Perry Rhodan

Bücher (die aus Papier :), Geschichten, Gedichte (gern auch Selbstgeschriebenes) sowie literarische Verfilmungen sind Themen dieses Forums.

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Thies
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Beitrag von Thies »

Und jetzt ein heisses Eisen:

in Kisten liegen sie noch bei meinen Eltern, ich hatte mal fast alle (bei Stand Ausgabe 1.000) nach vielen mühevollen Suchen in Grabbeltischen und Flohmärkten. Perry Rhodan war gute 5 Jahre neben den müssigen Schulbüchern meine einzige Lektüre.

Doch dann hörte ich auf und das hatte einen Grund, den ich Euch kurz erzählen will. In der 12. Klasse fing ich mit meiner Facharbeit in Deutsch an, um mir noch ein paar Zusatzpunkte zu holen. Das Thema war Analyse der staatstheoretischen Implikation in der SF-Literatur - die vorgeschriebenen max. 12 Seiten Text habe ich natürlich bei weitem nicht einhalten können. Da das ganze noch vor der deuscthe-deutschen Wende passierte, gab es drei Bereiche:

- SF in der BRD
- SF in der DDR
- Perry Rhodan

Nachdem ich beim Thema Perry Rhodan nicht nur Vergleiche zwischen nationalsozialistischen Ideen und der Reihe ziehen konnte, sondern sogar Passagen aus "Mein Kampf" mit Perry Rhodan-Passagen nebeneinanderstellen konnte, die nur in kleinen Nuancen unterschiedlich waren, hatte ich die Lust verloren. So direkt war mir das beim Lesen nie aufgefallen, wie totalitär die Reihe ist, wie teilweise Ausserirdische mit Unter"menschen" gleichgesetzt werden .....

Ist sicherlich kein einfaches Thema, aber vielleicht gibt es eine interessante Diskussion.

Ciao
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Delta
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Beitrag von Delta »

Hallo Frank!

Also ich sag`s gleich vorweg, ich hab Perry Rhodan nicht gelesen I)
Aber ich will trotzdem mal aus meiner Sicht was dazu sagen, da meiner bescheidenen Meinung nach ziemlich viele erfolgreiche Geschichten auf diesem Muster fußen. (Viele erfolgreiche Videospiele übrigens auch ;) )
Die eigene Gruppe, zu der sich jemand zugehörig fühlt (und im Fall von SF werden wir uns wohl alle der menschlichen Rasse zugehörig empfinden) über die anderen zu stellen und zum Sieger zu machen, meist aus der unterlegenen Position heraus. Das gibt dem Leser ein gutes Gefühl und animiert ihn weiterzulesen.
Nicht anders funktioniert Werbung. Und nicht anders hat die Maschinerie des dritten Reiches funktioniert, und funktioniert die Maschinerie der Neonazis heute noch.
Und ich denke hier ist jeder von uns gut beraten sich selbst zu fragen, ob er die Andersartigkeit eines Anderen (und damit auch seine eigene) akzeptiert und als Bereicherung empfindet oder ob er sie als Gefahr ansieht und bekämpft.
Allein schon ist das schwarz-weiß malen in den meisten Büchern ein Problem... Die Guten sind nur Gut und die Bösen nur Böse. Hier muß ich sagen, hat mir Stanislav Lem sehr gut gefallen. Er hat dies sehr differenziert dargestellt.

Nachdenklichen Gruß Anni
Carpe diem...
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Tess
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Beitrag von Tess »

Ich habe auch ein paar Rhodan-Hefte gelesen, sie wurden mir aber dann zu langweilig, weil sie immer nach dem gleichen Schema aufgebaut waren und von der Qualität her auch nicht übermäßig berauschend.

@Delta: Lem ist mein Lieblingsautor, ich habe "Eden" mehrmals in Abständen von Jahrzehnten gelesen, faszinierend, daß er es schafft, die Fremdartigkeit Außerirdischer darzustellen, die nichtmenschliche (Un)logik ist einzigartig gegenüber den zahlreichen SF-Geschichten, in denen Außerirdische aus denselben Motiven wie Menschen agieren, dieselben Probleme haben etc. und das ganze nur futuristisch mit ein paar netten Accessoires verpackt wird.
Jetzt total verrückt, aber das fällt nicht auf. ----- Gruß Tess
Lestat
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Beitrag von Lestat »

Hallo Frank!

Erstmal: Ich finde es gut, daß du das Forum ein bischen mit Leben füllst, indem du über etwas schreibst, daß du NICHT gut findest. Schließlich soll in einem Forum ja auch diskutiert werden...

Also: Ich bin kein Leser der PR-Reihe mehr, habe aber sicherlich als Schüler mehrere hundert Hefte gelesen. Aus heutiger Sicht muß ich dir sicherlich recht geben was die mir bekannten ganz alten Zyklen (so bis Heft 500) angeht. Da wurde schon reichlich schwarz/weiß-Malerei betrieben, militaristisch könnte man die Geschichte sicherlich z.T. auch nennen, und überhaupt: Was soll man von einem Staatsgebilde halten, dem JAHRHUNDERTELANG ein und derselbe Mann als "Großadministrator" vorsteht?
Andererseits: Die Reihe ist Trivialliteratur, die soll nun mal auf wenig Seiten unterhaltsam sein. Und da wird nun mal gerne auf Klischees zurückgegriffen (wie der böse Außerirdische halt). Das kann man noch bei ganz anderen Romanen beobachten, auch und gerade im Fantasy-Bereich...
Was den Militarismus angeht muß ich bekennen, so eine ordentliche Raumschlacht hat doch was:P
Erwähnen möchte ich auch, daß ich später noch mal, so ab Band 1000 etliche Romane gelesen habe. Hier schien ein deutliches Umdenken eingetreten zu sein, Pazifismus war klar erkennbar eine Richtschnur.
Dies wurde auch in einer regen Diskussion bei den Leserbriefen erkennbar.

Gruß,
Lestat
wie Elbenkinder, die auf dem Grund der Zeit voll Staunen aus dem Wilden Wald herausschauen und ihre erste Morgendämmerung erblicken
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Hawk
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Beitrag von Hawk »

hallo Frank

Also wie Lestat schon sagte, wenn du auf das Thema "Großadministrator" anspielst hast du in der Hinsicht Recht. Die Fiktion der Autoren, das Perry Rhodan immer als "Großadministrator" gewählt wurde, ist sicherlich zu einfach aber in die heutige Zeit übertragen vieleicht gar nicht mal verkehrt. Warum nicht den wählen der der beste ist. ;)
Es gibt und gab auch immer genügend nichtmenschliche handlungstragende Figuren.
Aber "Passagen aus Mein Kampf" und "nationalsozialistische Ideen" würde ich doch dann ganz gerne mal differenzierter erklärt haben.
Mir ist nie aufgefallen das dort solches Gedankengut (in welcher Form auch immer) verbreitet worden ist und glaube kaum das die Serie solchen Erfolg hätte wenn dem so wäre.
Natürlich kann das auch an der Schreibweise der Autoren liegen, welche ja ihre Ideen überall aufgreifen und in die Romane einfließen lassen. In der Phase der frühen 500`er Bände war z.B. der kalte Krieg sehr aktuell gewesen, was dort zum übertriebenen Militarismus geführt haben kann.

Das Perry Rhodan mit "seinen" Terranern immer der Sieger sind ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Nur warum wird das so sein??.
1. Die Geschichte dreht sich um die Entwicklung der Erde in ferner Zukunft
2. Perry Rhodan ist die Hauptfigur
... damit ist eigendlich auch klar das sie immer gewinnen müssen, denn irgendwo wäre es sinnlos zu lesen (und auch Vermarktungstechnisch Blödsinn) wie Perry Rhodan und Terra gegen die "Außerirdischen" verlieren. Man soll sich halt mit seinen "Helden" identifizieren können. *g* Wie in jedem Buch oder Film.

Die Serie ist Kurzweil und wird es auch immer bleiben. Es geht doch immer um das Lesevergnügen und nicht um das was zwischen den Zeilen stehen könnte. Ich lese Perry Rhodan seit nun fast 7 Jahren und freue mich jede Woche auf 2-3 Stunden, wo ich in diese Welt "abtauchen" kann.

Grüße Hawk

P.S. Würde gerne mal deine Facharbeit lesen um dann genauer über die Punkte diskutieren zu können. Vieleicht hast du ja Recht. :look:
"Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen."
-Heiner Geissler-
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Castore
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Beitrag von Castore »

Hi Ihr !

Ich finde, dass man mit dem Buch "Mein Kampf" tatsächlich viel heruminterpretieren kann, bis dass Perry Rhodan nazistisch ist. So weit sollte man es allerdings gar nicht treiben, da man in (fast) jedem Buch irgendetwas rechtsradikales findet. Man sollte aber nicht die Nadel im Heuhaufen suchen, sondern offendsichtlichere Sachen angehen. Dazu muss ich euch was erzählen.

Ovids "Methamorphosen" steht in der Oberstufe auf dem Lehrplan in Latein. Mit Sicherheit hat schon mal einer von euch von Ovid gleich das erste Kapitel gelesen. "Die Weltentstehung" Dort heisst es doch tatsächlich "Und die Götter schufen heilige Wesen. Die Menschen. Diese sollten über niederes Leben herrschen...." (nicht direkt ein Zitat, aber es steht da wirklich ungefähr so)
Und soetwas wird in der Schule gelernt ! Ich finde, dass es da nicht strafbar ist in der Feizeit Perry Rhodan zu lesen.
Bye
Cast :bounce: re

Schlauer Spruch des Jahres 2013:

"Ich ging mit dem Gefühl in´s Bett, dass alle Säufer kennen: Ich hatte mich lächerlich gemacht, aber zum Teufel damit." (Henry Chinaski)
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schmelzel
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Beitrag von schmelzel »

Sorry für das späte eingreifen in dieses Thema!

Ich lese seite ca. 11 Jahren relativ regelmässig Perry Rhodan und bekenne mich zur Groschenromankultur (Ich finde den Ausdruck `Trivialliteratur` ;( grausam.

Sicher ist, am Anfang der Serie ging es rein militärisch und einfach strukturiert vor. Immer wieder der böse Gegner, der die guten Terraner bedroht. Die wiederum bauen immer bessere Waffen und grössere Schiffe und gewinnen am Ende nachdem einige auf der Stecke geblieben sind.
Mittlerweile (ich meine die aktuelleren und neuen Handlungen) ist das besser geworden. Z.B. durch mehrere Handlungsebenen, mehr Demokratie (Humanidrom), mehr Individualismus...

Ein Science Fiction Autor will eben die Zukunft realistisch darstellen. Offensichtlich sahen die Autoren zu Anfangszeiten der Serie, also auch zur Zeit des Kalten Krieges, die Zukunft anders als heute. Klar ist auch, das politische System welches da beschrieben wurde, ist aus heutiger, aufgeklärter Sicht lächerlich und überzogen.
Das die Serie zu Anfangs teilweise totalitär gewirkt hat ist für mich noch längst kein Grund das mit dem Nationalsozialismus in Verbindung zu bringen. Es ist ja auch nicht so, dass irgendjemand in der Serie (böse Ausserirdische ausgenommen) unterdrückt worden wäre oder seine Meinung nicht hätte sagen können.
Da finde ich, sollte man schon mehr differenzieren.


Ähnliches, finde ich, kann man auch bei Star Trek beobachten. Diese militärischen Dienstgrade und Verhaltensweisen finde ich ziehmlich nervig.
Hat jemand schon die neuen Star Trek Folgen, mit Heldenmusikintro, grosser Portion Kitsch und Militärehrgeiz, aus den USA gesehen?
Mein erster Eindruck: Widerlich!
Grüsse aus dem Fate-Land,
Schmelzel
Andi
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Beitrag von Andi »

Das mit dem Vergleich zwischen "Mein Kampf" und Perry Rhodan hätte ich bitte auch gerne genauer erklärt. ?( ?( ?(
Sicher, es ist ähm etwas seltsam, daß jahrhundertelang derselbe Mann zum Großadministrator gewählt wird, aber ich habe auch in den ersten Zyklen (Silberbände, reicht ca. bis zu den 500?ern) keinen Totalitarismus gesehen. Was die späteren Zyklen betrifft, kann ich zustimmen, hier wird der Pazifismus deutlich größer geschrieben. (Sogut es halt geht, wenn die LFT angegriffen wird)

Btw.: Offizielle PR-Homepage: http://www.perry-rhodan.net



@Thies: Hast Du was dagegen, wenn ich Dein erstes Posting (natürlich mit Quellenangabe!) im offiziellen Perry-Rhodan-Forum zur Diskussion stelle?
[edit]
offizielles Perry-Rhodan Forum: http://perry-rhodan.net/cgi-bin/forum/index

[/edit]

Gruß Andi :bounce:

[ Dieser Beitrag wurde von Andi am 12.03.2002 editiert. ]
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Thies
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Beitrag von Thies »

Hi Andi,

habe ich nichts dagegen, aber warte bitte noch. ich werde mal meine Facharbeit raussuchen (1987 wurde noch klassisch getippt, daher habe ich keine PC-Version) und werden mal etwas daraus hier reinstellen. Das sollte man dann dazunehmen.

Und: es war 1987!!! Seitdem hat sich sicherlich einiges getan in der Serie, daher muss man auch die damaligen Aussagen von mir "relativieren".

CU
Andi
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Beitrag von Andi »

Hi Frank!

Oki, ich werde noch warten, und auf jedenfall das Datum 1987 nennen. Daß sich seither einiges geändert hat, ist klar, aber im Forum gibt es auch viele sogenannte "Altleser", also Leser, die die alten Zyklen gelesen haben.
Die Idee, relevante Teile Deiner Arbeit zum Zweck der Diskussion online zu stellen ist nicht schlecht, da man dann eine gute Diskussionsgrundlage hat, und nicht nur die Aussage "da gibt es Parallelen".

Wenn es Dir recht ist, werde ich zum gegebenen Zeitpunkt (also auf Dein Zeichen) Dein Posting zitieren sowie entsprechende Links und - wenn erwünscht - einen Link zu diesen Boards und/oder zu diesem Thread angeben.

Gruß Andi :bounce:
Lestat
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Beitrag von Lestat »

Original von schmelzel:
... und bekenne mich zur Groschenromankultur (Ich finde den Ausdruck `Trivialliteratur` ;( grausam.

echt? Ich finde den Begriff "Groschenroman" definitif abwertender!


Hat jemand schon die neuen Star Trek Folgen, mit Heldenmusikintro, grosser Portion Kitsch und Militärehrgeiz, aus den USA gesehen?
Mein erster Eindruck: Widerlich!



Nein, nicht gesehen! Aber was erwartest du von unserem "großen Bruder" beim gegenwartigen Zeitgeist?

Gruß,
Lestat


[ Dieser Beitrag wurde von Lestat am 12.03.2002 editiert. ]

[ Dieser Beitrag wurde von Lestat am 12.03.2002 editiert. ]
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schmelzel
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Beitrag von schmelzel »

Original von Lestat:

Nein, nicht gesehen! Aber was erwartest du von unserem "großen Bruder" beim gegenwartigen Zeitgeist?


Ich bin dafür, dass der amerikanische President in Großadministrator umbenannt werden sollte!

Warum bin ich vom Goblin zum Stallburschen degradiert worden? Kann ich meinen Rang auch in Großadministrator 8o umwandeln lassen?
Grüsse aus dem Fate-Land,
Schmelzel
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Thies
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Beitrag von Thies »

So, hier mal ein erster Auszug aus meiner Facharbeit:

[...]Da Perry Rhodan nun einmal den gesamten Machtapparat in Händen hält, hat er auch das Recht, die politischen Probleme alleine zu lösen. In den entstandenen autoritären, totalitären System ist die Legitimation Perry Rhodans als absoluter Herrscher denkbar einfach: Ein Führer ist notwendig, der die Menschheit vor dem Schlimmsten bewahrt. Es zeigen sich dabei deutlich ngleichungen und Übereinstimmungen zu deutschen Faschismus vor dem Zweiten Weltkrieg, was durch Ausführungen Adolf Hitlers in "Mein Kampf" belegbar ist:

"Zum Führertum ... gehört nicht nur Wille, sondern auch Fähigkeit, wobei jedoch der Willens- und Tatkraft eine größere Bedeutung zugemessen werden muss als der Genialität an sich, und am wertvollsten eine Verbindung von Fähigkeit, Entschlusskraft und Beharrlichkeit ist." (60)

Perry Rhodan ist eine solche Persönlichkeit, die diese unabdingbaren Kräfte besitzt:

"Es war eine Situation, zu deren Beherrschung eine starke Hand und ein harter Wille erforderlich waren. Rhodan besaß beide Eigenschaften." (61)

"Eine echte Führungspersönlichkeit teilt die Verantwortung zwar bis zu einem gewissen Maß mit seinen Untergebenen, aber er scheut sich nicht davor, einen einsamen Entschluss zu fassen, der auch Kritik hervorrufen kann." (62)

[...]Als ursprüngliches Rassenkriterium diente lediglich die Zugehörigkeit zur Eigengruppe derTerraner. Später wurde dieses Kriterium ausgeweitet auf alle "humanoiden" Völker. Schliesslich werden auch diejenigen zur "In-Group" gezählt, die die menschlichen Denkweise übernommen haben (92). Alle anderen werden ganz im Sinne des Nationalsozialismus dargestellt:

"Genau ihm gegenüber, keine zwei Meter entfernt, standen zwei der ausserirdischen Monstren, deren Absicht es war, die Erde für sich zu erobern. Nein, nicht einmal das. Denn sie hätten die Erde ohne Bedauern vernichtetm weil sie den Planten nicht benötigten. Sie duldeten einfach keine anderen Rassen, das war alles. Triebhafter Zerstörungssinn bestimmt ihr Handeln. Die beiden Bestien sahen aus wie ins riesenhafte vergrößerte Wespen, ... Tückisch glänzten die grossen Facettenaugen." (93)

In der nationalsozialistischen Literatur liest man es kaum anders:

"Der Untermensch - jene biologisch völlig gleichartige Naturschöpfung mit Händen, Füßen und einer Art von Gehirn, mit Augen und Mund, ist eine ganz andere, eine fruchtbare Kreatur, ist nur ein Wurf zu Menschen hin, ... geistig, seelisch jedoch tiefer stehen als jedes Tier. Im Inneren dieses Menschen ein grausamer Chaos wilder, hemmungsloser Leidenschaften: namenloser Zerstörungswille, primitivste Begier, unverhüllte Gemeinheit - Untermensch - sonst nichts." (94)

(60): Adolf Hitler - Mein Kampf - 727.-731. Ausgabe München 1942, S.384
(61): Ellerbrock, Beate und Jürgen + Thiesse, Frank - Perry Rhodan - Untersuchung einer SF-Heftromanserie, Giessen 1976 - S. 106
(62): ebd. S. 106
(92): vgl. Wernsing/Wucherpfennig - Die "Groschenhefte" - Wiesbaden - 1986 - S. 63 ff.
(93): Ellerbrock, Beate und Jürgen + Thiesse, Frank - Perry Rhodan - Untersuchung einer SF-Heftromanserie, Giessen 1976 - S. 113
(94): Barmeyer, E. - SF - München 1972 - S. 233


Bitte bedenkt, dass es nur ein Auszug ist aus meiner Abitur-Facharbeit aus dem Jahr 1987 mit 42 Seiten zum Thema "Analyse der staatstheoretischen Implikation innerhalb der SF-Literatur" ist, wovon 14 Seiten nur um Perry Rhodan gehen.

CU
Andi
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Beitrag von Andi »

Kann ichs schon rüberposten, oder kommt noch was?

Gruß Andi :bounce:
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Thies
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Beitrag von Thies »

Das kannst Du ruhig posten, ich weiss nicht, wann ich dazukommen, wieder noch was abzutippen. Ich habe es halt wie gesagt (1987) nur in einer Papier-Version.

CU
Andi
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Beitrag von Andi »

Ok, werde ich (vermutlich morgen) machen. Mit Link zum Forum bzw. zu diesem Thread? Oder soll ich den weglassen? ?(

Gruß Andi :bounce:
Andi
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Beitrag von Andi »

Hi Frank!
Ich habe Dein Posting soeben ins offizielle Perry-Rhodan-Forum gestellt, und zwar unter PR-Allgemeines in den Thread " Faschistoide Tendenzen in den Altzyklen?". ( steht für Shuttle, also ein Posting das von anderswo ins PR-Forum "geshuttelt" wurde.)
Ich kann den Thread nicht direkt linken, zum Perry-Rhodan-Forum gehts unter http://perry-rhodan.net/cgi-bin/forum/index


Gruß Andi :bounce:
polar-wolf

Beitrag von polar-wolf »

Hallo Leute!

Ich habe nur einen einzigen Perry Rhodan in meinem Leben gelesen (wurde mir in der Schule aufgezwungen). Und dieser war dermassen dümmlich, daß es auch mein letzter Perry Rhodan war. Ich kann mit dieser Art von Literatur überhaupt nichts anfangen.

Vielleicht war diese Ausgabe von Perry Rhodan, die ich in der Schule lesen musste, auch nur zufällig eine ziemlich schlechte Ausgabe (vielleicht war es aber auch eine ohnehin noch gute Ausgabe) - keine Ahnung. Ich weiß auch gar nicht mehr, was das für eine Ausgabe war. Was ich noch weiß, ist, daß ich den Perry Rhodan sofort in den Müll geworfen habe, nachdem ich ihn nicht mehr in der Schule gebraucht habe.

Nix für ungut und viele Grüsse

!:)
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BIG-BARON
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Beitrag von BIG-BARON »

oh gott von den perry rodan bücher haben wir zuhause 100 stück rumliegen!! von meine opa!
_-"Ein Geist von meinem Kaliber kann seine Nahrung nicht allein von Kühen beziehen"-_
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Fenris
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Beitrag von Fenris »

@BB Da ist nicht zufaellig das Heftchen mit der Numero 1 dabei (Heftchen nicht die fetten Buecher)? :D
Lernen ohne zu denken, ist verlorene Mueh. Denken, ohne etwas gelernt zu haben, ist gefaehrlich.
(Konfuzius)
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