Selbstverfasstes - Besprechung und Diskussion

Bücher (die aus Papier :), Geschichten, Gedichte (gern auch Selbstgeschriebenes) sowie literarische Verfilmungen sind Themen dieses Forums.

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Delta
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Beitrag von Delta »

Und gleich das nächste hinterher....
Christine hat geschrieben: Ich möchte frei sein wie ein Vogel,

singen und fliegen, wann immer mir danach ist

Ich möchte ungezwungen sein wie ein Fisch,

mich einfach in meinem Element treiben lassen

Ich möchte so abschreckend sein wie ein Feuer,

vor dem sich jeder fürchtet und sich niemand in dessen Nähe traut

Ich möchte wachsen und meine Näherstoffe aus meiner unmittelbaren Umgebung holen

Nur dann bin ich ein glücklicher, freier und gesunder Mensch
Hey, das macht Spaß, deine Gedichte gefallen mir. Wenn ich das so lese, sind wir uns glaub ich ziemlich ähnlich. :)
Ich kann mich in diesem Gedicht wiederfinden, es zeigt meine (unsere?) Zerrissenheit zwischen Sanftmut und Wutausbruch, Liebe und Hass.

Der Inhalt dieses Gedichtes ist stark, er bringt so wiedersprüchliche Gefühle zum Ausdruck, dass das meiner Meinung nach in keine 'schöne' Form zu gießen ist. Gefühlsausbrüche sind von elementarer Macht - schön und zerstörend zugleich. So kann man hier auch keine wirklich passende Form wählen, schleifen an diesem Thema ist mir zuwieder, weil jedes 'glätten' an diesem Thema die Aussage verflacht, ja 'schöndichtet'.

Allerdings ist das, was du zu Papier (oder zu Computer) gebracht hast, mehr ein Prosa-Text mit ganzen Sätzen, versuche, diese Aussage zu verstärken, indem du den Text 'zerreißt'. Keine schönen Sätze - Fetzen. Nichts Gereimtes, Gleichklingendes - Splitter. Man soll sich an jedem Satz das Gehirn stechen und darüber nachdenken, den Rest des Satzes selbst ergänzen und ihn so für sich selbst mit Leben füllen.

Eigentlich ist es ein Frevel, so ein Gedicht zu klauen, aber es gefällt mir so gut, dass ich es trotzdem mache. Ich würde es so machen:
frei wie ein Vogel,
singen, fliegen, wannimmer ich will

ungezwungen wie ein Fisch,
mich treiben lassen

abschreckend wie verzehrendes Feuer,
das jeder flieht

Wachsen, Gedeihen
mit anderer Hilfe

gesund
glücklich
frei!
Hach...
Jetzt fühl ich mich frei, wie ein Vogel... :) *strahl*
Das ist ja das schöne an Gedichten, man kann die Gefühl in ihnen teilen.
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Delta
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Beitrag von Delta »

Und gleich das Nächste, ich bin so schön im Fluss...
Christine hat geschrieben:Das Leben birgt Geheimnisse in sich,

und ich weiß, nur dann find ich mich

ich brauche luft,wasser,erde und feuer zum leben

nur nach demm sinn zu streben

ist alles was ich habe wenn ich alleine bin

kennst du den sinn?

Meine Mitmenschen achten und lieben ist mein Ziel

doch bin ich wirklich so stabil?

auch leid, kummer schmerz und trauer mit ihnen zu teilen

nur, um mit ihnen stark auf gottes erde zu weilen
Ich finde, hier hast du es dir selbst unheimlich schwer gemacht, dich eingesperrt und in ein Korsett gezwängt mit deinem Reimschema. Manchmal ist weniger mehr, gerade, wenn man versucht starke, ursprüngliche Gefühle zu Papier (oder Computer) zu bringen.
Elementare, urwüchsige Liebe läßt sich genausowenig in schöne Worte kleiden wie verzehrender Hass, denn durch die geschliffene Form eines Gedichtes werden die Gefühle zivilisiert und verlieren das, was sie so besonders macht.

Ich habe zwar schon eine Neufassung des Gedichtes im Kopf, aber ich würde es begrüßen, wenn du es selbst versuchen würdest, Chrissi. Das ist kein Thema für ein Sonett oder eine andere hochliterarische Form (finde ich). Versuch doch mal, alle Wörter zu streichen, die nur Füllsel sind und nichts wesentliches aussagen. Dann nimm den Rest und streich alles zusammen, was schwach ist, ersetze 'schwache' Worte durch 'starke' Worte (also z.B. 'alleine' durch 'einsam' denn allein ist ein Zustand, einsam ist ein Gefühl und Gefühle sprechen Menschen stärker an).

Würde mich freuen in einiger Zeit eine Neufassung zu lesen. Aber du solltest das nur tun, wenn dir meine Form im letzten Post gefallen hat. Wenn nicht, dann haben wir andere Arten uns auszudrücken und du musst deinen Weg für Dich finden. :)
Zuletzt geändert von Delta am Di 14.10.2003 - 23:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Brân
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Beitrag von Brân »

frei wie ein Vogel,
singen, fliegen, wannimmer ich will

ungezwungen wie ein Fisch,
(....)

Das erinnert mich irgendwie an alte keltische Lieder :)
:top:

lg
[center] "Gute Menschen sind ansteckend!"

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Brân ...fliegt in die dunkle Nacht hinaus... cora cora[/center]
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Tess
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Beitrag von Tess »

@delta: Deine Interpretationen sind beeindruckend und treffend :top:

Sehr lesenswert und tiefgruendig, es freut mich, eine solch qualitativ hochwertige Arbeit zu lesen ! Sowas liesst man selten.

@Naria: Dein Gedicht wird natuerlich nicht vergessen. Es waere allerdings falsch, wenn ich das jetzt ex und hopp mache, dazu ist es zu spaet. Aber Deltalein machts vielleicht ???? :bussi:

*edit* und Deltalein hats gemacht !!! (sollen wir ein literarisches Komplott aufmachen, Delta :) )

Ein Kurzstaetement kommt noch von mir, versprochen.
Zuletzt geändert von Tess am Di 14.10.2003 - 23:02, insgesamt 1-mal geändert.
Jetzt total verrückt, aber das fällt nicht auf. ----- Gruß Tess
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Delta
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Beitrag von Delta »

naria hat geschrieben: Ungeheuer

Sie leben in Gemäueren.
Sie haben Hände.
Sie schützen die Wände
Vor Ungeheuern.

Es lebt' bei den Schätzen.
Es hatte Krallen.
Sie stellten ihm Fallen.
Es kann sie verletzen!

"Fürchtet mich nicht, denn ich bin gut,
Und traut mir, denn ich liebe die Menschen."

Sie fürchten das Tier.
Es ist nicht gut!
In ihrer Wut
Besiegt sie die Gier.

Es muss verschwinden,
Das Ungeheuer!
Sie kamen mit Feuer,
Sie wollten es finden.

"Fürchtet mich nicht, denn ich bin gut,
Und traut mir, denn ich liebe die Menschen."

Da wollte es fliehen.
Die Waffen lauern
Hinter den Mauern,
Wohin sollt' es ziehen?

Sie kamen mit Stangen.
Sie schlugen es nieder,
Es brachen die Glieder.
Sie wollten's nicht fangen.

"Fürchtet mich nicht, denn ich bin gut,
Und traut mir, denn ich liebe die Menschen."

Sie sind nicht in Nöten.
Sie sind ein Heer.
Für imer mehr
Werden sie töten.

"Fürchtet mich nicht, denn ich bin gut,
Und traut mir, denn ich liebe die Menschen."
Hallo Naria!

Du hast nach ehrlichen Meinungen gefragt, du sollst eine bekommen.

Stark durchstrukturiert, Reimschema gut eingehalten, auch die Idee mit dem Refrain ist gut. Gut gefällt mir auch, dass du am Schluß mit der Strophenform gebrochen hast, dadurch dass vor dem letzten Refrain nur noch eine Strophe steht, ich finde das ist ein schöner Hinweis auf das vorzeitige Ende bzw. den gewaltsamen Tod.

Was das Ganze jedoch recht holprig zu lesen macht, ist das uneinheitliche Versmaß (siehe Chrissis erstes Gedicht). Hier besteht noch viel Verbesserungspotential um es leichter lesbar zu machen.
bisher hast du:........warum machst du nicht:
7a............................5a Leben in G'mäuern
5b............................4b Haben Hände
6b............................4b Schützen Wände
5a............................5a Vor Ungeheuern

6a............................5a Lebt bei den Schätzen
5b............................4b Scharfe Krallen
6b............................4b Tappt in Fallen
6a............................5a Kann Sie verletzen!

Refrain

5a............................5a Sie fürchten das Tier
4b............................4b Es ist nicht gut
4b............................4b In ihrer Wut
5a............................5a Besiegt sie die Gier

5a............................5a Es muss verschwinden
5b............................4b Ungeheuer!
6b............................4b Holten Feuer
6a............................5a Sie wollten es finden.

Refrain

6a............................5a Da wollte es flieh'n
5b............................4b Waffen lauern
5b............................4b Hinter Mauern
6a............................5a Wohin sollt' es zieh'n?

6a............................5a Kamen mit Stangen
6b............................4b Schlugen nieder
6b............................4b Brachen Glieder
6a............................5a Wollten's nicht fangen

Refrain

6a............................5a Sind nicht in Nöten
4b............................4b Sie sind ein Heer
4b............................4b Für immer mehr
5a............................5a Werden Sie töten

Refrain
Ich finde die Form 5a 4b 4b 5a sehr schön, weil hier die erste und vierte Zeile Rund sind (also letzte Silbe unbetont) und die dazwischen geladen (letzte Silbe betont). So wird jede Strophe harmonisch durch das Versmaß und das Schließen des Reimes begrenzt.

In der Zweiten Strophe brichst du mit der Form deines Inhaltes. In der ersten Strophe zeichnest du drei Zeilen über Menschen und die vierte über das Ungeheuer, jetzt müsste die nächste Strophe folgerichtig andersherum sein, aber schon die dritte Zeile beschäftigt sich mit den Menschen und nicht mehr mit dem Ungeheuer, das fürht zur Verwirrung.

In Strophe 3 ist mir die letzte Zeile inhaltlich unklar, trotz mehrmaligem Lesen steige ich hier nicht hinter den Sinn, vielleicht bin ich einfach schon zu müde.

Zum Inhalt:
Ja, man merkt, dass du versteckte Botschaften magst. Es regt zum Denken an, die Frage ist, wer hier das Ungeheuer ist. Mir persönlich fehlt jetzt so die überraschende Wende am Schluß oder die Aufklärung, wer das Ungeheuer ist - also der 'Aha-Effekt'.

Dein Gedicht soll eine Sache aussagen, spricht nicht allein das Gefühl an und da ist es für mich immer wichtig, dass ich den Sachverhalt nachvollziehen kann. Ich habe mittlerweile 3 Interpretationsansätze erörtert, bin aber zu keinem Schluß gekommen und werde es jetzt (auch in Anbetracht der Uhrzeit) aufgeben.

Leider hat sich meine Bevorzugte Interpretation, die sich schon beim Titel in meinem Hinterkopf eingenistet hat, nicht bewahrheitet, nämlich die, das der Mensch sich als 'das Ungeheuer' herausstellt.

Nunja, vielleicht magst du zum Inhalt was sagen?

Gruss
Anni

P.S.: Bran, das grenzt ja an ein Kompliment ;) :) *strahl*

P.P.S.: Und wenn ich jetzt mal alle Gedichte bewerten sollte und mir einen Liebling aussuchen sollte, ich würde das Zweite nehmen (also das, aus meinem zweiten Post). Ich finde es einfach am gewaltigsten in der Aussage, es fasst die gesamte Existenz eines Menschen, seine Seele, seine Wünsche, seine Hoffnungen und auch seine Entwicklung (sowohl vergangen wie auch zukünftig) in wenigen, einfachen Worten zusammen, die wirken als wären sie planlos hingeschrieben. Und wenn Chrissi es jetzt noch schafft, das ganze so zu verdichten, dass kein überflüssiges Wort mehr drin ist und jedes Wort eine weitere Steigerung zum Höhepunkt bringt (was un-un-unendlich schwer ist), dann haben wir hier ein wahres Meisterwerk.
Und ja, jetzt dürft ihr mich hauen, weil ihr dieses Gedicht als 'Schrott' tituliert habt und ich es jetzt ein (fast schon) Meisterstück nenne.
Zuletzt geändert von Delta am Di 14.10.2003 - 23:06, insgesamt 3-mal geändert.
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Tess
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Beitrag von Tess »

Delta hat geschrieben:Und gleich das nächste hinterher....
Christine hat geschrieben: Ich möchte frei sein wie ein Vogel,

singen und fliegen, wann immer mir danach ist

Ich möchte ungezwungen sein wie ein Fisch,

mich einfach in meinem Element treiben lassen

Ich möchte so abschreckend sein wie ein Feuer,

vor dem sich jeder fürchtet und sich niemand in dessen Nähe traut

Ich möchte wachsen und meine Näherstoffe aus meiner unmittelbaren Umgebung holen

Nur dann bin ich ein glücklicher, freier und gesunder Mensch
Der Inhalt dieses Gedichtes ist stark, er bringt so wiedersprüchliche Gefühle zum Ausdruck, dass das meiner Meinung nach in keine 'schöne' Form zu gießen ist. Gefühlsausbrüche sind von elementarer Macht - schön und zerstörend zugleich. So kann man hier auch keine wirklich passende Form wählen, schleifen an diesem Thema ist mir zuwieder, weil jedes 'glätten' an diesem Thema die Aussage verflacht, ja 'schöndichtet'.
Anmerk auf die Schnelle:

Es muss nicht heissen "ich möchte", das klingt halbherzig, lieber "ich will", "ich brauche" "ich kann ohne das nicht leben". Das muss rueberkommen. Ihr kennt ja alle Gollum alias Smergul. Der "brauchte" den Schatz, der tat alles fuer den Schatz. So sollte es auch, wie die urspruengliche Aussage es darstellen will, rueberkommen, als ein dringendes, elementares Beduerfnis.
Jetzt total verrückt, aber das fällt nicht auf. ----- Gruß Tess
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Beitrag von Delta »

Tess hat geschrieben:@delta: Deine Interpretationen sind beeindruckend und treffend :top:

Sehr lesenswert und tiefgruendig, es freut mich, eine solch qualitativ hochwertige Arbeit zu lesen ! Sowas liesst man selten.
:oops: danke schööööön... *rotwerd*

Tess hat geschrieben:*edit* und Deltalein hats gemacht !!! (sollen wir ein literarisches Komplott aufmachen, Delta :) )
Also, Frau Doktor, wenn sie das 'L' streichen, dann bin ich da doch sofort dabei! :silly: :D

Delta *gähn* *ins Bett fall*
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Ludwig
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Beitrag von Ludwig »

Freut mich, das es doch geklappt hat mit den Gedichten, das Delta und tess "vorschieben" hat doch geklappt :)
*zu tess und delta zwinker
So stell ich mir ein literarisches Forum vor *freu

Ich stelle also mal den Antrag, den Thead zu teilen, den Poesieteil wieder ins Literaturforum zu stellen und ihn wieder "Poesie" zu benennen :)

Die restlichen Meckereien bitte zur weiteren Schlammschlacht einfach stehen lassen :unschuldig:
:itchy:

Gruss Ludwig
Dr Wunderfitz macht Jungfern rar.
(Schwäbisches Sprichwort)
(=Neugierde)
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Dylan
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Beitrag von Dylan »

Hi @ll

hört sich gut an Ludwig :top: der Poesie-Krims-Krams passt besser in das Literatur-Forum :) und verwässert nur den Sinn und Zweck dieses Thread´s :evil6: man könnte dann auch den Thread in z.B. Hutschnur geplatzt oder lasst die Fetzen fliegen umbenennen :bounce:

:itchy: :shoot1: :shoot2: :shoot3: :sword:
MfG Dylan :unschuldig:

[center]Ich fluche nicht, ich rauche nicht und ich trinke nicht ... :))

Verdammt jetzt ist mir die Kippe in mein Schnapsglas gefallen ... :unschuldig:
[/center]
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mara
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Beitrag von mara »

guter Vorschlag, Ludwig. :) Wird natürlich sofort von mir umgesetzt. ;)

Liebe Grüße!

mara
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Rezeguet
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Beitrag von Rezeguet »

Dann poste ich auch mal 2 Gedichte von mir.....


Du Engel Du

Du Engel Du
Du hast mich unter deinen Schwingen.
Die Art wie du gehst, die art wie du redest
Da könnt ich glatt zum singen anfangen

Du Engel Du
Du bist so erzücken wie nur irgendwas
Die Art wie du geht’s, die Art wie du redest
Darauf fahr ich wirklich ab.

Was ich auch tu, ich finde nachts keinen Schlaf
So was habe ich noch nie erlebt
Ich steh nachts auf und geh hin und her
Wenn das Liebe ist, dann gib mir davon doch mehr
Und mehr und mehr und mehr und mehr

Du Engel Du
Du bist so entzückend wie’s nur geht
Bei deiner Art zu lächeln, unschuldig wie ein Kind
Da schmelz ich einfach weg

Was ich auch tu, ich finde nachts keinen Schlaf
So was habe ich noch nie erlebt
Ich steh nachts auf und geh hin und her
Wenn das Liebe ist, dann gib mir davon doch mehr
Und mehr und mehr und mehr und mehr

Du Engel Du
Du hast mich unter deinen Schwingen
Die Art wie du geht’s, die Art wie du redest
Da steckt alles drin


---------------------------------------------------------------------------------


Und

Kostbarer Engel (Nur ein Gedicht)

Kostbarer Engel wie konnte ich ahnen, dass du es sein würdest
Die mir zeigt meine Verblendung, mir zeigt, dass ich verloren
Wie schwach das Fundament war, auf dem ich stand?
Da werden Glaubenskriege ausgefochten, es wird bis aufs Blut gekämpft
Entweder man ist Gläubig oder Ungläubig, es gibt keine Neutralität.
Der Feind ist raffiniert, wie konnte ich mich so täuschen lassen
Als mein Herz die Wahrheit erkannte und trotzdem nicht glaubte?
Leuchte mir, leucht mit deinem Licht
Leuchte mir, leucht mit deinem Licht
Leuchte mir, leucht mit deinem Licht
Du weißt. Alleine schaff ich’s einfach nicht
Ich bin wohl zu blind um zu sehen

Meine sogenannten Freunde trugen Scheuklappen
Schauten mir tief in die Augen und meinten alles wäre bestens
Können die sich die Finsternis vorstellen die kommen wird über die Erde
Wenn man Gott anfleht zu töten und trotzdem nicht stirbt

Kostbarer Engel lass dir von einer Vision erzählen die ich hatte.
Du schöpftest Wasser für mich, wir wurden verfolgt
Du redetest von Buddha und Mohammed in einem Atemzug
Doch wichtig war dir der, der kam um den Tod eines Verbrechers zu sterben

Leuchte mir, leucht mit deinem Licht
Leuchte mir, leucht mit deinem Licht
Leuchte mir, leucht mit deinem Licht
Du weißt. Alleine schaff ich’s einfach nicht
Ich bin wohl zu blind um zu sehen

Kostbarer Engel du glaubst mir wenn ich dir sag
Dass kein Mensch uns nehmen kann was Gott uns gab
Wir sind geschundene du weißt unsere Ahnen waren Sklaven
Hoffen wir dass sie in ihrem armseligen Grab Gnade fanden

Du bist die Königin meines Fleisches du bist meine Frau mein Kostbarer Engel
Du bist das Licht in meiner Seele und du verschönerst die Nacht
Doch ich sehe grimmige Blicke , darum lass uns fliehen auf dem Weg aus Ägypten durch die Wüste zu Christus Gericht ,mein Kostbarer Engel

Leuchte mir, leucht mit deinem Licht
Leuchte mir, leucht mit deinem Licht
Leuchte mir, leucht mit deinem Licht
Du weißt. Alleine schaff ich’s einfach nicht
Ich bin wohl zu blind um zu sehen

------------------------------------------------------------------

entstanden zu einer schweren zeit im Sommer 2001

und nun lasst euch darüber aus
Daily Telegraph hat geschrieben:"Ein englischer Klub schlägt einen deutschen im Elfmeterschießen - notiert diesen Tag in euren Geschichtsbüchern."
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Tess
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Beitrag von Tess »

@naria: hier die versprochene Analyse vom Kompott-Team-Teil (hi Delta :) :
Ungeheuer

Sie leben in Gemäueren.
Sie haben Hände.
Sie schützen die Wände
Vor Ungeheuern.

Es lebt' bei den Schätzen.
Es hatte Krallen.
Sie stellten ihm Fallen.
Es kann sie verletzen!

"Fürchtet mich nicht, denn ich bin gut,
Und traut mir, denn ich liebe die Menschen."

Sie fürchten das Tier.
Es ist nicht gut!
In ihrer Wut
Besiegt sie die Gier.

Es muss verschwinden,
Das Ungeheuer!
Sie kamen mit Feuer,
Sie wollten es finden.

"Fürchtet mich nicht, denn ich bin gut,
Und traut mir, denn ich liebe die Menschen."

Da wollte es fliehen.
Die Waffen lauern
Hinter den Mauern,
Wohin sollt' es ziehen?

Sie kamen mit Stangen.
Sie schlugen es nieder,
Es brachen die Glieder.
Sie wollten's nicht fangen.

"Fürchtet mich nicht, denn ich bin gut,
Und traut mir, denn ich liebe die Menschen."

Sie sind nicht in Nöten.
Sie sind ein Heer.
Für imer mehr
Werden sie töten.

"Fürchtet mich nicht, denn ich bin gut,
Und traut mir, denn ich liebe die Menschen.
Die Wortwahl ist beeindruckend, man erkennt Gegensaetze (Hände - Krallen), wechselnde Zeitformen, sinnvolle Wiederholungen (fürchten, gut, leben - lebt, Mauern - Gemäueren, Refrain), Metaphern (Waffen lauern). Auch ist eine langsame Steigerung erkennbar (schützen - verletzen - fürchten - schlugen - töten). Zu den Reimformen hat ja Delta schon einiges gesagt, stilistisch gut gewaehlt.

Sehr viel mehr hat mich der Inhalt beschaeftigt. Da ist also ein Ungeheuer, das einen Schatz beschuetzt und wird von einer Meute gieriger Menschen gepeinigt, obwohl es fliehen will, und immer wieder versichert, dass es gut ist und die Menschen liebt. Kann man ihm noch trauen, wenn es immer noch behauptet, die Menschen zu lieben ? Kann man noch das Heer der Menschen lieben, wenn sie sich von Gier getrieben auf das vermeintliche Ungeheuer stuerzen ?

Fuer was steht hier das krallenbewaehrte Ungeheuer, der Schatz und die Menschen ?
Jetzt total verrückt, aber das fällt nicht auf. ----- Gruß Tess
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naria
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Beitrag von naria »

auf mehrfachen wunsch hier eine kurze stellungnhame zu meinem gedicht, was ich mir dabei gedacht habe, warum ich es geschrieben habe, und für wen die einzelnen dinge stehen.



es ging mir, als ich das gedicht geschrieben habe (vor ungefähr 4 jahren) hauptsächlich um die aggressivität der menschen, die alles was sie für eine potenzielle gefahr halten, skrupellos vernichten.
verstärkt wird das noch dadurch, dass sie immer auf der jagd nach rohstoffen, edelmetallen usw. sind (kurz: schätze)


die menschen wollen etwas haben, dabei ist ihnen aber das "ungeheuer" im weg. normalerweise wären sie in ihren häusern vollkommen sicher, wenn sie dort bleiben würden, aber die gier nach den schätzen treibt sie hinaus, und so kommt ihnen das ungeheuer in die quere.
die kombination aus (eigentlich unbegründeter) angst und gier führt zu gewalt.

das ungeheuer ist kein wirkliches ungeheuer, sondern einfach ein lebewesen oder eine gruppe von lebewesen(tiere oder menschen), die ihr eigenes von den (anderen) menschen ungestörtes leben führen wollen. wegen der gefahr, die (wie die menschen irrtümlich glauben) von ihnen ausgeht, und wegen ihres besitzes werden sie bedroht, verfolgt, gejagt, getötet.

zwei möglichkeiten, wer das "ungeheuer" sein könnte:

->scheinbar gefährliche tiere.
-beispiel: der film "der weiße hai" und einige angriffe auf unvorsichtige schwimmer führten zur erbarmungslosen verfolgung dieser normalerweise für menschen ungefählichen fische.
-ähnlich lief es damals mit den bären und wölfen in deutschland ab.

->andere menschen/völker.
-der besitz von land und edelmetallen führte zur versuchten ausrottung der mittel- und nordamerikanischen indianer.
-(fast) aktuelles beispiel: der irakkrieg. die dortigen schätze (öl) und die potenzielle gefahr (atomwaffen) haben zum krieg geführt.


die menschen habe ich einmal durch "waffen" ersetzt, um damit auszudrücken, wie sie oft nur diese anstelle von intelligenz oder kommunikation einsetzen, sie quasi auf ihre gewalt reduziert.

für die wirklichen waffen der menschen steht "feuer", das ich als ersatzbegriff für alle möglichen schusswaffen, bomben usw. benutze.


der anlass für mich das gedicht zu schreiben war kein konkreter. es war mehr das ergebnis meiner überlegungen, warum menschen gewalttätig werden, warum es zu gewalt gegenüber raubtieren oder gegenüber anderen menschen/völkern und zu kriegen kommt.
meine überlegungen habe ich als gedicht formuliert, weil mir jede andere form rein gefühlsmäßig nicht angemessen schien, weil ich mich nicht in der lage sah, es dann genauso subjektiv auszudrücken, wie ich es in dem gedicht versucht habe.
,itlerweile ist das jedoch anders, heute würde ich ein solches thema lieber in einen prosatext verpacken, weil dieser mir mehr sprachliche freiheiten bietet und ich mittlerweile gelernt habe, die selben ausdrucksmittel wie in gedichten auch in prosatexten zu verwenden.
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Beitrag von Delta »

Hallo Naria!

Jetzt hab ich auch etwas besser verstanden, was du aussagen wolltest, an einigen Stellen hab ich dich tatsächlich falsch verstanden.

Also einige Korrekturen:

1. Strophe, 3. Zeile:
"Schutz durch Wände"
Hier wird jetzt klar, dass die Menschen durch die Wände vor den Ungeheuern geschützt werden.

3. Strophe, 4. Zeile:
"Furcht besiegt von Gier"
Jetzt wird glaub ich klar, was du sagen willst, oder?

Zur 2. Strophe, 3. Zeile fällt mir nix ein, kannst ja mal selbst grübeln ;)

Gruss
Anni
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Sildariel
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Beitrag von Sildariel »

Ich kann mich zwar nicht so für Lyrik begeistern, dass ich jeden Tag vor dem Einschlafen ein Gedicht auswändig lerne und dann glücklich bin, aber ca. jedes tausendste Gedicht gefällt mir!
Zu Ephornions Gedicht kann ich noch anmerken, dass wir es ebenfalls im Unterricht als Sonett besprochen haben. Meiner Meinung nach eine lächerliche Verarschung einer unnatürlichen und ebenso lächerlichen Gedichtform. Naja.

Deltas Umarbeitung von Chrissies Gedicht gefällt mir ziemlich gut. (eigentlich braucht es nur wenig Übung und ein wenig Wissen, um einen kunstlosen Gedanken in so schön fließende Verse zu bringen)
Ich würde es allerdings noch ein wenig durch lautliche Besonderheiten ausschmücken und einfach schöner machen. Lest euch mal die folgenden beiden Gedichte durch, am besten laut und mehrmals, das zweite davon habe ich gekürzt, weil es zweifelhafte Inhalte hat.
An den Mistral
(Friedrich Nietzsche)

Mistral-Wind, du Wolken-Jäger,
Trübsal-Mörder, Himmels-Feger,
Brausender, wie lieb ich dich!
Sind wir zwei nicht eines Schoßes
Erstlingsgabe, eines Loses
Vorbestimmte ewiglich?

Hier auf glatten Felsenwegen
Lauf ich tanzend dir entgegen,
Tanzend, wie du pfeifst und singst:
Der du ohne Schiff und Ruder
Als der Freiheit freister Bruder
Über wilde Meere springst.
Unheimlich mitreißend, nicht? Es würden noch neun weitere schöne Strophen folgen, wem es so gefällt wie mir, kennt ja den Autor.

Der Römische Brunnen
(Conrad Ferdinand Meyer)

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.
Meiner Meinung nach ein geniales Gedicht, vielleicht sogar perfekt, wenn ich mich mit dem Inhalt identifizieren könnte.

Vielleicht helfen irgendjemandem diese Gedichte weiter oder vielleicht gefallen sie einfach nur, ich wäre schon zufrieden.

Sildariel
Faszination über Glück.
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Argh
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Beitrag von Argh »

Hi :D

Ich mag Haikus
raschelnde Blätter
goldenes Laub getrieben
durch schwere Schritte

Den Mantel fester gerafft
jetzt heißt es harren - so lang
Grüsse :bounce:
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Rippington
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Beitrag von Rippington »

Sind die von dir selbst, Argh?

Hier ein herbstlicher Haiku von Kishu:

Herbstesdämmerung -
Eine Krähe streicht vorbei
ohne einen Ton.

Eine kleines Gelegenheitsgedicht von mir:

Im Café sitzt du träge da
du schaust mal hier, du schaust mal da.
Bis Knall auf Fall du dann entdeckst
unter welchen Bäumen du dich reckst.
Plumps - fällt eine Nuß dir in den Tee
und schon herrscht Leben im Café. :D

(Es waren Kastanien, aber die haben so elend viel Silben :) )

Und wer Sonette nicht mag: Bitte vorher die von Shakespeare lesen.
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Argh
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Beitrag von Argh »

Rippington hat geschrieben:Sind die von dir selbst, Argh?
Ja :)
Hier noch eins aus dem Februar
zwitschernde Vögel
die Knospen schwellen lautlos
im kahlen Geäst

ah das Nahen des Frühlings
Hoffnung auf Fülle im Jahr
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Tess
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Beitrag von Tess »

Sildariel hat geschrieben:
An den Mistral
(Friedrich Nietzsche)

Mistral-Wind, du Wolken-Jäger,
Trübsal-Mörder, Himmels-Feger,
Brausender, wie lieb ich dich!
Sind wir zwei nicht eines Schoßes
Erstlingsgabe, eines Loses
Vorbestimmte ewiglich?

Hier auf glatten Felsenwegen
Lauf ich tanzend dir entgegen,
Tanzend, wie du pfeifst und singst:
Der du ohne Schiff und Ruder
Als der Freiheit freister Bruder
Über wilde Meere springst.
Da sieht man den genialen Dichter ! Ein schoenes Gedicht mit knappen, klaren Worten. Natuerlich werden die bisher genannten Stilmittel verwandt (Metaphern, Wind-Jaeger usw.), Wiederholungen (tanzend, Freiheit-freiester). Natuerlich ist es bei mir schon eine ziemliche Weile her, dass ich in der Schule Gedichte interpretiert habe, man koennte noch viel mehr dazu sagen, was aber unnoetig ist. Das hat was, das gefaellt mir insgesamt, es ist perfekt.
Unheimlich mitreißend, nicht? Es würden noch neun weitere schöne Strophen folgen, wem es so gefällt wie mir, kennt ja den Autor.
Bei Gelegenheit werde ich mir sie gerne ansehen (das leidige Zeitproblem). Aber ich werde es.
Der Römische Brunnen
(Conrad Ferdinand Meyer)

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.
Meiner Meinung nach ein geniales Gedicht, vielleicht sogar perfekt, wenn ich mich mit dem Inhalt identifizieren könnte.

Vielleicht helfen irgendjemandem diese Gedichte weiter oder vielleicht gefallen sie einfach nur, ich wäre schon zufrieden.

Sildariel
ja, da kannste zufrieden sein, ein kurzes, beeindruckend rundes Gedicht. Der Dichter zielt auf mehr ab, als nur einen Brunnen zu beschreiben und das hallt nach.
Jetzt total verrückt, aber das fällt nicht auf. ----- Gruß Tess
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Beitrag von Tess »

Argh hat geschrieben:Hi :D

Ich mag Haikus
raschelnde Blätter
goldenes Laub getrieben
durch schwere Schritte

Den Mantel fester gerafft
jetzt heißt es harren - so lang
Grüsse :bounce:
Kurz, knapp und aussagefaehig. Muss mich wohl auch mal mit Haikus beschaeftigen....

Besonders die letze Zeile (harren - so lang) hat was, fasst die angestrebte Aussage zusammen. Die doppelten Mitlaute (vorige Zeile=gerafft, naechste Zeile=harren) machen es sprachlich schoen.
Rippington hat geschrieben:
zwitschernde Vögel
die Knospen schwellen lautlos
im kahlen Geäst

ah das Nahen des Frühlings
Hoffnung auf Fülle im Jahr
Klein, aber fein. Besonders, wenn man das Herbstgedicht dazu liesst. Hier ist es in der letzten Zeile die Hoffnung auf Fülle. Ich denke mal, dass Du diese Gedichte im zeitlichen Zusammenhang geschrieben hast.
Jetzt total verrückt, aber das fällt nicht auf. ----- Gruß Tess
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