Humanitäre Hilfe und Wiederaufbau des Iraks

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Cr@sh
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Humanitäre Hilfe und Wiederaufbau des Iraks

Beitrag von Cr@sh »

Eben habe ich bei Maischberger eine Diskussion mit einer Bundestagsabgeordneten und dem Präsidenten des Dt. Roten Kreuzes gesehen. Lt. Schätzungen betragen die notwendigen Aufwendungen zum Wiederaufbau des Irak derzeit rund 75 Milliarden Dollar. Also dieselbe Summe wie Bush vor kurzem als Nachtrag vom US-Kongress erhalten hat, um weiter zu bomben.

Die Kosten für den Wiederaufbau hat noch nicht mal was mit humanitärer Hilfe zu tun. Es dient lediglich dazu, den angerichteten Sachschaden zu beheben. Die Frage ist nur, wer zahlt? Laut UN-Bestimmungen hat der Aggressor für den Schaden aufzukommen. Kein Wunder das britische Politiker jetzt auf einmal wieder auf die UN für den Wiederaufbau setzen wollen. Wahrscheinlich sollen die Aufbaukosten über die Staatengemeinschaft verteilt werden. Bin mal gespannt, was sich die Achse der Willigen noch alles einfallen lassen werden, um sich möglichst aus der finanziellen Verantwortung zu winden. Denn UN-Sanktionen werden wohl nicht zu befürchten sein.

Humanitäre Hilfen also Care-Pakete, Hilfsleistungen vom Internationalen Roten Kreuz etc. um die unmittelbare Not der Bevölkerung zu lindern, sind in den oben genannten 75 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau noch nicht mal mit eingerechnet. Diese Hilfen werden überwiegend aus privaten Spenden bestritten.

Ferner wurde bei Maischberger ein Punkt angesprochen, dass Kriegsparteien die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen einplanen würden, die das Ausmaß humanitären Katastrophen im Krieg abfedern. Eine Überlegung war, dass dadurch Kriege sogar wahrscheinlicher werden.
Nach dem Motto: "Wir bomben fröhlich drauf los, den Schaden zahlen andere. - Für humanitäre Zwecke gibt's doch die Hilfsorganisationen und ihre Helfer, die ihren Hals vor Ort hinhalten."
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Ein_Yak
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Beitrag von Ein_Yak »

Hey Mädels!

In diesem Fall ist schon von US-amerikanischer Seite klargemacht worden, daß der Wiederaufbau zu großen Teilen aus der irakischen Ölförderung und deren Veräußerung zu finanzieren sei. Das Land darf also selbst dafür aufkommen. Desweiteren wird laut darüber nachgedacht, große Teile des "Oil for food"-Programms daür einzusetzen.

Was die Arbeit der NGO's anbelangt, so weigern sich ja einige, unter "Führung" der "Koalition der Willigen" ihre Arbeit - sozusagen als Nachhut - durchzuführen. Die Hilfsorganisationen wandern halt auf einem schmalen Grad: Einerseits wollen sie die Augen nicht vor der Katastrophe verschließen und andererseits droht ihnen permanent die Instrumentalisierung von allen Seiten. Schnell laufen sie so Gefahr, ihre Neutralität zu verlieren und zum Parteigänger (und gleichzeitig zum Spielball) der einen oder anderen Seite zu werden - siehe Cap Anamur im Yugoslawien-Krieg 1999.
PS: Entspannt bleiben!

Ihr könnt die Mega-Hits der 20er, 30er, 40er, 50er, 60er, 70er, 80er, 90er und von heute im supertollstenbesten Mix nicht mehr ertragen?! Habt Ihr Lust auf Freies Radio in Eurer Nähe?!
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Eleonora Raven
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Ach Gewinnsel

Beitrag von Eleonora Raven »

Im endeffekt zehlen wir Doch auch wieder mit

Schröder hat doch schon wieder Einige Millionen Euro zugessichert

Sihe Bosnien, Mazedonien, Afghanistan, wer hat denn Einsätze gemacht Bundeswehr Soldaten von denen jeder schon mal 3750 Euro netto bekommt . Also wer wenn nicht wir Steuerzahler blechen für Bush's Krieg?????????????????? ?(
Poetress of the Rose

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Lachen ist gesund.....manchmal
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