Ich habe gerade auf Kultboy erfahren, dass es hier ja eine richtig aktive Fate-Community gibt. Da dachte ich, ich melde mich schnell mal um zu sagen, dass es auch außerhalb immer noch Leute gibt, die Fate lieben und sogar - Tada! - zum ersten Mal in ihrem Leben erfolgreich beendet haben.
Nach einem Vierteljahrhundert!
Naja, gut, diese Partie ging natürlich nicht ganz so lang. Zumal ich wegen den Fortschritten von Chestern beim CRPGAddict-Blog auch so ein bisschen zusätzlich motiviert war. Schließlich wollte ich das Spiel vor ihm durchspielen.
Insgesamt habe ich etwas über 55 Stunden gebraucht. Das mag vielleicht für einige nach etwas wenig klingen, hat aber drei wichtige Gründe:
- Ich habe nicht die ganze Welt bzw. jeden Meter eines Dungeons erforscht.
- Ich habe Karten und Hinweise aus meinen gesammelten Amiga Joker Heften und Carsten Borgmeiers "Das Rollenspiele-Buch" verwendet.
- Und ich habe für lange Reisen oder einfache Kämpfe die Warp-Funktion des Amiga-Emulators (ich habe diesmal nicht auf echter Hardware gespielt) verwendet.
Ihr könnt euch vorstellen, dass das Beenden eines Spieles, von dem man seit 1991 träumt, ein tolles Gefühl ist! Vor allem auch, wenn es sich um ein Spiel wie Fate handelt, das kaum jemand in meinem Bekanntenkreis jemals beendet hat.
Fate ist außerdem ein Spiel, von dem ich mir vorstellen könnte, dass ich es in ein paar Jahren vielleicht nochmals durchspielen werde.
Dann werde ich aber die ganzen Tipps aus eurem Forum nehmen.
Vielleicht noch eine abschließende Kritik zum Spiel von mir:
Fate ist ein grandioses Spiel, in dem man das Herzblut, das in das Spiel gesteckt wurde, jederzeit spürt. Es ist außerdem wirklich schön gestaltet worden und ich bin immer wieder überrascht, wie viel Grafik auf die zwei Disketten gepresst wurde.
Insgesamt ist es nämlich sehr abwechslungsreich gestaltet worden. Jeder Dungeon hat sein eigenes Grafikset. Lediglich mit den Grafik der Städte mit ihren Blockhütten konnte ich mich nicht so richtig anfreunden. Gerade bei den größeren Städten hätte ich echtes Mauerwerk einfach als viel atmosphärischen empfunden.
Aber das ist Geschmackssache.
Auch ein bisschen schade, dass es keine Zaubereffekte gibt aber das ist natürlich Kritik auf hohem Niveau.
Echt Kritik wäre für mich das Dialogsystem und die nervige Suche nach den Hinweisen. Das mag realistisch sein, hätte man aber meiner Meinung nach "streamlinen" sollen. Auch scheint es mir, dass zu gewissen Aspekten (zum Beispiel der Erinstaff) gar keine Hinweise existieren. Da musste ich dann tatsächlich in die Lösung schauen.
Insgesamt empfinde ich das Spiel außerdem als etwas zu groß.
Ja, da mag sich der eine oder andere an den Kopf fassen aber ich finde, hier wäre weniger tatsächlich mehr gewesen.
Es muss nicht jeder Dungeon sieben Level haben und einige der Level sind derart heftig mit Teleportern und Einwegtüren gespickt, dass ich ohne fertige Karten wohl wahnsinnig geworden wäre.
Ich finde es übrigens sehr gelungen, wie der Endkampf mit Thardan gelöst wurde - nur die Endsequenz hätte ein bisschen länger sein dürfen.




