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naria
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Beitrag von naria »

Ja, ihr habt ja recht.
Natürlich steht es mir nicht zu, über einen Film zu urteilen, der noch nicht mal fertig ist. Wollte ich auch nicht. Eigentlich wollte ich nur andeuten, dass ich es für ääääuuußerst unwahrscheinlich halte, dass eine Verfilmung des Anhalters meinen äääääuuuußerst hohen Ansprüchen genügen könnte. Das geht ja auch gar nicht, weil Film ein völlig anderes Medium ist als Buch, ich aber die Geschichte als Buch schon derart verinnerlicht habe, dass ich sie als Film mit all den notwendigen Anpassungen sicher nicht akzeptieren können werde, und so wird es meiner bescheidenen (zwinker zwinker) Meinung nach sehr vielen Fans gehen.
Aber darum gings mir ja auch gar nicht. Bleibfrei hat es richtig angesprochen, es geht mir um diese Verschacherung von Kulturgütern. Dieses schamlose Verkaufen-um-jeden-Preis, unter jedem Niveau und ohne jede Seele. Für mich handelt es sich bei sowas um unschätzbare Werte in meiner persönlichen Entwicklung, und es tut mir einfach weh, wie das auf seichte Unterhaltung und Geldmacherei reduziert wird. Noch schlimmer, es wird der Masse als Fraß hingeworfen, die stürzen sich drauf, und nach kurzer Zeit lassens sie's in der Ecke liegen, wie alles andere auch. Ich finde einfach, die Geschichten haben es verdient, dass man sich ein wenig, ich möchte jetzt mal sagen, respektvoller damit auseinandersetzt.
Mag ja sein, dass meine Meinung überzogen ist, ehrlich gesagt hört es sich beim zweiten Lesen auch für mich selber ein wenig übertrieben an, aber gefühlsmäßig kann ich einfach nicht über diese bevorstehende Herabwürdigung hinwegsehen.


Außerdem liegt es ja wohl in der menschlichen Natur, und ist daher mein gutes Recht, sich darüber aufzuregen, wenn tausend Leute ankommen und mit MEINEN Sachen spielen wollen, obwohl ich sie zuerst hatte, nur weil sie neidisch sind dass ich was hab und sie nicht :zunge:
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Cassie
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Beitrag von Cassie »

naria hat geschrieben:Außerdem liegt es ja wohl in der menschlichen Natur, und ist daher mein gutes Recht, sich darüber aufzuregen, wenn tausend Leute ankommen und mit MEINEN Sachen spielen wollen, obwohl ich sie zuerst hatte, nur weil sie neidisch sind dass ich was hab und sie nicht :zunge:
Aaaaaalso: das ist das derzeitige Niveau meines Sohnes und der ist gerade eineinhalb Jahre alt. Und ich bin schon dabei, ihn zu zivilisieren. Soll ich das wohl bei dir auch mal machen? :D

Übrigens war die Fernsehserie wirklich nicht übel. Warum meinst du, das sollte bei einer erneuten Verfilmung nicht der Fall sein? Und was ich auch nicht verstehe: in den 80ern war das mit Hitchhikers Guide to the Galaxy wirklich ein Hype. Warum ist das so schlimm, wenn das quasi vor deiner Geburt war :D und der Hype dann natürlicherweise abgeflaut ist? I)
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Ebeyon
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Beitrag von Ebeyon »

Habe die Serie damals auch gesehen, war aber wohl zu jung, um sie zu verstehen. Habs mir angesehen, weil ich damals SF mit Kirk&Spock mochte, konnte damals aber noch nicht so viel mit Ironie, Sarkasmus, schwarzem Humor oder irgendwelchen Anspielungen anfangen. Schade eigentlich. Seitdem habe ich eigentlich nix mehr von gehört. Erst hier in diesem Forum habe ich wieder einige Anspielungen auf den Film entdeckt.
Ob ein 2-Stunden-Kinofilm die Komplexität der Serie oder gar des Buches einigermaßen wiedergeben kann halte ich für unwahrscheinlich. Ob ich ihn mir ansehen werde weiß ich noch nicht.
(@ Naria) Aber aufgrund Deines Posts hier werde ich mich wohl mal wieder mit dem Thema beschäftigen (müssen, damit ich mitreden kann) und damit hast Du durch Deinen Post erreicht, daß der Mainstream weiter voranschreitet... :D .

Bin gespannt darauf, das Buch in die Finger zu bekommen.
Ich lese nämlich lieber als Filme zu sehen, auch wenns länger dauert.
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Grauwoelfin
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Beitrag von Grauwoelfin »

Mit den Anspielungen ist das so eine Sache, wenn sie nicht mehr aktuell sind. Ich kenne die Bücher nicht (nur den Gag mit der 42 vom Hörensagen).
Aber wenn wirklich so viele Anspielungen und Parodien enthalten sind, die ja natürlicherweise aus der Entstehungszeit des Buches stammen, können sie ja nur von den Menschen verstanden werden, die sich gut an die damalige Zeit erinnern können. Sie erkennen ja die Witze bzw das Komische an einigen Situationen gar nicht. Wenn man also ohne gewisse Vorkenntnisse heute dieses Buch/ die Bücher läse, wäre es wohl eher doof als komisch. *duck*
Aber ich meine es ernst. Diesen Effekt habe ich beim Wixxer sehr stark bemerkt: viele junge Menschen im Kino fanden den Film doof oder öde- ich hab mich scheckig gelacht, als Isp. Long mit dem Fahrrad ET- maßig vor dem Mond schwebte- ich kannte das Vorbild, die Kinder um mich rum nicht mehr (wer dieses Beispiel versteht, ist alt ;-))

Von daher ist es doch sehr begrüßenswert, wenn der Film handlungsmäßig etwas aufgefrischt wird. Und ich kann mir vorstellen, daß einige jüngere Kinobesucher, die sich nach dem Film das Buch kaufen, anschließend behaupten: der Film war besser :D
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Beitrag von Bleifrei »

@ Grauwoelfin

Also all die Anspielungen, die im 'Per Anhalter durch die Galaxie' vorkomemn, sind auch Heute noch aktuell, finde ich.
Ich würde sogar sagen, daß mann Heute mache 'Parodien (?)' besser verstehen kann, als damals, weil manches auch etwas höheres Verständnis vorausetzt, finde ich.

Und vieles ist einfach wirklich nur komisch.
Wie Marvin (so heißt er, glaube ich), der Roboter, der unter Depresionen leidet. :))
Auf sowas muß man erst mal kommen.
Man stelle sich vor, man hätte ein BS das ständig depresiv ist und jammert. :))
Wer auch immer den gebaut hat, Der muß einen komischen, gemeinen und brutalen Sinn für Humor gehabt haben.

Und mache Sachen sind einfach der Zeit immer noch voraus. Aber eben nicht nur voraus, sondern zugleich total schwachsinnig und überflüssig. Würde mich aber nicht wundern, wenn einiges davon wirklich mal kommen sollte. Weil ... naja, man es der Menscheit bzw. einen Teil davon, ich es zutrauen würde.
Gruß
Bleifrei
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naria
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Beitrag von naria »

Grauwoelfin hat geschrieben:Und ich kann mir vorstellen, daß einige jüngere Kinobesucher, die sich nach dem Film das Buch kaufen, anschließend behaupten: der Film war besser :D
Ich denke da hast du Recht, und das ist auch ganz logisch: Liest man zuerst das Buch, bildet man sich eigenen Vorstellungen von Aussehen, Stimme der Figuren, von den Landschaften und den Örtlichkeiten, der Stimmung, der Handlungschronologie etc. Geht man dann in den Film, hat man eine dementsprechende Erwartung an die Figuren, die Orte usw. Die wird dann natürlich nicht erfüllt, denn jeder Leser macht sich ja andere Vorstellungen, und die Filmemacher die das eine Geschichte umsetzen noch mal andere.
Beim Film zuerst und dem Buch andersrum ist es ja ähnlich, nur dass die Filmbesucher halt schon von den äußeren Merkmalen der Szenen und Charaktere eine sehr konkrete bei allen gleiche Vorstellung haben. Aber wenn dann plötzlich Figuren oder Szenen auftauchen, die im Film weggelassen wurden, oder eine Person oder ein Ort anders beschrieben wird als im Film dargestellt, oder sich das Buch einfach nur anders liest als der Film rüberkommt, z.B. weniger actionreich, ist man dadurch genauso irritiert.
Im Grunde sind es eben nicht erfüllte Erwartungen an einen Film/ein Buch, die sich aus der Verschiedenheit der Darstellungsformen ergeben.
Da muss man es schaffen, mit einer Verfilmung etwas unabhängiges zu schaffen, dass zwar an das Buch angelehnt ist, aber trotzdem einen eigenen Charakter hat, sodass man als Zuschauer bereit ist die alten Vostellungen, die man aus dem Buch hat, zurückzulassen und sich auf eine neue Darstellung einzulassen. Das ist, wie ich finde, bei den Herr-der-Ringe-Verfilmungen gut gelungen, aber ich bin eben davon überzeugt, dass das leider die Ausnahme ist. Viele Verfilmungen sind eben viel zu stark darauf ausgelegt, eine möglichst große Ähnlichkeit zum Buch zu forcieren, wobei dann krampfhaft an irgendwelchen Details festgehalten wird, die zwar literarisch gut sind, für einen Film aber als Gestaltungsmittel ungeeignet. Dadurch werden solche Filme meiner zum "Abklatsch" eines Buchs. Eben aus filmischer Sicht schlecht.
Das heißt natürlich nicht, dass bei einer Verfilmung nach Lust und Laune an der Handlung vekürzt und geändert werden sollte; es muss das richtige Maß aus Ähnlichkeit und Anpassung sein. Sowenig ändern wie möglich, um die Integrität der Handlung zu erhalten, aber soviel wie nötig, um dem Ganzen mit den Mitteln des Film einen eigenen Charakter zu verleihen. Quasi eine Übersetzung der "Essenz" einer Geschichte von Buch zu Film :)
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Cassie
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Beitrag von Cassie »

naria hat geschrieben:Da muss man es schaffen, mit einer Verfilmung etwas unabhängiges zu schaffen, dass zwar an das Buch angelehnt ist, aber trotzdem einen eigenen Charakter hat,
Um das jetzt mal rauszugreifen - da fällt mir spontan "Running Man" ein - der Film war gut, das Buch aber sch*** ääh verdammt langweilig...

Dabei hatte der Film mit dem Buch aber nur im Vorbeigehen ne Ähnlichkeit. :D
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Cr@sh
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Beitrag von Cr@sh »

naria hat geschrieben:(...) Sowenig ändern wie möglich, um die Integrität der Handlung zu erhalten, aber soviel wie nötig, um dem Ganzen mit den Mitteln des Film einen eigenen Charakter zu verleihen. Quasi eine Übersetzung der "Essenz" einer Geschichte von Buch zu Film :)
:D

Hast Du vor kurzem zu lange mit Ein_Yak telefoniert?

Etwas so schön formuliertes habe ich hier schon lange nicht mehr gelesen. :wink:
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