Politische Diskussionen

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Cassie
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Beitrag von Cassie »

Original von stone:
Ich will ja kein Haarspalter sein - aber 1998 wurde Schröder Kanzler .... ;)
Haarspalter, Haarspalter 8o:hammer2:

I) Habs jetzt editiert...Du weißt ja, wie das in unserm Alter mit dem Alzheimer ist. ;):evil6:

und :bussi: von Cassie
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mara
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Beitrag von mara »

Original von Thies:
Sorry Mara, dann weisst Du leider nicht wovon Dur redest.

1. Partei der Besserverdienenden stammt von der SPD, so haben wir uns nie genannt.
Hat aber vielleicht seine Gründe... :D
2. Senkung des Höchststeuersatzes: falsch. Senkung aller Steuersätze auf drei sehr einfache Sätze 15%, 25%, 35%
Klingt prima (Senkung des Höchststeuersatzes ist übrigens auch dabei :p), bedeutet aber ein riesiges Loch in der Steuerkasse. Womit soll das denn in einem total verschuldeten Land bitte gestopft werden?
und Abschaffung fast aller Sonder-Abschreibungs-Rechte. Das trifft vor allem die "Reichen", die sich "intelligente" Lösungem vom teuer bezahlten Steuerberater ausdenken lassen.
Da hast du allerdings Recht. Da ich auch mal in einem Finanzamt gearbeitet habe, weiß ich, was da gelaufen ist. Schon kleine Unternehmer (Kneipenbesitzer, Vermieter...) wurden äußerst großzügig behandelt. Kaum etwas musste nachgewiesen werden und an Betriebsprüfung dachte man nur, wenn die Bilanzen über Jahre hinweg weit von den "Regelsätzen" abwichen, während bei der Lohnsteuer jeder Beleg hinterfragt wurde und die Karte "abgerädelt", ob der Arbeitsweg denn nun wirklich 4 km lang ist oder doch nur 3,5. Ich habe diese unerträgliche Ungerechtigkeit den "kleinen Leuten" gegenüber nicht ausgehalten und deswegen meine damalige Ausbildung abgebrochen... :( Also vielleicht weiß ich ja doch ein bisschen, wovon ich rede(?)... Davon abgesehen glaube ich aber nicht, dass durch die Streichung der Sonderabschreibungsrechte genug Geld zusammenkäme, um eine derartige Steuerreform zu finanzieren.
3. Das Gesundheitswesen hat nichts mit den Steuern zu tun. Und die Selbstbeteiligung zu erhöhen, wird ein Muss werden. Wenn wir in Deutschland uns weiterhin die Vollkaskomentalität leisten, werden bald alle alles selbst bezahlen müssen.
Also, wir sind bei weitem nicht das "großzügigste" Land, was die gesundheitliche Versorgung angeht. Vielleicht wird oft Geld an falschen Stellen ausgegeben, zum Beispiel in der Verwaltung :rolleyes:, aber eh hier amerikanische Verhältnisse eintreten, reise ich lieber nach Schweden aus... :-/
Und ausserdem wollen wir auch weiterhin, dass diejenigen, die auch bisher nur einen Maximalbetrag bezahlen müssen, dass auch weiterhin nur müssen.
Kannst Du mir das mal näher erklären? Das habe ich nicht verstanden... :( Was für einen "Maximalbetrag" denn? Wen würde das treffen?
Ausserdem wollen wir die vollkommen überflüssigen und teuren KAV... abschaffen.
KAV?
Aber leider haben die wenigsten sich die Mühe gemacht, sich mal anzuschauen, was wir erreichen wollen.
Nun, ich weiß zumindest, dass es Parteien gibt, die meine Interessen besser vertreten als die FDP, das reicht. ;)

mara
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vyper
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Beitrag von vyper »

Original von mara:
Original von Thies:
2. Senkung des Höchststeuersatzes: falsch. Senkung aller Steuersätze auf drei sehr einfache Sätze 15%, 25%, 35%
Klingt prima (Senkung des Höchststeuersatzes ist übrigens auch dabei :p), bedeutet aber ein riesiges Loch in der Steuerkasse. Womit soll das denn in einem total verschuldeten Land bitte gestopft werden?
Die Überlegung ist einfach: Durch Steigerung der Kaufkraft der Bevölkerung geht es der Wirtschaft in Deutschland wieder besser -> mehr Arbeitsplätze -> weniger Arbeitslose ud damit die Hauptbelastung der öffentlichen Kassen deutlich reduziert.
Wäre einen Versuch wert - vor allem der Punkt mit mehr Kaufkraft für die Bevölkerung gefällt mir :D
und Abschaffung fast aller Sonder-Abschreibungs-Rechte. Das trifft vor allem die "Reichen", die sich "intelligente" Lösungem vom teuer bezahlten Steuerberater ausdenken lassen.
...Davon abgesehen glaube ich aber nicht, dass durch die Streichung der Sonderabschreibungsrechte genug Geld zusammenkäme, um eine derartige Steuerreform zu finanzieren.
Wäre aber zumindest ein Anfang und würde endlich auch den Grad der Bürokratisierung senken. Das dadurch beim Finanzamt entlastete Personal könnte zum Teil für weitere Betriebsprüfungen eingestzt werden - lohnt sich finanziell für den Staat ungemein, da in der Regel jeder Betriebsprüfer mehr Geld "reinholt" als er im Jahr verdient.
3. Das Gesundheitswesen hat nichts mit den Steuern zu tun. Und die Selbstbeteiligung zu erhöhen, wird ein Muss werden. Wenn wir in Deutschland uns weiterhin die Vollkaskomentalität leisten, werden bald alle alles selbst bezahlen müssen.
Also, wir sind bei weitem nicht das "großzügigste" Land, was die gesundheitliche Versorgung angeht. Vielleicht wird oft Geld an falschen Stellen ausgegeben, zum Beispiel in der Verwaltung :rolleyes:, aber eh hier amerikanische Verhältnisse eintreten, reise ich lieber nach Schweden aus... :-/
So toll sind die Verhältnisse in den skandinavischen Ländern schon lange nicht mehr. Die haben nämlich ihr gesamtes Sozialwesen aufgrund ihrer hohen Leistungen völlig gegen die Wand gefahren. Die paradisischen Zustände von früher sind dort schon seid einigen Jahren nicht mehr zu finanzieren.
In England sieht es übrigens unter einer "roten" Regierung noch bei weitem schlimmer aus als in Deutschland - dort wird Krankenversorgung langsam zu einem Privileg der Reichen.
Und ausserdem wollen wir auch weiterhin, dass diejenigen, die auch bisher nur einen Maximalbetrag bezahlen müssen, dass auch weiterhin nur müssen.
Kannst Du mir das mal näher erklären? Das habe ich nicht verstanden... :( Was für einen "Maximalbetrag" denn? Wen würde das treffen?
Das heißt im Prinzip, dass man alle seine Rechnungen sammelt und sobald man eine bestimmte Summe an Zuzahlungen geleistet hat in dem Jahr keine Zuzahlungen mehr braucht.
Übrigens sind die von Dir angesprochenen BU- und EU-Rentner genauso von allen Zuzahlungen befreit wie jeder andere, dessen Einkommen eine gewisse Grenze unterschreitet (gesetzt den Fall ihr Einkommen tut dieses auch).
Ausserdem wollen wir die vollkommen überflüssigen und teuren KAV... abschaffen.
KAV?
Ich denke Frank meint die Kassenärztlichen Vereinigungen.
So durch diesen Post hab ich sehr viel über die Technik des Zitierens hier am Board gelernt :D .
Übrigens wähle ich nicht FDP, bedaure aber auch das Wahlergebnis.

Tot ziens
Vyper
Zuletzt geändert von vyper am Do 26.09.2002 - 08:31, insgesamt 1-mal geändert.
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stone
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Beitrag von stone »

Original von mara:
Original von Thies:
2. Senkung des Höchststeuersatzes: falsch. Senkung aller Steuersätze auf drei sehr einfache Sätze 15%, 25%, 35%
Klingt prima (Senkung des Höchststeuersatzes ist übrigens auch dabei :p), bedeutet aber ein riesiges Loch in der Steuerkasse. Womit soll das denn in einem total verschuldeten Land bitte gestopft werden?
und Abschaffung fast aller Sonder-Abschreibungs-Rechte. Das trifft vor allem die "Reichen", die sich "intelligente" Lösungem vom teuer bezahlten Steuerberater ausdenken lassen.
Da hast du allerdings Recht. ... Davon abgesehen glaube ich aber nicht, dass durch die Streichung der Sonderabschreibungsrechte genug Geld zusammenkäme, um eine derartige Steuerreform zu finanzieren.

Ein derartiger Weg wurde von anderen Staaten schon gewählt - mit Erfolg, der gewünschte Effekt trat tatsächlich ein.

Nun, ich weiß zumindest, dass es Parteien gibt, die meine Interessen besser vertreten als die FDP, das reicht. ;)
ZUmindest behaupten diese dann wohl, das zu tun - was sind Wahlversprechen denn tatsächlich noch Wert ????
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Ming_Liao
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Beitrag von Ming_Liao »

Tja, alles nicht so einfach! ;)

Wie schön sind doch Computerspiele, wo man einfach ausprobieren und im schlimmsten Fall neu laden kann. Im RL und insbesondere in der Politik funktioniert das leider nicht, zu dumm!
Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft. (Ludwig Anzengruber)
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mara
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Beitrag von mara »

Original von vyper:
Die Überlegung ist einfach: Durch Steigerung der Kaufkraft der Bevölkerung geht es der Wirtschaft in Deutschland wieder besser -> mehr Arbeitsplätze -> weniger Arbeitslose ud damit die Hauptbelastung der öffentlichen Kassen deutlich reduziert.
Wäre einen Versuch wert - vor allem der Punkt mit mehr Kaufkraft für die Bevölkerung gefällt mir :D
Wenn das alles sooo einfach wäre... Wenn die Weltwirtschaft am Boden ist, ist sie am Boden. Da kann man auch keine Arbeitsplätze aus irgendwelchen Hüten zaubern, die es nicht gibt. Solche "einfachen Rachnungen" erinnern mich immer an die Plausibilität eines Pyramidenspiels... :rolleyes: Abgesehen davon bleibt ja wohl die Frage, warum eine konservative Regierung unter günstigeren weltwirtschaftlichen Bedingungen noch mehr Arbeitslose hatte... :rolleyes:
Wäre aber zumindest ein Anfang und würde endlich auch den Grad der Bürokratisierung senken. Das dadurch beim Finanzamt entlastete Personal könnte zum Teil für weitere Betriebsprüfungen eingestzt werden - lohnt sich finanziell für den Staat ungemein, da in der Regel jeder Betriebsprüfer mehr Geld "reinholt" als er im Jahr verdient.
Ist das eigentlich beabsichtigt, dass Du ausgerechnet die Passagen aus meinem Post streichst, die Dir und Frank Recht geben? Damit Du mich auch schön in einem konsequent negativen Licht sehen kannst, oder wie? :rolleyes: Ich habe nichts gegen die Abschaffung der Sonderabschreibungsrechte und eine Vereinfachung des Steuersystems insgesamt (im Gegenteil). Ich fürchte eben nur, dass eine solche Umstellung auch schon sehr viel Geld verschlingen würde und insgesamt nicht genug dadurch "gewonnen" würde... Eine Reform ist sicher absolut notwendig, aber für den gesamten Staatsbetrieb sind kleine Schritte dabei günstiger als die Holzhammermethode. (allein die ganzen Gesetzestexte und Formulare, die geändert werden müssten, Beamte bräuchten eine komplett neue Ausbildung zu den veränderten Rechten, Umschulung zum Betriebsprüfer (wozu im Übrigen auch nicht jeder geeignet ist, es ist schließlich Außendienst - vergiss nicht, dass über Jahre hinweg körperlich Behinderte bevorzugt als Beamte eingestellt wurden... und eine 40kg-Frau wirkt als Betriebsprüferin vielleicht auch nicht unbedingt überzeugend...) usw.

So toll sind die Verhältnisse in den skandinavischen Ländern schon lange nicht mehr. Die haben nämlich ihr gesamtes Sozialwesen aufgrund ihrer hohen Leistungen völlig gegen die Wand gefahren. Die paradisischen Zustände von früher sind dort schon seid einigen Jahren nicht mehr zu finanzieren.
In England sieht es übrigens unter einer "roten" Regierung noch bei weitem schlimmer aus als in Deutschland - dort wird Krankenversorgung langsam zu einem Privileg der Reichen.
Ja, es ist sicherlich richtig, dass die skandinavischen Länder ebenso unter der Weltwirtschaftskrise leiden wie alle anderen. Trotzdem geht es dort immer noch sozialer zu als in den meisten andern Ländern. Was vor allem an einer anderen Grundeinstellung der Einwohner liegt. Schweden und Dänen sind zum Beispiel stolz auf ihr Sozialsystem und finden es selbstverständlich, dafür auch höhere Steuern zu zahlen, wenn sie genug verdienen. Großbritannien sehe ich keinesfalls als Vorbild... :-/
Das heißt im Prinzip, dass man alle seine Rechnungen sammelt und sobald man eine bestimmte Summe an Zuzahlungen geleistet hat in dem Jahr keine Zuzahlungen mehr braucht.
Achso, das ist gemeint, danke.
Übrigens sind die von Dir angesprochenen BU- und EU-Rentner genauso von allen Zuzahlungen befreit wie jeder andere, dessen Einkommen eine gewisse Grenze unterschreitet (gesetzt den Fall ihr Einkommen tut dieses auch).
Und wo ist die Garantie, dass das unter einer konservativen Regierung auch so bliebe? Wenn irgendwo was gestrichen werden soll, sind doch immer die "Kleinen" zuerst dran... :-/ (ich denke nur daran, dass die Kita-Gebühren weiter erhöht werden sollten - Vorschlag eines Berliner CDU-Politikers, um die Berliner Kassen zu füllen... :-/)
KAV?...

Ich denke Frank meint die Kassenärztlichen Vereinigungen.
Danke
Übrigens wähle ich nicht FDP, bedaure aber auch das Wahlergebnis.
Ich nicht! :p

mara
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Azurdrachen
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Beitrag von Azurdrachen »

Original von Thies:
Original von mara:
*lol* Möchte mal wissen, was alle an der FDP finden... Liegt das nun an Westerwelle oder was? Für mich ist die FDP mehr denn je nur eines: Die Partei der "Besserverdienenden", was sich auch ganz klar an den "Zielen" erkennen lässt: Senkung des Höchststeuersatzes (DAS nützt nur Großverdienern was!!!) Und wenn es um die Finanzierung geht, fällt denen nur die Erhöhung der Selbstbeteiligung im Gesundheitswesen ein, was vor allem diejenigen trifft, die sowieso schon finanzielle Probleme haben: Chronisch Kranke, BU- und EU-Rentner sowie ältere Leute... :(
Sorry Mara, dann weisst Du leider nicht wovon Dur redest.

1. Partei der Besserverdienenden stammt von der SPD, so haben wir uns nie genannt.

2. Senkung des Höchststeuersatzes: falsch. Senkung aller Steuersätze auf drei sehr einfache Sätze 15%, 25%, 35% und Abschaffung fast aller Sonder-Abschreibungs-Rechte. Das trifft vor allem die "Reichen", die sich "intelligente" Lösungem vom teuer bezahlten Steuerberater ausdenken lassen.

3. Das Gesundheitswesen hat nichts mit den Steuern zu tun. Und die Selbstbeteiligung zu erhöhen, wird ein Muss werden. Wenn wir in Deutschland uns weiterhin die Vollkaskomentalität leisten, werden bald alle alles selbst bezahlen müssen. Und ausserdem wollen wir auch weiterhin, dass diejenigen, die auch bisher nur einen Maximalbetrag bezahlen müssen, dass auch weiterhin nur müssen. Ausserdem wollen wir die vollkommen überflüssigen und teuren KAV... abschaffen.

Aber leider haben die wenigsten sich die Mühe gemacht, sich mal anzuschauen, was wir erreichen wollen.

Frank-Andre Thies
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Delta
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Beitrag von Delta »

Die FDP macht (meiner Meinung nach) seit über 15 Jahren (führer kann ich mich nicht erinnern) schlicht und ergreifend die schlechteste Öffentlichkeitsarbeit von allen. Da ist ja die PBC noch besser dabei.
Meiner Meinung nach hat die FDP schlicht und ergreifend kein Profil. Weder im Sinne von Führungspersönlichkeiten noch im Sinne von Programm.

In jedem Lehrbuch für Marketing steht: Du musst einzigartig sein und dich von deinen Gegnern abheben! Du musst eine Eigenschaft haben, die sonst keiner hat. Die anderen Parteien schaffen das größtenteils:

SPD - sozial
Grüne - Umwelt und Frauen
CDU/CSU - christliche Werte, konservativ, gemäßigt rechts
DVU - ultra rechts, Faschismus
PDS - ultra links, Kommunismus
PBC - die Bibel
Schill-Partei - Sicherheit

und die FDP ?????
Da fällt mir echt nix zu ein. Und von der FDP hat man auch im ganzen Wahlkampf nix gehört außer Möllemann und Westerwelle. Nix vom Programm. Sowas kommt nicht an.

Das ist meine Meinung zum Wahlergebnis der FDP. Die sollten sich mal einen Marketing-Strategen zulegen.
(Vielleicht ist das mal ein Verbesserungsvorschlag, Frank?)

Gruss
Anni
Zuletzt geändert von Delta am Do 26.09.2002 - 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
Carpe diem...
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Linny88
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Beitrag von Linny88 »

Die PBC hat in Herne mehr Wahlkampf betrieben als SPD und CDU zusammen ,aber erfolglos, vielleicht hat die Stimmenzahl wenigstens die Unkosten gedeckt.
Grüße @all 8)

:) - Linny - :)

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vyper
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Beitrag von vyper »

Original von mara:

Wenn das alles sooo einfach wäre... Wenn die Weltwirtschaft am Boden ist, ist sie am Boden. Da kann man auch keine Arbeitsplätze aus irgendwelchen Hüten zaubern, die es nicht gibt. Solche "einfachen Rachnungen" erinnern mich immer an die Plausibilität eines Pyramidenspiels... :rolleyes: Abgesehen davon bleibt ja wohl die Frage, warum eine konservative Regierung unter günstigeren weltwirtschaftlichen Bedingungen noch mehr Arbeitslose hatte... :rolleyes:
Hallo Mara,

zunächst einmal ein paar Zahlen (Arbeistlosenzahlen, jeweils Ende August):
1998: 4.095.432
2000: 3.780.671
2002: 4.018.194

Die Zahl der Arbeitslosen ist also von Anfang der Regierung Schröder bis heute in etwa konstant geblieben. Die Zahl von 1998 kann mit Sicherheit nicht als Werbung für die Politik der Regierung Kohl dienen. In der Tat waren zu dieser Zeit die weltwirtschaftlichen Bedingungen besser als heute.
Richtig ist auch, dass die Zahl 1998 größer als 2002 ist. Von einer niedrigeren Arbeitslosenzahl würde ich auf diesem Niveau aber beim besten Willen nicht sprechen. Ein Grund für die hohe Zahl 1998 (und auch 2002) ist die Wiedervereinigung Deutschlands. Einer der größten Fehler der Kohl-Regierung war ein Unterschätzen der Schwierigkeiten die die (Gott sei Dank erfolgte) Wiedervereinigung mit sich brachte. Trotz guter Weltwirtschaftslage waren die Arbeitsmarktzahlen in Deutschland katastrophal.
Auf das Versprechen Schröders die Zahl bis 2002 zu halbieren möchte ich hier nicht eingehen - dies gehört für mich in die Kategorie Wahlversprechen (hier erzählen leider alle Parteien ausreichenden Mist).
Erschreckend finde ich eher die 2000 Zahl. Trotz gutr bis brillianter Weltwirtschaftslage ist es der Regierung-Schröder nicht gelungen in den guten Jahren die Arbeitslosenzahl signifikant zu verringern. Das die Zahl jetzt wieder höher ist, liegt mit Sicherheit an der Weltwirtschaftslage, aber das Niveau von dem der erneute Anstieg begann war viel zu hoch.
Ich hoffe (und wünsche), dass er die nächsten 4 Jahre glücklicher agieren wird
Ist das eigentlich beabsichtigt, dass Du ausgerechnet die Passagen aus meinem Post streichst, die Dir und Frank Recht geben? Damit Du mich auch schön in einem konsequent negativen Licht sehen kannst, oder wie? :rolleyes:
Natürlich, denn ich bin ein mieses kleines Schwein :rotate: ;D
:rotate:

Im Ernst, wenn Du das so verstanden hast tut es mir leid und ich entschuldige mich bei Dir. Das lag mi Sicherheit nicht in meiner Absicht - ich fand meinen Post so schon unübersichtlich genug und wollte so viel wie möglich rausschneiden. Da wir in dem Punkt übereinstimmten und ich nichts dazu sagte, hab ich den Teil eben gestrichen (Tue ich übrigens grad wieder :D).
Eine Reform ist sicher absolut notwendig, aber für den gesamten Staatsbetrieb sind kleine Schritte dabei günstiger als die Holzhammermethode. (allein die ganzen Gesetzestexte und Formulare, die geändert werden müssten, Beamte bräuchten eine komplett neue Ausbildung zu den veränderten Rechten, Umschulung zum Betriebsprüfer (wozu im Übrigen auch nicht jeder geeignet ist, es ist schließlich Außendienst - vergiss nicht, dass über Jahre hinweg körperlich Behinderte bevorzugt als Beamte eingestellt wurden... und eine 40kg-Frau wirkt als Betriebsprüferin vielleicht auch nicht unbedingt überzeugend...) usw.
Hey, so unflexibel sind wir Beamte gar nicht :p .
Außerdem eine meiner Schwestern Betriebsprüferin und fällt in etwa in die genannte Gewichtsklasse - ich möchte mich nicht mit ihr anlegen :D .
Außerdem hab ich nicht gesagt, dass es einfach ist.

Ja, es ist sicherlich richtig, dass die skandinavischen Länder ebenso unter der Weltwirtschaftskrise leiden wie alle anderen. Trotzdem geht es dort immer noch sozialer zu als in den meisten andern Ländern. Was vor allem an einer anderen Grundeinstellung der Einwohner liegt. Schweden und Dänen sind zum Beispiel stolz auf ihr Sozialsystem und finden es selbstverständlich, dafür auch höhere Steuern zu zahlen, wenn sie genug verdienen. Großbritannien sehe ich keinesfalls als Vorbild... :-/
Was ist dann daran verwerflich mehr Eigenanteil zu zahlen, wenn man mehr verdient?
Unser Sozialsystem ist durch Ausnutzung unterminiert worden. Sehr viele Leistungen sind in der bisherigen Form nicht finanzierbar - hier ist mit Sicherheit auch der Fortschritt der Wissenschaft ein gewaltiges Problem. Immer neuere Behandlungsmethoden (vor allem in der "Geräte-Medizin") werden in Zukunft den Kassen das Genick brechen wenn es beim bisherigen System bleibt (wäre aber etwas zu lang, das hier näher auszuführen).
Und wo ist die Garantie, dass das unter einer konservativen Regierung auch so bliebe? Wenn irgendwo was gestrichen werden soll, sind doch immer die "Kleinen" zuerst dran... :-/ (ich denke nur daran, dass die Kita-Gebühren weiter erhöht werden sollten - Vorschlag eines Berliner CDU-Politikers, um die Berliner Kassen zu füllen... :-/)
Welche Garantien gibt es in der Politik?
Hättest Du zu Schillis Zeiten als Grüner mit seiner jetzigen Politik gerechnet?
Hättest Du damit gerechnet dass ein grüner Außenminister den ersten Deutschen Kriegseinsatz im Ausland nach dem 2. Weltkrieg befürwortet?
Ich weis, die Beispiele sind unfair, aber die reale Welt zwingt eben auch Politiker manchmal zu Entscheidungen, die sie sich höchstwahrscheinlich nicht gewünscht haben.
Zu dem Vorschlag des Berliner CDU-Politikers bezüglich Kita-Gebühren (Kindertagesstätten ??) kann ich nicht viel sagen. Generell sind aber Vorschläge eines einzelnen Politikers nicht immer mit der Meinung der Partei gleichzusetzten. Bei einer großen Volkspartei (wie es CDU/CSU und SPD sind) wäre eine komplett identische Meinung aller Mitglieder eh irgendwie beängstigend - denkst Du nicht?
Meine Meinung zu Kita-Gebühren: Für Alleinerziehende möglichst kostenlos, Doppelverdiener die das Geld wirklich brauchen kostenlos bis möglichst billig, Juppie-Ehepaar mit Spitzeneinkommen so teuer wie möglich. Prinzipiell gilt für mich, dass Kinder nach Möglichkeit nicht in Kita's abgeschoben werden sollten (gilt alles nicht bei Alleinerziehenden, die haben meinen vollen Respekt!!). Bevor ich jetzt alle frauen an Board gegen mich aufbringe - ich könnte mir auch die Rolle als Hausmann vorstellen - wer sich um die Kinder kümmert (Frau oder Mann) ist völlig gleich. Wer dies aber aus reinen Luxusgründen (3. Urlaub, 5. Handy) nicht will, der soll auch zahlen, damit die, die es wirklich nötig haben möglichst nicht zu zahlen brauchen.

Ich nicht! :p
Wirklich nicht? Ich hätte gewettet, Du hättest auch ein klareres Ergebnis gewünscht. :))

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SirCaneghem
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Beitrag von SirCaneghem »

Ich enthalte mich diesem Thema ein wenig.Ich bin von einer Partei am meisten überzeugt, deshalb kann ich nicht alles in diesem Tread teilen, da einiges sowieso unwichtig oder gar aus den Fingern erdichtet ist.Trotzdem hat jeder seine Meinung. Vor der Wahl hab ich mit vielen Leuten disskutiert(über Politik), da konnte ich mich schon erhängen. Deshalb fange ich hier nicht auch noch an, da das zu nichts führt.

BSP:
Person a:CDU-Wähler-versessen
Person b:SPD-Wähler-versessen
Disskusion:jeder hält zu seiner Partei
Folge:streit und Unzufriedenheit
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vyper
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Beitrag von vyper »

Hi SirCaneghem,

ich glaub Du siehst das zu negativ. Selbstverständlich kann man in solchen Diskussionen nie jemanden direkt überzeugen - aber dies ist wohl bei keiner grundlegenden Diskusion der Fall. Für mich ist es sehr wichtig, dass man über solche Dinge diskutieren kann ohne sich zu streiten.
Ich war mehrere Jahre für eine Partei aktiv. Durch meine Arbeit in verschiedenen Ausschüssen hatte ich immer Kontakt zu Mitgliedern anderer Parteien. Mit einigen Vertretern aller Parteien habe ich trotz heftigster Meinungsverschiedenheiten öfters nach der Sitzung ein Bier getrunken und mich bestens unterhalten.
Bei aller Diskussion sollte man dem Gegenüber nie den Willen absprechen sein bestes zu geben - wenn einen dies nicht überzeugt ist das die eine Sache - Streit sollte es aber trotzdem nicht geben.

Tot ziens
Vyper
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Linny88
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Beitrag von Linny88 »

Die Wirtschaft in Deutschland ist auch von der Weltwirtschaft abhängig und da gab es einen gewissen 11. September, der dem Welthandel großen Schaden zufügte. Ein Alibi für Schröder, auf dem er sich nicht ausruhen darf.
Grüße @all 8)

:) - Linny - :)

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Moa_Dyb
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Beitrag von Moa_Dyb »

@Linny88

Hättest Du die Beiträge vor Dir tatsächlich gelesen, hättest Du bemerkt, daß dieses Argument bereits angeführt wurde.

Edit: Um Missverständnisse zu vermeiden:
Ich meinte das Argument, daß die deutsche Wirtschaft nicht unabhängig ist von der Weltwirtschaft .

@all
Sorry, daß ich mich nur melde, weil ich etwas zu meckern habe, aber ich lese diese Diskussion gerne mit, auch um etwas zu lernen. Und mich stören Kommentare von Leuten die einfach nur ihre Postings mehren wollen in solchen Threads.
Ich selber fühle mich nicht qualifiziert hier mitzudiskutieren. Ich halte es mit Dieter Nuhr:

"Das ist früher in der Demokratie falsch verstanden worden. Man DARF zu jedem Thema seine Meinung äußern, man MUSS es nicht. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten! Wäre mir sehr wichtig, daß sich das mal rumspricht!"

Es grüßt,
Moa Dyb
Zuletzt geändert von Moa_Dyb am Do 26.09.2002 - 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
Manchmal ist weniger mehr...
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mara
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Beitrag von mara »

Original von vyper:
Wirklich nicht? Ich hätte gewettet, Du hättest auch ein klareres Ergebnis gewünscht. :))
*g* Nun ja, "gewünscht" vielleicht schon. Damit "gerechnet" - nicht wirklich. Bin ja auch nicht blind und weiß, dass in den letzten 4 Jahren ne Menge schiefgelaufen ist. Daher war ich mir auch bewusst, dass diese Wahl seeehr knapp werden wird. So gesehen ist die Rot-Grüne Regierung nochmal mit einem verdammt blauen Auge davongekommen... Ich hoffe aber ganz doll, dass die nächsten 4 Jahre besser werden, so dass auch der letzte Skeptiker irgendwann einsehen "muss", dass sozial gerechte und ökologische Politik in einem Land wie Deutschland möglich, und vor allem, dass sie auch GUT ist... ;) :p

Übrigens: Bevor ich Mama geworden und nach Berlin gezogen bin, war ich auch einige Jahre in der Kommunalpolitik tätig (als Stadtverordnete). Das mit dem "Bierchen" nach der Sitzung kann ich nur bestätigen. :D Wenn es auch in meinem Fall eher ein Glas Rotwein war... :))

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Ein_Yak
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Beitrag von Ein_Yak »

Original von vyper:
Was ist dann daran verwerflich mehr Eigenanteil zu zahlen, wenn man mehr verdient?
Unser Sozialsystem ist durch Ausnutzung unterminiert worden. Sehr viele Leistungen sind in der bisherigen Form nicht finanzierbar - hier ist mit Sicherheit auch der Fortschritt der Wissenschaft ein gewaltiges Problem. Immer neuere Behandlungsmethoden (vor allem in der "Geräte-Medizin") werden in Zukunft den Kassen das Genick brechen wenn es beim bisherigen System bleibt (wäre aber etwas zu lang, das hier näher auszuführen).
Hey Mädels!

@ vyper:

Ach ja - "die Sozialschmarotzer"... Wir hören das bei dem Thema Steuern. Wir hören das bei dem Thema Krankenversicherung. Wir hören das bei dem Thema Rente. Was soll das eigentlich? Es geht hierbei nicht darum, einen demographischen Faktor zu verneinen (Alterung der Gesellschaft) und grundsätzlich auszuschließen, daß jemand das Sozialsystem mißbrauchen würde. Und jetzt kommt das Aber: Aber ist den schon 'mal jemand auf den Trichter gekommen, daß Renten und Krankenkassenbeiträge und Beiträge zur Arbeitslosenversicherung steigen, weil WENIGER Menschen in diese Systeme einzahlen?????????????
Die Arbeitslosigkeit von rund 4 Mio. + Frührentner + Menschen in Berufsvorbereitung und beruflicher Fortbildung + ABM + SAM + "neue Selbständigkeit" in "Ich AGs" bedeutet nicht nur erhöhte Kosten für die Arbeitsverwaltung, sondern auch fehlendes Geld in den anderen Sozialkassen.
Und wenn ich das höre/lese, der Eigenanteil sei zu niedrig, dann platzt mir der Kragen, denn egal, ob ich pro Monat 1000 Euro oder 3000 Euro verdiene, solange ich gesetzlich versichert bin, zahle ich z. B. ca. 14 % für die Krankenversicherung. Von jedem Einkommen - sofern gesetzlich versichert - geht mindestens 1/3 in die Sozialversicherungssysteme. Das ist doch ein ganz gewaltiger Eigenanteil. Und bei Medikamenten und Zahnersatz zahlen wir noch dazu!!!! Wie hoch soll denn der stärkere Eigenanteil gehen bzw. wohin noch???

Drehen wir das ganze einfach um: Hat sich denn jemand einmal bemüht, auszurechnen, in welcher Verfassung sich die Sozialkassen befänden, wenn wir nur 500000 Arbeitslose (incl. aller verdeckten Nichterwerbstätigen) hätten und die Arbeitenden (mich sträubt es, den Begriff "Arbeitnehmer" zu verwenden) ein vernünftiges Einkommen zur Verfügung hätten?
Zuletzt geändert von Ein_Yak am Do 26.09.2002 - 20:29, insgesamt 2-mal geändert.
PS: Entspannt bleiben!

Ihr könnt die Mega-Hits der 20er, 30er, 40er, 50er, 60er, 70er, 80er, 90er und von heute im supertollstenbesten Mix nicht mehr ertragen?! Habt Ihr Lust auf Freies Radio in Eurer Nähe?!
salonga
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Beiträge: 86
Registriert: So 22.09.2002 - 23:26

Beitrag von salonga »

Original von Azurdragon ( Mirko ):
Hm, aber so denken viele! Und ich muß sagen, ich finde das auch nicht so ganz prickelnd mit dem Schuldenerlaß und bei uns steigt der Schuldenberg! Aber wie gesagt ich lasse mich überraschen, mal sehen was rauskommt!
@ Azurdragon!

Es ist wohl mehr als richtig, den Ärmsten der Armen ihre Schulden zu erlassen, insbesondere wenn man bedenkt, wer für ihre Armut mitverantwortlich ist.

Darüberhinaus stellt sich die Frage, inwieweit sich unser Schuldenberg denn auf den einzelnen Bürger auswirkt. Bei uns geht´s doch - im Gegensatz zu den Ländern der Dritten Welt - gar nicht darum, wer Hunger oder Durst leiden muss, sondern bloss darum, wer seinen ohnehin schon vollgestopften Rachen nicht voll genug bekommen kann.

Darüberhinaus hat unser Schuldenberg andere Ursachen als die Gelder für die Entwicklungshilfe in den Ländern der Dritten Welt!

Salonga
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Linny88
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Beitrag von Linny88 »

Das Geld der Regierungen floss an die Regierungen und Industrien der Dritten Welt. Den armen Menschen helfen die Hilfsorganisationen, auch davon gibt es staatliche,aber nicht die
Regierung selbst.
Grüße @all 8)

:) - Linny - :)

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Delta
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Beitrag von Delta »

Original von Ein_Yak:
Drehen wir das ganze einfach um: Hat sich denn jemand einmal bemüht, auszurechnen, in welcher Verfassung sich die Sozialkassen befänden, wenn wir nur 500000 Arbeitslose (incl. aller verdeckten Nichterwerbstätigen) hätten und die Arbeitenden (mich sträubt es, den Begriff "Arbeitnehmer" zu verwenden) ein vernünftiges Einkommen zur Verfügung hätten?
Jo, dann sähe es in den Sozialkassen besser aus, das Problem ist doch lediglich: Die Arbeit ist nicht da.
Selbst wenn man alle freien Stellen nimmt, reicht das nicht. Und in einer fortgeschrittenen Gesellschaft wie unserer ist eine gewissen Berufsvorbereitung einfach nötig.
Abgesehen davon ist doch zumindest die Rentenversicherung auf diese Art und Weise einfach nicht mehr finanzierbar. Die Bevölkerungsstruktur ändert sich einfach. Daran müssen die Rentenversicherungssysteme angepaßt werden. Die staatliche Rente ist nicht mehr zeitgemäß, da sie davon lebt, dass mehr Leute einzahlen als Rente beziehen. Das funktioniert nur dann, wenn wir nicht mehr so alt werden und mehr Kinder haben.
Nun wollen aber alle Leute, die gesund sind noch Leben im Alter und mehr Kinder verkraftet die Erde langsam nicht mehr. Ergo muss sich am System was tun, denke ich.
In Amerika (die prinzipiell ein ziemlich mieses Sozialsystem haben, nur zur Anmerkung) ist die Vorsorge für die Rente fast komplett privat. Warum nicht auch hier? Dann zahlt man die Beiträge, die man zahlen möchte in eine private Vorsorge und die können damit wirtschaften und ermöglichen uns später die Rente.
Fände ich sinnvoller.

Gruss
Anni

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Linny88
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Beitrag von Linny88 »

Wenn man seinen Beitrah selbst aussuchen darf, muss es eine Mondestsumme geben, sonst würde kaum einer mehr zahlen ,er würde das Geld auf die hohe Kante legen und sich selbst vorbehalten. Und jetzt sagt nicht, dass das gut wäre.
Grüße @all 8)

:) - Linny - :)

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