-Bass-Duo aushalten mussten. Dieses verstummte jedoch drei Lieder nach unserem Wiedereintreffen und machte sich nach einer Geld-mit-Hut-sammel-Aktion vom Platz.
Nun um genau zu sein gehört zu der dreiviertel Stunde noch über eine ganze dazu! :motzen: Und Castores Vorhersagen wie "gleich sind wir um die Ecke" "nur noch ne halbe Stunde" "in einer Stunde sind wir drin", die ich mir die ganze Zeit anhören durfte, hatten sich in der Zwischenzeit schon etliche male als falsch erwiesen! Ich schenkte da eher seinen Behauptungen die Anderen wären schon längst drin und wir würden hier noch Stunden stehen glauben... I)

Zu den begnadeten Musikern ist zu sagen das ihr Repertoire scheinbar nur drei Stücke betrug von denen eins uns allerdings sehr gut gefallen hat was wohl an seiner länge lag... :D :P

Bin übrigens schon richtig gespannt auf den nächsten Teil des Berichtes! Der erste Teil hat die Wartezeit denk ich recht gut wiedergegeben... ich hatte jedenfall fast wieder das Gefühl in der Schlange zu stehen :)) :respekt:
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Beitrag von Castore »

Kiara hat geschrieben: Nun um genau zu sein gehört zu der dreiviertel Stunde noch über eine ganze dazu! :motzen: Und Castores Vorhersagen wie "gleich sind wir um die Ecke" "nur noch ne halbe Stunde" "in einer Stunde sind wir drin", die ich mir die ganze Zeit anhören durfte, hatten sich in der Zwischenzeit schon etliche male als falsch erwiesen! Ich schenkte da eher seinen Behauptungen die Anderen wären schon längst drin und wir würden hier noch Stunden stehen glauben... I)

Zu den begnadeten Musikern ist zu sagen das ihr Repertoire scheinbar nur drei Stücke betrug von denen eins uns allerdings sehr gut gefallen hat was wohl an seiner länge lag... :D :P
Hey Kiara :bussi:


Hmm.... waren es wirklich 1 3/4 Stunden ? Hatten wir nicht gesagt, dass wir uns alle viertelstunde ablösen ? I) OK... vielleicht waren es 20 Minuten.... :D

Die Musiker waren schrecklich. Das Klatschlied war ja noch ok, da es keine Minute ging aber ansonsten.....
Erinnerte mich etwas an die Lichlords aus der Kulturscheune (Breuna02). :)


@Naria: :top: Bericht. Kommst du noch auf das höchst perverse Bild "Geheimniss der Straße" zu sprechen. Die Kommentare des jungen Herrn waren einfach zu göttlich. :]
Bye
Cast :bounce: re

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Beitrag von naria »

ja, natürlich werde ich der perversität der beiden herren, wo man eigentlich nicht sagen kann, ob nun der maler oder der interpretierende die versautere fantasie hat, in einem eigenen absatz auf den (ab-)grund gehen ;)
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Beitrag von naria »

fortsetzung ist erfolgt, leider bin ich noch nicht ganz fertig geworden. der letzte und ausstellungsmäßig interessanteste teil kommt morgen oder so :)
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Beitrag von Kiara »

@ Shadow und Naria mal vorsichtig anfrag, wolltet ihr nicht noch was posten?! :) :bussi:

*ungeduldig wartend
:bounce: Kiara :P
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Beitrag von naria »

also ich hab meinen bericht in den letzten tagen noch ein stück weitergeschrieben, habe allerdings vergessen das hier zu erwähnen I)

ganz fertig bin ich allerdings noch nicht, mir sind noch nicht die richtigen worte zum finale infernale, zum rousseau eingefallen :(
habt bitte noch etwas geduld mit mir :)
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Beitrag von Kiara »

Hab den Teil schon gelesen aber du erwähntest ja das es noch weitergeht... Hast du mal wieder klasse hinbekommen! :top: :respekt:

Nun... ich werde mich dann wohl mal wieder gedulden bis du mit deinem Schluss auch zufrieden bist... Castore und ich sind es ja inzwischen gewohnt zu warten... *g*
Und so begeistert wie du von dem Rousseau warst bin ich wirklich mal gespannt wie du das in Worte fassen willst! Ihr beide ward ja kaum von dem Bild wegzubekommen!
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Beitrag von naria »

Melde: bin fertig :)

*puh*
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Beitrag von Shadow-of-Iwan »

dieses mal hab ich mir ein wenig zeit gelassen....das lag allerdings daran, daß ich erst abwarten wollte was naria alles schreibt, aber ich denke so ergänzen wir uns recht gut *g*

[center]Datum: 11.-13.06.2004

Teilnehmer: Blutpapst, Castore, Diablo, Kiara, (Mara), Morgan, Naria, Ripper, Shadow
[/center]

Dann wollen wir mal wieder...
An diesem Wochenende gab es ein sehr kurzfristiges und auch relativ kurzes Treffen. :D
Am Freitag Nachmittag holte ich Morgan am Zoo vom Zug ab und wir begaben uns als erstes zu mir, um ihre Sachen abzuladen. Kaum waren wir dort, klingelte auch schon das erste Mal das Telefon. Castore. Scheinbar war niemand am Bahnhof um ihn und Naria abzuholen. Telefonisch erklärte ich den beiden wie sie denn jetzt am einfachsten (ohne x-Mal umsteigen zu müssen) zu Mara kämen. Einige Zeit später klingelte erneut das Telefon (nicht nur einmal *g*) und abwechselnd waren Castore und Karyptis am Apparat. Gemeinsam schafften wir es dann, daß sie ihr Ziel doch noch erreichten.
Für den Abend hatten wir uns am East Side Bowling verabredet. Morgan und ich trafen pünktlich 20:30 Uhr dort ein, hatten aber noch ein wenig Hunger, den wir erst noch zu beseitigen gedachten. Wenig später trafen wir uns dann mit Blutpapst, Diablo und Kiara, die bereits auf uns warteten. Da Castore und Naria noch einige Zeit benötigen würden, um zu uns zu stoßen begaben wir uns schon nach oben und begannen den Abend mit einer Runde Billard. Kaum hatten wir begonnen traf auch Ripper ein und verstärkte unsere kleine Runde. So spielten wir noch eine Weile bis dann auch endlich Castore und Naria eintrafen. Zur Überraschung aller war allerdings Mara nicht dabei, der noch etwas dazwischengekommen war...
Nach einigen Partien beschlossen wir dann noch eine Runde zu Bowlen. Kiara und Naria beteiligten sich nicht sofort daran, denn sie spielten noch ihre Partie Billard zuende. In der Zwischenzeit beendeten wir anderen unsere erste Runde Bowling. Leider lief es für mich, wie eigentlich fast immer :hammer: , mal wieder nicht besonders gut...es war halt noch vor 0 Uhr. :D Also spielten wir zu acht weiter. Leider waren irgendwie fast alle anderen um einiges besser als ich dieses Mal. Lag das vielleicht daran, daß ich ab und zu ein wenig abgelenkt war? :unschuldig: Interessant war allerdings auch, daß Morgan immer so viele (oder wenige :D) Punkte hatte wie ich...bis auf zwei Ausnahmen, denn ab 0 Uhr liefs besser...zumindest kruzfristig. *g* ;)
Nachdem wir alle ziemlich K.O. waren machten wir uns so allmählich auf den Heimweg. Zu allem Überfluß regnete es auch noch und Blutpapst und ich legten einen asreinen Sprint zur S-Bahn hin. Morgan gab leider nach wenigen Metern entgeistert auf. :))

Am Sonnabend wollten wir uns so gegen Mittag am Moma treffen. Wie sich herausstellte, war Blutpapst der einzige der pünktlich war. An dieser Stelle mal ein dickes Lob! :respekt: Castore, Kiara, Morgan, Naria und ich trafen relativ zeitgleich ein, als Blutpapst schon seit fast einer dreiviertel Stunde in der Schlage stand. :D Nachdem wir schnell unsere Eintrittskarten gekauft hatten, sahen wir erst das eigentlich Debakel: die schlange am Einlaß war so lang, daß sie einmal um das komplette Gebäude herum paßte. Zum Glück war eine relativ breite Fläche auch noch überdacht so, daß die Menschenschlange nicht übermäßig naß wurde. *g* Da uns das warten dann mit der Zeit auf die Nerven ging, machten Blutpapst, Morgan, Naria und ich uns auf den Weg, um ja....was eigentlich? Irgendetwas zu tun. :D Nach einem Besuch der sparkasse machten wir noch ein kleinen Supermarkt und ein Mini-Eiscafé unsicher. Als wir zurück waren beschlossen wir Castore und Kiara abzulösen, damit die beiden sich auch mal hinsetzen und ausruhen konnten. So verstrich die Zeit allmählich und wir wechselten uns immer mal wieder in der Schlange ab.
Endlich konnten wir dann auch einen Erfolg verbuchen...nach insgesamt fast 5 (fünf) Stunden anstehen wurden wir eingelassen!
Einen Bericht zum Moma selbst hat ja Naria verfaßt, deshalb werde ich darauf nicht groß eingehen. *g*
Jedenfalls machten wir uns dann frohen Mutes auf die Socken, die letzten Geheimnisser moderner Kunst zu erforschen... Dies erwies sich als recht anstrengend und so legten wir das eine oder andere Mal eine kurze Pause auf einer der wenigen Sitzmöglichkeiten ein. Einmal auch eine längere...vor dem Bild "Begräbnis des Anarchisten Galli" von Carlo Carrà, daß ich während unseres Besuches zu meinem Lieblingsbild dieser Ausstellung kürte. ;)
Nach fast zweieinhalb Stunden waren Morgan und ich (uns hing dann schon der Magen in den Kniekehlen) dann durch und trafen Blutpapst bei der nächstbesten Sitzgelegenheit. *g* Zusammen warteten wir also auf Castore, Kiara und Naria, die wir unterwegs irgendwo verloren hatten...
Nachdem wieder alle beisammen waren schleppten wir uns halb verhungert in die Potsdamer Platz Arkarden, um etwas eßbares aufzutreiben. Nach einigen Diskussionen *g* einigten wir uns dann auf den nächstbesten Chinesen und futterten was das Zeug hielt...
Wenig später standen wir auf dem Potsdamer Platz in der Gegend herum und berieten unser weiteres Vorgehen. Nach einer kurzen Diskussion entschieden wir uns dafür ins Kino zu gehen. Nach einer weiteren, diemal jedoch längeren, Diskussion hatten wir uns auch auf den Film geeinigt: "The day after tomorrow".
Als wir das Kino wieder verließen begaben sich Morgan und ich auf den Heimweg, da wir doch ein wenig erschöpft waren. Der Rest der Gruppe wollte noch irgendwo einkehren, aber ob sie das nun auch taten weiß ich irgendwie nicht. :))
Auf jeden Fall bekamen wir später noch mit, daß Mara uns unterwegs ein paar Mal angerufen hatte, doch dummerweise hatte ich mein Telefon auf meinem Schreibtisch liegen lassen :hammer: und die anderen ihre meist aus (wegen Moma und Kino).

Am nächsten Tag hatten wir eigentlich geplant uns mit den anderen am Bahnhof Zoo zu treffen, aber da sich zuerst der Rest der Truppe meldete, daß mit einer Stunde Verspätung rechnen müßten (der Besuch im Moma ging echt an die Substanz!), überlegten Morgan und ich uns, daß es sich ja eigentlich gar nicht lohnen würde noch zu fahren, weil es für uns sonst einfach zu stressig geworden wäre x-Mal hin und her zu fahren. ;)
Somit war das Treffen eigentlich schon viel eher beendet als ursprünglich geplant, doch hat es uns trotzdem sehr viel Spaß gemacht!

Dieser Kulturschock bei diesem Treffen war in der Tat mal etwas außergewöhnliches. So macht es gleich viel mehr Spaß. ;) Aber nun wissen wir fürs nächste Mal wenigstens, daß man sich fürs Moma ziemlich lange anstellen muß. *g*
Jedenfalls hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Treffen und hoffe, daß es dnn alles etwas besser klappt als dieses Mal. :)

PS: Ich hoffe beim nächsten Mal bist du wieder mehr mit von der Partie Mara. Tut mir echt leid, daß es nicht so geklappt hat wie geplant... :knuddel2:
Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennung, Folter. Wir wissen wie man feiert.
Deine KIRCHE.
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