Good morning, Vietnam!
Nein, ich rufe nicht zum Krieg auf, jedenfalls keinem großartigen (
Anmerkung: vielleicht finde ich eines Tages eine „zivilisierte Welt“, dann kann ich in deren Namen für ein neues, besseres Wertesystem kämpfen, damit das Leben für alle kapitalistischen Mönche eine Sinnfrage sondergleichen erhält...). Diesmal möchte ich ein paar Aussagen aufgreifen, die dafür sorgten, dass ich mein Frühstück nicht weiter zu mir nehmen konnte – und ich werde ziemlich grummelig, wenn ich kein Frühstück habe

...
jdoge hat geschrieben:
Also gut, daß kann ich ja nachvollziehen, aber es ist nicht meine Art jemanden nur weil er anders denkt als ich zu ignorieren...
Speziell dahingehend könnte ich hier 100%ig den Text, den ich Gelbe Wiesenameise bereits postete, hierher kopieren und mich über das Wunder der Erfindung des Copy & Pastes erfreuen. Tatsache ist, dass ich auch bei dir Tendenzen erkenne (und nicht nur ich, wohlgemerkt), grundsätzlich jede Meinung zu akzeptieren, solange es mit deiner im Einklang ist, bzw. den Rahmen deiner Vorstellungen der Bereiche, die es berühren darf, nicht sprengt – sobald sie abweichender Natur sind, erscheinst du verärgert, ja gehst sogar von Sinnentstellung des Threads aus. Vielleicht ist es einfach eine unglückliche Formulierung deinerseits, aber einigen erscheinen deine Antworten so, als würdest du die Meinungen der anderen offenkundig nicht ignorieren...
... sondern verurteilen.
Auch an dich die Bitte, da ich davon ausgehe, hoffe, dass du es nicht so meintest: Wundere dich nicht, wenn so mancher schlichtweg sauer ist.
jdoge hat geschrieben:
Meine Ärger ist auch nur dadurch endstanden, weil mir auf meine Frage ob es um den Sinn von Leben, oder um den Sinn des Lebens, keine Antwort gab
Bei allem Verständnis, aber auf deine Frage wurde mehrmals eingegangen. Die allgemeingültige Erklärung ist jene, dass es für viele schwer ist, einen individuellen und einen globalen Sinn auseinander zu halten. Dadurch würde sich für mich bereits die Legitimation ergeben, weiter zu denken, zu forschen. Wenn du darin einen Konflikt siehst, dann ist das weitestgehend nicht ein Problem der anderen – sondern auch deines: Miteinander diskutiert man – nicht gegeneinander. Wir folgen hier nicht dem Prinzip: „Meine Meinung ist eine Meinung und deine Meinung ist deine Meinung“ – man muss schon alle miteinanderhängenden Variablen im Einklang bringen (
Disclaimer: „Variablen“ im weiteren und nicht engerem Sinne der Mathematik . Danke 
)
jdoge hat geschrieben:
dann wurde mir auf eine erneute Nachfrage gesagt, daß das zusammen hängt. Dieses wurde aber für mich dann nicht schlüssig begründet und ganz ehrlich für mich ist das einfach nicht so. Ich glaube das ist auch ein Hauptporblem was ich hier habe, daß hier wohl unterschiedliche Wortdefinitionen aufeinandertreffen
.... wie bereits oben erwähnt, treffen hier unterschiedliche Wortdefinitionen, Gedanken, Lebens- und Glaubensphilosophien, Wertevorstellungen, etc., pp., usw., usf. .aufeinander. Daher ist es schwer, dir eine schwarz-weiß-Schablone zu schenken, die du darüber halten und sagen kannst: „Ja, es geht hier und dort darum und um nichts anderes“. Der Sinn des Lebens kann alles..
... oder nichts bedeuten. Würde man das definieren können, wäre man ein ganzes Stück weiter. Dann würde ich auch bedenkenlos alle anderen Aspekte ignorieren können.
jodge hat geschrieben:
Für mich heißt Sinn nicht Lebensinhalt, sondern Lebensausrichtung, oder Grundeinstellung, wie z.B. Humanistisch, christlich oder schalkistisch
.... wie bereits oben erwähnt (ich leide unter DeJaVus), nun ja, siehe oben.

Tatsache ist, dass ergänzend hinzukommt, dass das Leben, wenn es denn einen Sinn besitzt, sehr wohl die Lebensrichtung verändern kann –und diesen mitbestimmt und bestimmt bekommt, entweder vorher – oder nach der Definition. Das zu klären offenbart sich in der Fülle der Gedanken aller Menschen und scheint dahingehend durch alles hindurch, gleich einer Kerze im Dunklen, die ja der Glaube als einer der vielen Werteträger auch darstellt, bzw. darstellen sollte.
jdoge hat geschrieben:
Ich gebe auch gerne zu das ich diesen naturwissenschaftlichen Ansatz gerne ignoriere,
Diese Aussage steht meines Erachtens nach mit...
jdoge hat geschrieben:
Also gut, daß kann ich ja nachvollziehen, aber es ist nicht meine Art jemanden nur weil er anders denkt als ich zu ignorieren...
.... in indirektem, gar sogar direktem Konflikt. Ignorierst du Ansätze verschiedener Richtung, leugnest du einen Teil der Meinungen, damit auch einen Teil des Schreiberlings, der seine Seele mit in den Text hineinbrachte (es sei denn, er lügt vor sich hin, was letztendlich hier keinen, bzw. einen beschränkten Sinn darstellt). Das wiederum führt dann dazu, dass du dir auf folgenden Absatz....
jodge hat geschrieben: Ich möchte nur mal wissen mit welchem recht du dir anmaßt zu behaupten ich akzeptiere die Meinung anders denkender nicht oder bevor es hier zu wortklauberrei kommt, daß ich damit schwierigkeiten hätte?!
.... de facto selbst antworten kannst
Hierin sehe ich eine Gefahr. Du hast zwar versucht, folgendermaßen zu begründen....
jdoge hat geschrieben:
das bringt mich für mein heutiges Leben nicht wirklich weiter
.... dennoch versperrst du anderen, die eventuell ganz gerne weiterdenken möchten, den Weg. Für dich selbst könntest du sagen: Es interessiert mich nicht, ich glaube fest an meine Prinzipien und an meine Begründung – soweit ist es gut, das zeugt für mich von Reife. Auf der anderen Seite kann ich es nicht akzeptieren, dass die Gruppe der „Weiterdenkenden“ auch noch Rechtfertigungen dafür suchen muss, dass sie dem folgen, was sie sind. „Homo Sapiens“ -
sapere, nicht "negare".
Letztendlich versuchen wir hier auch zu klären, ob eine Sinnfrage den Menschen als ganzes weiterbringt oder nicht. Solange diese Frage nicht geklärt ist, müssen „notfalls“/ „schlimmstenfalls“ auch Ansätze respektiert werden, die einen persönlich oder die Gruppe (wir erinnern uns an die Frage „Der Sinn des Lebens – eine individuelle oder globale Antwort?“) nicht (!) „voranbringen“
jdoge hat geschrieben:
. Hingegen ist es mir nicht egal was andere Leute moralisch, ethisch oder mir am liebsten theologisch für Wege beschreiten um den Sinn für ihr leben zu finden und da brauche ich keine Fakten, sondern möchte lieber von ihnen ihre persönlichen Ehrfahrungen wissen die sie zu ihrem Sinn geführt haben
Wenn du derlei Erfahrungen und die Folgen hierhaus näher erläutern, dich aber dem Ganzen nicht stellen möchtest, da es für dich keinen Zweck hat, kann ich es nicht akzeptieren, dass weiterhin all jene Rechtfertigungen suchen müssen, die sich eben dem ganzen Bild stellen. Tut mir leid, aber entweder akzeptieren wir alle Meinungen – oder wir unterhalten uns am Stammtisch nochmals darüber.
Censere, (der sich gerade mächtig darüber wundern muss, dass die Memetik recht hat

)