Guten Tag,
da dieses Posting gleich zwei Geschichte, Rollenspiele, anbelangt, werde ich bei bei beiden das gleiche schreiben. Für die gleichen Gründe einer Handlung gibt es sonst nur vor dem Richter mehrere Begründungen - ich bleibe gerne bei der Wahrheit und erfinde sie nicht jedesmal neu *lächel*. Ich bin nunmal ein sehr merkwürdiger Mensch, ich gebe es offen zu. Und genauso gern habe ich auch meine Charaktere gespielt, sie weit umschrieben und auch versucht, beiden den Humor anzudichten, den ich mitunter auch besitze. Das hat mir immer einen großen Spaß bereitet - wirklich sehr. Meine Phantasie ist bei weitem nicht ausgeschöpft und ich finde es immer wieder amüsant, neue Aspekte eines Gedankens zu finden, sie in Worte zu packen gleich einem Geschenk in das Papier, welches dann wiederum dem Be-schenkten Freude bereitet (oder auch nicht

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Leider kostet soetwas in letzter Zeit Kraft. Kraft, die ich nicht besitze, weil ich mich momentan mit meinem Abschlussprojekt befasse. Früher diente mir das Schreiben als Ventil - heute ist es vielmehr eine Last geworden. Ganz einfach, weil ich schon so viele Aufgaben besitze und jeder von mir 100% erwartet. Niemand, bzw. die meisten sagen nichts, wenn ich meine Pflichten vernachlässige, seien die Gründe noch so nachvollziehbar. Aber die Enttäuschung bemerke ich und vor langer Zeit meinte einst ein Freund zu mir: "Enttäusche die Menschen um dich herum wenn du merkst, dass es nicht das ist, was du und dein Herz wirklich wollen. Lieber eine Aufgabe mit ganzem Herzen als zwei mit halbem."
Ich hätte nie gedacht, dass das einst auf eines meiner Hobbies zuträfe, dass mir einmal solchen Spaß bereitet hat - und es auch tut. Aber für mich, wann ich es will und kann.
Daher habe ich beschlossen, das RPG im Forum vorerst aufzugeben. Ihr ward mir gute Spielepartner und ich muss zugeben, dass mich alle, wirklich alle, überrascht haben. Besonders erwähnenswert ist hier, meiner Meinung nach, Borlan, der hereinstürmte und seitdem einen Stil beweist, der mir bis dato unbekannt war. Der Schreibstil ist wirklich gut, du spielst deinen Zwerg mit Passion. Dafür von mir allergrößten Respekt, mach bitte weiter so
Eine große Entschuldigung an die Wartenden. Ich habe immer wieder versucht, mich aufzuraffen und etwas zu schreiben. Einige Versuche habe ich hinter mir, allerdings endeteten sie im Chaos und andere Dinge haben meine Aufmerksamkeit eher "gewonnen". Es tut mir leid, es war auch gegenüber nicht fair, doch wollte ich nicht wahrhaben, dass ich nicht mehr das schaffe, wovon ich dachte, dass es Bestandteil meiner Seele wäre. Es tut mir ehrlich leid.
Ich für meinen Teil werde mich nun auf mein Projekt konzentrieren. Ihr könnt meinen Traumdeuter/ Druiden gerne als NPC weiterspielen lassen. Wer die Zugangsdaten haben will, nun ja, einfach eine PM schicken. Hierfür würde ich aber gerne die Spielleiter empfehlen, vorziehen - sie wissen am besten, was der Gruppe "gut tut"

. An dieser Stelle auch großen Dank an euch "SL"s: Providentia ist wirklich ein gutes Rollenspiel mit einem gewaltigen Potential - einfach zu überblicken und dennoch voller Überraschungen. Rundum gesagt: weiter so
Ich verabschiede mich jetzt mit den Worten Endymions in beiden Geschichten. Eigentlich hätte es der Schlusssatz am Ende eines guten, langen Rollenspiels sein sollen. Aber andererseits... naja, es kommt immer anders als man denkt
".... am Ende einer langen, beschwerlichen Reise voller Entbehrungen und unerwarteten Freuden, entdeckt er, dass das Leben wirklich ein ganzes Stück mehr ist als die wenigen Schritte im Kreise seines Hauses. Sicherlich war es nicht das Leben, das ihn bisher vermied; andererseits beschenkte es auch nicht wirklich und manchmal, aber nur manchmal ist es eben wie bei jedem Spiel: Erst wenn man schwei Schritte zurückgegangen ist, überblickt man das Feld des Lebens und ist bereit zu erkennen, dass man zwar hier verlor - aber woaners gewann...
Endymion sieht ein letztes mal zur Gruppe. Krampfhaft versucht er, sich nichts anmerken zu lassen. Keine Gefühle, nichts dergleichen, kein Platz für derlei Dinge. Und doch, tief in ihm regt sich die eine Sphäre, welche ihm bisher den Weg offenbarte: Sein Herz. Und in jenem Moment der bitteren, traurigen Erkenntnis, vernimmt er die Melodie seiner einzigen Träne, die eines seiner Augen verlässt um sich langsam gen Boden zu bewegen. Nur um das Licht ein letztes mal in seine elementarsten Bestandteile zu zerlegen und ihm zu beweisen, dass hier ein Abschnitt seines Lebens aufhört.
Die Augen noch einmal fest verschließend, reißt er sich von seiner Stasis los, dabei den rechten Arm mit jenem Stab hebend, den er über die Reisen hinweg als Treuen Begleiter nutzte und ihm nunmehr ein weiteres mal dienen wird. Wortlos öffnet er seinen Blick, lächelnd zu seinen Freunden gerichtet. Kurz darauf schlägt er den Stab in den Boden, was ein aufsteigendes Licht verursacht, sich über ihn ergießend als wäre er Teil eines riesigen Wasserfalls. Im nächsten Augenblick, bereits, ist er weg. Wohin, das weiß er allerdings selbst nicht.... man lässt sich überraschen.
Und während das letzte Licht verschwindet, hallen die Worte des Zaubernden im Raume gleich einer letzten Schneeflocke, welche die erste Frühlingsblüte begrüßt: Entdeckt die Welt, um euch in in euch - so manches Wunder noch vorhanden....."