Die Chroniken des heiligen Yak - MM-Story

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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Daheim bei Angy in Silvercove

Angy lies noch etwas heißes Wasser in ihr Bad und genoss die Wärme, die ihren Körper entspannen lies. Es war früh am Morgenn. Da sie keine Langschläferin war, zog sie es vor, den Morgen in Ruhe zu genießen, bevor ihre Kinder Leben in den Tag brachten. Wohlwollende Düfte verwöhnten ihre Sinne und ließen die Erinnerung der vergangen Nacht mit Diablo an ihr noch einmal
vorüberziehen.

Die Energie der Leidenschaft floss durch ihren Körper und stillte den wieder erwachten Hunger auf Liebe und Zärtlichkeit. Lange schlummerte dieses Gefühl in ihr und nun kam es ihr vor, als würde es wiedergeboren. Alles um sich herum vergaß sie in diesem zeitlosen Moment, in dem die Sekunde stehen blieb. Sie genoss das Gefühl dieses Augenblickes, sie fühlte sich wieder wie eine Frau und nicht nur wie eine Mutter.

„Bin ich eine schlechte Frau?“ dachte sich Angy, während sie mit
dem Schwamm ihre Haut streichelte und noch heißes Wasser in ihr Bad einließ. „Mein Gott! Ich hab letzte Nacht einen anderen Mann geküsst und habe es dazu auch noch genossen. Es war so schön und doch fühle ich mich schuldig gegenüber Xajorkith.“

Sie stiegt aus der Wanne , trocknete sich ab und kämmte sich ihre wunderschönen langen Haare. Dann legte sich ins Bett und
kuschelte sich an ihren Diablo ran. Sie weckte ihn ganz sanft mit liebevollen Streicheleinheiten. Stück für Stück schaffte sie es seine Sinne zu wecken. Voller Freude fühlte sie wieder ein Kribbeln im Bauch, das letzte Nacht in ihr geweckt wurde und gab sich der Flut ihrer Leidenschaft hin. Sie lies sich einfach gehen und liebte ihren Diablo mit ihrer ganzen Leidenschaft, der sich sehr darüber freute.
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Beitrag von personne »

Uiuiui... :naughty: Das wird ja immer erotischer... :lickout:
pers :bounce: nne
_________________

Seid nett zueinander :knuddel4:
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Beitrag von hafensaenger »

Soeren war sehr geknickt und stinksauer nach dem frechen Auftritt von Diablo. Lange hatte ihn keiner mehr so vorgeführt und gedemütigt ausser dem Yak damals, der ihn auch beinahe getötet hatte. Keiner sollte sich ihm mehr ungestraft in den Weg stellen dürfen. Niemand wird ihn mehr demütigen und erniedrigen . Wenn er erst seine volle Stärke erreicht hat wird er ihnen das alles teuer zurückzahlen.

Noch 5 Jahre warten bis sich sein Traum erfüllt und diese Welt diesen Versagern und Weicheiern überlassen? Auf gar keinen Fall. Er musste so schnell wie möglich zurück nach Sarpadia . Koste es was es wolle. Ganz gleich ob Diablo oder diese ganzen Möchtegernhelden ihn wieder aufhalten wollten. Je länger er zögern würde desto besser würden sie in 5 Jahren darauf vorbereitet sein. Dann würde es sehr schwer werden für Soeren sich durchzusetzen. Es ist an der Zeit diesen Prozess zu beschleunigen....
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Beitrag von hafensaenger »

Monate später in Angy´s Heim

Diablo war inzwischen ein fester Bestandteil von Angys Familie geworden . Man teilte das Essen miteinander , das Bett und manch andere Dinge . Angy war froh endlich wieder einen Mann im Hause zu haben ; einen Beschützer und eine Vaterfigur. Xajorkith hatte seinen Kindern und Angy viel mit auf den Weg gegeben was Wissen , Kämpfen und andere elementare Dinge des Lebens anging. Glücklichweise setzte Diablo genau an dem Punkt an seit König Nikolai ihm verboten hatte nochmals unangenehm aufzufallen . Er hatte Angst um seine neue Familie denn er wuste genau , dass ihr jeden Tag Gefahr durch Soeren und / oder eine paar Kreeganereinheiten drohen könnte.

Ständig plagten ihn Alpträume und düstere Visionen und er wachte oft schweissgebadet neben Angy auf. Deswegen bemühte er sich Angy und den Kindern seine Fähigkeiten und sein Wissen so schnell wie möglich zu vermitteln. Es war nur einen Frage der Zeit bis Soeren abermals nach Sarpadia aufbrechen würde und es würde garantiert kein Spaziergang werden ihn wieder den Klauen des Bösen zu entreissen...
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Beitrag von hafensaenger »

Spät Abends in Burg Ironfist

Soeren sass im Lotussitz vor dem Spiegel in seinem Zimmer und meditierte. Er war komplett angezogen , hatte das gestohlene Greifenherzschwert seines Vaters dabei und mehr Nahrung und Kleidung als beim ersten Mal, wo es beinahe ein böses Ende mit ihm genommen hätte. Soeren schloss die Augen und murmelte die Prophezeiung des Hasses, die ihm mal eine Stimme im Schlaf geflüstert hatte. Nur jemanden mit abgrundtiefschwarzer Seele und dem Herzen voller Hass werden sich die Pforten nach Sarpadia öffnen . Japsende Sterbliche die sich von ihrem Gewissen und ihrem Emotionen leiten lassen werden nur Schmerz, Leid und Tod in Sarpadia vorfinden.

Zorn und Hass stand in seinen Augen, ließ seinen Atem stocken und nahm ihn auch das letzte Fünkchen Mitgefühl. Mit der Gewißheit er würde es diemal schaffen baute er eine Aura des Hasses um ich auf . Ein flammendes Pentagramm des bösen bildete sich um den Kamin und im Spiegel öffnete sich ein Portal .

Er wurde lauter und deutlicher beim sprechen der Formel des Hasses sodaß die Flammen immmer höher schossen und er schließlich eins wurde mit dem Pentagramm und den Flammen. Das verschwommene Bild im Spiegel wurde immer deutlicher und man erkannte kurz darauf Sarpadia. Schliesslich erhob sich Soeren aus dem Lotussitz , ging langsam auf das Portal zu und schritt hindurch...
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Beitrag von hafensaenger »

Früh morgens in Angys Schlafgemach

Diablo hat die ganze Nacht schlecht geschlafen . Unruhig sitzt er auf dem Bett und trommelt nervös mit den Füssen auf den Boden . Sein Pyjama stinkt nach Schweiss und klebt klatschnass an seinem muskulösen Oberkörper. Seine Gesichtszüge sind gezeichnet von den Visionen, die ihn in der Nacht plagten . Seine Nägel hat er bis auf die Kuppe runtergekaut , seine Hände zittern.

Angy wachte auf und rieb sich die rehbrauen Augen. Im Unterbeustesein hatte sie schon lange das Gefühl, das etwas niht stimmte und etwas schreckliches passieren würde. Sie musste zwangsläufig wieder an ihre Begegnung mit Soeren denken. Er musste definitiv etwas mit der schlechten Verfassung von Diablo zu tun haben .

Diese Ungewissheit nagte an ihr. Sie fing selber an zu zittern . Ihr Herz schlug bis zum Hals und ihr Magen krampfte . Schliesslich nahm sie all ihren mut zusammen und sprach Diablo an :" Schatz was ist mit Dir ? Warum bist du angespannt? Hat es was mit diesem Soeren auf sich ?" fragte sie und keuchte stark vor Angst. Er nam Angy in den Arm und schaute ihr tief in die Augen :" Du hast Recht Schatz! Ich werde mich ihm in Sarpadia stellen müssen und einer möglichen Falle . Niemand sonst kanns das tun . Eventuell wede ich es nicht überleben und du wirst zum zweiten Mal Witwe !"

Angy sinkt auf ihre Knie und weint bitterlich , wenig später fängt sie an zu hyperventilieren . Sie wird blass aber fängt sich wieder :" Ich habe schon einen Mann auf tragische Weise verloren . Ein zweites Mal würde ich das physisch und seelisch nicht verkraften !" schluchtzt Angy . Diablo nimmt sie fest in den Arm und versucht sie zu trösten :"Weine nicht um mein Schicksal, Schatz!" Es ist unvermeidbar , dass ich nach Sarpadia muss . Ich wuste der Tag würde kommen!" seufzte Diablo .

"Warum du ? warum nicht Faxo, Mara , die Mächte der Ewigkeit oder Gottweiswer? Warum ausgerechnet du?" schrie und fluchte sie . "Die Kraft des Bösen ist da verdammt stark , Schatz. Niemand ausser mir könnte da lange überleben !" versuchte Diablo verzweifelt Angy zu erklären .

Sie klammerte sich an ihm fest und weinte immer noch bitterlich . Angy konnte und wollte s nicht verstehen . Warum musste das Schicksal immer sie und Enroth so hart treffen ? Warum mussten immer soviel Unschuldige sterben ? Warum mischten die Mächte der Ewigkeit sich nicht ein ? Warum nur nur , Warum ?

Nach einem langen, schmerzvollen Abschied trat Diablo schliesslich die gefährliche Reise nach Sarpadia an
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Beitrag von hafensaenger »

Die Rückkehr des Königs I

Manni B stand am Westufer eines Sees irgendwo im gefrorenen Hochland . Er studierte die Karte welche er an seinen Oberschenkel geschnallt hatte . Seine Kleidung lag schmerzhaft auf seiner Haut. Er liess seine Blicke über das Land schweifen. Es würde nicht lange dauern bis das Wetter wieder unangenehm umschlagen würde.

Er konnte sich vor Müdigkeit und Erschöpfung kaum auf den Beinen halten und zitterte am ganzen Körper. Er hatte die epische Schlacht gegen die Kreeganer überlebt , doch zu welchem Preis ? Gedanken, die er schnell verdrängen musste . Depressionen konnte er in seiner Lage absolut nicht brauchen . Seine Zehen und Finger waren taub . Er musste schlafen. Er warf seinen Schlafsack auf den gefrorenen Boden.

Vielleicht fand er eine Stunde Schlaf wenn er hineinschlüpfte . Er mußte schlafen. Sonst wäre er nicht in der Lage nachzudenken, Pläne zu schmieden. Wach bleiben konnte er vor Erschöpfung nicht mehr. Der Schlafsack würde ihn eine Weile wärmen, seinen Kreislauf wieder in Gang bringen.

Ein Polarhase sprang hinter einer Fichte hervor. Er hoppelte auf Manni zu und beschnupperte ihn. Manni spielte mit dem Gedanken dem kleinen Nager ein Messer in die Brust zu rammen , ihm das Fell abzuziehen und ihn dann zu futtern . Aber irgndwie tat ihm der Nager leid. Er fing den Hasen ein, packte ihn auf seine Brust und schlief mit ihm ein paar Stunden .

6 Stunden später erwacht er . Der Polarhase hatte ihn gut gewärmt und sein Schlafsack war jetzt mollig warm . Er verstaute den Hasen unter seinem Mantel und studierte noch einmal die Karte. Dann wandte er sich Richtung Norden und marschierte los...
Zuletzt geändert von hafensaenger am Sa 29.03.2003 - 00:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Ludwig
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Beitrag von Ludwig »

Manni und sein Betthäschen *gg
heist das Häschen zufällig Claudia? :unschuldig:

Gruss Ludwig
Dr Wunderfitz macht Jungfern rar.
(Schwäbisches Sprichwort)
(=Neugierde)
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Beitrag von hafensaenger »

Irgendwo in Enroth

Stundenlang schleicht Diablo durch dunkle Gänge und Katakomben auf der Suche nach Faxo . "Es ist leichter eine Nadel im Heuhaufen zu finden !" flucht Diablo und rennt die Gänge rauf und runter . Er sucht und sucht und ist beinahe dabei den Verstand zu verlieren als er durch Zufall eine gut getarnte schwere Holztüre erspäht . Bevor er sich ihr nähern kann hat er schon ein Messer an der Kehle . Faxo zieht sich halt gern zurück und jeder, der ungebeten versucht ihn aufzusuchen, findet ihn meisten nicht oder kehr nicht lebend zurück . Faxo sieht alles und merkt alles bevor es zur Gefahr werden könnte.

Deswegen hat er Diablo schon bemerkt als er die Katakomben entdeckte und liess ihn die ganze Zeit beschatten. Nun war er unter Faxos Mörderdolch und somit die Beschattung seiner Gehilfen überflüssig geworden . "Hallo mein Guter, was führt dich denn hierher ? Entweder bist du Lebensmüde oder du hast ein verdammt grosses Problem !" knurrte ihn Faxo mit seinem üblichen Witz und Sarkasmus an .

"Nette Begrüssung , Robert Lasker . Spion im Namen des Königs . Habe immer gute Laune wenn ich ein Messer an meiner Halsschlagader spüre . Da kommt mein Adrenalin immer so schön in Wallung . Ihr empfangt wohl nicht viele Besucher?" neckt ihn Diablo.

"Nicht wirklich, nein. Und die meisten ungebetenen Gäste verbluten oder sterben bevor eine gepflegte Konversation wie diese hier beginnt. Warum nur ? Irgendwas mache ich da wohl immer falsch. Bin wohl kein kommunikativer Mensch. antwortete ihm Faxo kühl und selbstsicher . Dann nahm er sehr langsam den Mörderdolch von Diablos Kehle , öffnete die schwere Holztüre und bat ihn einzutreten .

Die kleine Kammer erwies sich als riesengroß und glich einem unterirdischen Appartement. Im Kamin prasselte das Feuer . An der einen Wand hing die Familienchronik der Greifenherz vom ersten Greifenherz bis hin zu Nikolai . An der anderen hing die Familienchronik und Familienfotos der Laskers. An den übrigen Wänden hingen Waffen und wertvolle Ölgemälde . Der Boden war mit edelsten Hölzern vertäfelt worden. Die Teppiche, die darüber lagen, waren auch sehr wertvoll. Alles im allem sehr geschmackvoll und luxuriös das Ganze .

Aber Faxo ist ja auch nicht irgendein Möchtgern-Dieb sondern Spion Enroths und der mächtigsten des Landes . Da kann man sich schon einen exklusiven Lebenstil erlauben . Beide namen in Schaukelstühlen am Kamin platz wo Mara bereits schon länger zu sitzen schien und Topflappen und Pullis häkelte . Mara legte ihr Häkelzeug weg und setze sich vor dem Kamin auf den Boden . "Er trägt eine schwere Bürde mit sich Faxo!" seufzt Mara und atmet schwer. Sie will sich gearde in Trance begeben als Faxo ihr sanft auf die Schulter tippt und sie unterbricht. Danach nimmt er sie zärtlich in den Arm und küsst sie auf dein Wange.

"Danke Mara aber Diablo soll für sich sprechen . Ich möchte es von ihm hören. Mara begibt sich wieder in ihren Schaukelstuhl und häkelt weiter. "Soeren ist wieder auf den Weg nach Sarpadia. Diesmal hat er das Pentagramm des Bösen beschworen uns ist übers Paingate unterwegs zu Lord Darkness & Alessia . Nur ich kann ihn stoppen . Die negativen Energien und die böse Magie wären für jeden außer mich und die Mächte der Ewigkeit tödlich . Letztere können und wollen ihn nicht zurückholen so liegt es wohlan mir !" seufzt Diablo .

Faxo graben sich Sorgenfalten ins Gesicht , er kennt die Prophezeiung . Fragend schaut er Mara an . "Das Paingate und Sarpadia sind nur was für angrundtiefböse Leute , Faxo. Diese negativen Energien abzuschirmen ist fast unmöglich . Nur ein Kreeganer kann in Extremsituationen seine Emotionen abschalten und gefahrlos hindurch . Deswegen kann Diablo das trotz seiner menschlichen Züge . " erklärte im Mara.

"Von dir hängt das Schicksal von Enroth ab junger Mann! Wenn du versagst versickert unsere Zeit wie der Sand in einer Sanduhr !" sagt Faxo. Dabei klopft er Diablo aufmunternt auf die Schultern und schaut ihm tief in die Augen .

"Ich weiss. Ich weiss. Tut mir nur einen Gefallen, Robert Lasker . Kümmert euch bitte um Angy!" "Gewiss mein Freund, das werde ich!" zwinkert ihm Faxo freundlich zu. Dann begleitet er Diablo durch die dunklen Katakomben wieder zurück auf den Marktplatz von Enroth.
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Beitrag von hafensaenger »

Die Rückkehr des Königs II

Es waren noch ungefähr 6 Kilometer bis zu den Grenzen seines Königreichs. Er hatte überlebt und genoss die Sonne, die in sein Gesicht schien. Immer wieder knuddelte er den Hasen und sah in seine dunken Augen und freute sich . Das Leben hatte ihn wieder.

Er hatte den Tod mehr als einmal gesehen. Kriege, Hungersnöte , Not und Elend und vieles mehr . Und nun sah er in die unschuldigen Augen eines Hasen und es war alles bedeutungslos geworden . Nur noch das Leben und der Moment zählten.

Inwischen war es Nacht geworden. Der Himmel war schwarz und klar. Die Sterne funkelten wie Edelsteine am Himmel. Der Vollmond warf sein mattes Licht über den Schnee. Lautes Hundegebell und das Hupfschlagen von Pferden riss ihn aus seinen Tagträumen . Diese elenden Kreeganer . Und er dachte alle getötet oder hinter sich gelassen zu haben . Er verstaute den Hasen im Innenfutter seines Mantels und rannte los . Die kalte Luft stach beim Atmen in seinen Lungen.

Sie liessen die Hunde los. Das Bellen kam näher. Bald würden sie ihn haben . Er könnte eine handvoll mit seiner Klinge erschlagen aber keine Legion. Hoffentlich haben sie die Order ihn lebend gefangen zu nehmen . Das Bellen hinter ihm und das schlagen der Pferdehufe wurden immer lauter . Er rannte was seine müden, alten Beine hergaben.

Die Bäume und die Deckung wurden zunehmend weniger . Der Untergrund wurde immer glatter und rutschiger . Schliesslich erschien der erste Hund am Horizont . Manni hielt inne und holte sein Messer aus dem Stiefel. Er visierte den Hund an und warf sein Messer und traf die Halsschlagader des Hundes . Mit weit aufgerissenen Maul sank der Hund zusammen und schlidderte auf dem Eis auf Manni zu. Zwei weitere Hunde erschienen am Horizont.

Manni wollte gerade sein Schwert ziehen als beide Hunde zum Sprung ansetzen und ihn zu Boden reissen. Mit letzter Kraft schafft es es sein Schwert zu erreichen und ihnen die Kehlen aufzuschlitzen. Inwischen tauchten 200 Kreeganer mit 20 Hunden am Horizont auf. Er hatte verloren. Die Hunde duckten sich jetzt wenige Meter vor ihm knurrend auf den Eis.

Manni öffnete den Mantel und entliess den Polarhasen in die Freiheit. Dann nahm er seine Greifenherzklinge und warf sie weit weg. Im Nu hatten die Kreeganer ihn umzingelt. Sie fesselten sofort seine Arme und Beine mit schweren Eisenketten. Dann forderten sie ihn auf ihnen zu folgen .
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Der Weg des Schicksals I

Nachdenklich kehrte Diablo von Faxo zurück . Es war nun an ihm das Schicksal zum Guten zu wenden . Wenns nur nicht so schwer wäre und voller Gefahren . Groß Sorgen plagten ihn . Er war nun das Zünglein an der Waage. Von ihm hing das Schicksal ab . Das von Vielen , sein eigenes und das von Angy und seiner / ihrer Familie. Das alles wog wie ein Sack Zement auf seinen Schultern . Wurde von Minute zu Minute schwerer und drohte in zu erdrücken .

Es musste diese Gedanken loswerden. Sie waren hinderlich für seine grosse Aufgabe. Er versuchte sie zu verdrängen , sie zu zerquetschen wie ein lästiges Insekt . Doch sie holten ihn immer wieder ein. Schliesslich siegte seine menschliche Seite und somit seine Emotionen. Er fiel auf die Knie und weinte bitterlich . Ständig muste er an Angy denken und ihre Kinder . Dieses Mal zu verlieren wäre schlimmer als eine Niederlage. Zu Kapitulieren hieße nie wieder heimkehren! Diablo muss seine Aufgabe erfüllen. Bedingungslos!

Er schlich sich ins Schloss Greifenherz in Soerens Privatgemächer . Der Spiegel war noch da zum Glück. Die Greifenherz wollten ihn schon ein paarmal zerschlagen und manch anderer auch weil er nur Leid und Verderben brachte. Da den Worten aber keine Taten folgten stand er immer noch da. Wäre er nicht vorhanden würde das Ritual sichtlich schwerer und schmerzvoller werden. Das Pentagramm des Bösen war nur für Auserwählte am Boden zu erkennen.

Für den Rest war es ein stinknormales Schlafgemach. In Wahrheit war es aber ein Schrein des Bösen. Diablo öffnete seinen Rucksack und verteilte Kerzen rund um das Pentagramm . Danach schnizte er sich mit seinem Messer die Pusladern auf und verteilte das Blut im Pentagramm. Anschliessend hockte er sich im Lotussitz in die Mitte des Pentagramms.

Er murmelte die Beschwörungsformeln in Kreeganisch und schaltete nebenbei seine Emotionen völlig ab. Langsam baute er eine Aura des Hasses um ich auf . Das Pentagramm fing an Feuer zu fangen und die Flammen schlugen hoch. Im Spiegel öffnete sich ein Portal . Er wurde lauter und deutlicher beim Sprechen der Formel des Hasses sodaß die Flammen immmer höher schossen und er schließlich eins wurde mit dem Pentagramm und den Flammen. Das verschwommene Bild im Spiegel wurde immer deutlicher und man erkannte kurz darauf Sarpadia. Schliesslich erhob sich Diablo aus dem Lotussitz , ging langsam auf das Portal zu und schritt hindurch...
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Beitrag von hafensaenger »

Die Rückkehr des Königs III

Die Dämmerung sickerte in den Himmel und verdunkelte die Sterne und den Mond. Manni wurde von den Kreeganern hinterher geschleift . Seine Handgelenke schmerzten und seine Knie waren aufgescheuert und blutig durch den schnellen Ritt der Kreeganer und das Rutschen durch den Schnee. Er hatte Schwierigkeiten zu laufen. Unter seiner Ferse klafften mehrere Blasen. Seine Füsse schienen wie abgestorben . Vorne und hinten folgte ihm eine schwer bewaffnete Eskorte .Schliesslich wurde er bewustlos . Man band ihn aufs Pferd . Danach ging die Reise weiter zum nächsten Gefangenenlager was man 2 Stunden später endlich erreichte.

Ein junger Kreeganer-Offizier, dessen Kleidung ziemlich neu erschien, kam mit schnellen Schritten auf sie zu. Manni erlangte allmählich wieder das Bewustsein. Die Hände in die Hüften gestemmt stellte sich der Kreeganer-Offizier vor Manni und musterte ihn. "In Ordnung , jetzt übernehmen wir ihn!" rief er der Eskorte zu. Dann wandte er ich fies grinsend dem Wachtrupp zu.
Manni war inzwischen so entkräftet dass er hinfiel nach kurzen Gehversuchen. Die Wachen streckten ihm ihre Hände entgegen und wollten ihm aufhelfen. Wütend stiess er ihre Hände weg und richtete sich selber mühsam wieder auf. Der Kreeganer-Offizier ging jetzt direkt auf ihn zu und schüttelte Manni die Hand.

"Mein Name ist Hauptmann Priin. Mir verdanken Sie ihr Leben!" "Aha, und wie lange noch?" provozierte ihn Manni . Der Hauptmann lachte hysterisch . "Was ist aus Ihrem Boss geworden"? fragte ihn Manni überraschend . "Oberst Senn ist - in Ungnade gefallen, fürchte ich." Sein Kopf wanderte unruhig von einer Seite zur anderen. "Würden Sie mir jetzt bitte folgen?"
"Wohin?" "Priin seufzte :" Kommen Sie, König Manfred; das wissen Sie genauso gut wie ich. Wirklich schade um Sie!" Allerdings", erwiderte Manni zynisch. "Wirklich schade um mich!" Nach nicht enden wollendem Laufen erreichte man endlich das Straflager . "Willkommen in der Hölle , König Manfred", verkündete Hauptmann Priin mit einem Grinsen.

Man führte ihn ein Verhörzimmer. In der Mitte stand ein kostbarer Schreibtisch mit zwei Stühlen davor, sonst war der Raum leer und steril. Widerwillig nahm er platz . Dabei wurde er streng von drei Kreeganerwachen im Raum beäugt ."Sieh an, König Manfred II . Ich dachte mein Klingenhieb bei der legendären Schlacht um Enroth wäre tödlich gewesen aber da habe ich mich wohl getäuscht. Er lächelte schmallippig. "Mich würde ja brennend interessieren wie Sie das überleben konnten?"

"Ich hatte halt nen Menge Glück und einen starken Überlebenstrieb," hustete ihm Manni entgegen und wischte sich den Rotz in seiner Nase am Jackenärmel ab. Der Hauptmann verzog bei dem Anblick sein Gesicht und gestikulierte wild mit den Wachen man möge Manni doch was zum Naseschneuzen bringen. Man reicht ihm schliesslich Servietten mit Kreeganeremblem. Nach kräftigem Schneuzen sieht er flehend zum Hauptmann rüber, der sich gerade noch ein Glas enrothianischen Whiskey gönnt. Hauptmann Priin kann dem Dackelblick Mannis nicht widerstehen und schenkt ihm schliesslich langsam ein Glas ein und reicht es ihm .

Manni bedankte sich artig und ließ den Whiskey langsam seine Kehle hinunterrinnen und genoss jeden Schluck. Danach setzte er wieder seinen Dackelblick auf. Der Hautpmann seufzte und stellte ihm die ganze Flasche hin. Mann grinste und goss ich wieder was ein . Er schluckte es wieder in einem Zug runter , räusperte sich und fing an zu erzählen.....
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Beitrag von hafensaenger »

Die Rückkehr des Königs IV

"Es war irgendwo in Kriegsspire wo die epische Schlacht zwischen den Kreeganern und meinen Armeen stattfand. Beide Seiten schienen optimal auf das bevorstehende Gemetzel vorbereitet zu sein. Man puschte sich gegenseitig mit Parolen und Waffengerassel hoch. Der Hauch des Todes lag in der Luft. Schließlich ging es los.
Auf beiden Seiten starben sie wie die Fliegen. Anfangs schien alles ausgeglichen zu sein und man konnte keinen Sieger ausmachen. Jedoch hatten wir die körperliche Überlegenheit der herangezüchteten Kreeganerinvitros unterschätzt.

Und das Blatt wendete sich. Mit dem Mut der Verzweiflung stellten wir uns der drohenden Niederlage. Am Anfang ging es fast zu leicht. Zu spät merkte ich, dass es eine Inszenierung für mich war. Die Belohnung waren 30cm bester enrothianischer Stahl von Hauptmann Priin, die später mein Herz durchbohrten. Es waren unvorstellbare Schmerzen und Qualen. Ich hatte mit dem Leben abgeschlossen. Keine Ahnung wie lange ich bewusstlos oder tot war. Es muss eine Ewigkeit gewesen sein. Eine gleißende Aura hellen Sonnenlichtes tat sich vor mir auf.

Aus ihr schritt eine wunderschöne Frau mit ebenholzfarbenen Haar und mandelblauen Augen. Legenden zufolge handelte es sich dabei um Lady Delta. Sie .... "

"Lügner!" platzte es aus Hauptmann Priin heraus. Seine geschlossene Faust sauste auf Mannis Kopf zu. Manni sackte zusammen und fiel vom Stuhl. Die Flasche Whiskey fiel dabei um und ergoss sich nun über den Boden. Manni nahm nur noch alles verschwommen wahr, dann wurde er bewusstlos. Unzählige Minuten später kam er wieder zu sich.

Verschwommen konnte er die Umrisse einer wunderschönen Frau in Militäruniform ausmachen. Sein Schädel brummte stark von dem harten Aufschlag auf den Parkettboden. Er rieb sich die Augen und allmählich wurde das Bild vor seinen Augen klarer. Es war Major Deria. Zuletzt hatte er sie in Kriegsspire auf dem Schlachtfeld gesehen. Sie begrüßte ihn höflich und wollte ihm aufhelfen, doch er lehnte freundlich ab. Mühsam und noch leicht benommen rappelte er sich auf, griff sich einen in der Nähe stehenden, heilen Stuhl und nahm Platz drauf. Major Deria wies die Wächter an die Scherben wegzukehren und aufzuräumen. Zugleich sollten sie ihm eine neue Flasche Whiskey bringen. Auf Mannis Wunsch hin brachte man ihn dafür frisches Quellwasser & Leinentücher statt dem Whiskey. Er trank einen Teil davon, mit dem anderen stillte er die blutende, klaffende Wunde am Kopf.

Major Deria bat ihn seine Geschichte bis zur Gefangennahme noch mal zu erzählen. In stiller Erwartung und Hoffnung nicht wieder geschlagen oder erniedrigt zu werden, nahm er noch einen letzten Schluck aus der Flasche, und begann wieder von vorne zu erzählen. Im Gegensatz zu Hauptmann Priin war sie sehr ruhig und gelassen und hörte ihm geduldig zu. Ab und an stellte sie Zwischenfragen. Manni nutze das natürlich aus und bauschte seine Geschichte heimlich aus und erzählte sie sehr langsam in der Hoffnung , die ihm noch verbleibende Lebensspanne so verlängern zu können.

Im Laufe de Abends ging ihm dann doch der Gesprächsstoff aus. Major Deria bedankte sich artig für seine ausführliche Umschreibung der Ereignisse und ließ ihn von den Wachen in seine Zelle bringen. Dort harrt er nun dem drohenden Schicksal der Hinrichtung.
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Das Mädchen Felicia

Man sperrte ihn in die Zelle und sperrte zu. Kurz darauf reichte man ihm etwas, dass man ihm hämisch grinsend als Erbsensuppe beschrieb. Es roch zwar so, sah aber nicht im entferntesten Sinne danach aus. Er hatte aber schon seit Ewigkei-ten nichts gegessen. „Ob ich nun an ihrem Fraß sterbe oder am Strang „, murmelte er und machte sich über die Erbsensuppe her.Während des Essens vernahm er immer wieder ein leises Wimmern. „Du wirst senil Manni! Es wird Zeit, dass du aus dem Knast kommst. Jetzt hörst du schon die Ratten wimmern „, sagt er zu sich. Doch das Wimmern wollte nicht aufhören. „Verdammt! Da muss etwas sein!“ Er ließ von seiner Mahlzeit ab.

Dann kramte er nervös in seiner Kleidung. Seine Streichhölzer hatte er wohl noch. Nervös sucht er den Boden nach brennbaren ab und wurde auch fündig. Stofffetzen von seinen verstorbenen Vorgängern. Er wickelte sie um einen gefundenen, stabilen Stock und zündete sie an. „Hallo, Hallo!“ rief er mehrmals , als er die Zelle durchstreifte. Das Wimmern wurde lauter. Er erkannte in dem schwachen Licht ein Mädchen, welches er auf 12-14 Jahre schätzte

Sie war in einem grausamen Zustand. Sie war kreidebleich und verdammt dünn. Manni näherte sich ihr ganz langsam. Sie war an Armen und Beinen gefesselt und hing gespreizt an der Wand. Bei ihrem Anblick überkamen Manni sofort Gefühle von Wut und Hass. Ein paar Tränen rannten aus seinen Augen. Er kramte wieder in seinen Hosentaschen und fand sein altes Allzweckmesser. „Die Kreeganer sind schon Stümper bei der Leibesvisitation“, grinste er und befreite das arme Mädchen von seiner Pein. Sie fiel ihm sofort kraftlos in die Arme, krallte sich an ihm fest und weinte bitterlich.


„schhhhhhh, schhhhhhh, ganz ruhig bin ja da“, versuchte er das Mädchen zu trösten. Sie hatte bislang nicht gesprochen. Wahrscheinlich war sie total verängstigt und traumatisiert. Da sie aus eigener Kraft nicht gehen konnte , stützte er sie , bis sie seine Ecke der Zelle erreicht hatten. Die Erbsensuppe war noch warm und zu 3/4 ungegessen. Die Fackel ging aus. Das Mädchen trug eine wunderschöne Halskette um den Hals auf der ein Name eingraviert war "Felicia"

Das Mädchen machte immer noch einen ziemlich verhungerten Eindruck. Manni versteckte sie in dem Teil seiner Zelle die vom Guckloch auch nicht einzusehen war. Dann orderte er weitere Erbsensuppe. „Ziemlich verfressen für so einen alten Sack, der die Tage gehängt wird. Na ja, kommen wenigstens hinterher unsere aasfressenden Bestien nicht zu kurz!“ lachten sie laut und hämisch . „Hier damit du dein Fresschen findest!“ Sie warfen ihm zwei brennende Fackel in die Zelle und verriegelten wieder die Tür.


Er hatte sich und ihr noch zum erstaunen der Wärter zehn Portionen Erbsensuppe bestellt. Am Ende blieb davon nur eine Portion wirklich beim ihm. Sie musste lange kaum was gegessen haben. Ihr Kohldampf und ihr Esstempo waren einfach sensationell. Nach dem Essen kuschelte sie sich bei Manni ein und malte mit der linken Hand schnell ein paar Buchstaben in den Staub vor ihnen.

„Danke!!“

Manni wurde vor Verlegenheit rot und musste kurz weinen. Leise flüsterte er ihr „Gern geschehen!“ ins Ohr . Dann schlief er ein Weilchen mit den Mädchen im Arm ein.
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Die Flucht

Manni erwachte als erster früh morgens. Er gähnte kräftig und streckte sich vorsichtig. Dann löste er sich ebenso vorsichtig aus der Umklammerung von Felicia, die sich ganz fest an ihn angeschmiegt hatte, deckte sie mit seiner Decke wieder zu und legte sie hin. Die Wachen tuschelten den ganzen morgen schon sehr laut und angeregt. Irgendwas war im Busch. Seine Hinrichtung? Er lauschte nun intensiver den Gesprächen der Wachen und konnte mehrere Gesprächsfetzen aufschnappen.

Man ist nicht mehr gewillt die 30 derzeitigen Gefangenen weiter durchzufüttern. Sie sollen alle heute nachmittag hingerichtet werden. Es beginnt mit einer Henkersmahlzeit, dann Folter, dann Tod durch erhängen.

Der Rest war kreeganischer Slang gepaart mit Grunz- und Gurgellauten. . Das Mädchen schien zu erwachen. Sie streckte sich. Ihre Augen strahlten hell und klar. Manni konnte die Freude und Gelassenheit in ihrem Gesicht sehen und spüren. Er wollte die Freude des Mädchens nicht trüben, auch wenn ihre Hinrichtung immer näher rückte. Da heute Tag der Henkersmahlzeit war konnte man sich jedes Essen wählen, was einem in den Sinn kam. Manni wähle für beide ofenfrische Croissants mit aufschnitt, Marmelade und Käse. Für das Mädchen Milch, für ihn Kaffee dazu.

Felicia war aufgrund des opulenten Mahls sehr verwundert und das ihn mit fragenden Augen an. „Major Deria hat eine erfolgreiche Schlacht gegen enrothianische Truppen hinter sich. Deswegen gibt sie heut einen aus!“ log Manni um dem Mädchen, was so gelitten hatte wenigstens ein bisschen Freude zu schenken. Sein Gehirn arbeitete auf Hochtouren. Es muss doch einen Weg raus geben. Einen Weg, dem Schicksal zu entrinnen.

Er tastete vorsichtig das Mauerwerk ab. Einige Steine schienen etwas lose und porös zu sein . An einigen Stellen vernahm er sogar einen leisen, eisigen Lufthauch. Gab es da etwa irgendwas hinter? So was wie einen Hohlraum oder einen Tunnel?

Er spürte, dass es hinter mehreren Steinen einen Widerhall oder einen Luftzug gab. Damit schien seine Vermutung zu stimmen. Irgendetwas musste dahinter liegen. Manni klappte sein Taschenmesser auf und versuchte ein paar Steine vom Mauerwerk zu lösen. Mit sehr viel Mühe gelang ihm dieses auch. Nach und nach wurde mehr und mehr von dem Hohlraum dahinter freigegeben und der Luftzug wurde zunehmend stärker.

Nach einer scheinbar endlosen Zeit war das Loch so groß, dass zumindest das Mädchen durchpasste. Manni legte eine Pause ein, weil ihm die Hände und die Gelenke schmerzten. Danach bat Manni das Mädchen mal durch den Spalt zu schlüpfen und sich umzusehen. Er reichte ihr eine Fackel, da sie Angst im Dunkeln zu haben schien.
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Die Flucht Teil 2

Kurzer Zeit später ertönte ein spitzer Schrei. Ein Schrei wie ihn junge Mädchen nur in panischer Angst von sich geben. Felicia hechtete durch das Loch und in Manni´s Arme. Sie zitterte wie Espenlaub. Mann nahm Felicias kleine Handflächen in die eine Hand und ihre Fackel in die andere. Dann schaute er selbst durch das Loch. Sofort sah er unzählige Ratten, Spinnen, und Fledermäuse. Nebenbei stieg ein fauliger Geruch aus dem Loch hoch. Eine Mischung aus Verwesung, fauligem Abwasser und diversen anderen Dingen.

Die Zeit drängte , aber es würde nicht leicht werden durch die Abwässer zu kommen. Man wusste nicht wolang man gehen muss und die beißenden Gerüche könnten einen wohlmöglich jederzeit dahinraffen. Außerdem hatten sie nichts zu essen und nur wenige Fackeln. Und der Eintopf war für einen längeren Transport sonderlich schlecht geeignet.

Doch es half nichts. Die Zeit drängte. Aus Stofffetzen seines Mantelinnenfutters machte Manni provisorische Mundschütze für das Mädchen und ihn. Danach gingen sie weiter. Die Flamme der Fackel half leider auch nur bedingt die Ratten und Fledermäuse auf Distanz zu halten. Sie kamen nur mühsam voran. Das Mädchen schien Todesängste auszustehen. Sie war kreidebleich und total verängstigt. Überall war es feucht und zappenduster wie in der Hölle.

Selbst die Fackel vermochte kaum die Dunkelheit zu erhellen. Allmählich nahm die Dunkelheit ab und wich einem trüben Nebel, auch der Geruch schien etwas abzunehmen. Hier und da war ein Luftzug zu verspüren. Hoffnung keimte in den beiden auf. Man schien auf dem richtigen Weg zu sein. Jedoch schien dieser kein Ende nehmen zu wollen und immer, wenn nur ein Funke Licht durchkam verzweigte er sich erneut zu einem schier nicht enden wollenden Labyrinth. So allmählich wich die Hoffnung Gefühlen wie Angst, Verzweiflung, Hunger und Resignation. Die Vorräte gingen zuneige sowie die Fackeln, die ihren Weg ausleuchteten.

Nach einer gewissen Zeit wurde auch der Sauerstoff weniger und das Atmen fiel zunehmend schwerer. Ihnen wurde immer öfters schwindelig und schwarz vor den Augen. Panik und Verzweiflung gesellten sich schnell und schleichend zu diesen Symptomen. Und als keine Hoffnung mehr zu geben schien erhellte auf einmal ein heller Lichtstrahl die Katakomben. Manni konnte es kaum fassen. Mit allerletzter Kraft und mit dem inzwischen bewusstlosen Mädchen folgte er mühsam aber stetig dem immer kräftiger werdenden Lichtstrahl.
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Die Flucht Teil 3 (Die Flucht wird bemerkt)

Der Zeitpunkt der Hinrichtung ist gekommen. Während auf dem Marktplatz brave enrothianische Bürger hingerichtet werden, wird zeitgleich einige Meter weiter aus diesem Anlass ein üppiges Fest gegeben. Die Vorbereitungen sind akribisch geplant und fast abgeschlossen worden. Fehlen nur noch die Hauptakteure des Abends: Die Delinquenten.

Major Deria und Hauptmann Priin strahlten über das ganze Gesicht . Alles schien tadellos zu klappen. Dieses würde ein historischer Moment werden. Man würde erstmals wieder nach langer Zeit einen enrothianischen König öffentlich hinrichten können. Nach etlichen bitteren Niederlagen war diese Genugtuung mehr als wichtig für die Kreeganer. Denn unter den Kreeganer (man sollte es kaum glauben) macht sich allmählich Resignation und Kriegsmüdigkeit breit. Es fragten sich sogar einige welchen Sinn das haben sollte. Obwohl man gezielt gegen solche andersdenkenden vorging , wollten diese Stimmen nicht verstummen.

Es wurden mit der Zeit sogar immer mehr. Deswegen musste dieses Fest ein voller Erfolg werden; um jeden Preis. Zu dem Zeitpunkt ahnte niemand, dass die Gefangenen schon längst auf der Flucht waren. Schließlich rückte der Zeitpunkt der Feierlichkeiten immer näher und erste Gäste trafen ein. Mit einem zufriedenen Grinsen beoabachteten Deria und Priin das Schauspiel bevor sie sich aufmachten nach den Gefangenen zu schauen.


Der Euphorie sollte bald die Ernüchterung folgen. Priin und Deria gingen mit ein handvoll Wachleuten durch die ellenlangen Katakomben bis zu der Zelle von Manni. "Aufschließen!" befahl Hauptmann Priin. Die Wache nickte. Das Schloß schien schon bessere Zeiten hinter sich zu haben. Nach ewigem aufschließen verbunden mit einem kleinem Kraftaufwand, gibt das Schloß endlich nach. Die schwere Eisentür wird langsam geöffnet. Ein schwacher Lichtstrahl fiel in die Zelle der langsam immer größer wurde je weiter die Zellentür geöffnet wurde.

Hauptmann Priin grinste fies und rieb sich die Hände. Wie oft stand er schon Manni damals in etlichen Schlachten gegenüber. Jedes Mal ging Manni als Sieger hervor. Dieses würde heute ein Ende finden. Manni würde vor seinen Augen gefoltert werde, um sein jämmerliches Leben flehen und dann sterben. Priin sah es förmlich schon bildlich vor seinem geistigen Auge.

Doch was war das? Die Zelle war komplett leer. Unfassbar! Sowohl Manni als auch das stumme Mädchen waren fort. Wie gelähmt starrten Deria und Priin minutenlang in die Zelle, als hätten sie gerade schlecht geträumt und warteten gemeinsam auf den erlösenden Pieks in den Po, dass alles vorbei wäre wenn sie die Augen öffnen würden. Doch der Pieks blieb aus und die Zelle blieb leer.

Es dauerte einige Minuten, bis sich die beiden wieder gefasst hatten. Sofort schwärmten die Truppen aus und sahen sich gründlich um. Währendessen wiesen Priin und Deria sich gegenseitig die Schuld zu, was in einem lautstarken Wortgefecht endete. Sie beherrschten sich erst wieder , als eine Gruppe ihnen von ihrem Fund in der Zelle berichtete. Sie hatten den Fluchtweg von Manni entdeckt. Wie konnten sie nur so blind und dumm sein? Tage- und Wochenlang hatten sie nichts gemerkt, nicht einmal die Zelle unter- oder durchsucht.

Egal wem man nun die Schuld geben würde, sie hatten versagt auf ganzer Linie. Das würde eine Mordsärger geben. Das Volk würde toben erst recht ihr Anführer "Lúthien, Enkel von Xenofex". Nichts hasste er mehr als schlechte Neuigkeiten. Dafür würden Köpfe rollen. Man befahl den Männern mit schwerem Gerät dias eh brüchige Mauerwerk einzureißen und den beiden Ausreißern zu folgen. Lúthien wollte sie lebend sehen, Deria und Priin zogen inzwischen den Tod der beiden vor. Hatten sie ihnen in der Vergangenheit schon genug Ärger eingebracht.

Nach schätzbar einer Ewigkeit hatten die Soldaten eine Menge Mauerwerk zum Einsturz gebracht. Der faulige Gestank von Kloake gepaart mit Verwesung und ähnlichem machte sich ungefiltert in der Zelle breit. Die Soldaten mussten würgen und husten. Einige wurden kreidebleich und fielen einfach um. Die beiden Kommandanten hatten kein Mitlied mit ihren Soldaten. Wenn ein alter Mann und ein Kind durch die Kloake gehen konnten, dann auch ein paar Soldaten.

"Stell euch nicht so damenhaft an. Augen zu und durch!" stauchte Major Priin seine Soldaten zusammen. Nach einigem Zögern betraten die ersten mit Fackeln ausgestattet die Katakomben. Dieser Schritt war nun erledigt. Der Schwerste würde folgen. Diesen Fehler vor Lúthien zu rechtfertigen. Major Prrin und Major Deria verließen den Gefängnistrakt und machten sich auf den Palast des Regenten zu erreichen.
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Die Flucht Teil 4 (Im Palast)

Regent Lúthien erwartete sie bereits. Auch wenn die beiden Kommandanten bisher geschwiegen hatten und auch ihre Soldaten angewiesen hatten Stillschweigen zu bewahren, so musste (mal wieder) doch auf dem einen oder anderen Wege etwas zu dem Regenten durchgesickert sein. Er war berüchtigt dafür, dass er seine Augen und Ohren überall hatte und ihm so gut, wie gar nichts entging. Sein Gesicht und seine Mimik sprachen Bände. Besonders gefährlich war er, wenn er nichts sagte und seine Augen blitzten sowie gerade im Moment. Beide Kommandanten schwitzen stark. Ihr Herz klopfte bis zum Hals.

Lúthien verlangte in der Regel immer einen hohen Preis für Inkompetenz und Fehler. Das ging von unbeschreiblicher Folter bis hin zum Tod. Mit einer gelangweilten Geste winkte er sie heran. Seine kalten Augen musterten die beiden sehr eindringlich und genau. Beide zitterten. Sie hatten das Gefühl er könnte ihnen bis ins Tiefste ihrer Seele blicken. Er holte einmal tief Luft und begann dann mit donnernder Stimme.

”Ihr wisst, dass heute eine besonderer Tag ist. Ein Nationalfeiertag. Nach Jahren der Niederlagen und Enttäuschung haben wir endlich mal wieder einen Grund zum Feiern.
Wir haben entscheidene Siege errungen. Gefangene gemacht, schätze erbeutet. Alles Gründe sich zu freuen. Sagt mir: Warum freue ich mich nicht?"
Major Kira versucht gerade etwas zu sagen, mehr zu stammeln als Lúthien ihr ins Wort fällt. "Schweig still, Weib. Es benötigt keine Rechtfertigung für Versagen. Versagen ist immer gleichbedeutend mit Strafe oder Tod. Rechtfertigen könnt ihr euch dann vor eurem Schöpfer. Ich akzeptiere keine Entschuldigungen. Schon gar nicht in dem Fall!"

Die Energie, die aus seiner Hand schoß während er Major Kira anbrüllte, schleuderte sie gegen die Palastwand, die augenblicklich Risse bekam. Minutenlang blieb sie benommen liegen, bis sie sich wieder aufrappelte. Ein kurzes Raunen und Murmeln ging durch den Saal, bis der Regent einmal seinen Blick schweifen ließ. Sofort ebbte es ab. Danach wandte sich Lúthien an Oberst Priin
“Ihr habt 48 Stunden Zeit Manni und das Balg wieder zurückzubringen und das möglichst lebend. Sollte euch das nicht gelingen, fragt besser nicht, was ich mit euch anstellen werde!"
Der Oberst nickte stumm. Kurz darauf durfte er mit ansehen, wie sich der Zorn des Regenten spontan entlud.

Die Körper seiner Männer fingen an sich spontan zu entzünden, die Augen traten ihnen aus den Höhlen und ihre Gedärme sprangen ihnen förmlich aus dem Körper. Am Ende des bestialischen Schauspiels platzen die Körper auseinander. Einige seiner Untertanen mit schwachen Magen wurden ohnmächtig oder mussten sich übergeben. Der Regent lachte kurz laut und kurz darauf war sein Gesicht wieder die düstere, emotionslose Fratze. Mit einem Handzeichen wies er seine Diener an die Sauerei wegzumachen. Sie regierten sofort und putzen und schrubbten, was das Zeug hielt.

Die beiden Anführer waren vor Angst fast wie starr. Es dauerte etwas, bis sie sich wieder bewegen und einen klaren Gedanken fassen konnten. Beide waren mehr als erleichtert, als sie endlich wieder vor dem Palast standen.
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Begegnung mit dem Schicksal

Diablo verließ das Portal. Er zog blitzschnell sein Langschwert aus der Scheide. Alles um ihn herum war ruhig, zu ruhig. Wenn er es nichts selbst besser wüsste, würde er es selbst kaum glauben, dass er nun am gefährlichsten Ort im Universum war. Diese Ruhe war völlig untypisch für diesen Ort. Diablo, der von Natur aus misstrauisch war behagte die Stille gar nicht. Es war still wie in einem Grab. Sein Grab? Er prüfte immer wieder die Klinge seines Schwertes. Sie war rasiermesserscharf. Bei seinem Pfeilen im Köcher verzichtete er darauf zu testen, ob das Gift wirken würde. Er würde es im Ernstfall schon merken. Lange zögerte Diablo, bis er sich weiterbewegte. Er verharrte am Portal und versuchte alles zu rehasche. Jedes Geräusch, jeden Windstoß. Einfach alles.

Alle seine Sinne waren geschärft. Erst einige Zeit später bewegt er sich langsam vorwärts. Dabei beäugte er ständig kritisch seine Umgebung. Er kam nur sehr langsam voran aber das war ihm egal. Die ganze Zeit hatte er das Gefühl beobachtet zu werden. Jedoch konnte er niemanden ausmachen, auch wenn seine Sinne geschärft waren. Das Ganze schmeckte ihm gar nicht.

-wird fortgesetzt-
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