Das böse Märchen 2
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"Lass mal sehen ... stimmt ja tatsächlich! Da steht alles drin; wie wir in das Schloss gekommen sind, deine Verwandlung, die drei Aufgaben. Das muss eine Art Tagebuch sein." "Dann würden auch die 100 Seiten Sinn machen. Das soll bestimmt bedeuten, dass alle hundert Jahre jemand den aktuellen Burgherren erlöst," stellte sie erstaunt fest.
"Dann müßen wir ja wohl auch bald den Fluch weitergeben oder zumindest erlöst werden. Laß uns weitersuchen, hier muß doch stehen, wie das geht.", sagte Sebastian ganz aufgeregt, fast so wie damals vor 50 Jahren, als er die Eisbarriere zu dem anderen Schloß gefunden hatte, nur leider weiß er bist heute nicht wie man sie passiert.
"Aber hier ist was ganz anderes interessantes", rief plötzlich Konrad aus einer Ecke der Bibliothek hervor. Erschrocken drehten sich Nadine und Sebastian um und erblickten in sein müdes und leicht verstaubtes Gesicht. "Wie lang bist du denn schon hier?" fragte Sebastian erstaunt. "Du solltest mal ein Bad nehmen und etwas essen. Siehst etwas blass um deine Nase aus."
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen!
"Vielleicht finden wir ja ein Buch über die altgriechische Schrift." meinte Sebastian wieder hoffnungsvoll. Hatte er doch viele Fragen. Über seine Vorfahren. Wie alles mit dem Grafen kam, was damals passierte und wie er zum Vampir wurde und über Lysinda.
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen!
Plötzlich tauchte wie aus dem Nichts eine Gestalt hinter einem Bücherregal hervor und klopfte sich den Staub vom Gesicht. "Der Gnom!?", rief Nadine erstaunt aus. "Ich dachte, er sei längst tot, da er doch vom ewigen Fluch des alten Grafen befreit wurde!?" Kurz nach ihm erschien auch Lysinda und ging sofort auf Sebastian zu, ihn herzlich in die Arme schließend.
Zuletzt geändert von Koni am Mo 19.03.2007 - 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
Koni
... und weiter geht's.... auf die 80 zu, oje

"Nein, tot gewiss nicht, aber ewig Leben werd ich auch nicht." schmunzelte der Gnom". Ich bin ein Gnom und kein Mensch. Wir leben länger als ihr. Irgendwann wird auch für mich die Zeit kommen. Nur nicht jetz. Jetz liegt wichtigeres vor uns.
Interssiert schaute er sich um und die 3 gingen ihm verdutzt hinter ihm her.
"Es hat sich einiges sehr verändert hier", stellte er überraschend fest.
Im laufe der Jahre hatten die 4, da sie ja genug Zeit hatten, ihr Schloss ein wenig auf Vordermann gebracht. Konrad stellte sich als sehr geschickter Handwerker heraus und reparierte einige Sachen.
So waren jetz die Stallungen wieder in Ordnung. Die Brücke über den Hofgraben konnte man wieder ohne Bedenken betreten und auch das Schlosstor ließ sich wieder öffnen. Johann, der sich dem Kochen und wirtschaften widmete hatte sich ein recht hübschen Garten angelegt. Beim Durchforsten des Schlosses und des dazugehörigen kleinen Landes hatte er einige brauchbare Überbleibsel von Kräutern und Gemüsesorten gefunden und sie eingepflanzt. Aber aus irgendeinem Grund konnte er nie über deren Grenze hinaus. Irgendwas hielt ihn fest. Aber hin und wieder verliefen sich auch Hasen oder andere Kleintiere in ihre Gegend.
Nadine und Sebastian widmeten sich in der Zeit mit dem Schloss und deren Zimmern.
OT: ich hab mal Lysinda durch Nadine ersetzt *g
Interssiert schaute er sich um und die 3 gingen ihm verdutzt hinter ihm her.
"Es hat sich einiges sehr verändert hier", stellte er überraschend fest.
Im laufe der Jahre hatten die 4, da sie ja genug Zeit hatten, ihr Schloss ein wenig auf Vordermann gebracht. Konrad stellte sich als sehr geschickter Handwerker heraus und reparierte einige Sachen.
So waren jetz die Stallungen wieder in Ordnung. Die Brücke über den Hofgraben konnte man wieder ohne Bedenken betreten und auch das Schlosstor ließ sich wieder öffnen. Johann, der sich dem Kochen und wirtschaften widmete hatte sich ein recht hübschen Garten angelegt. Beim Durchforsten des Schlosses und des dazugehörigen kleinen Landes hatte er einige brauchbare Überbleibsel von Kräutern und Gemüsesorten gefunden und sie eingepflanzt. Aber aus irgendeinem Grund konnte er nie über deren Grenze hinaus. Irgendwas hielt ihn fest. Aber hin und wieder verliefen sich auch Hasen oder andere Kleintiere in ihre Gegend.
Nadine und Sebastian widmeten sich in der Zeit mit dem Schloss und deren Zimmern.
OT: ich hab mal Lysinda durch Nadine ersetzt *g
Zuletzt geändert von Nadine26 am Di 20.03.2007 - 13:05, insgesamt 1-mal geändert.
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen!
Du meintest doch bestimmt Nadine, oder?Nadine26 hat geschrieben:Lysinda und Sebastian widmeten sich in der Zeit mit dem Schloss und deren Zimmern.
Zusammen gelang es ihnen, die Zimmer wieder bewohnbar zu machen und entdeckten auch einige Überbleibsel ihrer ehemaligen Besitzer, wie zum Beispiel ein rubinbesetztes Schwert aus dem 14. Jahrhundert.
Die Sache mit der Eisbarriere lies Sebastian keine Ruhe finden
er stöberte in einer finsteren Ecke und murmelte vor sich hin "verdammt finster hier".
Der Gnom gesellte sich zu ihm und werkelte an einer verloschenen Lampe.
Plötzlich knarrte es im Regal und eine Geheimtür tat sich auf.
Sebastian und der Gnom sahen sich erstaumt an.
Was der geheime Gang wohl offenbaren wird???
OT @Koni: ab und an mal einen Einwurf bring
er stöberte in einer finsteren Ecke und murmelte vor sich hin "verdammt finster hier".
Der Gnom gesellte sich zu ihm und werkelte an einer verloschenen Lampe.
Plötzlich knarrte es im Regal und eine Geheimtür tat sich auf.
Sebastian und der Gnom sahen sich erstaumt an.
Was der geheime Gang wohl offenbaren wird???
OT @Koni: ab und an mal einen Einwurf bring
Gruß
Gotti
Beachte immer, dass nichts bleibt, wie es ist, und denke daran, dass die Natur immer wieder ihre Formen wechselt.
(Mark Aurel)
Breuna-Level:

Gotti
Beachte immer, dass nichts bleibt, wie es ist, und denke daran, dass die Natur immer wieder ihre Formen wechselt.
(Mark Aurel)
Breuna-Level:

In der anderen Ecke dachte Nadinegerade über etwas ganz anderes nach,`Dieses Schwert sorgte nach seinem Verkauf für das nötige Kleingeld, für die Renovierung, aber das war Schnee von gestern doch heute ging es um einen Weg die Barriere zu überwinden und überhaupt, der Gnom ist nicht menschlich und daher langlebiger, aber Lysinda??´.
Hatte mich auch erst stutzen lassen, aber Nadine war ja dem Gnom gefolgt: "Interssiert schaute er sich um und die 3 gingen verdutzt hinter ihm her." (also Johann, Konrad und Nadine)Dragorad hat geschrieben:Du meintest doch bestimmt Nadine, oder?
Damit Lysinda passt, hatte ich dann meinen Satz mit Lysinda hinzugefügt, die auf Sebastian trifft.
"Na, Halbelf, sollen wir diesem Gang folgen oder traust du dich nicht?", hörte Sebastian den Gnom fragen. "Mit wem sprichst du da. Hast du etwa einen unsichtbaren Freund mitgebracht?" "Wieso?" "Na, du sagtest doch gerade 'Halbelf', wen meintest du denn damit?" "Ach, nichts", biss sich der Gnom auf die Lippen. Oder sollte er dem Jungen offenbaren, dass er Elfenblut in sich trug? Dann würden bald alle wissen, dass seine schöne Lysinda ja eine Elfin war und daher genauso unsterblich wie er.
Koni
... und weiter geht's.... auf die 80 zu, oje

"Jetz sag scho, wen oder was meinst du mit Halbelf?", fragte Sebastian nach und ließ sich nicht mit einem "Ach nichts" abtun. "Meintest du mich? Bin ich ein Halbelf? Ist Lysinda eine Elfin?"
"Nicht so laut dummer Herr und jetz geh da rein", blaffte der Gnom Sebastian an und schob in unsanft in den Geheimgang hinein. Und bevor er hinter Sebastian verschwand, klemmte er ein alten Stuhl an die Tür, damit sie sich nicht wieder verschloss und sie womöglich festsitzen.
OT: Also ich meinte scho Nadine.. habs auch editiert.
Das sollte ein kleiner Rückblick sein, was die 4 im Lauf der 100 Jahre im Schloss so gemacht haben.. sie befinden sich also immer noch in der Bibliothek *g
mit den 3 meinte ich Sebastian, Konrad und Nadine. Johann bewirtete doch Sebastian und Nadine.. daher dacht ich, er wär in der Küche und würde dort halt aufräumen und so..
also gar nicht in die Bibliothek...
"Nicht so laut dummer Herr und jetz geh da rein", blaffte der Gnom Sebastian an und schob in unsanft in den Geheimgang hinein. Und bevor er hinter Sebastian verschwand, klemmte er ein alten Stuhl an die Tür, damit sie sich nicht wieder verschloss und sie womöglich festsitzen.
OT: Also ich meinte scho Nadine.. habs auch editiert.
Das sollte ein kleiner Rückblick sein, was die 4 im Lauf der 100 Jahre im Schloss so gemacht haben.. sie befinden sich also immer noch in der Bibliothek *g
mit den 3 meinte ich Sebastian, Konrad und Nadine. Johann bewirtete doch Sebastian und Nadine.. daher dacht ich, er wär in der Küche und würde dort halt aufräumen und so..
also gar nicht in die Bibliothek...
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen!
OT: Ok, Nadine, beim zweiten Durchlesen passt so schon alles, -war halt ein zwischengeschobener Rückblick -.
Was meint Ihr, soll ich wieder Zusammenfassungen schreiben (wobei ich so nebenbei auch ein paar Tippfehler bereinige und die Zeichensetzung anpasse
)?
Was meint Ihr, soll ich wieder Zusammenfassungen schreiben (wobei ich so nebenbei auch ein paar Tippfehler bereinige und die Zeichensetzung anpasse
Koni
... und weiter geht's.... auf die 80 zu, oje

Also dann mal hier die erste Zusammenfassung:
Ein böses Märchen, Teil 2
[Autoren: jdoge, Dragorad, Nadine26, GOTTI, Koni, ...]
1. Hundert Jahre später
100 Jahre später auf dem gleichen Schloss: Graf Sebastian und Gräfin Nadine dinierten wie jeden Abend gegen 7 Uhr, Butler Johann trug die Speisen auf und sorgte sich vorbildlich um seine Herrschaften, wie jeden Abend seit nunmehr fast 100 Jahren.
"Schmeckt es dir, Schatz?", fragte Sebastian seine Gemahlin nach einer Weile.
"Ja es mundet mir, Konrad hat sich mal wieder übertroffen, was nach fast 100 Jahren wirklich erstaunlich ist, Liebster", erwiderte Nadine, obwohl sie etwas abwesend wirkte.
"Er hatte ja auch Zeit, dazuzulernen - ist irgend etwas? Du wirkst so apathisch."
"Ich denke, die Zeit nagt an der Geduld eines Jeden, auch an der meinen. Auch ich möchte so frei sein wie der "Graf" und sein Gefolge und mich an Unschuldigen über die ganze Welt verstreut laben", sagte Nadine mit einem tiefen Seufzer.
"So kenne ich dich ja gar nicht", stellte er überrascht fest. "Wo ist denn dein Lebensmut, dein Frohsinn?"
"Der ist mir in der langen Zeit etwas abhanden gekommen, aber ich werde ihn sicherlich wiedererlangen, wenn wir uns wieder frei bewegen können. Vielleicht sollten wir den "Grafen" in eine Falle locken, wir sind doch jung und sollten reisen können, hast du nicht eine Idee, das Warten ist frustrierend, sie waren doch nur zweimal in der ganzen Zeit hier", sagte Nadine schon deutlich optimistischer, ob einer Idee ihres Gemahls hoffend.
"Der Graf wird uns da wenig nützlich sein. Wir müssen uns selbst aus dieser Misere befreien können. Es muss einen Weg geben, wie wir die Sterblichkeit erlangen können. Johann durchforstet nun schon seit Ewigkeit dieses Schloss", meinte Sebastian nachdenklich.
"Aber du bist doch sein Nachkomme. Er sagte doch... sein Blut fließt in dir... wenn ich mich nach 100 Jahren richtig erinnere. Wir werden es allein ohne ihn nicht schaffen", erwiderte sie daraufhin entmutigend.
"Der Auslöser, wer oder was war eigentlich der Auslöser? Wenn wir das wüssten, müsste uns das weiterhelfen, also lass uns noch mal die Bibliothek durchforsten, das Wetter ist eh schlecht zum Jagen", meinte Nadine und gab ihrem Mann einen Kuss.
"Ich würde ja spontan mal auf die Sache mit dem Gnom tippen. Wo ist er eigentlich?"
"Sag mal, Lysinda, denkst du nicht auch manchmal mit Wehmut an unsere Abenteuer mit den vier Menschlein zurück?", fragte indes der Gnom und schmiegte sich an die Seite seiner Frau. Die Sonne schien warm auf die Lichtung im Geisterholz und die beiden lagen nach einem erfrischenden Bad im Waldsee ausgestreckt im saftigen Gras. "Zumindest das Schicksal deines Nachfahren sollte dich doch nicht kalt lassen!"
"Du hast ja Recht", erwiderte sie, "nur wie sollen wir Ihnen helfen? Es liegt nicht bei uns, Sie zu erlösen und ihr sterbliches Leben wiederzugeben. Das kann nur der Graf. Und wohin er verschwand vor 100 Jahren, das weiß niemand."
2. In der Bibliothek
Derweil im Schloss.
Nadine und Sebastian begeben sich zur Bibliothek. Ächzend öffnet sich die Tür als sie den Raum betreten. Staub breitet sich wie ein Leichentuch über tausende Bände, gefüllt mit dem Wissen von Generationen.
"Wo willst du anfangen?", fragte Sebastian.
"Keine Ahnung", seufzte Nadine ernüchternd, als sie die Berge von Büchern sah. "Dafür werden wir ewig brauchen."
"Wir haben ewig viel Zeit", stupste Sebastian seine Frau an und lächelte hoffnungsvoll. "Wir werden schon einen Weg finden, sterblich zu werden. Mag sein, dass sein Blut in mir fließt, aber auch das von Lysinda. Ich wünschte nur, der Gnom und sie wären hier und würden uns helfen. Ob die beiden überhaupt noch leben?"
"Hmm, das ist eine gute Frage. Sie wurden ja vom Fluch erlöst und sind sterblich", erwiderte Nadine daraufhin.
Auf der Lichtung packte indessen der Gnom seine Sachen zusammen und ging zu Lysinda, um sich zu verabschieden.
"Mich hält es hier nicht länger, ich habe so eine Ahnung, als könnten 'unsere Kinder' mal wieder etwas Hilfe gebrauchen. Ich bin dann mal fort - zum Schloss des Grafen Seith!"
"Jetz warte", rief Lysinda genervt und in ihrer Ruhe gestört hinterher.
"Ich komm ja mit." Sie raffte sich auf und trottete ihrem Gemahl langsam hinterher. Sie schaute zwar ihrer Idylle wehmütig hinterher, machte sich aber doch insgeheim auch Sorgen um ihre "Schützlinge".
"Du, Sebastian, wie wär's, wenn wir mal in einer Geschichte des Hauses Seith nachschlagen würden. Hier, sieh' mal diesen alten Schmöker: "Geschichte der Grafschaft Seith und der Sausenburg", ist Nadine in der Schlossbibliothek fündig geworden.
Sie schlug das alte staubige Buch auf und begann zu lesen.
"Komisch, ein so altes und dickes Buch und nur alle 100 Seiten ein Eintrag und schau, der letzte Eintrag, das sind ja wir!", sagte Nadine, die - je mehr sie las - immer verwirrter wurde.
"Lass mal sehen ... stimmt ja tatsächlich! Da steht alles drin; wie wir in das Schloss gekommen sind, deine Verwandlung, die drei Aufgaben. Das muss eine Art Tagebuch sein."
"Dann würden auch die 100 Seiten Sinn machen. Das soll bestimmt bedeuten, dass alle hundert Jahre jemand den aktuellen Burgherren erlöst", stellte sie erstaunt fest.
"Dann müssen wir ja wohl auch bald den Fluch weitergeben oder zumindest erlöst werden. Lass uns weitersuchen, hier muss doch stehen, wie das geht", sagte Sebastian ganz aufgeregt, fast so wie damals vor 50 Jahren, als er die Eisbarriere zu dem anderen Schloss gefunden hatte, nur leider weiß er bist heute nicht, wie man sie passiert.
3. Die Sache mit der Eisbarriere
Nadine blätterte ein paar Seiten zurück und fand einen Eintrag aus dem 16. Jahrhundert. "Angeblich soll während der Schlacht von Mohács der damalige Graf zum ersten Mal ein Heilmittel von den angreifenden Osmanen entwendet haben. Es soll ein Stein mit magischen Eigenschaften sein."
"Den er in dem Schloss hinter der Eisbarriere vor unbefugtem Zugriff schützte, nur leider steht hier nicht wie man dorthin kommt. Hast du noch was gefunden, Liebling?" , fragte Nadine, doch ihr Gemahl schüttelte den Kopf.
"Aber hier ist was ganz anderes Interessantes", rief plötzlich Konrad aus einer Ecke der Bibliothek hervor. Erschrocken drehten sich Nadine und Sebastian um und blickten in sein müdes und leicht verstaubtes Gesicht. "Wie lang bist du denn schon hier?", fragte Sebastian erstaunt. "Du solltest mal ein Bad nehmen und etwas essen. Siehst etwas blass um deine Nase aus."
"Macht euch keine Sorgen um mich", erwiderte er erschöpft lächelnd. "Aber ich habe hier ein Manuskript über Eismauern und Barrieren gefunden. Allerdings ist es auf altgriechisch geschrieben, ich kann es nicht entziffern."
"Vielleicht finden wir ja ein Buch über die altgriechische Schrift", meinte Sebastian wieder hoffnungsvoll. Hatte er doch viele Fragen. Über seine Vorfahren. Wie alles mit dem Grafen kam, was damals passierte und wie er zum Vampir wurde und über Lysinda.
Sie verbrachten den halben Tag in der Bibliothek und blätterten durch alle möglichen Bücher, fanden aber nichts richtiges, um den Text zu übersetzen.
Plötzlich tauchte wie aus dem Nichts eine Gestalt hinter einem Bücherregal hervor und klopfte sich den Staub vom Gesicht. "Der Gnom!?", rief Nadine erstaunt aus. "Ich dachte, er sei längst tot, da er doch vom ewigen Fluch des alten Grafen befreit wurde!?" Kurz nach ihm erschien auch Lysinda und ging sofort auf Sebastian zu, ihn herzlich in die Arme schließend.
"Nein, tot gewiss nicht, aber ewig leben werd ich auch nicht", schmunzelte der Gnom. "Ich bin ein Gnom und kein Mensch. Wir leben länger als ihr. Irgendwann wird auch für mich die Zeit kommen. Nur nicht jetzt. Jetzt liegt wichtigeres vor uns.
Interessiert schaute er sich um und die 3 gingen verdutzt hinter ihm her.
"Es hat sich einiges sehr verändert hier", stellte er überraschend fest.
- Im Laufe der Jahre hatten die 4, da sie ja genug Zeit hatten, ihr Schloss ein wenig auf Vordermann gebracht. Konrad stellte sich als sehr geschickter Handwerker heraus und reparierte einige Sachen. So waren jetzt die Stallungen wieder in Ordnung. Die Brücke über den Hofgraben konnte man wieder ohne Bedenken betreten und auch das Schlosstor ließ sich wieder öffnen. Johann, der sich dem Kochen und wirtschaften widmete hatte sich einen recht hübschen Garten angelegt. Beim Durchforsten des Schlosses und des dazugehörigen kleinen Landes hatte er einige brauchbare Überbleibsel von Kräutern und Gemüsesorten gefunden und sie eingepflanzt. Aber aus irgendeinem Grund konnte er nie über deren Grenze hinaus. Irgendwas hielt ihn fest. Aber hin und wieder verliefen sich auch Hasen oder andere Kleintiere in ihre Gegend. Nadine und Sebastian widmeten sich in der Zeit dem Schloss und deren Zimmern. Zusammen gelang es ihnen, die Zimmer wieder bewohnbar zu machen, und sie entdeckten auch einige Überbleibsel ihrer ehemaligen Besitzer, wie zum Beispiel ein rubinbesetztes Schwert aus dem 14. Jahrhundert. –
4. Der Geheimgang
Die Sache mit der Eisbarriere lies Sebastian keine Ruhe finden; er stöberte in einer finsteren Ecke und murmelte vor sich hin "verdammt finster hier".
Der Gnom gesellte sich zu ihm und werkelte an einer verloschenen Lampe.
Plötzlich knarrte es im Regal und eine Geheimtür tat sich auf. Sebastian und der Gnom sahen sich erstaunt an.
Was der geheime Gang wohl offenbaren wird???
In der anderen Ecke dachte Nadine gerade über etwas ganz anderes nach. `Dieses Schwert sorgte nach seinem Verkauf für das nötige Kleingeld, für die Renovierung, aber das war Schnee von gestern doch heute ging es um einen Weg, die Barriere zu überwinden und überhaupt, der Gnom ist nicht menschlich und daher langlebiger, aber Lysinda??´.
"Na, Halbelf, sollen wir diesem Gang folgen oder traust du dich nicht?", hörte Sebastian den Gnom fragen.
"Mit wem sprichst du da. Hast du etwa einen unsichtbaren Freund mitgebracht?"
"Wieso?"
"Na, du sagtest doch gerade 'Halbelf', wen meintest du denn damit?"
"Ach, nichts", biss sich der Gnom auf die Lippen. Oder sollte er dem Jungen offenbaren, dass er Elfenblut in sich trug? Dann würden bald alle wissen, dass seine schöne Lysinda ja eine Elfin war und daher genauso langlebig wie er.
"Jetz sag scho, wen oder was meinst du mit Halbelf?", fragte Sebastian nach und ließ sich nicht mit einem "Ach nichts" abtun. "Meintest du mich? Bin ich ein Halbelf? Ist Lysinda eine Elfin?"
"Nicht so laut, dummer Herr, und jetz geh da rein", blaffte der Gnom Sebastian an und schob ihn unsanft in den Geheimgang hinein. Und bevor er hinter Sebastian verschwand, klemmte er einen alten Stuhl an die Tür, damit sie sich nicht wieder verschloss und sie womöglich festsaßen.
Inzwischen hatte sich Lysinda zu Nadine gesellt. "Na, Gräfin, was wird denn hier ausgebrütet? Euer Gesicht ist ja voller Sorgenfalten? Kann ich irgendwie behilflich sein?"
Ein böses Märchen, Teil 2
[Autoren: jdoge, Dragorad, Nadine26, GOTTI, Koni, ...]
1. Hundert Jahre später
100 Jahre später auf dem gleichen Schloss: Graf Sebastian und Gräfin Nadine dinierten wie jeden Abend gegen 7 Uhr, Butler Johann trug die Speisen auf und sorgte sich vorbildlich um seine Herrschaften, wie jeden Abend seit nunmehr fast 100 Jahren.
"Schmeckt es dir, Schatz?", fragte Sebastian seine Gemahlin nach einer Weile.
"Ja es mundet mir, Konrad hat sich mal wieder übertroffen, was nach fast 100 Jahren wirklich erstaunlich ist, Liebster", erwiderte Nadine, obwohl sie etwas abwesend wirkte.
"Er hatte ja auch Zeit, dazuzulernen - ist irgend etwas? Du wirkst so apathisch."
"Ich denke, die Zeit nagt an der Geduld eines Jeden, auch an der meinen. Auch ich möchte so frei sein wie der "Graf" und sein Gefolge und mich an Unschuldigen über die ganze Welt verstreut laben", sagte Nadine mit einem tiefen Seufzer.
"So kenne ich dich ja gar nicht", stellte er überrascht fest. "Wo ist denn dein Lebensmut, dein Frohsinn?"
"Der ist mir in der langen Zeit etwas abhanden gekommen, aber ich werde ihn sicherlich wiedererlangen, wenn wir uns wieder frei bewegen können. Vielleicht sollten wir den "Grafen" in eine Falle locken, wir sind doch jung und sollten reisen können, hast du nicht eine Idee, das Warten ist frustrierend, sie waren doch nur zweimal in der ganzen Zeit hier", sagte Nadine schon deutlich optimistischer, ob einer Idee ihres Gemahls hoffend.
"Der Graf wird uns da wenig nützlich sein. Wir müssen uns selbst aus dieser Misere befreien können. Es muss einen Weg geben, wie wir die Sterblichkeit erlangen können. Johann durchforstet nun schon seit Ewigkeit dieses Schloss", meinte Sebastian nachdenklich.
"Aber du bist doch sein Nachkomme. Er sagte doch... sein Blut fließt in dir... wenn ich mich nach 100 Jahren richtig erinnere. Wir werden es allein ohne ihn nicht schaffen", erwiderte sie daraufhin entmutigend.
"Der Auslöser, wer oder was war eigentlich der Auslöser? Wenn wir das wüssten, müsste uns das weiterhelfen, also lass uns noch mal die Bibliothek durchforsten, das Wetter ist eh schlecht zum Jagen", meinte Nadine und gab ihrem Mann einen Kuss.
"Ich würde ja spontan mal auf die Sache mit dem Gnom tippen. Wo ist er eigentlich?"
"Sag mal, Lysinda, denkst du nicht auch manchmal mit Wehmut an unsere Abenteuer mit den vier Menschlein zurück?", fragte indes der Gnom und schmiegte sich an die Seite seiner Frau. Die Sonne schien warm auf die Lichtung im Geisterholz und die beiden lagen nach einem erfrischenden Bad im Waldsee ausgestreckt im saftigen Gras. "Zumindest das Schicksal deines Nachfahren sollte dich doch nicht kalt lassen!"
"Du hast ja Recht", erwiderte sie, "nur wie sollen wir Ihnen helfen? Es liegt nicht bei uns, Sie zu erlösen und ihr sterbliches Leben wiederzugeben. Das kann nur der Graf. Und wohin er verschwand vor 100 Jahren, das weiß niemand."
2. In der Bibliothek
Derweil im Schloss.
Nadine und Sebastian begeben sich zur Bibliothek. Ächzend öffnet sich die Tür als sie den Raum betreten. Staub breitet sich wie ein Leichentuch über tausende Bände, gefüllt mit dem Wissen von Generationen.
"Wo willst du anfangen?", fragte Sebastian.
"Keine Ahnung", seufzte Nadine ernüchternd, als sie die Berge von Büchern sah. "Dafür werden wir ewig brauchen."
"Wir haben ewig viel Zeit", stupste Sebastian seine Frau an und lächelte hoffnungsvoll. "Wir werden schon einen Weg finden, sterblich zu werden. Mag sein, dass sein Blut in mir fließt, aber auch das von Lysinda. Ich wünschte nur, der Gnom und sie wären hier und würden uns helfen. Ob die beiden überhaupt noch leben?"
"Hmm, das ist eine gute Frage. Sie wurden ja vom Fluch erlöst und sind sterblich", erwiderte Nadine daraufhin.
Auf der Lichtung packte indessen der Gnom seine Sachen zusammen und ging zu Lysinda, um sich zu verabschieden.
"Mich hält es hier nicht länger, ich habe so eine Ahnung, als könnten 'unsere Kinder' mal wieder etwas Hilfe gebrauchen. Ich bin dann mal fort - zum Schloss des Grafen Seith!"
"Jetz warte", rief Lysinda genervt und in ihrer Ruhe gestört hinterher.
"Ich komm ja mit." Sie raffte sich auf und trottete ihrem Gemahl langsam hinterher. Sie schaute zwar ihrer Idylle wehmütig hinterher, machte sich aber doch insgeheim auch Sorgen um ihre "Schützlinge".
"Du, Sebastian, wie wär's, wenn wir mal in einer Geschichte des Hauses Seith nachschlagen würden. Hier, sieh' mal diesen alten Schmöker: "Geschichte der Grafschaft Seith und der Sausenburg", ist Nadine in der Schlossbibliothek fündig geworden.
Sie schlug das alte staubige Buch auf und begann zu lesen.
"Komisch, ein so altes und dickes Buch und nur alle 100 Seiten ein Eintrag und schau, der letzte Eintrag, das sind ja wir!", sagte Nadine, die - je mehr sie las - immer verwirrter wurde.
"Lass mal sehen ... stimmt ja tatsächlich! Da steht alles drin; wie wir in das Schloss gekommen sind, deine Verwandlung, die drei Aufgaben. Das muss eine Art Tagebuch sein."
"Dann würden auch die 100 Seiten Sinn machen. Das soll bestimmt bedeuten, dass alle hundert Jahre jemand den aktuellen Burgherren erlöst", stellte sie erstaunt fest.
"Dann müssen wir ja wohl auch bald den Fluch weitergeben oder zumindest erlöst werden. Lass uns weitersuchen, hier muss doch stehen, wie das geht", sagte Sebastian ganz aufgeregt, fast so wie damals vor 50 Jahren, als er die Eisbarriere zu dem anderen Schloss gefunden hatte, nur leider weiß er bist heute nicht, wie man sie passiert.
3. Die Sache mit der Eisbarriere
Nadine blätterte ein paar Seiten zurück und fand einen Eintrag aus dem 16. Jahrhundert. "Angeblich soll während der Schlacht von Mohács der damalige Graf zum ersten Mal ein Heilmittel von den angreifenden Osmanen entwendet haben. Es soll ein Stein mit magischen Eigenschaften sein."
"Den er in dem Schloss hinter der Eisbarriere vor unbefugtem Zugriff schützte, nur leider steht hier nicht wie man dorthin kommt. Hast du noch was gefunden, Liebling?" , fragte Nadine, doch ihr Gemahl schüttelte den Kopf.
"Aber hier ist was ganz anderes Interessantes", rief plötzlich Konrad aus einer Ecke der Bibliothek hervor. Erschrocken drehten sich Nadine und Sebastian um und blickten in sein müdes und leicht verstaubtes Gesicht. "Wie lang bist du denn schon hier?", fragte Sebastian erstaunt. "Du solltest mal ein Bad nehmen und etwas essen. Siehst etwas blass um deine Nase aus."
"Macht euch keine Sorgen um mich", erwiderte er erschöpft lächelnd. "Aber ich habe hier ein Manuskript über Eismauern und Barrieren gefunden. Allerdings ist es auf altgriechisch geschrieben, ich kann es nicht entziffern."
"Vielleicht finden wir ja ein Buch über die altgriechische Schrift", meinte Sebastian wieder hoffnungsvoll. Hatte er doch viele Fragen. Über seine Vorfahren. Wie alles mit dem Grafen kam, was damals passierte und wie er zum Vampir wurde und über Lysinda.
Sie verbrachten den halben Tag in der Bibliothek und blätterten durch alle möglichen Bücher, fanden aber nichts richtiges, um den Text zu übersetzen.
Plötzlich tauchte wie aus dem Nichts eine Gestalt hinter einem Bücherregal hervor und klopfte sich den Staub vom Gesicht. "Der Gnom!?", rief Nadine erstaunt aus. "Ich dachte, er sei längst tot, da er doch vom ewigen Fluch des alten Grafen befreit wurde!?" Kurz nach ihm erschien auch Lysinda und ging sofort auf Sebastian zu, ihn herzlich in die Arme schließend.
"Nein, tot gewiss nicht, aber ewig leben werd ich auch nicht", schmunzelte der Gnom. "Ich bin ein Gnom und kein Mensch. Wir leben länger als ihr. Irgendwann wird auch für mich die Zeit kommen. Nur nicht jetzt. Jetzt liegt wichtigeres vor uns.
Interessiert schaute er sich um und die 3 gingen verdutzt hinter ihm her.
"Es hat sich einiges sehr verändert hier", stellte er überraschend fest.
- Im Laufe der Jahre hatten die 4, da sie ja genug Zeit hatten, ihr Schloss ein wenig auf Vordermann gebracht. Konrad stellte sich als sehr geschickter Handwerker heraus und reparierte einige Sachen. So waren jetzt die Stallungen wieder in Ordnung. Die Brücke über den Hofgraben konnte man wieder ohne Bedenken betreten und auch das Schlosstor ließ sich wieder öffnen. Johann, der sich dem Kochen und wirtschaften widmete hatte sich einen recht hübschen Garten angelegt. Beim Durchforsten des Schlosses und des dazugehörigen kleinen Landes hatte er einige brauchbare Überbleibsel von Kräutern und Gemüsesorten gefunden und sie eingepflanzt. Aber aus irgendeinem Grund konnte er nie über deren Grenze hinaus. Irgendwas hielt ihn fest. Aber hin und wieder verliefen sich auch Hasen oder andere Kleintiere in ihre Gegend. Nadine und Sebastian widmeten sich in der Zeit dem Schloss und deren Zimmern. Zusammen gelang es ihnen, die Zimmer wieder bewohnbar zu machen, und sie entdeckten auch einige Überbleibsel ihrer ehemaligen Besitzer, wie zum Beispiel ein rubinbesetztes Schwert aus dem 14. Jahrhundert. –
4. Der Geheimgang
Die Sache mit der Eisbarriere lies Sebastian keine Ruhe finden; er stöberte in einer finsteren Ecke und murmelte vor sich hin "verdammt finster hier".
Der Gnom gesellte sich zu ihm und werkelte an einer verloschenen Lampe.
Plötzlich knarrte es im Regal und eine Geheimtür tat sich auf. Sebastian und der Gnom sahen sich erstaunt an.
Was der geheime Gang wohl offenbaren wird???
In der anderen Ecke dachte Nadine gerade über etwas ganz anderes nach. `Dieses Schwert sorgte nach seinem Verkauf für das nötige Kleingeld, für die Renovierung, aber das war Schnee von gestern doch heute ging es um einen Weg, die Barriere zu überwinden und überhaupt, der Gnom ist nicht menschlich und daher langlebiger, aber Lysinda??´.
"Na, Halbelf, sollen wir diesem Gang folgen oder traust du dich nicht?", hörte Sebastian den Gnom fragen.
"Mit wem sprichst du da. Hast du etwa einen unsichtbaren Freund mitgebracht?"
"Wieso?"
"Na, du sagtest doch gerade 'Halbelf', wen meintest du denn damit?"
"Ach, nichts", biss sich der Gnom auf die Lippen. Oder sollte er dem Jungen offenbaren, dass er Elfenblut in sich trug? Dann würden bald alle wissen, dass seine schöne Lysinda ja eine Elfin war und daher genauso langlebig wie er.
"Jetz sag scho, wen oder was meinst du mit Halbelf?", fragte Sebastian nach und ließ sich nicht mit einem "Ach nichts" abtun. "Meintest du mich? Bin ich ein Halbelf? Ist Lysinda eine Elfin?"
"Nicht so laut, dummer Herr, und jetz geh da rein", blaffte der Gnom Sebastian an und schob ihn unsanft in den Geheimgang hinein. Und bevor er hinter Sebastian verschwand, klemmte er einen alten Stuhl an die Tür, damit sie sich nicht wieder verschloss und sie womöglich festsaßen.
Inzwischen hatte sich Lysinda zu Nadine gesellt. "Na, Gräfin, was wird denn hier ausgebrütet? Euer Gesicht ist ja voller Sorgenfalten? Kann ich irgendwie behilflich sein?"
Zuletzt geändert von Koni am Mi 21.03.2007 - 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
Koni
... und weiter geht's.... auf die 80 zu, oje




