Die Situation in Israel kann mit Sicherheit nicht geklärt werden, wenn man hingeht und alles mit wilder Leidenschaft betrachtet.
Man muss sich die Fakten anschauen und zwar die Fakten der vergangenen Jahrzehnte.
Das Problem - wenn man das tut, wird man leidenschaftlich. Denn die Fakten sagen eines: Israel konnte / kann die Gruppe sein, die den Frieden auslöst - die Palästinenser sicherlich nicht. Nur Israel will (zumindest zur Zeit) nicht.
Seien wir doch mal bitte realistisch hier - das sollten vor allem diejenigen sein, die sich ein wenig mit Geschichte befasst haben - und schauen wir uns vor allem mal "Mechanismen" an:
Wenn zwei Gruppen im Krieg miteinander liegen (egal ob Bürgerkrieg oder "normaler Länderkrieg") - wenn sich keine ausländische 3. Gruppe in diesen Streit / Krieg eingemischt hat - wer hat denn die Macht den Krieg zu beenden?
Deutlich: Die stärkere Gruppe.
Gibt es in jedem Krieg eine DEUTLICH stärkere Gruppe? Nein - siehe Nordirland. Wenn 2 mehr-oder-weniger starke Parteien aufeinander treffen muss man BEIDE Gruppen dazu bewegen verhandlungsbereit zu sein.
Böse Realität: Wenn eine Gruppe stärker ist - wie jetzt in Israel, muss man eigentlich nur abwarten und dann die stärkere Gruppe zu Verhandlungsgesprächen "überreden". Denn die schwächere Gruppe wird schon durch die Zeit selber mürbe werden - so bitter dies auch ist.
Israel: Wer ist denn gesprächsbereit? "Palästina" auf jeden Fall. Warum? Weil sie bessere Menschen sind? Nö, kein Meter - die berühmt berüchtigten "besseren Menschen" gibt es nicht!
Die Palästinenser stehen mit dem Rücken zur Wand und haben keinen anderen Weg mehr, den sie gehen können. Sie haben keine andere Wahl! Die sind mehr als "mürbe" gemacht.
Was ist denn jetzt mit der anderen Gruppe die uns jetzt noch zu einem Frieden fehlen würde? Israel .......
Sie fordern etwas von den Palästinensern für den Frieden: Einstellung der Selbstmordattentate. Hehehe, nett. Sie könnten genauso verlangen, dass die Palästinenser den Pluto besiedeln, beides ist nicht machbar.
Denn, wie sollen die Palästinenser verhindern, dass nicht dauernd irgendwelche kleine Gruppen oder Einzeltäter sich in die Luft jagen? Wie soll das bitteschön gehen? Erst recht nachdem ihnen alle Verwaltungs- und Polizeigebäude (von Israel) in die Luft gesprengt wurden?
Das ich recht habe - das hat Israel selber bewiesen. Ein Frieden war im Grunde schon da - als dieser israelische Politiker (habe den Namen leider vergessen, ich komm echt nicht drauf) die Verhandlungen geführt hat. Für mich war damals klar: Die Sache ist geklärt, endlich ist Israel den notwenidgen Schritt gegangen. Und was passierte? Ein orthodoxer Jude schoss den guten Landsmann ins Nirvana .......
Dieser eine Politiker, wo ich superpeinlicherweise den Namen vergessen habe - war ein HELD. Das war ein ehrlicher, aufrichtiger und super toller HELD. *giftel* Und ausgerechnet der Kelr wird gekillt *noch immer stinkesauer*
Leider ist irgendwie kein anderer Politiker seiner Art in Sicht, der zumindest auch noch die nötige politische Macht im eigenen Land hat.
Damals wie heute hatte es Selbstmordattentate gegeben. Damals wie heute waren die Palästinenser "gleich" in ihren Forderungen. Daran hat sich nichts geändert. Was sich änderte waren dann die Israelsi. Sie wurden immer radikaler - zumidnest ihre Machthaber.
Jetzt denken wir mal logisch nach: Ein Frieden war möglich mit den Palästinensern die sich, damals wie heute nicht groß verändert haben (AUCH damals gab es genug Selbstmordattentate). Also an den Palästinensern liegt es scheinbar nicht. Woran mag es wohl jetzt liegen das kein Frieden zustandekommt?
Vielleicht an der israelischen Regierung? Na Teufel aber auch, an der liegt es doch tatsächlich. Die haben nämlich nur ihr israelisches Großreich im Hirn und ihren geschichtlichen Rechtsanspruch auf das Land ..... komisch, kommt mir irgendwie bekannt vor ...... und dafür killen, killen und killen sie. Und meinen dann noch eiskalt, dass es doch ein "herausragender Erfolg" war, wenn sie halt zusammen mit einem radikalen Palästinenserführer noch einige kleine Kinder und andere Zivilisten mit in die Luft gejagt haben.
DER MENSCH
Hunger, Schmerz, Verzweiflung, Angst etc. etc. kann Menschen zu Aktionen zwingen, die man sich vorher nie mals zugetraut hätte. Sowohl im positiven Sinne, als auch im negativen.
Angefangen mit "Kleinigkeiten", wie: Ich würde, wenn ich wirklich Hunger hätte und es keinen anderen Weg gibt, wahrscheinlich eigenhändig ein Schnuffi - BabyLamm die Kehle durchschneiden und es sogar Gedärm für Gedärm ausweiden, um es dann zu essen.
Und weiter geht es mit "großen Sachen": Würde ich meinen im sterbenden liegenden Kameraden den Gnadenstoss geben und seine Leiche essen?
KEINER der noch nicht in einer Extremsituation war, kann mit Sicherheit von sich sagen wie er / sie sich dann verhalten würde. KEINER! Man kann noch so ein großer Anhänger Ghandis sein, wenn z.B. das Leben deines eigenen Kindes auf dem Spiel steht (UNABHÄNGIG SOGAR DAVON OB GERECHTFERTIGT ODER UNGERECHTFERTIGT) dann erst zeigt sich wie und was du tust oder nicht.
Im sicheren Deutschland zu sitzen und die Aktionen verzweifelter Menschen zu verurteilen ist mehr als einfach. Halt, verurteilen sollte man sie - ABER NIE sagen: Ich würde das in der Situation nicht tun.

Sir Patrick

Ich denke aber ICH hab Recht.

(Nicht ganz ernst gemeint, aber Galgenhumor sei auch hier erlaubt - lockert vielleicht etwas die angespannte Stimmung).