Never Ending Story

Bücher (die aus Papier :), Geschichten, Gedichte (gern auch Selbstgeschriebenes) sowie literarische Verfilmungen sind Themen dieses Forums.

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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Mustafa trat vor die Gruppe und gratulierte ihnen. "Bravo, gut gemacht. Jetzt habe ich eine verdammt schwere Aufgabe für euch. Wenn ihr der gewachsen seid , seid ihr reif für die Rettung der Erde und den Endkampf!" ließ Mustafa verkünden. Die Gruppe rätselte was jetzt kommen würde. Man steckte die Köpfe zusammen und es wurde gemurmelt.

Schließlich steckte Cynthia als erste den Kopf raus und provozierte Mustafa : " Du willst uns doch nur vera... Mustafa. Was soll den da kommen . Euch haben wir doch schon besiegt, wer soll uns jetzt noch aufhalten ausser Azazael und ein paar lausigen Dämonen?"

"Azazael himself , liebe Cynthia. Es gelang uns einen Klon von ihm mit viel Mühe gefangenzunehmen und in der Unterwelt zu bannen. Er hat 75% der ursprünglichen Stärke von Azazael und ist von Unterweltsgott Anubis nur mit sehr viel Mühe zu kontrollieren. Das wird ein harter Kampf für euch mit ungewissen Ausgang und Gefahren. Fühl ihr euch dem gewachsen?
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naria
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Beitrag von naria »

Das war natürlich ein harter Brocken, aber jetzt, wo Cynthia so angegeben hatte, konnten sie ja schlecht einen Rückzieher machen.
"Klar doch!" rief sie, "immer rein mit dem Kaben!"
Mustafa sah sie verwundert an, zuckte mit den Schultern und klatschte zwei Mal in die Hände:
Da erschienen in einem der Eingänge einige Gehilfen, die trotz ihrer großen Stärke sichtlich Mühe hatten, ein mit Ketten und magischen Bändern verschnürtes Bündel unter Kontrolle zu halten. Sie schoben und zerrten den gefesselten Azazael-Klon in die Hallenmitte, banden ihn dort fest und verließen dann fast fluchtartig die Halle.
Mustafa spannte vorsichtshalber ein Kraftfeld unter dem Dach aus, und verriegelte die Eingänge mit Magiesperren. Schließlich konnte er nicht riskieren, dass ein so gefährliches Wesen frei auf dem gelände herumlief.

"Seid ihr bereit?" fragte er in die Runde.
Cynthia nickte.
"Dan werde ich jetzt die magischen Fesseln deaktivieren!"
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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Per Flaschenzug aus der Ferne wurde das Bündel geöffnet und der Azazael-Klon sprang heraus. Die Aura des Bösen, die von ihm ausging war gigantisch. Zelin krampfte und wand sich vor Schmerzen und spuckte Blut. Schließlich wurde sie bewustlos. Die anderen hatte zwar Mühe, konnten die negative Aura aber abwenden.

Der Dämon fing schallend an zu lachen :"Heute ist ein schöner Tag zum sterben, ihr japsenden Maden . Wer will der erste sein. Der Aazazel-Klon machte eine kreisende Bewegung mit der Hand und die Helden wurden mit extremer Wucht gegen den Springbrunnen geschleudert der auf der Stelle in alle Einzelteile zersprang. Nun blieb Cynthia bewustlos liegen .

So waren nur noch die Elemente und Eddie da um das schlimmste zu verhindern...
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naria
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Beitrag von naria »

Das Naturwesen beschwor eine magische Schlingpflanze, die den Klon festhalten sollte, doch zugleich schoss auch das Wesen der Elemente einen Feuerball auf den Gegner ab, der die Pflanze verbrannte.
"Ihr seid ja ein tolles Team!" höhnte der Klon, streckte den arm aus und schoss einen Hagel aus giftigen Pfeilen auf das Naturwesen, das dadurch ebenfalls kampfunfähig zusammenbrach.
Wütend begann das Elementwesen, Bälle aus Feuer und Eis auf den Gegner abzuschießen. Anfangs schien es, als würde der Klon dadurch verletzt, doch plötzlich änderte er abermals seine Aura und zwischen ihm und dem Wesen der Elemente bildete sich ein Energiestrom. Nach wenigen Augenblicken hatte der Klon die gesamte Energie des Magiewesens absorbiert, und es fiel entkräftet zu Boden.
"Verdammte Sch..." fluchte Eddie, denn plötzlich stand er ganz allein dem mächtigen Gegner gegenüber!
Aus den Augenwinkeln sah er sich nach einer verteidigungs- oder wenigstens einer Fluchtmöglichkeit um und sah, dass Cynthia wieder wach geworden war und schon dabei war, Zelin zu heilen. Anscheinend hatte der Klon davon noch nichts bemerkt!
Die beiden magischen Wesen lagen zwischen Eddie und dem Klon. Eddie musste versuchen, seinen Gegner von ihnen wegzulocken, damit Cynthia auch sie heilen konnte und seine Freunde ihm helfen konnten.
"So. Nun zu dir."
Der klon hatte sich nun Eddie zugewandt. Er erfrischte sich an der gestohlen Energie und ließ sie in seine hände fließen, so dass sich in einer ein Feuer- und in der anderen ein Eisball bildete.
"Wie würdest du gerne sterben? Du darst es dir als einziger von deiner armseligen Truppe aussuchen, weil ich Mitleid mit dir habe.
So ein jämmerlicher Versager wie du gegen mich - was treubst du überhaupt in einer so gefährlichen Gegend?"
Der Klon lachte laut und Eddie knirrschte mit den Zähnen.
"Wenn das hier kein Test wäre," sagte der Klon, "dann würde ich dich laufen lassen, so mitleiderregend bist du!"
Eddie ballte die Fäuste: "An deiner Stelle wäre ich nicht so vorlaut!" rief er und fragte sich im selben Moment, ob er schon verrückt sei.
"Ach!" antwortete der Klon erstaunt "Was willst du denn gegen mich ausrichten, hm?"
"Das wirst du schon sehen!" schrie Eddie und begann, die Energie seiner angestauten Wut und Verzweiflung zusammenzuballen ...
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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Der Hallenboden erbebte sehr stark und die Säulen drohten umzukippen. Mustafa und die anderen konnten nur mit sehr viel Mühe die Kraftfelder aufrecht erhalten . Eddie wurde von einer starken hellblauen Aura umgeben . Seine blauen Augen leuchteten wie Kristalle . Diesmal war seine Kraft um ein vielfaches stärker als beim Trainingskampf.

"Hoffentlich weiß er sie zu nutzen!" beteten und hofften die anderen Gefährten die langsam wieder zu Kräften kamen. "Ah, deine jämmerlichen Gefährten haben sich erholt. Dann werden sie jetzt Zeugen deines Todes!" lachte er schallend laut und schoß unzählige starke Energiesalven auf Eddie ab.

Keine einzige zeigte Wirkung. Eddie war kurz davor seine Kraft zu entfalten. Der Klon schmunzelte :"Nette, kleine Aura . Ich glaube die muss ich mal zerstören !" Er verstärkte seine Aura bis zum äussersten und die Gefährten wurden wieder ohnmächtig. Inzwischen hatte auch Eddie seine volle Stärke erreicht.
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Willard
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Beitrag von Willard »

Plötzlich schlug der Azazael-Klon mit voller Wucht auf den Boden. Steine lösen sich aus der Decke, die Truppe wurde wild hin-und hergeschleudert und der Boden bewegte sich. Sogar Eddie wankte, und wäre fast gestürzt. Als er sich noch fing, schoss plötzlich Azazael heran und tackelte Eddie, welcher hilflos durch die Luft flog und hart am Boden aufschlug. Und schon war Azazael wieder bei Eddie, und hob ihn mit seinen riesigen Pranken auf. Dann vernichtete er die nur noch schwach pulsierende Aura eindgültig und warf Eddie wieder durch die Luft........
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naria
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Beitrag von naria »

... so dass der gegen eine Wand geschleudert wurde und erst mal benommen liegen blieb.
Als er die Augen wieder aufschlug, sah er vor sich den siegessicher grinsenden Klon vor sich stehen.
"Blöder ... Arsch !" murmelte er und musste husten, weil er Blut im Mund hatte. Sein Kopf tat, und er spürte jeden einzelnen seiner Knochen.
Er hatte das Gefühl, sich keinen Millimeter rühren zu können, und irgendwie wollte er das auch gar nicht. Er hate nur noch den Wunsch, dass es aufhören soll. Gleichgültig sah er zu, wie sein Gegner erneut seine Hand auf ihn richtete ...
doch der schien es sich plötzlich anders zu überlegen.
"Ich werde dir jetzt meine wahre Gestalt zeigen!" verkündete der Klon. "Diese menschliche Hülle behindert mich nur.
Ich weiß, was ihr vor habt - wen ihr in Wirklichkeit bekämpft! Und dank unserer geistigen Verbindung weiß er es auch. Aber bevor ihr sterbt, sollt ihr wissen, mit wem ihr euch da angelegt habt!"
Der Klon hob seine Arme, und nach einer kurzen Anstrengung sprengte er seine Haut und damit seine menschliche Gestalt einfach ab. Wie eine Spinne, die sich häutet, warf er die zu kleine Hülle ab, um dann größer und stärker werden zu können.
Was zum Vorschein kam, ließ Eddie übel werden.
Es hatte drei Paar Beine und dazu zwei mörderische Klauen, die mit giftigen Spornen besetzt waren. Die Segmente seines Körpers waren durch schmale Ringe getrennt, wie bei einer gigantischen Wespe, und an einem der Segmente saßen zwei Paar langer Flügel. Seine Hülle bestand aus hunderten von Chitinplatten, die aneinander rieben und dabei ekelerregende Geräusche erzeugten. Die gesamte Oberfläche war von kleinen Stacheln mit Widerhaken besetzt, und die Enden der sechs langen, heuschreckenartigen Beine waren voller kurzer Härchen wie bei einer Vogelspinne.
Seine Haltung war die einer Gottesanbeterin, die gerade ihre Klauen nach ihrer Beute ausstreckte - und das war Eddie!
Gerade noch rechtzeitig schaffte er es, sich auf die Seite zu rollen, und der erste Angriff der Kreatur ging ins Leere.
So schnell er konnte lief er in Richtung seiner Freunde, die sich mittlerweile erholt hatten, und die im Halbkreis um den magischen Mittelpukt der Halle standen. An dieser Stelle war ein Pentagramm auf den Boden gemalt, und Cynthia hatte die Energie des Schutzzeichens benutzt um die anderen zu heilen. Doch kurz, bevor Eddie seine Freunde erreichte, hörte er über sich ein Rauschen: der Klon war in einem Satz über ihn gesprungen und landete direkt vor ihm.
Vor Schreck blieb Eddie stehen und wollte schon in die andere Richtung zurücklaufen, als ihm plötzlich eine Idee kam:
Der Feind saß genau in der Mitte des Pentagramms, und sie waren zu fünft! Eddie sprang auf die eine Ecke des Zeichens und streckte beide Arme aus: "Los!" rief er, "das ist unsere Chance!"
Die anderen begriffen, was er vor hatte, stellten sich auf die anderen Ecken und ergriffen sich an den Händen ...
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Willard
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Beitrag von Willard »

...aber der Klon wusste,was sie vorhatten, und wischte blitzschnell Eddie und die anderen um, sodass sie zu Boden krachten. Er wollte Eddie nun endgültig den Gnadenstoß geben, aber mitten in der finalen Bewegung stockte er. Der Klon war verwirrt: die anderen lagen noch immer am Boden, ihre Körper schienen durchsichtig und strahlten etwas Sonderbares ab. "Was habt ihr jetzt wieder vor? Eure kläglichen ersuche schrecken mich gar nicht!" waren die einzigen, schwachen Worte, die der Klon ausstoßen konnte. Die Gruppe schwächte ihn mit der Aura. Er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, dann krachte er zu Boden und blieb regungslos liegen. Dann, wie auf ein geheimes Kommando, zeichneten alle ein komisches, aber macht ausstrahlendes Zeichen in die Luft. Sie wussten nicht, wieso sie das taten, oder woher sie das zeichen beherrschten, aber als die Zeichen gleichzeitig verblassten, geschah etwas phänomenales...
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naria
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Beitrag von naria »

sie begannen rötlich zu leuchten und ihre gemeinsame Aura zog sich im einem Punkt über dem Klon zusammen und bildete ein neues, noch mächtigeres Zeichen.
"Was tut ihr ... " röchelte der Klon, der immer mehr geschwächt wurde.
Dann verdichtete sich das Zeichen zu einem roten Energieball, der immer größer wurde und immer höher zur Hallendecke stieg.
Schließlich zischte ein extrem heißer, roter Blitz auf den Klon herunter und tötete ihn auf der Stelle. Er verbrannte nicht, sondern explodierte regelrecht, wie ein morscher Baum.
Von der gewaltigen Druckwelle wurden die Freunde weit durch die Halle geschleudert, und das war auch gut so, denn jetzt versagte Mustafas Kraftfeld und über dem toten Klon fielen einige große Steinblöcke herunter.
"Ist bei euch alles ok?" fragte Eddie, sobald der Lärm aufgehört und der Staub sich halbwegs gelegt hatte.
Die anderen waren schon wieder aufgestanden und halfen Zelin dabei, die Chitinstückchen, die von dem Klon übriggeblieben waren, aus ihren Haaren zu pulen.
Cynthia nickte ihm zu und wedelte triumphienend mit einem der Beine des Klons.
"Wir haben gewonnen! Klar geht's uns gut!"
Eddie sah sich nach Mustafa um, doch er konnte ihm nirgends entdecken, wahrscheinlich hatte er irgendwann zwischen der Verwandlung des Klons und der Explosion das Weite gesucht und wartete jetzt draußen, wer wohl lebendig herauskommen würde.
Doch da hatte sich Eddie getäuscht:
Durch einen der Eingänge kam einer der Gehilfen gerannt und brüllte. "Überfall! Kommt schnell, ein Überfall!".
Dann sackte er zusammen, in seinem Rücken steckte ein Pfeil.
Eddie und die anderen sahen sich betroffen an und rannten dann so schnell sie konnten nach draußen, wo sich ihnen ein Bild des Grauens bot:
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Willard
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Beitrag von Willard »

Es war kaum zu glauben, aber...
Azazael und seine Höllenarmada griffen die himmlische Heerschar an! Es war ein geschlachte und Gemetzel sondersgleichen:
auf der einen Seite waren die angreifer durch Untote, Skubbi, niederen Dämonen und sogar Balrogs vertreten, die zahlenmäßig und kräftenmäßig das doppelte wogen wie die verzweifelten Engel. Diese hatten zwar die Erzengel auf ihrer Seite, waren aber dennoch hoffnungslos unterlegen. Die Zauberer und Magierinnen machten den zahlenmäßigen Nachteil ein bisschen wett, indem sie glühende Meteoriten in die feindlichen Streitkräfte stürzen ließen. Die Schlacht wogte hin und her, und Ediie und seine Freunde waren hilflos. Sollten sie mit ihren Kräften in die Schlacht einsteigen? Sie waren unentschlossen; die Chance zu sterben gefiel ihnen nicht.
Plötzlich hörten sie einen Schrei: nicht die "normalen" Schreie der Verletzten und sterbenden, sondern einen ihnen vertrauten Schrei. Es war Mustafa!
Er war mitten in der Schlacht gefangen, umringt von Skubbi, die immer wieder auf ihn herabstießen. Er wehrte sich zwar tapfer, aber trotzdem war er verloren.
...wenn ihm nicht jemand half. Zelin konnte nicht länger zusehen.
"NEEIIIN", schrie sie, erschuf eine Energieklinge und rannte in die Schlacht. Damit war der Bann gebrochen, und die anderen stüzten sich hinterher, mitten ins Schlachtgetümmel...
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Beitrag von hafensaenger »

Trotz ihres wagmutigen Einsatzes konnten die Helden die Schlacht nicht zu ihren Gunsten entscheiden. Die Engel und Erzengel starben wie die Fliegen bis nur noch die Helden übrig waren. Der himmlische Palast viel mehr und mehr ins sich zusammen, die Erde explodierte durch die Dummheit der Drachen und Aazaels Dämonen.

Azazael mische sich komischerweise nicht ein und rührte keinen Finger . Er wollte die Helden wohl bluten und leiden sehen. Auf einmal wie aus heiterem Himmel erschien Gott mitten auf dem Schlachtfeld. Das Gemetzel um ihn herum ließ ihn völlig kalt. Er machte eine kreisende Bewegung mit der linken Hand und alles erstarrte und keiner konnte sich rühren.

Dann donnerte seine mächtige Stimme los. " Vor langer Zeit erschuf ich die Erde, Menschen, Tiere, Pflanzen und es war gut so. Irgendwann beschlossen dann die Menschen sich von mir abzuwenden und glaubten nicht mehr an mich. Das machte mich zornig und ich ließ die Menschen meinen Zorn spüren.

Die Menschen begriffen eine zeitlang und es herrschte Frieden auf der Erde bis die Dummheit der Menschen wieder drohte alles zu zerstören. Diesmal wollte ich es mit Liebe statt mit Zorn versuchen und schickte meinen Sohn herab auf die Erde . Das half auch wieder nur eine geraume Zeit bis die Dummheit der Menschen siegte und mein Sohn sterben muste .

Von da an war ich es leid und überließ die Menschen weitestgehend ihrem Schicksal . Jedoch lasse ich mir von niemanden meine Schöpfung und mein Himmelsreich zerstören. Hinfort !!! "

Und er verdunkelte den Himmel tiefschwarz und drehte die Zeit zurück . Die Helden erwachten wieder im himmischen Palast wo sie kurz zuvor den Azazael-Klon bezwungen hatten. Keiner konnte sich mehr an die Himmelsschlacht erinnern. Selbst Azazael und seine Vasallen nicht ...
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naria
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Beitrag von naria »

Eddie saß auf dem Boden und hatte plötzlich das seltsame Gefühl, etwas wichtiges verpasst zu haben ... dabei war er gar nicht bewusstlos gewesen!
Mühsam rappelte er sich auf, klopfte den Staub von seinen ohnehin schon ramponierten Sachen und sah sich in der Halle um.
"Ist bei euch alles ok?" rief er zu den anderen hinüber, die sich an Zelins Haaren zu sachaffen machen, warum, konnte er nicht erkennen.

Da betrat Mustafa die Halle.
"Gut gemacht, Schüler!"
Er klatschte Beifall, dann merkte er, dass das ziemlich lächerlich aussah.
"Ähem, ich muss zugeben, ich bin erstaunt und überrascht. Der Klon war wohl etwas stärker, als wir alle vermutet hätten, aber auch ihr habt eure wahren Fähigkeiten bewiesen!" lobte er sie.
"Dennoch dürft ihr auf keinen Fall vergessen," setzte er mahnend hinzu, "dass euer Feind, Azazael, noch um ein Vielfaches stärker ist! Der Klon hatte zwar sein natürliches magisches Talent und die Macht aller Nachfahren von Sulo und Rannah, doch Azazael selbst hat dazu seine hervorragende Ausbildung bei einem Schattenmeister und jahrhundertelange Erfahrung, nicht zu vergessen seine nicht unbeträchtliche Armee!
Aber ich bin zuversichtlich! Aus euch, meine Schüler, kann etwas werden!"

***************************************************************

"WAS ERLAUBT DIESER KERL SICH EIGENTLICH?"
Auf diesen bedrohlichen, unheimlichen Ausruf folgte ein lautes Krachen und Splittern.
Azazael hatte vor Wut den massiven Eichentisch, vor dem er gestanden hatte, mit einem Hieb zerschlagen.
"Dieser alte Narr! Glaubt er wirklich mich so einfach täuschen zu können? Ich gehöre nicht zu seiner Schöpfung, und er sollte sich nicht in meine Pläne einmischen, wenn er weiß was gut für seine armselige Erde ist!"
Auf dem Boden lag die Nachricht eines seiner Generäle, in der stand, dass seine Diener die fünf Störenfriede gerade in den himmlichen Trainingshallen ausfindig gemacht hatten.
Ein scharfer Blick Azazaels, eine kleine Stichflamme und der Papierfetzen verpuffte zu Asche.
"Dassss war unsere bessste Cchhanccce, Meissssster!"
Das Zischen stammte von einer kleinen Kreatur, die auf fatale Weise einem unfertigen Embryo ähnelte. In dem überdimensionalen Kopf gab es zwei große, schwarze Augenhöhlen, doch sie waren leer. Auch hatte das Wesen keine Ohren und an den unfertigen Händen und Füßen waren keine Finger und Zehen ausgebildet. Die Haut war grau und durchsichtig, so dass man jedes Blutgefäß sehen konnte. Doch in den Adern zirkulierte kein Blut.
Es saß auf Azazaels Schulter, es sah sogar so aus, als sei es dort angewachsen und würde nur durch ihn am Leben gehalten. Mit seinen zerbrechlichen Ärmchen hielt es sich an Azazaels Gewand fest, als dieser sich ruckartig umdrehte, um dem Überbringer der verbrannten Nachricht zu befehlen:
"Ihr werdet dem General sagen, dass er sich zurückhalten soll! Wir warten auf eine andere Gelegenheit!"
Der Bote nickte und verschwand in einer blauen Rauchwolke.
"Eine gute Entsscchheindung, Meissssster! Die himmlisscchhen Trainingssshallen und allesss, wass zum Reicchh desss Alten gehört, ist jetzzt sssicchher sstärker bewacht alsss je zzuvor!" Die Kreatur atmete rasselnd und lachte dann auf eine Weise, die an einen Erstickungsanfall erinnerte.
"Ihr werdet diessse 'Helden' vernicchhten, Meissster! Ihr werdet sssie fangen, und wenn ssie noch ssso sscchhnell laufen!"
"Ich werde diese Jammerlappen keineswegs jagen, Gibb. Sie kommen zu mir."
"Und dann werdet Ihr sssie foltern und ihnen Qualen bereiten, oh Meissster!" sagte Gibb lüstern und sehnsüchtig. "Und dann werdet Ihr ssie töten!"

***************************************************************

Eddie fuhr aus dem Schlaf hoch. Auf seiner Stirn standen Schweißperlen, und er atmete so heftig, als wäre er stundenlang vor etwas geflüchtet!
Er vergewisserte sich, dass er wirklich noch in dem weichen Bett lag, in das er vor Stunden erschöpft gefallen war. Nach ihrer erfolgreichen Abschlussprüfung hatte Mustafa Eddie und seine Freunde zu einem Festmahl in seine Privaträume eingeladen und ihnen dann die besten Schlafzimmer im ganzen Trainingsgelände zurechtmachen lassen. Also hätte Eddie eigentlich seit vielen Wochen endlich mal wieder ruhig und fest in einem bequemen Bett schlafen können, wenn ihm dieser Albtraum nicht die Nacht vermiest hätte:
Was er im Reich seiner Fantasie und seiner Ängste gesehen hatte, nahm ihm jede Lust, noch einmal einzuschlafen.
Er hatte von einer wilden Schlacht geträumt, von bösen Kreaturen, von toten Engeln, von mordlustigen Wesen, die ihre Gier nach den Schmerzen anderer befriedigten. Obwohl der Traum sehr real gewesen war, zu real, wie Eddie fand, konnte er sich kaum an Details erinnern. Als er es versuchte, verschwammen die Bilder und die Gestalten wurden zu Schemen.
Das einzige, was ihm immer noch gegenwärtig war, waren die Schreie der Opfer, die der Ausdruck unvorstellbarer Qualen gewesen waren; noch jetzt hörte Eddie sie in seinem Kopf, so sehr er sich auch dagegen wehrte.
Dann fiel ihm plötzlich noch etwas anderes ein: Eine Gestalt, die am Rande des Geschehens gestanden hatte und die Schlacht beobachtet hatte. Eddie glaubte sich zu erinnern, dass sie zu ihm herübergesehen hatte und es kam ihm so vor, als sei diese Gestalt der Verursacher des Traumes gewesen, der gekommen war, um sich an Eddies Entsetzen zu weiden.
Eddie sah die Gestalt vor sich: mit dem langen, dunklen Gewand und dem seltsamen Auswuchs an der linken Schulter. Er versuchte nicht, sich an das Gesicht der Gestalt zu erinnern, denn er wusste genau, dass es ihn den letzten, kümmerlichen Rest seines Verstands kosten würde ...
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Beitrag von hafensaenger »

Azazel erinnerte sich noch genau an die Worte von Gott :" Von da an war ich es leid und überließ die Menschen weitestgehend ihrem Schicksal !" Damit das auch so bleibt befahl er seinen Leuten erst einzugreifen wenn sich die sogenannten Helden in seinem Reich befinden. Dann würden sie seine Schöpfungsgeschichte kennenlernen.

"Meine Kraft wächst Tag für Tag ; irgendwann zeige ich diesem alten Wicht dass ich nicht Teil seines göttlichen Plans bin . Dann werde ich ihn und sein Himmelreich zerstören und meine eigene Schöfung durchsetzen!" brüllte und lachte er .

___________________________________________________

Eddie fuhr immer häufiger aus dem Schlaf hoch und hatte posttraumatische Erlebnisse. Auf seiner Stirn standen wieder Schweißperlen und er atmete jedesmal heftiger. Die Gefährten machten sich große Sorgen . "Es ist an der Zeit dem Bösen endlich die Stirn zu bieten bevor wir noch alle irre werden und nicht mehr schlafen können. Fangen wir damit an die Drachen auf der Erde plattzumachen !" forderte Zelin...
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Beitrag von naria »

Die anderen fanden, dass das eine gute Idee war, denn Eddie würde über kurz oder lang ausflippen wenn sie noch länger im Himmel rumhingen.
Also besuchten sie Mustafa um sich zu verabschieden. Der gab ihnen noch eine Menge guter Ratschläge mit auf den Weg und als sie gingen, hielt er Eddie noch kurz zurück und drückte ihm ein kleines, zugebundenes Säckchen in die Hand.
"Was ist das?" wollte Eddie wissen.
"Das wirst du schon noch herausfinden" antwortete Mustafa geheimnisvoll. "Mach es nicht auf. Wenn es nötig ist, wird es dir helfen!"
Diese Geheimniskrämerei gefiehl Eddie zwar nicht, doch er musste sich damit abfinden und rannte den anderen hinterher, die schon am Portal auf ihn warteten.

Nachdem sie es durchschritten hatten, befanden sie sich tatsächlich wieder auf der Erde. Genauer gesagt: In der Gobi-Wüste. Dieses Gebiet war ideal für Drachen, und somit war es auch ideal für die Drachenjagd!
Zelin war sich ziemlich sicher, dass sie hier die Drachen finden würden, schlug aber vor, bis zur Nacht zu warten, wenn sich Eddie wieder in Shadow verwandeln würde.
Eddie hatte nichts dagegen, und so bauten sie ein kleines Lager auf und warteten auf den Einbruch der Dunkelheit ...
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Beitrag von hafensaenger »

Der klare Sternenhimmel verfinsterte sich binnen Sekunden. Die angenehme Stille , die herrschte wich einem dumpfen Grollen . Die Sterne und der Mond wurden völlig in Dunkelheit gehüllt und diw kochendheiße Wüste kühlte blitzschnell auf ein angenehmes Klima ab.

"Jetzt !" Die wackeren Helden schossen mehrere gewaltige Energieladungen ab und die Drachen fielen wie Steine vom Himmel . Ihre phosphorartigen Feuerbälle zeigten keine Wirkung bei den Helden . Währendessen baute Cynthia ein undurchdringliches Kraftfeld rund um sie auf. Stunden später fiel auch der letzte Drache wie ein Stein vom Himmel.

Shadow verbrannte mit seiner Flamme die toten Kadaver und die anderen bündelten ihre Zauberkräfte um die Erde wieder zu restaurieren danach begruben sie die Kadaver .

_____________________________________________________

"Was gibt es Gibb ?" "Wirrrrrrr haben verssssssssagt Meisssssssster . Ssssssie waren stärker als wir !" "Versagen? Du kennst den Preis für Versagen!" "Gnade Meister , Gnade !"

Mit einer kleinen Plasmasalve verwandelt er Gibb in eine dicke Raupe, die er anschließend unter lauten knirschen und schmatzen verspeist. Danach schaut er durch seinen sehenden Spiegel auf die Helden hinab . "Wir sind also wieder Feinde Zelin! Meinst du du kannst mir diesmal die Stirn bieten?"
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Beitrag von naria »

Die Freunde haten natürlich keine Ahnung, dass sie beobachtet wurden.
Sie fühlten sich total sicher und Cynthia war fest überzeugt, dass sie nun stark genug waren, es mit Azazael aufzunehmen. In nur einer Nacht hatten sie die Erde von den Drachen befreit, jetzt konnte keine Armee der Welt sie noch aufhalten!

Da es fast Morgen war, beschlossen sie auf Shadows Verwandlung zu warten, denn sie wollten Eddie fragen, was er vorschlug.
Nach der Transformierung sagte Eddie: "Ihr habt ganze Arbeit geleistet die Drachen zu vernichten. Aber ich muss euch noch etwas sagen, über Shadow, was er euch nicht selbst erzählen wollte.
Er ist zwar froh über den Sieg, aber gleichzeitig voller Trauer, weil seine Artgenossen getötet werden mussten. Sie waren nicht immer böse, Azazael hat sie verwandelt.
Und auch Shadow war einst durch seinen Einfluss böse, vergesst das nicht! Und jetzt hat Shadow Angst, dass das wieder passieren könnte, wenn er Azazael noch einmal begegnet."
"Datauf können wir jetzt aber keine Rücksicht nehmen!" antwortete Zelin. "Erstmal müssen wir sehen, dass wir in Azazaels Welt zurück kommen. Wir vernichten erst seine Anhänger und dann ihn!"
Aber wie sollten sie dort hin gelangen? Das Widia funktionierte in Azazaels Welt nicht, und der Fußmarsch dauerte viel zu lange. Zum Glück hatte Zelin noch eine andere Idee ...
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Beitrag von hafensaenger »

"Cynthia , Engel beherrschen doch die Temporale Teleportation die sehr viel magische Kraft verbraucht, aber einen fast überall hinzubringen vermag. Damit sollte es doch gehen. Ausserdem waren wir schonmal in Sumifa. Diesmal sollten unsere Auren stark genug sein den negativen Energien zu trotzen und der meuchelde Bürgermob sollte auch kein Theam mehr sein!" lachte Zelin selbstsicher.

Die anderen waren eher skeptisch. "Ich bringe euch da gerne hin aber Sumifa ist kein Ort für falsche Helden und lebensmüde Irre also seht euch vor!" warnte Cynthia. Anschließend fassten sich alle an den Händen und Cynthia murmelte eine Formel. Im Nu waren sie wieder in diesem düstern, unwirklichen Land.

Diesmal mieden sie die Bürger und liefen sogar meistens vor ihnen weg . Sie schienen die stärkeren Auren wahrzunehmen. Die Dörfer wirkten jetzt wie Geisterstädte . Nur die streunenden Dämonen auf ihren Weg mahnten sie immer wieder nicht in Selbstüberschätzung zu verfallen.
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Beitrag von naria »

Nachdem sie fast den ganzen Tag lang unterwegs gewesen waren, sahen Eddie und seine Freunde am Horizont vor sich eine Bergkette auftauchen.
"Das sind die Eisenberge," sagte Zelin, "dort müssen wir hin. Azazaels Festung befindet sich auf dem höchsten Berg, dem Devil's Peak."
Eddie stöhnte, denn die Berge sahen sehr hoch aus.
"Los, du Schwächling!" sagte Cynthia und zog ihn am Arm hinter sich her.
"Du hast gut reden, schließlich kannst du fliegen!" meckerte Eddie und trottete lustlos hinterher.

Kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit erreichten sie die ersten Berge. An einem kleinen See machten sie Pause und Eddie und Zelin nutzten die Gelegenheit um ein Bad zu nehmen.
Als sie gerade fertig waren, hörten sie plötzlich Cynthias Schreie und Kampfgeräusche! So schnell sie konnten, rannten sie zurück um ihren Freunden zu helfen. Sie waren von einer Horde von Monstern überfallen worden, die eine grüne, glitschige Haut und Kiemen hatten, es waren mindestens hundert aus einmal! "Das sind Molche aus dem See!" schrie Zelin und schoss einen Feuerzauber auf sie ab, doch der bewirkte gar nichts. Eddie fiel nicht Besseres ein als sie mit Steinen zu bewerfen, was zumindest einige der Molche von Cynthia ablenkte, die sich in die Luft erhob um die Monster von oben zu bekämpfen. Die Molche hatten die beiden Magiewesen umzingelt, die um ihr Leben kämpften! Sie hatten eine Aura, die sie vor den Feuerattacken Zelins und des Elementwesens schützte, und waren mit Spießen und wirksamen Eiszaubern ausgerüstet.
Das Wesen der Elemente baute ein Kraftfeld auf das es und das Wesen der Natur schützen sollte, doch darauf hatten die Molche nur gewartet! Eddie und Zelin mussten zusehen, wie einer der Molche das Kraftfeld mit seiner froschartigen Hand berührte und es zu Eis erstarrte - und alles, was sich darunter befand! Die anderen Molche zertrümmerten es mit ihren Spießen und stachen dann auf die Magiewesen ein, bis diese zu winzigen Eisbrocken zerschlagen waren.
Als Eddie das sah, erwachte wieder die mächtige, wütende Kraft in ihm: Ohne zu wissen, warum er das tat, streckte er seine Arme in Richtung der Molche aus. Ein heller Blitz aus heiterem Himmel traf Eddie, was ihn aber nicht im Mindesten verletzte, sondern er leitete die Energie um und zwischen seinen Händen bildete sich ein Kugelblitz, den er mitten unter die Monster schleuderte. Einige wurden durch die Hitze vernichtet und die, die Eddie nicht direkt getroffen hatte, wurden von der Elektrizität getötet. Die übrigen paar Molche, die Cynthia und Zelin angegriffen hatten, flohen augenblicklich in den See.

"Cynthia, schnell, du musst den Magiewesen helfen!" schrie Zelin.
"Sie sind vernichtet, ich kann sie nicht retten." sagte Cynthia traurig.
Die Eisbröckchen begannen bereits zu schmelzen.
Sie sah sich nach Eddie um, der immer noch an der gleichen Stelle stand. Um ihn herum zuckten kleine Blitze, und er schien in einer Art Trance zu sein. Als Cynthia ihn berührte, war es vorbei und Eddie brach zusammen.
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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Eddie kamm langsam wieder zu sich. Er war noch sichtlich geschwächt und benommen. Nun gabe es nur noch ihn, Zelin und Cynthia. Das Schicksal wollte es wohl so, dass jeder in seiner Nähe in letzter Zeit keine hohe Lebenserwartung hatte. Um gegen die starken Hunger und Durstgefühle anzukommen beschloss man das Wasser aus dem See zu reinigen und abzukochen in dem Zelin gebadet hatte dazu as man die Molche die widererwarten gegrillt verdammt lecker schmeckten.

Danach begrub man die Gebeine der gefallenen Kameraden und stellet eine Kerze auf ihre Grab und sprach ein Gebet. Nun galt es den Rest des Berges zu bezwingen. Es war verdammt kalt und eisig da oben. Im Minutentakt mussten sie gefährlichen Lawinen ausweichen und aufpassen , dass sie der eisige Orkaneiststurm nicht vom Hügel fegte.

Als wenn das noch nicht genung wäre tauchten noch ab und zu verschiedenste Eismonster auf. Der Gipfel und die Hoffnungen schienen in weite Ferne gerückt. Das ständige Zaubern und der Kampf gegen die Kälte zerrten zusätzlich an Kraft und Nerven. Mühsam kam man Meter für Meter voran.

In der Ferne war schwach ein Licht auszumachen. Eine Höhle? Noch viel besser. Es waren die Ruinen von Andras Zauberschule. Der Sturm musste sie freigelegt haben. Aller Wiedrigkeiten und Jahrhunderte zum trotz war sie verdammt gut erhalten. Nun keimte wieder Hoffnung in den verbleibenden Helden auf.

Wenn man jetzt die magischen Artefakte fand und die Phiolen könnte man Andy und die anderen wieder retten und das wäre in einem Kampf gegen Azazel wohl dringend erforderlich. Zu dritt könnte es verdammt eng werden. Holen wir uns das Zeugs und auf zum Showdown ...
"We choose our joys and sorrows
long before we experience them."

- Kahlil Gibran-
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Beitrag von naria »

Sie begannen die Ruinen zu durchsuchen, aber nirgendwo eine Spur von den gesuchten Gegenständen. Nach einiger Zeit fiel Eddie auf, dass einer der Türme kein bisschen zerstört aussah, es waren nicht mal Rußspuren zu sehen wie an den anderen Gebäuden.
Als sie den Turm untersuchten, stellten sie fest, dass es keinen Eingang gab.
"Das drin müssen die Artefakte und die Phiolen versteckt sein!" vermutete Cynthia.
"Aber wie sollen wir da rein kommen?" wollte Eddie wissen.
"Wir müssen ein Loch in die Mauer machen, was sonst!" sagte Zelin, doch als sie mit einem Zauberspruch einige Steine aus der Mauer reißen wollte, stellte sie fest, dass der Turm mit einem starken Schutzbann belegt war! Das war auch der Grund dafür, dass er die Zerstörung überstanden hatte.

Während Eddie und Zelin diskutierten, was sie nun machen sollten, flog Cynthia nach oben, denn sie hatte ein offenes Fenster entdeckt. Sie berührte den Fenstersims und ...
Eddie und Zelin hörten einen erschrockenen Schrei, dann das Geräusch eines aufprallenden Körpers.
Eddie rannte zu Cynthia, während Zelin nach draußen lief um nach eventuellen Angreifern zu suchen.
"D - Der Turm - Der Zauber ..." Cynthia konnte kaum sprechen. Ihre Hände waren verbrannt, aus ihrem Mund lief Blut.
Eddie nahm das Engelchen in seine Arme.
"Was ist in dem Turm?" fragte er.
"Konnte nichts sehen - Magie, viel Magie - " Sie hustete.
"Andras Zauber ... Niemand kann hinein ... Geheimnis!" Cynthia wurde mit jedem Wort schwächer.
"Komm, wir bringen dich erst mal hier weg!" sagte Eddie. "Vielleicht bist du hier in Gefahr!"
"Gefahr ..." hauchte Cynthia. Dann erschlaffte ihr kleiner Körper und die Flügel hingen herunter.
"Nein - Cynthia, nein!" Eddie konnte nicht mehr anders, er begann zu weinen. Er legte Cynthia vor sich auf den Boden.
"Leb wohl, Engelchen, leb wohl!" flüsterte er.
Cynthias toter Körper begann sich zu verändern: Er wurde durchsichtig und begann bläulich zu schimmern. Dann löste er sich in tausende kleine, blau leuchtende Pünktchen auf, die sich zu einem kleinen Schwarm formierten, der langsam in Richtung Himmel stieg.

Eddie wischte sich die Tränen aus den Augen, als Zelin zurück kam.
"Da ist niemand, wir sind allein." sagte sie.
"Wo ist Cynthia?"
Eddie deutete nach oben.
"Der Turm - sie ist tot." sagte er tonlos.
"Hat der Schutzzauber sie getötet?" fragte Zelin entsetzt.
"Ja."
Beide schwiegen kurz, dann sagte Zelin:
"Sieht so aus, als wären wir jetzt nur noch zu zweit."
"Sieht so aus."
Erneutes Schweigen.
"Was sollen wir tun?" fragte Zelin.
Mit einem düsteren Ausdruck auf dem Gesicht drehte Eddie sich um und ging kurz entschlossen auf den Turm zu.
Zelin wusste was er vorhatte. "Bist du irre?" rief sie ihm hinterher.
Aber er hörte nicht auf sie, sondern ging weiter. Als er den Turm erreichte, legte seine Hände auf die kalte Mauer, schloss die Augen und konzentrierte sich: Jetzt kam es darauf an, dass er seine magische Kraft endlich beherrschen konnte.
Nach kurzer Zeit spürte er eine Zusammenballung der Magie in sich. Er konzentrierte sich voll und ganz darauf und schaffte es, die zu verstärken.
Dann richtete er die gesamte Kraft auf die Mauer vor sich.

Als er die Augen wieder öffnete, klaffte vor ihm in der Turmmauer ein riesiges Loch ...
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