MMORPG - die Tretmühle allen Übels?
Verfasst: Mo 16.02.2009 - 16:06
Hossa,
MMORPGs, also Massively Multiplayer Online Role-Playing Game oder auf Deutsch: Sauhaufen-Rollenspiel
Sie fristeten jahrelang ein Nischendasein in den Spieleregalen: Ultima Online, Meridian 59 oder Everquest 1, sie alle fuhren zwar Gewinne ein, aber eine richtige Masse konnten sie nicht begeistern. War ja auch alles noch so fremd, Internet und Spielen, dazu gab's noch keine Flats, DSL war nicht überall erhältlich usw. Ein Spiel für Freaks also. Und heute? Naja, immer noch
Aber das Genre schaffte durch WoW den Durchbruch. Nicht, weil World of Warcraft etwas anders machen würde, sondern weil sein Name und die Herstellerfirma Neugierige anlockte, sie die Hürde überwanden und ihr erstes MMORPG starteten. Und damit saßen sie in der Falle.
Was ist ein MMORPG? Reduziert man es auf's Wesentliche, kloppt man eigentlich nur solange Gegner, bis der eigene Charakter entweder von selbst stärker wird oder Ausrüstung findet, die ihn scheinbar stärker macht. Danach wiederholt sich der Vorgang, wobei der Abstand zwischen jeder Stärkung immer länger wird. Die Karotte, die einem vor der Nase baumelt wird also immer weiter weggehalten. Glücklicherweise gibt es Variation, es gibt unzählige Gebiete wo man diese Trehtmühle bestreiten kann. Am Wesentlichen ändert sich nichts, nur die Grafik der Gegner ist anders.
Aber halt: Es gibt ja auch Handwerk. Da vermöbelt man keine Gegner sondern stellt Gegenstände her. Immer und immer wieder. Gleiche Tretmühle wie beim MM (Monster vermöbeln) - nur ohne Lebensgefahr.
Kurz gesagt: Der Spieler wird im Grunde bestraft. Doch leider, leider sorgen die Level Ups und die neue Ausrüstung dafür, dass immer wieder Motivationsschübe aufkommen. Suchtgefahr tritt auf, wie bei allem was Spaß macht. Ob man sich aus diesem Tretmühl-Strudel befreien kann, hängt primär davon ab, wie lange einem die ewig gleichen Aktionen Spaß machen. Sobald man jedoch einmal draußen ist, hat man eine leichte Immunität entwickelt, denn ab dann stellt sich die Langeweile bei anderen MMORPGs immer schneller ein, denn Hand auf's Herz: Alle Fantasy-MMORPGs verfahren nach dem gleichen Muster, die Tretmühle ist bei manchen nur leichter zu treten als bei anderen.
Aber halt²: Es gibt ja noch den gesellschaftlichen Aspekt, immerhin kann man doch mit wildfremden Leuten zusammen spielen. Doch Hand auf's Herz: Würde das noch Spaß machen, wenn man selbst niemals stärker werden würde? Wohl kaum. Zudem: MMORPGs ohne Soloinhalte, also Gegner und Aufgaben die man auch alleine ohne Gruppe schaffen kann, gehen unweigerlich baden. Denn erstaunlicherweise ist der Prozentanteil von Solospielern in diesem Genre relativ hoch. Vielleicht kommen in der nächsten Generation Solo-MMORPGs raus. Tretmühlen ohne Monatsgebühr und ohne Mitspieler. Da freut sich doch der Mensch
Eure Meinung zu MMORPGs, Tretmühlen, Suchtgefahr und Co?
MMORPGs, also Massively Multiplayer Online Role-Playing Game oder auf Deutsch: Sauhaufen-Rollenspiel
Sie fristeten jahrelang ein Nischendasein in den Spieleregalen: Ultima Online, Meridian 59 oder Everquest 1, sie alle fuhren zwar Gewinne ein, aber eine richtige Masse konnten sie nicht begeistern. War ja auch alles noch so fremd, Internet und Spielen, dazu gab's noch keine Flats, DSL war nicht überall erhältlich usw. Ein Spiel für Freaks also. Und heute? Naja, immer noch
Was ist ein MMORPG? Reduziert man es auf's Wesentliche, kloppt man eigentlich nur solange Gegner, bis der eigene Charakter entweder von selbst stärker wird oder Ausrüstung findet, die ihn scheinbar stärker macht. Danach wiederholt sich der Vorgang, wobei der Abstand zwischen jeder Stärkung immer länger wird. Die Karotte, die einem vor der Nase baumelt wird also immer weiter weggehalten. Glücklicherweise gibt es Variation, es gibt unzählige Gebiete wo man diese Trehtmühle bestreiten kann. Am Wesentlichen ändert sich nichts, nur die Grafik der Gegner ist anders.
Aber halt: Es gibt ja auch Handwerk. Da vermöbelt man keine Gegner sondern stellt Gegenstände her. Immer und immer wieder. Gleiche Tretmühle wie beim MM (Monster vermöbeln) - nur ohne Lebensgefahr.
Kurz gesagt: Der Spieler wird im Grunde bestraft. Doch leider, leider sorgen die Level Ups und die neue Ausrüstung dafür, dass immer wieder Motivationsschübe aufkommen. Suchtgefahr tritt auf, wie bei allem was Spaß macht. Ob man sich aus diesem Tretmühl-Strudel befreien kann, hängt primär davon ab, wie lange einem die ewig gleichen Aktionen Spaß machen. Sobald man jedoch einmal draußen ist, hat man eine leichte Immunität entwickelt, denn ab dann stellt sich die Langeweile bei anderen MMORPGs immer schneller ein, denn Hand auf's Herz: Alle Fantasy-MMORPGs verfahren nach dem gleichen Muster, die Tretmühle ist bei manchen nur leichter zu treten als bei anderen.
Aber halt²: Es gibt ja noch den gesellschaftlichen Aspekt, immerhin kann man doch mit wildfremden Leuten zusammen spielen. Doch Hand auf's Herz: Würde das noch Spaß machen, wenn man selbst niemals stärker werden würde? Wohl kaum. Zudem: MMORPGs ohne Soloinhalte, also Gegner und Aufgaben die man auch alleine ohne Gruppe schaffen kann, gehen unweigerlich baden. Denn erstaunlicherweise ist der Prozentanteil von Solospielern in diesem Genre relativ hoch. Vielleicht kommen in der nächsten Generation Solo-MMORPGs raus. Tretmühlen ohne Monatsgebühr und ohne Mitspieler. Da freut sich doch der Mensch
Eure Meinung zu MMORPGs, Tretmühlen, Suchtgefahr und Co?