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Verfasst: Do 08.01.2004 - 22:58
von Argh
Hi :D
Castore hat geschrieben:Atlantis war Troja ?? :lol: :lol: :))
Das einzige, was das übertrifft, ist die These, dass Atlantis auf Kreta lag. I)
Castore wer lesen kann und sich informiert ist klar im Vorteil, du solltest mich eigentlich soweit kennen, daß ich nicht einfach so etwas behaupte :unschuldig:
Eberhard Zangger
Seit die Überreste der Vergangenheit mit modernsten naturwissenschaftlichen Methoden untersucht werden, stellt sich heraus, dass vieles ganz anders war, als man bisher vermutete. Der Geoarchäologe Eberhard Zangger weist nach, dass das sagenhafte Atlantis dem historischen Troja entspricht, und das ist nur eine der Erkenntnisse, die verblüffend und genauso spektakulär sind wie Schliemanns Ausgrabungen vor über hundert Jahren.
Hast Du eine bessere These? - :o
Wir können natürlich auch gerne ins Detail gehen. - :))

Freu mich schon auf eine Diskussion und ein erstes Argument :bounce:

Verfasst: Do 08.01.2004 - 23:03
von naria
kreta, helgoland, troya ... da bin ich doch mal für santurin, um noch eine weieter position ins gespräch zu bringen :D

Verfasst: Do 08.01.2004 - 23:06
von Argh
Hi Naria :bussi:
naria hat geschrieben:kreta, helgoland, troya ... da bin ich doch mal für santurin, um noch eine weieter position ins gespräch zu bringen :D
Wenn Du noch ein oder zwei Argumente hättest :unschuldig:
Grüsse :bounce:

Verfasst: Do 08.01.2004 - 23:13
von naria
also es kann sein sein dass ich mich irre, aber war nciht santurin die insel mit der merkwürdigen halbmond-form, weil sie bei einem vulkanausbruch versunken ist? und auf der zuvor eine erstaunlich weit entwickelte kultur, die kontakt zu ägyptern und phöniziern hatte, zu finden war?

Verfasst: Sa 10.01.2004 - 12:34
von Castore
Hi Argh !

Jepp. Ich kenne dich soweit, dass ich weiss, dass deine Behauptungen meist begründet sind.
Allerdings glaube ich trotzdem in keinster Weise daran, dass Troja=Atlantis ist.
Nur weil Schliemann diese These aufstellt ist ihr Wahrheitsgehalt nicht bewiesen.

Ich vermute Atlantis auf dem Azorenplateau, welches, 3 Kilometer höher gelegen, eine Insel gewesen wäre, die Platos Größenvorstellungen von Atlantis entsprochen hätte.
Desweiteren wäre die Insel durch den warmen Golfstrom, auf dem sie genau gelegen und somit als "Sperrinsel des Golfstroms" ( -> Eiszeit ??) gedient hätte, durchaus in einer sehr positiven klimatischen Lage gewesen.

Der Österreicher Otto Muck hat hierzu eine sehr interessante Beobachtung gemacht indem er, so blöd es auch klingen mag, die Wanderung der Aale aufgreift, welche über den Golfstrom Europa erreichen:
Otto Muck hat geschrieben: Bekanntlicherweise findet man in europäischen Flüssen nur weibliche Aale. Wo sind also die männlichen Exemplare geblieben? Das fragten sich die Biologen in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder. Und mittlerweile weiß man Näheres, obwohl dadurch das Rätsel nicht kleiner geworden ist.

Die Aale kommen in der Sargassosee zur Welt, die westlich und südwestlich von der Azoreninsel gelegen ist, und die von Tangwälder durchsetzt ist. Siebesitzt in etwa die Größe von Mitteleuropa. In diesen üppigen Tangwäldern laichen die Aale ab, die amerikanischen im Westteil und die europäischen im Ostteil.

Von ihrem Instinkt geleitet, schlängeln sich die Jungaale gen Wirbelrand zum Golfstrom hin,und lassen sich von diesem nach Osten - Richtung Westeuropa treiben. Diese Reise dauert 3 Jahre. Die Überlebenden werden dabei zu Glasaalen, die sich an den Küsten aufteilen. Die männlichen Aale bleiben im Salzwasser, und die Jungweibchen schwimmen in die Unterläufe der europäischen Flüsse. Diese Trennung der Geschlechter dauert ebenfalls 3 Jahre. Mit fünf Jahren ist der Aal geschlechtsreif, und dann treffen sich die Geschlechter wieder. An den Flußmündungen beginnt die gemeinsame Rückreise zum Sargassosee. Sie schwimmen in großer Tiefe, wo sie vermutlich die Unterströmung ausnutzen. In 140 Tagen sind sie wieder an ihrer Geburtsstätte angelangt, wo sie wiederum die Paarung vollziehen.

Muck fragte sich mit Recht, warum die Aale gleich zweimal eine so gefährliche und langjährige Reise unternehmen und warum die Weibchen ins Süßwasser wandern. Eine Teilantwort auf die zweite Frage gibt Muck selbst: Die Aalweibchen werden nämlich nur im Süßwasser geschlechtsreif. Nur: Warum schwimmen die Aalweibchen nach Westeuropa und nicht nach Westindien, das ja viel näher liegt ? Hierauf wird im allgemeinen geantwortet, die Aale vertrauten sich eben dem Golfstrom an. Aber der Golfstrom treibt sie eben weit weg nach Europa, wo er sich teils nach Süden, teils nach Norden langsam abschwächt. Jedenfalls strömt er nicht mehr zurück, und die Aale müssen ohne diesen schützenden Golfstrom allein den weiten Weg zurücklegen. War das immer so?

Wenn Plato Recht hat, dann hätte die Insel Atlantis auf dem Azorenplateau gelegen, die dem Golfstrom den Weg abgesperrt hätte. Dieser wäre dann zurück Richtung Amerika abgelenkt worden, und so hätte der Golfstrom tatsächlich einen Kreislauf ausgeführt, dem sich die Aale sicher anvertrauen konnten. Die Aale wären also von ihrem Laichplatz in der Sargassosee vom Golfstrom an die nahegelegenen Flüsse von Atlantis getragen worden, und die Weibchen wären dort geschlechtsreif geworden, während die Männchen draußen im Meer auf sie gewartet hätten. Dann wären sie gemeinsam - wieder vom Golfstrom getragen -zurück zu ihrem Geburtsort, der jetzt zu ihrem Laichplatz wird, zurückgekehrt.

Wenn die Insel - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr existiert, dann würde sie der Golfstrom ins ferne Europa verschleppen, wo er sie im Stich ließe. Und genau das tut er ja auch.
Ein weiterer Beleg dafür, dass sich Atlantis auf dem Azorenplateu befand wurde dann gefunden, als das Transatlantik-Kabel riß. Während den Reperaturarbeiten wurde auch ein großer, vulkanischer Stein aus dem Meer geholt (welches über weite Teile in dieser Region von vulkanischem Gestein bedeckt ist). Ein Tachylit.
Da dieses Stück glasig und nicht kristallin ist, ist es ausgeschlossen, dass es unter Wasser entstanden ist. Damit muss zur Zeit des Vulkanausbruchs, wenigsten dieser Vulkan an der Oberfläche gelegen haben.
Da sich Tachylite im Meerwasser nach ca. 15.000 Jahren auflösen passt die zeitliche Einordnung (zufälligerweise ???) ziemlich genau in die Daten, welche Plato angegeben hat (9.000 Jahre vor Solon = ca. 10.000 Jahre vor Christus)

Ein ganzer Bericht findet sich hier: http://home.t-online.de/home/Roland.M.Horn/atl2.htm

Hier noch `ne Karte (leider die einzige die ich gefunden habe):
Bild

Verfasst: Sa 10.01.2004 - 14:14
von Argh
Hi Castore
Castore hat geschrieben:Hi Argh !

Jepp. Ich kenne dich soweit, dass ich weiss, dass deine Behauptungen meist begründet sind.
Allerdings glaube ich trotzdem in keinster Weise daran, dass Troja=Atlantis ist.
Nur weil Schliemann diese These aufstellt ist ihr Wahrheitsgehalt nicht bewiesen.
Ich beziehe mich hier nicht auf Heinrich Schliemann sondern auf Eberhard Zangger, speziell auf sein Buch Atlantis - Eine Legende wird entschlüsselt. Zangger ist ein seriöser Geoarchäologe und er kam auf die Idee zu der These auf Grund von untersuchungen in der Argolis. Hier mal ein paar Punkte:

1.) Die Säulen des Herkules, die im Text zur geografischen Verortung herangezogen werden, wurden in alter Zeit in den Dardanellen gesucht - die Identifizierung mit dem Riffgebirge in Marokko ist neueren Datums. Entsprechend ist auch als das Meer nicht der Atlantik (ein recht junger Name) sondern das schwarze Meer zu verstehen.

2.) Bei der Zeitrechnung sind die ägytischen Kalender zu verstehen, dem guten Solon ist hier offensichtlich ein Übersetzungsfehler unterlaufen, wie man den Textanalyse entnehmen kann. Tatsächlich lässen sich die Ereignisse mit guten Gründen auch in die Zeit von ungefähr 1200 v.Chr. datieren

3.) Lassen sich zahlreiche geoarchäologische Befunde in der Region Troje mit der Atlantiserzählung Platons zu Deckung bringen.

Das Gesamtbild erläutert sehr schön die Wirrnisse und den übergang von der Bronze in die Eisenzeit.

Mehr Details bei Bedarf :bounce:

Verfasst: Sa 10.01.2004 - 14:19
von Solet
Hallo

seid ihr schon mal im Mystry Park gewesen ??

http://www.mysterypark.ch/

ich war letzten Sommer da. Däniken verleitet die Besucher zum Nachdenken, bringt jedoch keine Schlussfolgerungen von ihm selbst. Er sagt also nie "das ist ein Flugzeug" oder "das ist der Helm eines Raumfahrers/Ausserirdischem".

Beispiel: In einer Ausstellung einer sehr alten Kultur zeigt er dass diese alte Kultur alle Planeten unseres Sonnensystems kannte, mit den richtigen Abständen zur Sonne. Am Schluss fragt Däniken nur (sinngemäss): Wie konnten die das Wissen?? Sie hatten weder Fernrohre die stark genug gewesen wären, noch andere, dafür notwendige, Technologien.

Besucht den Park, es lohnt sich. Plant aber min. 6Std. für den Besuch ein.

Gruss Solet

Verfasst: Sa 10.01.2004 - 14:26
von Argh
Hi :D
Solet hat geschrieben: .... Mystry Park .... ich war letzten Sommer da. Däniken verleitet die Besucher zum Nachdenken, bringt jedoch keine Schlussfolgerungen von ihm selbst. Er sagt also nie "das ist ein Flugzeug" oder "das ist der Helm eines Raumfahrers/Ausserirdischem".
Aber er suggeriert Schlußfolgerungen, in dem er Dinge in einen Zusammenhang stellt die nicht in einem Zusammenhang gehöhren oder Dinge weg läßt die das suggerierte Bild stören würden. Beispielsweise die Bilder über die "Glühbirne" der Ägypter oder des Syriussystem der Dogo.

Grüsse :bounce:

Verfasst: Sa 10.01.2004 - 14:39
von Solet
@ Argh

da gebe ich dir Recht. Er macht aber die Beeinflussung so gut, dass es nicht sofort auffällt. Däniken hat eben eine grosse Erfahrung mit der Manipulation der Gedanken anderer :D

Gruss Solet

Verfasst: Sa 10.01.2004 - 15:05
von Castore
@Argh: Sicherlich gibt es für beide Thesen Argumente, die den jeweiligen Gedanken unterstützen. Ich würde für keine der beiden meine Hand ins Feuer legen. Die Wahrheit wird man nur rausfinden, wenn man klare Beweise findet(Das Ortsschild von Atlantis ;) ), was bis dato ´noch nicht geschehen ist.
Wahrscheinlicher ist es aus meiner Sicht jedoch, dass sich Atlantis auf dem heutigen Azorenplateau befand.

Verfasst: Sa 10.01.2004 - 15:41
von naria
Argh hat geschrieben:Hi Naria :bussi:
naria hat geschrieben:kreta, helgoland, troya ... da bin ich doch mal für santurin, um noch eine weieter position ins gespräch zu bringen :D
Wenn Du noch ein oder zwei Argumente hättest :unschuldig:
Grüsse :bounce:
öhm ... ja klar :D
http://rdmteam.piranho.at/verswelten/at ... /thera.htm
http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/ ... ntorin.htm

ich finde, einiges sind gute argumente, auch wenn man sie nciht zwanzsläufig mit atlantis in verbindung bringen muss. kann man aber.

Verfasst: Sa 10.01.2004 - 20:14
von erni
Wir sind hier irgendwie vom Thema abgekommen...

Sollten diese Fundstücke wirklich Flugzeuge darstellen ???

Was sagen andere Wissenschafler zu den Übersetzungen aus dem "Indischen"...usw. .....

Wir können hier sehr viel hinein interpretieren (macht ja auch Spaß, ein bischen herumzualbern ;) ), aber was steckt wirklich hinter diesen Fundstücken die auf verschiedenen Erdteilen gefunden wurden und sich sehr ähneln !?

Verfasst: So 11.01.2004 - 06:48
von Argh
Hi :D
Castore hat geschrieben:@Argh: Sicherlich gibt es für beide Thesen Argumente, die den jeweiligen Gedanken unterstützen. Ich würde für keine der beiden meine Hand ins Feuer legen. Die Wahrheit wird man nur rausfinden, wenn man klare Beweise findet(Das Ortsschild von Atlantis ;) ), was bis dato ´noch nicht geschehen ist.
Wahrscheinlicher ist es aus meiner Sicht jedoch, dass sich Atlantis auf dem heutigen Azorenplateau befand.
Ein Ortschild wäre doch wohl eher ein Beweiß für eine Fälschung oder? ;)
Es kann hier nicht um absolute Gewissheiten gehen, aber ich denke die Vermutung von Atlantis auf dem Azorenplateau können wir beruhigt begraben, es sei denn Du sprichst von einem anderen Atlantis als Platon - während für die Trojathese einiges spricht. Ich weiß halt immer noch nicht was Dich zu einer höheren Wahrscheinlichkeit bei Deiner These bebewegt, ausser das es Spekulationen zu bronzezeitlichen Astronauten Raum gibt :))
Ich denke man sollte sich den Text Platons mal ausführlich zu Gemüte führen und vor allem die verschiedenen Ebenen in dem Text erkennen, d.h. wo spricht Platon, wo spricht Solon und wo spricht der alte ägyptische Priester, denn jeder dieser drei Sprecher hat seine eigene Philosophie und Begriffswelt gehabt und es ist keines wegs sicher, das sie wenn sie die gleichen Begriffe einsetzten auch das gleiche meinten. Hier muß der Hypothese eine gründliche Analyse vorausgehen und bereits dies lassen die Vertreter Deiner These vermissen. Beispiel?
Gut nehmen wir den Begriff "Insel" er wird von dem ägyptischen Prister in Platons Text verwandt. Nun, auch Du wirst einsehen das beide Völker (Griechen, Ägypter) unterschiedliche Vorstellungen von diesem Begriff haben müssen. Ähnlich wie ein Städter nur einen Begriff für Schnee gebraucht, während der Bewohner des Hochgebirges hier eine große Zahl von Begriffen (Firn, Sulz, Papp-, Pulverschnee, etc. ) verwendet hat hier natürlich der Einwohner eines Inselreiches viel mehr Differenzierungen als der Einwohner eines Tals das sich durch die Wüste schlängelt.
naria hat geschrieben:öhm ... ja klar :D
..... 2 weblinks .....
ich finde, einiges sind gute argumente, auch wenn man sie nciht zwanzsläufig mit atlantis in verbindung bringen muss. kann man aber.
Viel wird ja mit der "Grösse" der Insel, argumentiert - doch beutzen wir nicht auch in zwei Bedeutungen? Jeder wird mir zustimmen, wenn ich sage: "Napoleon war ein großer Korse", doch wissen wir beide das er körperlich von eher kleiner Statur war, oder? ;)
Hier nochmal einige kleine Hinweise in lockerer Zusammenstellung ;D
- Wie's der der Zufall will war Atlas der Stammvater der Trojaner, den mit seiner Tochter Elektra zeugte Zeus die Trojaner (Atlas -> Elektra -> Dardanos -> Erichthonios -> Tros -> Ilos -> Laomedon -> Priamos)
- Soll ich noch erwähnen, daß gerade das heutige Troja in einer Zone häufiger Erbeben liegt?
- Zwei Quellen eine warm und eine kalt tauchen sowohl im Atlantismythos als auch in Homers Ilias auf.
- Beide Länder hatten intensive Handelsverbindungen, wobei die Trojaner durch ihren Sitz an der Zufahrt zum schwarzen Meer eine wichtige Machtposition zu kamm - Kontrolle der Erzhandelrouten zum Kaukasus (heutiges Georgien).
- Es lassen sich erstaunliche Übereinstimmungen der Beschreibung von Atlantis mit Ergebnissen der heutigen archäologischen Erforschung Trojas finden.
- Die These paßt auch in das Bild der politischen Bündnisse während des übergangs von der Bronze zur Eisenzeit - Hetither
Leider kann ich hier ja nicht den Inhalt etlicher Bücher posten, in sofern muß ich natürlich etliche Fragen offen lassen :unschuldig:
erni hat geschrieben:Wir sind hier irgendwie vom Thema abgekommen...
Sollten diese Fundstücke wirklich Flugzeuge darstellen ???
Ach nö, ich denke hinter Castores Post stand einfach: "... es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde ..." und das sind die astronautischen Götter, die in finsterer Vorzeit die in den Völkern Spuren hinterlassen haben.

Meiner Meinung nach ist es einfach unseriös ein Artefakt ausserhalb seines Umfeldes deuten zu wollen, erst wenn man die Fundumstände kennt und eine Idee von der Kultur der Erschaffer hat kann man an die Interpretation solcher Dinge gehen. Daneben wird natürliche auch die Herstellung von Artefakten immer durch die technologischen Möglichkeiten bedingt sein, insofern ist es kein Wunder, daß sich Dinge weltweit gleichen - so beitet sich die Form einer Pyramide doch an, wenn Du ein besonders hohes Gebäude mit einfachen Mitteln errichten willst.

Grüsse :bounce:

Verfasst: So 11.01.2004 - 11:10
von Castore
Ich denke, dass die gesamte Menschheitsgeschichte, wie wir sie kennen, zu engstirning angelegt ist. Allein die zeitlichen Grenzen, in denen große Zivilisationen aufblühten sind von unserem geschichtlichen Wissen zu sehr eingegrenzt.
Hätten wir noch genügend überlieferte Schriftrollen, wäre die Bibliothek von Alexandria nicht abgebrannt, hätte die Kirche nicht so viel Wissen vernichtet, so denke ich würde unser Wissen vieeeel größer sein, und ich denke, dass wir von Zivilisationen wissen würden, die mindestens auf 10.000 vor Christus zurückzuführen sind. Im chinesischen und asiatischen Raum wahrscheinlich nochmal mindestens 5.000 Jahre weiter zurück.
Die Menschheit existiert zwar im gesamten noch nicht wirklich lange, jedoch um einiges länger, als die meisten sich vorstellen (können).

@Argh: Könnte es sein, dass ein Schliemann irrt ?
Natürlich !
Ich meine, dass die Vermutung, dass sich Atlantis auf dem Azorenplateau befand sehr schlüssig ist. Ich finde nicht den Faktor, der das ganze scheinbar so unwahrscheinlich/unmöglich machen sollte. Kannst du mir genau zeigen, was die ganze Theorie deiner Meinung nach zum Umsturz bringt, oder liegt es nur daran, dass bei dem ein oder anderem klugen Kopf kein "Prof." vor dem Namen steht ?

Verfasst: So 11.01.2004 - 12:23
von Argh
Hi :D
Castore hat geschrieben:@Argh: Könnte es sein, dass ein Schliemann irrt ?
Natürlich !
@Castore Kann es sein, daß Du meine Beträge nicht ließt?
Natürlich! - Denn sonst wäre Dir nicht entgangen, daß ich mich an keiner Stelle auf Heinrich Schliemann beziehe.
Castore hat geschrieben:Ich denke, dass die gesamte Menschheitsgeschichte, wie wir sie kennen, zu engstirning angelegt ist. Allein die zeitlichen Grenzen, in denen große Zivilisationen aufblühten sind von unserem geschichtlichen Wissen zu sehr eingegrenzt.
Begründe das doch bitte etwas näher, ich sehe keine gewaltige Lücke in der Geschichte.
Castore hat geschrieben:Ich meine, dass die Vermutung, dass sich Atlantis auf dem Azorenplateau befand sehr schlüssig ist. Ich finde nicht den Faktor, der das ganze scheinbar so unwahrscheinlich/unmöglich machen sollte. Kannst du mir genau zeigen, was die ganze Theorie deiner Meinung nach zum Umsturz bringt, oder liegt es nur daran, dass bei dem ein oder anderem klugen Kopf kein "Prof." vor dem Namen steht ?
Vielleicht den, das es kein Azorenplateau gab? - Bisher kenne ich keinen schlüssigen Beleg für ein Azorenplateau. Die Zweifel an diesen waghalsigen Hypothesen beruhen auf einer ganzen Reihe von Fakten (reiche ich bei Bedarf nach), je toller jedoch eine Hypothese ist desto mehr ist der Jenige in der Pflicht, der sie aufstellt. Oder andersrum gesagt, wenn Du behauptest in Eurer Garage steht ein Fahrrad glaub ich Dir das, wenn Du jedoch behauptest in Eurer Garage wohnt ein großer roter Drache müßtest Du schon einige Belege bringen.

Grüsse :bounce:

Verfasst: So 11.01.2004 - 12:36
von RuneDragon
wie wärs damit: es gab nie ein atlantis, und wenn war es irgendeine stadt die damals vielleicht untergegangen ist ähnlich dem was venedig blühen würde

ebensogut könnte es drachen geben, in den meisten kulturen gibt es geschichten über sie obwohl die schreiber nicht von einander wussten

Verfasst: So 11.01.2004 - 12:49
von Argh
Hi ;D
RuneDragon hat geschrieben:wie wärs damit: es gab nie ein atlantis, und wenn war es irgendeine stadt die damals vielleicht untergegangen ist ähnlich dem was venedig blühen würde
RuneDragon wir sind einfach am überlegen, was Platon in seinen Dialogen Kritias und Timaios sagen will ;)

@Castore Wäre wirklich nett wenn Du irgend welche Belege bringst, denn wenn man den Links folgt kommt man nur auf Ungereimtheiten: "wurde in den Bonbennächten des 2. Weltkriegs vernichtet", "wurde vergessen dem britischen Museum verzulegen", "ist verschwunden", und und und .... egal welchem Link man folgt man stößt auf heisse Luft.

Grüsse :bounce:

PS: Hier meine Gründe warum es im Atlantik keinen versunkenen Kontinent gegeben haben kann
und hier etwas was in mir Zweifel an den angeblichen Funden von Artefakten erweckte
Als Kapitän Robson von der Sichtung bericht erstattete, kamen mehrere Reporter um die ungewöhnlichen Funde zu begutachten, und er plante die Artefakte dem britischen Museum zu überreichen. Leider wurden aber die Artefakte zusammen mit den Büros und den Eigentümern der „Jesmond“ während des Londoner Überraschungsangriffs im September 1940 zerstört. Es gibt keine Aufzeichnungen im britischen Museum, dass Teile der Sammlung eingegangen sind. Auch gibt es meines Wissens nach kein einziges Bild der Artefakte, oder auch nur eine Beschreibung. Obwohl es möglich ist, dass Teile der Sammlung oder Aufzeichnungen der Artefakte noch auf dem Dachboden, oder in Kellergeschossen lagern, wird es schwer sein, sie je wieder zu finden – falls sie je existiert haben.

Verfasst: Di 13.01.2004 - 16:28
von Castore
Hi Argh !

Mein erster Beleg steht hier bereits: siehe Aalwanderung.
Der zweite findet sich in deiner Quelle.

Die Azoren liegen ziemlich genau an den Grenzen dreier Kontinentalplatten, nämlich der Nord-Amerikanischen, der arabisch-afrikanischen und schliesslich der eurasischen Kontinentalplatte.
Hier ist die vulkanische Aktivität generell sehr hoch und, wie erst kürzlich schmerzlich wieder klar geworden, die Erd- bzw. Seebeben sehr zahlreich. Ein rasches Untergehen einer einst dort gelegenen Insel ist somit sehr wahrscheinlich. Hierbei meine ich nicht das Untergehen selber, sondern dass es schnell geschieht. Atlantis ist nicht stetik abgesunken, sondern sehr plötzlich.

Ein weiterer Punkt ist der Meeresboden, der von riesigen unterseeischen Gebirgen und Tälern übersäät ist. Würde man den Meeresspiegel um ca. 200 Meter absenken, also auf ungefähr den Spiegel, der zur Eiszeit herrschte, so würde an Stelle der heutigen Azoren eine riesige, Platos Beschreibungen gerecht werdende, Landmasse auftauchen.
Geht nicht ???
Es gibt ähnliche Überlieferungen aus nicht ganz so alter Zeit:
1669= Ein großer Teil der Pirateninsel Port Royal versinkt nach einem Erdbeben im Meer
1775= Lissabon, welches auf der Höhe der Azoren liegt wird von einem gewaltigen Erdbeben heimgesucht. Hafen und Docks versanken 200 Meter im Meer.
1811 tauchte auf den Azoren eine vulkanische Insel mit dem Namen ,Sambrina' mehrere Tausend Meter empor und verschwand nach kurzer Zeit wieder.
Die Inseln Corvi und Flores ändern noch heute ständig ihre Gestalt und Teile verschwinden wieder in Wasser.
Der nächste Beleg ist auch bereits in rigendeinem vorherigen Post beschrieben. (Siehe Tachylit)
Weiterer Punkt ist, dass in bis zu 1000 Meter Tiefe Küstensand gefunden wurde. Dieser bildet sich jedoch nur an flachen Stränden.

Weiter:

Bild

Im Jahr 1665 erstellte der deutsche Jesuitenpriester Athanasius Kircher diese Seitenverdrehte Karte von Atlantis. Dreht man diese Karte so erhält man ein Abbild des Mittelatlantischen Plateaus rund um die Azoren. Das ungewöhnliche daran ist das zur damaligen Zeit das Wissen um die Beschaffenheit des Meeresbodens äußerst gering war. Hatten die damaligen Jesuitenpriester noch Aufzeichnungen aus älterer Zeit um so eine Karte zu erschaffen? [/img]

Verfasst: Mi 14.01.2004 - 00:26
von Argh
Hi Castore ;D
Ich warte eigentlich immernoch auf eine Rücknahme Deiner Schliemann-Unterstellung :steppen:
Mit Belegen sieht es immer noch sehr dünn aus, oder? ;D
Castore hat geschrieben:Hi Argh !
Mein erster Beleg steht hier bereits: siehe Aalwanderung.
Diese Aalwanderung muß denke ich völlig andere Gründe haben, denn in den von Dir unterstellten 9.000 Jahren dürfte es sich bis zum letzten Aal rumgesprochen haben das dort keine Sperrinsel mehr ist. Wer zu letzt bemerkt den bestraft das Leben, würden also keine aktuellen Gründe bestehen hätten die Aale längst andere Routen :P
Castore hat geschrieben:Der zweite findet sich in deiner Quelle.
Die Azoren liegen ziemlich genau an den Grenzen dreier Kontinentalplatten, nämlich der Nord-Amerikanischen, der arabisch-afrikanischen und schliesslich der eurasischen Kontinentalplatte.
Hier ist die vulkanische Aktivität generell sehr hoch und, wie erst kürzlich schmerzlich wieder klar geworden, die Erd- bzw. Seebeben sehr zahlreich. Ein rasches Untergehen einer einst dort gelegenen Insel ist somit sehr wahrscheinlich. Hierbei meine ich nicht das Untergehen selber, sondern dass es schnell geschieht. Atlantis ist nicht stetik abgesunken, sondern sehr plötzlich.
Diese Nahtstelle bedeuted , daß hier Magma aus dem Erdinneren hochsteigt und die Kontinente auseinander drückt; hier wird nicht verschluckt! Das hier immermalwieder kleinere Dinge nachuntenpurzeln ist auch natürlich :))
Castore hat geschrieben:Ein weiterer Punkt ist der Meeresboden, der von riesigen unterseeischen Gebirgen und Tälern übersäät ist. Würde man den Meeresspiegel um ca. 200 Meter absenken, also auf ungefähr den Spiegel, der zur Eiszeit herrschte, so würde an Stelle der heutigen Azoren eine riesige, Platos Beschreibungen gerecht werdende, Landmasse auftauchen.
Geht nicht ???
Du machst Witze, die Azoren haben kaum Schelfränder und von den Felsufern fällt das Meer schnell bis in ca. 2000 m Tiefe ab. Ich hab mich schon geärgert, daß ich so einer Ente nach gehen mußte X(
Castore hat geschrieben:Der nächste Beleg ist auch bereits in rigendeinem vorherigen Post beschrieben. (Siehe Tachylit)
Weiterer Punkt ist, dass in bis zu 1000 Meter Tiefe Küstensand gefunden wurde. Dieser bildet sich jedoch nur an flachen Stränden.
Das halten wir doch mal bis auf weiteres für einen Witz, oder ;)
Wie gesagt, ich hab einiges recherchiert, dort unten bildet sich die Erdkruste ständig neu es gibt wunderschöne Bilder von schwarzen Rauchern etc. und auch sonst sehr interessante Untersuchungen, aber niemand hat ehemalige Küstenlandschaften entdeckt. :P
Castore hat geschrieben:Hatten die damaligen Jesuitenpriester noch Aufzeichnungen aus älterer Zeit um so eine Karte zu erschaffen? [/img]
Ich würde mal sagen der gute, alte Kirchner hatte sehr viel Fantasie :))
Wenn Du Dich mit der Plattentektonik beschäftigst wirst Du feststellen, daß die Kontinente sehr schön zusammen zum Urkontinent zusammenpassen und kein Puzzleteil namens Atlantis fehlt :D

Da kommt doch Troja als Atlantis viel besser weg :unschuldig:
- Das schwarze Meer entspricht Platons Beschreibung viel besser als der Atlantik
- Unter Größe läßt sich auch die politische Bedeutung verstehen
- viele Details von Platons Erzählung lassen sich mit den aktuellen Ausgrabungsergebnissen zur Deckung bringen
- Wir haben einen weiteren Beleg vom Übergang Bronzezeit/Eisenzeit
etc.
Hab bißher noch kein stichhaltiges Argument gegen die Atlantis = Troja - These gehört :respekt:
Grüsse :bounce:

PS: Ich warte auch immer noch auf eine Begründung wegen der "engstirnig" ausgelegten" Menschheitsgeschichte :steppen:
PPS: Der Roland Horn (Dein LInk) ist schon 'ne Nummer: Planeten, UFOs, Fische und der FC Schalke :respekt:

Verfasst: Mi 14.01.2004 - 14:07
von Manni_B
@ Castore:
Etwas zur Karte von Kircher. Diese Karte hat er nur abgezeichnet.
Die Karte ist schon den Alten Ägyptern bekannt gewesen.

Atlantis ist ein heikles Thema, vor allem, wenn man Theorien wie die von Däniken und 'ähnlichen Wissenschaftlern' verfolgt.

@ Argh:
Ich bin noch nicht zu der Überzeugung gekommen, das Troja = Atlantis ist.
Platons Überlieferungen stammen aus Ägypten und wie er sie übersetzt und interpretiert hat, war sicherlich die Sicht, die eines 'Griechen'.
Wissenschaftlich werden alle Hochkulturen (ich meine die vor unserer Zeitrechnung) im Mittelmeerraum zu suchen sein. Aber was war vorher?
Vorher (auch vor Troja, Sumer, Ägypten) muß es schon eine Hochkultur gegeben haben, denn wie wir von Noah wissen, wurde die Erde übeschwemmt und die Kulturen mußten sich neu entwickeln.
Leider stimmt die Zeiteinteilung (wie manch andere auch nicht) der Bibel nicht. Denn laut Bibel leben wir im 6. Jahrtausend und Noah müßte etwa im Jahre 2.500 v. Chr. gelebt haben. Zu der Zeit gab es aber keine weltweiten Überschwemmungen, bei denen riesige Landmassen unter Wasser standen, oder untergegangen sind.

Da muß noch viel gefeilt werden, an unserer Zeitrechnung. Und die weltweite Zeiteinteilung der Ägyptologen (alle Kulturen werden der ägytischen Kultur angepaßt) läßt einiges zu wünschen übrig.

Wir werden die Geschichte sicherlich noch mal neu schreiben müssen. :o