Spenden, allgemeines Thema
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Spenden, allgemeines Thema
Nicht erst seit der großen Flutkatastrophe durch den Tsunami wird für die in Not geratenen Menschen gespendet.
Zu diesen Spenden gelangen durch die Medien unterschiedliche Informationen an uns. Z.B.: Für die vorgenannte Katastrophe wurde mehr Geld gespendet als für die Beseitigung der materiellen Schäden erforderlich ist.
Was ist z.B. mit dem Sudan? Wieso wird nicht für die dort notleidenden Menschen um Spenden geworben?
Ich bin der Meinung, das dieses Thema interessant werden könnte.
Wo bleiben die Spendengelder?
Wieviel bleibt in der Verwaltung hängen?
Wo sind Spenden sinnvoll?
Zu diesen Spenden gelangen durch die Medien unterschiedliche Informationen an uns. Z.B.: Für die vorgenannte Katastrophe wurde mehr Geld gespendet als für die Beseitigung der materiellen Schäden erforderlich ist.
Was ist z.B. mit dem Sudan? Wieso wird nicht für die dort notleidenden Menschen um Spenden geworben?
Ich bin der Meinung, das dieses Thema interessant werden könnte.
Wo bleiben die Spendengelder?
Wieviel bleibt in der Verwaltung hängen?
Wo sind Spenden sinnvoll?
- hafensaenger
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Wir können sicherlich nicht alles Leid in der Welt lindern aber ab und an können wir wenigstens einen Beitrag dazu leisten. Ich spende zugegeben nicht oft aber gezielt. Ich hoffe das dann mein Geld dort landet wo es auch benötigt wird.
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Bleifrei
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Naja, in Sudan machen halt nicht so viele Deutsche, Europäer und Menschen aus USA Urlaub.
Ansonsten würde es uns vermutlich nicht so recht interessieren.
Hörte daß die öfters damit noch 'arbeiten', also vermehren bevor die Spendengelder ankommen.
Nur daß in machen (oder gar vielen) Fällen die Kosten, um den Schaden zu beheben, dann noch höher ist, als das, was Die mit den Spenden zusätzlich reingearbeitet haben. Fals die überhaupt vorhaben das erarbeitete Geld auch zu spenden.
Bei Organisationen, wo die Leute ehrenamtlich arbeiten, dürfte nur der Materialverbrauch, also Schreibwaren, Computer, Miete für Geschäftsräume, Fuhrpark, hängen bleiben.
Aber auch dies macht bestimmt einiges aus.
Ansonsten würde es uns vermutlich nicht so recht interessieren.
Würde mich auch interessieren.erni hat geschrieben:... Wo bleiben die Spendengelder?
Hörte daß die öfters damit noch 'arbeiten', also vermehren bevor die Spendengelder ankommen.
Nur daß in machen (oder gar vielen) Fällen die Kosten, um den Schaden zu beheben, dann noch höher ist, als das, was Die mit den Spenden zusätzlich reingearbeitet haben. Fals die überhaupt vorhaben das erarbeitete Geld auch zu spenden.
Unterschiedlich.erni hat geschrieben:Wieviel bleibt in der Verwaltung hängen?
Bei Organisationen, wo die Leute ehrenamtlich arbeiten, dürfte nur der Materialverbrauch, also Schreibwaren, Computer, Miete für Geschäftsräume, Fuhrpark, hängen bleiben.
Aber auch dies macht bestimmt einiges aus.
Meiner Meinung nach in erster Linie dort, wo die Spende den Empfängern hilft, unabhänig zu werden. Also es sich abzeichnet, daß die auf Grund der Spenden bzw. durch dessen Anwendung, eines Tages nicht mehr auf Spenden angewiesen sind/sein werden.erni hat geschrieben:Wo sind Spenden sinnvoll?
Gruß
Bleifrei
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Richtig. Bislang wurde in der Vergangenheit häufig gegen diese RegelBleifrei Super Diesel Turbo Einspritzumpe hat geschrieben:Meiner Meinung nach in erster Linie dort, wo die Spende den Empfängern hilft, unabhänig zu werden. Also es sich abzeichnet, daß die auf Grund der Spenden bzw. durch dessen Anwendung, eines Tages nicht mehr auf Spenden angewiesen sind/sein werden.
verstoßen, indem Geld reingesteckt wurde und das Urproblem nicht
beseitigt wurde: Abhängigkeit.
Abhängigkeit auch schon deshalb, weil wir jeden Morgen unseren
schönen Kaffee für ein Appel und ein Ei trinken, während es in keiner
Relation zur Arbeit steht, die vorher investiert worden ist. Nun, ein
Hoch auf die Terms of Trade.
Was den Sinn der Spenden anbelangt: steht außer Frage, ist sinnvoll, ist gut. Dagegen werde ich auch nie etwas haben - störend finde ich die mediale Emotionsdiktatur. Menschen, die vorher ihre Kartoffeln möglichst billig und ihren Urlaub günstig in Richtung Asien gebucht haben und sich nicht ansatzweise gefragt haben, wie ihre durch Kinderhand bearbeitete Kleidung so unglaublich billig auf den Markt kommt, sodass sie sich auch gleich den kinderhandbearbeiteten Fußball für den Sohnemann leisten konnten, spenden 2,50 Eur aus der Portokasse und denken, die Welt sei umso mehr in Ordnung, je mehr das Geschrei leidender Menschen im kollektiven RTL-Liberatio-Seufzen untergeht. Die Krönung ist, dass man keineswegs am Grund der Spende zweifeln kann, denn wer behauptet, die Menschen, die mit dem Flugzeug gen Süden fliegen (und dafür eigentlich das restliche Jahr über mit dem 11Tonner zur Arbeit fahren könnten ^^), würden nur spenden, weil es ein Emotionshype made by Medien ist (und sei es nur aus zynisch existentiellen Gründen), wird skalpiert und an die Wand gehängt - gleich neben Stalin, da ist noch Platz.
Schöne neue Welt
Kary
P.S.: @Bleifrei: Entschuldige mein kleines Namensspielchen im Zitat - ich konnte es mir einfach nicht verkneifen. Du darfst mich aber auch Kürbis nennen. Freunde und solche, die sich dafür hinten angestellt haben, dürfen das
Zuletzt geändert von Karyptis am Mi 09.02.2005 - 23:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Eventuell hätte ich auch hinzufügen sollen: Manche wollen das Leid auf der Welt gar nicht lindern. So versickern bewusst und unbewusst die einen oder anderen Spendengelder.
Wer ist heutzutage nicht abhängig? Der Arbeitlose vom Arbeitsamt, der Sozialhilfeempfänger von der Stütze etc... Beenden kann und will diese Abhängigkeiten wohl keiner.
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Mit Abhänigkeit meinte ich eine wirtschaftsbasierte, bei dem ein Land von einem anderen die Preise und Mengen sowie die Produktionsmittel vordiktiert bekommt. Selbst hierzulande genießen wir dahingehend etwas mehr Freiheit ^^hafensaenger hat geschrieben:Eventuell hätte ich auch hinzufügen sollen: Manche wollen das Leid auf der Welt gar nicht lindern. So versickern bewusst und unbewusst die einen oder anderen Spendengelder.
Wer ist heutzutage nicht abhängig? Der Arbeitlose vom Arbeitsamt, der Sozialhilfeempfänger von der Stütze etc... Beenden kann und will diese Abhängigkeiten wohl keiner.
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Das war mir schon klar. Das meinte ich mit " Manche wollen das Leid auf der Welt gar nicht lindern" Manche Länder werden immer wirtschaftlich oder anderswie abhängig sein und bleiben. 
P.S. Ich weiß wohl dass wir nicht so etwas wie "Freunde" sind und wohl auch nicht werden. Ich hoffe du nimmst mir die Verballhornung deines Nicks nicht übel. Jedoch finde ich deine gewählten Nicks nicht gerade originell (man möge mir das verzeihen). Nokturnis oder Endymion gefielen mir da wesentlich besser.
P.S. Ich weiß wohl dass wir nicht so etwas wie "Freunde" sind und wohl auch nicht werden. Ich hoffe du nimmst mir die Verballhornung deines Nicks nicht übel. Jedoch finde ich deine gewählten Nicks nicht gerade originell (man möge mir das verzeihen). Nokturnis oder Endymion gefielen mir da wesentlich besser.
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Oh, pardon, dann habe ich dich falsch verstanden. Und es stimmt, manche Länder werden wohl nie einen Weg aus der Abhänigkeit finden, wenn die Verhältnisse so bleiben wie sie sind. Letztens habe ich einen Artikel darüber gelesen, wonach die USA einen pharmazeutischen Betrieb in Afrika in die Luft jagte, weil die Regierung unter Clinton vermutete, dass dort die Grundsteine für ein Nervengift gelagert seien. Tests, auch von amerikanischen Unternehmen, haben ergeben, dass sich dort im Boden nichts von diesen Stoffen befand.hafensaenger hat geschrieben:Das war mir schon klar. Das meinte ich mit " Manche wollen das Leid auf der Welt gar nicht lindern" Manche Länder werden immer wirtschaftlich oder anderswie abhängig sein und bleiben.![]()
Leider war dieser Fabrik die Hauptstützte zur Bekämpfung von diversen Krankheiten, bei denen die Sterblichkeit ab diesem Zeitpunkt ständig nach oben stieg. Vor allem die Kindersterblichkeit stieg um das Dreifache - und das Land war vor dem Angriff dabei, wirtschaftlich selbstständig zu werden.
Wenn ich etwas übel nehme, wirst du es rechtzeitig merken, daher gibt es nichts anzuprangern.P.S. Ich weiß wohl dass wir nicht so etwas wie "Freunde" sind und wohl auch nicht werden. Ich hoffe du nimmst mir die Verballhornung deines Nicks nicht übel.
Ob du die Nicks originell findest oder nicht tut hier und auch sonst nichts zur Sache. Mit dem Wort Karyptis verbinde ich mehr als jemand anders es tut und ich sorge dafür, dass es so bleibtJedoch finde ich deine gewählten Nicks nicht gerade originell (man möge mir das verzeihen). Nokturnis oder Endymion gefielen mir da wesentlich besser.
Überdies heißt es Nocturnis, mit C
Prost Neujahr
Kary
Peter Möller hat in einer philosophischen Abhandlung mal geschrieben:
Zum einen das, und zum anderen geben uns auch ziemlich stark die Medien vor, was wir schlimm zu finden haben.
WTC und Flutkatastrophe/Asien waren halt schlimm, Erdbeben in Iran oder Türkei sind nicht so schlimm.
Erfurt war schlimm, Breslan halt nicht.
(Tendenziell ist es so: Je weiter ein Mensch von uns entfernt ist, räumlich, zeitlich, ethnisch, familiär etc. desto gleichgültiger ist uns sein Schicksal.)Neben dem Egoismus, dem puren Eigennutz, gibt es aber auch noch das Gemeinschaftsgefühl, das Mitleid, die Hilfsbereitschaft, die Solidarität mit anderen. Diese Gefühle beschränken sich allerdings in der Regel auf die engsten Angehörigen und Freunde. Gegenüber anderen Menschen sind diese Gefühle, von Mensch zu Mensch verschieden, schwächer, falls überhaupt vorhanden. (Tendenziell ist es so: Je weiter ein Mensch von uns entfernt ist, räumlich, zeitlich, ethnisch, familiär etc. desto gleichgültiger ist uns sein Schicksal.)
So kommt es zum Beispiel des Öfteren vor, daß ältere Leute einen Großteil ihrer Rente oder ihrer Ersparnisse für ihre Enkelkinder ausgeben. Für die ärmsten und hilfsbedürftigsten Menschen bleibt es aber bei einigen kleinen Spenden zu Weihnachten oder im Zusammenhang mit Naturkatastrophen.
Es gibt wohl nur sehr wenige Menschen, die entweder völlig im Egoismus aufge-hen oder sich völlig für andere aufopfern. Die allermeisten Menschen schwingen zwischen den Polen Egoismus und Gemeinschaftsgefühl.
Aus meiner Beobachtung des menschlichen Verhaltens, einschließlich meines eigenen, ziehe ich aber den Schluß, daß der sekundäre Egoismus und nicht das Gemeinschaftsgefühl das Verhalten der meisten Menschen dominiert. Zwei Bei-spiele:
1. In den Industrienationen haben die Menschen nicht nur genug von den lebensnotwendigen materiellen Dingen, sondern sie haben darüber hinaus viele Luxusgüter wie Autos, Fernseher, Ferienreisen usw. Zur gleichen Zeit leben hunderte Millionen Menschen in bitterster Armut und zig Millionen verhungern jedes Jahr oder gehen an vermeidbaren Krankheiten zu grunde. Mit dem Geld, das ich zum Beispiel für ein Buch oder eine CD ausgebe, könnte ich wahrscheinlich einem anderen Menschen das Leben retten. Aber ich tue es nicht. Der Egoismus ist in mir stärker als die Hilfsbereitschaft und das Elend ist weit weg und von daher kann ich es leichter verdrängen, als wenn direkt vor meiner Haustür jemand verhungern würde. Mit jedem Kauf eines Luxusgegen-standes verhalten wir uns in einer für andere Menschen tödlichen Weise egoistisch!
Aber die meisten Menschen, und unter ihnen gerade die sensibleren, linken, fortschrittlichen, können mit einer solchen Wahrheit nicht leben, weil sie zu starke Schuldgefühle erzeugen und damit ein glückliches Leben unmöglich machen würde.
Wer möchte schon, während er gerade lecker im Chinarestaurant ißt, daran denken, daß zur gleichen Zeit kleine Kinder vor Hunger schreien? Welcher Linke, der mit seinem Auto zu einer Demo gegen die Ausbeutung der 3. Welt fährt, möchte daran denken, daß er mit dem Geld für sein Auto manches Elend in der 3. Welt beseitigen könnte? Welcher Christ möchte schon, wenn er auf der neuen elektronischen Heimorgel gerade einige Choräle spielt, daran denken, daß er mit dem Geld für diese Orgel viele Menschen vor dem Hungertod hätte retten können?
Zum einen das, und zum anderen geben uns auch ziemlich stark die Medien vor, was wir schlimm zu finden haben.
WTC und Flutkatastrophe/Asien waren halt schlimm, Erdbeben in Iran oder Türkei sind nicht so schlimm.
Erfurt war schlimm, Breslan halt nicht.
"Wenn die Menschen erstmal ausgestorben sind, dann haben die Tiere wieder Platz zum Leben." (mein Sohn, damals 5 Jahre)
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... hier:
http://www.dzi.de/spendber.htm
gibt es einige Infos.
Menschen helfen Menschen in Not, das war schon immer so und wird auch so bleiben.
Nur:
Heute wird mit diesen Spenden den Notleidenden oder auch 'Opfern' nur bedingt geholfen. Großverdiener dieser Spendenaufrufe sind die Unternehmen, welche die Produkte 'verkaufen' und damit besseren Umsatz und Gewinne machen.
Wenn z. B. das DRK Hilfsgüter aus Spendengelder gekauft hat und diese in die Notregion geflogen werden müssen, gibt es z. B. von den Fluggesellschaften keine kostenlosen (was auch eine Spende wäre) oder verbilligten Flüge. Dieses gild auch für alle anderen Firmen und Unternehmen.
Einen finanziellen Spendenbeitrag zur Verfügung zu stellen ist für sie zum Vorteil, denn die Öffentlichkeit bekommt es durch die Medien mitgeteilt und sie haben noch den weiteren Vorteil, den Betrag von der Steuer absetzen zu können.
Spenden finanzieren also hauptsächlich Unternehmen.
Wir spenden auch, aber nur gezielt.
http://www.dzi.de/spendber.htm
gibt es einige Infos.
Menschen helfen Menschen in Not, das war schon immer so und wird auch so bleiben.
Nur:
Heute wird mit diesen Spenden den Notleidenden oder auch 'Opfern' nur bedingt geholfen. Großverdiener dieser Spendenaufrufe sind die Unternehmen, welche die Produkte 'verkaufen' und damit besseren Umsatz und Gewinne machen.
Wenn z. B. das DRK Hilfsgüter aus Spendengelder gekauft hat und diese in die Notregion geflogen werden müssen, gibt es z. B. von den Fluggesellschaften keine kostenlosen (was auch eine Spende wäre) oder verbilligten Flüge. Dieses gild auch für alle anderen Firmen und Unternehmen.
Einen finanziellen Spendenbeitrag zur Verfügung zu stellen ist für sie zum Vorteil, denn die Öffentlichkeit bekommt es durch die Medien mitgeteilt und sie haben noch den weiteren Vorteil, den Betrag von der Steuer absetzen zu können.
Spenden finanzieren also hauptsächlich Unternehmen.
Wir spenden auch, aber nur gezielt.
Um auf das Thema Abhängigkeit/Unabhängigkeit zurückzukommen:
Hat Indien nicht genau aus diesem Grund auf Hilfe verzichtet? Weil kostenlose Lebenmittellieferungen die verbliebenen einheimischen Bauern ruiniert hätte und diese dann auch auf Lieferungen angewiesen wären?
Leider wurde diese (aus meiner Sicht sinnvolle) Ablehnung teilweise als Undank interpretiert.
Hat Indien nicht genau aus diesem Grund auf Hilfe verzichtet? Weil kostenlose Lebenmittellieferungen die verbliebenen einheimischen Bauern ruiniert hätte und diese dann auch auf Lieferungen angewiesen wären?
Leider wurde diese (aus meiner Sicht sinnvolle) Ablehnung teilweise als Undank interpretiert.
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Bleifrei
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Will hier noch mal mein Zitat anbringen um genauer darauf einzugehen, was ich damit meinte.
Wobei ich Karuptis, äh Karyptis
... seiner Meinung keinster weise wiedersprechen will.
Dies mit den Billigen Kaffee und auch anderen Dingen, die Er aufführte, finde ich auch sehr schlimm.
Hat aber für mich nicht mit Spenden zu tun, da Die für die Tätigkeit 'entlohnt' werden. Bzw. Deren Arbeitskraft ausgebeutet wird.
Und Unternehmen aus Deutschland (und teilweise auch irgendwo der Kunde (PS: ich trinke keinen Kaffee - der schmeckt mir halt nicht)) sind daran doch teilweise beteiligt, oder? Da zeigt mal wie Rücksichtlos Deutsche Unternehmen sein können.
Und vermutlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch wir in Deutschland ausgebeutet werden.
Zurück zu meinen Zitat:
Wir können nicht immer spenden. Und ... so hart es klingen mag, es bringt auf lange Sicht nicht sonderlich viel.
Die Hilfsbedürftigen dürfen jeden Tag von neuem hoffen, daß die Morgen wieder was bekommen.
Und Möglichkeiten wären ja vermutlich da, um wirklich sinnvoll zu helfen. So daß die Autark werden.
Aber dann können andere (Ein Beispiel nannte Manni_B, nämlich Die, Die die Waren dorthin fliegen) nicht davon profitieren. Und später werden die, fals es sich lohnt/ergibt, ausgebeutet.
Und dann gibt es noch ein anderes Beispiel:
Da haben mal weche eine gute Idee gehabt, und wollten und haben einem Dorf, einen Brunnen gebaut, damit die sich selbst mit Wasser versorgen können.
Die Entscheidung hat man den Leuten von Dorf überlassen (was ich aber bezweifle).
Die Frauen waren für einen einfachen Brunnen mit Seilgewinde und Eimer.
Die Männer waren für einen Brunne mit Motor und so einem modernem Zeug halt (wer das wohl Denen eingeredet hat?).
Der Vorschlag der Männer setzte sich durch, und dies, obwohl die Frauen es dann sein werden, Die das Wasser holen müßten.
Nun, der Brunnen mit dem Motor wurde gebaut.
Nach einiger Zeit gab der den Geist auf, bzw. ging halt kaputt. Aber Niemand von den Männern (und auch Niemand von dern Frauen) verstand was von der Technik.
Tja, somit hatten die dann wieder kein Wasser.
Hätte man den anderen Brunnen gebaut ... so ein ein Seil, Eimer, ja vermutlich sogar ein Seilgewinde ließe sich schnell wieder reparieren. Aber einen Motor ect.?
Und an die Kosten mag ich da erst gar nicht denken.
Ein Brunnen mit Motor ist bestimmt um vieles teurer als ein Brunnen mit Seilgewinde. Da hätten die von dem selben Geld vermutlich noch in anderen Dörfern Brunnen bauen können.
Also mich würde es nicht wundern, wenn unter den Helfern auch Leute dabei waren, die Beziehungen mit Firmen haben/hatten, die Motoren für Brunnen herstellen.
Mein Fazit: Rausgeschmissenes Geld.
Eigentlich gehörten diese Helfer für den Verlust verantwortlich gemacht, finde ich.
PS: @ Karyptis
Hättest das mit dem PS nicht geschrieben, wäre es mir gar nicht aufgefallen.
Wobei ich Karuptis, äh Karyptis
Dies mit den Billigen Kaffee und auch anderen Dingen, die Er aufführte, finde ich auch sehr schlimm.
Hat aber für mich nicht mit Spenden zu tun, da Die für die Tätigkeit 'entlohnt' werden. Bzw. Deren Arbeitskraft ausgebeutet wird.
Und Unternehmen aus Deutschland (und teilweise auch irgendwo der Kunde (PS: ich trinke keinen Kaffee - der schmeckt mir halt nicht)) sind daran doch teilweise beteiligt, oder? Da zeigt mal wie Rücksichtlos Deutsche Unternehmen sein können.
Und vermutlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch wir in Deutschland ausgebeutet werden.
Zurück zu meinen Zitat:
Damit meine ich, daß es keinen Sinn macht, zu spenden, wenn die Hilfsbedürftigen Morgen wieder eine Spende brauchen. Und Morgen und Morgen usw..Bleifrei hat geschrieben:Meiner Meinung nach in erster Linie dort, wo die Spende den Empfängern hilft, unabhänig zu werden. Also es sich abzeichnet, daß die auf Grund der Spenden bzw. durch dessen Anwendung, eines Tages nicht mehr auf Spenden angewiesen sind/sein werden.erni hat geschrieben:Wo sind Spenden sinnvoll?
Wir können nicht immer spenden. Und ... so hart es klingen mag, es bringt auf lange Sicht nicht sonderlich viel.
Die Hilfsbedürftigen dürfen jeden Tag von neuem hoffen, daß die Morgen wieder was bekommen.
Und Möglichkeiten wären ja vermutlich da, um wirklich sinnvoll zu helfen. So daß die Autark werden.
Aber dann können andere (Ein Beispiel nannte Manni_B, nämlich Die, Die die Waren dorthin fliegen) nicht davon profitieren. Und später werden die, fals es sich lohnt/ergibt, ausgebeutet.
Und dann gibt es noch ein anderes Beispiel:
Da haben mal weche eine gute Idee gehabt, und wollten und haben einem Dorf, einen Brunnen gebaut, damit die sich selbst mit Wasser versorgen können.
Die Entscheidung hat man den Leuten von Dorf überlassen (was ich aber bezweifle).
Die Frauen waren für einen einfachen Brunnen mit Seilgewinde und Eimer.
Die Männer waren für einen Brunne mit Motor und so einem modernem Zeug halt (wer das wohl Denen eingeredet hat?).
Der Vorschlag der Männer setzte sich durch, und dies, obwohl die Frauen es dann sein werden, Die das Wasser holen müßten.
Nun, der Brunnen mit dem Motor wurde gebaut.
Nach einiger Zeit gab der den Geist auf, bzw. ging halt kaputt. Aber Niemand von den Männern (und auch Niemand von dern Frauen) verstand was von der Technik.
Tja, somit hatten die dann wieder kein Wasser.
Hätte man den anderen Brunnen gebaut ... so ein ein Seil, Eimer, ja vermutlich sogar ein Seilgewinde ließe sich schnell wieder reparieren. Aber einen Motor ect.?
Und an die Kosten mag ich da erst gar nicht denken.
Ein Brunnen mit Motor ist bestimmt um vieles teurer als ein Brunnen mit Seilgewinde. Da hätten die von dem selben Geld vermutlich noch in anderen Dörfern Brunnen bauen können.
Also mich würde es nicht wundern, wenn unter den Helfern auch Leute dabei waren, die Beziehungen mit Firmen haben/hatten, die Motoren für Brunnen herstellen.
Mein Fazit: Rausgeschmissenes Geld.
Eigentlich gehörten diese Helfer für den Verlust verantwortlich gemacht, finde ich.
PS: @ Karyptis
Hättest das mit dem PS nicht geschrieben, wäre es mir gar nicht aufgefallen.
Gruß
Bleifrei
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Wer spendet, sollte auf das DZI Spenden-Siegel achten.
Näheres:
http://www.dzi.de/
unter der Rubrik:
-> Spenderberatung
-> Organisationen mit DZI Spenden-Siegel
-> A-Z
gibt es insgesamt fast 200 Organisationen, an die man bedenkenlos spenden kann.
Hier eine kleine Auswahl von bekannten Organisationen in alphabetischer Reihenfolge:
* Ärzte ohne Grenzen
* Brot für die Welt
* Christoffel Blindenmission
* Deutsche Welthungerhilfe
* Geschenke der Hoffnung - siehe auch der diesbez. Thread!
* PLAN International
* Unicef
* World Vision
Im übrigen steht "Hilfe zur Selbsthilfe" bei vielen von diesen Organisationen im Vordergrund.

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-> A-Z
gibt es insgesamt fast 200 Organisationen, an die man bedenkenlos spenden kann.
Hier eine kleine Auswahl von bekannten Organisationen in alphabetischer Reihenfolge:
* Ärzte ohne Grenzen
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Ups - sorry.Manni_B hat geschrieben:Hallo GW![]()
... den Hinweis auf DZI hatte ich doch schon am: 10. Februar um 14:59 gemacht.
Aber trotzdem bereichern sich in erster Linie die Firmen und Unternehmen, denn von denen müssen die Produkte bzw. Dienstleistungen erworben werden.
Hab ich total überlesen!
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Wer spenden will, der soll es tun, aber leise. Wenn ich in den Medien lese, wer sich zu Spenden bekennt, dann halte ich das, pardon, für eine schlechte Marketingmaßnahme. Allenfalls medial erwähnenswert sollten auch nur Fälle sein, wo Leute alles spenden, was sie haben, bzw. einen großen Brocken, relativ zu ihren Einnahmen. Wenn ich 20 Millionen im Monat verdiene und 200 000 spende, dies auch noch in den Medien erscheint, ist das Schwachfug 
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Lächerliche 1 Prozent?Karyptis hat geschrieben:...
Wenn ich 20 Millionen im Monat verdiene und 200 000 spende, dies auch noch in den Medien erscheint, ist das Schwachfug
Bei dem Einkommen?
Und dann will Er noch in die Schlagzeilen?
Da sagt man danke, Karyptis.
Meine ich jetzt ernsthaft.
Wenn Er nämlich feststellt daß diese Form von Werbung nichts bringt, spendet Er nämlich das nächste mal gar nichts.
So sieht es, so zumindest mein Eindruck, leider trauriger weise aus.
Gruß
Bleifrei
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