Das Schweigen der Lämmer Film+Buch

Bücher (die aus Papier :), Geschichten, Gedichte (gern auch Selbstgeschriebenes) sowie literarische Verfilmungen sind Themen dieses Forums.

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Castore
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Das Schweigen der Lämmer Film+Buch

Beitrag von Castore »

Tach !
Nun. Da wir ja jetzt ein Literaturforum haben und damit auch Filme Thema sind fange ich mal mit dem Film an, welcher meiner Meinung nach der einzige ist, der besser ist als das dazu gehörige Buch. Das Schweigen der Lämmer. Das Buch war meiner Meiung etwas langatmig und wenig gruselig, wobei der Film wirklich gruselig war. Hannibal Lecter wird wirklich genial gespielt und auch das Umfeld ist sehr interessant gestaltet. :respekt: Den 2. und 3. Teil hab ich zwar noch nicht gesehen, hab aber gehört, dass die ziemlich arm sind.
Bye
Cast :bounce: re

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Lump
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Beitrag von Lump »

Wir waren damals (in der 13. Klasse) im Deutsch - Leistungskurs ... arg angestresst. Das schriftliche Abi war rum und wir hatten echt keinen Nerv mehr auf irgend etwas "Anstrengendes". Unser Deutsch-LK-Lehrer war / ist ein Traumlehrer. Daher schlug er uns vor: Ein Buch durchzuarbeiten zu welchem es einen Film gibt. Und DANN machen wir den Film durch (er hatte vor kruzem damals einen Lehrgang zum Thema "Filme machen" gehabt).

Wir durften frei wählen. Er wollte Thomas Manns "Tod in Venedig" - wir wollten "Schweigen der Lämmer" ... hehehe. Wir überstimmten ihn und da er ein WIRKLICH genialer Lehrer und Mensch war / ist .... nahm er die Entscheidung an.

So nahmen wir damals in der 13. Klasse Gymnasium im Deutsch-Leistungskurs "Schweigen der Lämmer" durch ... :D

Das Buch lesen, das Buch mit dem Film vergleichen, dern Film schauen und den Film "auseinandernehmen". Dabei haben wir auch noch eine Arbeit schreiben müssen (die wurde angerechnet) und zwar über DEN FILM: Wir bekamen eine kurze Szene des Films zu sehen und mussten diese Szene dann erklären und beschreiben (wir hatten ja vorher stundenlang über filmische Stilmittel etc. etc. gesprochen).

Resumee (vor dem Durcharbeiten):
ALLES genialst!!

Resumee (nach dem Durcharbeiten):
Das Buch ist schlecht und der Film noch viel schlechter (gemacht). Nur die schauspielerische Leistung von Hopkins ist genial. Jodie Foster ist nur noch schlecht. Es werden sehr viele "Tricks" eingesetzt (andere Filme haben das nicht SOOOO nötig).
Schwer zu erklären.
Ein sehr "unterhaltsamer" Film, der aber - aus "filmischer Sicht" - schlecht gemacht ist.

Irgendwie wurde uns allen dadurch der Film richtig vermiest ... aber wir haben damals sehr viel gerlernt über "Filme". Es lebe mein alter Deutschlehrer .... :)
Lieber Gruss
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Grauwoelfin
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Beitrag von Grauwoelfin »

das interessiert mich jetzt aber... was für Tricks denn?
Kannst du mal so 1- 2 Beispiele nennen?
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Lump
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Beitrag von Lump »

a.) Puhhh , also z.B. in welchem .... ähhh ... mist also WIE man jemanden aufnimmt. Wenn du die Spannung erhöhen willst, gehste hin und die Kamera ist auf das gesamte Gesicht fixiert. Mehr nicht.

Es gibt verschiedene Einstellungen wie man jemanden mit der Kamera aufnimmt. Jodie Foster ist total oft mit dem gesamten Gesicht in der Kamera zu sehen - was ja die Spannung erhöhen soll.

b.) Wir mussten auflisten, welche Gefühle die Schauspieler darstellen mussten. Bei Jodie Foster war es meistens eigendlich nur ... Angst, Unwohlsein und ... öh .... Angst in allen Phasen.
Wir hatten aufgeschrieben welche Gefühle SIE ausdrücken musste und welche Hopkins. Und auch, wie sie (mit welchen schauspielerischen MItteln) diese Gefühle darstellen.

*ärgs* Ich liebe es, solche Sachen zu schreiben ... wenn ich Kopfweh habe .... hoffe du kriegst keins beim Lesen ;)
Etwas arg wirr, sorry.
Lieber Gruss
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Tess
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Beitrag von Tess »

Ich fand das Buch besser, wesentlich facettenreicher.

Z.B. wurde ueber die Beziehung des Serienmoerders zu seinem ersten Opfer, Frederika Bimmel, mehr ausgesagt. Sie hatte ihm aus dem Loch, in dem er sie gefangen hielt, noch Liebesbriefchen geschickt. Es wurde ueber diese Frederika mehr Hintergrundinformation mitgeteilt. Die Begutachtung der Wasserleiche war wesentlich erschreckender, als im Film (nun ja, die eigene Fantasie ist immer reichhaltiger, als ein Film). Starling hatte als Person mehr Profil. Im Film guckt sie ja mehr oder weniger nur gut aussehend mit einigen Sorgenfalten in die Kamera (wie Lumpi schon sagte, aengstlich).

Davon abgesehen ist die Story hahnebuechen. Einen solchen Serienmoerder mit diesen skurrilen Eigenarten gibt es nicht. (s. "Ich jagte Hannibal Lecter" von Ressler). Niemals wuerde eine Anfaengerin eine solche tragende Schluesselrolle bei den Ermittlungen spielen. Es gibt auch einige Ungereimtheiten im Film, wenn man genau hinsieht.

Trotz allem ein unterhaltsamer Stoff (sowohl Film, als auch Buch). Alleine schon deshalb, weil er mit dem ungezeigten Grauen spielt.
Jetzt total verrückt, aber das fällt nicht auf. ----- Gruß Tess
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