Quest 4 - Die Sklavenhändler

Die Tantalischen Berge - Land des Tantalusss

Moderator: Fansal

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Minotaurenkönig
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Beitrag von Minotaurenkönig »

Indas, der froh war, das er sich ,wie es aussah, wieder richtig aufrichten konnte,wollte das sprechen lieber dem Elfen überlassen, denn schließich war es im Grunde"sein" Auftrag, aber da es mittlerweile nicht mehr nur um das Befreien der Dorfbewohner ging, sondern darum, einer Invasion der Dunkelzwerge entgegenzuwirken, antwortete er für die Gruppe.
" Ich in Indas Grasbeißer." der Minotaurus legte seine Hand auf seine Brust, dann stellte er einen nach dem anderen vor.
" Wir wissen um den Notstand bescheid, dass die Druegar , Barkat- Zarath erobern und in ihre Gewalt bringen wollen. Wir wissen nicht in wie weit diese Invasion schon fortgeschritten ist, aber wir wissen, das es eine Gewaltige Herausforderung sein wird , diesem Ansturm zu widertrotzen. Jedoch führt uns eine andere Sache hier hin, die jedoch von den selben Machthabern und Drahtziehern gesteuert wird, die auch eure Stadt bedrohen." Der Magisterzwerg griff sich an seinen Bart und fragte:" Und um welche Sache handelt es sich, denn es geschieht nicht oft, dass eine solche "Gruppe". Der Zwerg zog die behaarten Augenbrauen hoch."unsere Stadt besucht."
"Es handelt sich um die Entführung eines gesamten Dorfes, zu dessen Rettung , uns der Regent von Kalanos ,und somit der gesamten Tantalischen Berge, beauftragt hat.
Um diese Rettung durchzuführen, benötigen wir aber nun Hilfe, denn die Entführer sind in diese Berge gezogen, und da niemand von uns mit dem harten Element vertraut ist, ersuchen wir die Hilfe der rechtschaffenden Zwerge.

" Wie mir scheint," entgegnete nun ein anderer Magister, " Habt ihr doch einen "Führer" bei euch. und blickte abschätzend auf die gefesselte Roxana.
Die Menschen wünschen sich Unsterblichkeit, wissen aber nichts anzufangen, an einem verregneten Sonntagnachmittag.
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king euba
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Beitrag von king euba »

Amrod fühlte sich in dieser engen Steinhalle, fern von jeglicher Natur, sichtlich unwohl. Außerdem warfen ihm die Zwerge seltsame Blicke zu, die zweifelsfrei in seiner Art begründeten. Nachdem aber Indas dass Vorstellen übernommen hatte, wurde klar, dass ihnen von ihren Gastgebern, keine Feindseligkeit entgegenschlug, die ein ungebetener Gast normalerweise erwarten durfte. Also übernahm Amrod das Wort, der sich doch ein wenig übergangen vorkam. Schließlich war es ja in gewisser Weise "seine" Mission.
"Nun, Ihr habt sicher schon erkannt, dass sie eine Duergar ist. Wir nahmen sie mit einigen... Schwierigkeiten gefangen, nachdem sie uns in eine Falle geführt hatte. Wir haben bisher trotz... außführlicher Befragung", hier warf er Drogo einen kurzen Seitenblick zu " lediglich eine ungefähre Ahnung vom Ziel und den Plänen, was sie mit den Gefangenen vorhaben, erfahren. Jetzt sitzen wir ziemlich in der Patsche, denn unter Tage werden wir den Duergar kaum folgen können. Höchstwahrscheinlich würden sie eher uns auflauern. Deshalb hofften wir wenigstens etwas Unterstützung von eurer Seite zu erhalten, da euch diese Angelegenheit schließlich auch in gewisser Weise betrifft." Die umstehenden Zwerge sahen recht belustigt aus, dass sie von einem Elfen um Hilfe gebeten wurden, doch der Magistrat Ilyo wahrte eine gefasste Miene.
Er bedeutete ihnen, einen Augenblick zu warten und drehte sich zu seinen beiden kolegen um. Einen kurzen Moment erfüllte eine geflüsterte Beratung die Luft, dann trat Ilyo wieder zu ihnen.
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Fansal
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Beitrag von Fansal »

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"Ihr trefft zu einer schweren Stunde der Not ein, Fremde. Eure Aufgabe ist mit dem unsrigen Schicksal verknüpft, das ist klar." Ilyo holte tief Luft. "Die Duregar gehörten einst zu unserem Volk, doch es sind Ausgestoßene, Verräter und Mörder. Sie lebten im Untergrund und als wir sie aufzuspüren versuchten, sonderten sich ab, zogen sich in die untersten Ebenen des Berges zurück und brachten die Stollen zum Einsturz. Wir ließen sie gewähren, denn zu dieser Zeit brachen die großen Orkkriege aus und unsere Äxte wurden an der Oberfläche benötigt. Nach und nach vergaßen wir die Duregar und weil sie uns nicht belästigten, lebten sie weiter ungestört in der Finsternis. Doch jetzt scheint es so, als wollten sie Rache an uns üben. Ohne Eure Anwesenheit, wären wir vielleicht nicht rechtzeitig auf die Gefahr, die im Innern unseres Berges lauert, aufmerksam geworden. Doch Eure Verfolgung hat unsere dunklen Brüder unvorsichtig gemacht, sie haben sich zu früh offenbart. Oder jedenfalls hoffen wir das..."

Ilyo nickte einem seiner Kollegen zu, es handelte sich dabei offensichtlich um den jüngsten der Magister, Karat. "Unsere Krieger rüsten sich bereits zur Schlacht. Es ist gut, dass Ihr uns von diesen Menschen berichtet habt, denn nun werden wir Euch die Möglichkeit geben können, sie zu befreien. Morgen früh werden unsere Truppen marschieren. Unsere Bergleute werden die ganze Nacht über neue Stollen hinunter zu den tieferen Ebenen graben. Es ist Zeit, mit den Duregar ein für alle Mal abzurechnen. Wir wissen nicht, was uns dort unten erwartet, doch wir werden alles, was sie uns auch entgegen werfen mögen, zurückschlagen. Wenn unsere Krieger die feindlichen Linien attackieren, ist es Euch in der Verwirrung der Schlacht vielleicht möglich, die Gefangenen zu befreien. Wir vermuten, dass die Duregar noch weitere Sklaven in ihren Höhlen haben, die in den Minen arbeiten. Wenn Ihr keine weiteren Fragen habt, wird Euch Hauptmann Berghammer jetzt zu einem Platz führen, an dem ihr schlafen und Euch ausruhen könnt. Selbst Ihr, Indas Graßbeißer, solltet dort Ruhe finden können. Es handelt sich um eine Höhle abseits der Hauptstraßen. Morgen werden wir Euch wecken und gemeinsam werden wir die dunkle Brut in unserer Mitte ein für alle Mal vernichten!"

Spielleiter Ende
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Minotaurenkönig
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Beitrag von Minotaurenkönig »

Indas fand, dass die Zwerge sie allzufreundlich empfingen, denn nachdem was er gehört hatte, war es fast unmöglich hier in dieser Stadt herum zu spazieren und nicht von allen Seiten angegiftet zu werden, aber es war ihm im Moment egal, denn er war etwas müde.
Dennoch fragte er sich ob Hauptmann Berghammer ihm wohl eine neue Waffe besorgen könne, denn sein Schmiedehammer, würde es nicht mehr lange tun, er musste vor einigen Tagen sogar schon einen Holzkeil zwischen Stiel und Metall klemmen, damit er nicht auseinander fiel. Der Minotaurus dachte da etwa an einen oder zwei schweren Streitkolben, bezweifelte aber, dass diese kleinen Zwerge solche eine Waffe überhaupt herstellen , da sie sie womöglich selbst kaum tragen könnten.Oder vielleicht doch?
Wenn sie ihre Lagerstätte erreicht hätten würde er ihn danach fragen.
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king euba
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Beitrag von king euba »

Das ist ja besser gelaufen als erwartet, dachte Amrod als sie sich auf dem Weg zu ihrer Unterkunft befanden. Dennoch fühlte er sich nicht so recht wohl, schob das aber auf die gewaltigen Steinmassen über ihnen und die unfreundlichen Seitenblicke, die man vor allem ihm entgegenwarf. Trotz dieser Entschuldigung nagte etwas an ihm, doch es entzog sich seinem Geist wie ein unwilliges Tier seinem Herren.
Auf dem Weg zu ihrem Quartier gingen sie nur durch lange Gänge, die zwar geschickt angelegt, aber ansonsten recht Schmucklos waren. Von der Pracht der Hallen und Handwerkskunst der so viel gerümten Zwergenbaumeister von Barak-Zakath sahen sie nichts. Nur einen größeren Raum durchquerten sie, der anscheinend eine Art Werkstatt darstellte. Jedenfalls liesen die zahlreichen Schmiedewerkzeuge und Öfen darauf schließen.

Ihr Quartier war zwar recht geräumig, allerdings fehlte jeder Luxus und Komfort. Es gab lediglich einige steinerne Betten, einen großen, spiegelglatt geschliffenen Tisch aus Schwarzem Stein. Quarzadern liefen kreuz und quer darüber und bildeten eigentümlich Muster, fremd anzuschauen und doch von einer gewissen Schönheit. Die Decke lag hoch oben und verlor sich im unsteten Licht einiger weniger Fackeln, die an den Wänden hingen. In einer kleineren Kammer nebenan, so sagte man ihnen, gäbe es einen Brunnen, der frisches Wasser liefere. Als sie alle eingetreten waren, Indas als letzter, weil er noch einige Worte mit Hauptmann Berghammer wechselte, teilte ein alter, einäugiger Zwerg mit einer Glatze ihnen recht unfreundlich mit, dass sie bald etwas zu essen bekommen würden. Dann schloß sich ohne weiteres Federlesen die Wand hinter ihnen und lies nur einen Spalt zu sehen, in den man nicht einmal eine dünne Messerklinge hätte schieben können.
"Also sind wir doch Gefangene.", meinte Amrod mehr zu sich selbst, erntete allerdings einen etwas beunruhgten Blick von Paul und Peter.
"Sie werden ihrem Ruf also doch gerecht." murtren die beiden Kämpfer der Gruppe wie aus einem Munde.
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Minotaurenkönig
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Beitrag von Minotaurenkönig »

Indas fühlte sich mehr als unwohl in diesem kleinen Raum, der wirklich nicht mehr beherbergte, als den besagten, im übrigen viel zu kleinen Betten und dem schwrzen Tisch. Unruhig lief er hin und her. Bis er irgendwann aufhörte sinnlos durch die Gegend zu laufen und sich stattdessen dazu entschloss, seine Rüstung auszuziehen.
Kaum war er fertig, kam der einäugige Zwerg herein und brachte Essen- ungenießbar und schlechten Geruchs. Dabei hätten sie wirklich gutes Essen gebrauchen können, denn ohne Magenkrämpfe wobei er vor allem an den Halbling dachte, ließ es sich doch wesentlich besser kämpfen. Wie der Zwerg die Teller abstellte, brach Indas in einen kleinen Wutausbruch aus.
" Das nennt ihr Essen, nichteinmal die Schweine bekommen ein solches, da wo wir herkommen. Wir sind hier um deinem Volk zu helfen! Bringt uns Essen oder ihr ich lasse euch das hier essen!
Irgendwie schienen die letzten Worte ihre Wirkung zu zeigen, denn der Zwerg schaute sich das Mahl an, rüpfte die Nase grunzte irgendetwas unverständliches und zog sich zurück, ohne die Gefährten anzusehen.
Eine halbe Stunde später kam Hauptmann Berghammer mit richtigem Essen vorbei und entschuldigte sich im Namen des Magistrats.
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king euba
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Beitrag von king euba »

Als sie alle beim Essen um den großen Tisch saßen, dass dank Indas eindringlichem bemühen besser ausgefallen war als zu erhoffen, kam Amrod plötzlich darauf, was ihn so stutzig gemacht hatte, nachdem sie die Audienz verlassen hatten. Er sann noch einen Moment durüber nach, während er etwas beäugte, dass, wie er befürchtete, einmal eine Ratte gewesen war. Er legte das Ding zurück auf den Teller und begnügte sich mit ein wenig Dörrobst, das schon länger eingelagert und jetzt neu entdeckt schien.
Dann teilte er den anderen seine Gedanken mit.
"Wisst ihr, was mich beunruhigt? Als wir mit dem Magistrat gesprochen haben, schien es mir, als ob sie unsere kleinwüchsige Begleiterin gar nicht sofort als das erkannt haben, was sie in Wahrheit ist. Sie haben es erst gemerkt, nachdem wir es ihnen sagten. Wenn die Zwerge hier in der Stadt den Unterschied nicht mal erkennen, wer sagt uns dann, dass sie nicht schon längst hier eingedrungen sind? Wir sollten besser aufpassen, wem wir vertrauen, und mit wem wir sprechen. Das Beste wäre vieleicht, wenn ihr euch noch einmal eingehend mit unserer Reisebegleiterin beschäftigt, Drogo. Sie weiß bestimmt noch einiges, was sie uns noch nicht erzählt hat."
Amrod blickte in die Runde und erwartete die Resonanz auf seine Theorie...
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Minotaurenkönig
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Beitrag von Minotaurenkönig »

"Ja, vielleicht, aber wenn es so ist, dann ist die Lage aussichtslos, denn einjeder kann euch seinen Dolch in den Rücken bohren, ohne dass ihr es rechtzeitig bemerkt. Außerdem, denke ich können die Dunkelzwerge nicht so ohne weiteres in die Zwergenfeste eindringen, ihr habt ja gesehen, welche Verteidigungsmassnahmen der Stadt zur verfügung stehen."
Von seinen eigenen Ansichten selbst nicht richtig überzeugt, gab Peter seine Meinung kund.
Indas entschied sich nicht darüber den gewaltigen Kopf zu zerbrechen, ihn kümmerte es vielmehr, wie er in den niedigen Gängen kämpfen sollte, andererseits konnten auch berittene Söldner die Stollen benutzen. Es gab also noch einen Lichtschein am Ende des Tunnels.
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Beitrag von king euba »

"Ich wollte damit keineswegs äußern, dass wir nur von Feinden Umgeben sind, sondern lediglich, dass die Möglichkeit besteht, dass sich Spione hier aufhalten. Und wenn das der Fall ist, könnten uns die Duergar ganz einfach in eine Falle locken." erwiederte Amrod, der die Sache nicht als ganz so belanglos abtun wollte. Schließlich hing der Erfolg der Mission und nicht zuletzt ihr eigenes Leben davon ab.
"Aber wir können jetzt sowieso nicht viel dagegen tun, außer es unseren aufpassern zu sagen, die jedoch wahrscheinlich selbst schon auf diese Idee gekommen sind."
Der Elf verlies den Tisch und setzte sich auf einen der Steinsockel, den die Zwerge als "Bett" bezeichneten und begann damit, seine Ausrüstung zu säubern. Amrod nutzte dazu jede Gelegenheit die sich bot, denn eine gerissene Sehne oder ein Stumpfes Messer konnten im falschen Moment den Tod für den Falschen, nähmlich für ihn selbst, bringen.
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Minotaurenkönig
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Beitrag von Minotaurenkönig »

Indas legte sich auf sein steinernes Bett, an dem er im Gegensatz zu seinen menschlichen Gefährten, nichts auszusetzten hatte. Früher hatte er unter ganz anderen Umständen schlafen müssen und wenigstens war dieses Bett noch zu einer Mulde geformt, sodass ein einigermaßen angenehmes Schlafen möglich war. Auch wenn er nur bis zu Hüfte auf seinem Lager lag, so konnt er doch eine gemütliche Position erlangen und schlief, nachdem er sich seiner Rüstung entleichtert hatte, ein.

" Ich hab kein gutes Gefühl für morgen, wer weis wieviel von denen da unten auf uns warten?" sagte Paul vor sich hin, wärend er auf seinem steinernen Bett liegend nicht einschlafen konnte." Viel mehr quält es mich, was dort unten lauert, mal abgesehen von den Duergar und den berittenen Söldnern. Wenn ich mich recht entsinne, hat mir meine Großmutter immer vor dem Schlafengehen von den grauenhaften Geschöpfen in unserer Welt erzählt und die großen Berge und deren Stollen, wurden oft von ihr erwähnt." Peter, welcher ebenfalls nicht schlafen konnte, wälzte sich unbequem hin und her, während er berichtete.
Von all dem bekam der Minotaurus nichts mit, er träumte schon von der Belohnung für den ausgeführten Auftrag und von einem netten Haus auf einer gewissen Lichtung, 2 Stunden von Kalanos entfernt.
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king euba
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Beitrag von king euba »

Amrod schlief nicht besonders gut in dieser Nacht. Ihm fehlten der freie Himmel, der Duft der Bäume und das Gefühl von Gras unter sich. Ständig wachte er auf und blickte dann lange Augenblicke ins Dunkel ehe er wieder einschlafen konnte. Da war er aber anscheinend nicht der einzige, denn er hörte Peter und Paul leise miteinander tuscheln. Indas und die beiden anderen Soldaten schnarchten laut. Seine KAmpferprobten Gefährten waren wohl das Schlafen in allen möglichen Umgebungen gewohnt.
Als die Nacht auf die Mitte zuging wachte er wieder auf und der Schlaf wollte einfach nicht wieder kommen. Er machte sich allerlei Gedanken, vor allem über seine Gefährten. Er fühlte sich verantwortlich für die Gruppe, schließlich hatte er selbst den Auftrag nach Kalanos getragen, und Hilfe erbeten. Morgen konnte alles mögliche passieren und er musste sich eine gewisse Unsicherheit eingestehen, denn unter der Erde konnte ihnen alles passieren. Der Elf hatte einfach keine Erfahrung im Kampf unter der Erde und plötzlich wünschte er, sie hätten die Sklavenjäger im Wald stellen können, auch wenn sie so auf die Hilfe der Zwerge hätten verzichten müssen.
Auch Annika ging ihm durch den Sinn und er hoffte inständig, dass die Eltern der Kleinen noch am Leben waren. Ihr beizubringen, dass sie tot waren, würde er wahrscheinlich nicht ertragen.
Schließlich schlief Amrod doch wieder Ein und wachte bis zum Morgen (besser gesagt der Zeit, zu der man sie Weckte, denn Tage gab es hier nicht) nicht wieder auf.

Amrods Nacken war Stocksteif als sie der Alte vom Vorabend rabiat weckte. Dem Elfen war, als hätte er die Nacht in einem winzigen Fass verbracht und nur eine Stunde geschlafen (das entsprach wahrscheinlich in etwa den Tatsachen). Nachdem sie ein schnelles Frühstück zu sich genommen hatten, dass aus den gleichen Zutaten gemacht war, wie das vorangegangene Abendmahl (offensichtlich hatte man die Reste wiederverwertet), trat Hauptmann Berghammer ein und bedeutete ihnen sich fertig zu machen und ihm zu folgen, woraufhin es wieder durch enge Tunnel hindurch. Man sagte ihnen nicht einmal, wohin es überhaupt ging, aber Amrod nahm an, dass sie wohl zu der ihnen versprochenen Unterstützung unterwegs waren.
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Fansal
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Beitrag von Fansal »

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"Ich hoffe, Ihr habt Euren Aufenthalt genossen." Hauptmann Berghammers Stimme klang spöttisch, während er die drei Gefährten durch den Berg führte. Dieses Mal schritten sie nicht durch einen der Nebentunnel, sondern betraten einen der Hauptgänge, der sich in regelmäßigen Abständen zu gigantischen Höhlen erweiterte, die so hoch waren, dass die Decke in der Dunkelheit verschwand, abgesehen von einigen riesigen Stalaktiten, die wie steinerne Speere herab hingen. Doch auch am Boden war einiges zu sehen: In den nackten Fels waren zahllose Häuser geschlagen, die sich auf Vorsprüngen befanden, die sich wie in einer Arena treppenartig nach oben wanden.

Eine unglaubliche Anzahl von Stiegen und Stufen führte hinauf, doch auf den Gängen und Treppen befanden sich nur wenige Zwerge und wenn, dann entweder die gebeugten Gestalten alter Vertreter des bärtigen Volkes oder hitzige Jungspunde mit nichts weiter als Flaum auf den Wangen. "Wo sind all die Zwerge?", fragte Paul, während sich Menschen, Elf, Minotaur und Halbling staunend umsahen und die meisterhafte Steinmetzarbeit allerorten bewunderten. Berghammer drehte sich im Gehen halb um und grinste über die Schulter zu den Abenteurern zurück. "Ihr werdet schon sehen."

Doch lange bevor sie sahen hörten sie bereits. Es war ein vielstimmiger Gesang, geschmettert von Hunderten, nein Tausenden von Kriegern. Der Hauptmann führte die bunt gemischte Gruppe an einer Abzweigung vom Hauptgang weg, hinab in die Eingeweide des Gebirges, bis sie eine weitere Höhle betraten, noch weitaus gigantischer als alle zuvor. Der Eingang lag hoch oben in der Steilwand und auf einem Vorsprung warteten die drei Magister zusammen mit einem Dutzend ähnlich gekleideter Zwerge. Neben ihnen standen andere Zwerge, in prächtige Rüstungen gekleidet und mit gewichtigen Mienen.

"Ah, seid gegrüßt!", rief Magister Ilyo über den Ohren betäubenden Lärm hinweg. "Dies sind die Generäle des Heeres!" Er stellte die einzelnen Zwerge vor, dann deutete er mit großer Geste auf den hinteren Teil der Höhle. Erst da erkannten die Gefährten, was sich unter ihnen abspielte: Was zuerst wie eine einzige Woge aus Stahl ausgesehen hatte, die ständig in Bewegung war, formte sich vor ihren Augen zu einer Armee von Zwergen, alle vor Waffen starrend und in schwere Kettenhemden und Rüstungen gehüllt. Sie alle sangen ein Lied, das, obwohl keiner der Abenteurer die Worte verstehen konnte, das Blut zum Kochen und die Füße zum im Takt stampfen brachte.

"Seht Ihr die Tunneleingänge dort hinten?", fragte Magister Urim schreiend. Mindestens zwanzig schwarze Öffnungen gähnten in der massiven Felswand. "Unsere Arbeiter haben sie gestern gegraben und stehen kurz vor dem Durchbruch. Wahrscheinlich erwarten die Duregar uns bereits dahinter. Wie dem auch sei: Unsere Krieger werden durch die Gänge stürmen und angreifen, während Ihr mit Hauptmann Berghammer und einer kleinen Spezialtruppe durch einen Nebengang in das Reich unserer dunklen Brüder gelangt. Ab da seid Ihr auf Euch allein gestellt. Während wir mit den Duregar abrechnen, sucht Ihr die Geiseln."

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Minotaurenkönig
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Beitrag von Minotaurenkönig »

Indas war bereit. Er erwartete, dass die Spezialtruppe, jeden Moment zu ihnen stoßen würde, denn das aufhetzende Geschrei der Zwerge,würde sich wohl bald in einer unaufhaltsamen Woge des Kriegsdurstes ergießen. Indas konnte sich nicht vorstellen, dass es dort unten bzw. hinter den Gräben ebenfalls soviele Druegar gab, denn soviele Verräter und Diebe konnte doch eine einzige Stadt nicht haben. Zumindest nicht soviele wie normale Bürger.
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king euba
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Beitrag von king euba »

Amrod stand einen Augenblick in betäubtem Schweigen da, als sie die Höhle betraten. Es war das erste Mal, dass er eine so gewaltige Streitmacht zu Gesicht bekahm. Sicher, er hatte mehr als einmal bei der Verteidigung seiner Heimat mitgeholfen, bevor er in die Welt hinaus gegangen war, aber bei diesen Gelegenheiten kamen nie mehr als hundert Elfen zusammen. Hier jedoch tummelten sich in einem gewaltigen Felsendom nicht weniger als zweitausend Zwerge in voller Gefechtsmontur. Der Elf war ein wenig besorgt, denn so wie die Dinge nun standen, würde es eine große Schlacht geben, und dabei konnte einer kleinen Gruppe wie der ihren schnell das Licht augeblasen werden.
Diese Sorge milderte sich jedoch, als hinter ihnen die Spezialtruppe heraufgepoltert kam. Alles in allem waren es etwa Dreißig des kleinen Volkes und vornweg schritten einige Krieger, die einen furchterregenden Eindruck erweckten. Ihre Panzerrüstungen starten nur so vor Stacheln, dazu trugen sie seltsame Waffen, die an Axtblätter erinnerten, aber an ihren Unterarmen festgeschnallt schienen. In vorderster Reihe schritt ein bekanntes Gesicht, der Alte, der sie am Vorabend "bewirtet" hatte. Er tug ein schiefes Grinsen vor sich her, dass von einem Ohr zum anderen reichte und rieb sich die klingenbesetzten Hände in freudiger Erwartung auf den kommenden Kampf.
"Ahhh, die Berserker sind da. Dass ist der Stoßtrupp, der uns begleiten wird." sagte Hauptmann Berghammer, ebenfalls breit grinsend. "Wir werden uns auf den Weg machen, sobald der Hauptangriff beginnt. Es sind noch einige Minuten Zeit, weil sich das Heer noch nicht ganz gesammelt hat. Wenn ihr also noch zu einem eurer Götter beten wollt, Herr Elf, dann habt ihr jetzt die Gelegenheit dazu. Dass wird nämlich kein Zuckerschlecken da drin, dass kann ich euch versprechen. Wird ne Menge Blut fließen heute." meinte der Zwergenhauptmann.
"Wir haben alles schon im Gefecht gestanden, Hauptmann, wenn auch nicht unter Tage. Allerdings hatte ich gehofft, eher mit Heimlichkeit vorgehen zu können. So haben wir eine größere Chance, unseren Auftrag zu erfüllen. " erwiederte Amrod.
Irgendetwas, dass er gesagt hatte entlockte der Berserkerbrigarde einen gemeinschafftlichen Laut der Abscheu und auch der hauptmann wandte sich mit einem Pahh ab und schritt zu seiner Truppe um irgendetwas auf zwergisch mit ihnen zu besprechen. Auch Amrod wnadte sich wieder seinen Gefährten zu, entdeckte hier jedoch teilweise besorgte Mienen.
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Beitrag von Fansal »

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"Es ist soweit." Der kehlige Klang tausender Stimmen, die sich zu einem einzigen Schlachtruf vereinigten, unterstrich Hauptmann Berghammers Bemerkung. "Kommt mit!" Der Zwerg führte die Gefährten und seinen Stoßtrupp die erhöhte Plattform hinunter, auf denen die Generäle und Magister standen. Sie gingen eine lange Rampe hinab, sich immer dicht an der Wand haltend, bis sie schließlich am Boden der riesigen Höhle ankamen. Die Berserkerzwerge und der turmhohe Indas bahnten den anderen einen Weg durch die brodelnde und wogende Masse der Armeen des Zwergenvolkes. Die Zwerge führten die Abenteurer in einen Stollen, in dem sich ein gutes Dutzend anderer Zwerge in einfachen Lederkitteln aufhielten. Sie hatten Spitzhacken in der Hand, und nickten den Neuankömmlingen kurz zu, bevor sie wieder den Kopf schräg legten.

"Was tun sie da?", fragte Peter verwirrt. Hauptmann Berghammer schnaubte ungläubig, als könne er nicht glauben, dass jemand eine solch dumme Frage zu stellen vermochte. "Sie lauschen." "Worauf?" Der Hauptmann gab keine Antwort. In diesem Augenblick verdoppelte sich die Lautstärke in der Haupthöhle noch und ein gewaltiges Donnern ertönte, als unzählige Zwergenstiefel auf den Felsboden hämmerten. Es war ganz klar: Die Mineure hatten die Tunnel zu den Höhlen der Dunkelzwerge frei gelegt, und die Zwergenarmee spurtete auf die neuen Eingänge zu. Minuten verstrichen, doch noch immer rührte sich keiner der Zwerge in dem Stollen. Dann, als plötzlicher Kampfeslärm ertönte, begannen die Arbeiter auf die Wand im hinteren Ende des Ganges einzuhacken. Sie arbeiteten schnell und präzise, und bald stießen sie durch die Wand.

"Und los!", rief Hauptmann Berghammer. Die Berserker stürzten nach vorne, doch obwohl sie dabei einen unglaublichen Krach machten, mussten sie nicht befürchten, von den Duregar gehört zu werden, denn der Kampf der beiden Armeen erzeugte ein nie gehörtes Getöse, das ob seiner Intensität in den Ohren schmerzte. Nachdem die Gruppe sich durch das Loch in der Wand gezwängt hatte, fanden sie sich in einem anderen Gang wieder, nur spärlich beleuchtet von seltsamen Laternen, in denen grüne Lichter zu schweben schienen. "Eine besondere Art der Glühwürmchen", erklärte Berghammer auf einen verwunderten Blick Schultzes hin. "Kommt mit!", sagte er dann, in die Richtung des Gangs deutend, die von der Schlacht wegführte. "Suchen wir eure Menschenfreude!"

Nebenquest
- Findet und befreit die menschlichen Sklaven aus der Gefangenschaft der Dunkelzwerge

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Kaum waren sie den Gang ein paar Minuten entlang gerannt, stießen sie auf eine Kreuzung, von nicht nur zwei Wegen,sondern wo sich gleich deren vier gabelten."Wir werden uns auf keinen Fall trennen, wir sollten den Weg nehmen, welcher am meisten benu..." Noch bevor der Hauptmann fertig war begann Indas wieder loszurennen und zwar eben in jenen Gang, welcher am meisten benutzt schien. Der Minotaurus hatte keine Lust mehr von all diesen Gängen und Stollen von Steinen und Geröll. Er wollte nur noch seinen Auftrag erledigen und so schnell wie möglich wieder hier raus. So tief unter dem Berg fühlte er sich seltsamerweise eingeengt und irgendwie auch schutzlos, obwohl das genaue Gegenteil der Fall war.
Die Berserkerzwerge gaben nur ein Schnaufen von sich und folgten dem Minotaurus, der Rest der Gruppe kam ebenfalls wieder in Gang.
Indas hatte keine Ahnung wo unter den Bergen sie sich befanden, aber er wusste, dass der Hauptmann ein erfahrener Bergmann und vorallem ein Zwerg war und so ließ er ihn an die Spitze des Zuges. Der Gang schien endlos zu sein, ab und an kamen sie an kleinen Nebengängen vorbei, welche sie aber für nutzlos erachteten und weiter liefen.Das Tempo der Truppe war nicht schnell aber auch nicht langsam, die Menschen mussten zwar etwas mehr als joggen, aber keiner machte einen Mucks, das lag wohl an dem guten Training , welches die Soldaten von Kalanos genossen.
Zwar wusste niemand ob die Richtung stimmte, aber das wichtigste Ziel war erstmal weit hinter die feindlichen Linien zu gelangen. Denn wie Roxanna erzählt hatte, sollten die Gefangenen als Sklaven arbeiten und Sklaven würden wohl sicher nicht in den Krieg ziehen.
Eine ganze Viertelstunde verlief der Trott ohne Zwischenfall. Einmal kam ein vereinzelter Dunkelzwerg aus einem Nebengang, bevor er auch nur einen Ton von sich geben konnte, haten die Berserker ihn mit einem Axthieb den Kopf halb vom Hals getrennt.
Nun aber hörte der Gang plötzlich auf und bevor Hauptmann Berghammer es sich versah, stürtzte er fast kopfüber in die Tiefe, Indas konnte ihn gerade noch so an seinem blauen Mantel zu fassen bekommen. Den den Zwerg noch am Mantel haltend ,erkundete Indas Graßbeißer mit einem Blick die Lage. Die Gruppe stand auf einem kleinen Plateau. Geradeaus senkte sich eine zwanzig Meter steile Felswand in die Tiefe. Links war eine Leiter angebracht, welche nach unten führte.Rechts war eine Art Holzgestell aufgebaut. " Ein Aufzug, wir benutzen sie um große Lasten über viele Meter in die Höhe oder Tiefe zu transportieren." Einer der Zwerge bemerkte Indas' Ratlosigkeit beim Anblick dieser Erfindung " Jedoch scheint der Hebel und die Kurbel für das Zahnrad dort unten zu sein." Der Zwerg deutete in die Tiefe, in welcher man nur gähnende Leere bzw. gar nichts außer schwarz sah, niemand wusste , was einen dort unten erwarten würde. Für den Minotaurus war klar, dass er die Leiter nicht besteigen konnte, mit seinen Hufen wäre er sich schon nach wenigen Stufen abgerutscht. Dies bedeutete er musste anders (wohlmöglich mit diesem "Aufzug") nach unten gelangen. Acuh der Halbling schien nicht gerade begeistert von der Kletterei zu sein, außerdem hatte er noch sein Schwein dabei. es musste jemand hinabsteigen, der zum Einen schwindelfrei war, zum Zweiten gut klettern konnte, denn eine so lange Leiter war nicht leicht zu bewältigen und dritten musste es jemand sein, der bei einem möglichen Angriff sich gut verteidigen konnte.
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Beitrag von king euba »

Amrod schob sich an Indas vorbei und besah sich den Abstieg. Es schien nicht besonders schwer zu sein, den Boden zu erreichen, da die Leiter stabiel, wenn auch sehr schmal gebaut war. Er als Waldelf und Waldläufer hatte schon weit schwierigere Hindernisse überwunden und konnte auch im Dunkeln ganz gut sehen. Ausserdem waren die Zwerge in ihren schweren Rüstungen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeengt, was sie für diese Aktion nicht gerade prädistinierte. Also lies sich Amrod von Hauptmann Berghammer schnell den Mechanismus des Aufzuges erklären und schwang sich auf die Leiter. Behände und so leise wie möglich schwang er sich die Sproßen bis zum Boden der Kammer hinab. Unten angekommen sprang er sofort zu Seite und ging hinter einem Vorsprung in Deckung.
Hier unten schwirten einige wenige dieser Leuchtinsekten herum, aber es waren bei weitem nicht so viele, wie an ihrem Einstiegspunkt. Das Licht verstärkte eher noch die Schatten, als dass es das Sehen erleichtern würde. Selbst Amrods scharfe Augen konnten nicht bis ans andere Ende der Höhle dringen, aber den Posten, der am Fuß des Aufzugs Wache stand konnte selbst ein Blinder nicht übersehen. Es war nur einer und er schien vollkommen auf die entfernten Schlachtgeräusche zu konzentrieren, die aus dem Dunkel drangen. So hörte er scheinbar auch nicht die Zwergentruppe 20 Meter über ihm, die in Amrods Ohren einen Heidenlärm verursachten. Bei jedem Rasseln zuckte er unmerklich zusammen.
Langsam und jede Deckung nutzend, schob er sich näher an die Position des Duergar heran. Der Dunkelzwerg schien überaus gelangweilt und erwartete scheinbar hier, so weit ab vom Geschehen, keine Feinde, was es dem Elf überaus leicht machte, in dessen Rücken zu gelangen. Erst asl er ihn fast erreicht hatte, zog er einen seiner gekrümmten Dolche. schließlich wollte er sich nicht durch eine Reflektion auf dert Klinge verraten. Lautlos stieß er den Dolch in den Hals des Zwergs, der zusammenbrach ohne zu bemerken, was überhaupt mit ihm geschah. Damit war der Weg frei zum Hebel des Aufzuges.
Amrod trat an die Mechanik und griff nach dem Hebel, der die Winde entriegeln und den aufzug nach oben ziehen würde. Doch als er ihn berührte und herunterdrücken wollte, sirrte plötzlich ein schriller, durchdringender Ton durch die Luft. Der Waldläufer fühlte das leichte Kribbeln einer magischen Entladung, als die Falle an der Konstruktion Alarm schlug. Fluchend riss er den Hebel nach unten und die Plattform glit knirschend nach oben. Fiebend sah er den Holzbohlen nach und betete zur großen Mutter dass sie sich schneller bewegen möge, denn sicher würde er hier unten bald besuch bekommen...
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Fansal
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Beitrag von Fansal »

Spielleiter

Gerade erklang von oben ein Geräusch, das nur von dem ankommenden Aufzug stammen konnte, als weitere Laute Amrods Aufmerksamkeit auf sich zogen. Das Scheppern von Rüstungen erklang, begleitet von einem lauten Kläffen. Der Elf machte sich für den wohl unvermeidlichen Kampf bereit, denn es gab keinen Ausweg, keine Fluchtmöglichkeit, durch die er sich dem anstehenden Gefecht hätte entziehen können. Er konnte nur hoffen, dass seine Gefährten und der Trupp Berserkerzwerge möglichst schnell zu ihm stoßen würden, ansonsten sähe es düster für ihn aus.

Es dauerte nur wenige Augenblicke, und schon kam die Patrouille der Dunkelzwerge in Sichtweite. Es waren vier der auf Anhieb von ihren Vettern nicht zu unterscheidenden Bartträgern, alle mit Kettenhemden gerüstet und schwere Waffen in den Händen haltend. Einer der vier hielt jedoch zusätzlich noch zwei Leinen, an deren Enden ein Paar ungestüm nach vorne drängender Kreaturen zerrten. Sie sahen beinahe wie Hunde aus, wirkten jedoch alles in allem bei weitem bösartiger und gefährlicher. Ihre hoch gezogenen Lefzen enthüllten nadelspitze Zähne, dazu drangen aus ihren Köpfen kurze Hörner und an ihren Beinen wuchs jeweils eine sichelförmige Klaue aus dem nachtschwarzen Fell.

Gegner:
- Drei Duregarkämpfer, bewaffnet mit Hammer und Axt, Schaden +50
- Zwei Schattenhunde, Schaden +30
- Ein Duregarkleriker, bewaffnet mit einem Hammer und ausgebildet in Körpermagie und Schwarzer Magie (Expertenrang)

Spielleiter Ende
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king euba
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Beitrag von king euba »

Amrod zuckte zusammen, als er das Bellen und Knurren der beiden gewaltigen Hunde hörte. Diesmal lies ihn das Glück im Stich, denn es würde noch einige Zeit dauern, bis seine Verstärkung eintraf. Und verstecken würde er sich nicht können, denn die hochempfindlichen Nasen der Tiere konnte er nicht austrixen. Also tat er das einzig Mögliche und riss seinen Bogen von der Schulter. Blitzschnell lag der erste Pfeil auf der Sehne. Er trat halb geduckt hinter seiner Deckung, einem Stalaktiten, der sich in der Schwärze oben verlor, hervor und jagte dem ersten der Hunde, der aus dem Seitentunnel trat drei Pfeile in schneller Folge entgegen. Alle drei trafen das Untier in der oberen Frontpartie und es ging zu Boden. Allerdings war es, soweit Amrod sehen konnte, nicht tot.
Jetzt trat der rest des Trupps aus dem eingang, vorsichtig und Hinter der Deckung zweier Turmschilde, die die Axtträger mit sich führten. Leise fluchend schickte er noch einen ungezielten Pfeil ab und trat wieder in Deckung. Dann wechselte der Elf seine Stellung und spähte erneut. Was er sah lies keinen Anlass zur Freude in ihm aufkeimen, denn der erste Hund war schon wieder auf den Beinen. Ein vierter Duergar, der sich im Hintergrund hielt, stand bei ihm. Ein schwaches Glühen strahlte von seinen Händen ab. Sie hatten also einen Priester dabei, dachte Amrod und sah noch einmal hinauf zu dem Vorsprung, auf dem seine Unterstützung saß. Ein leises Klicken gefolgt vom ächzenden Knarren der Plattform war zu hören, als sich der Aufzug gerade wieder in Bewegung setzte.

Der Zwergentrupp begann nun in das Gewölbe vorzurücken, langsam und unter der Deckung ihrer Schilde. Amrod deckte sie weiter mit Pfeilen ein, wobei er ständig die Stellung wechselte. Er konnte sie allerdings nur unwesentlich verlangsamen und richtete noch weniger Schaden an. langsam wurde die Situation brenzlich, denn nur noch gute vierzig Schritt trennten die Patroulie von ihm und er konnte sich nicht länger verstecken, denn die Hunde, deren Nasen weit besser als die ihrer normalen Artgenossen waren, konnten ihn nun genau ausmachen und er landete keinen einzigen Treffer mehr. Zu allem Überfluss hüllten ihn plötzlich blaue Flammen ein. Es war nur ein Fuchsfeuer und tat ihm nichts, aber nun war ein Verstecken völlig zwecklos, denn er war für seine Feinde gut sichtbar. Trotzdem blieb er in Bewegung und zielte mit seinen vereinzelten Schüssen vor allem auf die Hunde und den Priester, damit er ihre Aufmerksamkeit behielt.
Schließlich war es soweit und der Hundeführer lies seine Tiere los. Die sprangen nicht geradewegs auf ihn zu, sondern teilten sich, so dass er keine Chance sah, beide zu töten, bevor sie ihn erreichten, zumal sie schon auf zwanzig Schritt heran waren. Langsam könnte er wirklich ein wenig Hilfe gebrauchen.
Mit einem gut gezielten Schuß spaltete er dem ersten Tier den Schädel. Dieses lief noch zwei Schritte, dann brach es wie ein nasser Sack zusammen, doch schon war der zweite Höhlenhund heran.
Amrod warf den Bogen beiseite, zog seine Messer und lies sich in eine geduckte Kampfhaltung fallen...
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Minotaurenkönig
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Beitrag von Minotaurenkönig »

Zum Glück war auf dem Aufzug genug Platz für alle, auch wenn die Außenstehenden sich an dem niedrigen Geländer festhalten mussten. Langsam setzte er sich in Bewegung. Während einer der Berserkerzwerge sich mit dem Hauptmann unterhielt, erklang unter ihnen plötzlich ein dumpfes kläffen und Knurren, kurz darauf konnte man von oben den Elfen sehen, wie er in ein blaues Licht getauch hinter einem herab hängenden langen glatten Stein stand. In den Lichtkegel trat auf einmal ein , zumindest schien es so, kleiner Dämon , welcher einem Hund gar nicht mal unähnlich sah. "Ein Schattenhund." raunte Hauptmann Berghammer vor sich hin, als ob es diese Kreatur nict erwartet hätte. Immerhin ein Hund und kein Dämon dachte Indas bei sich.
Der Zwerg, welcher als letztes den Aufzug betreten hatte, stieß plötzlich einen erstickenden Schrei aus, fasste sich an die Brust und fiel Rückwärts in voller Rüstung zehn Meter in die Tiefe. Hätte er an dem Geländer gestanden, hätte ihn der Fluch des Zwergischen Zauberers, der den Aufzugentdeckt hatte, nicht so vernichtend getroffen. Doch so erschrocken, über die plötzliche , zumindest für ihn unsichtbare Attacke, kam er etwas aus dem Gleichgewicht und stürtzte in den Tod.

Der Aufzug kam an, mit einem Blick erfassten alle die Situation und erkannten, das die Gegner ihre Schilde zur Seite nahmen und die restlichen zwanzig Schritte mit wütendem Geschrei auf sie zu gerannt kamen. Zwar waren die Ankömmling in der Überzahl, aber sie kamen nicht schnell genug von dem Aufzug runter, sodass zwei der Berserkerzwerge noch auf dem Aufzug standen, als die Druegar angriffen.
Indas sprang kurzerhand über das Geländer drüber und stand mit drei großen Schritten neben seinem Elfengefährten und schlug mit seinem Schmiedehammer,dem Schattenhund in die Flanke.Gerade noch rechtzeitig, den der Elf verteidigte sich nur noch mit seinem Messer, welches auf kurz oder lang nicht die richtige Waffe für diesen Gegner war.
Das hundeähnliche Geschöpf wurde von der Wucht des Schlages zur Seite geschleudert und prallte gegen die nächste Felswand.
Leicht taumelnd kam es zu Indas' Verwunderung wiedre auf die Beine , fletschte die Zähne und griff erneut an.
Die Menschen wünschen sich Unsterblichkeit, wissen aber nichts anzufangen, an einem verregneten Sonntagnachmittag.
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