selbstjustiz

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Antihero #9
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selbstjustiz

Beitrag von Antihero #9 »

wie steht ihr zur selbstjustiz?

wenn meiner kleinen zb. was zustossen würde, würde ich des verbrechers schicksal sicher nicht unserem rechtsstaat überlassen... unser gesetz lässt gewaltverbrecher viel zu ungeschoren davonkommen...

... ein witz dass mörder schon meist nach 10 jahren wieder in freiheit sind, wenn sie sich im kitten halbwegs zu ~benehmen~ wissen ...
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Rezeguet
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Beitrag von Rezeguet »

:(

Wer selbstjustiz übt ist kein Stück besser als der Täter (bzw. dann das Opfer)

deswegen gibt es ja gesetze und rechte...

Richter sind dazu da Recht zusprechen
gerecht zu sein

Wer selbstjustiz ausübt kann nicht gerecht sein weil er alles nur subjektiv wahrnimmt....

wenn du ein Problem mit unseren Gesetzen hast dann setz alles daran die gesetze zu ändern und nicht im einzelfall selbst zum täter werden!

Guck dir mal den Film: Der blutige Pfad Gottes an
da gehts um Selbstjustiz und wenn du dabei mitdenkst wirst du merken wohin selbstjustiz führt....
Daily Telegraph hat geschrieben:"Ein englischer Klub schlägt einen deutschen im Elfmeterschießen - notiert diesen Tag in euren Geschichtsbüchern."
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Ein_Yak
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Beitrag von Ein_Yak »

Hey Mädels!

Ich halte für angebracht, die Verurteilungspraxis von Straftätern nicht allein vor dem Hintergrund von Meldungen wie "Killerbestie tötet eigene Freundin" oder so zu bewerten. Wegsperren (und bei lebenslanger Sicherheitsverwahrung bedeutet es ja auch lebenslang) ist nicht nur Schutz, sondern auch Problemaussperrung. So muß man sich mit dem Verbrechen auch nicht mehr beschäftigen (zumindest, was das öffentliche Bewußtsein anbelangt).

Nichtsdestoweniger ist kaum jemand vor Gedanken wie Rache gefeit, wenn enge Angehörige oder Partner durch andere Hand Schaden erleiden. Ich erinnere nur an den Film "Sieben". Würde man die Waffe abfeuern oder würde man nicht? Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden würde und wünsche mir deshalb in so einer Situtation Hilfe von Anderen, um einen eventuellen schweren Fehler zu vermeiden.
PS: Entspannt bleiben!

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Thies
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Beitrag von Thies »

Die objektive Anzahl von schwersten Straftaten ist übrigens ind Deutschland bei weitem nicht so gestiegen, wie das subjektive Empfinden dies aufgrund der Berichterstattungen in den Medien mutmassen lässt.

Die Steigerungen der Delikte kommt i.w. aus den "weniger schweren" Bereichen wie Diebstahl, aber auch Wirtschaftskriminalität. Durch die ausufernden Berichterstattungen und das "Zeigen" immer mehr Details hat sich aber in der Bevölkerung ein ganz anderes Empfinden durchgesetzt.

Selbstjustiz: Dies kann und darf nicht der Weg sein, denn damit verlieren wir jegliche Grundlage für eine Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.

Das ist meine Meinung dazu

Frank-Andre
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Antihero #9
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Beitrag von Antihero #9 »

"Selbstjustiz: Dies kann und darf nicht der Weg sein, denn damit verlieren wir jegliche Grundlage für eine Weiterentwicklung unserer Gesellschaft."

ich meine ja ned dass man selbstjustiz legalisieren sollte... so quasi eye for an eye als gesetzesform... das kann natürlich ned funktionieren.

... aber für mich wär es wahrscheinlich die einzige lösung darüberhinwegzukommen... was hat man davon wenn irgendein pisser ein paar järchen im knast absitzen muss, aber das leben einer person ausgelöscht (oder was auch immer) & das der angehörigen auch... damit könnte ich ned klarkommen.
Zuletzt geändert von Antihero #9 am Fr 24.10.2003 - 13:27, insgesamt 2-mal geändert.
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Baerbel
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Beitrag von Baerbel »

Damit wirst du klarkommen müssen, denn ansonsten wärst du - wie Reze schon sagte - keinen Deut besser als der "erste" Mörder. Egal wie die Motivation ist, es gibt keinen guten oder schlechten Mord, also müsste man jeden Mörder töten.

Davon mal abgesehen, auch dieser Mensch hat Angehörige die seinen Tod sicher gern rächen würden, also wärst du das nächste Opfer. Deine Angehörigen würden deinen Tod rächen wollen, also wäre dein Mörder das nächste Opfer. Der hat aber auch wieder Angehörige......verstehst du was ich sagen will?

Guck dir die Situation im nahen Osten an - das ist nichts anderes als gegenseitige Rache. Eine Partei fühlt sich ungerecht behandelt und schlägt zu, die andere Seite ist empört und schlägt zurück und so geht das seit Jahrzehnten. Würde man sie gewähren lassen, dann würden sie sich wahrscheinlich irgendwann gegenseitig ausgerottet haben.

Dass die Strafen oftmals als zu gering empfunden werden oder es auch tatsächlich sind, das ist eine ganz andere Sache.
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dragonfire
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Beitrag von dragonfire »

Hy, :winken:

Nun, Selbstjustiz fängt doch schon im Kindergarten an.
Sagen wir nicht unseren Kindern, dass sie zurückhauen sollen, wenn sie von jemandem vermöbelt wurden?
Ist doch auch eine Form der Selbstjustiz, wie ich denke.

Natürlich kann ich nicht einen Mord mit einem Mord vergelten. Das ist keine Lösung in heutigen Tagen. Das war vielleicht im Mittelalter so.

Aber ich glaube, sollte meinen Kindern oder sonst jemandem aus meiner Familie sowas passieren, ich glaub, ich würde auch losrennen wollen um demjenigen, der das getan hat, ordentlich eins auf die Nase zu hauen. Aber wenn ich daran denke, dann fallen mir gleich mehrere Jahre Knast ein, die ich verbüßen müsste. Aber das mach ich jetzt - wo ich gemütlich vor meinem Computer sitze, und alle in Sicherheit wünsche. Aber wie würde ich reagieren, wenn es wirklich mal zu sowas kommen würde..... - ich weiß es nicht! - ...

Ich wünsche niemandem !!!!! , dass er mal in diese Situation kommen mag, denn selbst das eigene Verhalten ist dabei nicht vorauszusehen....
Gruss *ich* ^.^
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RuneDragon
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Beitrag von RuneDragon »

schlägt dich einer auf die wange so halt ihm auch die andere hin ...
du sollst deine feinde lieben ...
du sollst nicht richten, denn so wirst du gerichtet ...

jaja ihr glaubt eh nicht dran, aber glaub ihr etwa es ist falsch ?
gewalt entsteht meist nur aus hass, wenn aber nun der hass ausgelöscht wird, dann endet auch die gewalt

-<->-<->-
nun noch neben bei, ich finde man sollte einen triebtäter oder derartigen nicht entweder 10jahre oder nen bissl hirnklinik geben, sondern BEIDES
wenn jemand krank ist kann er nicht durch knast kurriert werden, aber er wird da für seine tat bestraft, und dann erst muss er in eine erziehungsanstalt wo er geheilt wird, ansonsten würde er es eh wieder tun
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Ein_Yak
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Beitrag von Ein_Yak »

Hey Mädels!

Wie wär's mit der Unterscheidung von Notwehr/Hilfestellung und Selbstjustiz. Mir scheint, das wird hier gerade vermengt.

Notwehr als Abwendung einer Gefahr für die eigene körperliche Unversehrtheit oder das Leben bzw. Hilfeleistung im Falle eines Angriffs auf Andere ist legitim und legal. Zu Letzterem ist jeder gesetzlich verpflichtet.

Selbstjustiz geht darüber hinaus. Hier wird nicht mehr abgewehrt, sondern angegriffen. Das ist nicht mehr legal und eine Rechtfertigung dürfte noch umstrittener sein.
PS: Entspannt bleiben!

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Beitrag von dragonfire »

Hy, :winken:

Aber Schläge mit Schläge vergelten, ist nicht das Wahre.
Ich meine, dass man versuchen sollte, sich nicht zu prügeln. Ob im Krieg, im Film oder zu Hause. Den Kindern sollte gleich beigebracht werden, dass Gewalt sinnlos ist. Man sollte drüber reden.
Und von daher finde ich nicht, dass man zwischen Notwehr und Selbstjustiz einen Strich ziehen sollte. Denn aus dem einen kann ganz schnell das andere werden.
Gruss *ich* ^.^
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Abyhsen
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Beitrag von Abyhsen »

RuneDragon hat geschrieben:schlägt dich einer auf die wange so halt ihm auch die andere hin ...
du sollst deine feinde lieben ...
du sollst nicht richten, denn so wirst du gerichtet ...

jaja ihr glaubt eh nicht dran, aber glaub ihr etwa es ist falsch ?
gewalt entsteht meist nur aus hass, wenn aber nun der hass ausgelöscht wird, dann endet auch die gewalt

-<->-<->-
nun noch neben bei, ich finde man sollte einen triebtäter oder derartigen nicht entweder 10jahre oder nen bissl hirnklinik geben, sondern BEIDES
wenn jemand krank ist kann er nicht durch knast kurriert werden, aber er wird da für seine tat bestraft, und dann erst muss er in eine erziehungsanstalt wo er geheilt wird, ansonsten würde er es eh wieder tun
Seh ich nich so, denn wenn er sehr stark geistig behindert ist dann versteht er dass nich als Strafe --> also hat es absolut keinen Effekt. Ich bin da schon für die Aufteilung entweder oder.

Stellt euch mal die Frage:

Was würdet ich machen, wenn jemand alle meine Verwandten, Bekanndten einfach so tötet.

Ich weiß nicht wie ich darauf reagieren würde, wahrscheinlich unendlich viel Schmerzen, Wut und Depressionen. Aber würde ich zur Gewalt greifen ??? Vom derzeitigen Standpunkt aus nich, aber wie sieht es dann aus ? Fragen über Fragen....
Torak, der immer mal wieder einen Blick hereinwirft!
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Ein_Yak
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Beitrag von Ein_Yak »

Hey Mädels!

Notwehr bedeutet nicht notwendigerweise zurückschlagen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Aber Notwehr läßt Gewaltanwendung in einem bestimmten Rahmen zu. Und es gibt Situationen, in denen dies notwendig ist. Wenn jemand prügelt, ist er meiner Erfahrung nach selten durch gutes Zureden zum Aufhören zu bewegen. Es muß Grenzen geben und diese müssen deutlich werden.

Aber, dragonfire, Du hast Recht, aus Notwehr kann sehr schnell Selbstjustiz entstehen. Umso wichtiger finde ich die Unterscheidung.
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RuneDragon
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Beitrag von RuneDragon »

Seh ich nich so, denn wenn er sehr stark geistig behindert ist dann versteht er dass nich als Strafe --> also hat es absolut keinen Effekt. Ich bin da schon für die Aufteilung entweder oder.
wenn es so schlimm ist, dann kann er nie wieder entlassen werden, da ers immer wieder tun würde da er nicht weiß was recht und schlecht ist
von mir aus kann man auch die strafe dranhängen, aber weglassen, keinesfalls

@ein_yak
wenn man den eröffnungs tread beachtet sollte man merken das es eigentlich um die reaktion NACH der tat geht, also wenn alles zu spät ist
und das manche vielleicht weil sie die strafen zu ungerecht finden selber strafen wollen
mit selbstverteidigung hat das eigentlich 0 zu tun, da die tat schon lang vorbei ist
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Ein_Yak
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Beitrag von Ein_Yak »

Hey Mädels!

Genau deshalb habe ich ja auf die Unterscheidung hingewiesen, RuneDragon, da dragonfire von Ansätzen in der Erziehung sprach, die Selbstjustiz fördern.
Und wenn Du Dir meine Posts ansiehst, wirst Du bemerken, daß ich mich sehr wohl zum Thema - wie "nach der Tat" damit umgehen - geäußert habe.
PS: Entspannt bleiben!

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guenterherbert
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Unzurechnungsfähigkeit

Beitrag von guenterherbert »

Kompliziert für die Angehörigen des Opfers wirds nur dann wenn der Täter schon einige Wochen nach der Tat wieder herumspaziert. Weil einige Psychiater beim Betreffenden eine vorübergehende, nur einmalig auftretende geistige Störung feststellten.
§ 11 STGB in Österreich
GÜ
Gott verzeiht, die Kirche nie.
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Gandalf
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Beitrag von Gandalf »

Hi !
Gehen wir mal wirklich davon aus, jemand hätte alle Bekannten und Verwandten umgebracht, wie Torak meinte.
Damit ist einem doch quasi das eigene Leben genommen worden und hat man dann eigentlich noch andere Gedanken ausser Rache ? Ich denke, es gibt einen Grund, warum man sich das nicht richtig vorstellen kann...
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Cassie
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Beitrag von Cassie »

dragonfire hat geschrieben:Sagen wir nicht unseren Kindern, dass sie zurückhauen sollen, wenn sie von jemandem vermöbelt wurden?
Ist doch auch eine Form der Selbstjustiz, wie ich denke.
Nun ja, das kommt darauf an. Ich denke, sich widerstandlos einen auf die Nase geben zu lassen ist falsch. Man muss dann schon eine Form der Verteidigung haben. Entweder die beiden sind gleich stark, dann sollen sie sich doch ruhig mal ein bissel prügeln, so lange das ganze nicht eskaliert. Aber das ist wichtig: auch Deeskalation will gelernt sein. Dann sollte man nicht auf Gewalt ausweichen, sondern auf gewaltlosen Widerstand. Der ist nämlich sowohl in der Bibel wie auch bei Gandhi hoch im Kurs. Das funzt ja nicht so, dass man sich einfach nur blutig prügeln lässt und alle denken, "Mann, ist der blöd", sondern dass man sich z.B. auf den Boden legt oder setzt und der andere tiefverwurzelte Hemmungen überwinden muss, um weiterzuprügeln. Wenn man da nun jemanden hat, der schon so enthemmt ist, dass er auch auf am Boden liegende einprügelt, dann hat man natürlich schlechte Karten. Allerdings (als leichten Trost für den Krankenhausaufenthalt ;) ) kriegt der andere beim Richter dann einen Extrazuschlag.

dragonfire hat geschrieben:Aber ich glaube, sollte meinen Kindern oder sonst jemandem aus meiner Familie sowas passieren, ich glaub, ich würde auch losrennen wollen um demjenigen, der das getan hat, ordentlich eins auf die Nase zu hauen.<snip> ...das eigene Verhalten ist dabei nicht vorauszusehen....
Was du da noch nicht reingeschrieben hast: der Unterschied zwischen Denken, Fühlen und Handeln. Ich denke, nach einer solchen Tat eine Zeitlang Mordgedanken zu hegen ist legitim. Da unterscheidet sich das auch sicher nicht bei einer Entführung, Körperverletzung oder Mord. Aber man sollte am besten diese Gefühle rauslassen und vor sich und/oder einer (sehr!) vertrauenswürdigen Person aussprechen und dann damit umgehen. So macht man es sich meiner Ansicht am leichtesten, weil man weder diese Gefühle unterdrückt noch etwas tut, was man später bereut.

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dragonfire
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Beitrag von dragonfire »

Hy, :winken:

@ Cassie:
@ All:


Nun, ich denke nicht, dass man gleich losrennt, und einfach jemanden aus Rache umbringt. Würde ich wohl auch nicht. Ich sage "würde", weil ich es eben nicht voraussehen kann, wie ich mich in solch einer Situation verhalten würde, weil ich noch nie in eine Solche gekommen bin (zum Glück!).
Aber ich gebe zu, als ich von einigen Fällen des Kindesmissbrauchs (besonders Peggy Knobloch) gehört habe, da habe ich geweint, und zu meinem Mann gesagt, dass man den Typen, der das war, steinigen und lynchen sollte. Da kamen ganz fiese Sachen in meinen Kopf, die ich sonst nur aus Ego-Shootern kenne (die ich übrigens vehement ablehne!). Aber es gibt Situationen, in denen müsste auch von unserem Staat mehr durchgegriffen werden.
Es kann nicht sein, dass ein Kindesentführer teilweise weniger Jahre bekommt als ein Betrüger, der seine Firma verkohlt hat.
Da sollten die Gesetze mal geändert werden. Nur mir persönlich fehlt das nötige Fachwissen und die Connections (wie man so schön sagt ;) ), um beim Bundesgerichtshof Beschwerde oder Vorschläge zu machen. Dazu, muss ich zugeben, bin ich auch zu feige, um mich da voll reinzuhängen. Ich würde aber jederzeit zustimmen, wenn die Gesetze mal von Grund her geändert werden würden, und einige Strafen verschärft werden. Vor allem, wenn es um Menschenleben geht, denke ich, da wäre viel zu ändern!!
@ Yak:
Ja, Du hast Dich an das Thema gehalten, und Du hast auch Recht. Selbstjustiz kann man nicht mit Notwehr vergleichen. Aber es ist auch nicht okay, sich zu prügeln. Es gibt verschiedene Arten, sich zu wehren. Ignorieren und/oder miteinander reden. Wenn sich alle dran halten, dann gäbe es gar nichts, worüber wir hier reden müssten, weil das Thema völlig irrelevant wäre. :)
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Beitrag von Selinea »

Auch :winken:

Das ist ein hartes Thema wo rechtlich die Grenzen klar gezogen sind.Selbstjustiz zu üben ist Gesellschaftlich und Rechtlich nicht zu tolerieren!
Leicht ist es als Außenstehender zu verurteilen wenn jemand sich als Richter betätig.Das ist nicht in Ordnung ganz klar aber wenn man an sich selber mal versucht zu ergründen ob man dazu fähig ist muss ich für mich oft feststellen das ein schnell gefälltes Urteil im Nachhinein aus einem gewissen Abstand betrachtet nicht das selbe Ergebnis ergibt wie noch kurz nachdem erlebten.Zeit lässt einem in macherlei Hinsicht die Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.

Mir ist der Fall Bachmeier noch in Erinnerung,die Mutter die sich den Hass auf den Mörder ihrer Tochter lebendig erhielt und Bewusst Gefängnis in Kauf nahm und den Mann noch im Gerichtssaal erschoß.Wenn sie das gleich unmittelbar nach dem Mord getan hätte könnte man noch sagen es geschah im Affekt.Aber so wurde es ein kaltblütiger Mord der genauso verurteilenswert ist wie der Mord an ihrer Tochter.

Das schlimmste Szenario das ich mir Vorstelle ist das sich ein Freund der Familie sich an meinem Kind vergreift in einer Form das daß Kind das Gefühl hat sich niemanden anvertrauen zu können.Dabei wird mir schlecht!
Obwohl ich zugeben muss das ich nicht sagen kann wie ich reagieren würde wenn jemand meinem Kind was antun würde.Die Vorstellung allein macht mir ein Mulmiges Gefühl.Am ehesten denke ich das wie Cassie es schon ausdrückte „Gedankenspielereien mit Mords- und Rachegelüsten“für die erste Zeit noch am Denkbarsten wären.

Wenn ich mir das so ansehe ist der Trend hier zur Selbstjustiz auf das heikelste Thema überhaupt beschränkt,nämlich Kinder!Da Kochen die Gemüter am schnellsten über!

LG
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Cassie
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Beitrag von Cassie »

dragonfire hat geschrieben:Aber es gibt Situationen, in denen müsste auch von unserem Staat mehr durchgegriffen werden.
Es kann nicht sein, dass ein Kindesentführer teilweise weniger Jahre bekommt als ein Betrüger, der seine Firma verkohlt hat.
Da sollten die Gesetze mal geändert werden.
Also ich bin mir nicht ganz sicher und lasse mir auch gerne das Gegenteil beweisen. Aber ich glaube, dass Eigentumdelikte vom Gesetz her tendenziell mit ähnlichen Strafhöhen versehen wurden wie die entsprechenden Personendelikte (also Körperverletzung etc.)

Die Richter verhängen aber bei Eigentumsdelikten tendenziell - so glaube ich mal gelesen zu haben - höhere Strafen als bei den Personendelikten. Das heißt, dass es mit Gesetzesänderungen allein nicht getan ist, wenn die Richter diesen Strafrahmen nicht ausnutzen. Ich habe aber mal gelesen, dass eine solche Gesetzesänderung in Vorbereitung war. Was daraus geworden ist, weiß ich jetzt nicht. Es ist spät und ich hab keine Lust mehr zu googlen. ;)

Greetinx, Cassie
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