Kopftuch-Streit
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Hey Mädels!
Ach, sehe ich das richtig, das Polarwolf wieder 'mal zugeschlagen hat?
Im Übrigen: Das Beispiel mit China belegt nur, wie gut es uns damit geht, daß sich der Staat da nicht hineinhängt (wenn man 'mal von einigen Bundesländern absieht).
Ach, sehe ich das richtig, das Polarwolf wieder 'mal zugeschlagen hat?
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PS: Entspannt bleiben!
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gelbe Wiesenameise
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Ich bin mir ziemlich sicher, dass es den Bayern (und allen die nach Bayern eingewandert sind) auch nicht schlechter geht, weil hier bisweilen ein Kreuz im Klassenzimmer hängt.Ein_Yak hat geschrieben:Im Übrigen: Das Beispiel mit China belegt nur, wie gut es uns damit geht, daß sich der Staat da nicht hineinhängt (wenn man 'mal von einigen Bundesländern absieht).
gelbe Wiesenameise (éponine)
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In China hat das mehr politische als religiöse Motive, was den dort vorherrschenden Kommunismus betrifft. Das dort die Bilder ihrer politischen Führer hängen ist genauso eine unzumutbare Willkür wie in Bayern die Kreuze wie ich finde. Bloß setzen die ihre Ziele in China mit anderen Mitteln durch als in Bayern. Wenn der Lehrer ein Problem mit Kreuzen hat ist das sein gutes Recht die abzuhängen, macht man sich natürlich in einem CSU regierten Land mit fast nur bibeltreuen Christen wie dir keine Freunde mit, logisch.gelbe Wiesenameise/(éponine, polarwolf) hat geschrieben:
Ich finde, wenn dieser Lehrer ein Problem mit den bayerischen Klassenzimmern hatte, dann hätte er in China unterrichten sollen. Dort hängt dann aber vermutlich der Parteiführer der kommunistischen Einheitspartei an der Wand. Bloss dessen Portrait würde dieser Lehrer nur einmal abhängen.
Das ein brav erzogener Bajuware wie du ihn dann am liebsten in einem russischen Gulag oder fern der Heimat sehen möchte ist wohl auch logisch, aber unfair und rassistisch dem Lehrer gegenüber. Es ist nunmal nicht sein Glauben. Man kann ihn nicht zwingen die Kruzifixe zu erdulden. So hat er auch das gute Recht das Kreuz abzuhängen wenn es ihn stört, solange es die Schule, der Direktor und der Landrat dulden und er nicht mit Sanktionen rechnen muss.
Ausserdem leben wir in der Demokratie und nicht im Kommunismus . Deswegen hinkt dein Beispiel. Bei uns werden halt andersdenkende nicht sofort als Dissidenten beschimpft und erschossen oder verhaftet.
Aber auch nicht bessergelbe Wiesenameise/eponine/polarwolf hat geschrieben:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es den Bayern (und allen die nach Bayern eingewandert sind) auch nicht schlechter geht, weil hier bisweilen ein Kreuz im Klassenzimmer hängt.
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LG der selbstgefällige überhebliche Heide Hafen
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Hallo zusammen,
Gruß JD
Das vielleicht nicht, aber anscheinend werden hier Leute die was von Kirche halten oder Christen sind, verfolgt und man würde sie am liebsten auf den Scheiterhaufen bringen. Das bringt aber rein gar nichts laßt euch das sagen, wir(die katholische Kirche) haben die Erfahrung gemacht das man da auch hin und wieder die Falschen abfackelt.Hafen hat geschrieben:Ausserdem leben wir in der Demokratie und nicht im Kommunismus . Deswegen hinkt dein Beispiel. Bei uns werden halt anderdenkende nicht sofort als Dissidenten beschimpft und erschossen.
Gruß JD
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gelbe Wiesenameise
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hafensaenger hat geschrieben: In China hat das mehr politische als religiöse Motive, was den dort vorherrschenden Kommunismus betrifft. Das dort die Bilder ihrer politischen Führer hängen ist genauso eine unzumutbare Willkür wie in Bayern die Kreuze. Bloß setzen die ihre Ziele in China mit anderen Mitteln durch.
Hab´ auch nix anderes behauptet. Kommunismus ist keine Religion - völlig klar!
Zuviel der Ehre!hafensaenger hat geschrieben: Wenn der Lehrer ein Problem mit Kreuzen hat ist das sein gutes Recht die abzuhängen, macht man sich natürlich in einem CSU regierten Land mit fast nur bibeltreuen Christen wie dir keine Freunde mit, logisch.
Bin leider kein bibeltreuer Christ.
Dies kann doch auch seinen Ursprung darin haben, dass wir in einer Gesellschaft mit christlichen Wertevorstellungen leben.hafensaenger hat geschrieben: Ausserdem leben wir in der Demokratie und nicht im Kommunismus . Deswegen hinkt dein Beispiel. Bei uns werden halt anderdenkende nicht sofort als Dissidenten beschimpft und erschossen.
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P.S.: 1+1=2, das bedeutet aber nicht, dass 2 immer 1+1 ist;
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Was für Werten und falschen Idealen die da in China nachlaufen möchte ich gar nicht wissen. 
Gehen sie weg. Hilfääääääää 
Ich fühle mich nicht verfolgt. Hey, was wolllen sie von mir.JD hat geschrieben:Das vielleicht nicht, aber anscheinend werden hier Leute die was von Kirche halten oder Christen sind, verfolgt
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Hi
die Geschichte findest Du in allen Ideologien.
Grüsse
Das stimmt natürlich nicht, es geht nur darum auch die Freiheit des anders denkenden zu wahren und daher darf Kirche keine Machtmittel mehr haben, d.h. Staat und Kirche (Religion) muß streng getrennt sein. Ein Christ sollte sowie so darauf verzichten, sondern durch sein Vorbild (in der Nachfolge Jesu) wirken. Dieses würde auch helfen der dahin lahmenden Kirche wieder neuen Schwung zu geben,jdoge hat geschrieben: ... Das vielleicht nicht, aber anscheinend werden hier Leute die was von Kirche halten oder Christen sind, verfolgt und man würde sie am liebsten auf den Scheiterhaufen bringen.
Nicht nur die katholische Kirchejdoge hat geschrieben: Das bringt aber rein gar nichts laßt euch das sagen, wir (die katholische Kirche) haben die Erfahrung gemacht das man da auch hin und wieder die Falschen abfackelt.![]()
Grüsse
Also was die Kirchensteuer betrifft hab ich mir grad was erklären lassen, was mir nicht wirklich bewusst war...... 
Und was das Thema Kopftuch oder andere religiöse Symbole in Schulen oder anderen öffentlichen Gebäuden betrifft so ist mir das persönlich ziemlich latte.
editiert um 22:36
Und was das Thema Kopftuch oder andere religiöse Symbole in Schulen oder anderen öffentlichen Gebäuden betrifft so ist mir das persönlich ziemlich latte.
editiert um 22:36
Zuletzt geändert von anke am Mi 07.01.2004 - 22:35, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo zusammen,
Gruß JD
Und wie sollte sich die Kirchen, deiner Meinung nach, verhalten in den Bereichen, die auch das politische, bzw. gesellschaftliche Leben betreffen, sollten sie sich da auch raushalten? Das finde ich nicht, denn es gibt in unserer Gesellschaft schon genug Leute, die meinen das geht sie nichts an und darum halten sie sich raus.Argh hat geschrieben:Das stimmt natürlich nicht, es geht nur darum auch die Freiheit des anders denkenden zu wahren und daher darf Kirche keine Machtmittel mehr haben, d.h. Staat und Kirche (Religion) muß streng getrennt sein. Ein Christ sollte sowie so darauf verzichten, sondern durch sein Vorbild (in der Nachfolge Jesu) wirken. Dieses würde auch helfen der dahin lahmenden Kirche wieder neuen Schwung zu geben,
Gruß JD
Hey Mädels!
Was ist so schwer daran zu verstehen, daß sich der Staat in Fragen der Religion nicht parteiisch verhalten soll?
Es wäre schon schön, wenn ein wenig Differenzierung einkehren würde.
Ich erinnere mich noch gut daran, als der - ich glaube - bayrische Oberste Verwaltungsgerichtshof entschied, daß Kruzefixe an der Wand nix in Klassenzimmern zu suchen haben. Was gab es da für einen Aufschrei! Dabei wurde nichts weiter, als die deutsche Verfassung als das genommen, was sie ist, die Grundlage für die Rechtsverfaßtheit aller deutschen Bundesländer.gelbe Wiesenameise hat geschrieben:Ich bin mir ziemlich sicher, dass es den Bayern (und allen die nach Bayern eingewandert sind) auch nicht schlechter geht, weil hier bisweilen ein Kreuz im Klassenzimmer hängt.
Was ist so schwer daran zu verstehen, daß sich der Staat in Fragen der Religion nicht parteiisch verhalten soll?
Da kann ich mich nur selbst zitieren, obwohl das immer einen gewissen faden Beisgeschmack hat...jdoge hat geschrieben: Und wie sollte sich die Kirchen, deiner Meinung nach, verhalten in den Bereichen, die auch das politische, bzw. gesellschaftliche Leben betreffen, sollten sie sich da auch raushalten? Das finde ich nicht, denn es gibt in unserer Gesellschaft schon genug Leute, die meinen das geht sie nichts an und darum halten sie sich raus.![]()
Unterscheide bitte Staat von Öffentlichkeit und Gesellschaft. Kirchen sind wichtige gesellschaftliche Kräfte, die in der Öffentlichkeit eine bedeutende Rolle spielen. Dagegen hat keiner etwas. Im Gegenteil - oftmals geben sie wichtige Hinweise bei aktuellen Entwicklungen. Man denke nur an soziale Belange...Ein_Yak hat geschrieben:Es geht hier nicht um die Öffentlichkeit selbst. In der Öffentlichkeit ist es erlaubt und wird gewünscht, sich zu betätigen - eben auch in religiöser Absicht - und Religionsgemeinschaften wie die chistlichen Kirchen sind ein wichtiger Faktor der Öffentlichkeit. Aber der Staat, der ja auch über gewisse Machtfunktionen verfügt, sollte sich heraushalten, welchen Glauben man nachgeht (zumindest solange die Grundlage eines friedlichen Miteinanders in der Gesellschaft erhalten bleibt).
Es wäre schon schön, wenn ein wenig Differenzierung einkehren würde.
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Hi
Hmm, hmm ... ich hatte es oben schon gesagt es geht um Machtmittel hier wird häufig eine Grenze überschritten
Natürlich sollen sich aber auch die Kirchen äußern, keine Frage. Aber auch hier gibt es Grenzen. Ich haben beispielweise oft das Gefühl, daß das ungeborene Leben für die Kirche wichtiger ist als das geborene. Und wenn sich zwei Menschen lieben, so kann das nicht verkehrt sein und geht die Kirche nichts an, selbst dann nicht wenn ein Mann einen Mann liebt.
Du siehst ein weites Feld, aber er warte nicht das ich Dich jetzt als armes verfolgtes Opfer sehe
Grüsse
Richtig ärgerlich ich liege voll auf der Linie von Yakjdoge hat geschrieben:Und wie sollte sich die Kirchen, deiner Meinung nach, verhalten in den Bereichen, die auch das politische, bzw. gesellschaftliche Leben betreffen, sollten sie sich da auch raushalten? Das finde ich nicht, denn es gibt in unserer Gesellschaft schon genug Leute, die meinen das geht sie nichts an und darum halten sie sich raus.![]()
Gruß JD
Hmm, hmm ... ich hatte es oben schon gesagt es geht um Machtmittel hier wird häufig eine Grenze überschritten
Natürlich sollen sich aber auch die Kirchen äußern, keine Frage. Aber auch hier gibt es Grenzen. Ich haben beispielweise oft das Gefühl, daß das ungeborene Leben für die Kirche wichtiger ist als das geborene. Und wenn sich zwei Menschen lieben, so kann das nicht verkehrt sein und geht die Kirche nichts an, selbst dann nicht wenn ein Mann einen Mann liebt.
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Also, ich weiß ja nicht was so manch einer von euch für einen Eindruck von den kirchlichen Einrichtungen in seiner Umgebung hat, aber ich habs noch nie erlebt dass da irgendjemand "beeinflusst" wird (ich rede jetzt natürlich ausdrücklich von der Gegenwart) - das übernehmen heute lieber Sekten, Politiker und die Medien.
Und was das Fach Religionslehre betrifft: Es haben ja viele gemeint, dass es auf jeden Fall ein Fach in der Schule geben muss, das sich mit Religionen/Weltanschauungen/etc. auseinandersetzt, da sind wir uns wohl einig. Aber, und da beharre ich auf meinem Standpunkt
, wenn es so ein Fach gibt, dann muss dort auch der christliche Glaube im Vordergrund stehen, denn Deutschland ist ein christliches Land; es steht nunmal in quasi jedem Ort eine Kirche, die Geschichten von lokalen Heiligen gehören (eigentlich) auch zu vielermanns Leben dazu, und wenn man sich mal die deutsche Geschichte ansieht - wieviel ist da durch den Glauben bewirkt und angetrieben worden (klar, vieles auch im Schlechten, mir geht es jetzt nur um die Tatsache, dass es viele Ereignisse und Leistungen aus dem Glauben heraus gab).
Ich muss natürlich auch mal dazu sagen, dass ich immer den Religionsunterricht aus meiner eigenen Schulzeit im Kopf habe, und den fand ich nie manipulierend oder gar abwertend anderen Glaubensrichtungen gegenüber, sondern ich fands gut, dass man sich einerseits mit seinem eigenen Glauben enger auseinandersetzt und andererseits neues unter dem metaphysischen Himmel kennenlernen konnte.
Und wenn jemand gezwungen wird, gegen seinen Willen an so einem Unterricht teilzunehmen, dann ist das alleine die Entscheidung der Eltern.
Und was das Fach Religionslehre betrifft: Es haben ja viele gemeint, dass es auf jeden Fall ein Fach in der Schule geben muss, das sich mit Religionen/Weltanschauungen/etc. auseinandersetzt, da sind wir uns wohl einig. Aber, und da beharre ich auf meinem Standpunkt
Ich muss natürlich auch mal dazu sagen, dass ich immer den Religionsunterricht aus meiner eigenen Schulzeit im Kopf habe, und den fand ich nie manipulierend oder gar abwertend anderen Glaubensrichtungen gegenüber, sondern ich fands gut, dass man sich einerseits mit seinem eigenen Glauben enger auseinandersetzt und andererseits neues unter dem metaphysischen Himmel kennenlernen konnte.
Joabary hat geschrieben:Ich muss natürlich auch mal dazu sagen, dass ich immer den Religionsunterricht aus meiner eigenen Schulzeit im Kopf habe, und den fand ich nie manipulierend oder gar abwertend anderen Glaubensrichtungen gegenüber, sondern ich fands gut, dass man sich einerseits mit seinem eigenen Glauben enger auseinandersetzt und andererseits neues unter dem metaphysischen Himmel kennenlernen konnte. Und wenn jemand gezwungen wird, gegen seinen Willen an so einem Unterricht teilzunehmen, dann ist das alleine die Entscheidung der Eltern.
Ich habe es auch nicht anders erlebt. Und meine Schulzeit liegt doch schon einige Zeit zurück. Ich hatte eher - zumindest in der Oberschule - das Gefühl, daß das was wir da an Stoff durchnahmen nix mit Religion zu tun hatte. Heut seh ich das natürlich anders. Ich fühlte mich da auch nicht gerade manipuliert. Da war es schon eher so in der Kinderkirche in der ich während meiner Grundschulzeit war. Hatte aber wohl eher was mit Gruppenzwang zu tun. Unsere Mom hat es ganz uns selbst überlassen ob oder ob wir nichts mit Religion zu tun haben wollten oder ob wir uns irgendeiner Gemeinschaft anschließen würden. Ich denke mal - aber das gehört hier glaube ich nicht so rein- daß es um ein guter Mensch mit bestimmten Werten zu sein nicht unbedingt eine Kirche braucht. Denn das was zumindest in den 10 Geboten steht - war für mich immer selbstverständlich und in jeder guten Kinderstube sollten diese Werte dazu gehören
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Moin zusammen,
ich pers. habe nichts gegen die Symbole des Glaubens, jeder ist seines Glückes eigner Schmid. Nur dürfrn diese Symbole nicht zu Streit Objecten einzelner Gruppen kommen, darum bin ich für die Verbannung dieser Glaubens (Kult) Gegenstände aus den Schulen.
MfG Faxerobert
ich pers. habe nichts gegen die Symbole des Glaubens, jeder ist seines Glückes eigner Schmid. Nur dürfrn diese Symbole nicht zu Streit Objecten einzelner Gruppen kommen, darum bin ich für die Verbannung dieser Glaubens (Kult) Gegenstände aus den Schulen.
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Es stirb sich schwer und bevor du guckst kommt ein Lich daher.
Hey Mädels!
Nun, das versucht jede Gruppe, die eine gewisse Vorstellung von der Welt hat. Lange Zeit besaßen die christlichen Kirchen in Europa großen Einfluß - auch politischer Art, waren sie doch z.T. selbst Träger staatlicher Macht. Aber da hat sich auch ein Wandel vollzogen und den sollte man schon zur Kenntnis nehmen. Wenigstens in Mitteleuropa empfinde ich die Kirchen heutzutage eher als eine Bereicherung, denn als eine Bedrohung. Das kann in anderen Teilen der Welt anders aussehen. Und das beschränkt sich nicht nur auf die bei uns stark verankerten Kirchen.hafensaenger hat geschrieben:Die Kirchen mischt sich schon seit Jahrhunderten gefragt oder ungefragt in die Belange der Menschen ein und versucht sie nach ihrem Bild zu formen, mancher würde sagen zu manipulieren.
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Sehr richtig! Das heißt allerdings weder, dass ich dieses Gesetz unterstütze, noch dass es mich überzeugt.Ein_Yak hat geschrieben:Nun ja, Ephirnion, ob Dich nun die Argumente für die Trennung von Kirche und Staat überzeugen oder nicht und ob Dir das Grundgesetz Wurst ist oder nicht. Es ist Gesetz. Und nicht irgendeines, sondern Verfassungsrecht. Mithin einer der Grundlagen unserer Gesellschaft. Und ein ungemein zivilisatorischer Fortschritt, den man spätestens dann zu schätzen lernt, wenn man selbst zu einer Minderheit, zu einer religiösen Gruppe oder zu den Nichtreligiösen gehört. Minderheitenschutz ist ein integraler Bestandteil der deutschen Verfassung. Und die deutsche Gesellschaft tut gut daran, dies zu erhalten.
Also ich würde mich schämen, wenn ich in ein anderes Land ginge und von den Menschen dort verlangen würde, dass sie gefälligst ihre religiösen Symbole aus den Schulräumen, Rathäusern oder sonst was zu nehmen hätten, da ich mich mit meiner eigenen Religion daran gestört fühle.Ein_Yak hat geschrieben:Betrachte es doch einmal aus der Gegenperspektive. Stell Dir vor, Du wärest Buddhist oder ein "Ungläubiger" und Dir würde vom Staat abverlangt, daß Du Dich einer bestimmten Religion und damit einer bestimmten Lebensart anzupassen hättest - und zwar so, daß Du Deine Auffassung nicht mehr wiederfinden kannst.
Es wurde ja schon oft genug gesagt, dass hier in Deutschland niemandem vorgeschrieben wird, an welche Religion man zu glauben habe. Wenn in einer Klasse gebetet wird, dann werden diejenigen, die nicht christlichen Glaubens sind nicht dazu gezwungen dm Folge zu leisten. Ist dem doch so, dann kann ich dies ebenfalls nicht unterstützen. Ich möchte niemandem meine Religion oder sonst irgendetwas aufzwingen, doch auch ich finde es als fair, wenn ich mich gewissen Gepflogenheiten anderer Länder anpasse. Es kann nicht sein - und ich möchte dies auch nicht - dass ich als Einzelner anderen ihre Glaubensymbole abspreche, obschon dies schon seit langer Zeit so Tradition ist. täte ich dies doch, so wäre gerade dieses Verhalten "ungerecht" und "gefährlich"!
Tut mir leid, die bisherigen Argumente haben mich in keinster Weise überzeugt - im Gegenteil, aber bei euch bin ich ja immer wieder Überraschungen gewohnt
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Dann solltest du diesen Staat verlassen, denn das Grundgesetz ist die Basis unseres Zusammenlebens an das sich jeder Mitbürger zu halten hat, ob es ihm passt oder nicht. Es wurde dazu geschrieben, Zustände wie im Dritten Reich unmöglich zu machen, denn dort hing man der Philosophie an, dass nur die eigene Tradition gut war, und jeder der sich ihr nicht anpasst, sterben oder gehen soll.Ephirnion hat geschrieben: Es ist mir Wurst, was das Grundgesetz dazu sagt
Ich möchte da auf keinen Fall wieder hin und aus diesem Grund halte ich unser Grundgesetz für ausnehmen wichtig. Wenn du das anders siehst und das WIRKLICH denkst, dann solltest du mal ein bisschen geschichtliche Recherche über das Dritte Reich und die Entwicklung des Grundgesetzes betreiben. Solche Aussagen sind keine pubertierenden Spielchen mehr, das ist mehr, jedenfalls in meinen Augen.
Fein, aber darum geht es doch gar nicht. Lass die Blümchentapete ruhig hängen.Ephirnion hat geschrieben: Ich denke, dass christliche Symbole in der Schule oder sonst wo erlaubt sein sollten. Anderen Religiösen Symbolen spreche ich dies ab, weil, wie Joabary es schon sagte, Deutschland ein überwiegend christlich geprägtes Land ist; und ganz wichtig: Es ist mir Wurst, was das Grundgesetz dazu sagtWenn ich jemanden bei mir zu Hause einlade oder aufnehme, dann braucht sich dieser auch nicht von der Blümchentapete irritiert fühlen.
Die Frage ist doch viel eher: Verlangst du von deinem Besucher dann, dass er seine Hose mit Punkte auszieht, weil diese nicht zu deiner Blümchentapete passt?
Das ist doch die Frage. Noch dazu, wo das Kopftuch definitiv KEIN Glaubenssymbol des Islam darstellt sondern mehr oder weniger eine modische Tradition des Landes ist. So wie es bei uns nunmal üblich ist, dass Männer keine Röcke und Stöckelschuhe tragen. Soll nun ein Lehrer der Schule verwiesen werden, weil er einen Rock trägt?
Also ich kenne ein paar Männer, die gelegentlich Röcke tragen und muss sagen: Mir gefällts...
Und was ist mit einer christlichen Lehrerin, die gerne ein Kopftuch tragen möchte, darf die das dann auch nicht?
Und was die Anpassung an die Sitten des Landes angeht: Das halte ich schon für wichtig. Aber das tun die meisten auch. Die wenigsten Moslems steinigen Frauen ohne Kopftuch und männliche Begleitung auf der Strasse. Die Frauen möchten nichts anderes als nach ihrem Empfinden sittlich gekleidet die Strasse betreten. Und dies ist nach unserem Grundgesetz erlaubt, wenn es nicht dem Empfinden von Sittlichkeit der Mehrheit ZUWIDER läuft. Und ich wüßte nicht, was an einem Kopftuch nach christlicher oder gesellschaftlicher Auffassung unsittlich sein sollte....
Also ich bin für: Jeder soll seine Symbole tragen, solange sie nicht verboten sind (Hakenkreuz) oder andere Religionen/Anschauungen aktiv verunglimpfen.
Insofern bin ich für: Die religiösen Symbole nicht aus der Schule verbannen (auch wenn das nix mit dem Kopftuch zu tun hat).
Tust du aber, denn du sagst: Kopftücher gehören verboten. Also da widersprichst du dir selbst.Ephirnion hat geschrieben:Es kann nicht sein - und ich möchte dies auch nicht - dass ich als Einzelner anderen ihre Glaubensymbole abspreche, obschon dies schon seit langer Zeit so Tradition ist. täte ich dies doch, so wäre gerade dieses Verhalten "ungerecht" und "gefährlich"!
Nein, im Koran steht: Du sollst nicht töten. Was über Ungläubige und Andersgläubige drinsteht ist, dass die in die Hölle kommen, aber das sagt die Bibel meines Wissens auch.Willard hat geschrieben:Aber steht im Koran nicht ausdrücklich drin, dass man Ungläubige, andersgläübige u.s.w ohne Strafe töten darf(?)...
Und solche Äußerungen zeigen eigentlich, dass es mit der religiösen Allgemeinbildung nicht allzuweit bestellt ist....
Zuletzt geändert von Delta am Do 08.01.2004 - 19:58, insgesamt 3-mal geändert.
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Und wo widerspricht bitte ein Kopftuch unseren Sitten?RuneDragon hat geschrieben:ich möchte mal die meinung meines ehemaligen lehrers sagen:
wenn diese leute nach deutschland kommen haben sie sich auch unseren sitten anzupassen, das heißt kein kopftuch
Und mal ganz provokativ gefragt:
Wenn du in ein anders Land fährst, passt du dich dann auch soweit an? Ja?
Und wenn ich solche Allgemeinplätze lese, krieg ich die Hasskappe. Reflektier doch mal ein bisschen, was du hier so schreibst. Du bezeichnest dich als Christ, aber der christliche Glaube predigt Toleranz und Liebe, von Toleranz ist für mich in keiner deiner Aussagen etwas zu finden, im Gegenteil.
Und was ist mit dem schönen Spruch: Liebe deinen Nächsten? Sollte man nicht anderen einfach ihr Leben lassen, weil man sie mag? Also mir tut das nicht weh, wenn jemand auf der Strasse ein Kopftuch oder ein Kreuz trägt und es schadet mir auch nicht. Warum sollte ich also was dagegen haben?
Ich habe erst dann was dagegen, wenn diese Leute mir vorschreiben wollen, wie ICH herumzulaufen haben. Also wenn mir jemand sagen würde, ich sollte jetzt gefälligst ein Kopftuch oder ein Kreuz tragen, dann fände ich das nicht mehr witzig. Aber bis dahin: Alles im grünen Bereich.
Oder, RuneDragon, was stört dich daran, wenn eine Frau ein Kopftuch trägt? Und wer sagt dir überhaupt, dass es sich bei ihr um eine Anhängerin des Islam handelt? Es gibt auch Frauen, die das aus modischen Erwägungen tragen...
Gute Idee, die Termine sind eigentlich eh ungünstig. Legen wir die Winterferien als Schneeferien in den Februar, da kann man eh besser Skifahren und dann machen wir im Herbst nochmal ein bisschen Ferien, damits nicht zu lange wird. Nennen wir sie doch Ernteferien(?). Ist ganz Unreligiös wie die Sommerferien auch.gelbe Wiesenameise hat geschrieben:
Man könnte auch gleich die Weihnachtsferien, die Osterferien und die Pfingstferien abschaffen.
Jo, kirchliche Feiertage abschaffen.. gute Idee. Durch staatliche ersetzen. z.B. Gründungstag der BRD. Oder einfach aus jeder Religion ein Feiertag? Dann würde man auch mal die Sitten seiner Mitbürger besser kennen lernen. Und den Weihnachtsmarkt nennen wir Jahresendmarkt und schon können wir ein schönes Volksfest draus machen. Weihnachtsbäume auf öffentlichen Plätzen brauchts meiner Meinung nach auch nicht wirklich und die Kreuze am Strassenrand stellen ja Privatpersonen auf.. das würde für mich unter freie Persönlichkeitsentfaltung fallen. Kann ja auch jemand nen Halbmond aufstellen, wenn er will.gelbe Wiesenameise hat geschrieben: Eine Trennung von Staat und Kirche würde nicht nur die Schule betreffen. Es würde auch die Behörden und öffentlichen Plätze betreffen. Also auch keine Kreuze mehr am Straßenrand, keine Weihnachtsbäume mehr auf öffentlichen Plätzen und auch keinen Weihnachtsmarkt. Das gleiche gilt für alle kirchlichen Feiertage und streng genommen auch für den Sonntag.
Insofern seh ich das sehr unkritisch. Meiner Meinung nach könnte man die ganze christliche Kirche abschaffen, ohne dass es der Welt schaden würde. Vorher ging es schließlich auch ohne und an der Zivilisation hat sie nur sehr begrenzt mitgewirkt, was sie doch eigentliche (als Institution) immer hinter der zivilisatorischen Entwicklung her (ich denke da an die Schmähung Galileo Galileis, die immer noch nicht vollständig aufgehoben ist, die Hexenverbrennung, die Anti-Verhütungsmittel-Kampagne, kein S** vor der Ehe... hey, die Kirche (egal welche) war noch nie fortschrittlich sondern immer reaktionär).
Hm, seh ich anders, ich würde sagen: Wenn man es erlaubt ist es Religionsfreiheit, wenn man das Tragen verbietet ist es Unterdrückung Andersgläubiger. Ein Kopftuch widerspricht doch in keinster Weise der christlichen Religion, oder irre ich mich?Joabary hat geschrieben: Deshalb finde dich dass ein Kopftuch, das für mich ein direkter, gewollter, definitiver Ausdruck einer - in Deutschland nicht vorrangigen - religiösen Überzeugung ist, nicht getragen werden sollte. Alles andere wäre eine Degradierung solcher Kleidung zu bloßer, äh, ja, Kleidung.![]()
Noch dazu ist das Kopftuch kein "direkter, gewollter, definitiver Ausdruck" des Islam sondern für manche einfach ein Teil ihrer Religion.
Manche christlichen Frauen sehen es für sich als gegeben, dass sie keinen S** vor der Ehe haben, soll man die jetzt alle vergewaltigen, weil das ein "direkter, gewollter, defintiver Ausdruck" des Christentums ist?
In unserem Grundgesetz steht nunmal, dass niemand wegen seiner Religion benachteiligt oder verfolgt werden darf, also muss er seine Religion ausüben dürfen, wenn er damit niemanden anders in seiner Freiheit beschneidet. Und wo bitte schön, beschneidet das jemanden in seiner Freiheit, wenn eine Lehrerin ein Kopftuch trägt?
Wäre das nicht villeicht sogar ein toller Weg, unsere Kinder zu mehr Toleranz zu erziehen?
Wenn ich mir die Beiträge gerade der Jüngeren hier durchlese, wäre das meiner Meinung nach an einige Stellen wohl dringend nötig....
Vielleicht nicht wegen dem Kreuz im Klassenzimmer, aber was ist mit der Intoleranz der Leute?gelbe Wiesenameise hat geschrieben:Ich bin mir ziemlich sicher, dass es den Bayern (und allen die nach Bayern eingewandert sind) auch nicht schlechter geht, weil hier bisweilen ein Kreuz im Klassenzimmer hängt.Ein_Yak hat geschrieben:Im Übrigen: Das Beispiel mit China belegt nur, wie gut es uns damit geht, daß sich der Staat da nicht hineinhängt (wenn man 'mal von einigen Bundesländern absieht).
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Eine Freundin von mir ist von ihrem Freund, einem Iraner, schwanger geworden, hat daraufhin ihren Ausbildungsplatz verloren, ihrer Mutter wurde die Wohnung gekündigt und auch vom Amt konnte ihr keine mehr vermittelt werden.
Ein Dank an die christliche (bayrische) Toleranz. Vielleicht würde das mal besser werden, wenn die Kinder schon lernen, dass Moslems keine menschenmordenden Ungeheuer sind sondern so wie du und ich und dass es dort ebenso Genies und Vollidioten gibt wie unter Christen und Heiden.
Warum kann diese Gesellschaft nicht einfach akzeptieren, dass Moslems ganz normale Menschen sind? Und Heiden auch? Mehr wollen die Meisten doch gar nicht!
Gruss
Anni
Zuletzt geändert von Delta am Do 08.01.2004 - 19:52, insgesamt 1-mal geändert.


