Altersgrenze Führerschein

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Ebeyon
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Altersgrenze Führerschein

Beitrag von Ebeyon »

hallo, was denkt Ihr über eine Altersgrenze für den Führerschein nach der man z.B. ab einem gewissen Alter regelmäßig zur Überprüfung der Fahrtauglichkeit muß?
Wird ja im Moment ziemlich viel drüber diskutiert.
Also ich finde es schwer, einfach zu verallgemeinern, ältere Leute könnten nicht so gut Auto fahren...
Das ist eine zweischneidige Sache. Zum einen gibt es nun mal körperliche Einschränkungen (Augenlicht, Reaktionszeit...) die das Alter so mit sich bringen, zum Anderen bringen ältere Menschen aber auch wieder eine deutlich längere Fahrpraxis und Erfahrung mit...

Was ich nicht so mag, sind die Unfallstatistiken, die dann immer so gerne als Argument aufgeführt werden.(Rentner haben weniger Unfälle als junge Raser)
ich finde sie nicht aussagekräftig weil:
1) nicht jeder der einen Unfall verursacht ist auch daran beteiligt (wer schon mal genervt einen schleichenden "Opa mit Hut" überholt hat weiß, zu welch riskanten Überholmanövern man sich verleiten lassen kann...)(wer dann der Verusacher ist, ist ein großer Streitpunkt)
2) in solchen Statistiken wird nicht berücksichtigt, daß es sehr viel mehr Rentner mit Führerschein als jugendliche Raser gibt (und trotzdem bauen die Rentner weniger Unfälle :top: )
3) wenn ich zur Arbeit und wieder zurück nach Hause fahre, dann sehe ich massenweise Autos, aber kaum Rentner am Steuer, in den Unfallstatistiken wird nicht berücksichtigt, daß Rentner deutlich weniger Kilometer "runterreissen" als z.B. jeder normale Arbeitnehmer ( und trotzdem bauen die Rentner in Bezug auf die wenige Kilometerleistung viele Unfälle :bad: )

Also, man kann Statistiken für und wider aufführen, je nachdem welche Meinung man untermauern will.

Also prinzipiell würde ich nicht gleich jeden älteren Menschen zu einem Test verdonnern, wer aber auffällig wird, den schon (auch wenns dann vielleicht schon zu spät ist).

Was die jugendlichen Raser angeht:
ich bin gegen Führerschein ab 17 (oder gar ab 16 wie in USA).
Ein Auto kann tötlich sein wie eine Waffe.
Jeder Führerscheinneuling sollte diese Tests (z.B. vom ADAC) wahrnehmen, wo extreme Situationen wie Nässe oder Glatteis ausgetestet werden.
Es sollte sich auch jeder mal crash-tests live ansehen, um eine Gefühl für die kinetische Energie, die in einem fahrenden Auto steckt, zu bekommen
"Wenn die Menschen erstmal ausgestorben sind, dann haben die Tiere wieder Platz zum Leben." (mein Sohn, damals 5 Jahre)
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stone
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Beitrag von stone »

Was spricht eigentlich gegen regelmässige Überprüfungen?

Das muß ja nicht nur Rentner treffen, sondern ruhig auch jüngere Fahrer. Schließlich ist nicht nur vom Alter abhängig, ob man ein guter Verkehrsteilnehmer ist, oder ein schlechter. Selbst jemand der sein Fahrzeug absolut beherrscht, auch in Extremsituationen, ist dann, wenn er mit dieser Fähigkeit nicht geeignet umgeht ein potentielles Risiko für andere (es gibt sehr kompetente rücksichtslose Fahrer).

Also sollten diese Tests nicht nur körperliche Überprüfungen beinhalten, sondern auch Kenntnisse der Verkehrsregeln. Aber wie schon der ZUsatz "nicht nur" zeigt sollten diese körperlichen Qualitäten auch eine Rolle spielen. Sehfähigkeit und Reaktionsvermögen spielen für den sicheren Verkehr au unseren Strassen schon eine entscheidende Rolle.
Erst neulich hatte ich einen Fahrer vor mir, der mehrfach an Strassenschildern fast anhielt, um sie genau anzusehen. Ich wette, dem täte eine Brille ganz gut - wenn er schon eine hat, dann passt die nicht zu seiunen Augen. Und sowas halte ich absolut für ein Risiko. Es verleitet auch dazu, vorbeizufahren, und wenn das kurz vor einer Kurve passiert kann das schnell eng werden.

Kurz zusammengefasst: Ich bin für Fahrtauglichkeitstests. Das bedeutet ja nciht, dass ich gegen Rentner am Steuer bin. Wer einigermassen fit ist, braucht sich dann ja über das Bestehen keine Gedanken zu machen.
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Bleifrei
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Beitrag von Bleifrei »

Also einerseits ist es eine gute Idee, wenn man hergeht, und sagt die Leute sollen den Führerschein sozusagen wieder auffrischen.

Habe meinen seit über 10 Jahren.
Fahrpraxis in meinem Fall gerade mal 100 Stunden.
Seit 3 Jahren überhaupt nicht gefahren.
Ob ich überhaupt noch fahren kann?
Und inzwischen gibt es bestimmt wieder neue Verkehrsregeln, die ich eben nicht kenne.

Andererseits ist in unserer Gesellschaft ein Führerschein schon sowas wie eine Grundausstatung.
Im Beruf muß mann eventuell immer wieder mal kurz was für den Chef abholen. Auto wird gestellt, mit Autopapirene ect, aber ohne Führerschein! Den muß man dann halt selbst mitbringen.

Naja, die Kosten eben.
Und dies zu einer Zeit, wo die Gehälter von den Arbeitern in scheinbar doch recht vielen Firmen und Branchen gekürzt werden.
Auch in der Automobilbranche!!

Würde der Staat dies finanzieren ... äh ... was schreibe ich da jetzt für einen Blödsinn. Der Staat holt sich es ja dann doch von Bürgern. Meistens dann auch noch von den ärmeren Bevölkerungsschichten.
Also über Steuergelder geht die finanzierung auch nicht.
Und wenn die Reichen mehr zahlen würden als die Armen, da würden die Reichen nicht mitmachen.

Auf Grund der finanziellen Lage hätte sowas, wie eben ständige Auffrischung der Fahrkenntnisse ect., Vorteile was der Straßensicherheit betrifft. Würde aber weiter zu einer 2 Klassengesellschaft führen. Weil die, die sich eben so einen Auffrischungskurs nicht leisten können, währen schnell Ihren Lappen los und hätten in der Berufswelt wieder weniger Karriere oder Berufschancen, denk ich.

@ stone

Nicht jede Sehschwäche läßt sich mit Brillen beheben.
Es gibt zb. auch sowas wie gekrümmte Hornhaut.
Dafür eine wirklich perfekte Brille zu finden, ist in manche (oder gar mehren) Fällen fast aussichtlos.
Und dann kann auch Spiegelungen (wegen den Gläsern) auch einem das Erkennen von Ortsschildern (bzw. dessen Text) ect. erschweren.
Gruß
Bleifrei
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Beitrag von gelbe Wiesenameise »

Was mich ärgert ist diese neue Führerscheinklasse, mit der 16jährige mit Quads oder diesen stinkenden Zweitaktautos auf den Strassen fahren dürfen, die bis 45 km/h beschränkt sind.

Man kann noch nicht einmal unseren Politikern die Schuld dafür geben, weil dieser dämliche Schwachsinn aus Südeuropa kommt.

* diese Fahrzeuge behindern den Verkehr unsäglich;
* diese Fahrzeuge stinken ungemein (aber dies ist der heutigen Jugend meistens sowieso egal);
* man kann diese Fahrzeuge auch nicht so einfach überholen, wie die Motorroller oder Mofas, weil sie eben mehrspurig sind;
* diese Fahrzeuge sind im Falle eines Unfalles für den Fahrer unsicher;

Letztens war ein interessanter Aspekt in der Zeitung gestanden:

Wieso hat man - wenn es denn schon unbedingt sein muss - nicht normale Autos genommen und diese gedrosselt (vielleicht auf 50 km/h).

?(

gelbe Wiesenameise
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Joabary
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Beitrag von Joabary »

Da stimme ich Wiesenameise allerdings zu, diese lahmen Quads sind m. E. ne selten dämliche Erfindung... Motorroller bzw. Mopeds reichen doch völlig aus. :?
Bleifrei
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Beitrag von Bleifrei »

gelbe Wiesenameise hat geschrieben:...
Letztens war ein interessanter Aspekt in der Zeitung gestanden:

Wieso hat man - wenn es denn schon unbedingt sein muss - nicht normale Autos genommen und diese gedrosselt (vielleicht auf 50 km/h).

?(
...
Und wieder ein weiterer Beweis dafür, daß die Zeitungen es sind, die sich meiner Meinung nach in der Welt am wenigsten auskennen.

Mein Opa durfte mit seinem Rollerführerschein ein Auto fahren, und zwar einen Fiat-Panda, der dementsprechend Prepariert war, daß er in dem Auto nur den 1, 2 und Rückwärtsgang einlegen konnte.
Mit dem fuhr er dann so ... glaube es waren sogar nur 25 Km/h.
Und er war in der Gegend (also Stadt und Umkreis) nicht der Einzige. Gab da noch einen 2. der solch einen Panda besaß.

Also es gibt gedrosselte Autos.
Es sei den, man hat diese wieder abgeschaft, was ich aber nicht glaube.
Eher ist es wohl so, daß nicht jeder große Lust verspurt, nur um ein Auto fahren zu dürfen, ein Auto zum Vollpreis (was halt so ein Fiat-Pande eben kostet) zu kaufen, plus noch mal einen batzen Geld für diese Preparierung/Veränderung zu zahlen.
Gruß
Bleifrei
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Ephirnion
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Beitrag von Ephirnion »

Nun, den Führerschein Klasse S werden wohl nur die allerwenigsten machen, weil er erstens teuer ist und zweitens man in zwei Jahren danach einen richtigen Autoführerschein machen kann.

Zum Thema Rentner am Steuer gebe ich noch eins zu bedenken: Viele ältere Menschen fahren seit Jahren nur noch ein und die selbe Strecke mit dem Auto. Sie kennen sich aus, wissen worauf sie achten müssen und das gibt ihnen Sicherheit. Doch ich finde, dass darin eine ganz große Gefahr liegt. Eine Umleitung oder ein unerwartetes Ereignis kann dann schnell die Sicherheit rauben und zu Kurzschlussreaktionen führen. Ob das so gut ist? Was ist, wenn man im Fall der Fälle doch einmal irgendwo hin fahren muss, wo man sich nicht auskennt?
Auf der anderen Seite ist das Auto für ältere Menschen, besonders hier bei mir auf dem Land, ein Stück weit Selbstständigkeit. Taxi hin oder her (man kann sich streiten, was teurer ist: Auto oder Taxi) - ein Auto ist auf jeden Fall viel flexibler und bequemer als ein Taxi, weil es immer zur Verfügung steht und man auf niemanden warten muss. Aus dieser Sicht verstehe ich, dass sich speziell die älteren Generationen gegen regelmäßige Überprüfungen wehren. Ob ich es gut finde? Nun, ich bin sicherlich nicht dafür, dass tickende Zeitbomben über die Straßen zuckeln, aber es gibt wahrlich gefährlichere "Gruppierungen" (wenn ich das mal so über einen Kamm scheren darf). Ich finde, man sollte erst einmal den akut ansteigenden Drogenkonsum in Verbindung mit der Benutzung von KFZ im Auge behalten und dagegen vorgehen.
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Beitrag von gelbe Wiesenameise »

Bleifrei hat geschrieben: Und wieder ein weiterer Beweis dafür, daß die Zeitungen es sind, die sich meiner Meinung nach in der Welt am wenigsten auskennen.
Hallo Bleifrei!

Wieso kennen sich die Zeitungen am wenigstens aus?

?(

Der Zeitungsartikel (auf den ich Bezug genommen habe) hat doch die Drosselung normaler Autos empfohlen.

:)

gelbe Wiesenameise
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Beitrag von Bleifrei »

gelbe Wiesenameise hat geschrieben:
Bleifrei hat geschrieben: Und wieder ein weiterer Beweis dafür, daß die Zeitungen es sind, die sich meiner Meinung nach in der Welt am wenigsten auskennen.
Hallo Bleifrei!

Wieso kennen sich die Zeitungen am wenigstens aus?

?(

Der Zeitungsartikel (auf den ich Bezug genommen habe) hat doch die Drosselung normaler Autos empfohlen.

:)

gelbe Wiesenameise
Eben.
Die empfehlen etwas, was es bereits gibt.

Habe ich aber geschrieben:
Fiat-Panda.

Und wenn Du ein einfaches Drosseln meinst, das geht nicht. Denn sowas muß ja auch irgendwie überprüft werden, ob der Motor bzw. die höheren Gänge wirklich Blockiert sind und nicht ohne weiteres die Blockierung entfernt werden kann. Dazu bedarf es einiges an spezieller Technik, Auflagen und Kosten. Aber so weit kann ein Journalist leider erst recht nicht denken, so mein Eindruck.
Gruß
Bleifrei
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Ebeyon
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Beitrag von Ebeyon »

Zitat Bleifrei:
Nicht jede Sehschwäche läßt sich mit Brillen beheben.
Es gibt zb. auch sowas wie gekrümmte Hornhaut.
Dafür eine wirklich perfekte Brille zu finden, ist in manche (oder gar mehren) Fällen fast aussichtlos.
quote]
So ist es einem Freund von mir im Alter von 29 Jahren passiert.
Seit Erwerb des Führerscheins musste er sich einer jährlichen Kontrolle unterziehen und letztes Jahr waren seine Augenwerte so schlecht, daß er den Führerschein entgültig abgeben musste.

Zitat Bleifrei:
und zwar einen Fiat-Panda, der dementsprechend Prepariert war, daß er in dem Auto nur den 1, 2 und Rückwärtsgang einlegen konnte.
Mit dem fuhr er dann so ... glaube es waren sogar nur 25 Km/h.
Habe ich früher auch schon gesehen, in letzter Zeit allerdings nicht mehr.
(Zum Glück, haben mich nämlich immer genervt. gelbe Wiesenameise hat diese Problematik ja auch schon angesprochen)

Zitat Ephirnion:
Ich finde, man sollte erst einmal den akut ansteigenden Drogenkonsum in Verbindung mit der Benutzung von KFZ im Auge behalten und dagegen vorgehen.
Das ist natürlich auch eine große Gefahr. Besonders Hasch und E-Pillen vor und nach der Disse sind natürlich bei jungen Fahreren der Renner...
Auch notorisch alkoholisierte Fahrer sind selten im Rentenalter sondern eher jünger...
Also zusätzlich zum Sehtest auch noch einen Drogentest für den Führereschein?

Die Kostenfrage ist natürlich sehr wichtig (Danke Bleifrei für den Hinweis), nicht jeder kann sich zum Unterhalt eines Autos (was ja nun wirklich schon teuer ist) auch noch zusätzlich einen (evtl. jährlichen) Tauglichkeitstest leisten...
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Beitrag von Bleifrei »

Ebeyon hat geschrieben:Die Kostenfrage ist natürlich sehr wichtig ...
Und genau da liegt leider vermutlich nicht nur für mich das Hauptproblem.
Irgendjemand muß dies dann zahlen. Und selbst wenn es der Staat ist, der wird die Kosten wahrscheinlich dann wieder über Steuern sich holen bzw aufbringen.

Vor ca. 4 Jahren habe ich meine Erste Hilfe Kenntnisse aufgefrischt. Habe also wieder mal einen ersten Hilfekurs besucht, den mir meine Mutter zahlte.

Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich auch wieder in Fahrschule gehen, einfach nur deshalb, um mich über die neuen Regeln, Verkehrschilder auf dem laufendem zu halten. Und um auch zu sehen, wie gut ich noch fahren kann und nötigenfalls dann mehre Praxisstunden nehmen, um mein Fahrverhalten zu verbessern.
Ist ja auch in meinem eigenem Interesse, ein guter Fahrer zu sein. Schließlich bauen ja viele selbst einen Unfall, bei dem der/die Verursacher umkommen.
Aber leider kann ich mir dies halt nicht leisten. :(
Gruß
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Beitrag von Ludwig »

Was ich heute zu diesem Thema gehört hab: intzwischen soll es nicht nur ein Augentest geben, sondern auch Fehlstellungen der Augen, genannt "Schielen" wird neu bewertet.

Das heisst, das es passieren kann, das Leute, die vor 30 Jahren den Führerschein gemacht haben, als das noch keine Rolle gespielt hat, nun um ihren Führerschein bangen müssen, auch wenn sie 30 Jahre unfallfrei LKW gefahren sind und damit arbeitslos werden. Sie sind dann automatisch schwer vermittelbar, wer nimmt denn noch einen 50 jährigen, der ausser einer nun nutzlosen Fahrpraxis nichts mehr vorzeigen kann. :bad:

Gruss Ludwig
Dr Wunderfitz macht Jungfern rar.
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Xajorkith
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Beitrag von Xajorkith »

Was mir dabei am meisten Sorgen macht ist, dass ältere Autofahrer kaum nach Fahradfahrer ausschau halten. Da wird nach rechts abgebogen ohne auf Fahrradfahrer zu achten. Mag sein, dass es nicht mehr so einfach ist sich im Sitz zu drehen doch wenn dieses ausbleibt ist das eine Gefahrenquelle.
(Per Rückspiegel kann man nicht sicher sein ob auch immer noch alles frei ist.) Gerade diesen kann man sehr häufig beobachten. Auch hier die Fast-Unfälle. Wenn Fahrradfahrer oder sogar auch Fußgänger nicht drauf geachtet hätten würde es mehr Unfälle geben.
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Ebeyon
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Beitrag von Ebeyon »

Xajorkith hat folgendes geschrieben:
Was mir dabei am meisten Sorgen macht ist, dass ältere Autofahrer kaum nach Fahradfahrer ausschau halten.
Ist die mangelnde Aufmerksamkeit von Autofahreren gegenüber Radfahrern wirklich ein Altersproblem? Ist die Rücksichtslosigkeit nicht durch alle Altersklassen verteilt?
Ich weiß es nicht, ich kenne keine genauen Zahlen, aber gefühlsmäßig denke ich, daß das alle Altersklassen betrifft.
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Beitrag von erni »

Ich bin für eine Fahrerlaubnis auf Zeit. Diese Zeit verlängert sich nach einer Prüfung wieder. Wobei ich hier nicht den Zeitabstand diskutieren möchte.
Im Laufe der Zeit verändern sich die Gesetze und auch die Fahrerlaubnisinhaber. Meiner Meinung nach sollte man deshalb nicht die Fahrerlaubnis auf ein Mindest- bzw. Maximalalter fixieren.
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Beitrag von Xajorkith »

Ebeyon hat geschrieben:Xajorkith hat folgendes geschrieben:
Was mir dabei am meisten Sorgen macht ist, dass ältere Autofahrer kaum nach Fahradfahrer ausschau halten.
Ist die mangelnde Aufmerksamkeit von Autofahreren gegenüber Radfahrern wirklich ein Altersproblem? Ist die Rücksichtslosigkeit nicht durch alle Altersklassen verteilt?
Ich weiß es nicht, ich kenne keine genauen Zahlen, aber gefühlsmäßig denke ich, daß das alle Altersklassen betrifft.
Die Rücksichtslosigkeit meine ich dabei nicht. Wie gesagt nur beim rechts abbiegen sehe ich es häufig das nicht geschaut wird. Dieses allerdings nur bei älteren Autofahrern.
Wenn es hier zu einen Unfall kommt ist die Rechtslage ja klar.
Bei Rücksichtslosigkeit ist das dann wieder Auslegungssache.

Fahradfahrern sollten sich aber angewöhnen rechts zu fahren und in Fußgängerzonen das Fahren zu unterlassen.
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