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Verfasst: Fr 22.06.2007 - 10:46
von Assi
A propos katholiken

ich war mal in italien in einer katholischen kirche und wurde rausgeworfen weil ich ein schulterfreies oberteil an hatte...was sollte der sch.....?!? Jesus hängt doch auch nur mit nem kleinen fetzen vor seinem ding am kreuz. Warum darf man in manchen ländern nicht so angezogen in die kriche wie man will?

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 11:03
von maik_r
man darf schon nur Frau nicht ... das sind diese uralten"Traditionen" (= Frauendiskriminierung?), siehe Islam (Kopftuch ...)

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 11:04
von Arthur Dent
Nun ja, in Deutschland wirst du zwar kaum wegen deiner Kleidung aus der Kirche geworfen, aber auch bei uns wird es z.B. nicht gern gesehen, wenn jemand die Kirche in kurzen Hosen betritt.

In Italien sind die Vorstellungen bezüglich angemessener Kleidung in der Kirche halt etwas anders als bei uns. Teilweise, weil die Moralvorstellungen grundsätzlich anders sind, teilweise, weil die Italiener sowieso schon von Touristen genervt sind, die mit Badekleidung und Fotoapparat durch die Innenstädte laufen...

Außerdem darf man nicht vergessen, dass es auch in Deutschland vorkommen kann, dass man wegen seiner Kleidung irgendwo rausfliegt. Vielleicht nicht unbedingt in der Kirche, aber z.B. im Theater oder im Spielcasino kann das sehr wohl vorkommen.

@maik

Als Mann kann man in Italien auch aus einer Kirche auch wegen seiner Kleidung rausgeworfen werden, nämlich dann, wenn man mit kurzen Hosen reintigert.

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 11:46
von Castore
Mehr noch: Im Vatikan herrscht eine klare Kleiderordnung. Es gibt am Eingang sogar für ein Paar Euros so Einweghemden und -hosen zu kaufen für solche Personen, welche mit kurzen Hosen oder schulterfreien Oberteilen in den Petersdom wollen. Das ist nämlich verboten. Warum Jesus so knapp bekleidet sein darf versteh ich aber auch nicht. Vielleicht gibt es keine Einwegkleidung für einen überdimensionalen Acht-Meter-Jesus, der im Petersdom hängt.

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 12:08
von hafensaenger
Koni hat geschrieben: edit: Hafen, warum sollten demonstrierende Katholiken "Scheinheilige" sein. So wie die Religionsfreiheit, Gewissensfreiheit und und... ist auch das Demonstrationsrecht ein Grundrecht und darf auch von Katholiken ohne Gewissenbisse ausgeübt werden. :)
Widerspricht es nicht ihrem Ehrencodex bzw. den Lehren Gottes allen Mist der ihnen widerfährt in Demut hinzunehmen, es nicht zu hinterfragen und sich nicht zu beklagen? Für mich wäre es strengenommen ein Akt übelster Blasphemie, wenn ein sonst kreuzbraver Katholik auf einmal protestieren geht und seien seine Beweggründe noch so einleuchtend.

Es kommt halt darauf, an wieweit man sich Gott verpflichtet hat bzw. man sich ihm verpflichtet fühlt und wieweit man allem weltlichen entsagt hat. Der eine Katholik beklagt sich halt nicht und trägt sein Päckchen so lange wie er muss und der andere halt schon.

@all

Was Jesus betrifft hat er wohl eine "gewisse Sonderstellung". Als Gottes Sohn darf er ruhig zeigen wie perfekt er von seinem Schöpfer ge-/ erschaffen wurde. Zudem ist er halt anatomisch anders. Man sieht an ihm halt keine Brüste oder andere anstößige Dinge. Zudem war es anno toback nicht üblich Gefangene gutkleidet zu kreuzigen. Zudem hätte man dann auch eventuell schwerer die Nägel durchbekommen um sie zu kreuzigen. :unschuldig:

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 12:55
von Koni
Hafen@ Gut, dass du im 2. Absatz auch eingestehst, dass es 'solche und solche' gibt. Im ersten Absatz verallgemeinerst du sehr und hast da wohl mehr den 'Erz-Katholik' aus dem finsteren Mittelalter im Blick. :)

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 13:00
von Castore
hafensaenger hat geschrieben:Was Jesus betrifft hat er wohl ne "gewisse Sonderstellung". Als Gottes Sohn darf er ruhig zeigen wie perfekt er von seinem Schöpfer ge-/ erschaffen wurde.
Aber sollte er sich nicht gerade deshalb besonders an die Regeln halten ? So als Vorzeigechrist. Wäre doch auch nicht richtig, wenn einer von Greenpeace mit `nem Nerzmantel rumlaufen würde, oder ? Und wenn vor Gott alle gleich sind, dann gilt das doch auch für Jesus. Das wäre doch sonst ungerecht, wenn ich oder du oder wer auch immer vor Gott anders behandelt würde als Jesus. Also ich will den Papst mal sehen,wenn ich nur in Unterbuchse bekleidet in den Vatikan stiefeln würde. Was Jesus darf, dar ich doch schon lange, oder etwa nicht ! :)

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 13:10
von Manni_B
@Castore
... Jesus war kein Christ und Katholik er war auch nicht, er war Jude. ;)

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 14:04
von Arthur Dent
Also bitte, Leute. Dass Jesus bei der Kreuzigung nicht so toll bekleidet war, kann man ihm ja nun wirklich nicht vorwerfen - er hat es sich ja schließlich nicht selbst sein Gewand vom Leib gerissen und zur Verlosung unter den bei der Kreuzigung anwesenden Soldaten freigegeben...
Manni_B hat geschrieben:@Castore
... Jesus war kein Christ und Katholik er war auch nicht, er war Jude. ;)
Zwischen den Begriffen "Christ" und "Jude" besteht erstmal kein Widerspruch - die ersten Jünger Jesu waren ja auch alle Christen und wurden deshalb nicht als Nichtjuden angesehen.

Stimmt aber schon, der Begriff "Christ" bezeichnet einen Nachfolger Christi - da Jesus sich nicht selbst nachfolgt, ist dieser Begriff auf ihn selbt nicht wirklich anwendbar.

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 14:10
von Castore
Bin ich somit ein Jude ?

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 15:40
von Arthur Dent
Castore hat geschrieben:Bin ich somit ein Jude ?
(Vermutlich) Nein.

Es gibt in der Bibel ja zwei große Bunde, die Gott mit den Menschen eingegangen ist: Den Alten Bund (Abraham, Moses) und den Neuen Bund (Jesus). Die Grobeinteilung der Bibel folgt ja auch nach diesen beiden Bünden ("Testament" und "Bund" sind hier synonym).

Ein Christ ist jemand, der den Neuen Bund eingegangen ist, ein Jude jemand, der zum Alten Bund gehört. Man muss nicht erst zum Alten Bund beitreten, um sich für den Neuen Bund zu qualifizieren, andererseits hebt aber der Beitritt zum Neuen Bund die Zugehörigkeit zum Alten Bund nicht auf. Deshalb bleibt ein Jude, der sich bekehrt, weiterhin Jude, und für solche "Judenchristen" gelten auch die Regeln des "alten Bundes" weiter (Speisevorschriften, Beschneidung usw.). Ein Nichtjude, der Christ wird, wird hingegen dadurch nicht zum Juden und muss sich daher auch nicht beschneiden lassen oder auf Schweinefleisch verzichten.

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 16:46
von Kiminod Zom
Cool! Ich glaub ich hör auf an gar nichts zu glauben und werd Jude, dann kann ich sagen ich gehör zum Alten Bund.

nö, an gar nichts glauben is doch besser

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 16:54
von Arthur Dent
Kiminod Zom hat geschrieben:Cool! Ich glaub ich hör auf an gar nichts zu glauben und werd Jude, dann kann ich sagen ich gehör zum Alten Bund.
Da (nichtchristliche) Juden den Neuen Bund nicht anerkennen, würden sie den Bund Abrahams wohl kaum als "Alten Bund" bezeichnen...
nö, an gar nichts glauben is doch besser
Willst du's dir nicht noch mal überlegen? Ich bin sicher, eine Menge Forumsmitglieder würden zu deiner Beschneidungsfeier kommen! I)

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 18:24
von hafensaenger
Ich würde ihn sogar beschneiden. I) :unschuldig: :D

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 18:45
von Ludwig
*Luzidolch zück

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 21:06
von stone
Ludwig hat geschrieben:*Luzidolch zück
Die Franzosen hatten für sowas auch mal ne gute Erfindung ...
... zu Revolutionszeiten ... Bild

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 21:33
von Koni
stone, ich stelle mir gerade bildlich vor, wie die 'Beschneidung' damit wohl funktioniert hat. :)) ?(

Na, hoffentlich bekomme ich am Strand in Porec keine Albträume davon. :P

Verfasst: Fr 22.06.2007 - 22:43
von naria
Am Strand von Porec (wie macht man eigentlich mit der Tastaur dieses verkehrtrumme ^ über dem c?) wirst du sicher keine Alpträume haben :)

Es sei denn, dort protestantieren grade katholische Juden gegen die uneinheitliche Kleidervorschrift für Christen und Christus und laufen dazu nackisch übern Strand :D :))

Verfasst: Sa 23.06.2007 - 15:53
von sepruecom
Die frühchristliche Kirche hatte zwei Richtungen, eine Antisexuelle, und eine, bei der Sex akzeptiert war. Die Antisexuelle Richtung (der unter anderem Petrus und Paulus angehörten) hat sich durchgesetzt. Mit Sicherheit hatte die katholische Kirche Verdienste im Sexuellen Bereich (z.B. die Ächtung von Pädophilie und Päderastie), allerdings sind manche Ansichen heutzutage - gelinde gesagt - überholt.

Laut der Kirche soll Sex ausschließlich zur Vermehrung dienen, hierbei sollte allerdings keine Lust empfunden werden. Die Idealform des Sex ist somit eine Art Vergewaltigung. Der Mann wird zwar angewiesen, sich sexuell zu beherrschen, die Frau allerdings muss seinem sexuellen Willen untertan sein. Dies zeugt von dem Erbe der griechischen und römischen Kultur, wo die sexuelle Befriedigung der Frau ebenfalls keine Rolle gespielt hat (im Gegenteil, es gab sogar Zeiten, da galt ein Mann, der seine Frau sexuell befriedigt hat, als impotent). Natürlich ist es nicht erwähnenswert, dass Sex nur und ausschließlich innerhalb der Ehe akzeptiert ist.

Man muss allerdings dazusagen, dass die Sexualmoral der Kirche und der Bevölkerung sich zu fast allen Zeiten stark unterschieden hat. Erst im 18. Jahrhundert kam jene Prüderie auf, von der sich die Kultur seit den 60'iger Jahren des letzten Jahrhunderts zu befreien versucht hat.

Bei der Kirche selbst ist zumindest bei Papsaudienzen ein Kopftuch für Frauen vorgeschrieben, Schulterfrei/Bauchfrei ist (auch sonst) nicht erlaubt. Dass man heutzutage in Deutschland in solcher Kleidung nicht der Kirche verwiesen wird, liegt auch daran, dass sie sonst noch leerer wären als sie es eh schon sind. Wäre in den 50iger Jahren eine Frau bauchfrei (oder gar oben ohne) irgendwo aufgetaucht, wäre sie umgehend als Hure abgestempelt worden...

Gruss, sepruecom

Verfasst: Sa 23.06.2007 - 16:35
von Assi
Bei den ganz strenggläubigen Katholiken ist sogar Sex von hinten eine Sünde weil nur Tiere sowas machen