Der letzte Drache

Bücher (die aus Papier :), Geschichten, Gedichte (gern auch Selbstgeschriebenes) sowie literarische Verfilmungen sind Themen dieses Forums.

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hafensaenger
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Der letzte Drache

Beitrag von hafensaenger »

Hallo Leute , Hallo Fans, Hallo Authoren :winken:

Da die Neverending Story ja nun leider doch geendet ist, teils aus mangelndem Interesse der Autoren , teils weil die Story sich so entwickelt hat , kam mir der Gedanke es erneut zu probieren in der Hoffnung diesmal mehr Interesse zu wecken und mehr Autoren zu finden.
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Die Regeln

1. Der erste (Ich) schreibt den Anfang der Geschichte. Der nächste knüpft an den Vordermann an, der Nächste knüpft an den Vordermann an, der Nächste knüpft an den Vordermann an, usw.
2. Versucht nicht, Hauptdarsteller zu ändern oder wegzulassen oder welche ohne Absprachen hinzuufügen
3. Wörtliche Rede zuende schreiben und deutlich markieren.
4. Macht keinen Porno draus
5. Humor kommt immer gut
6. Horror und Fantasy auch
7. Nur den eigenen Teil schreiben, also nicht wenn die Handlung schon voll im Gange ist auf einmal seine persönliche Meinung abgeben oder in die Handlung eins anderen eingreifen
8. Nicht zu viele Rechtschreibfehler einbauen
9. Keine Smilies oder Gifs einfügen oder anderes Zeugs
10. Auf den Zusammenhang zum Vordermann und den Rest der Story achten
11. Schreibt so gut und Fehlerfrei wie ihr könnt
12. Bitte keine Kommentare und Statements dazuschreiben.
13. Fragen zu DLD bitte in einem gesonderten Thread posten
14. Möglichst seinen Handlungsfaden beibehalten bzw. an den vorhandenen nahtlos anknüpfen

Karte Steyrmarkadia
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Der letzte Drache

Vor langer Zeit gab es einen Planeten, der in seiner Geschichte und Entwicklung der Erde sehr ähnlich war . Der Planet Myragia . Jedoch wurde er statt von Menschen von Milliarden von Drachen bewohnt. Am Anfang waren die Drachen noch primitive Säuger wie die Dinosaurier und Neanderthaler und kannten nur fressen und gefressen werden und das nötigste, was man zum Überleben in der Natur brauchte. Irgendwann über Milllionen von Jahren entwickelten sich die Drachen auf ihrem Planeten weiter. Sie wurden intelligenter und gebildeter und lernten ihren Verstand zu nutzen. Später lernten sie auch lesen und schreiben. Doch nicht alle Drachen nutzen ihre Fähigkeiten nur zu ihrem Vorteil und für das friedliche Zusammenleben. Manche von ihnen entwickelten Emotionen wie Neid, Hass , Missgunst usw... .

Die Interessenkonflikte häuften sich und es gab immer mehr und mehr Kriege , Morde und dergleichen . Durch ihre Dummheit und ihren Hass aufeinander schafften es die Drachen ihren Heimatplaneten Myragia vollständig zu vernichten. Nur etwa 500 von ihnen schafften es durch Portale auf die Erde zu gelangen unter ihnen der Held unserer Story.

Der frisch auf der Erde geborene Drache Armanuki ...
Zuletzt geändert von hafensaenger am Fr 16.01.2004 - 16:31, insgesamt 3-mal geändert.
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naria
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Beitrag von naria »

... lag in den Armen seiner überglücklichen Mutter Alioka. Er war das erste Kind von ihr und seinem Vater Kunitoki.
Liebevoll entfernte Alioka die restlichen Eierschalen von der Haut ihres Sohnes, dessen große braune Augen neugierig in die ihn umgebende Welt blickten.

Seine Geburt war ein Wunder. Seit der Apokalipse auf Myragia war unter den Dachen kein neues Leben mehr entstanden, und ihr Geschlecht wurde älter und älter. Einige der Weisen sprachen sogar davon, dass die Drachen zum Aussterben verdammt seien.

Doch das war nun vergessen, denn mit Armanuki war neue Hoffnung auf die Erde gekommen.
Viele bedeutende Persönlichkeiten, sowohl unter den Drachen als auch unter den Menschen, die mit den Drachen bislang friedlich auf der Erde zusammenlebten, hatten für die nächsten Tage ihren Besuch angekündigt ...
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Willard
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Beitrag von Willard »

Schon vom Aussehen her war der junge Drache etwas besonderes, denn nicht nur seine braunen Augen waren neu, sondern auch seine Schuppenfarbe war nicht wie bei anderen Drachen grün, gold, schwarz oder rot, sondern er war schneeweiß mit wenigen eleganten schwarzen Streifen auf den Flügeln und Rücken. Als seine glückliche Mutter die Reste der Schale entfernt hatte, wurde sie stutzig: ihr Kleiner konnte schon auf beiden Beinen stehen, seine Flügel ausbreiten und sogar ein paar Schritte laufen!! Das war einzigartig, denn die Drachen machten genauso die Entwicklung vom Baby zum mächtigen erwachsenen Drachen durch! Noch verwunderter war sie, als Armen einen kleinen, aber doch durchdringenden Schrei ausstieß und dabei ein kleiner Lichtfunke seine Hände umtänzelte. "Ein Lichtdrache....", hauchte seine Mutter entsetzt. Lichtdrachen wurden nur geboren, wenn große Gefahr für die Ganzheit des Lebens entsteht. Und da ihr Junges schon im Alter von einer halben Stunde so entwickelt und "stark" war, musste die Gefahr in unmittelbarer Zeit kommen.
Alioka behagte es gar nicht, aber das Schicksal ihres Sohnes war vorherbestimmt: er musste wohl oder übel gegen die Gefahr kämpfen, egal, in welcher Form sie kommt!! "um Glück kommen morgen auch die Ältesten der Drachen!", dachte sie, denn sie musste noch viel über das Schicksal ihres Jungens in Erfahrung bringen...
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Jacqueline
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Beitrag von Jacqueline »

Der Tag des hohen Besuches war nun gekommen.
Inzwischen ist im ganzen Dorf, bei Drache wie auch Mensch bekannt geworden, was heute anstand.
Während die Geburt Armanukias überall als "großes Ereignis" und "freudiges Ereignis" bekannt wurde, wusste bislang jediglich Alioka, das ihr Sohn zu den Lichtdrachen gehörte.
Sie wusste nicht, wie wohl die Masse reagieren möge, wenn sie dies erfahren.
Würden Sie ihn verstoßen, um das Unheil von ihrem Dorfe fernzuhalten? oder wie möge das Schicksal des Dorfes aussehen ?
Der Besuch rückte näher, und Alioka musste mit gemischten Gefühlen nun für das Fest alles fertig arangieren...
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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Die Nachricht vom Fest und dem freudigen Ereignis verbreitete sich durch Plakate und Mund-zu-Mund Propaganda recht schnell und aus vielen Ländern und Erdteilen strömten Menschen sowie Drachen herbei um mitzufeiern. Das dieses Fest wirklich was besonderes werden würde ahnte bislang nur die Familie von Armanuki.

Es schien sich eigentlich jeder zu freuen über die bevorstehende Geburt bis auf die Drachen des abtrünnigen Hyoga-Clans, die man mit der Zestörung von Myragia in Verbindung brachte ,und die seitdem geächtet waren obwohl man ihnen nie direkt etwas nachweisen konnte. Auch sie hatten eine besonderes Kind; einen Azurdrachen namens "Kroolio".

Azurdrachen werden alle 500 Jahre geboren und sind fast völlig immun gegen physische Attacken . Sie können wahlweise einen Plasmastrahl ausstoßen der einen in der Regel sofort zersetzt oder sehr starke Salven von Feuerbällen.

Lichtdrachen werden nur alle 1000 Jahre geboren und sind fast völlig immun gegen physische und magische Attacken . Sie können wahlweise einen Solarsstrahl, einen Feuerball oder einen Meteorregen abfeuern . In der Regel sind sie aber sehr friedlich und ausgeglichen im Gegensatz zu den Azurdrachen und gehen Streitigkeiten eher aus dem Weg.
Zuletzt geändert von hafensaenger am Fr 16.01.2004 - 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von naria »

Am Mittag war es so weit: Die Gäste trafen ein.
Nach zahllosen Begrüßungen, Beglückwünschungen und dem üblichen Klatsch begann das Fest.
Obwohl die Familie nicht gerade reich war, hatte Alioka ein opulentes Mahl aufgetischt.
Die wichtigsten Gäste waren noch nicht eingetroffen. Deshalb wurden zunächst die Geschenke überreicht.
Neben dem obligatorischen Babykram gab es auch einige sehr kostbare Dinge wie eine prächtige Rüstung für Kunitoki und eine wunderschöne Halskette aus Opalen für Alioka.

Erst am Abend würden auch die Hauptgäste eintreffen: Die Clanführer und die Vertreter des Drachenkonvents, der Vereinigung von Menschen, die für die Verständigung zwischen Drachen und Menschen zuständig war. Und dann würden die rituellen Waschungen an Armanuki durchgeführt werden.
Alioka fürchtete sich vor dem Moment, wenn die Menge ihren Sohn sehen würde, besonders aber fürchtete sie sich vor der Reaktion von Kunitoki. Deshalb versuchte sie mit allerlei Aussreden, ihren Mann und die Gäste davon abzuhalten, das Kinderzimmer zu betreten, in dem der Kleine friedlich schlummerte.

Aber als dann die Oberhäupter aller 19 verbündeten Clans, samt ihren engsten Vertrauten, und 12 Abgeordnete des Konvents gekommen waren und auf den Beginn der Zeremonie drängten, konnte sie Armanuki nicht länger verstecken ...
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Willard
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Beitrag von Willard »

Als sie mit Furcht ihren Sohn holte, versuchte sie ihn, noch möglichst lange vor der Menge zu verstecken. Aber als sie ihn zur Waschung hochheben musste, flog alles auf. Die Drachen starrten mit Furcht auf Armanuki. Die Menschen wussten zuerst nicht, warum alle den Drachen so anglotzten, aber sie schienen zu begreifen, dass er etwas besonderes ist. Langsam löste sich die Spannung, aber der vekrampften Alioka wurde es immer mulmiger zumute.
Plötzlich trat der Älteste vor, und sprach:"Ein Lichtdrache!...Nach so langer Zeit. Erst dieser seltsame Azurdrache, und nun noch ein Lichtdrache..." Er begann zu murmeln:"Das kann nichts gutes bedeuten...", und urplötzlich sprach er mit voller Stimme:"Alioka, Mutter des Armanuki! Ich werde deinen Sohn waschen und in den Drachenclan aufnehmen, aber wisse: Falls sich durch ihn etwas Schreckliches ereignen sollte, wird er sofort ausgestoßen! Nehmt ihr das an, Alioka und Kunitoki?" Alioka seufzte, aber Armanukis Eltern sprachen gleichzeitig:" So sei es!"
Aber Armanuki schien das nicht so zu gefallen, denn plötzlich umspielten wieder bunte Lichter seine kleinen Hände...
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Beitrag von naria »

Schnell packte Alioka den Kleinen und trug ihn zurück ins Kinderzimmer, wo sie versuchte ihn zu beruhigen. Aber Armanuki wurde immer unruhiger, und nach einer Weile machte Alioka sich Sorgen:
Das konnte nicht nur an den vielen Leuten liegen, dass ihr Sohn sich so aufführte.
Gerade wollte sie wieder nach unten gehen um Kunitoki zu holen, da hörte sie unten einen Tumult und laute, zornige Stimmen. Vorsichtig öffnete sie die Tür und sah nach was los war:
Sie erkannte nicht sofort, was der Grund für die Unruhe war, denn die Leute sprachen wild durcheinander und versperrten Alioka die Sicht. Nachdem sie sich durch die Menge gekämpft hatte, sah sie auch die Ursache des Tumults:
In der Tür stand Solka, der Anführer das feindlichen Hyoga-Clans, im Schlepptau fünf seiner besten Kämpfer.
Ihm gegenüber standen die anderen Clanführer, die schon ihre Waffen gezogen hatten, und zwischen den beiden Gruppen stand der Ältetse und versuchte mit beschwichtigenden Worten, einen Kampf zu verhindern.
Als sich der Lärm etwas gelegt hatte, verstand Alioka auch was gesprochen wurde.
"Was tust du hier, Solka, und warum bringst du deine Krieger in dieses Haus?" wollte der Älteste wissen.
"Nur keine Aufregung." antwortete Solka frech, "Ich und meine Leute sind nur gekommen, um uns den kleinen Wunderknaben anzusehen. Wie wir hörten hat es ja etwas ganz Besonderes mit ihm auf sich." Er grinste anzüglich.
"Wenn ihr gekommen seid um Unfrieden zu stiften," entgegnete ihm der Älteste, "So wäre es besser, wenn ihr sogleich wieder geht."
"Keine Sorge, alter Mann, keine Sorge. Das hier ist ein Fest, nicht wahr?" rief Solka auffordernd in die Menge, "und wir sind gekommen um mit euch zu feiern!"

Den Rest des Disputs hörte Alioka nicht mehr. Für sie war klar, dass Solka nur wegen Armanuki hier war. Schnell lief sie zurück zur Treppe und hastete nach oben. Ihr Sohn war in Gefahr, und sie musste ihn in Sicherheit bringen!
Doch als sie ins Kinderzimmer kam, sah sie etwas sehr Überraschendes:
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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Armanuki sass am Fenster und beobachtete den klaren Himmel sowie den Mond und die Sterne . Er wirkte nachdenklich und traurig . Seine Eltern bemerkten ein starkes, hell leuchtendes Kraftfeld rund um ihren Sohn herum . Keiner konnte sich erklären wo das herkam, ob von Armanuki oder jemand anderen . Wenig später war Solka schon die Treppen hochgestürmt und bewegte sich rasch mit seinen Anhängern auf Armanuki zu.

Dieser nahm ihn und die anderen nicht wahr oder wollte sie nicht wahrnehmen. Das ihn umgebende Kraftfeld erledigte den Rest für Armanuki. Es griff sofort Solka und die anderen Drachen an und verletzte und verbrannte sie schwer . Schreiend und in Panik liefen sie aus dem Haus . Die Partygäste waren jetzt nervös und aufgebracht und die Ältesten hatten alle Mühe sie zu beruhigen.

"Die haben bestimmt versucht sich aus Neid und Missgunst an dem Kind zu vergreifen und seine Eltern haben es wohl verteidigt . Es ist nach das erste mal, dass der Hyoga-Clan Schande über uns Drachen gebracht hat. Vergesst das nie !" mahnte Malmer der Älteste die Drachen und Menschen .

Kurz darauf herrschte wieder Ruhe und die verblieben Gäste feierten weiter . Sehr spät am Abend torkelten auch die letzten Gäste gutgelaunt und singend nach Hause. Kunitoki und Alioka hatten eine Menge zu erledigen die Spuren des Festes zu beseitigen . Malmer der Alte half den Eltern fleissig und wo er nur konnte . Anschliessend wollte er von den Eltern detailliert wissen, was denn passiert war.

Die Eltern wussten selber nicht, warum ihr Sohn so nachdenklich am Fenster stand und woher das Kraftfeld kam . Der Malmer wusste es natürlich . Armanuki war sich ihm Unterbewustsein seines Schicksals und seiner schweren Bürde bewust. Armanuki konnte Gefahren spüren bevor sie entstanden , daher auch das Kraftfeld zum Eigenschutz.
Zuletzt geändert von hafensaenger am Fr 16.01.2004 - 16:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von naria »

... und sein seltsamer Ausdruck, als er beim Fenster gesessen hatte.

Armanuki war wirklich etwas ganz Besonderes. Seine Eltern waren sich über das Ausmaß seiner Kräfte überhaupt nicht im Klaren, und der Malmer wusste, dass es besser war, wenn sie es vorerst auch nicht erfuhren.

Ein Lichtdrache konnte einen ungeheuren Segen für das Volk der Drachen bedeuten, aber genauso gut auch einen furchtbaren Fluch.
Letztendlich kam es darauf an, ob er seine Kräfte für gute oder für böse Zwecke einsetzte. Normalerweise neigten Lichtdrachen zwar aufgrund ihres friedfertigen Wesens sehr der guten Seite zu, doch das was nicht von vornherein festgelegt; wofür Armanuki sich später entscheiden würde, wusste der Malmer nicht. Denn das war die freie Entscheidung Armanukis.
Dennoch konnte er durch eine gezielte Erziehung und Ausbildung sehr positiv beeinflusst werden und zu einem starken Pol des Guten in dieser Welt werden.
Eine solche Ausbildung konnte er aber nicht bei seinen Eltern erhalten, und das war auch der Grund, warum der Malmer ihnen nichts erzähllte. Alioka und Kunitoki würden sich natürlich weigern ihren Sohn wegzugeben.

Am nächsten Tag berief der Malmer daher seine Berater zu einer geheimen Besprechung ein. Es ging dabei um das weitere Schicksal Armanukis.
Einige waren dafür, den Kleinen sofort von seinen Eltern zu trennen und in eine Ausbildung zu überführen. Andere hingegen meinten es sei besser, Armanuki wüchse wie ein ganz normales Drachenkind auf, sodass er sein Macht gar nicht erst entfalten könne.
"Dazu ist es längst zu spät." wandt der Malmer ein. Armanuki ist sich seiner Kräfte bereits bewusst. Der Prozess ist in Gang gesetzt, und keine Macht der Welt kann ihn nun noch stoppen."
Diese Worte beflügelten nun wieder die Partei, die für eine sofortige Trennung waren und es entbrannte ein heftiger Streit.
Dann meldete sich einer der Berater, der bis dahin kaum ein Wort gesagt hatte, ein junger Drachen namens Hafen, zu Wort:
"Warum soll man nicht warten bis, der kleine Armanuki sein Reife-Alter erreicht hat? Davor ist er sowieso zu jung für eine richtige Ausbildung, und nach diesem Datum wird seine Macht stetig wachsen!"
"Das ist wahr, Hafen." sagte der Malmer. "Eine hervorragende Idee."

Im Alter von 1024 Tagen erreichen Drachen ihre Reife. Sie sind dann zwar noch längst nicht ausgewachsen, doch mit diesem Alter beginnen sie, ihre Kräfte voll zu entfalten. Am Tag seiner Reife wird ein junger Drache durch eine Weihe-Zeremonie ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft und darf eine Ausbildung beginnen.
Armanuki würde am Tage seiner Reife seine Eltern verlassen und in die Obhut des Malmers übergeben werden, so entschied es die Versammlung.
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Beitrag von Willard »

Die Hälfte dieser Tage verging recht normal, und Armanuki wuchs völlig natürlich auf. Aber als er "halbwüchsig" war, ging eine seltsame Vränderung in ihm vor: von Tag zu Tag wurde er immer trübseliger, hockte bekümmert herum und schaute Löcher in die Luft. Seine Eltern wusten nicht, was sie tun sollten, aber sie trauten sich nichts sagen...
Bis Armanuki begann, manchmal einzelne Steine oder Bäume in die Luft zu jagen! Mit einem Fingerzeig flog der Gegenstand schon durch die Lüfte und zerbarst dann. Alioka wurde bange, denn ihr Sohn sollte kein randalierender Halbstarker werden, und so wandte sie sich an die Ältesten...
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Beitrag von naria »

Die kannten nur eine Antwort auf Aliokas Frage: Armanuki musste endlich die Welt kennenlernen und mit anderen jungen Drachen in Kontakt kommen.

In den Monaten nach seiner Geburt waren wie durch ein Wunder plötzlich noch viele andere Drachenkinder geboren worden. Nicht nur, dass das seit der Flucht von Myragia außer dem Azurdrachen Kroolio kein anderer Drachen das Licht dieser neuen Welt erblickt hatte. Nein, nach Armanukis Ankunft wurden sogar mehr Drachen geboren als in den besten Zeiten auf Myragia in so kurzer Zeit auf die Welt gekommen waren.
Dieses Phänomen wurde allgemein als erfreuliches Zeichen angesehen und stärkte die Sichtweise jener Leute, die Armanukis Geburt nicht als Unglück betrachteten.




2. Kapitel. Drachen gegen Menschen, Drachen gegen Drachen


Also sollte Armanuki die Welt außerhalb seines Zuhauses kennen lernen.
Da er sich so schnell entwickelte, beschloss Kunitoki, ihn mit zu einem Berg zu nehmen, wo er das Fliegen lernen sollte. Eigentlich war Armanuki noch etwas zu jung dafür, aber seine rasante körperliche und auch geistige Entwicklung erforderte es, dass er etwas Abwechslung bekam.

Außerdem hoffte Kunitoki, es könnte Armanuki vielleicht helfen, endlich das Sprechen zu erlernen, denn ungewöhnlicherweise besaß der Kleine diese Fähigkeit noch nicht, obwohl er schon längst älter als zwölf Monate war, das Alter, in dem junge Drachen normalerweise zu sprechen begannen.
Bisher hatte er nur einzelne Worte von sich gegeben. Er verständigte sich mit seinen Eltern auf eine ganz andere Art: nämlich durch seine Augen. Wenn man in Armanukis Augen sah, verstand man sofort, was der junge Drache sagen wollte, auf eine geheimnisvolle, magische Weise.

Darüber dachte Kunitoki nach, als er sich, mit seinem Sohn auf dem Rücken, fliegend zu dem Berg begab.
Weder er noch Armanuki ahnten zu diesem Zeitpunkt, dass es dort zu einer Begegnung kommen würde, die nicht nur für den kleinen Drachen, sondern für die ganze Erde schicksalhaft werden würde ...
Zuletzt geändert von naria am Sa 22.03.2003 - 10:01, insgesamt 3-mal geändert.
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Jacqueline
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Beitrag von Jacqueline »

lediglich kurze Zeit darauf, erreichte Kunitoki mit Armanuki den Berg "Echia" .Doch was sie da sahen, wollte ihnen so ganz und gar nicht gefallen. Der Berg war einer der höchsten im Lande,sodass der graue Berg mit leichtem Nebel umgeben war. Doch es war der geeignete Platz,um das fliegen zu erlernen. Denn es gab nicht allzu tief eine Flache stelle, die recht groß war, Man mochte es nicht glauben,so herrlich schien die Aussicht: zwischen einer reihe Berge ,direkt am Ansatz des Felsens überhalb der freien Plattform landete Kunitoki und sah wehmütig geradeaus, denn zwischen den Felsen,und geradeaus befand sich ein langgestreckter Fluss, dessen Ansicht unbeschreiblich schön klar und rein ist. Armanuki sah mit großen Augen über die Schulter seines Vaters und spitzelte was es denn da so einzigartiges zu sehen gab, doch die anmutige Stille wurde mit einem lauten ,donnerartigen Krach unterbrochen, Armanuki schreckte ängstlich zurück,und Kunitoki sah nach unten, auf das freie Feld und sah einen kleinen, jungen Drachen, er dürfte nicht sehr viel Altersunterschied zu Armanukia haben. Der junge Drache hatte Graue Schuppen ,schwarze Flügel und zur allgemeinen Verwunderung einen weißen Fleck auf seinem kleinen kopf. Neben ihm stand ein großer Drache,der dem kleinen Recht ähnelte, doch war er von der statur kräfitger und deutlich stärker gebaut....der....der.......Kunitokis Miene verzog sich, und hass machte sich auf seinem gesicht breit....er sah nach unten, und sprach mit finsterer Miene und tiefer hasserfüllter Stimme "....Solka!"Der Kleine Drache sah keuchend am Boden, schien, als würde etwas nicht stimmen. Solka schrie ihn jedoch an "Feuer! wo ist das Feuer! Sowas will ein Azurdrache sein! Eine Schande,für das gesamte hyoga Volk!"
Kunitoki überprüfte nocheinmal, ob sich Armanuki noch auf seinem Rücken befand, stoß sich vom Boden ab, und landete vor den Füßen des kleinen Drachens...Kunitokis Miene verzog sich abermals, ebenfallls das von Solka, jedoch gab es kaum einen Unterschied zu seinem normalen gesichtsausdruck.
"Was willst du hier,Solka? und wer ist dieser Babydrache?" fragte kunitoki mit tiefer Stimme. Solka ging einen Schritt vorwärts ,legte seine Rechte Pfote auf den kleinen Drachen und sprach "ich bringe Kroolio , meinem Sohn, einige Künste bei" "Künste, pah! Noch ein Schurke mehr ist das letzte was wir hier brauchen, denn....." Kunitoki wurde unterbrochen,denn Armanuki war soeben von seiner Schulter gesprungen, und stellte sich neugierig vor Kroolio,um ihn zu begutachten. Doch Leefex war nicht halb so gastfreundlich wie Armanuki eingestellt,und keuchte nochmals, wie vorhin, und brachte diesmal eine kleine Flamme hervor, was seinen Vater stolz die Brust schwellen lies. Doch die Flamme, so klein sie war, streifte ARmanukis Schwanz und lies diese leicht verletzen. Armanuki gefiel dieser "Angriff" überhaupt nicht, sah Kroolio angestrengt an und es fiel ein bereits bekannter Schimmer über die Hände Armanukis,und ein kurzer Blitz flog auf Kroolio....
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naria
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Beitrag von naria »

Der schrie auf, aber mehr vor Schreck als vor Schmerz, denn Armanuki hatte nie beabsichtigt, ihn ernsthaft zu verletzten.
Dennoch floh Kroolio zunächst zu seinem Vater zurück, der ihn wutentbrannt anbrüllte: "Warum wehrst du dich nicht gegen diesen Wicht?" und ihn zurück in Armanukis Richtung schob.
"Aber Vater ..."
"Kein Aber! Du wirst diesem Knirps jetzt beibringen, was es heißt sich mit den Hyogas anzulegen!"
Zögerlich trat Kroolio wieder auf Armanuki zu, der ihn verwundert anstarrte.
Kunitoki zog seine Waffen.
"Na, was ist, du Wicht?" rief Kroolio, der seine Frechheit fast ganz wiedererlangt hatte, zu Armanuki hinüber, doch der sah ihn immer noch erstaunt an. Anscheinend verstand er Kroolios Verhalten nicht.
Da änderte Solka plötzlich seine Meinung: "Nein, komm her zu mir, mein Sohn!" rief er Kroolio lachend zu, "Dieser Zwerg ist doch die Anstrengung nicht wert."
Und zu Kunitoki, dessen Miene sich immer mehr verfinsterte, sagte er:
"Es ist also wahr, was man sich über deine Brut erzählt?" höhnte er, "dein kleiner Bastard kann noch nicht fliegen, und noch nicht einmal sprechen! Mein Sohn hingegen kann schon lange fliegen. Komm mit Kroolio," rief er seinem Jungen zu, "Wir entfernen uns. Diese beiden sind nicht mal die Atemluft wert, die man ihretwegen vergeudet!"
Und zu Kunitoki sagte er noch, mit einem tückischen Grinsen:
"Ihr werdet euch noch wünschen, den Hyoga-Clan nie ausgestoßen zu haben!" Das klang verdächtig nach einer Drohung, dementsprechend wütend wurde Kunitoki.
Majestätisch erhob sich Solka in die Luft und flog rasch davon, Kroolio folgte ihm nicht ganz so majestätisch.
Kunitoki sah ihnen zornig hinterher, als er plötzlich hinter sich eine helle, klare Stimme hörte:
"Warum sind diese Leute so unfreundlich zu uns, Vater?" Es war Armanukis Stimme, der soeben zu sprechen begonnen hatte.
Freudig überrascht drehte Kunitoki sich herum, trat zu seinem Sohn und hob ihn hoch.
"Du sprichst ja!" lachte er. "Warum hast du das vorher nicht getan?"
"Ich wusste nicht, dass es notwendig ist. Du und Mutter habt mich auch stets ohne Worte verstanden."
Kunitoki sah ihn verwundert an, nickte dann.
"Gut. Wir fliegen jetzt zurück nach Hause, ich muss deiner Mutter von dieser Begegnung berichten. Komm, klettere auf meinen Rücken!"
"Das ist nicht mehr nötig. Ich habe den Anderen bei seinem Flug beobachtet, ich weiß nun selbst, wie ich es anstellen muss."
Mit diesen Worten trat er auch schon auf den Abgrund zu, spreizte seine kleinen Flügel und startete.
Zuerst war er etwas unsicher in der Luft, dann korrigierte er seine Flugstil und bewegte sich ebenso so sicher wie sein Vater.

Kunitoki konnte gar nicht genug über die Fortschritte seines Sohnes staunen, deshalb wunderte er sich auch nicht, als er tief unter sich einige Menschen sah, die wild gestikulierten und nach oben deuteten. Er glaubte, diese Menschen hätten Armanuki erkannt und winkten ihm zu.
Aber da irrte er sich auf fatale Weise, wie er später noch schmerzlich feststellen sollte.

Schon, als sie vor dem Dorf landeten, bemerten Kunitoki und Armanuki einen Massenauflauf auf dem Dorfplatz. Kunitoki schickte seinen Sohn nach Hause und lief selbst zum Platz, um zu sehen was sich dort zutrug.
Als er den Ort errecihte, traute er seinen Augenkaum: Da stand Solka der Verräter inmitten von Kunitokis Dorf! Er sprach zu den Leuten, die ihm gebannt zuhörten und wild durcheinander diskutierten; es herrschte große Aufregung. Neben Solka stand Utoshi, der Häuptling des Dorfes und Kunitokis persönlicher Freund.
Kunitoki ging mit festen Schritten auf die beiden zu und fragte Utoshi: "Was hat der schon wieder hier zu suchen, und warum gibst du dich mit diesem Gesindel ab, Utoshi? Hast du vergessen, dass er einst versucht hat, meinen Sohn zu töten?" schrie er aufgebracht.
"Beruhige dich, Kunitoki." beschwichtigte ihn Utoshi, sein Gesicht war sehr ernst. "Ich weiß, er ist kein Freund, aber du solltest dir anhören, von welch beunruhigenden Geschehenissen er zu berichten hat ..."
Zuletzt geändert von naria am So 23.03.2003 - 15:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von hafensaenger »

"Die einfältigen und dummen Menschen führen wieder Kriege gegeneinander und setzen abermals missbräuchlich uns Drachen ein um verstärkt ihre Interessen und ihre Machtgier durchzusetzen!" seufzte Utoshi. "Wessen Werk das wohl ist ?" knurrte Kunitoki und zeigte mit dem Finger drohend auf den Hyoga-Clan. Die waren aufgrund der Drohung sehr gereizt und wollten Kunitoki grade angreifen . Die Ältesten mischten sich abermals ein und hielten sie zurück. "Ihr dummen, törichten Drachen scheint aber auch gar nichts aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Wieviel Unschuldige mussten schon wegen eurer Dummheit sterben und wegen eures kindischen Hasses aufeinander?

Hafen und ich werden jetzt eure Kinder unter unsere Fittiche nehmen weil ihre Eltern vor lauter Zorn aufeinander nicht mehr klar denken können und sie unterrichten . Wir dulden keine Widersprüche . Wir können euch nicht daran hindern euch an einem sinnlosen Krieg zu beteiligen ; wir können nur an eure Vernunft appelieren !"
mahnte Malmer mit donnernder Stimme .

Kurz darauf flogen Hafen und er mit Armanunki und Kroolio davon an einem geheimen Ort zum Ausbilden der beiden, wo niemand sie jemals finden und stören würde . Ihre Eltern sahen ihnen mit gemischten Gefühlen nach . Es war nur eine Frage der Zeit bis auch der letzte Drache freiwillig oder unfreiwillig in den Krieg mit reingezogen würde . Es würde noch viel Blut fliessen und zu welchem Preis? Deswegen nahmen die Ältesten Kunitoki und Kroolio mit . Ihnen war ein anderes Schicksal vorausbestimmt...
Zuletzt geändert von hafensaenger am Fr 16.01.2004 - 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Der TEST bei der geheimen kugel...

Beitrag von Krool »

Sie flogen zu einem geheimen unterirdischen Tempel... Der grund sei ein spezieller test für drachen, sie sollten sich mal bei einer geheimen kugel testen, sie testet wie stark die drachen sind...
Die Drache sollten ihr ganze kraft in die kugel schleudern und umso heller die kugel wird umso stärker ist der Drache, als erstes versucht es der Älteste als beispiel, er konzentrierte sich und riesige funken sprangen aus und ein ultravioleter Blitz sprang aus und die kugel fing an zu wackeln... Es gibt 30 farbstufen, 1 ganz dunkel (also schwach), 30 ganz hell (also stark).
Der Älteste hatte ein Ergebnis in der farbhelligkeit 21... (also ziemlich stark).
Als nächstes probierte es armanuki... er strengte sich ebenfalls an und beschwur ein Lila plasma strahl was direkt in die kugel flog... die kugel fing an zu hüpfen, und wurde heiss... die farbhelligkeit lag bei 28 (ungeheur stark)... danach ging Kroolio zur kugel und strengte sich so an als würde er um sein leben kämpfen, er erzeugte ein Magnetfeld in dem wie in einem schwarzen Loch Energie aufgesaugt wird und alles wackelte... er sammelte die energie zu einem ball und schoss sie mit ungeheurer kraft in die kugel, daraufhin sprang die kugel in die luft und zerplatzte.. Die Ältesten sagten "WOW, das muss so ein starker Angriff sein das die kugel die kraft nicht aushält... das heisst du bist stärker als die kugel... Super das heisst du musst über 30 Punkte haben, erstaunlich stark..." Denn bei zu hocher energie sagte er, würde die kugel platzten, die kugel sei für solche kräfte nicht ausgetattet sein! so trainierten sie weiter...
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naria
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Beitrag von naria »

Einige Wochen verbrachten Armanuki und Kroolio nun in dem Versteck. Sie sahen sich nur zu den Übungsstunden, die sie gemeinsam verbrachten.
Sie lernten allerlei nützliche Dinge darüber, wie sie ihre Kräfte kontrollieren und einsetzen konnten, aber der Malmer, Hafen und ihre anderen Lehrmeister versuchten auch, ihnen einige wichtige Dinge über das Leben im Allgemeinen zu vermitteln.
Auch versuchten sie, die aufkeimende Feindseligkeit zwischen ihren beiden Schützlingen abzubauen, doch das wollte ihnen nicht gelingen:
Kroolio versuchte in allem besser zu sein als Armanuki, was ihm zumeist auch gelang, weil dieser widerum versuchte, der Konfrontation aus dem Weg zu gehen.
So zog sich Armanuki immer mehr von Kroolio zurück und unterlies am Ende seine Versuche, sich mit ihm anzufreunden, ganz.

In den unterirdischen Lager untergebracht entging den jungen Drachen völlig, was auf der Erde über ihnen vorging:
Die üblen Verleumdungen der Hyogas hatten ihre Wirkung gezeigt, Drachen und Menschen beschuldigten sich gegenseitig schwerster Verbrechen. Es kam zu ersten Kämpfen, zunächst nur harmlose Prügeleien in Wirtshäusern, dann gab es erste Tote.
Der Drachenkonvent traf sich zu einer Krisensitzung.
Ein Drachendorf wurde überfallen. Die Drachen töteten die Verbrecher.
Einige Dörfer der Menschen brannten.
Der Drachenkonvent wurde aufgelöst.
Die Menschen hoben Truppen aus.
Die Drachen holten ihre Waffen aus den Kammern.
Verträge wurden gekündigt, Verträge wurden gebrochen.
Ein Krieg brach aus:
Der erste Krieg zwischen Drachen und Menschen, den die Erde je gesehen hatte.


In der Nähe von Armanukis Dorf kam es zur ersten großen Schlacht.
800 menschliche Infanteristen, Reiter und Bogenschützen standen 250 Drachen gegenüber.
Zunächst schien es, als seien die Drachen weit überlegen, ihre Flammen lichteten die Reihen der Menschen, sie griffen aus der Luft an. Doch die Menschen setzten eine neuartige Waffe ein, ein mit Schwefelpulver gefülltest Rohr, aus dem sie vergiftete Geschosse abfeuerten, die schnell genug waren um die dicke, verhornte Haut der Drachen zu durchschlagen.

Nun fielen auch die Drachen schnell hintereinander. Die Magier der Menschen taten ein übriges.
Nach einigen Stunden zogen sich die Befehlshaber der Drachen, Utoshi, einige andere Dorfhäuptlinge, Kunitoki und Selekem, der Anführer von Kunitoshis Clan, zu einer Beratung zurück, das Selbe taten die Anführer der Menschen. Ein Unterhändler wurde geschickt, ein Waffenstillstand vereinbart.
Die Verwundeten wurden versorgt, die Toten eingesammelt.
Plötzlich kam ein Drache herangeflogen, zog über die Menschen hinweg und verbrannte Dutzende von ihnen. Er gehörte nicht zu Selekems Armee.
Die Menschen rannten sofort wutentbrannt auf die unvorbereiteten Drachen zu, und das Metzeln ging unvermindert, wenn nicht sogar noch furchtbarer, weiter.

Als Kunitoki dem letzten Menschen sein Schwert in den Leib jagte, war die Schlacht zu Ende. Keiner der Menschen hatte sich ergeben wollen. Durch den Angriff während des Waffenstillsatndes hatte der fremde Drache auch das letzte Fünkchen Vertrauen in den Menschen zerstört und somit auch ihren Willen sich zu ergeben.
Kunitoki blickte sich auf dem Schlachtfeld um: Fast alle Menschen waren tot, nur einige Schwerverletzte starben noch. Verbrannte Menschen, durchbohrte Menschen, erschlagene Menschen, dazu tote Pferde mit herausgerissenen Gedärmen oder abgeschlagenen Köpfen. Ein Pferd lebte noch und stand, schwer verletzt, bei seinem toten Besitzer, den es unentwegt mit der Nase anstupste.
Kunitoki sah auch die getöteten Drachen: der erste, der vom Himmel gefallen war, war von den Menschen regelrech zerstückelt worden. In manchen Drachenkörpern steckten Dutzende der tödlichen Geschosse, die Augen Augen in den schmerzverzerrten Gesichtern waren vor Schreck geweitet. Ein paar von ihnen hatten bei ihrem Sturz in das Gedränge noch einige Menschen mit in den Tod gerissen.
Auch Selekem, der Clanfürer, war tot. Der halbe Clan war in der Schlacht ausgelöscht worden.
Der Anblick der Toten erzeugte in Kunitoki unerträgliche Trauer und zugleich eine Wut, die ihn fast rasend machte. Sie richtete sich gegen den unbekannten Drachen, der den furchtbaren Ausgang der Schlacht forciert hatte. Kunitoki hatte ihn nicht erkannt, aber es war klar, dass es nur ein Hyoga gewesen sein konnte.

Außer Kunitoki hatten nur Utoshi und zwei weitere Drachen, zwei junge Brüder aus dem Nachbardorf, überlebt. Kunitoki hatte einige Verletzungen abbekommen, doch es ging ihm weitaus besser als Utoshi, der kaum gehen konnte und dessen rechter Flügel schwer beschädigt war.
Gemeinsam begaben sie sich zurück zum Dorf um den dort versteckten Frauen und Kindern vom Ausgang der Schlacht zu berichten, und vom Tod ihrer Männer, ihrer Väter, ihrer Brüder und ihrer Söhne, doch als sie dort ankamen,
brannten die Häuser.
Die, die sich darin versteckt hatten, lagen tot auf dem Dorfplatz ... Kunitoki brach stöhnend zusammen, als er die blutüberströmte Alioka da liegen sah. Er ging vor ihr in die Knie und nahm sie ein letztes Mal liebevoll in den Arm.
Auch die anderen weinten um ihre toten Familien.

Sie beschlossen sich alle zusammen auf den Weg in die anderen Dörfer zu machen um zu sehen ob dort das Gleiche passiert war. Weil Utoshi aber nicht fliegen konnte kamen sie nur sehr langsam voran ...
Ihre Hoffnung weitere Überlebende zu finden schwand mit jedem niedergebrannten Dorf, in das sie kamen. Überall waren die Männer in einer Schlacht getötet und die Frauen und Kinder dann niedergemetzelt worden.
Kunitoki und die anderen wurden immer wütender und verzweifelter, denn anscheinend waren sie die einzigen Überlebenden des gesamtes Drachenvolkes ...
Nach einigen Tagen erreichten sie das letzte Dorf, und auch hier war das Selbe geschehen.
Als Kunitoki ohne Hoffnung die Häuser durchsuchte, hörte er plötzlich draußen Schrei und Kampflärm. Er rannte nach draußen, und das Erste was er sah, war der getötete Utoshi.
Eine große Wut packte Kunitoki und er rannte mit erhobenem Schwert auf den Dorfplatz, denn es war klar wer das getan hatte.
Dort angekommen sah er die beiden Brüder gegen Solka und seine 5 Kämpfer, die der auch schon bei Armanukis Fest dabeigehabt hatte, kämpfen. Kunitoki fuhr wie ein wütender Stier dazwischen, tötete zwei von Solkas Männern und griff dann Solka selbst an. In seiner blinden Raserei bemerkte er nicht, dass seine beiden jungen Freunde, die von dem langen Fußmrsch geschwächt waren, von Solkas anderen Männern getötet wurden.
Er kämpfte jetzt allein gegen vier.
Zwar konnte er Solkas Krieger töten, doch er wurde dabei verletzt und immer schwächer. Am Ende konnte er sich kaum noch verteidigen.
In seiner wachsenden verzweiflung dachte er wieder an Alioka ... der Gedanke an sie und die grenzenlose Wut über ihre Ermordung brachten Kunitoki seine Kraft zurück.
Mit einem Aufschrei stieß er Solka schließlich sein Schwert in den Leib, der sackte zusammen und blieb reglos liegen.
Kunitoki sah noch eine Weile auf ihn herunter. Dann drehte er sich um, er war müde und wollte sich entfernen.
Da spürte er das Schwert sich in seinen Rücken bohren, geschleudert von einem Sterbenden mit der letzten Kraft, die der Hass ihm verliehen hatte.

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In dieser Nacht hatte Armanuki Angst. Schon das Verhalten der Lehrer war seltsam gewesen, es hatte heute keinen Unterricht gegeben, und alle liefen gehetzt hin und her. Dann hatte es einen Tumult gegeben und alle Lehrer bis auf den Malmer und Hafen waren plötzlich verschwunden... Aber niemand wollte Armanuki und Kroolio sagen, was los war ...
Doch in Armanukis Fall war das auch gar nicht nötig. Er wusste tief in seinem Inneren, dass etwas unvorstellbar Furchtbares geschehen war, und zog sich in sein Bett zurück, um zu trauern ...
Zuletzt geändert von naria am Di 18.03.2003 - 15:26, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitrag von hafensaenger »

Da klopfte Kroolio ungebeten an seine Zimmertüre. Am liebsten hätte Armanuki ihn jetzt den Hals umgedreht oder ihn angeschrien, doch in seinem Zorn und seiner Trauer war ihm jetzt fast alles egal. "Komm ruhig rein, Kroolio!" forderte ihn Armanuki unerwartet ruhig und freundlich auf. Aramanuki sprach sonst nie mit Kroolio und ging ihm meistens aus dem Weg . Diese Freundlichkeit war Kroolio nicht gewohnt und öffnete sehr langsam die Zimmertür und schlich herein. Sehr leise verschloss er sie auch wieder .

"Was ist los mit dir , Mann ? Ich weiss wir sollen uns auf ewig hassen und bekämpfen laut unserer Eltern, aber ich habe da ehrlich gesagt keinen Bock mehr drauf. Hatte nie Freunde und war dauernd wegen meines Clans in Kriege und Fehden verwickelt. Ich will das nicht mehr!" stöhnte Kroolio.

"Nun ist es vobei , Kroolio ! Wir haben dieselbe dummen Fehler gemacht wie damals auf Myragia und nichts draus gelernt. Nun sind wir wieder alleine in einer Welt voller Hass und Zorn!" jammerte Aramanuki .

"Was soll dieses Endzeitgequarke und Gejammer ? Was ist los mit dir? Erzähl schon, Mann !" brüllte ihn Kroolio an . Aramanuki wurde das alles zuviel. Er rannte aus der Höhle ins Freie und Kroolio folgte ihm . Draußen sah man das Werk der Zerstörung . Brennende Dörfer & Häuser überall. Der Gestank von Blut & Verwesung lag in der Luft . Überall lagen verkohle und verstümmelte Leichen von Menschen & Drachen herum. Die beiden machten einen Rundflug um die Erde und sahen dabei auch die sterblichen Überreste ihrer Eltern , Freunde & Verwandten überall verstreut am Boden liegen . Eins war nun Gewissheit:

Es gibt nur noch 4 Drachen auf der Erde deren, Zukunft ungewiss ist die aber die Zukunft der Erde beinflussen und bestimmen werden
Zuletzt geändert von hafensaenger am Fr 16.01.2004 - 16:58, insgesamt 1-mal geändert.
"We choose our joys and sorrows
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Beitrag von naria »

Als sie zum Versteck zurückkamen, warteten der alte Malmer und Hafen bereits auf sie.
Jetzt erzählten sie Armanuki und Kroolio endlich die ganze Geschichte, und wie sie und ihre Eltern darin verwickelt waren.
Danach verließen die vier das Versteck, um anderswo vielleicht ein neues Kapitel ihres Lebens beginnen zu können.

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Die Zeit verging.
Die Menschen begruben ihre Toten, die Drachenleichen verwesten.
Es war eine gute Zeit für Raben und für Fliegen.
Einige Drachen, meistens Kinder, hatten in die Wälder fliehen können, manche hatten sich über Wochen dort versteckt gehalten.
Es wurde wieder ein Drachenkonvent einberufen - mit der Aufgabe, nach den Spuren der Entkommenen zu suchen, diese zu verfolgen, aufzuspüren und zu vernichten.

Auch der alte Malmer, Hafen und die beiden Kinder wurden verfolgt. Sie suchten sich Verstecke in dichten Wäldern oder Höhlen, doch irgendwann begegneten sie immer einem beerenpflückenden Menschenkind oder einem Bettler, der in den einsamen Feldern nach Nahrung suchte - dann würde es nicht mehr lange dauern, bis die Drachenjäger in der Gegend auftauchten, und die vier Drachen verließen den Ort.
So blieben sie stets auf Wanderschaft, Ausgestoßene, Gejagte.

Wenn sie unterwegs tote Drachen sahen, in der Sonne gebleichte Skelette, sahen sie nicht hin und keiner verlor ein Wort darüber. Armanuki schloss dann gewöhnlich die Augen, doch das schreckliche Bild blieb, so sehr er es auch zu verdrängen versuchte.
Kroolio zeigte äußerlich keine Regung, doch Armanuki wusste, dass seine Trauer seinen Hass auf die Menschen nährte und vergrößerte.


Während dieser Wochen kam für Kroolio der 1024. Tag seines Lebens - ohne Zeremonie, ohne Feier. An diesem Tag vermisste er seine Eltern mehr als je zuvor. Armanuki sah ihn heimlich weinen - und er wusste, dass Kroolio ihm nie verzeihen würde, ihn in diesem Moment der Schwäche beobachtet zu haben.
Aber keiner von beiden sprach ein Wort.

Bis dahin hatte man Armanuki und Kroolio nur beigebracht, die eigene, innere Magie zu beherrschen und zu benutzen, aber jetzt begann der alte Malmer damit, Kroolio in die Kunst der Beschwörung fremder, äußerer Magie einzuweihen. Kroolio lernte besonders schnell die Beschwörung aller Arten von Feuer, und er vertiefte sich mehr denn je in das Lernen.
Armanuki hingegen, der ja ein halbes Jahr jünger als Kroolio war, wurde weiterhin von Hafen unterrichtet. Doch er konnte sich nicht konzentrieren, und manchmal ertappte Hafen ihn dabei, wie er, statt seine Übungen zu machen, gedankenverloren - und irgendwie sorgenvoll - zu dem eifrig lernenden Kroolio hinüberblickte.

Als dann auch Armanuki seine Reife erreichte, begann auch er mit dem Erlernen der Beschwörung. Doch er hatte bei Weitem nicht solchen Erfolg wie Kroolio. Seine beiden Lehrer wunderten sich sehr darüber und waren auch etwas enttäuscht.
Armanuki allein bemerkte die starke Veränderung in seinem Inneren, das Anwachsen seiner Kraft:
Sein Gespür für die Gedanken anderer wurde von Tag zu Tag besser. Er brauchte Kroolio nur bei seinen Übungen zuzusehen, und er sah, wie dieser in Gedanken seine Feuerbälle auf Menschen schleuderte, wie er jede Magie, die er beschwor, seinem Hass widmete.
Armanuki sah in Kroolios Seele.

Doch er verriet keinem etwas von dieser Fähigkeit.

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Sieben Monate nach dem Ende des Krieges hatten die Menschen das alte unterirdische Versteck aufgespürt. Sie zerstörten alle Gerätschaften - und sie verbrannten die Schriften der Alten.
Somit vernichteten sie die Aufzeichnungen der Drachen über Myragia.
Der alte Malmer war der Letzte von ihnen, der sich noch an die alte Heimat der Drachen erinnnerte, denn Hafen war zum Zeitpunkt der Zersörung des Planeten noch ein Baby gewesen.

Nachdem fast alle Drachen getötet, ihre Dörfer dem Erdboden gleichgemacht waren, hatten die Menschen jetzt auch das Letzte vernichtet, was daran erinnerte, dass es auf der Erde je Drachen gegeben hatte.
Nach wenigen Jahren begannen die Menschenkinder ihre Eltern zu fragen:
"Was ist ein Drache?"

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3.Kapitel. Zwölf Jahre nach dem Krieg


Zwei junge Drachen tollten im flachen Wasser eines Sees herum.
Einer war grau mit schwarzen Flügeln, der andere war schneeweiß, nur auf seinen Flügeln waren einige schwarze Streifen.
Sie waren etwa gleich groß, und schätzungsweise 13-14 Jahre alt.
Wasser spritze umher. Sie kämpften miteinander, doch man konnte nicht erkennen, ob es Ernst oder Spaß war.
Das Geplantsche und ihr lautes Schimpfen hörte man bis ans Ufer.

Als von dort eine laute, tief-grollende Stimmte erschallte, erhoben sie sich flügelschlagend aus dem Wasser, und nach einem kurzen Wettflug landete der weiße Drache zuerst am Ufer.
"Ich hätte gwonnen!" zischte Kroolio Armanuki von der Seite zu, als er neben ihm landete.
Der ignorierte Kroolios Worte.
"Was gibt es?" fragte er den alten Malmer, der sie gerufen hatte.
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Beitrag von hafensaenger »

"Kroolio & Armanuki , es wird bald die Zeit kommen, wo wir euch nichts mehr beibringen können und ihr eigene Wege gehen müsst. Dabei müsst ihr sehr auf der Hut sein. Die Menschen sind voller blinden Zorn und Hass und werden euch jagen, bis auch der letzte Drache tod vor ihnen in seinem eigenen Blute liegt. Dabei wäre ein miteinander zwischen euch zweien vorteilhafter als ein gegeneinander. Am Ende überlebt keiner wegen eurer Hitzköpfigkeit und Sturheit. Macht nicht dieselben Fehler wie unzählige Drachen und Menschen vor euch !" mahnte Malmer.

"Morgen ist der Tag der Weihe ! Da werdet ihr getauft und einigen Ritualen unterliegen . Danach seid ihr für euch selber verantwortlich . Nutzt eurer Fähigkeiten und eurer Wissen weise . Nun geht schlafen!" forderte sie Hafen auf .
Zuletzt geändert von hafensaenger am Fr 16.01.2004 - 17:01, insgesamt 1-mal geändert.
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