Wolferl hat geschrieben:
Das bringt niemand um, und wer am Existenzminimun rumkrebst ist eh befreit.
So einfach ists nicht.
Ich würde durch eine Befreiung gerade mal ca. 50€/Jahr sparen und hätte dafür 4 komplette Tage verplempert, an denen ich unter Umständen dann auch nen Babysitter organisieren müsste.
Erstaunlicherweise verlangt die GEZ nämlich beglaubigte Kopien, d.h. man muss alle 3 Monate mit dem ALG- Bescheid zu irgend einem Amt tingeln wo man dann oft auch noch nen Euro Gebühr fürs Beglaubigen zahlen "darf". Fahrkosten, Beglaubigungskosten + Zeitaufwand für mich jedes Mal 14€/6-7 Stunden.
Aus meiner Erinnerung kann ich mich nur an 3 Begebenheiten erinnern wo ich beglaubigte Kopien brauchte, und das waren Sachen die mit Änderungen im Familienstand zu tun hatten und mit dem Sorgerecht für meine Kinder.
Dazu kommt dann noch das Porto fürs Einschreiben mit Rückschein- sonst kann man das Hinschicken nämlich gleich sein lassen, ohne Rückschein scheint die GEZ- Post grundsätzlich im Schredder zu landen?
Die Befreiung gilt grundsätzlich nur für 3 Monate, und für angefangene Monate gibt es rückwirkend keine- die Bescheide der ARGE kommen aber grundsätzlich erst knapp vor Monatsende. Es ist also für viele Leute gar nicht möglich, ihren Befreiungsantrag pünktlich ankommen zu lassen, somit muss man einen von drei Monaten oft doch zahlen.
Macht einen Kostenaufwand von ca. 17€ für mich, um 34€ zu sparen- und da hab ich noch nicht eingerechnet, dass ich meiner Nachbarin an den Tagen an denen ich wegen der Beglaubigung unterwegs bin auch immer eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lasse (ohne die Frau wäre ich sowieso total aufgeschmissen

).
Ok, das ist freiwillig, aber schlägt auch nochmal mit 3-5€ zu Buche.
Übrigens kann man (bzw konnte man- ist teilweise schon lange her und ich weiß nicht obs inzwischen anders ist) Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Erziehungsgeld und alle Sozialleistungen (Wohngeld, Sozialhilfe und zuletzt ALG2) die ich bisher beantragt habe OHNE beglaubigte Kopien beantragen, einfache Kopien und ein normaler Brief oder ein Fax reichten da immer aus.
Nachdem ich dann wegen Verspätung einmal meinen Anschlußbus verpasst habe und 2 Stunden durch den Regen nach Hause laufen durfte, hab ich das mit der Befreiung dann aufgegeben- für ne Ersparnis von maximal 17€/Quartal lohnte das eigentlich auch nicht wirklich.
Also zahle ich, obwohl ich nicht müsste ^^
Wolferl hat geschrieben:
Für Leute die keinen Fernseher brauchen und auch nicht haben ist die GEZ doch auch wieder kein Problem, denn dann hat sich das Thema erledigt.
Wäre ja schön wenns so wäre.
Ich kenne ne Menge Leute die tatsächlich (also wirklich, wirklich, wirklich!) kein TV besitzen und GEZ entsprechend nur für Radio/PC mit dem ermäßigten Satz anmelden wollten.
KEINER davon hat das anstandslos durchbekommen, ein Freund bekam über 3 Jahre immer wieder Besuch (den er natürlich nicht reingelassen hat), Zahlungsaufforderungen und sogar mehrere Mahnbescheide.