Original von Lump:
Israel: Wer ist denn gesprächsbereit? "Palästina" auf jeden Fall. Warum? Weil sie bessere Menschen sind? Nö, kein Meter - die berühmt berüchtigten "besseren Menschen" gibt es nicht!
Die Palästinenser stehen mit dem Rücken zur Wand und haben keinen anderen Weg mehr, den sie gehen können. Sie haben keine andere Wahl! Die sind mehr als "mürbe" gemacht.
Was ist denn jetzt mit der anderen Gruppe die uns jetzt noch zu einem Frieden fehlen würde? Israel .......
Sie fordern etwas von den Palästinensern für den Frieden: Einstellung der Selbstmordattentate. Hehehe, nett. Sie könnten genauso verlangen, dass die Palästinenser den Pluto besiedeln, beides ist nicht machbar.
Denn, wie sollen die Palästinenser verhindern, dass nicht dauernd irgendwelche kleine Gruppen oder Einzeltäter sich in die Luft jagen? Wie soll das bitteschön gehen? Erst recht nachdem ihnen alle Verwaltungs- und Polizeigebäude (von Israel) in die Luft gesprengt wurden?
Das ich recht habe - das hat Israel selber bewiesen. Ein Frieden war im Grunde schon da - als dieser israelische Politiker (habe den Namen leider vergessen, ich komm echt nicht drauf) die Verhandlungen geführt hat. Für mich war damals klar: Die Sache ist geklärt, endlich ist Israel den notwenidgen Schritt gegangen. Und was passierte? Ein orthodoxer Jude schoss den guten Landsmann ins Nirvana .......
Dieser eine Politiker, wo ich superpeinlicherweise den Namen vergessen habe - war ein HELD. Das war ein ehrlicher, aufrichtiger und super toller HELD. *giftel* Und ausgerechnet der Kelr wird gekillt *noch immer stinkesauer*
Leider ist irgendwie kein anderer Politiker seiner Art in Sicht, der zumindest auch noch die nötige politische Macht im eigenen Land hat.
Damals wie heute hatte es Selbstmordattentate gegeben. Damals wie heute waren die Palästinenser "gleich" in ihren Forderungen. Daran hat sich nichts geändert. Was sich änderte waren dann die Israelsi. Sie wurden immer radikaler - zumidnest ihre Machthaber.
Jetzt denken wir mal logisch nach: Ein Frieden war möglich mit den Palästinensern die sich, damals wie heute nicht groß verändert haben (AUCH damals gab es genug Selbstmordattentate). Also an den Palästinensern liegt es scheinbar nicht. Woran mag es wohl jetzt liegen das kein Frieden zustandekommt?
Vielleicht an der israelischen Regierung? Na Teufel aber auch, an der liegt es doch tatsächlich. Die haben nämlich nur ihr israelisches Großreich im Hirn und ihren geschichtlichen Rechtsanspruch auf das Land ..... komisch, kommt mir irgendwie bekannt vor ...... und dafür killen, killen und killen sie. Und meinen dann noch eiskalt, dass es doch ein "herausragender Erfolg" war, wenn sie halt zusammen mit einem radikalen Palästinenserführer noch einige kleine Kinder und andere Zivilisten mit in die Luft gejagt haben.
Hey Mädels!
@ lump:
Also mit dem Erschossenen meinst Du Rabin und Du beziehtst Dich auf die Friedensverträge von Oslo 1995.
Nur halte ich es für einen absoluten Trugschluß, diese Vereinbarungen ein gleichberechtigtes Friedensabkommen zu nennen
und ein solches wäre dringendst notwendig.
Oslo beinhaltete neben vielen anderen Punkten
- eine eigene Verwaltung > Autonomiebehörde
- eine eigene Sicherheitsstruktur (palästinensische Polizei)
- die Rückführung von in den besetzten Gebieten erhobenen Steuereinnahmen
- die Aufnahme weiterer Verhandlungen zum Status von Jerusalem
- den Schutz der israelischen Siedlungen im den besetzten Gebieten
- die stufenweise Übergabe selbst zu verwaltendenden Territoriums
- die isarelische Hoheit über die Verbindungswege und Zufahrtsstraßen zu den Siedlungen in den besetzten Gebieten.
Davon hat Israel (auch noch unter Rabin, noch mehr dann unter Netanjahu und ganz genauso unter Barak) folgendes
sabottiert - ein anderes Wort gibt es dafür nicht:
- Die palästinensischen Sicherheitsstrukturen wurden im israelischen Sinne ausgebildet. Will heißen, darauf getrimmt , politische fragile Kräfte unter den Palästinensern in den Griff zu bekommen.
- Die Steuergelder wurden je nach politischer Wetterlage als Erpressungsgegenstand benutzt.
- Die Verhandlungen zum Status Jerusalems wurden als nichtig erklärt, da Jerusalem als solches nicht zur Verhandlung stehe.
- Die Anzahl und der Umfang der israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten hat seit 1995 zugenommen (inbegriffen der Gewaltakte der vorher dort ansässigen Bevölkerung).
- Die Übergabe des Teritoriums an die palästinensische Selbstverwaltung wurde verzögert und zum Gegenstnd von Erpressungen genutzt.
- DIe Verbindungstraßen zu den Siedlungen wurden so unter "Schutz" gestellt, daß die besetzten Gebiete einem Flickenteppich gleich zerissen und durchzogen sind von Wachposten, Kontrollstellen, usw.
Die späteren Verhandlungen unter Barak, die angeblich der Lösung schon so nahe waren, stellten die Existenz eines palästinensischen Staates nur dann in Aussicht, wenn sich die Palästinenser mit wenig mehr als dem damaligen Stand der Gebietsabtretungen zufrieden geben würden und die palästinensische Autonomiebehörde als Befehsempfänger von israelischen Gnaden fungiert. Das palästinensische Land wäre ähnlich wie zu Apartheid-Zeiten in Südafrika in scheinbar selbständige zerstückelte Einheiten verblieben. Ganz zu schweigen davon, daß Israel den Palästinensern keinen Zugang zu den Wasserressourcen des Jordan ermöglichen wollte.
Israel wollte einen Frieden zu seinen Bedingungen, in dem die palästinensische Autonomiebehörde die Tätigkeiten übernimmt, die sich während der israelischen Besetzung als zu anstrengend erwiesen haben.
Und man sollte zur Kenntnis nehmen, daß zu einer Bewegung aufeinandernder zu, wie Du schreibst, eben auch die Möglichkeit zur Bewegung gehört. Die Palästinenser stehen mit dem Rücken zur Wand.
Übrigens gab es in den palästinensischen Zeitungen vor kurzem zwei Aufrufe von palästinensischen Intellektuellen, die Anttentate zu beenden...