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Verfasst: Mo 15.05.2006 - 08:56
von Castore
Warum riecht es nach Sommerregen so gut ?
Verfasst: Mo 15.05.2006 - 14:31
von Cheruski Pefil
Vielleicht kommt das davon weil die regentropfen die Luftschichten ein bisschen durchmischen

Verfasst: Di 16.05.2006 - 00:04
von Manni_B
Cheruski Pefil hat geschrieben:Vielleicht kommt das davon weil die regentropfen die Luftschichten ein bisschen durchmischen

... nö, glaube ich nicht.
Der Regen drückt den Mief und Staub auf die Erde und man kann dadurch wieder den 'natürlichen' Naturduft riechen, so wie er vor 300 Jahren auch
vor einem Sommerregen gerochen hat.
Die Luft ist also wieder sauber, rein und kann mit neuen Düften aufgefüllt werden. Auch der Schall wird wieder weiter getragen.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.
Ludwig Uhland
Frühlingsglaube
Verfasst: Di 16.05.2006 - 00:24
von Magnus Ver Magnussen
Wieso laufen Krebse seitwärts?
Verfasst: Di 16.05.2006 - 07:30
von Castore
So.. Hab mich mal erkundigt:
Das was wir nach einem Sommerregen riechen ist Ozon.
Die hohen Spannungen vor einem Gewitter erlauben eine Ionisation des Sauerstoff. Zwei Sauerstoff-Moleküle werden gespalten, die einzelnen Atome reagieren mit anderen Molekuelen und es bildet sich Ozon. Das riecht so, wie es nach einem Sommergewitter riecht.
Zu dem Krebs:
Vielleicht ist es Wind(Wasser)schnittiger, wenn der Krebs seitwärts läuft. *grübel* Oder er verhakt sich, wenn er vorwärts läuft.

Verfasst: Di 16.05.2006 - 12:26
von Magnus Ver Magnussen
Zum Thema Ozon bin ich mir sehr sicher, dass das nicht entsteht. In einer Vorlesung zu Anorganischer Chemie hat der damalige Professor gesagt, dass das was man riecht nicht Ozon ist. Ozon ist ausserdem nicht wirklich gesund. Wenn jemand meine Behauptung widerlegen oder bestätigen kann, wäre ich über eine Bekanntgabe hier im Forum dankbar, das Thema hat mein Interesse geweckt.
Verfasst: Di 16.05.2006 - 13:02
von youth chaker
das mit dem krebs is glaub ich so das er den feind nicht aus den augen verfliert, den wen er vorwärts laufen würde und fliehen müsste würde er den feind eher aus den augen verlieren

Verfasst: Di 16.05.2006 - 13:08
von Magnus Ver Magnussen
Castore hat geschrieben:Vielleicht ist es Wind(Wasser)schnittiger, wenn der Krebs seitwärts läuft.
Naja, wenn ich jetzt erfahren würde, dass es windschnittiger ist, wenn ich seitwärts laufe, würde ich es bestimmt dennoch bleiben lassen. Sieht mir einfach zu albern aus

Verfasst: Di 16.05.2006 - 14:30
von Castore
Heyho Magnus !
Hab mich mal weiter in die Materie eingelesen und bin mir nun auch fast sicher der Meinung, dass es nicht Ozon ist, welches wir da riechen. Wäre auch sehr doof, weil das ziemlich giftig ist und anders (schlecht) riecht. Ozon heißt übersetzt soviel wie "riechen" und hat die Formel O³.
Es gibt zwei weitere Vermutungen (!!) die ebentuell richtig sein könnten. Allerdings scheint es sich hierbei wohl tatsächlich noch um eine allgemeine Wissenslücke zu handeln.
1. Da der Luftdruck vor einem Sommerregen in der Regel in kurzer Zeit stark abfällt, wird die mittlere freie Weglänge der Duftstoffe größer und deshalb erreichen mehr Duftstoffe die Nase. Man riecht nun quasi alles intensiver und das ist dann dieser typische Geruch, (...)
2. (...) nimmt der Luftdruck kurz vor einem Sommerregen ab,
deshalb wird der "Ausdampfen" der Duftstoffe erleichtert, so
dass einfach mehr Gerüche in der Luft liegen.
Verfasst: Di 16.05.2006 - 14:39
von Manni_B
Ozean der Zukunft schreibt:
Warum laufen manche Krebse seit- bzw. rückwärts?
Krebse laufen in der Regel nicht seitwärts, gemeint sind Krabben. Krabben zeichnen sich durch eine Reduktion des Pleons (Abdomens) aus, wodurch der Schwerpunkt unter den Cephalothorax verlagert wird. Diese Verlagerung ist vorteilhaft, da kein Hinterleib mehr nachgeschleppt zu werden braucht. Dadurch können sich manche Krabben tatsächlich in alle Richtungen bewegen. Welche Arten dazu befähigt sind, kann man an der Anordnung der Sternite (ventrale Brustsegment-Platten) erkennen.
Bei Krabben, die sich in alle Richtungen bewegen können, sind die Sternite radial, bei jenen, die sich vornehmlich seitwärts bewegen, im rechten Winkel zur Längsachse angeordnet. Wenn Krabben schnell laufen müssen, geschieht dies immer seitwärts.
Krebse (Süßwasser-Crustacea mit Pleon) laufen mit ihren 4 Schreitbein-Paaren in der Regel vorwärts, sind aber natürlich auch dazu befähigt, rückwärts zu schreiten. Sie tun dies vor allem bei Bedrohung (Krebse sind vorne ausreichend geschützt, am Abdomen allerdings äußerst verletzlich) aber auch um sich auf diese Weise in ihre meist sehr engen Wohnröhren zurück zu ziehen. Rasche Fluchtbewegungen erfolgen zwar ebenfalls nach hinten, allerdings als Schwimmbewegung durch rasches Einschlagen des Schwanzfächers.
Verfasst: Di 16.05.2006 - 17:03
von sepruecom
Verfasst: Di 16.05.2006 - 17:11
von Shadow-of-Iwan
abdomen ist aber was anderes

das ist die bauchregion...das weiß ich zufällig, weil sie bei meiner zivistelle bei den patienten öfter ne sono vom abdomen gemacht haben und das war der bauch
sono=sonographie=ultraschalluntersuchung
Verfasst: Di 16.05.2006 - 17:13
von hafensaenger
Übersetzung hat geschrieben:
Krebse laufen in der Regel nicht seitwärts, gemeint sind Krabben. Krabben zeichnen sich durch eine Rückbildung des Hinterleibes aus, wodurch der Schwerpunkt unter den Vorderleib verlagert wird. Diese Verlagerung ist vorteilhaft, da kein Hinterleib mehr nachgeschleppt zu werden braucht. Dadurch können sich manche Krabben tatsächlich in alle Richtungen bewegen. Welche Arten dazu befähigt sind, kann man an der Anordnung der Panzerplättchen (ventrale Brustsegment-Platten) erkennen.
Bei Krabben, die sich in alle Richtungen bewegen können, sind die Panzerplättchen radial, bei jenen, die sich vornehmlich seitwärts bewegen, im rechten Winkel zur Längsachse angeordnet. Wenn Krabben schnell laufen müssen, geschieht dies immer seitwärts.
Krebse (Süßwasser-Crustacea mit Pleon) laufen mit ihren 4 Schreitbein-Paaren in der Regel vorwärts, sind aber natürlich auch dazu befähigt, rückwärts zu schreiten. Sie tun dies vor allem bei Bedrohung (Krebse sind vorne ausreichend geschützt, am Hinterleib allerdings äußerst verletzlich) aber auch um sich auf diese Weise in ihre meist sehr engen Wohnröhren zurück zu ziehen. Rasche Fluchtbewegungen erfolgen zwar ebenfalls nach hinten, allerdings als Schwimmbewegung durch rasches Einschlagen des Schwanzfächers.
Hoffe Manni nimmts mir nicht krumm.
[/quote]
Verfasst: Di 16.05.2006 - 19:05
von youth chaker
auf deutsch da der schwerpunkt der krabben anders verlegt ist brauchen sie nicht mehr vorwärts zu laufen da sie das auserdem auch bei flucht in ihre höhlen gebrauchen können (hab ich ja schon gesagt .komisch das das richtig war eigentlich nur ein wenig logisch überlegt).
hoffe is so richtig
Verfasst: Di 16.05.2006 - 19:07
von Magnus Ver Magnussen
Dank an Manni und hafensaenger für die Antwort, bzw. Übersetzung. Mich macht nur noch stutzig was daran aussergewöhnlich ist, dass einige Krabben in alle Richtungen laufen können. Ich kann mich ja auch vorwärts, rückwärts und seitwärts bewegen. Oder meinen die, dass sich Krabben auch aufwärts in die Luft bewegen können??
Thema Ozon:
Die beiden Erklärungen klingen auf jeden Fall einleuchtend, da wär ich aber ehrlich gesagt nie alleine drauf gekommen. Tja, Physik ist die Mutter aller Naturwissenschaften

Verfasst: Di 16.05.2006 - 19:09
von youth chaker
Ich kann mich ja auch vorwärts, rückwärts und seitwärts bewegen. Oder meinen die, dass sich Krabben auch aufwärts in die Luft bewegen können??
na im wasser können die das

Verfasst: Di 16.05.2006 - 19:11
von sepruecom
ja, aber wir sind auch recht hochentwickelte Lebensformen. Versuche mal, ein Pferd seitwärts laufen zu lassen, das Tier wird ziemliche Schwierigkeiten damit haben. Ähnlich ist das mit vielen anderen Tieren. Auch Insekten und Spinnen können nur nach vorne laufen oder sich umdrehen, seitwärts laufen sie nur selten...
Gruss, sepruecom
Verfasst: Di 16.05.2006 - 19:40
von jdoge
Hallo zusammen,
ist die Traverse bei der Dressur nicht seitwärts?
Viele Grüße
JD

Verfasst: Di 16.05.2006 - 20:05
von stone
Traverse ist diagonal, also vor- und seitwärts, soweit ich weiss.
Ausserdem sagte sepru ja nicht, dass das Pferd es nicht kann, sondern dass es ihm schwerfällt. Und Dressur ist ja eine Form einem Pferd Dinge beizubringen, die es nicht von allein täte (genauso wie Springreiten, in der Natur überspringen Pferde auch keine hohen Hindernisse, höchstens mal weite).
Verfasst: Di 16.05.2006 - 21:04
von Argh
stone hat geschrieben:Und Dressur ist ja eine Form einem Pferd Dinge beizubringen, die es nicht von allein täte
Eben nicht
Wilipedia hat geschrieben:Dressurreiten ist eine Disziplin des Pferdesports, bei der die natürlichen Veranlagungen des Pferdes durch gymnastische Übungen gefördert und verfeinert werden. Das Dressurreiten hat zum Ziel, das Pferd mit minimalen Signalen („Hilfen“) zum Ausführen der gewünschten Aufgabe („Lektion“) zu veranlassen. Die dressurmäßige Ausbildung des Pferdes stellt die Grundlage jeder reiterlichen Betätigung dar und findet ihre Vollendung in der Hohen Schule.
Hab noch folgendes gefunden:
Travers
Im Travers ist das Pferd in die Bewegungsrichtung gebogen. Die Vorhand bleibt auf dem Hufschlag. Die Hinterhand wird so weit in die Bahn hineingeführt, dass sich das Pferd auf 4 Hufschlaglinien bewegt. Dabei kreuzen Vorder- und Hinterbeine.
Zur Beendigung des Travers wird wie beim Beenden einer Volte auf den Hufschlag zurückgeritten.
Traversale
In der Traversale bewegt sich das Pferd entlang einer gedachten diagonalen Linie, analog zum Travers, nahezu parallel zur langen Seite. Dabei geht die Vorhand geringfügig voraus. Kadenz und gleich bleibender Bewegungsfluss bleiben erhalten.
Es werden halbe, doppelte halbe, ganze und doppelte ganze Traversalen sowie Zick-Zack-Traversalen verlangt. Für Trabtraversalen können eine bestimmte Meterzahl (Viertellinie) gefordert werden, für Galopptraversalen entweder eine bestimmte Anzahl von Galoppsprüngen oder eine bestimmte Meterzahl. Bei jedem Richtungswechsel wird das Pferd geschmeidig in die neue Bewegungsrichtung gestellt und gebogen.
Ihr solltet Euch einigen ob ihr Travers oder Traversale meint, eine Traverse ist auf jeden Fall ein Querträger beim Bau
