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Verfasst: Mo 02.09.2002 - 19:13
von Megamalmer
Hi Leute,
ich würde gern mal wissen, was Eure Meinungen zum Thema 'Tod' sind.
Empfindet Ihr den Tod als schlimm? Freut Ihr euch darauf? Ist er für Euch 'das Ende', 'die Erlösung', usw. Tell me!

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 19:31
von dolon
Na ja das kommt auf die umstände drauf an wenn ich alt krank und völlig fertig bin dann ist es die erlösung aber mit 40 will ich nicht sterben

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 19:33
von Zoltan
Hallo zusammen,

den Tod als schlimm zu bezeichnen oder mich drauf freuen würd ich jetzt nicht sagen. Ich denke der Tod ist der Anfang eines neuen Lebens. Jeden wird er einmal ereilen, das haben alle Menschen gemeinsam, egal wie verschieden sie auch sein mögen.

Ich habe bereits sehr viele Freunde verloren, es schmerzt tief in meiner Seele, doch find ich immer den Mut wieder mein Leben zu leben so lange man es mir vorbestimmt hat.

Für mansche mag der Tod ein erbitterter Feind sein für andere der lang ersehnte Freund.

Lebe dein Leben so wie du es leben willst, den du lebst dieses Leben nur einmal.

Ein sehr nachdenklicher

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 20:17
von starship
also das gefällt mir!

der jüngste im board, und stellt gleich die strengsten fragen!
er will sich behaupten, megamalmer mahlt, mit den zähnen des todes. wild wie ein tier, beißt er sich rein in unser fleisch...

uups, schon 3 bierchen drinn... aber mal sehen was die anderen so sagen, zum thema tod.

sein oder nicht sein, das ist hier die frage :lickout:

but however:

vorm tod hab ich wenig angst, mehr vorm schmerz davor.
und wie wahrscheinlich so die meisten hier, weiß ich nicht, was nachher kommt.
trotzdem megamalmer: there are more questions, then answeres.

du fragst da so einfach so vor dich hin. gib mal zuerst deine meinung
bekannt!!!!
1 a deine frage, trotzdem, ich wart auf deine antwort.

wie gesagt, ich glaub uns fressen eher die würmer
und nachher kommt nix
und was wir aus unserem leben hier machen, ist auch äußerst gesellschaftsbedingt!!!

dieser megamahler, ich glaub, du hast eher mäusezähnchen
:))
trotzdem, nimm ich dich ernst. ich schwörs!
und jetzt kommst du!
(tja, und an und für sich gibt es, meiner meinung nach diesen thread schon: nur, er heißt gott und die welt.)

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 20:35
von sepruecom
Nun, ich lass es auf mich zukommen, bin ja noch jung...

Aber sollte ich wieder erwartens sterben, dann lass ich mich einäschern und von einer Strassenbahn aufs Gleis ausstreuen.

Gruss, sepruecom

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 20:35
von maryca
Hallo!

Das Leben ohne Tod wäre wohl der größte Horror.

Und was ist schon der Schmerz des Todes im Vergleich zu den Schmerzen des Lebens?

:) Maryca :)

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 20:40
von BIG-BARON
ich weiss nicht, ich kann den tod schlecht einschätzen! ich kann einfach nicht glauben das ich auch einmal streben werde, und habe deshalb auch keine angst davor. sicher habe ich angst davor vom auto überfahren zu werden oder auf irgendeine andere weise ums leben zu kommen, aber im alter streben, das stelle ich mir nicht schlimm vor, und sehe dem tag nicht mit furcht entgegen. ist bei mir ja hoffentlich noch lange hin ;D

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 21:09
von cat
Würde den Tod auch nicht schlimm bezeichnen betimmt besser als schlimme Schmerzen zu ertragen.Ein Leben nach dem Tod ist bestimmt auch schön,kann auch.

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 21:10
von Ferryman
Ich kann diese Angst vor dem Tod irgendwie nicht Nachvollziehen. Klar, Angst vor schmerzen sind verständlich, die hab ich auch, aber der Tod ist Unausweichlich, wiso sollte man sich davor fürchten? Wenn ich so Bilder sehe, von Menschen, die nur noch von Maschinen am Leben gehalten werden, weil ihre Angehörigen oder wer auch immer Sie nicht gehen lassen wollen, obwohl dieser "Mensch" nur noch aus ner Leiche mit nem schlagenden Herzen drin besteht, wird mir schlecht. Ehrlich gesagt habe ich davor mehr Angst als vor dem Tod.

Darauf freuen ist vielleicht der falsche Ausdruck, ich versuche lediglich, darauf Vorbereitet zu sein. Will heissen, ich lebe mein Leben so, wie es mir gefällt. Denn ich möchte nicht , falls es denn möglich ist, später einmal zurückblicken und sagen müssen: Ich hab nur für andere gelebt, ich hatte selbst nichts davon.

Ob danach etwas kommt? keine Ahnung, mal schauen. An das Kirchliche Himmel/Hölle-Schema kann ich jedenfalls nicht glauben, denn dann wäre Heutzutage ja die Hölle überlaufen, während im Himmel tote Hose ist... Ich könnte mir eher vorstellen, dass nicht jedes Individuum das kriegt, was es verdient, sondern das, was es zu verdienen glaubt, wenn du fest daran glaubst, dass du in die "hölle" gehörst, mit schrecklichen Qualen und so, dann kommst du auch dahin...

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 21:39
von stone
Ich habe auch nicht wirklich Angst vor dem Tod, obwohl ich vorhabe, bevor es denn mal soweit ist, das Leben noch zu geniessen so gut und lange es geht.
Ich bin auch der Meinung, das ein Leben lebenswert sein soll, nicht dieses Maschinenszenario ....

Ich denke, dass dieses Thema in engem Zusammenhang mit dem Thema Religion steht, da Dinge wie Leben nach dem Tod auch in den Glaubensbereich gehören. Ich selbst denke, dass irgendetwas IST und dass es damit nicht plötzlich vorbei sein wird, also sozusagen eine unterbliche Seele als Maniufestation einer Art "Lebensenergie".

Kurz gesagt, der Tod gehört zum Leben, deshalb sollte keine Angst davor da sein, aber freuen muß man sich auch nicht drauf und sollte sein Leben so lange geniessen wie es geht.

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 21:59
von Wild
Ich nehm's wie's kommt. Was anderes bleibt uns eh nicht übrig!

MfG Wild:drink:

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 22:00
von Delta
Hm....

Angst vor dem Tod selbst - nein.
Angst vor dem was danach kommt - nein, eher Neugierde. Ich kann es mir nicht vorstellen, also bin ich gespannt.
Angst vor Schmerzen - ja.

Ob der Tod ein Freund oder ein Feind ist, hängt von der jeweiligen Situation ab. Aber meist sehe ich ihn als Freund, jedenfalls für mich selbst. Für andere, die mir nahestehen sehe ich ihn als Feind. Ist ein bisschen egoistisch, ich weiß. :look:

Aber meist frage ich mich ganz ehrlich, warum wir alle (und natürlich auch ich ganz speziell) uns dass hier antun. Ich meine, meist ist das Leben nicht dass, was wir uns wünschen. Aber wenn ich dann einen schönen Tag mit Freunden, meinem Pferd oder meinem Schatz verbringen kann, dann weiß ich wieder, warum ich lebe. Leider gibts diese Tage zu selten.... :(

Aber irgendwie freue ich mich darauf, eines Tages nicht mehr diesen Stress mitmachen zu müssen. Und an Maschinen und Apparaten möchte ich auch nicht enden. Dann lieber Organspender sein und noch jemandem anderes, der leben will, dies ermöglichen.

Gruss
Anni

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 22:08
von Grauwoelfin
Ob der Tod ein freundlicher, erwarteter Zeitgenosse ist oder nicht, hängt von den Umständen ab:
Meine Mutter starb an Krebs. Mehr als 20 Jahre hat sie mit dieser Krankheit gelebt, mal gewonnen, mal hatten Metastasen die Oberhand. Die letzten beiden Jahre hat sie das Haus kaum noch verlassen können. Durch die verschiedenen Arten Chemo- und anderen Therapien, die an ihr audprobiert wurden, ist ihr immer übel gewesen, sie ist abgemagert und war -wie sagt man so- ein Schatten ihrer selbst. Auch das Morphium konnte ihre ständigen Schmerzen nicht vollends lindern und _ihr Leben lebenswert machen_.
Ich erinnere mich an eine Szene im Krankenhaus kurz vor ihren Tod. Sie war bereits die meiste Zeit ohne Bewußtsein. Als sie aufwachte, fragte sie mich: "Bin ich schon tot?" Als ich ihr sagte, nein, sie sei noch bei uns und es werde schon alles werden, wikte sie sehr verzweifelt und sagte: "Oh, Gott, muß ich denn noch länger leiden?"
Seit diesem Erlebnis bin ich davon überzeugt, daß es nicht der Tod ist, der uns angst machen sollte, sondern das Sterben.

Ich denke heute ganz anders über Sterbehilfe als früher.
Zumindest in einer Hinsicht werde ich für mich Vorsorge treffen: Ein Patiententestament aufsetzen, wie es meine Mutter gemacht hatte. Das bewahrt mich zumindest davor, daß mein Leben künstlich verlängert wird, wenn die Chancen auf Heilung gleich Null sind.

Verfasst: Mo 02.09.2002 - 23:22
von Ludwig
ich schliese mich da Grauwölfin an, meine Oma ist 98 Jahre alt gewodern, hat in den letzten Jahren niemand mehr erkannt und musste gebunden werden, damit sie nicht aus dem Bett fällt. Wenigstens konnte sie noch daheim versorgt werden und musste nicht in ein Altersheim, aber das möchte ich nicht mitmachen. lieber will ich Ort und Zeitpunkt selbst bestimmen, solange ich das noch kann. Das wird aber nicht innerhalb der nächsten 30 Jahre sein, höchstens durch eine unheilbare Krankheit.

Anschliessend wäre mein Wunsch, einfach eingraben und ein Apfelbäumchen drauf pflanzen, find ich ein schöner Abgang :)
wird natürlich nicht so gehen, aber die Vorstellung gefällt mir :D

Gruss Ludwig


Sig entfällt heute

Verfasst: Di 03.09.2002 - 01:16
von Pottenham
Man stelle sich mal vor es gäbe keinen Tod.Die Menschen würden in mehreren Lagen übereinanderliegen und zwar überall.

Grüsse aus Pottenham

Verfasst: Di 03.09.2002 - 06:07
von Cassie
Also ich habe auch keine Angst vor dem Tod.

Das allerschlimmste, denke ich, ist einen geliebten Menschen langsam aber sicher abkratzen zu sehen.

Wer schnell und (fast) ohne Schmerzen stirbt, hat einen schönen Tod gehabt.

Ich bin auch neugierig was nach dem Tod kommt, denn wenn es nach diesem Leben nicht weitergeht, ist das echt ne Riesenverschwendung.

Greetinx, Cassie

Verfasst: Di 03.09.2002 - 07:59
von Jaxx
Ich hatte früher mal riesige Angst vorm Tod!Ich wollt einschlafen und irgendwie is mir das immer der Gedanke gekommen, gut ok du lebst jetzt noch 40 Jahre und dann war´s das, einfach weg, für immer!
Das hab ich mir dann in meinem Unterbewußtsein immer und immer wieder eingeredet und richtige Panikattacken bekommen!
Heute hat sich das etwas gelegt, obwohl ich immer noch ein bischen Angst davor habe!
Neugierig auf das was dann kommt (wenn überhaupt was kommt) bin ich schon, aber mehr negativ und mit Angst!
Diejenigen die mit Sicherheit und Überzeugung an ein Leben nach dem Tod glauben, kann ich nur beneiden!Ich glaube wenn man diese Überzeugung hat, sieht man den Tod nicht als etwas Schlimmes an!ich aber glaube nur begrenzt an ein Leben nach dem Tod und deshalb fällt es mir so schwer das zu akzeptieren!

Kerstin

Verfasst: Di 03.09.2002 - 08:04
von Silverstar
[quote]
Original von Pottenham:
Man stelle sich mal vor es gäbe keinen Tod.Die Menschen würden in mehreren Lagen übereinanderliegen und zwar überall.

Grüsse aus Pottenham

Verfasst: Di 03.09.2002 - 11:26
von Jaxx
@ Silverstar

Ich find es nicht ungewöhnlich das sich Megamalmer in seinem Alter Gedanken um das Thema Tod macht!
Ich kenne sehr viele Jugendliche in meinem Alter (und jünger) die sich darüber sehr viele Gedanken machen und Angst vorm Tod haben!
Ich glaube je älter man wird, desto leichter ist es damit umzugehen!Das merke ich bei meinen Eltern!Meine Mutter war als Jugendliche in ärztlicher Behandlung, weil sie wirklich herbe Probleme mit diesen Thema hatte und heute sieht sie das ziemlich gelassen!
Ich denke auch, viele Jugendliche haben Angst davor, weil sie noch keine wirkliche Perspektive haben bzw. noch keinen wahren Sinn im Leben sehen bzw. gefunden haben und einfach denken, sie leben ihr Leben tagein tagaus nutzlos dahin!So war´s bei mir jedenfalls und da bekommt man echt Angst, irgendwann zu sterben und nicht´s sinnvolles auf Erden verbracht zu haben!
Das ist eine ziemlich angsteinflößende Vorstellung!

Kerstin

Verfasst: Di 03.09.2002 - 12:03
von JPS
*jaxx recht geb*

Ich hatte als Kind mal ein einschneidens Erlebnis mit dem Tod. Ich hab lange gebraucht, um zu verstehen, das der Tod werde Freund noch Feind, noch Gut oder Böse ist, nicht Schwarz und auch nicht weiß. Der Tod ist für mich den Inbegriff der Neutralität. Wenn mir der Tod heute begegnen sollte, hätt ich nur noch dne Wunsch "Auf Wiedersehen" zu sagen. "Wiedersehen" deshalb, weil ich schon glaube, das auf der anderen Seite was ist. Ich muß daran glauben, weil mein Leben sonst eine eizige Lüge wäre. Mein ganzes Leben werde ich auf der Suche nach einer bestimmten Antwort auf eine ganz bestimmte Frage sein. Und die kann mir erst derjenige beantworten, den ich oft so schmerzlich vermisse. Der, der schon auf der anderen Seite ist. Inzwischen seit 14 Jahren. (wow, so lange is das schon her? Wie die ZEit vergeht....14 Jahre......einfach so weg....) Das is es eigneltich, was mir ein bißchen Angst einflößt. Wie schnell die Zeit vergeht. Gestern warst du noch n Kind, heute bist du ein (fast) Erwachsener und morgen bist du ein Greis, der bald stirbt. Dazwischen liegen ca. 75-80 Jahre (sag ich jetzt mal). Und wenn du dann alt bist und zurück blickst, hast du sovieles erlebt und gesehen. Aber oft kommt es mir so vor, als wäre ich der einzige, der das mitbekommt.

Trotzdem wünsch ich euch noch nen schönen Tag

Tschau :smokin:

PS.: Sometimes i take the time to think how fast time goes by.