Original von SirPatrick:
Naja...das sehe ich ein bischen anders, da sich Intelligenz aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzt. So gibt es z.B. eine Grundintelligenz, die jeder vor seiner Geburt im Mutterleib vererbt bekommen hat, dann gibt es noch die erlernte Intelligenz (z.B. Erziehung), situative Intelligenz, intuitive Intelligenz...usw..
Ein gewisses Mass an Intelligenz kann jeder hinzulernen also kann auch die Schule etwas daran bewirken.
Das ist die Frage, wie du Intelligenz definierst. Das, was du situative Intelligenz z.B. nennst, würde bei mir nicht unter Intelligenz fallen. Mit Intelligenz meine ich nur Fähigkeiten, die in der frühesten Kindheit bzw. von Geburt an Vorhanden sind. Es ist zwar erwiesen, dass auch Erziehung einen Einfluß hat, aber weniger im Sinne der Schule als in der Familie. Schließlich sind die Kinder von Ureinwohnern Borneos größtenteils intelligenter als Kinder hierzulande (lt. wissenschaftlichen Aufsätzen, deren Definition von Intelligenz hier zugrunde gelegt ist). Und sie können weder lesen noch schreiben noch rechnen. Aber dafür kennen sie fast die gesamte Flora Borneos... und das sollten wir ihnen mit 5 Jahren erstmal nachmachen... Also alles definitionsfrage, darüber sollten wir uns nicht streiten.
Also bist du der Meinung, dass nur die darüber bestimmen dürfen, die auch genau wissen, wovon sie reden?
Jepp, genau das meine ich.
Wenn ja, dann erinnert mich das ganz stark an elitäre Bestrebungen, was ich absolut ablehne. Solch elitäre Gedanken werden sich Gott sei dank niemals durchsetzen....das hoffe ich zumindest.
Oh, das hoffe ich sehr, dass sich das Denken in Eliten wieder durchsetzt. Allerdings nicht so, daß eine Gruppe sagt, sie ist die Elite und dann alles entscheidet und die anderen dumm hält. Nein, das mein ich nicht. Ich meine, wenn jemand Ahnung von einer Sache hat, dann soll er sein Wissen teilen und den anderen helfen, auch mitzureden. Das funktioniert in der Wirtschaft übrigens ganz vorzüglich.
Übrigens halte ich mich nicht für gerade auf den Kopf gefallen, aber ich weiss trotzdem nicht Bescheid über den Stabilitätspakt...also habe ich ja keine Allgemeinbildung und darf sowie so nicht mehr mitdiskutieren.
Das muss ja nicht gleich heißen, dass du keine Allgemeinbildung hast. Nur, dass du dich hier vielleicht weiterbilden solltest. Ich hab auch von vielen Dingen keine Ahnung. Das ist an sich nicht schlimm, kein Mensch weiß alles. Nur würde ich mich dann hüten, darüber Entscheidungen treffen zu wollen, die das Wohl und Wehe von Menschen zur Folge haben.
Ich sag nur eins...durch die Bildung einer "Elite" (das würde passieren, wenn man deine Denkansätze weiterverfolgen würde), würden Leute an die Macht kommen, die völlig den Bezug zur Realität verloren haben, da sie nicht mehr die Bedürfnisse der "normalen" Bürger mitbekämen.
Deine Sicht einer Elite ist so negativ, wie meine Ansicht über die Allgemeinbildung der deutschen Jugend (zu der ich mich auch zähle). Hoffen wir, dass wir beide Unrecht haben. Nein, also ich glaube nicht, dass es zur Bildung EINER Elite führen würde. Schließlich hat kein Mensch von allem Ahnung. Aber es würde vielleicht mal dazu führen, dass die Expreten sich zu einem Thema äußern, die auch Ahnung davon haben und nicht die, die am lautesten Schreien oder den medienwirksamsten Auftritt haben.
Das was ich jetzt geschrieben habe, mag für dich wie ein persönlicher Angriff wirken, soll es aber auf keinen Fall sein, sondern siehe dich stellvertretend für eine ganze Gruppe.
Ah, dann darf ich mich gleich in der Gruppe angegriffen fühlen???

Also wenn du das noch erklären könntest, das wär fein. Ich bin ja soooo neugierig, zu welcher Gruppe ich gehöre

(Du darfst auch gern mal versuchen zu raten, welche Partei ich wähle

)
Gruss
Anni
edit: Was die Bürgerrechte und Bürgerpflichten angeht, möchte ich gern ein Zitat des Kabarettisten Dieter Nuhr bringen (Den ich übrigens für sehr gut halte):
Das mit der Meinungsverschiedenheit wird hier falsch verstanden. Man
darf zu allem eine Meinung haben, man
muss aber nicht.