Haarspalter, HaarspalterOriginal von stone:Ich will ja kein Haarspalter sein - aber 1998 wurde Schröder Kanzler ....
und
Moderatoren: Thies, mara, Gandalf, Tantalusss, Mighty

Hat aber vielleicht seine Gründe...Original von Thies:
Sorry Mara, dann weisst Du leider nicht wovon Dur redest.
1. Partei der Besserverdienenden stammt von der SPD, so haben wir uns nie genannt.
Klingt prima (Senkung des Höchststeuersatzes ist übrigens auch dabei :p), bedeutet aber ein riesiges Loch in der Steuerkasse. Womit soll das denn in einem total verschuldeten Land bitte gestopft werden?2. Senkung des Höchststeuersatzes: falsch. Senkung aller Steuersätze auf drei sehr einfache Sätze 15%, 25%, 35%
Da hast du allerdings Recht. Da ich auch mal in einem Finanzamt gearbeitet habe, weiß ich, was da gelaufen ist. Schon kleine Unternehmer (Kneipenbesitzer, Vermieter...) wurden äußerst großzügig behandelt. Kaum etwas musste nachgewiesen werden und an Betriebsprüfung dachte man nur, wenn die Bilanzen über Jahre hinweg weit von den "Regelsätzen" abwichen, während bei der Lohnsteuer jeder Beleg hinterfragt wurde und die Karte "abgerädelt", ob der Arbeitsweg denn nun wirklich 4 km lang ist oder doch nur 3,5. Ich habe diese unerträgliche Ungerechtigkeit den "kleinen Leuten" gegenüber nicht ausgehalten und deswegen meine damalige Ausbildung abgebrochen...und Abschaffung fast aller Sonder-Abschreibungs-Rechte. Das trifft vor allem die "Reichen", die sich "intelligente" Lösungem vom teuer bezahlten Steuerberater ausdenken lassen.
Also, wir sind bei weitem nicht das "großzügigste" Land, was die gesundheitliche Versorgung angeht. Vielleicht wird oft Geld an falschen Stellen ausgegeben, zum Beispiel in der Verwaltung3. Das Gesundheitswesen hat nichts mit den Steuern zu tun. Und die Selbstbeteiligung zu erhöhen, wird ein Muss werden. Wenn wir in Deutschland uns weiterhin die Vollkaskomentalität leisten, werden bald alle alles selbst bezahlen müssen.
Kannst Du mir das mal näher erklären? Das habe ich nicht verstanden...Und ausserdem wollen wir auch weiterhin, dass diejenigen, die auch bisher nur einen Maximalbetrag bezahlen müssen, dass auch weiterhin nur müssen.
KAV?Ausserdem wollen wir die vollkommen überflüssigen und teuren KAV... abschaffen.
Nun, ich weiß zumindest, dass es Parteien gibt, die meine Interessen besser vertreten als die FDP, das reicht.Aber leider haben die wenigsten sich die Mühe gemacht, sich mal anzuschauen, was wir erreichen wollen.
So durch diesen Post hab ich sehr viel über die Technik des Zitierens hier am Board gelerntOriginal von mara:Die Überlegung ist einfach: Durch Steigerung der Kaufkraft der Bevölkerung geht es der Wirtschaft in Deutschland wieder besser -> mehr Arbeitsplätze -> weniger Arbeitslose ud damit die Hauptbelastung der öffentlichen Kassen deutlich reduziert.Original von Thies:Klingt prima (Senkung des Höchststeuersatzes ist übrigens auch dabei :p), bedeutet aber ein riesiges Loch in der Steuerkasse. Womit soll das denn in einem total verschuldeten Land bitte gestopft werden?2. Senkung des Höchststeuersatzes: falsch. Senkung aller Steuersätze auf drei sehr einfache Sätze 15%, 25%, 35%
Wäre einen Versuch wert - vor allem der Punkt mit mehr Kaufkraft für die Bevölkerung gefällt mir![]()
Wäre aber zumindest ein Anfang und würde endlich auch den Grad der Bürokratisierung senken. Das dadurch beim Finanzamt entlastete Personal könnte zum Teil für weitere Betriebsprüfungen eingestzt werden - lohnt sich finanziell für den Staat ungemein, da in der Regel jeder Betriebsprüfer mehr Geld "reinholt" als er im Jahr verdient....Davon abgesehen glaube ich aber nicht, dass durch die Streichung der Sonderabschreibungsrechte genug Geld zusammenkäme, um eine derartige Steuerreform zu finanzieren.und Abschaffung fast aller Sonder-Abschreibungs-Rechte. Das trifft vor allem die "Reichen", die sich "intelligente" Lösungem vom teuer bezahlten Steuerberater ausdenken lassen.
So toll sind die Verhältnisse in den skandinavischen Ländern schon lange nicht mehr. Die haben nämlich ihr gesamtes Sozialwesen aufgrund ihrer hohen Leistungen völlig gegen die Wand gefahren. Die paradisischen Zustände von früher sind dort schon seid einigen Jahren nicht mehr zu finanzieren.Also, wir sind bei weitem nicht das "großzügigste" Land, was die gesundheitliche Versorgung angeht. Vielleicht wird oft Geld an falschen Stellen ausgegeben, zum Beispiel in der Verwaltung3. Das Gesundheitswesen hat nichts mit den Steuern zu tun. Und die Selbstbeteiligung zu erhöhen, wird ein Muss werden. Wenn wir in Deutschland uns weiterhin die Vollkaskomentalität leisten, werden bald alle alles selbst bezahlen müssen., aber eh hier amerikanische Verhältnisse eintreten, reise ich lieber nach Schweden aus... :-/
In England sieht es übrigens unter einer "roten" Regierung noch bei weitem schlimmer aus als in Deutschland - dort wird Krankenversorgung langsam zu einem Privileg der Reichen.
Das heißt im Prinzip, dass man alle seine Rechnungen sammelt und sobald man eine bestimmte Summe an Zuzahlungen geleistet hat in dem Jahr keine Zuzahlungen mehr braucht.Kannst Du mir das mal näher erklären? Das habe ich nicht verstanden...Und ausserdem wollen wir auch weiterhin, dass diejenigen, die auch bisher nur einen Maximalbetrag bezahlen müssen, dass auch weiterhin nur müssen.Was für einen "Maximalbetrag" denn? Wen würde das treffen?
Übrigens sind die von Dir angesprochenen BU- und EU-Rentner genauso von allen Zuzahlungen befreit wie jeder andere, dessen Einkommen eine gewisse Grenze unterschreitet (gesetzt den Fall ihr Einkommen tut dieses auch).
Ich denke Frank meint die Kassenärztlichen Vereinigungen.KAV?Ausserdem wollen wir die vollkommen überflüssigen und teuren KAV... abschaffen.

ZUmindest behaupten diese dann wohl, das zu tun - was sind Wahlversprechen denn tatsächlich noch Wert ????Original von mara:Klingt prima (Senkung des Höchststeuersatzes ist übrigens auch dabei :p), bedeutet aber ein riesiges Loch in der Steuerkasse. Womit soll das denn in einem total verschuldeten Land bitte gestopft werden?Original von Thies:
2. Senkung des Höchststeuersatzes: falsch. Senkung aller Steuersätze auf drei sehr einfache Sätze 15%, 25%, 35%
Da hast du allerdings Recht. ... Davon abgesehen glaube ich aber nicht, dass durch die Streichung der Sonderabschreibungsrechte genug Geld zusammenkäme, um eine derartige Steuerreform zu finanzieren.und Abschaffung fast aller Sonder-Abschreibungs-Rechte. Das trifft vor allem die "Reichen", die sich "intelligente" Lösungem vom teuer bezahlten Steuerberater ausdenken lassen.
Ein derartiger Weg wurde von anderen Staaten schon gewählt - mit Erfolg, der gewünschte Effekt trat tatsächlich ein.
Nun, ich weiß zumindest, dass es Parteien gibt, die meine Interessen besser vertreten als die FDP, das reicht.


Wenn das alles sooo einfach wäre... Wenn die Weltwirtschaft am Boden ist, ist sie am Boden. Da kann man auch keine Arbeitsplätze aus irgendwelchen Hüten zaubern, die es nicht gibt. Solche "einfachen Rachnungen" erinnern mich immer an die Plausibilität eines Pyramidenspiels...Original von vyper:
Die Überlegung ist einfach: Durch Steigerung der Kaufkraft der Bevölkerung geht es der Wirtschaft in Deutschland wieder besser -> mehr Arbeitsplätze -> weniger Arbeitslose ud damit die Hauptbelastung der öffentlichen Kassen deutlich reduziert.
Wäre einen Versuch wert - vor allem der Punkt mit mehr Kaufkraft für die Bevölkerung gefällt mir![]()
Ist das eigentlich beabsichtigt, dass Du ausgerechnet die Passagen aus meinem Post streichst, die Dir und Frank Recht geben? Damit Du mich auch schön in einem konsequent negativen Licht sehen kannst, oder wie?Wäre aber zumindest ein Anfang und würde endlich auch den Grad der Bürokratisierung senken. Das dadurch beim Finanzamt entlastete Personal könnte zum Teil für weitere Betriebsprüfungen eingestzt werden - lohnt sich finanziell für den Staat ungemein, da in der Regel jeder Betriebsprüfer mehr Geld "reinholt" als er im Jahr verdient.
Ja, es ist sicherlich richtig, dass die skandinavischen Länder ebenso unter der Weltwirtschaftskrise leiden wie alle anderen. Trotzdem geht es dort immer noch sozialer zu als in den meisten andern Ländern. Was vor allem an einer anderen Grundeinstellung der Einwohner liegt. Schweden und Dänen sind zum Beispiel stolz auf ihr Sozialsystem und finden es selbstverständlich, dafür auch höhere Steuern zu zahlen, wenn sie genug verdienen. Großbritannien sehe ich keinesfalls als Vorbild... :-/So toll sind die Verhältnisse in den skandinavischen Ländern schon lange nicht mehr. Die haben nämlich ihr gesamtes Sozialwesen aufgrund ihrer hohen Leistungen völlig gegen die Wand gefahren. Die paradisischen Zustände von früher sind dort schon seid einigen Jahren nicht mehr zu finanzieren.
In England sieht es übrigens unter einer "roten" Regierung noch bei weitem schlimmer aus als in Deutschland - dort wird Krankenversorgung langsam zu einem Privileg der Reichen.
Achso, das ist gemeint, danke.Das heißt im Prinzip, dass man alle seine Rechnungen sammelt und sobald man eine bestimmte Summe an Zuzahlungen geleistet hat in dem Jahr keine Zuzahlungen mehr braucht.
Und wo ist die Garantie, dass das unter einer konservativen Regierung auch so bliebe? Wenn irgendwo was gestrichen werden soll, sind doch immer die "Kleinen" zuerst dran... :-/ (ich denke nur daran, dass die Kita-Gebühren weiter erhöht werden sollten - Vorschlag eines Berliner CDU-Politikers, um die Berliner Kassen zu füllen... :-/)Übrigens sind die von Dir angesprochenen BU- und EU-Rentner genauso von allen Zuzahlungen befreit wie jeder andere, dessen Einkommen eine gewisse Grenze unterschreitet (gesetzt den Fall ihr Einkommen tut dieses auch).
DankeKAV?...
Ich denke Frank meint die Kassenärztlichen Vereinigungen.
Ich nicht! :pÜbrigens wähle ich nicht FDP, bedaure aber auch das Wahlergebnis.

Sorry Mara, dann weisst Du leider nicht wovon Dur redest.Original von Thies:Original von mara:
*lol* Möchte mal wissen, was alle an der FDP finden... Liegt das nun an Westerwelle oder was? Für mich ist die FDP mehr denn je nur eines: Die Partei der "Besserverdienenden", was sich auch ganz klar an den "Zielen" erkennen lässt: Senkung des Höchststeuersatzes (DAS nützt nur Großverdienern was!!!) Und wenn es um die Finanzierung geht, fällt denen nur die Erhöhung der Selbstbeteiligung im Gesundheitswesen ein, was vor allem diejenigen trifft, die sowieso schon finanzielle Probleme haben: Chronisch Kranke, BU- und EU-Rentner sowie ältere Leute...![]()


Hallo Mara,Original von mara:
Wenn das alles sooo einfach wäre... Wenn die Weltwirtschaft am Boden ist, ist sie am Boden. Da kann man auch keine Arbeitsplätze aus irgendwelchen Hüten zaubern, die es nicht gibt. Solche "einfachen Rachnungen" erinnern mich immer an die Plausibilität eines Pyramidenspiels...Abgesehen davon bleibt ja wohl die Frage, warum eine konservative Regierung unter günstigeren weltwirtschaftlichen Bedingungen noch mehr Arbeitslose hatte...
![]()
Natürlich, denn ich bin ein mieses kleines SchweinIst das eigentlich beabsichtigt, dass Du ausgerechnet die Passagen aus meinem Post streichst, die Dir und Frank Recht geben? Damit Du mich auch schön in einem konsequent negativen Licht sehen kannst, oder wie?![]()
Hey, so unflexibel sind wir Beamte gar nicht :p .Eine Reform ist sicher absolut notwendig, aber für den gesamten Staatsbetrieb sind kleine Schritte dabei günstiger als die Holzhammermethode. (allein die ganzen Gesetzestexte und Formulare, die geändert werden müssten, Beamte bräuchten eine komplett neue Ausbildung zu den veränderten Rechten, Umschulung zum Betriebsprüfer (wozu im Übrigen auch nicht jeder geeignet ist, es ist schließlich Außendienst - vergiss nicht, dass über Jahre hinweg körperlich Behinderte bevorzugt als Beamte eingestellt wurden... und eine 40kg-Frau wirkt als Betriebsprüferin vielleicht auch nicht unbedingt überzeugend...) usw.
Was ist dann daran verwerflich mehr Eigenanteil zu zahlen, wenn man mehr verdient?Ja, es ist sicherlich richtig, dass die skandinavischen Länder ebenso unter der Weltwirtschaftskrise leiden wie alle anderen. Trotzdem geht es dort immer noch sozialer zu als in den meisten andern Ländern. Was vor allem an einer anderen Grundeinstellung der Einwohner liegt. Schweden und Dänen sind zum Beispiel stolz auf ihr Sozialsystem und finden es selbstverständlich, dafür auch höhere Steuern zu zahlen, wenn sie genug verdienen. Großbritannien sehe ich keinesfalls als Vorbild... :-/
Welche Garantien gibt es in der Politik?Und wo ist die Garantie, dass das unter einer konservativen Regierung auch so bliebe? Wenn irgendwo was gestrichen werden soll, sind doch immer die "Kleinen" zuerst dran... :-/ (ich denke nur daran, dass die Kita-Gebühren weiter erhöht werden sollten - Vorschlag eines Berliner CDU-Politikers, um die Berliner Kassen zu füllen... :-/)
Wirklich nicht? Ich hätte gewettet, Du hättest auch ein klareres Ergebnis gewünscht.
Ich nicht! :p


*g* Nun ja, "gewünscht" vielleicht schon. Damit "gerechnet" - nicht wirklich. Bin ja auch nicht blind und weiß, dass in den letzten 4 Jahren ne Menge schiefgelaufen ist. Daher war ich mir auch bewusst, dass diese Wahl seeehr knapp werden wird. So gesehen ist die Rot-Grüne Regierung nochmal mit einem verdammt blauen Auge davongekommen... Ich hoffe aber ganz doll, dass die nächsten 4 Jahre besser werden, so dass auch der letzte Skeptiker irgendwann einsehen "muss", dass sozial gerechte und ökologische Politik in einem Land wie Deutschland möglich, und vor allem, dass sie auch GUT ist...Original von vyper:
Wirklich nicht? Ich hätte gewettet, Du hättest auch ein klareres Ergebnis gewünscht.![]()
Hey Mädels!Original von vyper:
Was ist dann daran verwerflich mehr Eigenanteil zu zahlen, wenn man mehr verdient?
Unser Sozialsystem ist durch Ausnutzung unterminiert worden. Sehr viele Leistungen sind in der bisherigen Form nicht finanzierbar - hier ist mit Sicherheit auch der Fortschritt der Wissenschaft ein gewaltiges Problem. Immer neuere Behandlungsmethoden (vor allem in der "Geräte-Medizin") werden in Zukunft den Kassen das Genick brechen wenn es beim bisherigen System bleibt (wäre aber etwas zu lang, das hier näher auszuführen).
@ Azurdragon!Original von Azurdragon ( Mirko ):
Hm, aber so denken viele! Und ich muß sagen, ich finde das auch nicht so ganz prickelnd mit dem Schuldenerlaß und bei uns steigt der Schuldenberg! Aber wie gesagt ich lasse mich überraschen, mal sehen was rauskommt!

Jo, dann sähe es in den Sozialkassen besser aus, das Problem ist doch lediglich: Die Arbeit ist nicht da.Original von Ein_Yak:
Drehen wir das ganze einfach um: Hat sich denn jemand einmal bemüht, auszurechnen, in welcher Verfassung sich die Sozialkassen befänden, wenn wir nur 500000 Arbeitslose (incl. aller verdeckten Nichterwerbstätigen) hätten und die Arbeitenden (mich sträubt es, den Begriff "Arbeitnehmer" zu verwenden) ein vernünftiges Einkommen zur Verfügung hätten?