Gott und die Welt

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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Moinsens :winken:
Karyptis hat geschrieben: Im Prinzip stimme ich dir zu, aber letztendlich ist es wie mit allem: Wenn ich 100%ig den Verstand ausschalte und blind glaube, ist das letztendlich ein Rückschritt. Es nimmt die Basis für weiteres Nachdenken und zerstört das, woran viele glauben. Ich würde es das Dunkle Zeitalter nennen - eine Armee von Blinden gefolgt von Einäugigen.
Ich wollte die paar Zeilen eigentlich nicht kommentiert haben aber seis drum. Wir leben in einem "Dunkle Zeitalter" und im Gegensatz zu dir verschließe ich die Augen davor nicht. Ich habe meinen Glauben verloren, vorallendingen an das Gute. Wenn ich wirklich blind wäre müsste ich wenigstens meine Augen nicht davor verschließen bzw. mich täglich damit auseiandersetzen was um mich rum bzw. in der Welt passiert. Es ist wie bei Meisi mit dir. Sprüche und nettgemeinte Worte helfen niemanden.

LG Hafen ;)
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long before we experience them."

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Karyptis
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Beitrag von Karyptis »

Moin,

gleich vorweg, Hafen...
Wenn ich wirklich blind wäre müsste ich wenigstens meine Augen nicht davor verschließen bzw. mich täglich damit auseiandersetzen was um mich rum bzw. in der Welt passiert
Mit "Blinder" bist du nicht gemeint und das dunkle Zeitalter ist nicht dieses, da hast du mich falsch verstanden. Mit "Blinde" und "Dunklem Zeitalter" ist für mich die Nullsicht der fundamentalistischen Gläubigen gemeint, sowie fortfolgend dann auch die Herrschaft über jene.
Zuerst mal eine Vorfrage: Kenne ich Dich bereits unter einem anderen Nick, weil Du bereits weit über 500 Posts hast - aber mir bis vor einer Woche noch nie aufgefallen bist? Ist das irgendeine offizielle Namensänderung: wie fridoxl zu crash
(ist nicht böse gemeint)
Wir kennen uns nur flüchtig. Ich war vor dir hier, sofern es zwischen dir und Polarwolf keine nachweisliche Bindung gibt. Ansonsten ist es umgekehrt ;)
Hatte ich auch nicht böse aufgefasst ;)
Ansonsten sehe ich wohl, dass Du Dich mit der Thematik auseinanderzusetzen versuchst, jedoch sind Deine Aussagen in der Regel sehr schwammig gehalten
"Schwammige Aussagen" sind, um es zu präzisieren, eine der Hauptcharakteristik der Religion. Der Vorwurf der Ketzerei oder der mangelnden Argumentation ist merkwürdigerweise ein Mittel, mit dem die Glaubensvertreter gerne argumentieren. Letztendlich habe ich viele Diskussionen, außerhalb der Teilname meiner Person, dadurch quittieren sehen.
Der Vorwurf ist ein Bummerang ;)
- oft garniert mit Sarkasmus und Ironie
Immer, ist mein Markenzeichen!
- , sodass ich trotz Deiner meistens sehr ausführlichen Posts keinen wirklichen Zugang dazu finde.
Seit wann benötigt ein Gläubiger deines Ausmaßes ein Zugang zu Schriften, bzw. seit wann erlangt er ihn? Die katholische Kirche hatte auch keinen Zugang zu den "schwamming gehaltenen" Aussagen Gallileo Gallileis oder zu den Aussagen der Glaubensvertreter anderer Religionen ;)
Was genau hindert Dich am Glauben bzw. welche Aussage der Bibel hältst Du konkret für falsch?
Am Glauben selbst hindert mich nichts außer Aussagen deinerseits. Die "Motivation" zum unabdingbaren Glauben als Basis eines gesellschaftlichen Handlungsweges halte ich für einen zwar reversiblen aber unnötigen Schritt in Richtung vernünftige Gesellschaft, die sich durhc Eigenverwantwortung auszeichnet, und nicht durch blinden Glauben.

Zu deiner Frage, welche Aussagen ich aus der Bibel konkret für falsch halte:
Einige bezüglich der Person Christi und deren Existenz, die durch "Briefwechsel" nachgewiesen sein sollen. Nachgewiesen ist laut zeitgeschichtlicher Übertragung nur, dass die Kirche zugesagt hat, diese zugunsten des Glaubens zu fälschen. Im Original findet sich davon nichts.
Übrigens, diese Aussagen stammen paradoxerweise nicht nur von deutschen Forschern, sondern von Italienern noch dazu und selbst einer meiner katholischen Religionslehrer in der Vergangenheit sagte, dass man die Bibel nicht unbedingt als Beweisgrundlage nehmen darf.

Des weiteren halte ich die Kirche für falsch - nicht den Glauben. Der wäre ohne kirchliche Institution sicherlich anders verlaufen, trägt er doch im Kern schließlich die Werte, die viele andere Religionen schon vorher entwickelt haben. Die Quintessenz, den Frieden mit sich und der Umwelt als auch der Goldenen Regel, wonach man niemand anderem etwas tun soll, was man selbst nicht auch wiederfahren haben möchte, ist nichts Neues.

Sie aber unter neuem Namen zu verkaufen ist innovativ - und in der Vergangenheit oft zweckdienlich gewesen...
gelbe Wiesenameise
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Beitrag von gelbe Wiesenameise »

Hallo Karyptis!
Karyptis hat geschrieben: Wir kennen uns nur flüchtig. Ich war vor dir hier, sofern es zwischen dir und Polarwolf keine nachweisliche Bindung gibt. Ansonsten ist es umgekehrt ;)
Hatte ich auch nicht böse aufgefasst ;)
Tja eigenartig, dass Du mir vorher noch nicht aufgefallen bist. Anscheinend waren wir in unterschiedlichen Foren aktiv.
Karyptis hat geschrieben: Seit wann benötigt ein Gläubiger deines Ausmaßes ein Zugang zu Schriften, bzw. seit wann erlangt er ihn?
Was meinst Du mit "Gläubiger meines Ausmaßes"?

Denkst Du ich bin als "Gläubiger" auf die Welt gekommen?

Es gab in meinem Leben eine lange Zeit, in der ich mit dem christlichen Glauben nichts anfangen konnte - und sogar darüber gespottet und gelacht habe. Irgendwann ist mir das Lachen dann vergangen.

Ich bin seit vielleicht drei bis vier Jahren "gläubig" - meine Zweifel wurde auch aufgrund von Fakten (sprich: erfüllte Prophetie, etc.) aus dem Weg geräumt.

Es gibt Literatur, die diese Fakten sehr gut erläutern (z.B.: "Die Bibel im Test" und "Jesus von Nazareth - die Wahrheit der Evangelien" von Josh McDowell").

Je mehr man sich ernsthaft und objektiv mit der Thematik auseinandersetzt, umso mehr "Indizien" findet man für die Wahrheit der Bibel.
Karyptis hat geschrieben: Am Glauben selbst hindert mich nichts außer Aussagen deinerseits.
Dann möchte ich Deinen Glauben nicht weiter behindern.

:)

gelbe Wiesenameise
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Karyptis
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Beitrag von Karyptis »

Mahlzeit!
Tja eigenartig, dass Du mir vorher noch nicht aufgefallen bist. Anscheinend waren wir in unterschiedlichen Foren aktiv.
Ich war sehr lange inaktiv, insofern ist das nicht eigenartig ;)
Was meinst Du mit "Gläubiger meines Ausmaßes"?
Ein Mensch, der bereit ist zu glauben über alle Maße hinaus, ohne beispielsweise die Historie und die philologischen Untersuchungen zu kennen. Würdest du sie kennen, wärst du mit einigen Aussagen viel vorsichtiger. Letztendlich bleibt es aber jedem selbst zu überlassen - auch mit den Folgen zu leben, beispielsweise mit mir ;)
Denkst Du ich bin als "Gläubiger" auf die Welt gekommen?
Nie behauptet.
Es gab in meinem Leben eine lange Zeit, in der ich mit dem christlichen Glauben nichts anfangen konnte - und sogar darüber gespottet und gelacht habe. Irgendwann ist mir das Lachen dann vergangen.
Mir auch. Paradoxerweise aber nach Diskussionen mit Theologen und nach Information über die Zeit der Aufklärung - sowie die Zeit davor und danach.
Ich bin seit vielleicht drei bis vier Jahren "gläubig" - meine Zweifel wurde auch aufgrund von Fakten (sprich: erfüllte Prophetie, etc.) aus dem Weg geräumt
Das Prophetentum hat sich in der Vergangenheit durch Verallgemeinerungen größten Ausmaßes immer bewahrheitet. Selbst apokryphe Schriften weisen ein gewisses Prophetentum aus. Daran halte ich bis heute schon deshalb fest, weil ich festgestellt habe, dass es sich selbst erfüllende Prophezeiungen gibt.

Gerade das Christentum hat seine Werte in der Geschichte gewandelt. Beleg dafür ist die relativ früh einsetzende Weltende-Prophezeiung, die dann aber zwischendurch umgewandelt wurde in ein "kommt bald" über "irgendwann" bis hin zu "aber wenn es soweit ist...".

Seit der Studie über diese Zeit glaube ich weniger denn je. Aber weniger denn je an einen Gott wie ihn die Kirche sich vorstellt als an meine persönlichen Schlüsse darüber. Der missionarische Gedanke und der damit einhergehenden monotheistischen Meinungsdiktatur in der Vergangenheit durch die katholische Kirche lässt sich aber nicht mit meinem Glauben vereinen, wie ich in Diskussionen mit Theologen immer wieder festgestellt habe.

Letztendlich lieferst du mir hier auch den besten Beweis für diese These ;)
Es gibt Literatur, die diese Fakten sehr gut erläutern (z.B.: "Die Bibel im Test" und "Jesus von Nazareth - die Wahrheit der Evangelien" von Josh McDowell").
Diese "Literatur" ist letztendlich häufig von sehr bibeltreuen Menschen verfasst worden. Ich habe deshalb damit ein Problem, weil es keinen wirklich philologischen Ansatz liefert, sondern häufig dem Prinzip folgt, die Farbe Blau mit einem Farbtopf zu definieren, der nur Blautöne enthält.
Auf Deutsch: Die Begründung für die Wahrheit der Bibel als auch der Zeit selbst basiert auf Stoff, der schon vorher der Bibel als Grundlage diente. Und ich kann, wie es die Mathematik zeigt, die Variable "X" nicht folgendermaßen erklären:
X = X ;)
Je mehr man sich ernsthaft und objektiv mit der Thematik auseinandersetzt, umso mehr "Indizien" findet man für die Wahrheit der Bibel
Theologen raten für einen Wachstum des Glaubens zur Differenzierung. Lautet es nicht im Zuge einer Aussage eines Christen, dass man nicht aufhören soll an einen Holzfäller zu glauben, bloß weil er nicht wie ein Holzfäller gekleidet ist? Insofern benötige ich für eine wirkliche Auseinandersetzung reine Fakten. Wenn mir bisherige Gläubige weltliche Mittel zur Auseinandersetzung empfehlen, dann in der Regel nur jene innerhalb des Käfigs des Bibelkanons.

Soviel zum Thema "Freiheit" ;)
Dann möchte ich Deinen Glauben nicht weiter behindern.
Nein, bitte mache weiter. Deine Ausführungen liefern meinem Glauben immer wieder neuen Stoff :)

Viele Grüße

Kary :bounce:
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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Hallo Gelbe Wiesenameise :winken:

Karyptis ist nicht solange dabei wie du und ich aber auch schon ein Weilchen. Genauso wie du hier hat auch er einmal ( du schon mehrfach) anders gehießen. Jedoch erkennt man ihn sowie dich am Sprachstil und an den Beiträgen.

Was er mit Gläubiger meines Ausmaßes" meint wird er dir noch nahebringen. Ich halte mich da mal wohlwissentlich zurück. :unschuldig: :D

Du bist als unschuldiges Baby zur Welt gekommen und wurdest irgendwann getauft. Dann lehrten dich deine Eltern ihre Werte und Lehren. Was später aus dir wurde bis heute hat zum Teil deine Umwelt bestimmt und zum Teil du denke ich mal.

Warum ist dir das Lachen vergangen? Wie kam es zu dem Sinneswandel? In der Bibel und in ähnlichen Werken gibt es keine "Fakten". Die Bibel wurde von Menschen niedergeschrieben und nicht von Gott. Und Menschen neigen zu Fehlern.

Es gibt genausoviele "Indizien", die die Bibel und Passagen in ihr mühelos widerlegen können.

LG Hafen :)
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Beitrag von Karyptis »

Hafen, lass uns heiraten
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Beitrag von mara »

@Wiesenameise: Komisch, du wirfst hier jemandem "schwammige Argumentation" vor und hängst selbst einem Glauben der schwammigen Gleichnisse an. Da brauch ich mir nur deine Gefängnis-Geschichte anzuschauen. Im Grunde könnte man diese genauso gut umgekehrt interpretieren: Ein Philosoph bricht das Gefängnis des starren Glaubens auf und einige stur Gläubige wollen unbedingt taub und blind bleiben und können ihre Freiheit (nämlich zu glauben oder auch nicht, was auch immer sie wollen) nicht erkennen.

Komischerweise gibt es aber solche Texte nicht von sogenannten Atheisten an Gläubige gerichtet. Ich habe noch keinen "Freidenker" erlebt, der sich so sehr darum bemüht hätte, jemand anderem seinen "Glauben" aufzuzwingen, wie das manche Anhänger monotheistischer Religionen zu tun pflegen. Und mir persönlich drängt sich da eher das Bild auf, in ein Gefängnis geführt als auch einem befreit zu werden.

Sicherlich mag es verlockend sein, auf alle Fragen, die man sich als grübelnder, ständig reflektierender Mensch stellt, verblüffend einfache Antworten zu erhalten, wie nur eine Religion sie geben kann. Das sehe ich aber keineswegs als Befreiung, sondern lediglich als Verdummung an.

Für mich persönlich halte ich es lieber so: Sollte es eine "höhere Instanz", eine "Göttlichkeit" geben, wird diese auch verstehen, wenn ich mein Leben lang suchend bleibe und mich nicht mit einfachen Antworten zufrieden gebe. Es ist einfach so: Mir kann weder die Religion noch die Wissenschaft alle Fragen beantworten, die ich an die Welt habe. Die Antworten der Wissenschaft sind aber in jedem Fall weniger "schwammig", sie lassen sich sogar beweisen, und zwar nicht durch "Glauben", sondern im Experiment. Weshalb ich diesen zunächst einmal mehr vertraue.

Nur bringt mich das Bewusstsein, dass sich noch nicht alle Fragen wissenschaftlich beantworten lassen, und vielleicht auch nie beantwortet werden können, nicht dazu, deshalb an eine bestimmte Religion zu glauben. Wohl aber bringt mich der Stellenwert, den Religionen für die Menschheit offenbar haben dazu, mich mit ihrer Geschichte und ihrer Bedeutung auseinanderzusetzen, dabei Parallelen als auch Unterschiede zu erkennen und darüber zu reflektieren. Ob mich das letztlich irgendwann dazu bringt, zu einem bestimmten Glauben zu finden, weiß ich nicht. Ich kann es mir nicht vorstellen, aber genausowenig kann ich es ausschließen.

Nur eines weiß ich: Mir wird die Entstehung der Welt nicht dadurch leichter begreiflich, dass ich mir einen Schöpfer dahinter vorstelle. Denn wenn ich einem Schöpfungsgedanken anhänge, müsste ich sofort danach fragen, wer denn dann Gott geschaffen hat, und wer den Schöpfer Gottes usw. Eine Frage, die also für mein Bewusstsein genauso unerklärlich bleibt wie der Gedanke an einen spontanen "Urknall" und das "davor"...
Karyptis hat geschrieben:Hafen, lass uns heiraten
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*erschüttert auf ihren Verlobungsring schaut*

Liebe Grüße!

mara
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Beitrag von Karyptis »

Noch beigefügt, weil es Mara gerade treffend schrieb:
Für mich persönlich halte ich es lieber so: Sollte es eine "höhere Instanz", eine "Göttlichkeit" geben, wird diese auch verstehen, wenn ich mein Leben lang suchend bleibe und mich nicht mit einfachen Antworten zufrieden gebe
Sagte nicht einst ein Philosoph, dass wenn Gott einem Menschen die Fähigkeit gibt, zu denken, nachzudenken und zu forschen, es eine Verläumdung des göttlichen Geschenkes darstellen würde, würde man sei Denken und das Forschen anderen überlassen?
*erschüttert auf ihren Verlobungsring schaut*
Nein, ich heirate Hafen doch nicht, keine Sorge. Ich war nur so den Tränen nahe, weil wir einmal einer Meinung waren, dass.. ich weiß nicht.. gleich überkommen mich wieder die ganzen Gefühle.... *schnief*
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Beitrag von Ephirnion »

:)) Jetzt ist Meisi schon mehrere Monate hier im Forum und es gibt immer noch Leutz, die sich über seine etwas... ähem... unothodoxen Ansichten ereifern. Nun gut - zwischen den Jahren is ja beikanntlich wenig los hier, also nur weiter Meisi.

Und damit es euch nicht langweilig wird hab ich doch gleich noch mal ne Frage an euch: Während des Weihnachtsgottesdienstes ist mir im Laufe der Predigt des Pfarrers eine ganz seltsame Frage gekommen. Ich hab sie schon mit meinen Eltern heiß diskutiert, aber wirklich weiter bin ich nicht gekommen.
Also Juden und Christen haben ja letzten Endes die gleichen Wurzeln (oder habe ich das falsch verstanden ?( ). Das alte Testament wird doch sowohl von Christen, wie auch Juden "anerkannt". Nun, einige Feste der Juden thematisieren den Auszug der Juden aus Ägypten oder so. Ich frage mich, warum die Christen dieses Fest nicht feiern. Wollen sie Moses nicht mehr mit einem solchen Fest achten? Oder gilt für die Christen nur noch das Neue Testament mit Jesus als Messias und eben nicht als Prophet. Adam und Eva sind doch immer noch Teil des christlichen Glaubens und so weit ich mich erinnern kann waren diese beiden Herrschaften nicht thematischer Bestandteil der Evangelien.

PS: Was bedeutet "philologisch"? :unschuldig:
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Beitrag von Karyptis »

Mahlzeit,
Jetzt ist Meisi schon mehrere Monate hier im Forum und es gibt immer noch Leutz, die sich über seine etwas... ähem... unothodoxen Ansichten ereifern. Nun gut - zwischen den Jahren is ja beikanntlich wenig los hier, also nur weiter Meisi.
Das Phänomen ist ungefähr wie der Irak-Krieg für Clinton: Man agiert, hält sich dann zurück und irgendwann agiert man wieder, etc. pp.
Das finde ich nicht sonderlich beeindruckend, wohl aber spannend. Ich benötige das auch von Zeit zu Zeit, baut mich auf ;)
PS: Was bedeutet "philologisch"?
Philologie aus Sicht der Katholiken: Das Böse :evil5:
Für die Zeit der Aufklärung war und ist es nach wie vor ein Segen.
Die Philologie behandelt die Untersuchung von Sprache und Literatur, ein Oberbegriff. Unter anderem der Aspekt eines Realitätsgrades einer Überlieferung, beispielsweise durch Abgleich mit historisch anerkannten Dokumenten, oder, im Falle der Bibel, durch Abgleich der einzelnen Kapitel ("Das Böse" in diesem Zusammenhang sind entdeckte Widersprüche zwischen den Evangelien...)
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Beitrag von Ephirnion »

Also ist Philologie sozusagen die Wissenschaft, die sich mit dem Wahrheitsgehalt von Literatur auseinandersetzt.

Dangeschön!
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Beitrag von Karyptis »

Ephirnion hat geschrieben:Also ist Philologie sozusagen die Wissenschaft, die sich mit dem Wahrheitsgehalt von Literatur auseinandersetzt.
Nicht ganz! Das wäre so als würdest du das Alphabet versuchen als ganzes mit "a" zu beschreiben ;) Die Philologie ist die Lehre von Schrift und Wort, der Überbegriff für Sprach- und Literaturwissenschaft! :)
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Beitrag von Cr@sh »

In einer Folge "Total Normal" war einst zu sehen, wie Ha-Pe, verkleidet als russicher Liedermacher, das intellektuelle Publikum eines kulturellen Abends an der Nase herumführte.


Hape Kerkeling - Hurz!!! (1992)

HP:
Der Wolf
Das Lamm
Auf der grünen Wiese

Hurz!!!

Und das Lamm schrie Hurz!!!

Der Wolf
Das Lamm
Ein Lurch lugt hervor

Zuschauer:
Hmm, das ganze erinnert mich ein bißchen an "Peter und der Wolf"

HP:
And maybe we could repeat it from the first phrase

Hurz!!!
Und das Lamm schrie Hurz!!!

Der Habicht sieht
Die Gegenwart
Ganz

Zuschauerin
Ja, ähm pff, also ich sag's ganz ehrlich: Auf mich wirkt das Ganze eher komisch...

HP
Da unterstelle ich, daß da kein intellektueller Zugang...

Zuschauerin
Das kann gut sein, ähm sicher. Aber es muss doch wohl erlaubt sein, ähm, zu sagen ich kann damit nichts anfangen. Deswegen müssen Sie doch nicht sagen, ähm, dass ich also weniger intellektuell wäre als andere Leute.

HP
And maybe we could repeat it from the first phrase

Hurz!!!

Und das Lamm schrie Hurz!!!

Der Wolf
Das Lamm
Auf der grünen Wiese

Wolf und Lamm - liegt darin nicht auch die, die Vision einer möglichen Versöhnung?
Die ursprüngliche Gefühl, was wir in uns tragen, ist der Kampf!
And maybe we could repeat it from the first phrase

Hurz!!!

Und das Lamm schrie Hurz!!!

Zuschauer
Also, I think you wanted to test the audience

HP
Well, I think your whole life is a test of the audience and of the people

Der Wolf
Der Wolf
Der Lurch
Der Lurch
Der Habicht
Der Habich
Und das Lamm
Und das Lamm

Der Wolf
Der Wolf
Der Lurch
Der Lurch
Der Habicht
Der Habicht
Und das Lamm
Und das Lamm schrie Hurz!!!

Und das Lamm schrie Hurz!!!

Und der Wolf
Und der Lurch
Und der Habicht
Und das Lamm schrie

Hurz!!! :top:


OFF-Topic

@Kary: Gewöhn Dir mal bitte an, dazu zu editieren, wen Du zitierst. Vor allem dann, wenn Du verschiedene Leute in einem Post zitieren solltest.
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Cassie
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Beitrag von Cassie »

Ephirnion hat geschrieben::)) Jetzt ist Meisi schon mehrere Monate hier im Forum und es gibt immer noch Leutz, die sich über seine etwas... ähem... unothodoxen Ansichten ereifern.
Also Meisi geht uns schon seit einigen Jahren unter den verschiedensten Pseudonyman auf den ... äääh ich sollte wohl sagen, will uns in löblicher Weise den christlichen Glauben und die christlichen Werte nahebringen. Hosianna!

Er ist jedes Mal geflogen, wenn er die löblichen Ansichten *hüstel* zu direkt vertreten hat. :D

Wenn er sich dieses Mal benimmt (und eher für Erheiterung sorgt als für unchristlichen Streit - Kyrie eleison) dann ist das auch ein Zeichen für den christlichen Charakter des Boards. *g
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Beitrag von gelbe Wiesenameise »

Cassie hat geschrieben: Er ist jedes Mal geflogen, wenn er die löblichen Ansichten *hüstel* zu direkt vertreten hat. :D
Ich gehe davon aus, dass dies ein Scherz war!
Ich bin niemals geflogen und habe niemals auch nur eine einzige Verwarnung erhalten.

Das ist die Wahrheit!
Alles andere ist Lüge und Entstellung der Tatsachen.

Und ich werde mich dazu auch nicht weiter äussern.

:(

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Beitrag von gelbe Wiesenameise »

Ephirnion hat geschrieben: Also Juden und Christen haben ja letzten Endes die gleichen Wurzeln (oder habe ich das falsch verstanden ?( ). Das alte Testament wird doch sowohl von Christen, wie auch Juden "anerkannt". Nun, einige Feste der Juden thematisieren den Auszug der Juden aus Ägypten oder so. Ich frage mich, warum die Christen dieses Fest nicht feiern. Wollen sie Moses nicht mehr mit einem solchen Fest achten? Oder gilt für die Christen nur noch das Neue Testament mit Jesus als Messias und eben nicht als Prophet. Adam und Eva sind doch immer noch Teil des christlichen Glaubens und so weit ich mich erinnern kann waren diese beiden Herrschaften nicht thematischer Bestandteil der Evangelien.
Hallo Ephirnion!

Erst mal "sorry", wenn ich einzelne Post hintereinander zitiere - aber ich hab immer noch nicht verstanden, wie es geht, mehrere Posts auf einmal zu zitieren. Man kann doch bloss einmal auf "quote" klicken - na egal!

Die Bibel der Christen besteht aus dem Alten Testament und dem Neuen Testament. Das Alte Testament beinhaltet die fünf Bücher Mose (Pentateuch) bzw. die Thora. Die Juden und Christen haben den gleichen Gott (nur dass die Juden eben Jesus Christus nicht als den Messias erkannt haben - zumindest die meisten von den Juden! Ausnahme bilden hier die messianischen Juden).

Der Auszug von Ägypten wird auch heute noch von den Juden gefeiert - in der Tat aber nicht von den Christen (die Christen sind ja damals auch nicht aus Ägypten ausgezogen).

Für die Christen gilt das Alte Testament immer noch - mit Ausnahme des Buches Levitikus!

Adam und Eva sind natürlich nicht Bestandteil der Evangelien - die Evangelien erzählen die Geschichte von Jesus Christus.

Du findest Adam und Eva aber in jeder christlichen Bibel im Alten Testament.

:winken:

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Beitrag von mara »

gelbe Wiesenameise hat geschrieben:Erst mal "sorry", wenn ich einzelne Post hintereinander zitiere - aber ich hab immer noch nicht verstanden, wie es geht, mehrere Posts auf einmal zu zitieren. Man kann doch bloss einmal auf "quote" klicken - na egal!
Einfach den Namen von Hand ergänzen. ;)

@Cassie: Wiesenameise wurden frühere Benutzernamen gesperrt, als bekannt wurde, dass er mehrere Accounts nutzt, nicht aufgrund der Art seiner Argumentationen. Mehrere Forenaccounts werden nur in Einzelfällen (roleplay) geduldet und sind ansonsten nicht erlaubt. Ich hoffe, damit ist die Sache nun geklärt. :)

Gruß

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Beitrag von gelbe Wiesenameise »

mara hat geschrieben: Einfach den Namen von Hand ergänzen. ;)
Und den Text?

Wie kann man mehrere Posts (oder Teile davon) von verschiedenen Usern in einem einzigen eigenen Post zitieren - wie manche User es machen?
mara hat geschrieben: @Cassie: Wiesenameise wurden frühere Benutzernamen gesperrt, als bekannt wurde, dass er mehrere Accounts nutzt, nicht aufgrund der Art seiner Argumentationen. Mehrere Forenaccounts werden nur in Einzelfällen (roleplay) geduldet und sind ansonsten nicht erlaubt. Ich hoffe, damit ist die Sache nun geklärt. :)


@mara :bussi:

@ephirnion: Bei dem Fest "Auszug aus Ägypten" handelt es sich um das Passahfest der Juden (ich setze gleich noch einen Link).

http://www.jg-regensburg.de/Pessach.html

:)

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Beitrag von mara »

gelbe Wiesenameise hat geschrieben:Wie kann man mehrere Posts (oder Teile davon) von verschiedenen Usern in einem einzigen eigenen Post zitieren - wie manche User es machen?
Hab dir dazu mal ne pm geschickt. ;)
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Beitrag von Karyptis »

Guten Morgen,

ich war so frei, mich etwas weiter zu informieren; auch muss ich persönlich zugeben, dass ich mich wieder auf weitere Diskussionen mit der Wiesenameise freue. Wir werden noch mächtig Spaß bezüglich der Christenfrage haben, mein bar dahala.

Obwohl, laut Bibel müsste das ja Sohn Gottes heißen. So das Bibeloriginal im Aramäischen, der Sprache Jesu. Und, warte... übersetzt wurde es mit "Sohn Gottes", aber...
das Aramäische sagt, dass es keineswegs Sohn des Gottes bedeutet, da Sohn eines Esels, wie es häufig im Aramäischen gebraucht wird, auch nicht bedeutet, dass der Erzeuger gerne im Stall übernachtet, auch bedeutet Sohn einer Schlange nicht, dass die Mutter gerne des Nachts kriechend auf Jagd geht...
... wohl aber vielmehr als Adjektiv einer blumigen Sprache zu verstehen

= Lügner = Sohn einer Schlange,
= Störrisch = Sohn eines Esels und...
= Sohn eines Gottes bedeutet lediglich...
fromm...

Ab sofort bezeichne ich dich jetzt immer als bar dahala, mein frommer Freund!

Ich selbst habe übrigens nach dieser bisherigen theologischen Argumentation einen Schluss gezogen. Ich glaube an einen grün-blau-gestreiften Nasenbär. Seine Existenz wurde genausowenig bewiesen wie seine Nicht-Existenz. Bin übrigens sein Prophet und, ob du es glaubst oder nicht - ich hatte heute Morgen nach Betrachtung von KIKA im Fernsehen eine missionarische Eingebung.
Mein Wort wird an dieser Stelle immer folgen.
Also sprach das grün-blau-gestreife Nasenbär

In diesem Sinne.... baba bar dahala!

Kary
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