@Siladriel
(Mein Gott, ich kann nicht glauben, dass ich das jetzt alles getippt hab:D )
KONTRA: „Bekanntere Argumente gegen Gott“
Eine relativ schlechte Sammlung von „Argumenten“, denn
- auch kleinste Elementarteilchen existieren ohne das ich sie sehen kann
- die Kirche und Gott sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe. Die Kirche kann zu jeder Zeit nur so gut oder schlecht sein wie die Menschen die sie repräsentieren.
- die biblische Schöpfungsgeschichte darf man nicht wörtlich nehmen, sie ist als Gleichnis zu sehen.
- richtiges Argument gegen einen „christlichen Gott“ als alleinige Möglichkeit, kein Argument gegen die Existenz Gottes (es muss ja wirklich nicht unbedingt der aus der Bibel sein)
- wer die Bibel richtig liest erkennt, das die Dreifaltigkeit nicht der Lehre vom einzigen Gott widerspricht (aber: wenn es nicht unbedingt der Gott der Christen sein muss, warum dann nicht an die Existenz mehrerer Götter glauben?)
- keine Ahnung, aber: die Zeit eines König Salomo mit modernen Wertvorstellungen (wie auch denen eines Jesus) messen zu wollen, ist grundsätzlich falsch (siehe untern bzgl. Gewissen)
KONTRA „Weltformel“
Wenn man das Zitat von Weinberg genau liest wird man feststellen, das es Spielraum für Pro und Kontra lässt. So ist es sicher auch zu verstehen.
KONTRA „Widerlegung der Standardaussage von Christen...“
Dies ist die Natur des Glaubens. Wenn ich etwas beweisen kann, muss ich nicht daran glauben – glauben muss ich nur an Dinge die sich dem menschlichen Verständnis entziehen.
NEUTRAL: „Wie sehr hat Gott die Welt geliebt...“
Dies ist maximal ein Argument gegen einen Gott im streng biblischen Sinne an den ich so auch nicht glaube. Für die Existenz eines göttlichen Wesens als höchste Instanz bleibt weiterhin Spielraum. Wenn ich davon ausgehe, dass es ungezählte Sonnensysteme in wiederum ungezählten Galaxien gibt, warum soll sich dieses höchste Instanz um jeden Mist auf der kleinen Erde kümmern? Nur in unserer grenzenlosen Selbstüberschätzung können wir uns diesen Stellenwert im Universum einräumen.
PRO: „Gottesbeweis aus der Übereinstimmung der Völker“
Der Glaube widerspricht mit Sicherheit nicht der Natur des Menschen. Im Gegenteil, aufgrund der den meisten Menschen eigenen Angst vor dem Tod ist der Glaube die Möglichkeit mit dem eigenen Ende fertig zu werden. Dies stellt aber weder einen Beweis für noch gegen die Existenz Gottes dar.
PRO: „Physik kein Anti-Gottesbeweis“
Auch dies ist kein Beweis für oder gegen Gott. Naturgesetze stehen für sich.
PRO: „Gewissen“
Das Gewissen eines Menschen wird durch seine Erziehung (Kultur, Umwelt, etc) geprägt. In anderen Kulturen „urteilt“ das Gewissen in der gleichen Frage anders. Beispiel: Wenn das Zusammenleben eines Mannes mit mehreren Frauen seit Jahrhunderten der normale Zustand ist (siehe König Salomo) wird man keine Probleme mit seinem gewissen haben wenn man mehrere Frauen hat. Andere Beispiele über den prägenden Einfluss der Kultur findet man beim Essen. Ein Bekannter von mir ist gläubiger Mohammedaner. Er ist ein moderner Mensch und in seinen Lebensgewohnheiten 100% Europäer – aber er ekelt sich vor Schweinefleisch genauso wie wir (die meisten jedenfalls) Probleme mit Pferde- oder Hundefleisch haben.
PRO: „Descartes“
Eben weil der Mensch unvollkommen ist sucht er im Glauben an einen Gott Hilfe. Dies ist ein Beweis der eigenen Unzulänglichkeit aber kein Beweis für die Existenz eines Gottes.
PRO: „Jesus und die Bibel“
Hier sollte man deutlich zwischen dem Alten und dem Neuen Testament unterscheiden. Aber auch dann sollte man nicht zu blauäugig sein und nur Aufgrund der vielen Schriften nicht kritisch sein. Gerade im Altertum sind viele Aufzeichnungen erst Jahre nach den jeweiligen Ereignissen gemacht worden (viele nicht alle!). Viele Berichte sind in der Sicht des jeweiligen Schreibers gefärbt oder aus toten Sprachen weitestgehend richtig (aber nicht 100% richtig) übersetzt. Bestes Beispiel ist das alte Testament (Adam und Eva? Moment mal, die hatten doch zwei Söhne, Kain und Abel. Kain erschlug Abel, ging in die Welt und nahm sich eine Frau???? Wo ist die denn jetzt hergekommen?). Nehmen wir die Sinnflut. Sicher fand zu dieser Zeit eine Katastrophe statt. Aber die Arche Noah? Die Liste der Beispiele im AT ließe sich lange fortsetzen – es soll aber erstmal reichen.
PRO: „Kant und...“
Siehe oben unter „Gewissen“
PRO: „Kosmologischer Gottesbeweis“
D'accord, aber auch das ist nur ein Argument für eine höchste Instanz, nicht für einen Gott der Bibel.
PRO: „Ein Gleichnis“
Eben bloß ein Gleichnis!
PRO/KONTRA: „Glaube“
100% richtig
Tot ziens und schönes Wochenende
Vyper