Also ich habe zwar den Begriff 'neoliberale Globalisierung' nicht geprägt, aber ich versuche es mal mit meinem Restverstand eines Weasels zu erklären...
Das Problem ist, wenn sich jemand kritisch gegen die 3. Form der Globalisierung äußert, wird ihm vorgeworfen, er möchte die Zeit um Jahrhunderte zurückstellen, wo es noch keine Flugezeuge und Internet gab und man so auch in eine eine Zeit zurückfällt, wo eine moralische Ausprägung im Sinne, 'Alle Menschen sind gleich' noch nicht gab, sondern eben noch Kolonialisierung und Sklaverei auf der Tagesordnung stand.fridoxl hat geschrieben:Es gibt [mindestens] drei Formen der Globalisierung:
[1] Eine Moralische: 'Wir sind eine zuammenwachsende Welt, wir sind alle gleich und haben uns alle lieb'.
[2] Eine Technische: 'Mit Flugzeugen und Internet kann man eigentlich jederzeit überall mit jedem Kontakt haben, wenn man will'.
[3] Und eine Wirtschaftliche, wo folgende Gedanken eine Rolle spielen [können]: 'Woanders haben wir billigere Arbeitskräfte, weniger Umweltgesetze, fehlende Arbeitsschutzbestimmungen etc. pp.'.
Auf der anderen Seite machen internationale Großkonzerne Geschäfte nach Variante 3 und stellen das nach außen hin dar, als ob sie lediglich sich für eine Angleichung der Lebensbedingungen in entwickelten und weniger entwickelten Ländern vor hätten.
Das dies eine teilweise fadenscheinige Argumentation ist, davon kann man sich überzeugen, wenn man eine Abbidas oder Neiky Schufabrik in China besuchen würde. Ich habe zumindest einen Bericht darüber in Phönix TV gesehen.
Das Wort 'neoliberal' soll wohl darauf abzielen, dass man voll auf die selbstbereinigende Wirkung des freien Marktes vertraut und weitere Überlegungen, z.B. moralischer Art, die freie marktwirtschaftliche Entwicklung zum Nachteil aller Beteiligten (Firmen, Staaten, Arbeiter etc.) bremsen wird.
Zum Abschluß zwei Ausführungen von Leuten, die mehr davon verstehen:
The Challenges of Globalization
Speakers decry impact on environment, human rights, cultures
------
I'm proud to be a weasel







