Am Ende läuft es doch auf die Frage hinaus, was eigentlich Realität ist.
Und daran haben sich schon Generationen von Philosophen den Kopf dran zerbrochen ... Fakt ist nur, dass unsere persönliche Realität im Gehirn entsteht.
Unsere Sinnesorgane übermitteln uns elektronisch Hinweise auf unsere Umgebung, die dann im Gehirn interpretiert werden. Teile der Realität entstehen aber auch im Gehirn selbst ... zum Beispiel chemisch ausgelöste Halluzinationen, die teilweise extrem abstrusen Vorstellungen die durch psychologische Störungen entstehen, oder auch unsere sämtlichen Emotionen.
Das einzige, was die von Sinneseindrücken geschaffene Welt für uns real macht, ist ihre Generalität, das heißt, wir alle nehmen die selbe Realität wahr. Was für den einen wie ein quadratischer Holztisch aussieht und sich anfühlt, sieht auch für alle anderen so aus und fühlt sich so an. Über diese gemeinsame Wahrnehmung definiert man, was real ist.
Anders sieht es aus bei Dingen, die jeder individuell wahrnimmt: Beispielsweise nimmt ein Mensch, der unter einer Phobie leidet, den jeweiligen Auslöser als absolut reale, lebensbedrohliche Gefahr wahr und verhält sich dementsprechend. Da jedoch die weitaus größte Mehrheit der Menschen diese Wahrnehmung nicht teilt, wird die Bedrohnung von anderen als nicht real eingestuft.
Nun kann man natürlich über die Frage streiten, ob die anderen Menschen, die wir um uns wahrnehmen, real sind oder vielleicht doch nur in unserem Gehirn entstehen, um die eingebildete Realität realer zu gestalten. Ebendso kann man sich fragen, ob nicht auch die Selbstwahrnehmung möglicherweise gar nicht auf der Realität beruht ... Vielleicht sind wir ja nur ein körperloses Bewusstsein, dass sich das All und alles darin als künstliche Realität erschaffen hat? Vielleicht sind wir nur Figuren in einem Buch von Jostein Gaarder, oder wir sitzen in einer Maschine und es läuft gerade ein ganz abgefahrenes virtuelle-Realitäts-Programm in unserem Kopf ab?
Wenn es so wäre, wüssten wir es natürlich nicht.
Denn real ist immer diejenige Realität, in der man sich momentan befindet.
Für die Simpsons zum Beispiel ist die reale Welt zweidimensional, weil ihre Sinne ihnen das sagen. Eine dreidimansionale Welt ist für sie genauso Spinnerei wie für uns die Vorstellung, einfach in ein Loch in der achten oder elften Dimension zu hüpfen um auf Arbeit zu kommen.
Manche Menschen können besonders hohe oder tiefe Tonlagen hören, sie hören dann ein lautes Fietschen oder vibrierendes Brummen, wo für andere Stille herrscht.
Oft kriegen sie dann die Behauptung zu hören, sie würden sich diese Töne einbilden: Da andere sie nicht wahrnehmen, sind sie für sie auch nicht real. Für den, der sie hört, jedoch schon.
Und Töne, die keiner (nicht mal Hunde) wahrnehmen kann, sind diese dann nicht real? (Die berühmte Fragen vom Baum der umfällt und keiner hört es)
Es kann aber auch andersrum gehen: Denn Realität ist subjektiv.
Wahrnehmungen werden auch anhand des Vergleiches mit einem im Gehrin abgespeicherten Bild der Realität interpretiert.
Beispiel: Inmitten einer Menschenmenge explodiert ein Knallfrosch. Das Geräusch wird von der Mehrheit nicht als bedrohlich wahrgenommen.
Manche Leute aber, die beispielsweise einen Krieg oder einen Überfall miterleben mussten, haben eine Realität in ihren Köpfen, in denen ein unvermittelt auftretender lauter Knall Todesgefahr bedeutet. Diese Leute nehmen also eine reale gefahr wahr, und benehmen sich entsprechend.
Umstehende Leute erkennen diese Signale und interpretieren sie als Zeichen von Gefahr. Da nun Realität wie schon gesagt für den Menschen auf ihrer Kollektivität beruht, nehmen diese Leute plötzlich ebenfalls eine reale Gefahrensituation wahr - der Beginn einer Massenpanik.
So, nun habe ich eine Menge geredet

Die Beantwortung der Fragen überlasse ich euch
