Die deutsche Community rund um die Might and Magic Reihe sowie weitere Rollen- und Strategiespiele
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Hoffentlich nehme ich nichts vorweg, aber ein Haufen Pinguine mit langen spitzen Schnäbeln in unmittelbarer Nähe zu seinen Lebenswichtigen Organen sind keine so schlechte Ausgangsposition für die Eisbärjagd, wie der unbedarfte Laie versucht ist anzunehmen....
Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft. (Ludwig Anzengruber)
Schlimmes Erwachen! Nach unserem langen Schlaf packten wir die, aus dem Ami-Camp mitgenommenen Taschenlampen aus und mussten gleich eine schreckliche Entdeckung machen. Unser letzter, verbleibender Zwergpingu wurde in der Nacht ziemlich böse verdaut.
Was muss sich dieser Idiot auch in einer Pfütze Magensäure zur Ruhe begeben.
Ein trauriger Anblick jedenfalls und erschütternd noch dazu, denn schließlich hätte es jeden erwischen können.
Konnten daraufhin Tripp nur mit Mühe und viel toten Fisch davon abhalten, wieder eine Dummheit zu begehen...
Befanden uns in einer riesigen, rosa Höhle, in der alle Wände beängstigend und unheimlich pulsierten. Syphie dadurch sehr anschmiegsam geworden.... vielleicht sollten wir doch länger hier beiben....
Der Eingang, durch den wir in diese Höhle gespült wurden, ist in unerreichbarer Höhe, mussten also nach anderen Auswegen suchen. Glücklicherweise war Ulcus, unser Galapagospingu vor seiner Verfrachtung zum Nordpol Professor am anatomisch-antarktischen Institut - er scheint sich hier recht gut zurecht zu finden, und deutete bestimmt in eine Richtung, die ich, als Laie, als das Schwanzende des Ungeheuers bezeichnen würde.
Wie dumm, dass Pinguine so harmlos, wie frischgeborene Meerschweinchen sind, jetzt, wo wir endlich im Zentrum eines solchen Eisbären sitzen würden. Aber ich habe da ja noch etwas in meinem Gepäck... har har....
Entdeckten nach 4-stündigem Marsch durch die Haupt- und einige Nebenhöhlen Laternenlicht voraus. Näherten uns vorsichtig und sahen einen überrascht auffahrenden alten Herrn mit grauen Haaren und einer kleinen runden Brille.
Er kam mir mit offenen Armen entgegen gelaufen und rief `Pinocchio, Pinocchio, endlich hab ich dich gefunden`.
Oh Gott, gibt es untern den Menschen denn wirklich nur Wahnsinnige?? Nach minutenlangen Herzen und Drückenlassen und vielen Tränen konnte ich diesem alten Sack die Wahrheit dann nicht mehr erzählen. Er wäre wohl auf der Stelle eingegangen.
Welche Schande - musste mir eine rote Mütze aufsetzen und eine Fliege umbinden lassen. Gono von diesem Outfit schwer beeindruckt und nennt mich jetzt `du kleines, freches Püppchen`, Tripp dagegen spottete natürlich den ganzen Tag, solange, bis ich dann doch schrie `Verdammt, ich bin nicht Pinocchio`.
Seltsam - mein Schnabel wurde daraufhin länger - was das zu bedeuten hat....
Gepetto, das ist dieser alte, italienische und jetzt überglückliche Irre hat sich hier ein nettes Häuschen gezimmert. Werden wohl hier übernachten.
Was soll ich sagen! Eine wunderbare Nacht... Syphie dürfte der längere Schnabel und die Fliege gefallen. Rückte sie doch tatsächlich näher, um ein wenig zu kuscheln. Ich meinte zärtlich zu ihr `Ja, wärme mich, mir ist saukalt`.
Hmmm, merkte genau, dass mein Schnabel schon wieder länger geworden ist...!?
Schon komisch.
...aber....
nicht nur mein Schnabel....
Oder als "Scheiß zu Eis" vom Eisbäre wieder ausgeschieden? Oder ist der Eisbär jetzt an Magenverstimmung eingegangen???
Fragen über Fragen... und kein Herpes
Herpes ist bis heute mit Verkältung (8o seltsam irgendwie, oder?)
schwer leidend und wimmernd (naja, ein Mann eben! ) herumgelegen,
wird uns aber diese Woche noch weiter vorlesen...
Was für ein Tag wieder mal - und vor allem - was für eine Nacht!!
Kaum, dass wir heute morgen aufgestanden sind (was ich aus naheliegenden Gründen so lange, wie nur mögich aufgeschoben hatte) brachen wir auf. Gono heute höllisch eifersüchtig. Wisperte mir nur ein `Untreuer Lump` zu, ansonsten sehr schweigsam.
Machten uns dann, von Ulcus geführt, weiter auf den langen Marsch durch die sehr übelriechenden Höhlengänge des Eisbärenungetüms. Schnabel wieder ein gutes Stück länger geworden, als ich andeutete, dass es wesentlich besser für unseren Erfolg wäre, wenn ich die Gruppe wieder anführen würde.
Sehr seltsam das Schnabel-Phänomen, das sich hier niemand wirklich erklären kann. Angenehm nur, durch das Gewicht nicht mehr so leicht nach hinten zu kippen.
Sind stundenlang unterwegs gewesen. Der Geruch wurde immer schlimmer, nur Tripp darüber sichtlich glücklich durch den Umstand, jetzt nicht mehr unangenehm aufzufallen.
Und was hier alles rumlag - einfach nicht zu glauben. Unzählige Schiffswracks und Flugzeuge aller Altersstufen.... also von wegen Bermuda-Dreieck und so, wenn die Menschen wüssten, har har.
Das Beeindruckenste war aber, als wir in einem Seitengang des Höhlensystems eine komplette, riesige Stadt entdeckten, auf deren antiken Ortstafeln Atlantis stand. Alles war hier aus purem Gold, Edelsteinen und anderem wertlosen Zeug. Tripp meinte darauf, der Eisbär wäre ihm langsam sehr sympathisch, denn er verstünde nur allzu gut, manchmal aus Hunger, ganze Städte zu essen... oh, wie ich meine Eiskeule vermisse...
Trotz sparsamen Umgehens mit unseren Taschenlampen, gingen die Batterien dann langsam zur Neige. Gepetto wies daraufhin, seine Laternen immer mit Tier-Tran zu betreiben. "Z.B. mit Pingutran", ergänzte ich mit einem gehässigen Seitenblick auf Gono und Tripp, dabei auch an die Geschichte von Frank Hurleys Südpol-Expedition denkend, die ich bei den Amis gelesen hatte.
Hui, wie schnell die beiden doch laufen können.... har har.
Sagte ihnen später natürlich, dass ich ja nur Spaß gemacht hätte.
Schnabel dabei wieder länger geworden, was langsam eine wirkliche Behinderung darstellt und mich zum Gespött von Tripp und Gono macht.
Doch glücklicherweise ist wenigstens Syphie beeindruckt. Flüsterte mir sie doch in einem unbeobachteten Moment zu, ob ich ihr heute Nacht nicht zeigen wolle, was ich mit diesem langen... Schnabel alles machen könnte.
Schluck
Sind dann noch ein Stück im letzten Taschenlampenlicht weitergezogen - ich dabei meine Aufregung (Puls 220!) verbergend.
Sitzen hier nun zusammen und richten gerade unser Nachtlager ein. Tripp und Gono sofort und erschöpft eingeschlafen. Gepetto dagegen wirkt von der langen Wanderung sehr übermüdet. Denke nicht, dass er es noch lange macht. Murmelte gerade vor mich hin `Würde mich sehr stören, Fliege und rote Mütze endlich wieder loszuwerden, har har...`
Schnabel danach auf furchterregende Länge gewachsen.
Doch egal, jetzt zu Syphie - werde morgen alles weitere erzählen.
Kann nicht mehr schreiben, mir zittern die Knie....
und will nicht mehr schreiben...
Herpes, das wird deine Nacht!!!
Erlegte Eisbären: 0
`Erlegte` Pingu-Bräute: gleich 1, har har...
Tag 25:
Oh Gott! Ist das zu glauben? Werde diesen Tag nie vergessen, an dem
sich mein Leben für immer verändert hat.
Alles begann so wunderbar. Kurz nachdem ich in unser, von Syphie für uns vorbereitetes Quartier kletterte, lies sie auch schon ihren schwarzen Frack fallen. Bin dem 7. Eismeer nahe gewesen! Ihr..., ihr... und ihre.... ach... ich kann das alles gar nicht in Worte fassen.
Dann, nach kurzem `Ertasten der Lage` stellte mir Syphie diese furchtbare Frage, ob ich denn schon mal mit einem Pingu-Mädchen dieses Schlimme gemacht hätte..... !
Und damit nahm mein erbärmliches Schicksal seinen Lauf....
Ohne zu überlegen wisperte ich, mich stolz in die Brust werfend: `Ja was denkst du? Hab doch schon in jungen Jahren bei etwa 50 Bräuten zu zählen aufgehört`...
Nur einen Sekundenbruchteil später schnellte mein Schnabel rapide in die Länge und war nicht mehr zu bremsen.
Warf mich sofort auf den Rücken und schloss vor Schreck die Augen, als meine Schabelspitze in der Dunkelheit verschwand.
Wieder nur ein paar Augenblicke später war ein furchtbares Reißen zu hören, das nur noch von dem vor Schmerzen brüllenden Eisbären übertönt wurde. Dann nur noch ein lauter Knall, eine Druckwelle und ich wurde wie wild durch die Luft geschleudert...
Kann mich an die darauffolgenden Minuten leider - nein, Gott sei Dank nur noch schemenhaft erinnern.
Landete mit meinem elends langen Schnabel bei Tageslicht auf dem Eis, rund um mich herum die anderen 5 mit überraschten und verschreckten Gesichtern und dazwischen und in einem weiten Bogen verstreut die Einzelteile des erlegten Eisbären. Mann, war das eine Sauerei.
Wäre aber wohl noch Stunden ungläubig staunend und halb apathisch auf dem Eis gesessen, hätte nicht eine nackte Syphie (hoioioi, was ein Anblick!!!) plötzlich panisch auf mich eingeschlagen und geschrien `Mein Frack, mein Frack, verdammt, wo ist mein Frack!`.
Wer mich kennt, weiß, dass mir dieses Bild ein paar Schläge mehr, als notwendig, wert war...
Nun, um es kurz zu machen. Wir haben den Frack dann, etwas in Mitleidenschaft gezogen, hinter einem Schneehügel gefunden. Bis zur nächsten Mauser wird Syphie damit wohl nicht mehr die holdeste Pingu-Braut sein.... har har.
Doch zu ihrem Glück ist die Konkurenz auf dem Nordpol ja relativ gering.
Gepetto dagegen hat diesen Schock natürlich nicht überlebt und ist mit einem Herz-Zick-Zack auf der Stelle tot umgefallen. Sensible Leser kann ich aber beruhigen. Samt einem Eisbären zu explodieren ist ein verdammt schöner und schneller Tod.
Mit der Entfernung meiner Fliege und der Mütze dürfte ich dann auch den Fluch des länger werdenden Schnabels ein für alle mal abgelegt haben. Bislang zumindest.
Ulcus, der Galapagos-Pinguin, nebenbei auch einer der angesehensten Pingu-Gesichts-Chirurgen der gesamten Antarktis konnte meinen Schnabel wieder zurechtrücken - der Vollständigkeit möchte ich hier noch erwähnen, dass ich ihn aus verständlichen Gründen etwas länger gelassen habe, als er ursprünglich einmal war... naja.... man nimmt schließlich, was man kriegt.... har har.
Auch Tripp und Gono haben den Tag mehr oder weniger gut überstanden. Tripp war mit sehr viel totem Eisbären leicht über die paar erlittenen Schrammen hinwegzutrösten (was für ein Glück auch, denn `toten italienischen Schreiner` konnten wir noch schnell genug zur Seite schaffen....), und Gono erhielt zum Trost wunderschöne Eisbärenfell-Puschen, Eisbärenfell-Ohrenschützer, Eisbärenfell-Muff und weiß der Geier was alles.
Nun, und das Wichtigste dieses Tages, ist ja schon vorweg genommen: Der Eisbär hat die Zwölfzig-Teilung nicht unbeschadet überstanden. Ich, Herpes, heldenhaftester der Königspinguine, habe heute, am 25. Tag unserer Reise meinen ersten Eisbären alle gemacht.
(wobei ich auf Grund meiner gelben Fransen langsam an diesem Königs- vor dem Pingu zu zweiflen beginne... doch das zu klären bleibt eine andere Geschichte...)
Der Jubel der Mannschaft war natürlich groß - zumindest nach einigen Bestechungs- und Überredungsmethoden mit Hilfe einer neuen Eiskeule.
Syphie strahlt mich mit bewundernden Augen an und spätestens heute Nacht, werden wir wissen, was so ein langer Schnabel alles kann.
Unnötig zu erwähnen, dass Herpes und seine Freunde - oder sagen wir lieber, seine Begleiter - hernach noch unzählige Abenteuer am Nordpol zu bestehen hatten, genauso, wie es auch Ihnen, liebe Leser klar sein dürfte, dass der Bermuda-Dreieck-Eisbär nicht das letzte Opfer seiner Art, des nun geweckten Jagdinstinktes unseres kleinen Helden blieb.
Und auch mit Syphie, auf seinem Weg zurück in den Süden und schließlich nach Wien(!) gab es noch viel zu erleben.
Tripp wurde, nachdem sich seine und Herpes Wege, Jahre darauf trennten, einer der angesehensten Ernährungswissenschaftler Englands und Deutschlands.
Gono dagegen, nachdem er sein Scheitern bei Herpes einsah, streifte später in einem wilden und bewegten Leben durch die Welt.
Seine Ehen, Eskapaden und Ausschweifungen mit durchaus bekannten Persönlichkeiten wie Elton John, George Michael, Helmut Kohl und Saddam Hussein sind aus diversen Klatschblättern ja hinlänglich bekannt.
Doch das alles sind andere Geschichten, die ein anderes Mal erzählt werden sollen...
Tja nun, Leuz - irgendwie... hmm.... irgendwie wär`s das vorerst dazu.
Lump, ich kann also jetzt nur sagen - du hattest vollkommen recht! Es gibt Pingu-Leben auf dem Nordpol!!