Quest 1 - Die Erzverschwörung

Die Tantalischen Berge - Land des Tantalusss

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Argh
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Beitrag von Argh »

Mühsam ließ sich Bruenor vom Ponie plumpsen, er massierte sich die Beine und machte ein paar Lockerungsübungen. Mochten die anderen auch lachen - ein Zwerg bei der Gymnastik, aber ihm fehlte die Energie ein blickgeschütztes Plätzchen aufzusuchen.

Währen die anderen mit sich selbst beschäftigt waren, kümmerte Bruenor sich um sein Ponie. Er raufe etwas trockenes Gras aus und rieb das Ponie, sorgfältig trocken. Plumpel schnaubte entzückt und stubste in mit der Schnauze an. Bruenor brummte: "Ich weiß schon was Du willst." griff in das Säckchen und gab dem Ponie einen Apfel. Das Ponie war ja ein ganz liebes Tie, aber das änderte nichts an der Tatsache daß er sich lieber auf seinen eigenen Füßen fortbewegte.

Bruenor schnappte sich Sattelzeug und Gepäck und brachte alles zur Hütte. In der Hütte sah er zwei kleine Körbchen - ein Grinsen stahl sich auf Bruenors Gesicht: am Rande der Lichtung hatte er Himberbeerbüsche gesehen und er hatte auch Pilzgeruch in der Nase gehabt. Zu den anderen gewandt sprach Bruenor: "Ich werde mal die nähre Umgebung der Hütte erkunden, bis gleich."

Bruenor stapfte los, er konnte keine Spuren von eventuellen Gegnern entdecken - hier war schon seit Tagen niemand mehr vorbei gekommen. Immer wieder blieb Bruenor stehen und lauschte aber außer den Stimmen der Gefährten gab es nur die Stimmen der Vögel zu hören. Bruenor machte sich an Beeren pflücken, endlich eine Tätigkeit die nichts mit Morden und Töten zu tun hatte. Nachdem das Körbchen für die Himbeeren gefüllt war nahm Bruenor das andere Körbchen und suchte unter den hohen Bäumen, auch hier gab es keiner Spuren von Monstern oder Goblins, dafür gelang es Bruenor Mengen von Maronen und Pfifferlingen zu finden.

Fröhlich strebte er zur Hütte, wo sich die Gefährten eingerichtet hatten. Bruenor überkam ein seltsames Gefühl, diese Hütte und diese Lichtung irgendwie war das seltsam die Lichtung und die Hütte wie konnten sie so unversehrt sein, irgend ein sehr starker Zauber muß hier am Werk sein und diese fürstliche Vorratslager schützen.

Bruenor gab seine Schätze Hannes, der für die Zubereitung des Abendessen eingeteilt war. Dann setzte er sich an das Feuer zu den anderen und kramte das Schriftstück hervor, daß er bei dem Dieb in der Kanalisation gefunden hatte.
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Fansal
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Beitrag von Fansal »

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Während sich die anderen um das Essen kümmerten oder einfach nur verschnauften, erbrach Bruenor das Siegel des Pergaments, das er bei dem toten Mann in der Kanalisation Kalanos' gefunden hatte. Der Zwerg kniff ein wenig die Augen zusammen, um die aufs nötigste beschränkte Schrift zu entziffern, dann las er:

"Wieder zwei Krähen gefallen. Alle zurück zum Adlerhorst. Panther noch auf freiem Fuß. Falke gibt neue Anweisungen. Treffpunkt Grün. Passwort: Eierdieb"

Sichtlich verwirrt schaute der Zwerg auf und las die Botschaft noch einmal, aber er wurde einfach nicht schlau daraus.
Schließlich sah er sich das Siegel an: Ganz klein vermochten die Augen Bruenors einen Schlüssel und eine Zange, die über Kreuz lagen, zu erkennen.

Spielleiter Ende
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Rippington
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Beitrag von Rippington »

Das Abendessen war ein Festmahl. Einem fürstlichen Pilzgericht folgte ein Korb Himbeeren. Unter Aufbietung aller Disziplin, die sie im Kloster gelernt hatte, gelang es Perdondaris, die anderen nicht wegzuschubsen und alle Himbeeren alleine zu futtern. Sie begnügte sich mit ihrem Anteil und genoß jede einzelne Beere. Ah! Jetzt noch eine ungestörte Nachtruhe und sie war bereit, den Horden der Finsternis gegenüberzutreten.

Neben ihr las Bruenor einen Brief. Sie wollte sich nicht in seine persönlichen Angelegneheiten einmischen, aber er sah so verwirrt aus, dass sie ihn fragte, ob er ihr helfen könne. Bruenor erzählte ihr, wie er an das Schriftstück gelangt war und reichte es ihr.

"Wieder zwei Krähen gefallen. Alle zurück zum Adlerhorst. Panther noch auf freiem Fuß. Falke gibt neue Anweisungen. Treffpunkt Grün. Passwort: Eierdieb"

Hmhm. Ohne Zweifel ein Code. Sie überlegte laut: "Die zwei Krähen sind entweder Opfer oder Gefolgsleute des Schreibers. Gefallen deutet auf Gefolgsleute, bei Opfern würde wohl beseitigt stehen. Adlerhorst ist bestimmt das Hauptquartier. Panther auf freiem Fuß ist zweideutig, könnte ein Gegner oder ein Gefolgsmann sein. Vielleicht ein Gefolgsmann, der festgenommen war und entfliehen konnte. Falke dürfte ein Anführer sein. Grün deutet auf verschiedene Treffpunkte, die je nach Bedarf genutzt werden.
Der Brief dürfte Hauptmann Alkar interessieren. Leutnant Harnett, was meint ihr?"

Gleichzeitig mit dem Leutnant wurde auch Kuryn aufmerksam. Als Meuchelmörder könnte er vielleicht einige berufsbedingte tiefere Einsichten zu dem rätselhaften Text beisteuern.
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn war direkt hinter dem Leutnant, als dieser zu Perdondaris und Bruenor geschlendert kam.
"Hmm, ich werde nicht recht schlau daraus...", sagte Harnett wie zu sich selbst, nachdem er den Brief zweimal gelesen hatte.
"Wenn ich darf...", sagte Kuryn und entwand ihm schnell das Papier.
Bedächtigt las er jedes Wort, dann warf er noch einmal einen Blick auf das Siegel und als er den Brief zum zweiten Mal gelesen hatte, wandte sich Kuryn nickend an die anderen:
"Ich glaube, ich weiß worum es sich hierbei handelt. Dieses Siegel ist das Wappen der Diebesgilde und der Rest dürfte so sein, wie Perdondaris es schon vermutet hat. Dies ist ein Befehl, dass sich alle Gildenmitglieder im Hauptquartier melden. Der erste Teil deutet daraufhin, dass bereits Diebe gefallen sind. Entweder von einer konkurriernden Schmugglerbande oder vielleicht auch von...Meuchelmördern..."
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Argh
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Beitrag von Argh »

Bruenor war die Sache jetzt sehr peinlich hätte er doch früher ...

Dunicus tratt hinzu: "So auf die schnelle fällt mir auch nichts, dazu ein aber vielleicht - finden wir unterwegs etwas was zu diesen Informationen paßt. Es ist auch gut, das wir eines der streng geheimen Codewörter der Diebesgilde erfahren haben - das mag nützlich sein. Baron Gardell sollte auf jeden Fall dringend davon erfahren. Hmm, etwas abseits vom Weg kaum einen halben Tagesritt der Turm des Erzmagiers Moranthor. Der kann sich mit Lagustan in der Hauptstadt in Verbindung setzen. Der Magier steht treu zur Krone, allerdings, allerdings ein schwieriger Typ und leicht erzürnt. Leutnant Harnett ... "
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Rippington
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Beitrag von Rippington »

"Aber jetzt", fuhr Meister Dunicus fort, "Wird es Zeit für die Nachtruhe. Da wir einen befestigten Standort haben reichen zwei Mann pro Wache. Einer bei den Tieren und einer, der Runden um die Hütte dreht."
Er holte ein paar farbige Hölzchen in einem Beutel aus der Tasche. "Zieht blind ein Hölzchen. Gleiche Farbe, gleiche Wache. Rot ist die erste, grün die zweite, blau die dritte und gelb die vierte."

Perdondaris hatte Glück und erwischte gelb. Prima! Sie brauchte also nur etwas früher aufzustehen und das war sie aus dem Kloster eh gewohnt. Es gab genug Decken hier, dass man es sich überall gemütlich machen konnte. So verzichtete sie auf eine der Kojen und legte sich in eine Ecke. Nicht ohne vorher ihrem Gott das Abendgebet gegeben zu haben.
Eine kleine Weile lag sie noch wach und überdachte den Brief und Meister Dunicus Anweisungen. Vielleicht konnte er morgen früh etwas deutlicher sagen, wo dieser Magier wohnte. Ein halber Tagesritt von dieser Hütte aus oder von wo? Und abseits des Weges? Wie sollte man den finden, geschweige denn mit einem Pferd quer durch diesen dichten Wald reiten?
Ein letzte Mal gähnte sie und schlief ein.
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn war gespannt, wo dieser Magier wohl lebte. Naja, das würden sie morgen sehen...

Der Meuchler hatte Glück, er erwischte ein grünes Stäbchen, das hieß er würde als zweiter den Wachposten übrnehmen, nachdem Hannes und Dunicus die erste Wache geschoben hatten. Das meiste Pech hatten wohl die, die die dritte Wache übernommen hatten und mitten in der Nacht aufstehen mussten - das war in etwa das gleiche, als wenn sie überhaupt nicht geschlafen hätten.
Kuryn musste kurz lächeln, als er Bruenors Gegrummele über diesen Umstand hört, dann machte er sich auf der einen Pritsche gemütlich und schlief ein.

Nach ein, zwei Stunden unruhigen Schlafs wurde er von dem Schaft einer Axt geweckt, die sich in seinen Rücken bohrte. Mit einem leisen Grunzen fuhr der Assassine herum und sah das grinsende Gesicht Meister Dunicus' über sich aufragen.
"Mach Platz, Junge, meine alten Knochen sind müde.", flüsterte der leise, um die anderen nicht zu wecken.
Als Kuryn nach draußen ging, sah er noch, wie der Zwerg vorsichtig seine Rüstung ablegte und seine Axt direkt neben dem Bett plazierte, dann begann er seine Runden um das Haus zu drehen, während Merrin und ein anderer Wächter bei den Pferden blieb.
Immer wieder hörte der Meuchler unnatürliche Geräusche, doch nie kamen sie nahe genug heran, als dass er Alarm hätte geben müssen. Wenigstens trug die Aktivität im Wald dazu bei, dass Kuryn nicht einschlief, obwohl seine Ausbilder ihn gelehrt hatten, wenn nötig mehrere Tage ohne viel Schlaf auszukommen.
Nach einigen Stunden ereignisslosen Wachens, ging Kuryn mit den anderen wieder hinein und rüttelte Bruenor wach.
Mit einem leisen Gähnen flüsterte er ihm zu:
"Eure Wache."
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Argh
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Beitrag von Argh »

Also gut dachte Bruenor wenn den sein muß er wälzte herum und rappelte sich auf. Er ging nach draussen, umrundete die Hütte, spähte in den Wald und blieb ab und zu stehen um zu horchen. Es gab nichts! Die Nacht verlief völlig ereinignislos. Bruenor versuchte nochmal über die geheimnisvolle Schriftrolle nachzudenken, aber kamm zu keiner Lösung.

Er zuckte mit den Schultern, der Tag würde es weisen - also machte er sich auf zum Waldrand um noch ein paar Himbeeren zu naschen - Dunicus hatte ihm noch eine Wegbeschreibung gegeben: Sie würden nur noch wenige Meilen auf ihrer Strecke reiten müssen, dann würden sie links einen Weg finden über den sie bereits nach kurzer Strecke den Turm des Zauberers erreichen. Also vom Weg her ein kleiner Abstecher.

Bruenor hatte genug gefuttert, es war an der Zeit, er ging zum Lager und rüttelte Perdondaris sanft wach. Kaum sah Bruenor das Perdondaris die Wache übernommen hatte, viel er auch schon wieder in Schlaf.
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Rippington
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Beitrag von Rippington »

Perdondaris übernahm den Part bei den Pferden, während György seine Runden drehte. Mit Pferden wurde sie nicht warm. Sie waren zu groß, zu unbequem und strohdoof wie sie fand. Aber immerhin blieben sie ruhig.
Perdondaris nutzte die Zeit um einmal ein ausgiebiges Frühgebet zu sprechen. Im Kloster gehörte es zum Alltag, aber auf ihren Reisen kam sie kaum je dazu.
Noch ein paar Dehnübungen, ein paar Worte mit György, der einige ziemlich derbe Schwänke wußte und schon graute der Morgen. Ah, was für ein Unterschied einen Tag ausgeruht zu begrüßen! Sie hätte Grashalme ausreißen können! Stattdessen bereitete sie mit den anderen den Aufbruch vor, naschte noch schnell an den Himbeeren und auf ging's in den frischen Morgen.

Nach wenigen Meilen erreichten sie einen Pfad, der zur Linken abzweigte. Der mußte zu Moranthor führen, denn Meister Dunicus zögerte nicht, ihn einzuschlagen. Augenblicklich setzte ein starker, stetiger Regen ein, den auch das Blätterdach des Waldes nicht von ihnen abhalten konnte. Es war grad zur Mittagszeit, dass sie eine kleine Lichtung erreichten, in deren Mitte sich ein schlanker grauer Turm erhob, dessen Steine erstaunlich glatt behauen waren.
Es blieb zu hoffen, dass dieser Magier einen freien und reichlichen Mittagstisch bot.
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn hatte am Morgen ein, für die Umstände recht sättigendes Frühstück zu sich genommen und endlich wieder einmal ausgeschlafen. Als er nun mit den anderen am Rand der Lichtung stand, erhob er sich bei dem Anblick, der sich ihm bot, halb aus dem Sattel, worauf das Tier unruhig zur Seite tänzelte.
Kuryn zog etwas fester an den Zügeln und das Pferd beruhigte sich sofort, dann blickte er weiter auf den schlanken, äußerst hohen Turm.
Das einzelne Gebäude war ganz anders, als der Turm in Kalanos, den der Meuchler von nahem hatte betrachten können. Dieser hier war gertenschlank und wurde nach oben hin immer schmaler. Zwischen den Steinen konnte Kuryn keine Fugen erkennen und als er mit der Hand darüber fuhr, erschien ihm die Oberfläche makellos und völlig glatt. Ganz anders der Turm in der Hauptstadt, der aus recht grob gehauenen Steinen gebaut war und vom Umfang viel breiter war als der hier.
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Argh
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Beitrag von Argh »

Bruenor hatte, unwillig geknurrt als er aus seinem zweiten Schlaf aufegeweckt wurde, setzte sich dann aber mit gesundem Appetit zu den Frühstückenden. Leider drängelte Dunicus bald zum Aufbruch. Bruenor sattelte als sein Ponie und ließ es der Gruppe hinterdrein traben, reiten war noch immer nicht seine Sache. Dann setzte auch noch ein Regen ein - pfui Teufel auch - Warum muß man solche Strecken unter freien Himmel bewältigen, er war froh wetterfsete Kleidung dabei zu haben. Schon bald jedoch hielt die Gruppe wieder an, die anderen hatten sich bereits vor dem Turm versammelt, der nicht nur makellos glatt - man konnte auch weder Türen noch Fenster entdecken.

Dunicus stieg von seinem Reittier und sprach: "Moranthor kann sich über Kanäle die nur Magiern bekannt sind mit Lagustan in Verbindung setzen. Wir können ihn also nutzen um eine Botschaft an den Regenten zu senden, sicherlich wird uns umgekehrt der Regent auch so mitteilen was wir wissen sollten. - Seid aber mit Euren Äußerungen vorsichtig, Magier sind leicht erzürnt und dieser hier mag anders als sein Kollege Lagustan keine Gesellschaft, nicht umsonst hat er sich soweit in den Dunkelwald zurück gezogen."

Kaum hatte Dunicus ausgesprochen flirrte die Luft und eine Gestalt in dunkelblauer Robe erschien.
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Fansal
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Beitrag von Fansal »

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Die Gestalt, die nun vor der überraschten Reisegruppe erschien, stellte das genaue Gegenteil des alten Elfenmagiers Lagustan dar. Der Mann hatte einen enormen Umfang und fettige, ölig glänzende, schwarze Locken fielen auf sein puterrotes, aufgedunsenes Gesicht.
Am Kragen seiner Robe konnten die Gefährten Spritzer oder ähnlichem erkennen, genau wie am Mund, über den sich der Magier nun hektisch mit dem Ärmel der Robe wischte.
Mit einer, für seinen Körperbau erstaunlichen Geschwindigkeit, kam der fette Mann näher und seine dunklen Augen funkelten unter dichten Brauen, als er die Reisenden unfreundlich anstarrte.
Schließlich rief er mit hysterischer Stimme, bei deren Gebrauch sein Gesicht noch mehr an Farbe gewann:
"Was wollt Ihr hier?! Dies ist mein Turm! Verschwindet auf der Stelle!!"
Die Gefährten verzogen schmerzerfüllt die Gesichter; der Magier brüllte in einer Lautstärke, dass einem die Ohren klingelte.
Dunicus gab Perdondaris, die neben ihm stand, einen kleinen Stubs in die Rippen und fügte verstohlen mit einem Zwinkern hinzu:
"Und ein bischen verrückt und eitel ist er auch.."
Dann lauter, damit der Magier es hören konnte:
"Seid gegrüßt, ehrenwerter Moranthor!"
Zur Überraschung der anderen verbeugte sich der Zwerg so tief wie möglich und hob seinen Helm zum Gruße. Der Magier zog eine Schnute, schien dieses Verhalten aber für würdig zu halten.
"Meistermagier, Eure Taten ehren Euch und Euer Ruhm ist im ganzen Land bekannt! Wir sind nur eine Gruppe auf dem Weg nach Melan und wir bringen die besten Grüße des Regenten aus Kalanos."
Als Moranthor darauf nicht zu reagieren schien, fügte Dunicus schnell hinzu:
"Und von Eurem Freund Lagustan, der Eure Macht wie immer bewundert, ist sie doch um so vieles größer als seine eigene."
Jetzt grinste der dickliche Magier hässlich und schien weitaus versöhnlicher als vorher zu sein. Mit einem knappen Nicken meinte er:
"Gut, gut, Ihr habt Manieren, Euch dem größten aller Magier standesgemäß vorzustellen. Doch was führt Euch hierher? Der Weg nach Melan führt nicht an meinem Turm vorbei..."
Bevor Dunicus etwas sagen konnte, tat Perdondaris einen Schritt vor; offenbar wollte sie das Wort ergreifen... :unschuldig:

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Rippington
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Beitrag von Rippington »

Perdondaris sank auf die Knie:
"Oh allerehrwürdigster Moranthor, Euer Ruhm schallt durch die Lande wie die Trompeten des ältesten Gerichts! Selbst in mein abgelegenes Kloster drang die Kunde Eurer Größe! Erlaubt mir Euch zu lobpreisen!"
Perdondaris warf sich auf das Gesicht und lobpreiste. Sie spürte wie Sheol Nugganoth darob gereizt wurde. Dieser aufgeblasene Magier würde nicht ungeschoren davonkommen, Götter mochten keine eitlen Menschen. Die Aufmerksamkeit, die sie erheischten, brachte sie in direkten Konkurrenzkampf mit den Göttern. Und niemand behütet seine Anpreisungen eifersüchtiger als eine Gottheit. Und je geringer, je schlimmer. Sie hatten am meisten zu verlieren, die geringen Götter.

Moranthor badete schier in ihrer Verehrung und sah etwas enttäuscht drein, als sie aufhörte und in den Kniestand zurückkehrte.
"Aber ach, großmächtiger Moranthor, in Kalanos mußte ich ein böses Gerücht vernehmen. Ihr wäret nicht in der Lage Nachrichten auf magischem Wege zu übermitteln."
"Was für eine Unverschämtheit! Wer war das? Ich werde ihn vernichten!"
Des Magiers Kopf war womöglich noch röter geworden, man hätte ihn als Lampe benutzen können.
"Oh, allmächtiger Moranthor!" Das war zuviel für ihren Gott. Sie spürte wie sein Fluch in des Magiers Gedärm Einzug hielt. Der würde in den nächsten Tagen eine flotte Verdauung haben. "Es ist das Übel der Gerüchte, dass man ihre Verursacher nicht zu fassen bekommt! Doch wenn ich sagen könnte, ich hätte Euch vollbringen sehen, was andere bestreiten, die Gerüchte wären schnell erstickt. Denn ist nicht das Wort einer Klerikerin für seinen Wahrheitsgehalt bekannt?"
Moranthors bedachte dies. "Ja, ihr sollt die Fanfare meines Könnens sein! Sogleich will ich eine Nachricht an den Regenten schicken."
"Oh, das ich davon Zeuge werden darf! Ich danke Euch! Und da ihr Eure herrlichen Fähigkeiten nicht für Banalitäten hergeben solltet, erlaubt doch Meister Dunicus eine kleine Nachricht zu diktieren."
Jetzt kam es darauf an. Sie himmelte Moranthor mit allem an, was ihre Augen hergaben. Er schwoll sichtbar an und hätte sein Rad geschlagen, wäre er denn ein Pfau gewesen.
"Na, sagt schon an, Dunicus." Der Magier machte eine ungeduldige Bewegung in des Meisters Richtung ohne ihn eines Blickes zu würdigen.
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn lies ein falsches Hüsteln hören, um sein breites Grinsen zu verstecken; diese Situation entbehrte nicht einer gewissen Komik.

Meister Dunicus trat jetzt vor und verbeugte sich noch einmal, ging aber aufgrund seiner geringen Körpergröße nicht in die Knie.
"Oh, Erzmagier, dessen Kräfte beinahe an die Götter heranreichen; bitte, wenn es Eure knappe Zeit erlaubt, so übermittelt dem Regenten doch folgendes: 'Wieder zwei Krähen gefallen. Alle zurück zum Adlerhorst. Panther noch auf freiem Fuß. Falke gibt neue Anweisungen. Treffpunkt Grün. Passwort: Eierdieb'"
Als Moranthor den Zwerg verständnislos anblickte, erklärte dieser schnell: "Er wird verstehen, was damit gemeint ist...mächtiger Meistermagier."
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Argh
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Beitrag von Argh »

Bruenor tappste verlegen von einem Bein auf das andere, hätte er nicht diesen dichten Vollbart gehabt hätte jeder gesehen, daß Bruenor, vor Verlegenheit, einen knallroten Kopf belommen hat.

Plötzlich brach der Erzmagier in schallendes Glächter, minutenlang dröhnte sein Lachen durch den Wald. Der dicke Magier hielt sich den Bauch, der ganze Körper war eine vor Lachen wabbelnde Masse. Schließlich fing sich der Magier wieder, er wischte sich Tränen aus den Augen und jappste: "Leute, Leute, Leute seit zweihundert Jahren habe ich nicht mehr so gelacht. Ich bin zwar fett, schlampig, eitel und egomanisch, auch habe ich sonst noch viele negative Eigenschaften, aber ich bin nicht doof.

Wissed uns Erzmagier binden uralte heilige Verträge an den Thron der tantalischen Berge und diese Blockhütte in der ihr übernachtet hat würde keine Woche bestehen bleiben wenn nicht mein starker Arm sie schützte. Der Bereich von einer Tagesreise rund um den Turm, ist mein Bezirk. Die Vögel und die Tiere des Waldes unterstehen hier meiner Herrschaft und meine Macht schützt hier den Wald. Doch ich merke, daß sich jenseits meiner Grenzen Böses zusammenballt. Lagustan läßt Euch ausrichten, daß offensichtlich einige unauthorisierte Magier eine Verschwörung anzetteln. An den verschiedensten Orten ist das Wirken böser Magie sichtbar geworden. Der Regent mahnt Euch zur äußersten Vorsicht, aber denkt daran ihr werdet auch an unerwarteten Orten Freunde treffen.

Doch bleibt zum Mittagessen und denkt daran das es zum erstenmal seit inhundertfünfzig Jahren ist, das ich Leute zum Mal einlade. Ich werde Euch dann magisch an die Grenzen meines Bezirks versetzen."


Dunicus grinste: "Vielen Dank, oh mächtiger Moranthor!" und stupste Perdondaris in die Seite. Fast unhörbar flüsterte der Klerikerin zu: "Gut gemacht."
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Beitrag von Rippington »

Perdondaris lächelte verlegen. Das war zwar nicht ganz der Ausgang, wie sie sich ihn gedacht hatte, aber es kam ja darauf an, dass der Regent benachrichtigt wurde.

Mit einer Handbewegung stoppte Moranthor den Regen, mit einer weiteren deckte er einen großen Tisch, der plötzlich auf der Lichtung erschien mit den köstlichsten Speisen. Auch die Pferde waren nicht vergessen worden.

Es war eine lustige Tischrunde, denn Moranthor war in Schwänken nicht weniger bewandert als György.

Wie versprochen versetzte er sie hinterher an die Grenze seines Bezirks und wünschte ihnen alles Gute. Perdondaris überlegte, ob sie ihm nicht Tchooolkraut dalassen sollte. Aber so ein großer Magier war durch ein wenig Durchfall sicher nicht zu erschüttern.

Alle hatten gute Laune, denn sie hatten fürstlich gespeist und trotz Umweg eine gute Strecke Weg gespart. Sie mußten jetzt schon in der Nähe der Tempelruinen sein. Schlagartig verging Perdondaris die Fröhlichkeit.
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Beitrag von Fansal »

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Unwillkürlich und ohne, dass die Abenteurer einen Grund dafür hätten angeben können, ritten sie nun dichter beisammen, die Hände an den Waffen. Der Wald schien dunkler zu werden; anscheinend hatten sie Moranthors Einflussbereich verlassen. Unheimliche, nicht-menschliche Schreie ertönten aus dem Gebüsch neben dem Pfad, aber neben einigen schemenhaften Bewegungen war nichts zu erkennen.
Die Nervosität der Gruppe stieg immer weiter und auch die Pferde wurden unruhig. Einmal hatte Hannes die Beherrschung verloren und mit seinem Schwert auf einen nahen Busch eingehackt; seine Einbildung gaukelte ihm Schatten und Geräusche vor, wo keine waren.
Schließlich, die Sonne ging bereits unter, erreichte die nervöse Gruppe eine Lichtung. Über die Baumwipfel hinweg konnte man die Trümmer einer längst vergessenen Stadt hoch aufragen sehen - dunkel und bedrohlich.
Alle schauderten kurz bei diesem Anblick, dann schlugen sie ihr Lager auf.

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Zuletzt geändert von Fansal am Sa 19.07.2003 - 12:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von Rippington »

So nah, o so nah. Perdondaris fühlte sich gar nicht gut. Die Ruinen wären schon tagsüber schlimm genug gewesen, aber des nachts! Sie neigte nicht zur Furchtsamkeit, umso seltsamer war dieses Grauen, dass sie hier beschlich.

Den anderen ging es nicht besser. Meister Dunicus bestand auf vier Wachen pro Schicht. Es traf sich, dass Perdondaris, Kuryn, Bruenor und Merrin die erste übernahmen. Die erste Stunde war langsam vergangen, da sah sie Kuryn aufmerken. Er mußte etwas gehört haben. Schon glitt er vorwärts in die Nacht, da sah sie ihn im Erdboden versacken. Perdondaris stürzte zu ihm. Kuryn hielt sich mit den Fingern am Rande eines gähnend schwarzen Loches fest. Götter! Ein Kreativitätsloch! Sie warf sich auf den Boden und griff nach Kuryns Händen. Er packte fest zu und sie versuchte ihn herauszuziehen. Doch ihr Füße hatte keinen festen Halt und so wurde sie näher und näher an das Loch gezogen.
Nie war Bruenors Stimme lieblicher in ihren Ohren erklungen, als jetzt, da er ausrief: "Haltet durch! Ich komme!"
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Beitrag von Argh »

Bruenor war es garnicht recht hinter dem gegeüberliegenden Saum der Lichtung die verlassene Ruine des alten Tempels aufragen zu sehen. Das war also der ehemalige Stolz der tantalischen Berge, das Machtzentrum für viele Jahrhunderte. Ob sich dort wohl Geister und Untote herum trieben.

Bruenor vertrieb die unangenehmen Gedanken, ersattelte sein Ponie ab und gesellte sich zu den anderen. Ein gutes Abendessen war im jetzt recht. Der letzte Teil der Reise war unheimlich gewesen, Schatten und Geräusche hatten eine gedrückte Stimmung hervor gerufen.

Kuryn war sehr still geworden und nahm sein Mahl schweigend ein, auch die anderen verzichteten auf Scherzen und fröhliche Worte. Was für ein Stimmungsumschwung. Plötzlich sah er wie Kuryn von einem Kreativitätsloch verschlungen wurde reaktionsschnell hatte Perdondaris die Situation erfaß und Kuryn bei den Händen gegriffen. Doch nun war sie ihrerseits in Gefahr und rutschte auf das Kreativitätsloch zu. Es hatte nun auch noch ein Gewitter angefangen, links und rechts schlugen Geistesblitze ein. Bruenor eilte so schnell es im seine kurzen Beine erlaubten hinzu, er ergriff Perdondaris mit einer Hand beim Fußknöcher und schlug mit der anderen die Axt in den durchweichten Boden - die Lage war fatal, aber sie stabilisierte sich.

Jetzt hatten auch die Anderen die schwierige Situation begriffen, Leutnant Harnett, Dunicus und die Soldaten eilten herbei.
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Kuryn
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Beitrag von Kuryn »

Kuryn ging hinüber zu Perdondaris, die scheinbar mit offenen Augen träumte und schüttelte sie nicht gerade sanft.
"He, wacht auf!", meinte er mit einem Grinsen, dann ging er noch einmal zu seinem Pferd und bereitete dann sein Nachtlager vor. Von den Worten aufgeschreckt, schien auch Bruenor aus seiner Regunsglosigkeit aufzuschrecken.
Als er später am Abend Dunicus auf Perdondaris' träumerischen Ausflug ansprach, lächelte dieser nicht, sondern sagte nur in heiserem Tonfall:
"An diesem verfluchten Ort ist alles möglich. Hütet Euch, denn vieles, was Euch vollkommen normal erscheint, muss nicht unbedingt real sein."
Danach teilte der Meisterschmied tatsächlich Bruenor, Perdondaris, Merrin und Kuryn als Wachen ein. Der Assassine horchte und starrte aufmerksam in die Nacht; die düster aufragende Ruine immer im Blick, den Dolch umklammert; jederzeit bereit, sich zu verteidigen.
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