Gibt es Zocker-Seelen?

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Lump
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Gibt es Zocker-Seelen?

Beitrag von Lump »

Lacht nicht, aber das Thema beschäftigt mich wirklich hin und wieder:

Gibt es (Spiele- bzw.) Zocker-Seelen?
Bzw. Gibt es erwachsene "Spielkinder"? Oder sind diejenigen welche nicht zocken nur einfach noch nicht auf das richtige Spiel für sie gestossen und im Grunde versteckt sich das Spielkind in jedem von uns?

Ich meine jetzt nicht das krankhafte Glücksspiel (a la Las Vegas) - sondern eher den Hang zu PC-Spielen (kennt eventuell hier der / die eine oder andere :D ), zu Brettspielen, Rollenspielen und was es da sonst noch alles gibt.




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Zuletzt geändert von Lump am Fr 13.08.2004 - 12:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Naermon
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Beitrag von Naermon »

Ich denke das ist ganz einfach eine Frage der persönlichen Interessen. Einige, wie wohl die meisten die diesen Thread lesen werden, zählen PC- und andere Spiele zu ihren Hobbys, andere nicht.
Es gibt eben auch Menschen die damit überhaupt nichts anfangen können (ich kenne genug davon). Ich selbst spiele auch erst wieder seit knapp einem Jahr PC- und andere Games. Für P&P habe ich keine Gruppe mehr, würde mich aber auch mal wieder reizen.
Während der Zeit als ich eigentlich gar nicht mehr vorm PC saß habe ich meine Freizeit im Fitness Studio, auf Partys, in Kneipen oder sonst irgendwo verbracht. An den PC habe ich gar nicht gedacht. Vorm PC sitze ich eigentlich erst wieder seit ich beschlossen habe das es Zeit wird es mal wieder etwas ruhiger angehen zu lassen.
Aber zurück zum Thema: Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten wie man seine Freizeit verbringen kann und so wie du dir wahrscheinlich nicht vorstellen kannst deine Freizeit damit zu verbringen, stundenlang Briefmarken zu ordnen und zu betrachten, kann sich der leidenschaftliche Briefmarkensammler (sofern es den überhaupt noch gibt) nicht vorstellen wie man seine Zeit vorm PC verbringen kann und sinnlos eine Figur durch eine fiktive Welt bewegt. Vor allem wenn man dann auch noch stundenlang mit anderen darüber debattiert ob und wie man nun diesen dämlichen Drachen umlegen soll um sich danach über den loot zu streiten.

Kurzum: Ja es gibt wohl so was wie erwachsene "Spielkinder" wenn du es so nennen willst.
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Therak
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Beitrag von Therak »

Gegenfrage: Ab wann ist man für dich ein erwachsenes Spielkind? :)
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Lump
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Beitrag von Lump »

;) Ab dann wenn deine Umwelt meint: "Na, bist du nicht schon zu alt für solche Kindereien?" ;)
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Castore
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Beitrag von Castore »

Sagt nicht über jeden irgendwann mal jemand, dass man sich in irgendeiner Situation kindisch.. oder einfach seinem Alter nicht entsprechend, verhält ? Ich denke schon, dass in manchen Situationen in jedem von uns das Kind hervorkommt. Bei manchen mehr, bei manchen weniger... das ist aber nicht nur auf den PC bezogen.. mancher Erwachsener erkennt das Kind in sich, wenn er irgendein PC-Spiel zockt, manch anderer bekommt große Augen, wenn vor seiner Carerra-Bahn sitzt... So hat jeder seine Möglichkeiten sich mal gehen zu lassen und seinen ganz speziellen Spaß zu haben, einfach Sorgen zu vergessen... aus der Rolle einer verantwortungsbewussten Person zu schlüpfen und ganz Kind zu sein.
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Beitrag von Mondkalb »

Ich glaube, das ist zum Teil eine Frage der Sozialisation.
In meiner Kindheit gab es natürlich noch keine Heimcomputer, man spielte in meiner Familie aber alle möglichen Spiele, von Halma, Kartenspielen, Mikado, Schach über alle möglichen Brettspiele wie Malefiz oder Monopoly bis hin zu leidenschaftlichen Kniffelrunden oder Scrabble-Wettbewerben.
Unsere komplette Familie ist verspielt. ;)

Als ich mir mit Anfang 30 oder so den Amiga zulegte, war es um mich geschehen. Bloß gut, dass es diese Daddelkisten nicht schon gab als ich noch klein war. ;)

Bei den Kindern meiner Schwester war die Playstation natürlich schon im Kinderzimmer, da wird es sowieso dazu gehören.
Sorglos, wie ein Kind mit Feuer, ging ich mit der Zeit um.
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Beitrag von Castore »

Mondkalb hat geschrieben: Bei den Kindern meiner Schwester war die Playstation natürlich schon im Kinderzimmer, da wird es sowieso dazu gehören.
Ja... Eigentlich ziemlich schade, oder ?
Bye
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Beitrag von Mondkalb »

Die machen auch kaum noch was anderes. :|
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Beitrag von Castore »

Ich denke das bei Kindern keine Playstation oder was in der Art im Zimmer stehen sollte. Nicht weil die Spiele brutal sind - schließlich gibt es genug Spiele, die für diese Altersgruppe geschaffen wurden, die viel besser Hütten im Wald oder sowas bauen sollten - sondern weil es einfach ein fesselndes Gerät ist, welches sicher nicht förderlich für eine gute Sozialisation ist. Kinder brauchen Platz und Möglichkeiten um sich auszutoben - also richtig und nicht virtuell.
Bye
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Ludwig
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Beitrag von Ludwig »

Was lässt uns denn spielen?
Ich würde sagen: Fantasie, Neugierde, das Bedürfnis, etwas Neues zu tun, den Geist (und Körper) zu beschäftigen, Spass haben.....

Die Liste könnte noch einige Zeit fortgesetzt werden, aber es soll deutlich gemacht werden, was fehlt, wenn man aufgehört hat zu spielen.

Problematisch wird es erst dann, wenn man seine Verantwortung nicht mehr nachkommt, um zu spielen.
Von daher hoffe ich, auch noch mit 80 spielen zu können ;)

Und um Geld spiele ich generell nicht, nicht mal Lotto.

Gruss Ludwig
Dr Wunderfitz macht Jungfern rar.
(Schwäbisches Sprichwort)
(=Neugierde)
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mara
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Beitrag von mara »

Seitdem ich erlebt habe, wie meine Schwester, die sich vorher immer über mich und meine Spielerei lustig gemacht hat, erst der mm7- und später der Everquest-Sucht verfiel, plädiere ich für:
Oder sind diejenigen welche nicht zocken nur einfach noch nicht auf das richtige Spiel für sie gestossen und im Grunde versteckt sich das Spielkind in jedem von uns?
:P

Das Spiel des Menschen ist verbunden mit einer unserer wunderbarsten Eigenschaften, einer derer, die uns überhaupt zum Menschen machen: Der Vorstellungskraft. Ohne sie wäre keine Form der Kreativität, aber auch kein "Vorausdenken", keine Vorsorge möglich.

Also - warum einen so wunderbaren natürlichen Drang wie den Spieltrieb verdrängen? Ich für meinen Teil bin mir sicher, dass das so oft gescholtene Spiel dem spielenden Menschen auch eine Menge zurückgibt. Nicht umsonst tummeln sich in Spieleboards wohl soviele Maler, Dichter, Freidenker, Humoristen, Programmierer... ;)

Liebe Grüße!

mara (auf ewig "Spielkind" und glücklich darüber)
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Mondkalb
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Beitrag von Mondkalb »

Auf dieser nahezu pilosophischen Ebene ist die Antwort ganz einfach: Wir spielen, weil sich das offensichtlich als evolutionärer Vorteil erwiesen hat. Im Spiel üben insbesondere Säugetiere und einige wenige andere Tierarten Fähigkeiten, die für ihr späteres Leben wichtig sind. Wer nicht spielt bleibt blöd. :))
Da die älteren hier offensichtlich immer noch spielen, werden sie immer schlauer. :D
Sorglos, wie ein Kind mit Feuer, ging ich mit der Zeit um.
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Beitrag von Echidna »

Also dass man beim Spielen lernt, kann ich bestätigen: Als ich noch ganz klein war, sah ich bei meiner älteren Schwester zu, wie sie an unserem 486er gespielt hat. Damals waren viele Spiele, die wir besaßen, in englischer Sprache und so hab ich mit der Zeit dann auch meine ersten Wörter in Englisch gelernt, dadurch, dass ich immer genau beobachtete was meine Schwester tat und was daraufhin am Bildschirm geschah. Als ich dann älter war, probierte ich selbst diese Spiele aus und lernte weiter.
Aber natürlich hab ich nicht nur von PC-Spielen gelernt ;) (habe auch Hütten im Wald gebastelt :D)

Ich denke, dass das Spielen generell sehr wichtig ist und dass man ruhig immer dazu stehen sollte, mal verspielt und kindisch zu sein. So kann man sich doch gut von einem anstrengenden Tag erholen und ein wenig die Seele baumeln lassen.
Terra nobis levis sit !
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Beitrag von The Lord of Programming »

mara hat geschrieben:...Humoristen, Programmierer... ;)
Genau :D

Da ich zu denen gehöre, deren größtes Hobby ist, selbst Spiele zu programmieren und ich mir durchaus auch vorstellen kann, das beruflich zu machen, werde ich wohl auch in Zukunft noch sehr viel am PC spielen. :bounce:
Und wieso auch nicht? Was spricht gegen Spaß?
Wenn man ihn nicht mit Computerspielen hat(und auch sonst), kann man ihn ja ähm...auch anders haben(Freund/Freundin/Mann/Frau) :D
...und ich glaube, das haben auch viele :))

Aber das heißt ja nicht, dass man daneben nicht auch ein packendes Spiel(nein, nicht gleichzeitig...) zocken darf/kann/muss?
Cr@sh
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Beitrag von Cr@sh »

Darauf zurückkommend was Mara und Mondkalb geschrieben haben, denke ich auch, das Computerspiele auch bei Leuten fortgeschrittenen Alters durchaus positiven nutzen haben können.

So kann man Neigungen ausleben und eine Karriere anstreben, die einem im RL verwehrt geblieben ist. Wann hat man schon als Normalsterblicher die Möglichkeit, als mittelalterlicher Schwertschwinger, großer Feldherr & Stratege, Fußballmanager oder als Porsche-Testfahrer in die Analen der Geschichte einzugehen?

Problematisch wird's nur, wenn man alles andere dem Computerspiel unterordnet.

Ich habe zwar immer gerne ein paar Stunden die Woche vorm Computer gehangen. Aber nun als Langzeitarbeitsloser, kaum genug Geld für sonstige Aktivitäten und wenig Kontakt zu anderen Leuten, wie Arbeitskollegen, mit denen man sich austauschen könnte, artet mir das langsam doch zu sehr aus.

Andererseits hat mich das Computerspiel davor bewahrt, dem Alkohol zu verfallen, oder durch übermäßigen TV-Konsum bescheuerter Quizshows und niveauloser Talkshows und Serien einen vorzeitigen Gehirninfarkt zu erleiden.

Doch so langsam fällt sogar mir die Decke auf den Kopf. Denn Computerspiele sind auch verführerisch und haltem einem davon ab, auf die Straße zu gehen und unbequem zu werden. Allein in Deutschland gibt's genug Probleme, die angegangen werden müssen.

Oft genug hatte ich ja auch hier im Forum Themen angesprochen, für die dieses Board wahrscheinlich nicht der geeignete Ort ist. Deshalb habe ich mich in letzter Zeit auch immer mehr aus der allgemeinen Diskussion zurückgezogen.
Doch selbst wenn ich nur 2/3 meiner Spielzeit dafür aufbringen würde um etwas im RL zu verändern, müßte man auf Dauer sogar dort irgendwas bewegen können. - Auf in den blinden Aktivismus.
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Lump
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Beitrag von Lump »

Ohje - leider kann ich das sehr, sehr gut verstehen, was du da schreibst fridoxl. Ist mir haargenau so passiert leider als ich mal längere Zeit arbeitslos war.
Und auch jetzt wo ich Arbeit habe muss ich immer wegen den PC - Spielen höllisch aufpassen, dass ich nicht übertreibe. :(
Lieber Gruss
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Beitrag von Cr@sh »

Hi Lump,

Bei mir wars einmal so schlimm, dass ich die ganze Nacht durchzockte und mich morgens um 5.00 Uhr wenigstens für eine Stunde noch ausruhen wollte. Natürlich hatte ich voll verschlafen und wurde erst gegen halbzehn wach.

Völlig schlaftrunken hatte ich mir gedacht: Ich lade einfach einen älten Spielstand von 2.00 Uhr nachts und gehe ein paar Stunden früher schlafen, dann werde ich auch nicht verpennen.

Erst paar Sekunden später, als ich schon beinahe wieder auf dem Weg zum Computer war, war ich wach genug um zu realisieren, dass das gar nicht funktioniert. Schade, das wäre sonst die perfekte Symbiose aus realem und virtuellen Leben geworden. :))

Dies wäre auch gar nicht mal so schlecht beim Schnecken angraben. Wenn die eine Taktik nicht funktioniert, Neuladen und es nochmal versuchen. I)
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Beitrag von Rhali »

Hmm, ich glaube nicht das man zu alt fürs spielen werden/sein kann.
Das richtige Maß zu finden ist allerdings manchmal eine schwierige Sache, als EX-DAOC-Suchti ;) spreche ich da aus Erfahrung, wenn man allerdings erstmal eingesehen hat das man zuviel Zeit dem PC opfert sollte man das als Erwachsener in den Griff bekommen.
Kinder haben es da sicher ungleich schwerer einzusehen das zuviel Zockerei ihnen schadet bzw. man sinnvolleres mit seiner Zeit anstellen kann und manchmal auch muß , da sind dann die Eltern gefordert wenn es Überhand nimmt.
Fazit: spielen ja egal in welchem Alter aber in Maßen, wenn sich die Katze auf die Tastatur legt heisst das dann wohl "Hallo ich bin auch noch da" und man hängt schon wieder viel zu lange vor dem Monitor ;) :knuddel4:
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Grauwoelfin
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Beitrag von Grauwoelfin »

klar gibt es Zocker- Seelen. Es schließlich herrlich entspannend.
Aber ich finde, man sollte den Begriff Spiel weiter spannen, wenn ich dran denke, wie kindisch sich ein Erwachsener Mensch über alles mögliche freuen kann: sei es, daß sein Lieblings- Verein gewonnen hat, sei es beim Mensch ärgere dich nicht, sei es, daß er ein lang erhofftes Sammler- Stück gefunden hat- oder sei es auch nur bei irgend einem Quatsch- Wettbewerb (bei uns ist bald wieder Waschzuber- Regatta)
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jdoge
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Beitrag von jdoge »

Hallo zusammen,

ich bin mit sicherheit eine "Zocker-Seele", wenn es sowas gibt, ich Spiele gerne Karten, Brettspiele, Pc- und Rollenspiele, nur eine Sorte Spiele mag ich überhaupt nicht und das sind Spiele um Geld. Mir ist auch völlig egal dabei was es für ein Spiel ist, sobald es um Geld geht, ist es in meinen Augen kein Spiel mehr sondern Ernst und dann hab ich keinen Spaß mehr daran.

Viele Grüße
JD 8)
Keep cool, ich bleib es ja auch!
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