TCPA / Palladium

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Thies
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TCPA / Palladium

Beitrag von Thies »

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Palladium haben vielleicht einige von Euch schon gehört, das ist der Entwicklungsname für das neue Betriebssystem von Microsoft. Aber was ist TCPA, werden sich sicherlich einige von Euch fragen.

Meine Meinung: das Orwell'sche Computer Modell.

Hier eine Zusammenfassung des Themas von der Seite http://www.againsttcpa.com/ , deren Aktion ich ab sofort unterstütze:
Hier wollen wir das Ganze etwas entwirren und uns auf die Kernpunkte konzentrieren. Auf den ersten Blick ist es nämlich meist unmöglich, dass Geflecht aus Technologien, Konzernen und Gesetzen, im Ganzen zu erfassen.

Die Technologie:
TCPA steht für Trusted Computing Platform Alliance (Vertrauenswürdige Computerplattform Allianz). Bei der Technologie sprechen wir also von der TCP (Der Vertrauenswüdigen Computerplatform). Diese sieht vor, dass anfangs alle Computer mit einem TPM (Trusted Platform Module), auch bekannt als Fritz-Chip, ausgestattet werden. In späteren Entwicklungsstufen werden dessen Funktionen direkt in CPUs, Grafikkarten, Festplatten, Soundkarten, Bios usw. integriert. Dies stellt dann sicher, dass der Computer sich jederzeit in einem TCPA-Konformen Zustand befindet und dies überwacht. Präzise ausgedrückt heißt das: Auf der untersten Ebene befindet sich die Hardware, darüber TCPA, und erst danach kommt der User. Die gesamte Kommunikation arbeitet mit einer 2048Bit starken Verschlüsselung, also sicher genug, um das Entschlüsseln in Echtzeit auch auf längere Sicht zu verhindern. Dies dient dazu, sicherzustellen, dass die TCPA jegliche ungewollte Software & Hardware unterbinden kann. Daraus resultierend wird man Software und Hardware, welche nicht von diesem Konsortium abgesegnet (Zertifiziert) wurde, nicht einsetzen können. Und um diese zertifizieren zu lassen, wird man voraussichtlich, zumindest für Privatpersonen bzw. kleine & mittelständische Unternehmen, horrende Summen bezahlen müssen. Demzufolge würde man OpenSource praktisch zum Tode verurteilen, da eine Software ohne TCPA-Lizenz einfach nicht lauffähig wäre. Auf Kurz oder Lang würden nur die großen Softwareunternehmen überleben und den Markt nach belieben beherrschen können.
Wer jetzt meint, man könne dieses System doch sicher umgehen/entfernen, dürfte sich täuschen. Erstens gab es bisher noch nie eine solch in die Hardware integrierte Sicherheitstechnologie, zweitens waren es bisher immer Offline-Systeme. Bei TCP werden die Rechte zentral von der TCPA (USA?) verwaltet. Und sobald das System eine Manipulation bemerkt, wird dies gemeldet werden. Was dies strafrechtlich zur Folge haben könnte, erläutern wir unter "Die Gesetzesentwürfe". Das somit auch Systeme, die aus gutem Grund (Geschäftsdaten) nicht ans Netz sollen, zumindest zeitweise zum Schlüsselabgleich, auch online sein müssten, wäre da noch ein weiteres Übel.

Die Unternehmen:
Gegründet wurde die TCPA 1999 von Compaq, HP, IBM, Intel und Microsoft. Bis heute gehören ihr jedoch schon 200 Unternehmen an. Darunter finden sich Adobe, AMD, Fujitsu-Siemens, Gateway, Motorola, Samsung, Toshiba und viele weitere bekannte Unternehmen. IBM liefert schon die ersten Desktop-PC und Notebooks mit integriertem TPM aus.

Die Gesetzesentwürfe:
In den USA gibt es einen Gesetzesentwurf, den so genannten CBDPTA (Consumer Broadband and Digital Television Promotion Act). Vormals war dieser bekannt als SSSCA (Security Systems Standards and Certification Act). Die neue Bezeichnung liest sich bei weitem harmloser. Scheinbar machte es die erste Bezeichnung zu einfach, den Zweck des Gesetzesentwurfs zu verstehen.
Dieser sieht vor, sichere (also TCPA konforme) Geräte gesetzlich vorzuschreiben. Systeme welche diesem Gesetz nicht entsprechen dürften in den USA dann weder verkauft noch gekauft werden. Zuwiderhandlungen würden mit bis zu 5 Jahren Gefängnis und bis zu $500.000 Geldstrafe bestraft. Selbiges würde für die Entwicklung von "offener" Software gelten. Offen in dem Sinne, dass sie auf nicht TCP-Systemen lauffähig wäre.
Auch wenn dieses Gesetz selbstverständlich nur in den USA rechtskräftig wäre, hätte dieses katastrophale Auswirkungen für den Rest der Welt. Da US Unternehmen keine "unsichere" Software mehr entwickeln dürften, müssten andere entweder mit auf den TCP-Zug aufspringen, womit sie die Kontrolle über sich an die TCPA (USA?) abgeben würde, oder aber vollends auf Software von US-Unternehmen verzichten. Kein Windows, Solaris, MacOS, Photoshop, Winamp oder kurz gesagt, der größte Teil aller auf dieser Welt eingesetzten Software wäre nicht mehr einsetzbar.

Die Konsequenzen:
Damit sich das Ausmaß jeder für sich selbst und seine eigene Situation ausmalen kann, haben wir diesen Abschnitt sehr generell gehalten. Es sollte aber ein leichtes sein, anhand dieser Punkte die für sich selbst daraus resultierenden Einschränkungen zu bestimmen.

  • Die informelle Selbstbestimmung ist nicht mehr existent, man kann keine Daten mehr nach eigenem Willen speichern, kopieren, erstellen, programmieren, ... Sowohl für private als auch für Firmen
  • Der freie Zugang zum EDV/Software Markt ist für Nicht-Konzerne völlig unterbunden, der Markt wie wir ihn heute kennen völlig zerstört Einschränkung des Eigentumsrechts an gekaufter Hardware
  • Die Meinungsfreiheit und das freie Wort im Internet sind endgültig beseitigt
  • Das Recht auf Privatsphäre bei der EDV Nutzung ist Geschichte
  • Die Nationale Unhabhängigkeit der einzelnen Staaten ist nun völlig in der Hand der Amerikaner
  • Die Welt bricht digital in zwei (Staaten die sich gegen TCP aussprechen)
Ich finde die Entwicklung ebenfalls bedrohlich. Was ist mit OpenSource-Produkten? Wer kontrolliert Microsodt & Co., wer eine TCPA-Freigabe bekommt?

Einen weiteren interessanten Artikel findet Ihr hier:

http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/ ... 41,00.html

Bin auf Eure Kommentare gespannt!

Frank-Andre Thies
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Khamul
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Beitrag von Khamul »

Ich finde das ebenfalls sehr unschön.

Die Gründe:
1) Ich mag Freeware. Sie kann oft das Gleiche wie Shareware und ist ganz legal zum Download angeboten. Das würde es nicht mehr geben, da die Programmierer der Freeware dann nicht nur ihre Zeit, sondern auch noch sehr viel Geld (falls das überhaupt bei ihnen vorhanden ist) investieren müssten.

2) Man kann heute fast alles im Internet nachschlagen. Frei zugänglich stehen einem unvorstellbar viele Informationen zur Verfügung. Das ist nicht nur schön, sondern aus wissenschaftlicher Sicht auch notwendig. Wenn aber die Informationsfilter, oder wie immer ich sie nennen soll, herauskommen kann man das auch vergessen. Ich meine damit die "Unkopierbarkeit" von fremden Gedankengut. Man braucht z.B. Informationen zum neuen Arzneimittel xy. Man hat es nicht selber erfunden, muss es aber verkaufen. Nun wird man vom Kunden gefargt, was man darüber sagen kann. Es wird nur das vom Hersteller gesagte sein. keine Erfahrungen mit Nebenwirkungen von anderen Leuten, kein gar nichts, so gesehen.

3) Ich finde, dass gerade die OpenSource Produkte die richtige Richtung sind. Die Sache mit den Raubkopien sind ja schöne Argumente, aber wenn die Gesetzgebung nunmal der technischen Entwicklung hinterherhinkt, so sollte man eben die Gesetzgebung ändern. Ich mag den gedanken, dass ich mit meinem PC nicht das machen kann was ich will gar nicht. Ich kann noch nichtmals mehr mit GEKAUFTEN Programmen machen was ich will. Über die Stasi haben alle gemeckert, aber jetzt bauen sie eine neue (und VIEL VIEL wirksamere).

4) Ich will (verdammt nochmal ;) *mitFüßenaufBodenstampf*)von meinen käuflich erworbenen CDs mp3-dateien herstellen! Ich habe ich weiss nicht wie viele CDs, und ich bin eindeutig zu arm, um mir einen 3000-Fach CD-Wechsler zu kaufen, und auch zu blöd, aus dem Kopf immer zu wissen wo welche CD ist. Ich bau mir meine Playlists inWinAmp (das es dann ja wohl auch nicht mehr geben wird...) und freu mich.
Fazit: Gekaufte CDs + Gekaufter PC + meinetwegen MediaPlayer ( :( ) = Trotzdem keine Musik auf dem PC. CD-Rips sind ja böse... und wenn sie nur zum Eigenbedarf sindm wen interessierts....

5) Ich könnte noch stundenlang darüber lamentieren, aber wenn es soweit kommt, dann muss ich halt damit leben, viele gute Programme nicht mehr nutzen zu können, denn Word, Excel, PowerPoint und andere Sachen die ich beinahe täglich benutze laufen nunmal nicht auf LINUX.
Aber wenn so ein Zeug rauskommt wie oben besschrieben, steige ich komplett auf OpenSource um. Wenigstens solange bis es trotzdem wieder jemand geschafft hat, diese Sachen alle zu umgehen und Hacks dafür anbietet. Denn so ärgerlich ich das alles auch finde, ein komplett sicheres System gibt es nicht und wird es auch erstmal nicht geben! ;)

Mit diesen etwas ermutigenden Worten schliesse ich den Beitrag :p

Achja, noch zwei ergänzende Links:
Die Palladium FAQ
Eine Pro und Contra Seite

EDIT:
@Frank, du hast da einen Rechtschreibfehler gemacht, als Du Dich in die Webmasterliste eingetragen hast. Da steht mm-worl.com, also ohne das "d". Der Link funzt aber :)

EDIT2: um unserem Forum hier nicht vorwerfen zu lassen, dass wir nicht objektiv wären, der offizielle Microsoft-Krams: http://www.microsoft.com/presspass/feat ... diumwp.asp
Zuletzt geändert von Khamul am Mi 05.02.2003 - 19:10, insgesamt 2-mal geändert.
lg
Khamul
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Baerbel
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Beitrag von Baerbel »

Na das sind ja tolle Aussichten :( Vermeiden lassen wird es sich sicherlich nicht, also heisst es jetzt, soviel wie möglich auf den alten PC krachen, dann einen zweiten zulegen und mit Linux anfreunden...denn wenn ich das richtig verstanden habe wird das ja über die Hardware gesteuert und nicht über die Software, die bis dato erhältlich ist? *technisches Embryo bin*

Aber davon mal ganz abgesehen, die Folgen einer solchen Technik sind ja wirklich absolut düster. Ohne Computer funktioniert doch gar nix mehr, und wenn die jetzt problemlos überwacht werden können..... Was kommt als nächstes? Das Zusammenlegen aller Länder zu einer riesigen USA? Und wenn es nur noch einen Staat gibt, machen wir einen Polizeistaat draus?

Ich bin kein Spezi in dem Metier, aber ich meine mich erinnern zu können, dass immer befürchtet wurde, Hacker oder Terroristen könnten die Weltwirtschaft lahmlegen und Kriege auslösen mittels Computermanipulation - werden diese Visionen jetzt tatsächlich Wirklichkeit? Heissen die Hacker bzw. Terroristen Microsoft, Intel & Co.?

Normalerweise würde ich als Abschluss schreiben, dass sich das hoffentlich noch abwenden lässt, aber wenn ich das richtig gelesen habe ist diese Technologie ja bereits in Aktion - wenn auch noch nicht beim privat-User. Diese Entwicklung ist wirklich schlimm ...man mag da gar nicht drüber nachdenken.
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sepruecom
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Beitrag von sepruecom »

Nun ja, es geht halt mal wieder ums Geld...

Ich glaube, ich steige endgültig auf Linux um, mein geliebtes Bahn-Programm läuft dank Wine auch unter Linux :))

Allerdings war das bisher das einzige Programm, dass ich unter Linux zum laufen bekommen habe X(

Dagegen hilft aber leider wohl nicht viel, es sei denn, man startet eine "Unterschriftenaktion"

gruss, sepruecom
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Joabary
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Beitrag von Joabary »

Eins der Probleme mit Palladium und co. ist dass bisher nur die Wenigsten das ganze Ausmaß realisiert haben. Es gab vor kurzem Mal eine Nachfrage (von der c't aus denk ich) beim Bundesinnenministerium zu dieser Angelegenheit, und dort hatte man noch überhaupt nichts davon gehört geschweige denn sich drüber informiert... 8o
Sir Marc von Göskon

Beitrag von Sir Marc von Göskon »

Man muss es ja nicht kaufen die Wirtschaft wird sich den an den User anpassen müssen .
Firmen werden es auch nicht Kaufen wiso nicht.
Man kann nichts mehr sicher man kann nur an dem PC an dem es gemacht wurde lesen und bearbeitet werden.

Den der Grosse Spiele PC's Markt.
Wehr will schon immr Neuanfangen mit den Level wenn PC gewechselt.

Mein Tip:
Alle User und alle Firmen solten wenn TCPA
kommt die Geräte nicht kaufen nur 2 Wochen und TCPA ist wider begraben.
Wer will mit mir Wetten :D

@all
Von der Hardware aus das BetriebSystem muss es Unterstützen sonst Leuft nichts (wirt nicht Gebootet und es laufen nur noch Anwendungen die TCPA unterstützen das ist gerade für Linux
Gefärlich weil den die Programmierer für die TCPA zahlen müssen das es leuft also die Linux entwicklung würde eingestelt bis auf Komerzielle teure Programme und welcher Linux User zahlt gerne was für SW 0%.
Shareware würde es auch nicht mehr geben weil den ein Programm 100euro Kostet
um die TCPA Lizenzen auch mit zu zahlen zu können.

OS/2/ecs ist schnell angepasst weils ja noch viele Firmen gibt die das einsetzen und IBM die nicht ignorieren Dürfen weils immer noch viel Geld einbringt.
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mcbench
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Beitrag von mcbench »

hai @ll

und noch ein link zum thema palladium.

microsoft gibt antworten:

http://www.chip.de/news_stories/news_st ... 38708.html

gruß mc.bench :bounce: :bounce: :bounce:
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Argh
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Beitrag von Argh »

Hi :D
mcbench hat geschrieben:hai @ll
und noch ein link zum thema palladium.
microsoft gibt antworten:
http://www.chip.de/news_stories/news_st ... 38708.html
gruß mc.bench :bounce: :bounce: :bounce:
Den Kleinstweichlern (Microsoft) traue ich nur soweit wie ich einen Elefanten schmeissen kann ..... und ich bin kein Supermann.

Ich denke die Ausforschung geht weiter, man denke auch mal an Echolon ... Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt :D

Grüsse Argh :bounce:
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Joabary
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Beitrag von Joabary »

Genau meine Meinung. ;)
Bleibt nur zu hoffen dass die Behörden den selben Schluss ziehen und nicht die scheinbar bequemere Lösung (=Microsoft für alle Zeiten) vorziehen. :bad:
Man stelle sich das Mal vor, der Bundeskanzler muss mit einem Auto fahren das nur dann anspringt wenn bei z.B. BP getankt wurde - und das sofort stehen bleibt, sobald jemand einsteigt der nicht von Microsoft lizenziert wurde... :))
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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Raider heißt jetzt Twix und Palladium halt "Next-Generation blabla". Ich glaube allerdings, daß die User diesmal sensibilisiert sind. Der Umstand, daß man einen prägnanten Namen zu solch einem Gewäsch hin verändert, zeigt, daß auch die Jungs aus Redmond kalte Füße bekommen. Am Grundproblem ändert sich dadurch aber nix: die Nutzer wollen sich von Firmen nicht in die Karten schauen respektive Vorschriften machen lassen.
Der Umstand, daß das, was auf dem heimischen Rechner passiert unter der Kontrolle einer fernen Firma steht - und gar einer solch schlecht beleumundeten - treibt vielen einfach den Angstschweiß auf die Stirn. Ausserdem schneidet sich Microsoft ins eigenen Fleisch, wenn sie Palladium (oder wie sie es auch immer nennen) in gemeinsamer Aktion mit der RIAA und anderen Interessengruppen zu einem vorinstallierten DRM-Komplettsystem machen, denn gerade das, was MS als Multimediafeatures ihres wundervollen OS verkauft ist Ziel der Einschränkungen: was hilft mir der CD brennende Supermediaplayer wenn ich keine MP3s laden oder anhören kann und mir den "legalen" Erwerb nicht leisten kann/will ? Das betrifft, anders als das Monopol des IE, den Großteil der Nutzer durchaus, weil sie in diesem Fall wohl kaum "ach ja, ich hab ja eh nur legal erworbene und DRM-geschützte MP3s, die sind ja eh besser als OGG-files" sagen werden Ausserdem lebt die Verbreitungsmasse von Windows von der Piraterie.

Wenn sich die vielen, vielen Schwarzbrenner ihr OS kaufen müssten, würde ein großer Teil davon ganz sicher ein anderes als Windows nehmen. Und wenn die ganze tolle Warez nicht läuft, weil DRM den Betrieb verhindert, warum sollte man dann überhaupt auf die Produkte aus Redmond kaufen?

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Beitrag von Cassie »

Hi Khami :bussi:
Khamul hat geschrieben: 4) Ich will (verdammt nochmal ;) *mitFüßenaufBodenstampf*)von meinen käuflich erworbenen CDs mp3-dateien herstellen! Ich habe ich weiss nicht wie viele CDs, <snip> CD-Rips sind ja böse... und wenn sie nur zum Eigenbedarf sind wen interessierts....
*auch mit den Füßen auf den Boden stampf* das will ich auch!!! und ich will nem Freund die mp3 versenden, wenn ich sie gut finde...vielleicht mag der sie ja auch und kauft sich die CD!
Khamul hat geschrieben:5) Ich könnte noch stundenlang darüber lamentieren, aber wenn es soweit kommt, dann muss ich halt damit leben, viele gute Programme nicht mehr nutzen zu können, denn Word, Excel, PowerPoint und andere Sachen die ich beinahe täglich benutze laufen nunmal nicht auf LINUX.
Aber wenn so ein Zeug rauskommt wie oben besschrieben, steige ich komplett auf OpenSource um. Wenigstens solange bis es trotzdem wieder jemand geschafft hat, diese Sachen alle zu umgehen und Hacks dafür anbietet. Denn so ärgerlich ich das alles auch finde, ein komplett sicheres System gibt es nicht und wird es auch erstmal nicht geben! ;)
Also wenn ich das auf der Seite richtig verstanden habe, soll es soweit gehen, dass du dich strafbar machst, wenn du OpenSource-Produkte verwendest.... :hammer: und darüber hinaus wird dein nagelneuer PC mit diesen Sachen nicht funzen, es sei denn, ein kluger Mensch hat sich tatsächlich einen Hack ausgedacht, der diesen Sch... umgeht.

Wisst ihr, da läuft es mir ganz kalt den Rücken runter, wenn ich das lese...

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Beitrag von Ephirnion »

Cassie hat geschrieben:.....es sei denn, ein kluger Mensch hat sich tatsächlich einen Hack ausgedacht, der diesen Sch... umgeht.
Damit kann man mit Sicherheit rechnen: Bis heute sind so gut wie alle verschlüsselte Sachen auch von irgendwelchen Hackern (zu unseren Gunsten!!) entschlüsselt worden und die entsprechenden Cracks wurden auf dem Wege des Internets verbreitet. Ich bin mir deshalb auch ganz sicher, dass es, auch wenn ein noch so großer Verschlüsselungsmechanismus dafür sorgen soll, dass niemand unerlaubt mit der Software rumspielt, demnach auch in Zukunft möglich sein wird frei mit dem PC umzugehen (bestes Beispiel sind geheime Dateien des Bundesnachichtendienstes, durch die einige Hacker fröhlich geschmöckert haben und an der ein oder anderen Stelle wirklich lustige Kommentare hinterlassen haben :)) ; aus diesem Grund werden jetzt wirklich wichtige Dokumente entweder auf internen Festplatten oder schlicht auf Papier archiviert).
Das Problem werden sicherlich die ganz gemeinen User, so wie ich einer bin, haben, denn die wissen ganz sicherlich nicht, wie man sich problemlos durch die Dateien des eigenen Systems hackt. Beukott ist deshalb meiner Meinung nach die einzige Lösung. Es muss doch sicherlich auch interessante europäische Produkte geben mit denen man sich noch in Ruhe einen P.... :D ansehen kann ohne dass Bill Gates am anderen Ende der Leizung sitzt und sich denkt: "Aha, der Ephirnion wieder!"
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Beitrag von Joabary »

Auf www.againsttcpa.com steht ja in den News, dass es mit einem einfachen Browser möglich war die Sperren von Palladium zu überwinden und die neusten Mitgliederlisten zu klauen. Das dürfte wohl noch einiges an Arbeit für Microsoft bedeuten :))
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Khamul
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Beitrag von Khamul »

Das sind nicht die Sperren von palladium ;)
Das ist nur eine schlampig gesicherte Webpage. Da stand meine ich irgendwo, dass Microsoft damit gar nichts am Hut hat ;)
lg
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Willard
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Beitrag von Willard »

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das hierher gehört, aber Microsoft hat noch so eine Spinnerei vor:
In Zukunft soll jede Software ein Microsoft-Zertifikat bekommen (kommt mir bekannt vor...) und auf dem Microsoft-server gespeichert werden. Das hat dann zur Folge, das jedes Proramm, das kein Zertifikat hat, einfach nicht funktioniert, denn es wird per Internet abgefragt, ob das Programm "eh legal ist". Konsequenz: Die Firmen müssen sich ein Zertifikat zulegen, sonst ist schluss...

Falls das obrige sowieso das Thema ist, hab ich das bis jetzt nicht ganz überrissen :hammer:
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Beitrag von hafensaenger »

Hallo Willy :winken:

Microsoft warnt vor Cracker-Zertifikat

Peinliche Panne für das Sicherheitsunternehmen Verisign: Microsoft warnt vor Sicherheitszertifikaten, die angeblich von dem Software-Konzern kommen, die sich aber ein Unbekannter bei Verisign erschlichen hat. Nach Informationen von Microsoft hat Verisign dem Unbekannten, der sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgegeben hat, bereits Ende Januar zwei Klasse-3-Zertifikate auf den Namen "Microsoft Corporation" ausgehändigt. Diese Bescheinigungen dienen dazu, Nutzern beim Herunterladen von Dateien oder bei vertraulichen E-Mails zu garantieren, dass sich niemand dazwischen geschaltet hat.

Der Inhaber der falschen Zertifikate kann diese beispielsweise dazu nutzen, um Viren oder trojanische Pferde bei Anwendern von Microsoft-Programmen einzuschleusen – und zwar generell bei allen Microsoft-Produkten, da sich alle über Add-Ons aus dem Internet erweitern lassen. Microsoft hat das amerikanische Bundeskriminalamt FBI über den Fall informiert und arbeitet an Updates seiner Programme, die die falschen Zertifikate selbstständig erkennen. Bis auf weiteres informiert Microsoft in einem Security Bulletin über Sicherheitsmaßnahmen gegen die falschen Zertifikate. (jo/c't)

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Willard
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Beitrag von Willard »

Hi hafen ;)
Das klingt aber auch nicht grad nach einem Vertrauensgrund an Microsoft, wenn sich die Sicherheit so leicht übers Ohr hauen lässt! Aber was solls, ich werd auch bald Linuxperte werden, wenn das so weitergeht...
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Beitrag von Joabary »

Naja...vielleicht richten die Microsoftprodukte irgendwann mehr Schaden am Computer an als jeder Virus... :P
sepruecom
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Beitrag von sepruecom »

Das tun sie doch jetzt schon...

Aber irgendwie finde ich, dass der Aufschrei hier an Board viel zu gering ist. Wenn sich alle dagegen aussprechen würden, würde Microsoft nichts machen können, aber der Mensch ist ein Herdentier, dass zum unrecht schweigt und sich nicht aufregt, das ist das Verhalten, aufgrun desen sich auch Gewaltherrschaften etablieren können, nach dem Motto, "wird schon nicht so schlimm sein"

Gruss, sepruecom
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Beitrag von Joabary »

Es ist eben schwer, das ganze wirklich zu realisieren. Wenn man den Text oben über TCPA durchliest denkt man sich schon "Hilfe, da muss man was dagegen unternehmen", aber 10 Minuten später erscheints halt oft nicht mehr so dramatisch, jedenfalls für manche. Der Öffentliche Aufschrei kann nur erfolgen wenn das ganze wirklich großangelegt und vor allem unbeeinflusst in den Medien thematisiert werden würde - aber die Medien und die Öffentlichkeit haben im Moment ganz anderes im Kopf.
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