@ Radagast:
Nun ja, solltest du jemals in deinem Leben von einem Fremdvolk so weit getrieben werden, wie die Palästinenser derzeit von Irael getrieben werden, dann wirst du ausnahmslos
alle Angehörigen dieses Fremdvolkes hassen. Und wenn du schon keine Chance hast, in die Nähe einer militärischen Einrichtung zu kommen, wirst du dich halt in einer Bushaltestelle in die Luft jagen.
Ich kenne die Situation aus Ungarn. In den späten 40igern bis in die 60iger hinein waren die russischen Soldaten mehr als nur unbeliebt. Ist einer von denen
allein aus der Kaserne rausgegangen, ist er nie mehr wieder lebendig zurückgekommen. Er wurde von den Leuten getötet und irgendwo verscharrt. Dazu muss man wissen, dass die Ungarn zwischen 1945 und 1956 genau so unter den Kommunisten litten, wie die palästinenser unter den Israeli. Daher hat die Wut des Volkes auch gereicht, um 1956 die Russen - wenn auch nur für ein paar Tage - außer Landes zu befördern.
Bloss, das Problem ist, dass die Palästinenser das nicht können. Zum einen war in Ungarn Frieden, daher die Russischen Belagerungskräfte still. Zum anderen griffen die Rebellen die Festungsanlagen der Russen nicht an, nur die Präsentstruppen wurden vertrieben. Die Festungen ihrerseits griffen in den Konflikt nicht ein. Und als Russland mit schweren Kriegsgerät (aber ohne Luftwaffe) einen Gegenangrif starteten, war der Aufstand in kürzester Zeit beendet.
In Israel wiederum könnten sich die Israeli nirgeds zurückziehen. Sie wären daher dem Untergang anheim und verteidigen sich besser. Zum zweiten hatten die Russen keinerlei Verbundenheit mit dem ungarischen Land, während die Israeli ihre Heimat verteidigen würden; das fördert die Entschlossenheit. Und auch die Waffen sind wohl andere, es gibt mehr in Israel schwere Waffen, als Russland damals stationiert hatte.
@ Rest:
Sehr witzig, eine eigene ELite aufbauen. Zum einen braucht man, um im Ausland studieren zu können, sehr viel Geld. Und das haben die wenigsten Palästinenser. Auch die Sache mit der Ausreise gestaltet sich schwierig, insbesonders, seit Israel die Infrastruktur zerstört. Zum dritten haben Palästineneser mit Abschlus keine Lobby, die ihnen den Start erleichtern würden.
Man kann die Sachen auch auf vershiedenen Arten darstellen:
So kann man über den Angriff auf Polen 1939 sagen:
"Zur Rückgewinnung verlorener Terretorien wurde Polen im September 1939 von den Deutschen angegriffen, erobert und von Fremdvölkern gesäubert".
Dieser Satz hört sich recht harmlos an. Da wurden wohl ein paar Leute umgesiedelt, einige sind erschossen worden, im großen und ganzen nichts besonderes.
Man kann es aber auch anders ausdrücken:
"Im Zuge der "Erweiterung des Lebensraumes" marschierten das Dritte Reich in Polen auf, nachdem sie einen Zwischenfall fingiert hatten. Hierbei wurden Hunderttausende getötet, Warschau in Grund und Boden Bombardiert und Polen errobert. In dessen Folge wurden Millionen Polen versklavt, 3 000 000 kamen in Konzentrationslager und wurden getötet, zusätzlich wurden 1 500 000 Mio Juden enteignet und getötet."
In diesen Sätzen spiegelt sich das ganze Entsetzen des Krieges wieder.
Genau so kann man auch die Palästinenserfrage so oder so darstellen. Ich habe versucht, differenziert zu schreiben (auch wenn ich pro-palästinensisch bin), und ich denke, ich habe das differenzierter getan, als die Beiträge vor mir.
Was ich aber bis heute nicht vertehe, ist folgendes: Von 79 bis 1948 wurden die Juden benachteiligt, verfolgt und getötert, weil ihnen nachgesagt wurde, sie wären Wucherer, gewissenlos und brutal. Seit 1948 tut die israelische Regierung alles, um diese Vorurteile zu beweisen.
Warum kann Israel nicht der Welt zeigen, dass sie anders sind, als das, was man von ihnen gesagt hat?
Gruss, sepruecom