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Verfasst: Do 29.01.2004 - 14:09
von Baralis
Wenn in dem Hain noch jemand am Leben sein würde, würde die Gruppe für ihre Hilfe sicherlich belohnt werden. Daher war er persönlich einer Hilfeleistung durchaus nicht abgeneigt. Andererseits wäre die Zeit, die sie dafür opferten verschwendet, wenn der Pöbel bereits alle, denen man noch helfen könnte, umgebracht hatte.Aber gut, dieses Risiko musste man eingehen.
"Selbstverständlich werden wir helfen.", antwortete Baralis alles andere als uneigennützig auf Cadrims Frage.
Ohne noch lange auf Tomás Meinung zu warten, der Kleriker war schließlich ohnehin überstimmt, verstaute der Magier seine Habseligkeiten wieder in den Satteltaschen des Pferdes, stieg auf selbiges und brachte es schließlich dazu, sich in Richtung des Haines in Bewegung zu setzen.

Verfasst: Fr 30.01.2004 - 10:47
von Tomás de Torquemada
Wie Tomás es schon beim Anblick der schweren Wunde geahnt hatte, starb sein Patient unter seinen Händen. Seine Worte aber verwirrten ihn. Jemand griff einen Hain an und zerstörte Götzenbilder? Das klang wohlgetan. Aber wer steckte dahinter? Keiner der Missionare, die gleich ihm ausgeschwärmt waren, würde zu solcher Gewalt greifen. Denn was nutzte ein toter Ungläubiger? Bekehrte Ungläubige, das war ihr Ziel. Die Zahl der Gläubigen mußte steigen und wenn sie einmal die Zahl der Ungläubigen übetraf, dann konnte man darüber nachdenken, ob nicht der eine oder andere Ungläubige überflüssig war. Aber sie standen noch ganz am Anfang. Jeder Ungläubige war ein potentieller Gläubiger und damit wertvoll.

Bevor es Tomás seinen Gefährten gleichtat, trat er noch schnell das Feuer aus. Im Sattel trieb er den Falben erst zum schnellen Trab und dann zum Galopp an, als die Finsternis dem hellen Schein des brennenden Hains wich. Immer näher brachten ihn die kraftvollen Muskeln seines Pferdes dem Geschehen, immer mehr war zu erkennen: Gestalten in weißen Umhängen und hohen weißen Mützen leuchteten im Licht des Feuers. Mit Piken und Schwertern metzelten sie all die Unglücklichen, die in den Farben des Waldes gewandet aus dem brennenden Hain flüchteten.

Noch einmal spornte Tomás den Falben an. Er riß den Hammer Gottes aus seiner Halterung und rief mit Stentorstimme: "Deus lo volt! Deus lo volt! GOtt will es !"
Leider oder glücklicherweise war er über dem Lärm der Flammen und Waffen nicht zu hören und so kam er fast unbemerkt heran. Mit gewaltigem Schwung zerschmetterte er den Kopf unter der ersten weißen Mütze, die er erreichte, bevor man seiner gewahr wurde.

Verfasst: Fr 30.01.2004 - 14:13
von Cadrim Kagrim
Cadrim hatte Mühe, Tomás zu folgen - einmal angespornt war der Kleriker nicht mehr aufzuhalten und er huschte erstaunlich schnell auf seinem Pferd durch den Wald, wenn man einmal den Umstand in Betracht zog, dass er erst seit einigen Stunden reiten zu vermochte. Doch schließlich erreichte der Dunkelelf den Ort des Geschehens und instinktiv zügelte er das Pferd, um sich einen Überblick über die Lage zu machen. Der Rauch trieb hier in dichten Schwaden über den Waldboden und Cadrim sah mehrere Feuer, sowie umgestürzte Götzenbilder, einige mit schwarzen Brandflecken übersät. Verblüfft betrachtete der Magier die Gestalten in den weißen Umhängen. Ihre spitzen Mützen verbargen das gesamte Gesicht und nur zwei Löcher für die Augen deuteten darauf hin, dass es sich bei ihnen um ganz normale Menschen handelte. 'Nein', verbesserte sich Cadrim kurz darauf. In den Augen normaler Menschen loderte kein solcher Ausdruck des fanatischen Eifers, gewürzt mit einer guten Portion Wahnsinn. Nunja, außer vielleicht bei Tomás. Und das auch nicht immer.

Cadrim erschrak fürchterlich, als er gewaltsam aus seinen Träumereien gerissen wurde. Ein lange Pike bewegte sich auf ihn zu, geführt von einem der Angreifer, der die Abenteurer inzwischen bemerkt und sie als Gefahr, oder zumindest als Hindernis beim Erfüllen ihres (göttlichen) Auftrags identifiziert hatte. Dunkelelf bog seinen Körper zurück und die Waffe verfehlte ihn knapp. Ohne einen zweiten Gedanken daran zu verschwenden nutzte Cadrim den Vorteil, der sich ihm durch den Verzicht auf einen Sattel bot, zog die Beine hoch und ließ sich elegant vom Rücken des Pferdes gleiten.
Als er auf dem Boden landete, versuchte sein Gegenüber immer noch, die Pike wieder in die richtige Position zu bringen, doch solch eine Waffe eignete sich mehr schlecht als recht für den Kampf gegen einen Infanteristen, welcher zudem noch so gewandt war wie ein Dunkelelf. Cadrim lächelte hintergründig, als er die Armbrust unter seinem Mantel hervorholte, lässig zielte und den Auslöser betätigte.

Verfasst: Fr 30.01.2004 - 15:46
von Baralis
Während sich seine beiden Begleiter bereits mit den bemützten Fanatikern abmühten, hielt sich Baralis etwas im Hintergrund. Anfangs versuchte er, von Rücken seines Pferdes aus zu zaubern, doch das Tier war nervös und zuckelte hin und her, was Baralis Konzentrationsvermögen nicht gerade zuträglich war.
Nun in Zeitdruck, da drei der bemützten Gestalten durch Baralis Gemurmel auf ihn aufmerksam geworden waren und mit gezückten Waffen auf ihn zueilten, versuchte er sein Glück auf dem angenehm ruhigen Erdboden noch einmal.
Nach nur kurzem Gemurmel den zugehörigen Gesten sank eine der drei Gestalten wimmernd auf die Knie und ließ ihre Waffe aus der beinahe kraftlosen Hand fallen, scheinbar unfähig zu einer anderen Tätigkeit, als sich beinahe bewegungslos den Bauch zu halten.
Die beiden Kammeraden des soeben außer Gefecht gesetzten schienen dadurch nur noch angestachelt zu werden.
Da ihm für einen weiteren Zauber keine Zeit mehr blieb, zog der Dunkelelf notgedrungen seinen Dolch, auch wenn es auf Dauer wenig Sinn haben würde, zu versuchen, sich gegen zwei Gegner, die ihm an Fertigkeiten im Nahkampf sicherlich überlegen waren, zu verteidigen.
Zu seinem Glück hatte sich Baralis allerdings getäuscht. Die Fanatiker schienen im Umgang mit ihren Waffen kaum geschult zu sein. Es war ein leichtes, einem von ihnen den Dolch in die Magengrube zu treiben, während er noch damit beschäftigt war, wütend brüllend mit seinem Streitkolben auszuholen.
Die Gestalten schienen nicht mehr zu sein, als einigermaßen organisierte Dorfbewohner. Doch diese Unfähigkeit glichen sie durch ihre hohe Zahl wieder aus.

Verfasst: Fr 30.01.2004 - 20:01
von Tomás de Torquemada
Es war eine Lektion für's Leben. Tomás war im Umgang mit dem Streitkolben geübt. Wenn er mit beiden Beinen fest auf dem Boden stand. Auf einem galoppierenden Pferd war der Schwung nicht so leicht abzufangen. Tomás rutschte über die linke Flanke herunter, was den Falben noch mehr irritierte als Feuer und Getöse ohnehin. Er stampfte umher, wiehernd und wenig des Klerikers achtend, der ihm zwischen die Beine geriet.

Im letzten Moment gelang es Tomás sich aus verrutschten Sattel und Steigbügeln zu befreien und vor den gefährlichen Hufen in Sicherheit zu springen. Die Sicherheit entpuppte sich jedoch als illusionär, als eine Pike haarscharf Tomás stolzgeschwungene Nase verfehlte. Sein Streitkolben war ihm beim Kampf mit dem Pferdegeschirr entglitten. Getreu der Überzeugung, dass GOtt nur dem hilft, der sich selbst zu helfen weiß, griff der junge Missionar, dessen Muskeln das harte Bergbauernleben gestählt hatte, beherzt zu und zog die Pike zu sich heran. Der Pikenführer am anderen Ende war sichtlich überrascht und stolperte vorwärts. Ein gezielter Tritt und er ließ die Pike fahren um sich an schmerzentflammte Weichteile zu packen. Dies nutzte Tomás um die Pike herumzudrehen und den gekrümmten Weißmützerich zu durchbohren. Gerade als sein Pike so beschäftigt war, wurde er von einem anderen Weißen angegangen. Dieser schwang ein großes Schwert mit viel Enthusiasmus und wenig Können. Der Kleriker wich zurück und stolperte. Er fiel zu Boden und rollte schnell nach rechts, um den heruntersausendem Schwert auszuweichen. Dabei griff er blindlings nach dem Stolperstein. Entzücken schoß durch seine Hände bis ins Gehirn, als er erkannte, was ihn da zu Fall gebracht hatte. Der Hammer GOttes! Die Zeit, die sein Gegner brauchte, um sein unhandliches Schwert in eine neue Angriffsposition zu bringen, nutze er um aufzuspringen. Schon sauste wieder das Schwert heran, doch schlug es Tomás mühelos zur Seite, folgte dem Schwung in einer Acht und trieb seinen Streitkolben in die rechte Mützenhälfte, die sich schnell rot färbte.

Verfasst: Sa 31.01.2004 - 13:31
von Cadrim Kagrim
Es war erstaunlich, wie schnell das Blut den weißen, makellose Stoff durchtränkte. Eine Weile sah Cadrim fasziniert zu, wie sich der rote Fleck immer mehr ausbreitete und fast hätte ihn das sein Leben gekostet. Ein ungelenk geschwungenes Schwert mag bei einem erfahrenen Kämpfer nur für ein schwaches, mitleidiges Lächeln gut sein, doch ganz anders sieht es aus, wenn es erst in letzter Sekunde bemerkt und selbst keine anständige Waffe in der Hand hat.

Wieder einmal bewahrten den Dunkelelfen seine ausgezeichneten Reflexe vor dem beinahe sicheren Tod, doch konnte er es nicht vermeiden, dass ihn die Klinge den linken Arm aufritzte. Schmerz durchzuckte Cadrim, gefolgt von kalter Wut und heißem Zorn. Da seine Armbrust noch nicht wieder neu geladen worden war, benutzte er die Waffe einfach als Knüppel und versetzte seinem Angreifer einen ordentlichen Schlag ins Gesicht.

Kapuze und Mann taumelten nach hinten und Cadrim nutzte die Gelegenheit, um einen seiner neuen Zauber auszuprobieren - Ziele gab es hier ja wahrlich genug. Er hob die rechte Hand und formulierte einige unverständliche Silben, worauf sein Gegenüber, der gerade zu einem neuerlichen Schlag hatte ausholen wollen auf einmal erstarrte. Nur die Augen rollten in ihen Höhlen, als Cadrim sich dicht an das Gesicht des Mannes herandrängte und seine Kapuze ein Stück zurückschob, sodass man im Schein der beiden Monde seine dunkle Haut und sein schlotweißes Haar erkennen konnte.

Cadrim ließ den Mann, dessen Augen das Grauen, das in ihm tobte, widerspiegelten, einfach stehen und lud seine Armbrust durch, während er ruhig über das Schlachtfeld wandelte. Von den zwei, vielleicht drei Dutzend Weißkapuzen waren weniger als die Hälfte übrig, doch auch viele der Männer und Frauen, die diesen Hain einst beschützt haben mochte, waren gefallen. Cadrim sah sich um und vergewisserte sich, dass seine Gefährten alleine klarkamen, dann konzentrierte er sich auf eine Ansammlung der weißen Kapuzen, die einen Mann, ähnlich gekleidet wie der Alte, der unter Tomás Händen gestorben war, bedrängten.

Cadrim konzentrierte sich und ballte die linke Hand zur Faust, auch wenn sein Arm immer noch brannte. Dann legte er die rechte Hand darüber und murmelte eine Beschwörung. Kurz umgab ein blaues Flackern seine Faust, dann war es verschwunden. Der Dunkelelf lächelte humorlos, als er sich zwei der Angreifer herauspickte und sich ganz auf sie konzentrierte. Dann öffnete er langsam die zur Faust geballte Hand...- und war einen Moment ziemlich verblüfft, als er einen kleinen Mini-Tornado beobachtete, der auf seiner Handfläche tanzte.

Cadrim riss sich zusammen. Das war nun einmal Magie. Man konnte Zauberei nicht erklären. Der Magier schickte einen Impuls aus und der Wirbelsturm erhob sich, wuchs und flog in rasantem Tempo auf die zwei Weißkapuzen zu, die Cadrim ausgewählt hatte. Als er sie erreichte, war der Wirbelsturm bereits zwei Meter breit und drei Meter hoch und erfasste die verdutzt wirkenden Angreifer ohne Probleme, hob sie in die Luft und ließ sie dort verspielt schweben. Der Dunkelelf betrachtete das Schauspiel einen Augenblick, dann zielte er mit seiner Armbrust und erschoss einen weiteren Gegner. Tief in seinem Innern regte sich etwas dunkles, das sich von dem Blut, den Schreien der Sterbenden und dem Adrenalin des Kampfes nährte. Dies hier machte Spaß...

Verfasst: Sa 31.01.2004 - 15:12
von Baralis
Baralis war noch immer mit der letzten der drei Gestalten beschäftigt, die bisher wenig Freude daran gefunden hatten, sich mit ihm eingelassen zu haben, als sich eine kleine Gruppe weisbemützter Kammeraden seines Gegners dazu berufen fühlten, ihrem Freund zu helfen, und mit fanatischem, beinahe schon irrem, Blick auf Baralis zugestürmt kamen.
Durch diese Übermacht bedrängt, sah der Magier ein, dass es kaum Sinn haben würde, weiterhin zu versuchen, sich zu verteidigen, und ergriff statt dessen in einem mehr oder minder günstigen Moment die Flucht, nicht allerdings, ohne dass ihn sein ursprünglicher Gegner mit seinem Schwert noch eine brennende Wunde am Rücken zufügte.
Baralis versuchte zwar, den Schmerz gar nicht zu beachten, und sich ganz auf seine Flucht zu konzentrieren, doch hatte er dabei eher wenig Erfolg. Nicht gerade besonders schnell, lief er auf den Ort zu, an dem sich besonders viele der Bewohner des Hains versammelt hatte, in der Hoffnung, einige seiner Verfolger würden sich wieder denen zuwenden, die sie eigentlich bekämpften, und ihn selbst in Ruhe lassen.
Als diese Maßnahme wenig Erfolg zeigte, hielt Baralis nach seinen beiden Begleitern ausschau, denen er vielleicht den Kampf gegen einige seiner Gegner aufbürden konnte. Als ersten der beiden entdeckte der Dunkelelf Tomás und lief, spürbar nicht mit sonderlich großen Ausdauerreserven gesegnet, keuchend auf den Kleriker zu.

Verfasst: Sa 31.01.2004 - 22:14
von Tomás de Torquemada
Als Tomas gerade einem weiteren Pikadeur den Kopf dellte, sah er Baralis auf sich zu stampfen. Hinter ihm drein eine kleine Meute Weißmützen. Der Kleriker besann sich nicht lang, schwang den Hammer GOttes und lief brüllend auf die Gruppe zu.
Er war verblüfft als Baralis stoppte, kehrtmachte und nun vor ihm davonlief. Dachte sein Gefährte im Ernst, er würde ihn angreifen? Nach wenigen Schritten schien dies auch Baralis klar zu sein oder der Atem war ihm endgültig ausgegangen. Seine vornübergebeugte Haltung, die auf den Knien abgestützten Hände, das schwere Röcheln ließen letzteres vermuten.

Tomás rannte an ihm vorbei und schmetterte seinen Streitkolben mit einer solchen Wucht in die nächste Mütze, dass diese mitsamt Inhalt die angestammten Schultern verließ und im hohen Bogen davonflog. Der nunmehr führerlose Körper brach zusammen. Geschockt sahen zwei weitere Mützen dem Geschoß nach, eine andere aber behielt die Geistesgegenwart und stürmte schwertschwingend auf den Kleriker zu. Dem gelang es den Schwerthieb zu parieren. Sein Angreifer legte mit einem gezielten Kniestoß nach. Tomás aber hatte seine heiligen Ziegenhäute gut gelesen und beherzigt. Hatte GOtt nicht gesagt: "Und hüte stets deine Juwelen so, dass sie allweil fruchtbar bleiben!" Der Stoß traf auf dreifach gehärtetes Leder und brachte nur dem Angreifer Schaden. Tomás setzte sofort nach und färbte ein weiteres Mal weißes Linnen blutrot. Die restlichen Mützen flohen. Nicht nur vor ihm, allenthalben schienen sich die Weißlinge zurückzuziehen, die mit solchem Widerstand wohl nicht gerechnet hatten.

Das Adrenalin verließ langsam Tomás Körper und statt seiner hielten Schmerzen Einkehr. Die Kämpfe waren nicht spurlos an ihm vorüber gegangen. Seine linke Schulter fühlte sich ausgekugelt an und wieso ihm da Blut am Bein herunter lief, konnte er sich gar nicht erklären.

Verfasst: So 01.02.2004 - 10:41
von Cadrim Kagrim
Cadrim hatte einen weiteren der Angreifer angeschossen, allerdings hatte der Bolzen diesen nur in die Schulter getroffen und so lag der Mann schreiend am Boden. Der Dunkelelf trat näher und betrachtete das schmerzverzerrte Gesicht des Mannes, denn dessen Kapuze war ihm vom Kopf gerutscht. Er streckte den Arm aus, um das Leben des Mannes mit einem thaumaturgischen Blitz zu beenden, doch dann gab er einem Impuls nach und veränderte die Zauberformel.

Eine Zeitlang war nur das Murmeln Cadrims und das schmerzerfüllte Stöhnen des Verwundeten zu hören, dann öffnete Cadrim wieder die Augen und lächelte. Er streckte seine rechte Hand aus und fauchte die letzte Silbe, die die Magie entfesseln würde. Ein glühender Punkt erschien auf Cadrims Handfläche, breitete sich aus und sein Leuchten gewann innerhalb kurzer Zeit eine schmerzhafte Intensität. Der Verwundete schloss die Augen vor Schmerzen, doch Cadrim sah unbeeindruckt zu.

Ein unglaublich fein verästelter Blitz entsprang der Hand des Magiers und schien einen Moment reglos in der Luft zu verharren. Dann schien er sich für ein Ziel entschieden zu haben und sauste in Richtung des Mannes auf dem Boden. Cadrim hatte, ohne richtig darüber nachzudenken, die Wirkung des Blitzes genau dosiert und so tötete der Zauber den Mann nicht sofort. Millionen kleiner Blitze krochen über den Körper des Verwundeten, der vor Schmerzen wie am Spieß schrie, während die Magie immer noch aus Cadrim heraussickerte und den Blitz nicht abreißen ließ. Und dann - auf dem Höhepunkt der abscheulichen Quälerei - entfuhr dem Dunkelelfen ein irres Lachen. Ja, das war MACHT!

Cadrims Gesinnung verändert sich von "Rechtschaffend - Neutral" zu "Neutral - Böse"

Verfasst: So 01.02.2004 - 16:27
von Baralis
Während sich nun Tomás mit Baralis Verfolgern beschäftigte, und dabei einen fast ebenso fanatischen Eindruck machte, wie die Weißmützen selbst, kroch der Magier auf ein Gebüsch zu, wo er nicht mehr der lästigen Aufmerksamkeit der Fanatiker ausgesesetzt sein würde.
Dort angekommen, ließ sich Baralis endgültig zu Boden sinken, und erholte sich von seiner 'Reise über das Schlachtfeld', besser gesagt: er versuchte, sich zu erholen, denn sein schmerzender Rücken verhinderte große Regeneration. Allerdings kam Baralis immerhin so weit wieder zu Atem, dass er sich in der Lage fühlte, aus der Sicherheit des Gebüsches heraus einen Zauber zu sprechen.
So robbte der Dunkelelf an den Rand des Gebüsches, von wo aus er das Geschehen halbwegs überblicken und sich ein geeignetes Ziel auswählen konnte, dass es von seiner überflüssigen Lebenskraft zu befreien galt.
Es dauerte nicht lange, da entdeckte er eine Weismütze, die etwas abseits vom Geschehen herumstand, scheinbar verletzt, denn die Gestalt ließ einen Arm recht leblos hängen. Wenn diese Weismütze Opfer eines Zaubers wurde, würde das kaum jemand bemerken.
Baralis fing also an, leise die magischen Worte zu murmeln, die ihm zur Linderung seiner Schmerzen verhelfen würden, und gestikulierte dabei, was ihm dank seines Rückens nicht gerade leicht viel, bis sich endlich ein rötlicher, aber kaum sichtbarer Strahl aus seinen Fingerspitzen löste, und die Weismütze umhülte.
Baralis fühlte, wie der Schmerz an seinem Rücken langsam nachließ, während die Weismütze in sich zusammensackte, und scheinbar ohnmächtig wurde.

Verfasst: So 01.02.2004 - 19:21
von Tomás de Torquemada
Es war noch nicht an der Zeit, die eigenen Wunden zu versorgen. Tomás biß die Zähne zusammen und schaute umher. Die Weißmützen strömten in westlicher Richtung davon ohne etwaigen verwundeten Kameraden behilflich zu sein. Offensichtlich war sich jeder von ihnen erst einmal selbst der Nächste.

Seine Gefährten konnte der Kleriker nicht entdecken. Doch da. War das nicht Cadrim? Tomás schritt auf die verhüllte Gestalt zu. Was trieb der da? Er lachte? Worüber? Tomás Blick wanderte zu der Weißmütze, die sich in unendlichen Qualen am Boden wand. Sein Gehirn weigerte sich erst die Verbindung herzustellen, aber dann kapitulierte es vor dem Anblick. Rote Schleier waberten vor Tomás Augen. Ungebetene Erinnerungen stiegen auf. Erinnerungen an den breit grinsenden Juan, der Frösche aufblies, Fackeln an Hundeschwänze band und Katzen erst in Säcken, dann in Gebirgsbächen versenkte. Tomás mochte fanatisch sein und Gewalt war ihm gewiß nicht fremd, aber grundlose Grausamkeit überstieg sein Verständnis.

Er packte Cadrim im Nacken, zog dessen Kopf so weit zurück, dass er die Wirbelsäule berührte und schob ihm den Hammer GOttes quasi in die Nasenlöcher. Dabei glitt Cadrims Kapuze zurück und enthüllte schwarze Haut und weißes Haar. Doch Tomás realisierte die Bedeutung nicht. Elfen kamen schon nur in alten Erzählungen vor, von Dunkelelfen aber gab es nur noch wenige dunkle Andeutungen wie etwa in den Drohungen vom Schwarzen Mann bei ungehörigen Kindern.

Zwischen zusammengebissenen Zähnen stieß er hervor: "Hört auf! Oder, so wahr mir GOtt helfe, ihr werdet die Morgenröte nicht mehr sehen!" Der Blick seiner Augen ließ keinen Zweifel daran, dass er es ernst meinte.

Verfasst: Mo 02.02.2004 - 09:30
von Cadrim Kagrim
Cadrim blinzelte verdutzt, als ihn Tomás packte und bedrohlich seinen Hammer schwang. Dem Dunkelelfen war, als würde er aus einem bösen Traum erwachen und einen Moment fragte er sich, was der Kleriker meinte. Womit sollte er aufhören? Doch noch im selben Augenblick fiel ihm alles ein und entsetzt über sich selbst beendete er den Zauber. Der Mann brach tot zusammen, doch sein Gesicht zeigte keinen Frieden oder Ruhe, nein es war eine erstarrte Schreckensfratze. Der Mann musste entsetzliche Qualen gelitten haben und mit einem Mal wurde sich Cadrim bewusst, dass er es war, der diese Pein hervorgerufen hatte.

Erschöpft und fassungslos sank der Dunkelelf in Tomás festen Griff zusammen. Was hatte er getan?! Er konnte es nicht fassen. Er hatte seine Prinzipen verraten und die seines Ziehvaters. Wie er sich verabscheute! Schluchzend hielt sich Cadrim die Hände vors Gesicht und versuchte die Erinnerungen zu verdrängen. Erinnerungen an einen dunklen Teil seiner Seele, der Freude an der Quälerei des verletzten Mannes gefunden hatte, Erinnerungen an das betäubende Gefühl der Macht über Leben und Tod. Welcher Dämon hatte nur von seiner Seele Besitz ergriffen?

Verfasst: Mo 02.02.2004 - 14:50
von Baralis
Während seine Begleiter miteinander herumzankten - oder was sie auch taten, Baralis machte sich nicht die Mühe, näher hinzuschauen - sah sich der Magier, der von seiner Rückenwunde nur noch ein leichtes kribbeln spürte, nach überlebenden Hainbewohnern um, und fand bald einen solchen, der noch recht munter aussah.
Baralis unterdrückte das Bedürfnis, den Mann sofort auf eine ausstehende Belohnung hinzuweisen, sondern fragte ihn zuerst, wer ihre Gegner gewesen waren, was sie zu dem Angriff getrieben hatte, und ähnliches. Anteilnahme würde sicherlich die Belohnung ein wenig erhöhen.
"Sie nennen sich selbst 'Gemeinschaft zur Wahrung des rechten Glaubens'. Niemand weis so recht, was für sie der rechte Glauben ist, wahrscheinlich ist das ohnehin nur ein vorgeschobener Grund, brandschatzend durch die Umgebung zu ziehen."
Mehr schien Baralis Gegenüber nicht zu sagen zu haben, so ergriff Baralis wieder das Wort:
"Wir haben euch also einen großen Gefallen getan zu haben. Sicherlich verspürt ihr das Bedürfnis, uns für unsere Mühen zu entschädigen?"

Verfasst: Di 03.02.2004 - 07:35
von Fansal
Spielleiter

Der Mann unterbrach sich dabei, seinen Blick trostlos umherstreifen zu lassen und das Ausmaß der Zerstörung einzuschätzen. Ungläubig starrte er Baralis an.
"Belohnung?", brachte er schließlich hervor. "Guter Mann, sicher sind wir Euch dankbar, dass Ihr unser Leben bewahrt habt, doch sind wir nur ein kleiner Orden, der den Göttern der Natur und des Lebens huldigt und mit den Tieren des Waldes in Einklang lebt - wir haben den Tücken der Zivilisation abgeschworen."
Baralis verfolgte einen ganz und gar unerfreulichen Gedanken. "Und dazu gehört wohl auch das Geld, nicht wahr?", riet er.
"Ja, genau!", antwortete der Mann vor ihm begeistert und bestätigte seine schlimmsten Befürchtungen. "Schon allein deswegen können wir Euch keinerlei Belohnung anbieten, nach der es einen Abenteurer Eures Schlages verlangt. Jedoch..." "Ja?", fragte Baralis aufgeregt, die Gier glitzerte in seinen Augen.
"Nun, die Mitglieder dieser Gemeinschaft haben einen geheimen Treffpunkt im nächsten Dorf - ich könnte mir vorstellen, dass sie dort einige Schätze, die sie aus anderen Tempeln geraubt haben, aufbewahren..."

Spielleiter Ende

Verfasst: Di 03.02.2004 - 11:37
von Tomás de Torquemada
Peinlich berührt trat Tomás einen Schritt zurück. Tränen fühlte er sich immer hilflos gegenüber. Und wenn sie auch noch ein Mann vergoß, GOttes Krönung der Schöpfung, wußte er schon gar nicht was tun.
Immerhin schienen sie ein Zeichen der Reue zu sein. Tomás war sehr verwirrt. Was sollte er nur von seinem Gefährten halten? War er besessen? Ach, wenn doch Pater Abelardo hier wäre, der Exorzist seines Heimatdorfes. Pater Abelardo trieb Dämonen aus wie andere Leute das Vieh aus dem Stall. Einst hatte er in zehn Minuten einen Dämon der Unkeuschheit aus Mutter Inocencia in ein Schwein, dann in ein Huhn, dann in einen Esel und schließlich in ein Holzscheit getrieben, das er anschließend im Herd verbrannte.

Doch Pater Abelardo war nicht hier. Was aber hier war, waren Tomás Schmerzen. Er beschloß Cadrim vorerst weinen zu lassen und sich selbst zu versorgen. In stummem, inbrünstigem Gebet flehte er zu GOtt, der auch diesmal seinen treuen Diener nicht verkannte. Die linke Schulter fühlte sich bald eingerenkt, wenn auch etwas empfindlcih an und die Wunde am Oberschenkel schloß sich auf wunderbare Weise. Neue Kraft pulste durch Tomás wie Alkohol durch einen Trunkenbold.

Neben ihm war Cadrims Schluchzen verebbt. Der Kleriker sah nun, wie blutüberströmt der linke Arm seines Gefährten aussah. "Zeigt mir euren Arm", sagte er ruppig und griff schon zu. Der Arm war so nachtschwarz wie Cadrims Gesicht. Tomás wunderte sich, ob dies vielleicht ein Zeichen der Besessenheit war.

Verfasst: Mi 04.02.2004 - 06:52
von Cadrim Kagrim
Cadrim schluckte seinen Ärger, seine Fassungslosigkeit und seine Tränen hinunter und hielt Tomás dann seinen Arm hin. Doch er brachte es nicht fertig, dem Kleriker in die Augen zu schauen, stattdessen starrte er auf den Boden und erforschte sein Inneres. Selbst jetzt vermochte er noch diese dunkle Präsenz zu spüren, diesen Abgrund seiner Seele, diese böse Seite seines Charakters. Was war geschehen? War er wirklich von einem Dämon befallen, der ihn zwang, Abscheuliches zu tun? Wie hätte das vonstatten gehen sollen? Oder war er selbst der Dämon? War dies das wahre Erbe der Dunkelelfen? Eine abgrundtiefe Bösartigkeit, eine Grausamkeit, die selbst die Menschen, welche seit jeher dem Bösen nicht abgeneigt waren, verschreckte?

Der Dunkelelf hing bitteren Gedanken nach. Musste er in Zukunft noch vorsichtiger sein? Sollte er versuchen, in einem Kampf einen kühlen Kopf zu bewahren? Oder sollte er der Bestie freien Lauf lassen? Die letzte Möglichkeit übte eine erschreckende Faszination auf Cadrim aus; eine innere Stimme flüsterte ihm schmeichelnde Worte zu, versuchte, ihn zu überreden, von seinen hohlen Idealen und Vorstellungen abzulassen und das Böse zu umarmen.
Doch Cadrim gab nicht nach. Zu lange war er auf der Oberfläche gewesen und hatte die Angst und Verachtung, die deren Bewohner den Dunkelelfen entgegenbrachten, am eigenen Leib gespürt. Wenn er jetzt diese Dunkelheit begrüßte, würde er genauso werden wie seine Brüder unter Tage und das wäre das Ende der Person Cadrim Kagrim. Dann würde nur noch eine leere Hülle existieren, gefüllt mit Grausamkeit und dunkelster Bösartigkeit.

Cadrim sah auf, als Tomás etwas sagte. Die Worte sanken in sein Bewusstsein. "Die Wunde ist verheilt" Es klang ruppig und misstrauisch, vielleicht sogar verachtend. Der Dunkelelf achtete nicht darauf. "Danke", murmelte er, dann stand er auf, zog die Kapuze wieder über den Kopf und ordnete den Mantel um sich, sodass er seine wahre Gestalt verhüllte.
Der Mondschein tauchte die Lichtung in silbernes Licht und Cadrim sah sich um, nahm die Einzelheiten des Schlachtsfelds mit aufmerksamen Blicken in sich auf. Viele Weißkapuzen lagen auf dem Boden, ihre Kleidung war blutdurchtränkt. Das Gras hatte sich verfärbt und der Gestank des Todes lag in der Luft, ließ Cadrim übel werden. Vorsichtig zwischen den Toten wandernd, näherte sich der Dunkelelf Baralis, der offensichtlich mit einem der überlebenden Hainbewohner gesprochen hatte.

Verfasst: Mi 04.02.2004 - 14:38
von Baralis
Baralis Frage, wo denn das Dorf läge, wurde mit einem knappen "fünf Meilen westlich." beantwortet.
Er wollte sich gerade zu seinen Begleitern begeben, um ihnen mitzuteilen, dass sie zu dem Dorf reiten würden, von dem der Mensch gesprochen hatte, als er Cadrim auf sich zugehen sah.
Da sich Baralis nicht erklären konnte, was Cadrim ihm zu sagen haben könnte, ergriff er selbst das Wort.
"Der Alte sagte, sie haben kein Geld. Wir werden ins nächste Dorf reiten, wo die Weismützen", wobei er eine ausschweifende Geste über das Schlachtfeld vollführte, "einen geheimen Treffpunkt haben sollen, in dem sie ihre Schätze lagern."
Wenn Cadrim ihm noch etwas zu sagen hatte, so dachte sich Baralis, so konnte das warten, schritt an seinem Gegenüber vorbei, und beeilte sich, auch Tomás von seinen weiteren Plänen zu unterrichten.
"Sagt mir, was hält euer Gott von Gold?", fragte er noch. Ein Gott, der seinen Gläubigen befahl, Reichtum und Macht anzusammeln, das wäre etwas nach seinem Geschmack.

Verfasst: Mi 04.02.2004 - 21:22
von Tomás de Torquemada
Tomás zuckte zurück. Dieser Baralis hatte ein Talent für unvermutete Fragen. Hier standen sie auf einem Schlachtfeld und er wollte theologisieren. "Was soll GOtt von Gold halten? Er braucht keines. Er hat es den Menschen anheimgestellt, etwas damit anzufangen.", antwortete er etwas unwirsch. "Gibt es nicht Wichtigeres zu besprechen? Wer sind diese Weißmützen? Habt ihr das erfahren?"

"Sie haben einen geheimen Treffpunkt im nächsten Dorf." Baralis unterschlug die Schätze vorsichtshalber.

Tomás war hin- und hergerissen. Er hob die Augen zum Himmel: "HErr, erleuchte mich, dass ich die rechte Entscheidung treffe. Wir müssen den Auftrag des Regenten erledigen, das habe ich gelobt, aber können wir diese armen Menschen der Willkür der Weißmützen so überlassen? HErr, wo liegt unsere erste Pflicht?"

Die Antwort kam nicht von oben. sondern von seinen Begleitern.

Verfasst: Do 05.02.2004 - 11:29
von Cadrim Kagrim
'Metzeln wir sie alle nieder, bis zum Letzten! HarHar!'...Nein. Cadrim schüttelte den Kopf. Solch eine Antwort wäre sicher nicht vorteilhaft in der derzeitigen Situation. Besorgt rieb sich der Dunkelelf die Stirn. Wie kam er nur auf solche Gedanken? Die Worte schienen sich selbst zusammengefügt und einen Weg auf seine Zunge gesucht zu haben. Allein das 'HarHar' erschien ihm übertrieben. Schließlich entschied er sich zu einer diplomatischeren Antwort: "Lasst uns auf der Stelle dorthin reiten. Wir sollten...äh, wir dürfen nicht zulassen, dass solche Fanatiker frei herumlaufen. Und eine Belohnung für unsere Dienste erscheint mir mehr als angemessen, findet Ihr nicht?"

Während er nach seinem Pferd suchte, stiegen andere Gedanken an die Oberfläche seines Geistes, verdrängten die beängstigenden Befürchtungen aus seinem Bewusstsein. Irritiert sah sich Cadrim um und fokussierte Tomás. Der Kleriker hatte ihn geheilt. Und er hatte seine wahre Natur erkannt. Oder doch nicht? Cadrim nahm mit einiger Verwirrung zur Kenntnis, dass der Diener GOttes weder schreiend davongelaufen, noch zu der Überzeugung gelangt war, ein glühender Schürhaken würde dem Dunkelelfen die Flausen austreiben. Vielleicht war er ein Mann ohne Vorurteile?

Cadrim lächelte über seine eigene Ignoranz. Nein. Wenn es überhaupt einen Mann mit mehr Vorurteilen als Tomás de Torquemada gab, so musste man zumindest sehr lange nach ihm suchen. In seinem fanatischen Eifer und seiner Bemühung, den Leuten seinen Glauben aufzuzwingen (wobei er augenscheinlich auch keine Gewalt verabscheute), war er so beschränkt in seiner Sichtweise, wie es sich Cadrim kaum vorstellen konnte. Nein, vermutlich hatte Tomás einfach noch nie von den grausamen Taten der Dunkelelfen gehört, geschweige denn einem begegnet. Nachdenklich fing Cadrim sein Pferd ein und führte es am Zügel zu seinen Gefährten.

Verfasst: Do 05.02.2004 - 15:12
von Baralis
Da er ncht das Bedürfnis verspürte, Tomás noch länger dabei zuzusehen, wie er seinen einen Gott um Rat fragte, machte er sich auf die Suche nach seinem Pferd, das sich während des Kampfes aus dem Staub gemacht hatte.

Glücklicherweise dauerte es nicht allzu lange, bis der Dunkelelf sein Pferd wiederfand. Nicht einmal hundert Meter vom Ort des Kampfes entfernt stand das Tier herum, und rupfte an dem spärlich wachsenden Graß.
Das Pferd war wenig begeistert, als Baralis an seinen Zügeln zerrte, um es dazu zu bewegen, ihm zu folgen, doch schließlich wurde es dem Tier zu dumm, und es trottete ihm hinterher, bis beide schließlich wieder bei Baralis Begleitern ankamen.
Nun, da alles erledigt war, was ihn noch im Hain gehalten hätte, hatte es der Magier allerdings eilig, sich um die Belohnung zu kümmern, die die undankbaren Hainbewohner ihm schuldig blieben. So achtete er nicht darauf, ob Cadrim und Tomás bereit zur Weiterreise waren, sondern stieg auf sein Pferd und brachte es in Bewegung, in Richtung Westen.