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Verfasst: Mi 25.01.2006 - 20:14
von Einoel
Na ja, man hat ja schon rausgefunden, dass, wenn man viel Fast Food ist, der Sinn für feine Unterscheidungen zwischen was weißt ich, Thymian und Oregano, verloren geht...
Verfasst: Mi 25.01.2006 - 20:38
von naria
Therak hat geschrieben:Genetisch veränderte oder speziell gezüchtete Pflanzen stopfen wir eh schon täglich in uns rein. Allein die klassische "deutsche" Banane ist ein schönes Beispiel dafür: Bei ihr wurden nämlich die Kerne weggezüchtet.
[...]Schaden kann das Gen-Zeugs höchstens anderen Pflanzen zuführen, wenn es ein genetisch verändertes Pflänzchen schafft aus ihrem Acker auszubrechen und sich in freier Wildbahn anzusiedeln. [...]
Kann ich alles nur dick unterstreichen.
Für mich liegt das Hauptrisiko bei Veränderungen der Gene von Lebewesen in der Einflussnahme auf die Ökosysteme. Deren Gleichgewicht kann teilweise so empfindlich sein, dass schon der Wegfall einer Käferart wegen Nahrungsmangel durch resistent gezüchtete Pflanzen zu erheblichen Schäden führen!
Deswegen halte ich besonders offene Versuchsfelder für kritisch, weil dort jederzeit durch Vögel oder Insekten Pflanzen oder -teile verschleppt werden können.
Verfasst: Mi 25.01.2006 - 22:33
von Castore
Einoel hat geschrieben:Na ja, man hat ja schon rausgefunden, dass, wenn man viel Fast Food ist, der Sinn für feine Unterscheidungen zwischen was weißt ich, Thymian und Oregano, verloren geht...
Der Sinn fehlt uns Deutschen `eh.

Schaut man in die deutsche Küche, so findet man bei 90% aller Bürger wohl nur Pfeffer und Salz und allenfalls eine kleine Gewürzküche, die Oregano oder so was beherbergt.
Dank tollen Connections nach Ägypten komme ich an die wundersamsten Gewürze, die man sich nur denken kann. Da können Geschmackskombos bei raus kommen, wo den meisten deutschen die zunge vor lauter neuer Eindrücke explodiert.

Verfasst: Mi 25.01.2006 - 23:24
von Einoel
Also bei uns zu Haus findet man eine ganze Gewürzkammer

Wir haben, Zimt, Oregano, Thymian, Curry, Lorbeer, Preiselbeeren, roten Pfeffer, schwarzen Pfeffer, Muskatnuss und außerdem noch viele Kräuter vom Balkon
Aber was Ägyptisches haben wir nich ^^
Verfasst: Do 26.01.2006 - 04:05
von Jean-Paul
Naja, ich selber weis nicht viel über Genmanipulierte Lebensmittel, aber eins weis ich.
Wer jemals in den USA bei einem Hotdoc Stand einen gegessen hat, der sollte wissen, das in Ihm gerade mal etwa 10% Fleisch war, der rest waren Substanzen die ich hier nicht weiter erleutern will.
Eins noch, die Lebensmittelwissenschaft/Wirtschaft erwirtschaftet etwa 15 % des Bruttosozialproduktes eines Landes. Das sollte uns schon eher Bedenken hervorrufen.
Verfasst: Do 26.01.2006 - 08:32
von Ebeyon
Antibiotika aus der Tierhaltung können durch die Gülleausbringung auf den Feldern auch von Pflanzen aufgenommen werden und so in die menschliche Nahrung gelangen. Das geht aus einer Studie der Universität Paderborn im Auftrag des Düsseldorfer Verbraucherschutzministeriums hervor.
Dabei bestehe die Gefahr, dass Krankheitserreger im menschlichen Körper nach der Aufnahme geringer Antibiotikamengen gegen die Medikamente resistent würden.
Antibiotika in Fleisch, im reifen Korn und im Trinkwasser
Bei der Studie waren Schweine mit Antibiotika gefüttert und dann die Schweinegülle auf Versuchsparzellen ausgebracht worden. Dort wurde Feldsalat und Winterweizen angebaut. Die Untersuchungen ergaben dann, dass beide Pflanzen die Antibiotika aus dem Boden aufgenommen hatten. Sogar im reifen Korn des Winterweizens wurde das Medikament Chlortetracyclin gefunden. Die Belastung lag nach Angaben des Ministeriums zwischen 35 und 69 Mikrogramm je Kilogramm Frischgewicht. Bislang gibt es für Getreide keine Höchstwerte. Für Fleisch gilt ein Höchstwert von 100 Mikrogramm Chlortetracyclin je Kilogramm.
»Wir haben erstmals den Beweis geführt, dass Antibiotika nicht nur ins Wasser - und damit auch ins Trinkwasser - und in den Boden gelangen, sondern auch von Pflanzen aufgenommen werden. So können sie auch in unsere Nahrungskette gelangen«, hieß es aus dem Ministerium.
Fleisch-Verpackung macht Kinder krank
Eine Studie des Umweltbundesamtes ergab: Jungen im Kindergartenalter sind in Deutschland in hohem Maße mit der Chemikalie DEHP belastet. In ihrem Urin wurde eine doppelt so hohe Konzentration nachgewiesen, wie bei Mädchen. Marike Kolossa vom Umweltbundesamts kommentiert: »Das ist besonders kritisch, weil wir wissen, dass DEHP in diesem Alter die Entwicklung der Hoden beeinflusst.« Bei chronischer Zufuhr kann DEHP bereits in geringen Mengen schädliche Wirkungen auf Hoden, Nieren und Leber ausüben. DEHP kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflussen und zu Störungen an den Geschlechtsorganen männlicher Nachkommen führen. DEHP wird als Weichmacher in Kunststoffen verwendet, z.B. in Verpackungen von Lebensmitteln. Und warum gerade Jungen so stark belastet sind? »Jungs essen wohl mehr Fleisch, und das kommt häufig aus DEHP-haltiger Verpackung«, sagt Marike Kolossa.
Schizophren durch Fleisch?
Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen Fleischessen und Schizophrenie. Je nach Verzehrsgewohnheiten sind 20-80% der Menschen mit dem Toxoplasmose-Parasiten infiziert. Die Ansteckung erfolgt in der Regel über rohes oder unzureichend gegartes Fleisch. Studien haben nun gezeigt, dass bei auffallend vielen Schizophrenen eine Toxoplasmose-Infektion vorliegt. Der Viruloge Fuller Torrey vom Stanley Research Center in Maryland, USA kam nach einer Studie zu dem Ergebnis, dass eine Toxoplasmose-Infektion für Schizophrenie verantwortlich sein könnte.
Quelle: Deutsche Zoonosen-Tagung in Witzenhausen 2005
Gülledüngung: In USA Gesundheitsrisiko Nr. 1
Nicht von Hühnchen oder rohem Ei holen sich Amerikaner die meisten Lebensmittelinfektionen wie Salmonellen oder E-coli-Bakterien, sondern von Gemüse! Wie das? Gemüse wird in der Regel mit Gülle gedüngt, dem Abfallprodukt der Massentierhaltung. Die Erreger gelangen somit aus dem Massenstall direkt aufs Feld und wandern von dort auf den Teller der Verbraucher. So können sogar Vegetarier zu Opfern der Fleischindustrie werden. Will man ein Gesundheitsrisiko ganz ausschalten, müsste man Gülledüngung generell verbieten. Dies ist nur möglich, wenn die Massentierhaltung und somit der Fleischkonsum ganz abgeschafft würde. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ist dabei durchaus realistisch: Immer mehr Lebensmittelproduzenten bieten bereits unbedenkliche Produkte aus Weizen»fleisch« an.
Quelle: Ärztegesellschaft zur Förderung der vegetarischen Ernährung
Verfasst: Do 26.01.2006 - 09:49
von dragonfire
Hy,
... und deshalb bin ich seit 6 Jahren Vegetarierin....
Aber wirklich sicher sein, was im Essen drin ist, kann man sich auch nicht. Hab ich doch jahrelang gedacht, Gummibärchen werden mit Agar-Agar (Gelatineartiges Zeug) hergestellt - aber nix ist. Die Dinger werden mit Gelatine (der aus Rinderknochen) gemacht. Sofort von meinem Naschplan gestrichen...
Aber im Prinzip ist es doch völlig egal, was man ißt. Die meisten Inhaltsstoffe kommen doch sowieso erst raus, wenn sich jemand die Mühe macht, die ganzen Fach- und Fremdwörter für jedermann zu entschlüsseln, und das dann weitererzählt.
Verfasst: Do 26.01.2006 - 13:21
von Argh
dragonfire hat geschrieben:... und deshalb bin ich seit 6 Jahren Vegetarierin....

Auch nur eine Ideologie
Die einzige Alternative ist
Paleofood - denn nur die blanke Not trieb den Menschen dazu ins Gras zu beissen
Früher war ich als konsequenter Anhänger der Alternativen, begeisterter Anhänger von vegetarischen Lebensmitteln und Vollkornprodukten - dann trieben mich grosse gesundheiliche Probleme dazu auf den Körnerfrass (jawohl heute sage ich Körnerfrass

) zu verzichten. Milch kommt mir nurnoch als Joghurt oder Käse auf den Tisch, Getreide nur als "Nichtvollkorn" also Weizen weiss ausgemahlen und Roggen nur nach traditioneller Sauerteiggärung - seither haben sich viele gesundheitliche Probleme gelöst. Im übrigen kann der Mensch nicht völlig auf tierische Produkte verzichten - er würde krank!

Verfasst: Do 26.01.2006 - 14:55
von Castore
Jean-Paul hat geschrieben:Naja, ich selber weis nicht viel über Genmanipulierte Lebensmittel, aber eins weis ich.
Wer jemals in den USA bei einem Hotdoc Stand einen gegessen hat, der sollte wissen, das in Ihm gerade mal etwa 10% Fleisch war, der rest waren Substanzen die ich hier nicht weiter erleutern will.
Eins noch, die Lebensmittelwissenschaft/Wirtschaft erwirtschaftet etwa 15 % des Bruttosozialproduktes eines Landes. Das sollte uns schon eher Bedenken hervorrufen.

Das ist wie die Klage einer Frau, die bei Mäcces einen Fisch Mac gegessen hat und danach eine Fischvergiftung hatte.
MC Donalds musste nichts zahlen, da der Konzern nachwies das der Fish Mac quasi keinen Fisch enthält.

*würg*
Verfasst: Do 26.01.2006 - 15:16
von hafensaenger
Das erinnert mich an den Fall kürzlich in den Medien,
wo sich eine Frau einen abgeschnittenen Finger besorgte und in ihr Chilly tat, um eine Fastfoodkette auf Schadensersatz zu verklagen. Ihr wurde zum Verhängnis, dass der Finger eiskalt aber das Chilly kochendheiß war neben anderen Ungereimtheiten.

Verfasst: Do 26.01.2006 - 15:24
von dragonfire
Hy,
Hafen und CastorE, so langsam werdet Ihr eklig
Aber ich muß gestehen, ich verzichte ja "nur" auf Rind-, Schwein- und Geflügelfleisch und -wurst. Fisch, ja, ohne den kann ich als Fischkopp nicht
Also, auch keine echte Vegetarierin

Verfasst: Sa 28.01.2006 - 21:01
von Ephirnion
Ich muss ebenso wie Naria hier eine Lanze für die Gentechnik zerbrechen

Allein der Verzehr von genmanipulierten Pflanzen wird dem Konsumenten nicht ebenfalls ändern oder krank machen, weil die Unterschiede bei genmanipulierten Pflanzen im Vergleich zu naturbelassenen Pflanzen allein in der Codierung der DNS liegt. Allein im Magen werden durch die stark oxidierend wirkenden Säuren, die DNS(und RNS)-Stränge wieder in ihre Bausteine zerlegt, die absolut identisch in unser aller Zellkernen vorkommen und das seit Jahrtausenden.
Im Übrigen ist die Frage, warum die Natur dann nicht auf die Idee gekommen ist, solche optimalen Genstrukturen zu entwerfen, eigentlich sinnlos, weil "die Natur" nicht denkt. Mutationen (wir selber sind ja mehr oder weniger eine) treten sporadisch und zufällig auf. Meistens kommen dabei Krüppel heraus, die aber durch Selektion wieder aussortiert werden. Einer unter Tausend "Krüppeln" ist dann rein zufällig etwas besser und so wird der eine zum Überlegenen und die anderen zu "Krüppeln"... Kleines Einmaleins der Evolution, wie mein alter Biolehrer es zu sagen pflegte.
Wirkliche Fehler können bei der Manipulation von Genen nur dann passieren, wenn schlampig gerarbeitet wird (in Tokio hat ein Forscherteam beispielsweise an Reis geforscht und jahrelang keine Ergebnisse geliefert, weil die Pe**er einen Primerslot vergessen hatte, der zwar im Weizen, aber nicht im Mais vorhanden war

). In der Regel sind solche Mutationen aber nicht lebensfähig und gehen sofort ein.
Vielmehr sollte man sich darüber im Klaren sein, dass, wenn man ein Feld von genmanipuliertem Mais anbaut, sich der Samen gleichmäßig über einen viel weiteren Bereich ausbreitet, als es das Felb überhaupt einnimmt. Die Frage, die sich einem zwangsläufig stellen sollte ist, ob man es toleriert, wenn heimischer Mais einfach durch den genmanipulierten verdrängt wird.
Verfasst: Sa 28.01.2006 - 22:24
von Gobo
Es ist nicht absehbar, was genmanipulierte Pflanzen im Ökosystem anrichten.
Wir produzieren Jahr für Jahr Tonnen über Tonnen an überschüssigen Lebensmitteln. Wird damit der Hunger in der Welt bekämpft? Stirbt nur ein Mensch weniger, wenn wir hier genmanipulierte Pflanzen züchten, die vielleicht nochmal 10% mehr Ertrag bringen???
Wenn wir in der Landwirtschaft weniger Dünger und Pestizide einsetzen würden, stattdessen auf bekannte natürliche Schädlingsbekämpfung setzen würden (manchmal reicht es ja schon, eine andere Pflanze in der Nähe zu setzen, um andere unerwünschte Pflanzen fernzuhalten), bräuchten wir keine genmanipulierten Pflanzen- und auch bei weitem weniger Lebensmittel zu vernichten, weil der Überschuß nicht mehr so groß wäre.
Verfasst: So 29.01.2006 - 21:30
von naria
Die Überschussproduktion ist zum allergrößten Teil einer für mich völlig unklaren deutschen und europäischen Agrar- und Subventionspolitk geschuldet.
Zehnmal mehr wird durch den Einsatz von genmanipulierten Pflanzen auch nicht geerntet. Zurzeit ist der Unterschied bei in Europa angebauten "Gen-Pflanzen" nicht größer als der durch natürliche Ertragsschwankungen.
Was die mögliche Gefahr für die Ökosysteme angeht, gebe ich dir völlig Recht!
Verfasst: Do 16.02.2006 - 14:20
von Ebeyon
ich hätte da mal ne Frage an unsere Nahrungsmittel-Experten
erstmal vorweg, ein kleiner "Züchtungs"-Grundkurs:
was haben die Menschen früher gemacht, um ihre Getreide-Produktion zu erhöhen?
Man sucht sich von einer Ernte die Ähren aus, die besonders viel Korn tragen. Nur dieses Korn säht man wieder aus und verfährt bei der nächsten Ernte genauso, immer so weiter, bis man eine Getreidesorte gezüchtet hat, wo die Ähren nur so von Körnern strotzen.
Man lässt also nur die sich weitervermehren, die einem zum Ziel bringen.
Nun meine Frage:
Wie bitte schön züchtet man kernlose Weintrauben?

Verfasst: Do 16.02.2006 - 14:35
von Argh
Ebeyon hat geschrieben:Nun meine Frage:
Wie bitte schön züchtet man kernlose Weintrauben?

Ich nehme an man beginnt bei kernarmen Weintrauben und arbeitet sich mit
pfropfen weiter
Es gibt für Pflanzen einige weitere Vermehrungarten neben dem Samen - bekanntestes Beispiel ist die Kartoffel

Verfasst: Do 16.02.2006 - 14:41
von Gobo
Ebeyon hat geschrieben:ich hätte da mal ne Frage an unsere Nahrungsmittel-Experten
erstmal vorweg, ein kleiner "Züchtungs"-Grundkurs:
was haben die Menschen früher gemacht, um ihre Getreide-Produktion zu erhöhen?
Man sucht sich von einer Ernte die Ähren aus, die besonders viel Korn tragen. Nur dieses Korn säht man wieder aus und verfährt bei der nächsten Ernte genauso, immer so weiter, bis man eine Getreidesorte gezüchtet hat, wo die Ähren nur so von Körnern strotzen.
Man lässt also nur die sich weitervermehren, die einem zum Ziel bringen.
Ja, genauso wurden alle Nutzpflanzen und Tiere gezüchtet.
Nun meine Frage:
Wie bitte schön züchtet man kernlose Weintrauben?

Ich wußte es auch nicht, und das wo ich doch in ner Weingegend, sogar aufm Land und mit Freunden aus Winzerfamilien aufgewachsen bin
Aber auch da hilft Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Weintraube
Verfasst: Do 16.02.2006 - 14:50
von Ebeyon
Ja, genauso wurden alle Nutzpflanzen und Tiere gezüchtet.
Und wer erklärt jetzt Niemand/Fenneck im "Gott und die Welt"-Thread, daß dieses Prinzip nicht nur von Menschen angewendet wird, sondern daß die Natur das von alleine auch macht? Nur heißt es dort nicht gezielte Züchtung, sondern Evolution.

Verfasst: Do 16.02.2006 - 15:00
von Gobo
Ich glaube ich wäre schon zufrieden wenn er einsehen würde, dass die moderne Wissenschaft die Existenz eines Gottes nicht ausschließt und sich informieren würde, bevor er Darwin als Looser und die Evolution als Märchen abtut
