Quest 2 - Die Elfen von Siannon
Moderator: Fansal
- Tomás de Torquemada
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Verblüfft sah Tomás Baralis hinterher. Der Mann war ihm ein Rätsel. Arbeit wich er aus wie ein Zwerg dem Wasser und sehr kämpferisch hatte er ihn bisher nicht erlebt, aber er jetzt strebte er zu neuen Schlachten als beseele ihn GOttes Eifer.
"Wie folgen ihm wohl besser", sagte er trocken zu Cadrim und suchte den Falben. Der war ein ganzes Stück weggelaufen und war noch immer recht nervös. Es dauerte eine Weile bis er Tomás heran und aufsteigen ließ.
In der Zwischenzeit hatte Cadrim längst sein Pferd eingesammelt, wartete aber auf Tomás. Der zwinkerte ihm zu: "Ob Baralis den Treffpunkt schon eingenommen hat?"
"Wie folgen ihm wohl besser", sagte er trocken zu Cadrim und suchte den Falben. Der war ein ganzes Stück weggelaufen und war noch immer recht nervös. Es dauerte eine Weile bis er Tomás heran und aufsteigen ließ.
In der Zwischenzeit hatte Cadrim längst sein Pferd eingesammelt, wartete aber auf Tomás. Der zwinkerte ihm zu: "Ob Baralis den Treffpunkt schon eingenommen hat?"
Es kann nur einen GOtt geben! 
- Cadrim Kagrim
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Cadrim war derzeit nicht nach Witzen zumute, deshalb brachte er nur ein schwaches Lächeln zustande und meinte trocken: "Man könnte meinen, sein Gott wäre der Reichtum, so versessen ist er auf jedes einzelne Goldstück." Damit schwang sich der Dunkelelf auf den Rücken seines Pferdes und ritt zusammen mit Tomás die Handelsstraße nach Osten. Die Hüter des Hains hatten ihnen halbherzig alles Gute gewünscht, bevor sie damit begonnen hatten, die Toten zu begraben und ihre Götzenbilder wieder aufzustellen. Eine Weile beschäftigte sich Cadrim mit dem Gedanken, wie diese Menschen, die ja angeblich den weltlichen Gütern abgeschworen hatten, die Steinmetze bezahlen wollten, die die Götterstatuen reparieren würden. Vielleicht verzichteten sie darauf, sie zum wahren Glauben zu bekehren. Der Dunkelelf schüttelte den Kopf. In letzter Zeit schien die Welt nur noch aus religiösen Fanatikern zu bestehen...
Der Morgen graute bereits, als sie Baralis endlich einholten. Anscheinend hatte sich ihr Gefährte schlussendlich doch entschieden, auf sie zu warten und so ritten das seltsame Trio über die breite Straße, während die Sonne langsam über den Horizont kroch und erste Strahlen aussandte, die die Welt umschmeichelten und die Dunkelheit verdrängten. Cadrim schloss die Augen und spürte das Sonnenlicht auf seiner schwarzen Haut, während er das Pferd problemlos blind weiterführte. Die Wärme durchdrang jede einzelne Pore seiner Haut und bestätigte ihm, dass er noch lebte - in den vergangenen Stunden hatte er ob seiner erschreckenden Gefühllosigkeit befürchtet, dass dies nicht mehr der Fall sein könnte. Seufzend öffnete er wieder die Augen und betrachtete den schweigenden Baralis. Tomás Bemerkung hatte eine seltsame Faszination in dem Dunkelelfen ausgelöst und so fragte er: "Sagt, Baralis, seid Ihr nur ob des Geldes wegen in die Dienste des Regenten getreten? Treibt Euch nichts anderes an, als tumbe Gier?" Cadrim sah seinen Gefährten abwartend an und seine Befürchtung, ihn verärgert zu haben, wuchs mit jeder Sekunde, in der Baralis nicht antwortete.
Der Morgen graute bereits, als sie Baralis endlich einholten. Anscheinend hatte sich ihr Gefährte schlussendlich doch entschieden, auf sie zu warten und so ritten das seltsame Trio über die breite Straße, während die Sonne langsam über den Horizont kroch und erste Strahlen aussandte, die die Welt umschmeichelten und die Dunkelheit verdrängten. Cadrim schloss die Augen und spürte das Sonnenlicht auf seiner schwarzen Haut, während er das Pferd problemlos blind weiterführte. Die Wärme durchdrang jede einzelne Pore seiner Haut und bestätigte ihm, dass er noch lebte - in den vergangenen Stunden hatte er ob seiner erschreckenden Gefühllosigkeit befürchtet, dass dies nicht mehr der Fall sein könnte. Seufzend öffnete er wieder die Augen und betrachtete den schweigenden Baralis. Tomás Bemerkung hatte eine seltsame Faszination in dem Dunkelelfen ausgelöst und so fragte er: "Sagt, Baralis, seid Ihr nur ob des Geldes wegen in die Dienste des Regenten getreten? Treibt Euch nichts anderes an, als tumbe Gier?" Cadrim sah seinen Gefährten abwartend an und seine Befürchtung, ihn verärgert zu haben, wuchs mit jeder Sekunde, in der Baralis nicht antwortete.
- Tomás de Torquemada
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Bevor Baralis antworten konnte, lenkte Tomás mit einem Ausruf die Aufmerksamkeit auf sich. Er hatte abseits des Weges etwas Helles durch Sträucher blinken sehen. Er lenkte den Falben zu der Stelle und fand einen Haufen weißen Stoffes, zum Teil blutbefleckt.
"Es scheint, hier haben sich ein paar Schlangen gehäutet", rief er seinen Begleitern grimmig zu.
Beide ritten zu ihm und Baralis fand es nicht unter seiner Würde, den Haufen, der sich aus drei Mützen und drei Umhängen zusammensetzte, nach Wertsachen zu durchsuchen ohne etwas zu finden.
Fünf Minuten später sahen die Reiter eine dreiköpfige Fußgängertruppe vor sich, die allen Anschein nach einen Morgenspaziergang machten. Dabei mußte sich einer verletzt haben, denn er trug einen Verband um den rechten Arm.
"Denkt ihr auch, was ich denke?" fragte Tomás mit verschmälerten Augen. "Diese Wanderburschen wissen vielleicht mehr über diesen Treffpunkt."
Mit diesen Worten trieb er den Falben an, geradewegs auf die drei Fußgänger zu.
"Es scheint, hier haben sich ein paar Schlangen gehäutet", rief er seinen Begleitern grimmig zu.
Beide ritten zu ihm und Baralis fand es nicht unter seiner Würde, den Haufen, der sich aus drei Mützen und drei Umhängen zusammensetzte, nach Wertsachen zu durchsuchen ohne etwas zu finden.
Fünf Minuten später sahen die Reiter eine dreiköpfige Fußgängertruppe vor sich, die allen Anschein nach einen Morgenspaziergang machten. Dabei mußte sich einer verletzt haben, denn er trug einen Verband um den rechten Arm.
"Denkt ihr auch, was ich denke?" fragte Tomás mit verschmälerten Augen. "Diese Wanderburschen wissen vielleicht mehr über diesen Treffpunkt."
Mit diesen Worten trieb er den Falben an, geradewegs auf die drei Fußgänger zu.
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- Cadrim Kagrim
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Cadrim grinste und folgte dem Kleriker. In Anbetracht der unbedarfen "Wandersburschen", die sie soeben getroffen hatte, vergaß er erst einmal, dass Baralis ihm noch eine Antwort auf seine Frage schuldete - das hier versprach viel mehr Spaß zu machen. Die drei Gefährten zügelten ihre Pferde, als sie das ungewöhnliche Trio erreichten. Cadrim gab seinem Reittier einen leichten Klapps und gehorsam wankte es zur Seite, versperrte den Weg die Straße hinab. Der Dunkelelf nickte den anderen unauffällig zu, um ihnen mitzuteilen, dass er dieses Verhör beginnen wollte. Cadrim lehnte sich im Sattel vor und lächelte herablassend im Schatten seiner Kapuze.
"Na, wen haben wir denn da? Drei arme, einfache Bauern auf dem Weg nach Hause?" Die drei nickten eifrig. "Ein bisschen spät, oder besser ziemlich früh, nicht wahr?" Cadrim deutete auf den roten Ball, der sich gerade über den Horizont schob und die Nacht vertrieb.
"Wie Ihr schon richtig bemerkt habt, mein Herr, sind auf dem Heimweg", meinte der Dickste von den dreien. "Und wo kommt ihr her?", fragte der Dunkelelf unbeindruckt. "Wir..wir..." Dem Dicken kam die rettende Idee. "Wir sind Holzfäller und haben die Nacht im Wald verbracht." Natürlich, dachte sich Cadrim in der kleinen, privaten Welt hinter seiner Stirn. Und wo sind eure Äxte? Und wo euer Holz?
"Na, wen haben wir denn da? Drei arme, einfache Bauern auf dem Weg nach Hause?" Die drei nickten eifrig. "Ein bisschen spät, oder besser ziemlich früh, nicht wahr?" Cadrim deutete auf den roten Ball, der sich gerade über den Horizont schob und die Nacht vertrieb.
"Wie Ihr schon richtig bemerkt habt, mein Herr, sind auf dem Heimweg", meinte der Dickste von den dreien. "Und wo kommt ihr her?", fragte der Dunkelelf unbeindruckt. "Wir..wir..." Dem Dicken kam die rettende Idee. "Wir sind Holzfäller und haben die Nacht im Wald verbracht." Natürlich, dachte sich Cadrim in der kleinen, privaten Welt hinter seiner Stirn. Und wo sind eure Äxte? Und wo euer Holz?
- Tomás de Torquemada
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"Das ihr die Nacht im Wald verbracht habt, glaube ich auch!" fuhr Tomás scharf dazwischen. Ein ungehaltener Blick blitzte aus Cadrims Kapuze zu ihm herüber. Tomás kümmerte das nicht, denn er hatte keine Geduld für die Katz-und-Maus-Spielchen seines Gefährten. Er sprang vom Falben, den Bauern fast auf die Zehen. Er landete mit einem dumpfen Schlag begleitet vom Rasseln des Kettenhemdes. Die Bauern sahen zusehends alarmiert drein.
Der Kleriker packte den Verwundeten, einen jungen Mann in seinem Alter mit strohblondem Haar und wässrigblauen Augen fest am Verband. Der stöhnte auf, Schweiß trat auf seine Stirn. Tomás nahm in fest ins Auge: "Ich weiß, wo ihr die Nacht verbracht habt. Und womit ihr sie verbracht habt. Was mich jetzt interessiert ist", er brachte seine Gesicht ganz nah an das seines Gegenübers, "Wo wollt ihr jetzt hin?"
Leider hatte Tomás in seinem jugendlichen Überschwang eine alte Wahrheit vergessen: Noch das harmloseste Tier kann in die Ecke gedrängt zu einer Bedrohung werden. Der junge Bauer war panisch vor Angst und Schmerz und handelte so blindlings wie blitzschnell. Er ruckte seinen Kopf vor und verbiß sich in Tomás Nase.
Der Kleriker packte den Verwundeten, einen jungen Mann in seinem Alter mit strohblondem Haar und wässrigblauen Augen fest am Verband. Der stöhnte auf, Schweiß trat auf seine Stirn. Tomás nahm in fest ins Auge: "Ich weiß, wo ihr die Nacht verbracht habt. Und womit ihr sie verbracht habt. Was mich jetzt interessiert ist", er brachte seine Gesicht ganz nah an das seines Gegenübers, "Wo wollt ihr jetzt hin?"
Leider hatte Tomás in seinem jugendlichen Überschwang eine alte Wahrheit vergessen: Noch das harmloseste Tier kann in die Ecke gedrängt zu einer Bedrohung werden. Der junge Bauer war panisch vor Angst und Schmerz und handelte so blindlings wie blitzschnell. Er ruckte seinen Kopf vor und verbiß sich in Tomás Nase.
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- Cadrim Kagrim
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Ein Blitz, so hell, dass er alle vier Männer blendete, zuckte durch die Luft und warf den Mann, der sich in Tomás Nase verbissen hatte, zurück, als die magische Energie ihn wie ein Hammerschlag traf. Eine Hand an der angeknabberten Nase und heftig die Tränen wegblinzelnd, die dem Kleriker ob der Helligkeit des Blitzes in die Augen gestiegen waren, blickte er zu Cadrim hinauf, der gerade seine Hand sinken ließ und seinem Pferd beruhigend den Hals klopfte. Der Blick des Menschen war zusammengesetzt aus Entsetzen, Tadel und einem kleinen Funken Dankbarkeit, doch der Dunkelelf erwiderte ihn gelassen. "Keine Sorge, er lebt noch", versuchte er Tomás zu beruhigen. "Glaube ich jedenfalls..."
Während sich der Eiferer GOttes zu dem zuweilen zuckenden Mann hinunterbückte und darauf bedacht war, die spontan über den Körper des Verletzten kriechenden Blitze aus Restmagie, nicht zu berühren, spürte Cadrim die Blicke der beiden anderen 'Holzfäller' auf sich und drehte seinen Kopf wie in Zeitlupe in deren Richtung. Die beiden schauderten unter dem Blick des Dunkelelfen und wandten schnell die Augen ab. "Wahrscheinlich, bevor ich sie verfluche und den bösen Blick auf sie richte", erklange Cadrims Gedanken in seinem Kopf. Wenn diese Männer schon die Götter anzweifelten, was hielten sie dann wohl von der Magie und jenen, die sie anwandten? Wahrscheinlich nicht viel.
Seufzend stieg Cadrim ab und öffnete seinen Mantel. Zum Vorschein kam seine Armbrust, die er wieder in der Hand hielt und direkt auf das Herz des Dicken zielte. "Also, mein Freund, wo ist der Treffpunkt von euch fanatischen Irren?" Sein Zeigefinger krümmte sich ansatzweise und sofort brach dem Mann der Schweiß aus. "Na?"
Während sich der Eiferer GOttes zu dem zuweilen zuckenden Mann hinunterbückte und darauf bedacht war, die spontan über den Körper des Verletzten kriechenden Blitze aus Restmagie, nicht zu berühren, spürte Cadrim die Blicke der beiden anderen 'Holzfäller' auf sich und drehte seinen Kopf wie in Zeitlupe in deren Richtung. Die beiden schauderten unter dem Blick des Dunkelelfen und wandten schnell die Augen ab. "Wahrscheinlich, bevor ich sie verfluche und den bösen Blick auf sie richte", erklange Cadrims Gedanken in seinem Kopf. Wenn diese Männer schon die Götter anzweifelten, was hielten sie dann wohl von der Magie und jenen, die sie anwandten? Wahrscheinlich nicht viel.
Seufzend stieg Cadrim ab und öffnete seinen Mantel. Zum Vorschein kam seine Armbrust, die er wieder in der Hand hielt und direkt auf das Herz des Dicken zielte. "Also, mein Freund, wo ist der Treffpunkt von euch fanatischen Irren?" Sein Zeigefinger krümmte sich ansatzweise und sofort brach dem Mann der Schweiß aus. "Na?"
Spielleiter
Der Dicke zitterte, dann gab er sich einen Ruck, als sich Cadrims Zeigefinger noch ein wenig mehr krümmte. Hastig gestikulierte er in Richtung der Straße, dabei aber irgendwelche provozierenden Gesten vermeidend.
"Im nächsten Dorf! In einem Geheimraum unter der Schenke zur Kupfermünze! Sprecht mit Aran, dem Wirt!" "Was hast du getan?", fragte der letzte der drei Männer, der bisher geschwiegen hatte. "Warum verrätst du ihnen unser Versteck?!" "Sei still, du Narr. Es wird ihnen sowieso nichts nützen. Der Hohepriester wird sie alle unter seinem Stiefelabsatz zermalmen."
Spielleiter Ende
Der Dicke zitterte, dann gab er sich einen Ruck, als sich Cadrims Zeigefinger noch ein wenig mehr krümmte. Hastig gestikulierte er in Richtung der Straße, dabei aber irgendwelche provozierenden Gesten vermeidend.
"Im nächsten Dorf! In einem Geheimraum unter der Schenke zur Kupfermünze! Sprecht mit Aran, dem Wirt!" "Was hast du getan?", fragte der letzte der drei Männer, der bisher geschwiegen hatte. "Warum verrätst du ihnen unser Versteck?!" "Sei still, du Narr. Es wird ihnen sowieso nichts nützen. Der Hohepriester wird sie alle unter seinem Stiefelabsatz zermalmen."
Spielleiter Ende
- Tomás de Torquemada
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Schlimmer als die Verwundung schmerzte Tomás sein verletzter Stolz. Seine Nase! Ausgerechnet seine Nase!
Tränen und Blut quollen unter den Händen hervor, die seinen mißhandelten Riechkolben hielten. Wenigstens vermischten sich die Tränen so mit dem Blut, dass sie nicht erkennbar waren.
Es dauerte eine Weile bis der Kleriker seine Scham und seinen Zorn soweit zügeln konnte, dass er einen Heilungszauber aussprechen konnte. Weder von seinen Gefährten noch von den Bauer war Gelächter zu hören, was ihnen das Leben rettete.
Mit einem Zipfel seines Überwurfs entfernte er die Überreste des Nasendebakels und hörte der Aussage des Dicken zu. So ein Hohepriester kam ihm gerade recht, die erlittene Demütigung zu rächen.
Tomás war Cadrim ein "Danke!" hin, ja, er spuckte es geradezu aus. Der Tonfall war nur als beleidigend zu bezeichnen.
"Was fangen wir mit diesen drei Grazien an?", setzte er ruhiger hinzu, aber noch immer mit einem Unterton, der es nicht ratsam scheinen ließ, sich jetzt mit ihm anzulegen.
Tränen und Blut quollen unter den Händen hervor, die seinen mißhandelten Riechkolben hielten. Wenigstens vermischten sich die Tränen so mit dem Blut, dass sie nicht erkennbar waren.
Es dauerte eine Weile bis der Kleriker seine Scham und seinen Zorn soweit zügeln konnte, dass er einen Heilungszauber aussprechen konnte. Weder von seinen Gefährten noch von den Bauer war Gelächter zu hören, was ihnen das Leben rettete.
Mit einem Zipfel seines Überwurfs entfernte er die Überreste des Nasendebakels und hörte der Aussage des Dicken zu. So ein Hohepriester kam ihm gerade recht, die erlittene Demütigung zu rächen.
Tomás war Cadrim ein "Danke!" hin, ja, er spuckte es geradezu aus. Der Tonfall war nur als beleidigend zu bezeichnen.
"Was fangen wir mit diesen drei Grazien an?", setzte er ruhiger hinzu, aber noch immer mit einem Unterton, der es nicht ratsam scheinen ließ, sich jetzt mit ihm anzulegen.
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Cadrim lächelte bei der Frage des Klerikers. "Töten wir sie", antwortete er geringschätzig. "So wie sie heute bereits getötet haben. Sie sind uns nicht mehr länger von Nutzen und allmählich gehen sie mir auf die Nerven. Also sollten sie sterben!"
Wieder einmal war das aktive Bewusstsein des Dunkelelfen in einen fernen Winkel seiner Selbst gekrochen, sein mentales Ich wurde von einer erschreckenden Kaltschnäuzigkeit beherrscht, die es wenig kümmerte, über Leichen zu gehen.
Abwarten blickte Cadrim Tomás an, während Baralis dem Vorschlag des Dunkelelfen nicht abgeneigt zu sein schien. Als die Antwort des Menschen weiterhin auf sich warten ließ, wurden Cadrims Augen zu schmalen Schlitzen und seine Hand, mit der er die Armbrust hielt, zuckte kurz. Falls der Kleriker Schwierigkeiten machen würde, müssten gewisse Maßnahmen ergriffen werden...
Wieder einmal war das aktive Bewusstsein des Dunkelelfen in einen fernen Winkel seiner Selbst gekrochen, sein mentales Ich wurde von einer erschreckenden Kaltschnäuzigkeit beherrscht, die es wenig kümmerte, über Leichen zu gehen.
Abwarten blickte Cadrim Tomás an, während Baralis dem Vorschlag des Dunkelelfen nicht abgeneigt zu sein schien. Als die Antwort des Menschen weiterhin auf sich warten ließ, wurden Cadrims Augen zu schmalen Schlitzen und seine Hand, mit der er die Armbrust hielt, zuckte kurz. Falls der Kleriker Schwierigkeiten machen würde, müssten gewisse Maßnahmen ergriffen werden...
- Tomás de Torquemada
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Im Schwange seiner Scham und des resultierenden Zorns hätte Tomás die Bauern vielleicht gemetzelt. Aber die offensichtliche Geringschätzung seines dunklen Begleiters traf ihn, denn er fühlte, dass sie auch ihm galt.
"Es wird reichen, sie zu fesseln.", verfügte er knapp ohne zu ahnen, welcher Gefahr er sich damit aussetzte. Unwissenheit kann ein Glück sein, denn er wußte nicht wie leicht Cadrims Hand an der Armbrust lag, bereit jederzeit abzudrücken.
Tomás begann die Bauern mit ihren eigenen Gürteln und Stoffstreifen zu fesseln. Erstaunlicherweise half ihm Baralis dabei. Na, vielleicht war es doch nicht so erstaunlich, denn er nutzte die Gelegenheit, die drei auf Wertsachen zu durchsuchen. Mehr als ein paar Münzen geringen Wertes und drei kleinen, weißen Scheiben mit einem verschnörkelten Symbol förderte er allerdings nicht zu Tage. Bevor er diese fortschleudern konnte, nahm sie der Kleriker an sich. "Vielleicht ist dies ein Erkennungszeichen." Ein Zucken des dritten Bauerns schien ihm Recht zu geben. "Es könnte nützlich sein."
Tomás gab eine Scheibe Baralis, steckte eine ein und reichte die dritte zu Cadrim hoch, der sich nun entscheiden mußte, wie er seine Hände einsetzte.
"Es wird reichen, sie zu fesseln.", verfügte er knapp ohne zu ahnen, welcher Gefahr er sich damit aussetzte. Unwissenheit kann ein Glück sein, denn er wußte nicht wie leicht Cadrims Hand an der Armbrust lag, bereit jederzeit abzudrücken.
Tomás begann die Bauern mit ihren eigenen Gürteln und Stoffstreifen zu fesseln. Erstaunlicherweise half ihm Baralis dabei. Na, vielleicht war es doch nicht so erstaunlich, denn er nutzte die Gelegenheit, die drei auf Wertsachen zu durchsuchen. Mehr als ein paar Münzen geringen Wertes und drei kleinen, weißen Scheiben mit einem verschnörkelten Symbol förderte er allerdings nicht zu Tage. Bevor er diese fortschleudern konnte, nahm sie der Kleriker an sich. "Vielleicht ist dies ein Erkennungszeichen." Ein Zucken des dritten Bauerns schien ihm Recht zu geben. "Es könnte nützlich sein."
Tomás gab eine Scheibe Baralis, steckte eine ein und reichte die dritte zu Cadrim hoch, der sich nun entscheiden mußte, wie er seine Hände einsetzte.
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Cadrim zögerte einen Moment, dann entspannte er sich und sicherte die Armbrust wieder, bevor er sie erneut unter seinem Mantel verschwinden ließ. Etwas unwirsch griff der Dunkelelf nach dem einfachen Schmuckstück, das etwas größer als eine normalgroße Goldmünze und von schlichter Einfachkeit war. Cadrim betrachtete es kurz und versuchte, dem Verlauf der Linien, welche ein seltsames Symbol bildeten, zu folgen, gab aber auf, als er anfing zu schielen und steckte die kleine Scheibe ein.
Mit einem bedauernden Blick auf die drei Gefesselten, schnalzte er mit der Zunge und zog nachlässig an den Zügeln, worauf sich sein Pferd in Bewegung setzte. Der Dunkelelf blickte noch lange nach hinten, auch als die drei Gefährten wieder ihren ursprünglichen Weg eingeschlagen hatten. Erst als die zurückgelassenen Fanatiker außer Sicht waren, drehte sich Cadrim wieder um und blickte über die staubige Straße, die von Reihen dunkler Bäume gesäumt wurde. Langsam machte sich der Kampf und die viel zu kurzen Stunden des erholsamen Schlafs bemerkbar und der Dunkelelf zwinkerte heftig, darum bemüht, seine Augen unter allen Umständen offen zu halten. Vielleicht konnten sie in der Ortschaft ja erst einmal Quartier beziehen und das Versteck dieses ominösen Kults erst am nächsten Morgen ausräuchern. Cadrim hoffte es inständig.
Nach einer Weile bewegte sich Cadrim unbehaglich auf dem Rücken seines Pferdes, so als würde ihm eine unbequeme Sitzposition Qualen bereiten. Doch in Wirklichkeit war es die angespannte Stille, die sich über die Gruppe gelegt hatte und danach verlangen zu schien, gefüllt zu werden. Allerdings wolte dem Dunkelelfen nicht das geringste einfallen, was er hätte sagen können und so suchte er im Innern nach Diskussion und Kontroverse. Er brauchte nicht lange zu suchen.
Noch immer schien es ihm, als würden zwei Seelen um seinen Körper streiten. Jahrelang war er durch Tantalien gereist und hatte die Vorurteile, mit denen die Leute Angehörigen seines Volkes begegneten, gleichmütig über sich ergehen lassen. Doch nun schien sich ein Teil seines Bewusstseins in das mentale Äquivalent heißen Stahls verwandelt zu haben, vermischt mit einer grausam kalten Gleichgültigkeit, die allen anderen Lebewesen galt. Cadrim schwirrte der Kopf, er wusste nicht mehr, was sein wahres Selbst war und woher diese anderen Empfindungen auf einmal kamen. Hatten sie schon seit jeher in den dunklen Ecken seines Geistes gelauert, bereit, jederzeit die Kontrolle über den Körper zu übernehmen? Cadrim furchte die Stirn, während er dahinter beunruhigenden Gedankengängen nachging.
Mit einem bedauernden Blick auf die drei Gefesselten, schnalzte er mit der Zunge und zog nachlässig an den Zügeln, worauf sich sein Pferd in Bewegung setzte. Der Dunkelelf blickte noch lange nach hinten, auch als die drei Gefährten wieder ihren ursprünglichen Weg eingeschlagen hatten. Erst als die zurückgelassenen Fanatiker außer Sicht waren, drehte sich Cadrim wieder um und blickte über die staubige Straße, die von Reihen dunkler Bäume gesäumt wurde. Langsam machte sich der Kampf und die viel zu kurzen Stunden des erholsamen Schlafs bemerkbar und der Dunkelelf zwinkerte heftig, darum bemüht, seine Augen unter allen Umständen offen zu halten. Vielleicht konnten sie in der Ortschaft ja erst einmal Quartier beziehen und das Versteck dieses ominösen Kults erst am nächsten Morgen ausräuchern. Cadrim hoffte es inständig.
Nach einer Weile bewegte sich Cadrim unbehaglich auf dem Rücken seines Pferdes, so als würde ihm eine unbequeme Sitzposition Qualen bereiten. Doch in Wirklichkeit war es die angespannte Stille, die sich über die Gruppe gelegt hatte und danach verlangen zu schien, gefüllt zu werden. Allerdings wolte dem Dunkelelfen nicht das geringste einfallen, was er hätte sagen können und so suchte er im Innern nach Diskussion und Kontroverse. Er brauchte nicht lange zu suchen.
Noch immer schien es ihm, als würden zwei Seelen um seinen Körper streiten. Jahrelang war er durch Tantalien gereist und hatte die Vorurteile, mit denen die Leute Angehörigen seines Volkes begegneten, gleichmütig über sich ergehen lassen. Doch nun schien sich ein Teil seines Bewusstseins in das mentale Äquivalent heißen Stahls verwandelt zu haben, vermischt mit einer grausam kalten Gleichgültigkeit, die allen anderen Lebewesen galt. Cadrim schwirrte der Kopf, er wusste nicht mehr, was sein wahres Selbst war und woher diese anderen Empfindungen auf einmal kamen. Hatten sie schon seit jeher in den dunklen Ecken seines Geistes gelauert, bereit, jederzeit die Kontrolle über den Körper zu übernehmen? Cadrim furchte die Stirn, während er dahinter beunruhigenden Gedankengängen nachging.
Nun dauerte es zu Baralis Erleichterung nicht mehr allzu lange, bis die kleine Gruppe das Dorf. von dem der Mann im Hain gesprochen hatte, erreichten.
Dort angekommen machte Cadrim den Vorschlag, sich in ein Gasthaus einzuquartieren, und sich erst nach einer Pause mit der Sekte zu beschäftigen. Baralis war zwar nicht besonders begeistert, dass sich die Beschaffung seiner Belohnung nun noch weiter verzögern würde, Andererseits war auch er selbst müde, und in einem Gasthaus würde er sich das Beenden seiner Wachschicht sparen. So stimmte der Magier Cadrim schließlich zu, und ritt auf einen Menschen zu, der sich nicht weit von der kleinen Gruppe aifhielt.
"Sagt mir, wo kann man in diesem Ort ein Gasthaus finden?", fragte er den Fremden.
Dieser beschrieb bereitwillig den Weg zu einer Taverne, die er als besonders gut anpries, und sah Baralis daraufhin hoffnungsvoll an. Er hatte wohl auf eine goldene Belohnung spekuliert. Baralis jedoch dankte dem Mann nur in hämisch freundlichem Ton, und winkte seine beiden Begleiter zu sich heran, um sie zu dem Gasthaus führen zu können.
Der Ritt zum Gasthaus dauerte nur wenige Minuten und schon von weitem war zu erkennen, dass es nicht viel taugte. Wahrscheinlich wurde das Haus nur von Zwergen frequentiert, die vorher in einem anderen Gasthaus randaliert hatten, und herausgeworfen worden waren, und in ihrem volltrunkenen Zustand den Zustand der Taverne gar nicht mehr bemerkten.
Trotz der offensichtlichen Mängel ließ sich der Dunkelelf nicht anmerken, dass er von der Taverne enttäuscht war, schließlich war er es gewesen, der die drei zu dieser Taverne geführt hatte.
Das Innere der Taverne sah kaum besser aus, als das Äußere: das Erscheinungsbild des Bodens war von Bierlachen geprägt, die Tische mussten den letzten Kontakt mit Putzwasser vor Wochen gehabt haben. Den Höhepunkt des unappetitlichen Anblickes allerdings bot der Wirt, der über und über mit einer abstoßend aussehenden Sauve bekleckert war.
Dort angekommen machte Cadrim den Vorschlag, sich in ein Gasthaus einzuquartieren, und sich erst nach einer Pause mit der Sekte zu beschäftigen. Baralis war zwar nicht besonders begeistert, dass sich die Beschaffung seiner Belohnung nun noch weiter verzögern würde, Andererseits war auch er selbst müde, und in einem Gasthaus würde er sich das Beenden seiner Wachschicht sparen. So stimmte der Magier Cadrim schließlich zu, und ritt auf einen Menschen zu, der sich nicht weit von der kleinen Gruppe aifhielt.
"Sagt mir, wo kann man in diesem Ort ein Gasthaus finden?", fragte er den Fremden.
Dieser beschrieb bereitwillig den Weg zu einer Taverne, die er als besonders gut anpries, und sah Baralis daraufhin hoffnungsvoll an. Er hatte wohl auf eine goldene Belohnung spekuliert. Baralis jedoch dankte dem Mann nur in hämisch freundlichem Ton, und winkte seine beiden Begleiter zu sich heran, um sie zu dem Gasthaus führen zu können.
Der Ritt zum Gasthaus dauerte nur wenige Minuten und schon von weitem war zu erkennen, dass es nicht viel taugte. Wahrscheinlich wurde das Haus nur von Zwergen frequentiert, die vorher in einem anderen Gasthaus randaliert hatten, und herausgeworfen worden waren, und in ihrem volltrunkenen Zustand den Zustand der Taverne gar nicht mehr bemerkten.
Trotz der offensichtlichen Mängel ließ sich der Dunkelelf nicht anmerken, dass er von der Taverne enttäuscht war, schließlich war er es gewesen, der die drei zu dieser Taverne geführt hatte.
Das Innere der Taverne sah kaum besser aus, als das Äußere: das Erscheinungsbild des Bodens war von Bierlachen geprägt, die Tische mussten den letzten Kontakt mit Putzwasser vor Wochen gehabt haben. Den Höhepunkt des unappetitlichen Anblickes allerdings bot der Wirt, der über und über mit einer abstoßend aussehenden Sauve bekleckert war.
- Tomás de Torquemada
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[OOC Also ich stelle mir Dörfer irgendwie kleiner vor. Ein Ritt von mehreren Minuten bis zum Gasthaus?
]
Gleichmütig besah Tomás das heruntergekommene Gasthaus. In dieser Gegend gab es sichtlich wenig Fremdenverkehr und es würde das einzige im weiten Umkreis sein.
Ein halbwüchsiger Junge mit einem Klumpfuß war ihnen entgegengekommen und hatte ihnen die Pferde abgenommen. So wie er mit ihnen umging, schien er etwas von Pferdepflege zu verstehen. Tomás zeigte ihm vorsichtshalber trotzdem ein Goldstück. "Dies wird deins sein, wenn du gut für sie sorgst." Der Junge nickte eifrig, sagte aber nichts.
Im Schankraum war wohl das letzte mal zur Eröffnung geputzt worden. An diesem Tag schien auch der Wirt sein letztes Bad genommen zu haben.
Mit wedelnden Händen kam er auf sie zu: "Ihr seid zu früh! Wir haben noch geschlossen!"
"Wir wollen vorerst nur ruhen, zeigt uns ein Zimmer."
Der Wirt zögerte einen Moment, führte sie aber dann in den hinteren Bereich des heruntergekommenen Hauses. Wie Tomás schon geahnt hatte, gab es nur Gemeinschaftszimmer.
Er schickte einen Stoßseufzer an GOtt und sah betrübt auf das große Bett, in dem er zusammen mit seinen Gefährten und einer Millionenschaft von Flöhen und Wanzen ruhen würde.
"Unsere Ankunft wird nicht unbemerkt geblieben sein. Wir sollten einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, bevor wir schlafen gehen." Mit diesen Worten begann er eine wurmstichige Kommode vor die Tür zu schieben. Cadrim kümmerte sich derweil um das einzige Fenster des Raumes.
Gleichmütig besah Tomás das heruntergekommene Gasthaus. In dieser Gegend gab es sichtlich wenig Fremdenverkehr und es würde das einzige im weiten Umkreis sein.
Ein halbwüchsiger Junge mit einem Klumpfuß war ihnen entgegengekommen und hatte ihnen die Pferde abgenommen. So wie er mit ihnen umging, schien er etwas von Pferdepflege zu verstehen. Tomás zeigte ihm vorsichtshalber trotzdem ein Goldstück. "Dies wird deins sein, wenn du gut für sie sorgst." Der Junge nickte eifrig, sagte aber nichts.
Im Schankraum war wohl das letzte mal zur Eröffnung geputzt worden. An diesem Tag schien auch der Wirt sein letztes Bad genommen zu haben.
Mit wedelnden Händen kam er auf sie zu: "Ihr seid zu früh! Wir haben noch geschlossen!"
"Wir wollen vorerst nur ruhen, zeigt uns ein Zimmer."
Der Wirt zögerte einen Moment, führte sie aber dann in den hinteren Bereich des heruntergekommenen Hauses. Wie Tomás schon geahnt hatte, gab es nur Gemeinschaftszimmer.
Er schickte einen Stoßseufzer an GOtt und sah betrübt auf das große Bett, in dem er zusammen mit seinen Gefährten und einer Millionenschaft von Flöhen und Wanzen ruhen würde.
"Unsere Ankunft wird nicht unbemerkt geblieben sein. Wir sollten einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, bevor wir schlafen gehen." Mit diesen Worten begann er eine wurmstichige Kommode vor die Tür zu schieben. Cadrim kümmerte sich derweil um das einzige Fenster des Raumes.
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Cadrim fand, dass man eine neue Bezeichnung für die Verdrecktheit des Gasthauses erfinden musste, so schmierig stellte sich alles dar, insbesondere der Wirt, welcher sogar noch die Unverschämtheit hatte, Geld zu verlangen. Nach des Dunkelelfen Meinung sollte er glücklich sein, wenn die Gefährten das Gasthaus anzündeten und mit der reinigenden Kraft des Feuers einen Frühjahrsputz durchführten, der schon allzu lange auf sich warten ließ.
Kritisch das große, wanzenverseuchte Bett betrachtend, das den dreien als Ruhestätte dienen sollte, ging Cadrim wie von Tomás befohlen zum Fenster, um es gegen Eindringlinge abzusichern. Am liebsten hätte der Dunkelelf Hammer und Nägel zur Hand genommen und das Fenster zugenagelt, doch so musste er sich damit begnügen, die Angeln zu blockieren. Wenn jemand seiner Gefährten später frische Luft brauchte, so sollte er sich draußen die Beine vertreten.
Kritisch das große, wanzenverseuchte Bett betrachtend, das den dreien als Ruhestätte dienen sollte, ging Cadrim wie von Tomás befohlen zum Fenster, um es gegen Eindringlinge abzusichern. Am liebsten hätte der Dunkelelf Hammer und Nägel zur Hand genommen und das Fenster zugenagelt, doch so musste er sich damit begnügen, die Angeln zu blockieren. Wenn jemand seiner Gefährten später frische Luft brauchte, so sollte er sich draußen die Beine vertreten.
Kurz dachte Baralis daran, sich doch lieber außerhalb des Dorfes einzurichten, entschied sich dann aber dagegen. Nicht aus reiner Zuneigung zu dem vor Dreck stehenden Bett, sondern, weil selbst der Schlaf in einem solchen Gasthaus sicherer sein sollte, als der unter freiem Himmel. Wahrscheinlich war es draußen dafür bequemer, als in diesem seltsamen Gemeinschaftsbett.
Missgelaunt grummelnd ließ sich Baralis schließlich in einer der Ecken des "Bettes" nieder, und versuchte zu schlafen, was dadurch vereitelt wurde, dass es nur einige Minuten dauerte, bis die Flöhe seine Haare als Spielwiese entdeckt zu haben schienen, und es ihn stark zu jucken begann.
Irgendwann hatte es der Magier zwar doch geschafft, sich in den Schlaf zu fluchen, doch dank der kurzen Schlafzeit erwachte er müder, als er eingeschlafen war. Die Luft in dem Schlafraum war allerdings während der Nacht so schlecht geworden, dass weiterer Schlaf nicht möglich war.
Ungehalten, und schon wieder fluchend, erhob sich Baralis und torkelte zum Fenster. Er versuchte, es zu öffnen, um für etwas bessere Luft zu sorgen, brachte aber nicht einmal das zustande, weil der Öffnungsmechanismus klemmte.
Der Dunkelelf begann damit, seine Flüche etwas lauter von sich zu geben, und beschloss, das Gasthaus vorerst zu verlassen, um sich etwas frische Luft zu gönnen.
Missgelaunt grummelnd ließ sich Baralis schließlich in einer der Ecken des "Bettes" nieder, und versuchte zu schlafen, was dadurch vereitelt wurde, dass es nur einige Minuten dauerte, bis die Flöhe seine Haare als Spielwiese entdeckt zu haben schienen, und es ihn stark zu jucken begann.
Irgendwann hatte es der Magier zwar doch geschafft, sich in den Schlaf zu fluchen, doch dank der kurzen Schlafzeit erwachte er müder, als er eingeschlafen war. Die Luft in dem Schlafraum war allerdings während der Nacht so schlecht geworden, dass weiterer Schlaf nicht möglich war.
Ungehalten, und schon wieder fluchend, erhob sich Baralis und torkelte zum Fenster. Er versuchte, es zu öffnen, um für etwas bessere Luft zu sorgen, brachte aber nicht einmal das zustande, weil der Öffnungsmechanismus klemmte.
Der Dunkelelf begann damit, seine Flüche etwas lauter von sich zu geben, und beschloss, das Gasthaus vorerst zu verlassen, um sich etwas frische Luft zu gönnen.
Zuletzt geändert von Baralis am Di 17.02.2004 - 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
- Tomás de Torquemada
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Tomás schlief wider Erwarten tief und fest und laut. Vielleicht war er auch wegen Sauerstoffmangel bewußtlos. Der mittleren Wald, den er angelegentlich zersägte, ließ allerdings auf Schlaf schließen.
Träume stiegen so vage in ihm auf, das er sie schon beim Durchleben vergaß. Sein Körper wühlte sich derweil durch das ganze Bett. Es war fraglich, ob seine Gefährten je wieder ein Lager mit ihm teilen würden.
Nach einigen Stunden wurde der Kleriker schlagartig wach und stand sozusagen senkrecht im Bett. Einem Moment der Desorientierung folgte heftiges Kratzen an allen erreichbaren Körperteilen. GOttverfluchte Flöhe!
Plötzlich hielt er in der Bewegung inne. Die Kommode stand nicht mehr vor der Tür. Er griff den Hammer GOttes (er hatte sich in voller Montur zur Ruhe gelegt) und glitt vom Bett. Auf dem Weg zur Tür stieß er mit dem kleinen Zeh gegen einen Hocker (die Stiefel hatte er leider ausgezogen). Erfolglos einen Aufschrei unterdrückend packte er seinen Fuß, ließ dabei den Streitkolben fallen und hüpfte auf einem Bein durch das Zimmer.
Träume stiegen so vage in ihm auf, das er sie schon beim Durchleben vergaß. Sein Körper wühlte sich derweil durch das ganze Bett. Es war fraglich, ob seine Gefährten je wieder ein Lager mit ihm teilen würden.
Nach einigen Stunden wurde der Kleriker schlagartig wach und stand sozusagen senkrecht im Bett. Einem Moment der Desorientierung folgte heftiges Kratzen an allen erreichbaren Körperteilen. GOttverfluchte Flöhe!
Plötzlich hielt er in der Bewegung inne. Die Kommode stand nicht mehr vor der Tür. Er griff den Hammer GOttes (er hatte sich in voller Montur zur Ruhe gelegt) und glitt vom Bett. Auf dem Weg zur Tür stieß er mit dem kleinen Zeh gegen einen Hocker (die Stiefel hatte er leider ausgezogen). Erfolglos einen Aufschrei unterdrückend packte er seinen Fuß, ließ dabei den Streitkolben fallen und hüpfte auf einem Bein durch das Zimmer.
Es kann nur einen GOtt geben! 
- Cadrim Kagrim
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Cadrim hatte sich mit der Absicht hingelegt, ein Auge offenzuhalten und über den Schlaf der anderen zu wachen. Wie sich bald herausstellte, war das nicht weiter schwer, denn Tomás schnarchte so laut, dass es ein Wunder war, dass der Wirt nicht hereinkam und ihm einen Knebel in den Mund steckte und Baralis schlief derart unruhig, dass der Dunkelelf noch lange wach lag. Irgendwann forderte dann der Kampf des Vortags und der entgangene Schlaf seinen Tribut und Cadrim fielen die Augen zu.
Er erwachte, als ein gedämpfter Aufschrei ertönte. Der Dunkelelf fuhr aus dem Schlaf und seine Instinkte begriffen schneller, als sein immer noch von rosaroten Wolken des Schlafs umnebelten Gehirns - die rechte Hand schoss regelrecht zu seiner Armbrust, welche er vorsorglich auf dem Nachttischchen plaziert hatte (mit einer solch sperrigen Waffe unter dem Mantel ließ es sich nur schwer schlafen, selbst wenn man die nervtötenden Gefährten Cadrims außer Acht ließ).
Doch der Dunkelelf hielt inne, als ihm seine scharfen, die Dunkelheit durchdringenden Augen ein genaues Bild seiner Umgebung übermittelten. Unwillkürlich musste Cadrim grinsen, als er Tomás vor dem Bett sah, der auf einem Bein auf und ab hüpfte und sich den anderen Fuß hielt, wobei er ein entsetzliches, sich in die Ohrengänge fressendes Jammern verlauten ließ. "So früh schon auf den Beinen, Freund Tomás?", fragte Cadrim spöttisch und wollte sich schon wieder auf die Matratze sinken lassen, um den verpassten Schlaf nachzuholen.
Doch da bemerkte er, was auch schon den Kleriker beunruhigt hatte: Die Tür stand offen und die Kommode war zur Seite gerückt. Wachsam sah sich Cadrim um und bemerkte, dass Baralis nicht mehr da war. Geschmeidig glitt der Dunkelelf in die Senkrechte und griff nach seiner Armbrust, deren Sicherungsbolzen er daraufhin löste. Er schwang die Beine aus dem Bett, glitt in die Stiefel und...nunja, jedenfalls wollte er auf dynamische Art und Weise in seine Stiefel schlüpfen, doch stattdessen zertrat er mit seinen Füßen eine dicke, fette Kakerlake, wobei das beunruhigende Geräusch brechenden Chitins erklang. Wie elektrisiert sprang Cadrim auf und versuchte gleichzeitg, den Schleim von seinem Fuß zu wischen und ihn dabei doch nicht zu berühren, wobei er wie eine Frau kreischte.
Er erwachte, als ein gedämpfter Aufschrei ertönte. Der Dunkelelf fuhr aus dem Schlaf und seine Instinkte begriffen schneller, als sein immer noch von rosaroten Wolken des Schlafs umnebelten Gehirns - die rechte Hand schoss regelrecht zu seiner Armbrust, welche er vorsorglich auf dem Nachttischchen plaziert hatte (mit einer solch sperrigen Waffe unter dem Mantel ließ es sich nur schwer schlafen, selbst wenn man die nervtötenden Gefährten Cadrims außer Acht ließ).
Doch der Dunkelelf hielt inne, als ihm seine scharfen, die Dunkelheit durchdringenden Augen ein genaues Bild seiner Umgebung übermittelten. Unwillkürlich musste Cadrim grinsen, als er Tomás vor dem Bett sah, der auf einem Bein auf und ab hüpfte und sich den anderen Fuß hielt, wobei er ein entsetzliches, sich in die Ohrengänge fressendes Jammern verlauten ließ. "So früh schon auf den Beinen, Freund Tomás?", fragte Cadrim spöttisch und wollte sich schon wieder auf die Matratze sinken lassen, um den verpassten Schlaf nachzuholen.
Doch da bemerkte er, was auch schon den Kleriker beunruhigt hatte: Die Tür stand offen und die Kommode war zur Seite gerückt. Wachsam sah sich Cadrim um und bemerkte, dass Baralis nicht mehr da war. Geschmeidig glitt der Dunkelelf in die Senkrechte und griff nach seiner Armbrust, deren Sicherungsbolzen er daraufhin löste. Er schwang die Beine aus dem Bett, glitt in die Stiefel und...nunja, jedenfalls wollte er auf dynamische Art und Weise in seine Stiefel schlüpfen, doch stattdessen zertrat er mit seinen Füßen eine dicke, fette Kakerlake, wobei das beunruhigende Geräusch brechenden Chitins erklang. Wie elektrisiert sprang Cadrim auf und versuchte gleichzeitg, den Schleim von seinem Fuß zu wischen und ihn dabei doch nicht zu berühren, wobei er wie eine Frau kreischte.
Während sich in dem Dreckloch, dass in diesem Dorf Taverne genannt wurde, dramatische Szenen abspielten, hatte Baralis genug frische Luft geatmet, um sich wieder in das stinkende Gebäude wagen zu können.
Im Schankraum der Taverne angekommen setzte sich der Magier an einen Tisch, leer waren sie alle, so wählte er eher unterbewusst einen aus, und winkte den scheinbar noch dreckiger gewordenen Wirt zu sich heran.
Er bestellte das einzige, was das "Gasthaus" zu bieten hatte: Wasser mit einem Geschmack, der dem von Bier entfernt ähnelte, und einen schleimigen Brei, der genau so wenig ein Eintopf war, wie das Gebäude, in dem er serviert wurde, eine richtige Taverne, und machte sich daran, leicht angeekelt seine Mahlzeit herunterzuwürgen.
Im Schankraum der Taverne angekommen setzte sich der Magier an einen Tisch, leer waren sie alle, so wählte er eher unterbewusst einen aus, und winkte den scheinbar noch dreckiger gewordenen Wirt zu sich heran.
Er bestellte das einzige, was das "Gasthaus" zu bieten hatte: Wasser mit einem Geschmack, der dem von Bier entfernt ähnelte, und einen schleimigen Brei, der genau so wenig ein Eintopf war, wie das Gebäude, in dem er serviert wurde, eine richtige Taverne, und machte sich daran, leicht angeekelt seine Mahlzeit herunterzuwürgen.
- Tomás de Torquemada
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Mit offenem Mund, einen Fuß in der Hand, den anderen auf dem Boden, starrte Tomas Cadrims Vorführung an. Über dessen eigenartigen Tanz und Gekreische vergaß er die eigene Schmerzen. Langsam klappte er den Mund zu und ließ das Bein sinken.
Ohne eine Wort suchte und fand er die Stiefel, zog sie an und verließ das Zimmer. Den Streitkolben in der Hand schlich er (was er für schleichen hielt) in den Schankraum und sah dort nichts Verdächtigeres als Baralis an einem Tisch. Er gesellte sich zu ihm, schnupperte an dessen Eintopf und entschuldigte sich hastig. Er schaffte es bis gerade vor die Tür, da brach es auch schon aus ihm heraus. Sofort kam um die Ecke ein Hund geschossen, der begeistert das zu sich nahm, was Tomás so reichlich gespendet hatte.
Der Kleriker kehrte zurück in die Schlafstube, in der sich Cadrim inzwischen beruhigt hatte. Aus den Provianttaschen holte er einen Kanten Brot und kaute ihn langsam und bedächtig. Anschließend nahm er einen kleinen Schluck Jerez aus dem Ziegenhautbeutel, den er aus seinem Heimatdorf mitgebracht hatte. Sein Magen schien wieder beruhigt zu sein. Tomás sprach dreizehnmal das GOttunser und fragte Cadrim, ob sie nicht Baralis Gesellschaft leisten sollten, an Schlaf sei ohnehin nicht mehr zu denken.
Ohne eine Wort suchte und fand er die Stiefel, zog sie an und verließ das Zimmer. Den Streitkolben in der Hand schlich er (was er für schleichen hielt) in den Schankraum und sah dort nichts Verdächtigeres als Baralis an einem Tisch. Er gesellte sich zu ihm, schnupperte an dessen Eintopf und entschuldigte sich hastig. Er schaffte es bis gerade vor die Tür, da brach es auch schon aus ihm heraus. Sofort kam um die Ecke ein Hund geschossen, der begeistert das zu sich nahm, was Tomás so reichlich gespendet hatte.
Der Kleriker kehrte zurück in die Schlafstube, in der sich Cadrim inzwischen beruhigt hatte. Aus den Provianttaschen holte er einen Kanten Brot und kaute ihn langsam und bedächtig. Anschließend nahm er einen kleinen Schluck Jerez aus dem Ziegenhautbeutel, den er aus seinem Heimatdorf mitgebracht hatte. Sein Magen schien wieder beruhigt zu sein. Tomás sprach dreizehnmal das GOttunser und fragte Cadrim, ob sie nicht Baralis Gesellschaft leisten sollten, an Schlaf sei ohnehin nicht mehr zu denken.
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- Cadrim Kagrim
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Cadrim nickte betäubt, während eine innere Stimme ihn für sein peinliches Verhalten von vorhin schalt. Mit vor Scham rotglühenden Ohren (was zusammen mit seiner schwarzen Haut und den schlotweißen Haaren einen besonders interessanten Kontrast bewirkte) wischte der Dunkelelf ein letztes Mal mit dem feuchten Lappen über seine Fußsohle und warf ihn dann angeekelt in eine dunkle Ecke. Vorsichtig schlüpfte er daraufhin in die Stiefel, welche er zuvor noch einmal umdrehte und kräftig schüttelte - er wollte weitere unerquickliche Begegnungen mit Krabbeltieren und anderen Insektoiden um jeden Preis vermeiden.
Bevor er hinter Tomás den Schankraum betrat, zog sich Cadrim noch schnell die Kapuze über den Kopf - auch wenn der Hauptraum der Taverne so dunkel und verdreckt war, dass des Dunkelelfen schwarze Haut wohl gar nicht auffallen würde. Einen mürrischen Blick durch eins der beschlagenen Fenster werfend und den verhangenen Wolkenhimmel betrachend, ließ sich Cadrim neben Baralis nieder und rümpfte die Nase, als seine feinen Sinne den widerlichen Geruch aufnahmen und ihn nach kurzer Verwirrung mit dem Inhalt des Topfes vor seinem Gefährten in Verbindung brachten.
Cadrim verschwand schnell in dem Zimmer der drei und kehrte an einem Kanten Brot knabbernd zurück. Er schritt zur Tür und riss sie weit auf, auf dass ein wenig frische Luft den verruchten Gestank des Wirtshauses verdünnen sollte. Sich gegen den Türrahmen lehnend und die verärgerten Blicke des Wirts nicht beachtend, wandte der Dunkelelf sich an seine Gefährten und fragte, ob sie nun bereit sein, das Versteck dieses seltsamen Kultes aufzusuchen. In Cadrims Fingern juckte es, eine seltsame Erregung hatte sich seiner bemächtigt und sein dunkles Wesen zitterte voller Vorfreude auf das bevorstehende Schlachten mehr oder weniger wehrloser Bürger...
Bevor er hinter Tomás den Schankraum betrat, zog sich Cadrim noch schnell die Kapuze über den Kopf - auch wenn der Hauptraum der Taverne so dunkel und verdreckt war, dass des Dunkelelfen schwarze Haut wohl gar nicht auffallen würde. Einen mürrischen Blick durch eins der beschlagenen Fenster werfend und den verhangenen Wolkenhimmel betrachend, ließ sich Cadrim neben Baralis nieder und rümpfte die Nase, als seine feinen Sinne den widerlichen Geruch aufnahmen und ihn nach kurzer Verwirrung mit dem Inhalt des Topfes vor seinem Gefährten in Verbindung brachten.
Cadrim verschwand schnell in dem Zimmer der drei und kehrte an einem Kanten Brot knabbernd zurück. Er schritt zur Tür und riss sie weit auf, auf dass ein wenig frische Luft den verruchten Gestank des Wirtshauses verdünnen sollte. Sich gegen den Türrahmen lehnend und die verärgerten Blicke des Wirts nicht beachtend, wandte der Dunkelelf sich an seine Gefährten und fragte, ob sie nun bereit sein, das Versteck dieses seltsamen Kultes aufzusuchen. In Cadrims Fingern juckte es, eine seltsame Erregung hatte sich seiner bemächtigt und sein dunkles Wesen zitterte voller Vorfreude auf das bevorstehende Schlachten mehr oder weniger wehrloser Bürger...

