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Verfasst: Fr 16.01.2004 - 09:16
von mara
Argh hat geschrieben:vielleicht kann ja auch einer der Mods Narias Link reparieren, es ist denke ich das Leerzeichen zwischen dem Gleichheitszeichen und der Web-Adresse das den Unsinn verursacht ;)
Ist erledigt. ;)

Verfasst: Fr 16.01.2004 - 14:09
von Manni_B
... danke für das schnelle Eingreifen, mara. :bussi:

Verfasst: Fr 16.01.2004 - 14:13
von RuneDragon
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,187 ... 17,00.html

@ naria
In den Polregionen schmilzt der Schnee seit Urzeiten nicht mehr
Mit kilometertiefen Bohrungen gelangen sie an Eisschichten, die bis zu 800.000 Jahre alt sind.
wenn es dort je warm war in den letzen jahrtausenden wären dort auch keine spuren im eis von irgendwelchen urzeiten
ergo war es auch nie warm da die spuren existieren
und mit warm mein ich werte weit jehenseits von 0°C (im sommer)
und wenn es nicht so richtig warm war würde es auch nie leute geben die dort eine der größten zivilisationen hatten

und es ist bestimmt seit der eizzeit dort so, denn da sind die eismassen ich glaub bei uns ca bis zu den alpen vorgedrungen und dann langsam zurück gegangen, klar es ist die andere seite
doch deswegen muss es da nicht anders sein

Verfasst: Fr 16.01.2004 - 14:29
von Ein_Yak
Hey Mädels!

Nach einem Bericht bei arte ist die Sintflutüberlieferung auf einen Überschwemmung des geographischen Raumes bezogen, in dem sich heute das schwarze Meer befindet. So soll sich der Spiegel des Mittelmeeres leicht gehoben haben und zudem die heutige Meerenge am Bosporus erodiert sein, so daß große Wassermassen in den heutigen Schwarzmeerraum drangen (also östlich des heutigen Bulgariens und nördlich der heutigen Türkei). Zur Zeit wird der Boden des Schwarzen Meeres nach zivilisatorischen Überresten utersucht.

Verfasst: Sa 17.01.2004 - 00:24
von Krishan
Wieder da

Erstmal zwei hübsche Links zu Santorin/Thera=Atlantis:
http://www.decadevolcano.net/studienreisen/santorin.htm
http://volcano.und.nodak.edu/vwdocs/vol ... orini.html

Noch eine (persönliche) Idee zum Thema:
Die Vorstellung, dass Atlantis jenseits der Meerenge von Gibraltar lag (eben weit im Westen, jenseits der Säulen des Herakles) liegt vielleicht an der Vermengung von verschiedenen Weltbildern:
Die frühe ägäische Welt (Minoische Kultur, Ägypten) war vielleicht deutlich kleiner in der Wahrnehmung als die spätere klassisch-griechische. Thera liegt nun deutlich im Westen des Nildeltas, andererseits muss ein Schiff, welches von Ägypten nach Thera reist auf die Fahrt dorthin einige kleinere Inseln passieren, welche ebenso später als die Säulen des Herakles interpretiert werden sollen.
Die Bezeichnungen Atlantik, Säulen des Herakles (=Gibraltar) mögen später entstanden sein, als der Mythos von Atlantis im Sinner einer geographisch deutlich gewachsenen Welt interpretiert wurde.
(Weiß jemand, wie weit die Ägypterreiche vor 1600 ihren Einfluss nach Westen hatten?)

Ergänzend zum Thema:
Der Vulkanausbruch, welcher die Insel Thera fast verschwinden ließ, ereignete sich um ca. 1650 v.Chr. und zählt wohl zu den fünf heftigsten bekannten der Geschichte. Er riss eine blühende Kultur in den Untergang (Funde siehe u.a. Links). Gleichzeitig hatte diese Katastrophe verheerende Auswirkungen auf zumindest den gesamten östlichen Mittelmeerraum - Tsunami, Erdbeben, Ascheregen; spekuliert wird auch über eine weltweite kurzfristige Klimaänderung.
Kreta, das damalige Zentrum der ägäischen Kultur, befand sich auf dem Höhepunkt (glaube, zweite Palastphase). Zumindest die für den Wohlstand erforderlichen 'Einrichtungen' wie Flotte, Küsten- und Hafenbefestigungen dürften bei dieser Katastrophe in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Folge: Wirtschaftlicher Niedergang, Hungersnot, soziale Unruhen; eine so geschwächte Gesellschaft konnte spätestens 150 Jahre danach von Mykene leicht überrannt werden. (obwohl das Ende der Palastzeit theoretisch auch eben den inneren Unruhen zugeschrieben werden kann)

Dies war zwar nicht das Ende einer blühenden Kultur: Die minoische wurde durch die mykenische Vorherrschaft abgelöst.
Mit Sicherheit ist aber eine der bedeutendsten Städte dieser Hochkultur im Meer versunken (egal, ob es sich dabei wirklich um das mythische Atlantis handelt).

Verfasst: Sa 17.01.2004 - 19:45
von Argh
Hi ;D
Krishan hat geschrieben:Dies war zwar nicht das Ende einer blühenden Kultur: Die minoische wurde durch die mykenische Vorherrschaft abgelöst.
Mit Sicherheit ist aber eine der bedeutendsten Städte dieser Hochkultur im Meer versunken (egal, ob es sich dabei wirklich um das mythische Atlantis handelt).
Sicherlich interessante Überlegungen und bestimmt logischer als ein Atlantis auf den Azoren :unschuldig:

Aber leider stimmern einige Details nicht mit Santorin (Thera) über ein: vorherrschender Nordwind, die große Ebene etc. :)

Ach, hab ich schon erwähnt, das Atlantis fast exakt über soviel Schiffe verfügt haben soll wie Troja in der Illias zugeschrieben werden ;)

Bin schon ganz gespannt auf Castores Post :steppen:

Grüsse :bounce:

Verfasst: Mo 19.01.2004 - 09:58
von Argh
Hi ;D
hab hier noch was gefunden:
Skeptiker in der Ausgabe 3/01 unter der Überschrift: Wie man Rätsel erzeugen kann. hat geschrieben: (S. 132)

- Fundstücke, aus ihrem kulturellen Rahmen herausgelöst, erscheinen exotisch
- Zweifelhaftes wird zum Rätsel erklärt, längst Geklärtes neu als Geheimnis präsentiert
- Assoziationen werden zu Tatsachen, Fragezeichen zu Ausrufezeichen zurechtgebogen
- Die wissenschaftliche Deutung wird nicht kritisch hinterfragt, sondern einfach angezweifelt; man stellt ihr unbewiesene Behauptungen entgegen
- Wissenschaft wird einerseits diskreditiert: Man müsse "uniforme Dogmen" angreifen, denn das "schulwissenschaftliche Weltbild" müsse neu überdacht werden.
- Andererseits stützt man sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse, um eigene Argumente zu untermauern.
- Die Werkzeuge der Wissenschaft - akribisches Dokumentieren, kriminalistische Indiziensammlung und logisches Denken - werden missachtet.
- Es werden wissenschaftliche Aussagen widerlegt, die nie getätigt wurden, und das wird dann als Sieg über die Wissenschaft gefeiert.
Zu der aus meiner Sicht auch spannenden Diskussion, zur Geschichte: Ich finde es interessant wie durch die neuere Diskussion der Übergang von der Eisenzeit zur Bronzezeit neu gesehen wird. Insbesondere werden die Seevölker neu gesehen und die Wirren vor der Regierungsübernehme von Ramses III :)

Bin gespannt was Castore sagen wird :steppen:
Grüsse :bounce:

Verfasst: Mo 19.01.2004 - 15:47
von Castore
Ich weiss nicht... ich glaube ich sage dazu gar nichts mehr, auch wenns dich scheinbar brennend interessiert.
Habe meinen Standpunkt so gut wie möglich vertreten.
Leider wird mir auch das Thema zu komplex als das ich es in den Paar Stunden, die ich am Tag zu Hause bin, schaffen würde zu recherchieren und themengerecht zu antworten.
Allerdings hat mir die Diskussion mit dir @Argh sehr gut gefallen. :top:

Verfasst: Mo 19.01.2004 - 16:53
von Argh
Hi :D
Castore hat geschrieben:Allerdings hat mir die Diskussion mit dir @Argh sehr gut gefallen. :top:
Mir auch, sollten wir öfters machen :top:

Ich finde halt diese Periode unserer Geschichte äußerst spannend und noch nicht außreichend erforscht. Es ist aber eine Zeit in der einen großen Entwicklungssprung gemacht hat :)

Grüsse :bounce: