Verfasst: Mi 29.05.2002 - 00:01
Hallo und so weiter,
ich möchte (mal wieder) meinen Unmut verbreiten, aber weniger über die Bugs, die Grafik oder die Steuerung, sondern mehr über die Einfallslosigkeit und Lieblosigkeit der Spiel-Dahinrotzer.
Was mich so stört, sind die vielen unlogischen Dinge, die man im Spiel (und auch im Spielprinzip) findet.
Fangen wir mit den Büchern an. Da gibt es Bücher, die einem gewisse Fertigkeiten beibringen. Warum, so frage ich mich, muß jeder Held sein eigenes Buch haben? Ißt er es etwa auf? Oder schaut er, wenn er beispielsweise mit einem Bogen auf einen Gegner zielt, vorher noch schnell in seinen Bogenkunde-Schmöker und mag das Buch deshalb nicht den anderen überlassen?
Und überhaupt: Wenn einer in der Gruppe den Bogen benutzen kann, weshalb dann nicht alle? Ist es so schwer, seinen Kameraden beizubringen, wie man einen Bogen spannt und schließlich abschießt?
Erfahrung und Fertigkeiten überhaupt sind eine seltsame Sache in MM: Man läuft durch die Welt, tötet (fast) alles, was sich außerhalb der Städte bewegt und gewinnt so an Erfahrung. Doch wirkt sich diese aus? Nein! Zunächst einmal muß man für viel viel Geld eine Trainingshalle aufsuchen, wo man in Sekundenschnelle fit gemacht wird (mehr Lebensenergie und mehr Astralenergie) und gleichzeitig wird ZACK! die Fertigkeit im Reparieren von Gegenständen und das Zaubern von Dunkler Magie verbessert. Ein erstaunlicher Trainer, fürwahr!
Kopfzerbrechen bereiten mir auch die Stadtportal-Altäre. Zunächst sind sie alle schmutzig, so daß sie nicht verwendet werden können. Sind meine Helden denn die Einzigen auf der Welt, die jene wundersame Fortbewegungsmöglichkeit nutzen? Ganz am Anfang des Spieles entlarvt man in Sturmford einen Saboteur, welcher mittels Stadtportal entkommen kann. Äh... wie das denn? So dreckig, wie die Portale sind? Außerdem war der Kerl so dämlich, daß er sich gleich selbst verraten hat... wie hat es dieser Mensch überhaupt zum Magie-Experten entwickeln können?
Interessant sind auch die Standorte diverser Altare: Wäre ich der Jarl von Darnheim, ich hätte mir längst ein anderes Schlafzimmer gesucht, oder aber jene, die unvermittelt dank Stadtportal in meinem Gemach erscheinen, ein Schwert in die Rippen geschoben. Und in Tjorgard ginge es mindestens ebenso blutig zu, würde dauernd jemand in meinem Thronsaal erscheinen.
Heftig war auch das Lahmlegen der Verteidigungsanlagen in der Burg bei Sturmford. Einfach das Gitter hochziehen (die Sturmforder sind wohl nicht in der Lage, es wieder herabzulassen) und zwei Ketten, die nicht allzu schwer zu ersetzen sind, zerschießen (!!!), und schon ist der Auftrag erledigt.
Daß Ethik in dem Spiel keine Rolle spielt, merkt man spätestens, wenn man einen Priester in der Gruppe hat, der ungeniert dem Söldner bei einem Mord hilft, damit dieser zum Meuchelmörder wird. Oder ist das ein Priester, der sein Leben einem bösen Gott geweiht hat? Dann sollte er doch eher die Dunkelmagie, als die Lichtmagie beherrschen, oder?
Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Warum ich es dennoch spiele? Weil trotz aller Vernunft der Jäger- und Sammlertrieb in mir geweckt ist. *seufz*
Quax, nachdenklich
ich möchte (mal wieder) meinen Unmut verbreiten, aber weniger über die Bugs, die Grafik oder die Steuerung, sondern mehr über die Einfallslosigkeit und Lieblosigkeit der Spiel-Dahinrotzer.
Was mich so stört, sind die vielen unlogischen Dinge, die man im Spiel (und auch im Spielprinzip) findet.
Fangen wir mit den Büchern an. Da gibt es Bücher, die einem gewisse Fertigkeiten beibringen. Warum, so frage ich mich, muß jeder Held sein eigenes Buch haben? Ißt er es etwa auf? Oder schaut er, wenn er beispielsweise mit einem Bogen auf einen Gegner zielt, vorher noch schnell in seinen Bogenkunde-Schmöker und mag das Buch deshalb nicht den anderen überlassen?
Und überhaupt: Wenn einer in der Gruppe den Bogen benutzen kann, weshalb dann nicht alle? Ist es so schwer, seinen Kameraden beizubringen, wie man einen Bogen spannt und schließlich abschießt?
Erfahrung und Fertigkeiten überhaupt sind eine seltsame Sache in MM: Man läuft durch die Welt, tötet (fast) alles, was sich außerhalb der Städte bewegt und gewinnt so an Erfahrung. Doch wirkt sich diese aus? Nein! Zunächst einmal muß man für viel viel Geld eine Trainingshalle aufsuchen, wo man in Sekundenschnelle fit gemacht wird (mehr Lebensenergie und mehr Astralenergie) und gleichzeitig wird ZACK! die Fertigkeit im Reparieren von Gegenständen und das Zaubern von Dunkler Magie verbessert. Ein erstaunlicher Trainer, fürwahr!
Kopfzerbrechen bereiten mir auch die Stadtportal-Altäre. Zunächst sind sie alle schmutzig, so daß sie nicht verwendet werden können. Sind meine Helden denn die Einzigen auf der Welt, die jene wundersame Fortbewegungsmöglichkeit nutzen? Ganz am Anfang des Spieles entlarvt man in Sturmford einen Saboteur, welcher mittels Stadtportal entkommen kann. Äh... wie das denn? So dreckig, wie die Portale sind? Außerdem war der Kerl so dämlich, daß er sich gleich selbst verraten hat... wie hat es dieser Mensch überhaupt zum Magie-Experten entwickeln können?
Interessant sind auch die Standorte diverser Altare: Wäre ich der Jarl von Darnheim, ich hätte mir längst ein anderes Schlafzimmer gesucht, oder aber jene, die unvermittelt dank Stadtportal in meinem Gemach erscheinen, ein Schwert in die Rippen geschoben. Und in Tjorgard ginge es mindestens ebenso blutig zu, würde dauernd jemand in meinem Thronsaal erscheinen.
Heftig war auch das Lahmlegen der Verteidigungsanlagen in der Burg bei Sturmford. Einfach das Gitter hochziehen (die Sturmforder sind wohl nicht in der Lage, es wieder herabzulassen) und zwei Ketten, die nicht allzu schwer zu ersetzen sind, zerschießen (!!!), und schon ist der Auftrag erledigt.
Daß Ethik in dem Spiel keine Rolle spielt, merkt man spätestens, wenn man einen Priester in der Gruppe hat, der ungeniert dem Söldner bei einem Mord hilft, damit dieser zum Meuchelmörder wird. Oder ist das ein Priester, der sein Leben einem bösen Gott geweiht hat? Dann sollte er doch eher die Dunkelmagie, als die Lichtmagie beherrschen, oder?
Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Warum ich es dennoch spiele? Weil trotz aller Vernunft der Jäger- und Sammlertrieb in mir geweckt ist. *seufz*
Quax, nachdenklich