Kopftuch-Streit

Hier könnt Ihr über Gott, die Welt und alles andere diskutieren.

Moderatoren: Thies, mara, Gandalf, Tantalusss, Mighty, Thies, mara, Gandalf, Tantalusss, Mighty

Was meint Ihr dazu?

Alle religiösen Symbole aus der Schule verbannen!
20
36%
Kopftuch verbannen - Kreuz bleibt im Klassenzimmer!
13
23%
Die religiösen Symbole nicht aus der Schule verbannen!
10
18%
Sämtliche Religion aus der gesamten Öffentlichkeit verbannen!
10
18%
Mir ist sowieso alles egal!
3
5%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 56

Benutzeravatar
Ephirnion
Providentia Entwickler
Providentia Entwickler
Beiträge: 2860
Registriert: So 26.05.2002 - 18:05
Wohnort: Gummersbach
Kontaktdaten:

Beitrag von Ephirnion »

Delta hat geschrieben:Dann solltest du diesen Staat verlassen, denn das Grundgesetz ist die Basis unseres Zusammenlebens an das sich jeder Mitbürger zu halten hat, ob es ihm passt oder nicht. Es wurde dazu geschrieben, Zustände wie im Dritten Reich unmöglich zu machen, denn dort hing man der Philosophie an, dass nur die eigene Tradition gut war, und jeder der sich ihr nicht anpasst, sterben oder gehen soll.
Ich möchte da auf keinen Fall wieder hin und aus diesem Grund halte ich unser Grundgesetz für ausnehmen wichtig. Wenn du das anders siehst und das WIRKLICH denkst, dann solltest du mal ein bisschen geschichtliche Recherche über das Dritte Reich und die Entwicklung des Grundgesetzes betreiben. Solche Aussagen sind keine pubertierenden Spielchen mehr, das ist mehr, jedenfalls in meinen Augen.
Bei allem Respekt, aber ich habe keinesfalls vor das Land zu verlassen. Ich bin der Ansicht, dass ich meine Meinung unabhängig vom Grundgesetzt bilden kann. Widerspricht das Grundgesetzt meiner Überzeugung heißt das aber noch lange nicht, dass ich vom Gegenteil überzeugt sein muss - mich aber sehr wohl dem unterordnen muss, sofern ich hier leben möchte. Denn auch ich halte das Grundgesetzt für die Basis des sozialen Zusammenlebens in Deutschland (selbst wenn man nicht viel über die NS-Zeit in Deutscland weiß) - ich bezweifel allerdings, dass es in Deutschland wirklich viele Menschen gibt, die jedem Punkt des Grundgesetztes vorbehaltlos zustimmen.
Delta hat geschrieben:Die Frage ist doch viel eher: Verlangst du von deinem Besucher dann, dass er seine Hose mit Punkte auszieht, weil diese nicht zu deiner Blümchentapete passt?
Das ist doch die Frage. Noch dazu, wo das Kopftuch definitiv KEIN Glaubenssymbol des Islam darstellt sondern mehr oder weniger eine modische Tradition des Landes ist. So wie es bei uns nunmal üblich ist, dass Männer keine Röcke und Stöckelschuhe tragen. Soll nun ein Lehrer der Schule verwiesen werden, weil er einen Rock trägt?
Ein wirklich sehr gutes Argument muss ich sagen. Allerdings könnte man durchaus sagen: Ja, das verlange ich. Genauso, wie ich an dessen Stelle verlangen würde, dass unsereins in seiner Heimat eben kein Zimmer mit Blümchentapete tapezieren darf, weil es sich aus dem gleichen Grund mit der Hose sticht.
Delta hat geschrieben:Tust du aber, denn du sagst: Kopftücher gehören verboten. Also da widersprichst du dir selbst.
Ja, entschuldige ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Vielleicht hätte ich mehr hervorheben sollen, dass ich hier von Tradition sprach. Fakt ist jedoch, dass es kaum eine Tradition von Muslimen in Deutschland sein kann, dort Kopftücher zu tragen..... man kann sich natürlich darüber streiten, ob eine Tradition an einen Ort gebunden ist (oder ob dieses Argument an den Haaren herbeigezogen ist :)) )
Ein_Yak hat geschrieben:Es geht nicht darum, ob sich dadurch jemand gestört fühlt oder nicht, sondern der Staat hat eine religiöse Einflußnahme zu unterlassen.
So steht es im Grundgesetzt (hab ich doch richtig verstanden, oder?) und was ich davon halte hab ich ja oben schon erklärt. Ich denke außerdem nicht, dass solche Dinge auf religiöser Basis einen Einfluss auf Menschen haben.
Ein_Yak hat geschrieben:Das Beispiel mit Deinem Zimmer und der Blümchentapete ist deswegen irrelevant (und zugleich relevant), weil es Dein Privatraum ist. Der Staat hat sich auch privaten Dingen weitgehend herauszuhalten. Und letztlich geht es genau um dies Problematik. Die Religion ist Privatsache. Außerdem gilt für den Staat, daß er niemand zu benachteiligen hat, also haben dem dem Staat die privaten religiösen Ansichten weitgehend Schnuppe zu sein. Wenn aber der Staat in seinen Einrichtungen Symbole verwendet, die einer bestimmten Religion zuzuordnen sind, dann mischt er sich ein. Er sagt letztlich: Das ist die Religion, die Vorrang hat. Das widerrum verstößt aber gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Das sind schlicht liberale Denkfiguren. Und zwar gute.
Mal abgesehen davon, daß die christlichen Religionen hier in Europa zwar eine sehr starke Stellung haben, daß aber die Mehrheit der Bevölkerung christlichen Glaubens wäre, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
Ja, ich glaube, jetzt weiß ich warum wir so unterschiedlicher Ansicht sind. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass ein Großteil der in Deutschland lebenden Menschen tatsächlich auch christlichen Glaubens ist - nun, ich muss wirklich eingestehen, dass ich das nicht 100%ig weiß.
Der Staat, so dachte ich zumindest bisher, repräsentiert ja nunmal uns alle. Also auch mich, und jeden anderen Deutschen. Und demnach müsste er doch auch meine Interessen repräsentieren (demnach auch meine privaten Interessen), oder? Und wenn eine Mehrheit in Deutschland der Ansicht ist, dass das Christentum die vorherrschende Religion ist und dass deren Symbole auch in öffentlichen Gebäuden hängen sollten oder getragen werden sollten und Symbole anderer Religionen nicht, dann müsste der Staat dies doch auch billigen (reine Spekulation meinerseits - denn ich weiß es nicht).
Ein_Yak hat geschrieben:Wir regen uns hier über die Scharia (das islamische Rechtssystem) auf, über kulturelle, religiöse "Besonderheiten" wie die Klitorisbeschneidung oder das Kastenwesen in Indien, wenn es aber darum geht, unsere eigene Gesellschaft nach solchen "Regeln" zu durchstöbern und sie ggf. zu hinterfragen, dann haben sich gefälligst die Anderen anzupassen. Das paßt nicht zusammen!
Das beste Argument bisher. Ich weiß nicht, was man dagegen sagen soll....... Folglich: Ihr habt Recht und ignoriert das oben geschriebene. :D

PS: Man glaubt es kaum: Es ist ganz schön schwer seine vehement vertretene Meinung aufzugeben.
Veris dulcis in tempore
Florentis stat sub abore
Nymphenzeit
Benutzeravatar
Delta
Moderator
Moderator
Beiträge: 1873
Registriert: So 23.09.2001 - 10:02
Wohnort: bisweilen hier
Kontaktdaten:

Beitrag von Delta »

Ephirnion hat geschrieben:Und wenn eine Mehrheit in Deutschland der Ansicht ist, dass das Christentum die vorherrschende Religion ist und dass deren Symbole auch in öffentlichen Gebäuden hängen sollten oder getragen werden sollten und Symbole anderer Religionen nicht, dann müsste der Staat dies doch auch billigen (reine Spekulation meinerseits - denn ich weiß es nicht).
Und eben hier kommt das Grundgesetz ins Spiel:
Nein, der Staat darf es nicht billigen.

Ein etwas drastischeres Beispiel:
Nehmen wir an, die Mehrheit der Leute (sagen wir 98%, das ist eine ordentliche) wäre dafür, den Bau von Kirchen zu verbieten, weil Moscheen viel schöner sind. Dann darf der Staat das trotzdem nicht verbieten, weil er damit eine Religion (in diesem Fall die christliche) benachteiligen würde und die Christen diskriminieren.

Aber: Jeder von den 98% der Mehrheit kann auf seinem Grundstück (so er eins hat) den Bau einer Kirche untersagen, das darf er und das darf der Staat ihm nicht verbieten, weil es sein Grundrecht ist, sich für die Moschee zu entscheiden.

Insofern ist der Staat zwar "Alle", aber er ist auch das Gewissen von "Alle", manchmal gegen unseren Willen.

Anni
gelbe Wiesenameise
Hexer/Hexe
Hexer/Hexe
Beiträge: 759
Registriert: Do 20.11.2003 - 10:17
Wohnort: Jerusalem

Beitrag von gelbe Wiesenameise »

Wenn Religion in den "Tempel" gehört (wobei in diesem Zusammenhang der Begriff "Tempel" wohl nicht angebracht ist), dann stellt sich doch unweigerlich die Frage:

In welchen "Tempel" (im Bezug auf Konfessionen)?

Und damit folgt aus dieser Forderung die Gleichsetzung von der jeweiligen Religion mit dem entsprechenden "Tempel", denn Religion ist dann ohne "Tempel" nicht mehr möglich.

Genau dies ist aber nicht der Fall - Religion bleibt Religion - unabhängig vom "Tempel".

Im übrigen wird allein durch den Begriff "Tempel", die abfällige und überhebliche Haltung deutlich, die ein Mensch gegenüber Kirchen, Moscheen und Synagogen hat - ganz zu schweigen von den "dazugehörigen Religionen".

gelbe Wiesenameise
Benutzeravatar
hafensaenger
Erzengel
Erzengel
Beiträge: 7175
Registriert: Di 21.05.2002 - 14:15
Wohnort: Fate2 Vers. 17.07.2007
Kontaktdaten:

Beitrag von hafensaenger »

gelbe Wiesenameise, Eponine, Polarwolf hat geschrieben:Wenn Religion in den "Tempel" gehört (wobei in diesem Zusammenhang der Begriff "Tempel" wohl nicht angebracht ist), dann stellt sich doch unweigerlich die Frage:

In welchen "Tempel" (im Bezug auf Konfessionen)?
Muss sich Religion zwangsläufig immer in irgendwelchen Gebäuden manifestieren, bzw. muss sie dort ausgeübt oder praktiziert werden? Ich denke das "wo" ist irrelevant, das "wie" ist entscheidend.
gelbe Wiesenameise, Eponine, Polarwolf hat geschrieben: Und damit folgt aus dieser Forderung die Gleichsetzung von der jeweiligen Religion mit dem entsprechenden "Tempel", denn Religion ist dann ohne "Tempel" nicht mehr möglich.
Mumpitz!! Religion ist nicht zwangsläufig an Orte oder Gebäude gebunden nur weil sie dort oft stattfindet oder ausgeübt wird. Sie kann überall ihr Wege finden. Auch unter freiem Himmel.

Gelbe Wiesenameise, Eponine, Polarwolf hat geschrieben: Im übrigen wird allein durch den Begriff "Tempel", die abfällige und überhebliche Haltung deutlich, die ein Mensch gegenüber Kirchen, Moscheen und Synagogen hat - ganz zu schweigen von den "dazugehörigen Religionen".
Ich finde nichts abfälliges oder verwerfliches an dem Wort Tempel. Ich denke du reagierst hier etwas über. Ob ich nun einen Tempel, eine Moschee, eine Kirche ... nehme. Es sind alles Häuser Gottes. Auch wenn er immer anders heißen und verehrt werden mag. Die Begrifflichkeit „Tempel“ ist weder abfällig, noch überheblich. Ich denke du siehst da manche Dinge im falschen Zusammenhang oder reißt sie aus selbigen.
Zuletzt geändert von hafensaenger am Sa 10.01.2004 - 10:24, insgesamt 3-mal geändert.
"We choose our joys and sorrows
long before we experience them."

- Kahlil Gibran-
gelbe Wiesenameise
Hexer/Hexe
Hexer/Hexe
Beiträge: 759
Registriert: Do 20.11.2003 - 10:17
Wohnort: Jerusalem

Beitrag von gelbe Wiesenameise »

hafensaenger hat geschrieben: Muss sich Religion zwangsläufig immer in irgendwelchen Gebäuden manifestieren, bzw. muss sie dort ausgeübt oder praktiziert werden? Ich denke das "wo" ist irrelevant, das "wie" ist entscheidend.
Na und - genau das ist doch meine Aussage!
Wenn aber die Religion in den Tempel verbannt wird, dann ist Religion eben ohne Tempel nicht mehr möglich.
Bitte genau lesen (und Provokationen bezüglich des Nicks einstellen!)
hafensaenger hat geschrieben: Mumpitz!! Religion ist nicht zwangsläufig an Orte oder Gebäude gebunden nur weil sie dort oft stattfindet oder ausgeübt wird. Sie kann überall ihr Wege finden. Auch unter freiem Himmel.
Na und - genau das ist doch meine Aussage!
Wenn aber die Religion in den Tempel verbannt wird, dann ist Religion eben ohne Tempel nicht mehr möglich.
Bitte genau lesen (und Provokationen bezüglich des Nicks einstellen!)
hafensaenger hat geschrieben: Ich finde nichts abfälliges oder verwerfliches an dem Wort Tempel. Ich denke du reagierst hier etwas über. Ob ich nun einen Tempel, eine Moschee, eine Kirche ... nehme. Es sind alles Häuser Gottes. Auch wenn er immer anders heißen und verehrt werden mag. Die Begrifflichkeit „Tempel“ ist weder abfällig, noch überheblich. Ich denke du siehst da manche Dinge im falschen Zusammenhang oder reißt sie aus selbigen.
Das ist Ansichtssache! Dann frag´ doch mal 1000 Christen, 1000 Moslems und 1000 Juden, ob sie den Begriff "Tempel" für ihr Gotteshaus als angebracht oder abwertend empfinden.
Für mich ist der Begriff auf jeden Fall abwertend - und zusätzlich abfällig und überheblich.

gelbe Wiesenameise

P.S.: Dies gilt übrigens nichtsdestoweniger, dass der zweite Tempel - gebaut und erweitert durch Herodes - Tempel hiess (natürlich genauso der erste Tempel). Nach der Zerstörung dieses zweiten Tempels heissen alle jüdischen Gotteshäuser Synagogen.
Benutzeravatar
hafensaenger
Erzengel
Erzengel
Beiträge: 7175
Registriert: Di 21.05.2002 - 14:15
Wohnort: Fate2 Vers. 17.07.2007
Kontaktdaten:

Beitrag von hafensaenger »

Lieber Mister Wiesenameise :winken:
gelbe Wiesenameise, eponine, Polarwolf hat geschrieben: Wenn aber die Religion in den Tempel verbannt wird, dann ist Religion eben ohne Tempel nicht mehr möglich.
Falsch, das ist immer möglich. Wenn auch unüblich (besonders in der westlichen Welt) und selten gesehen . Religion ist nicht an Orte gebunden oder an Gebäude. Auch finde ich die Religion weder eingesperrt noch verbannt nur weil sie nur noch selten im Freien stattfindet. Der Glaube findet immer einen Weg.



gelbe Wiesenameise, eponine, Polarwolf hat geschrieben: Das ist Ansichtssache! Dann frag´ doch mal 1000 Christen, 1000 Moslems und 1000 Juden, ob sie den Begriff "Tempel" für ihr Gotteshaus als angebracht oder abwertend empfinden.
Für mich ist der Begriff auf jeden Fall abwertend - und zusätzlich abfällig und überheblich.
Falsch, es ist deine subjektive Meinung. Ich akzeptiere diese, teile diese Auffassung aber nicht. Die alle zu fragen ist mir zu mühseelig und genauso als wenn ich sagen würde " Isch abe Rescht frage meine große Bruder" So gesehen kein(e) Argument / Begründung für mich. Sondern nur Deine Meinung und Dein persönliches Empfinden. In jüdischen Ländern ist der Begriff "Tempel" wegen der Historie (man siehe dein P.S.) verpönt. Kein Wunder, dass da bei einem Freund des israelischen(jüdischen) Volkes wie dir die Alarmglocken schrillen wenn man den Begriff "Tempel" statt "Synagoge" oder wasweissich in den Mund nimmt.

Gott zum Gruße :rolleyes:

Hafen

PS: Das griechische Wort "Synagoge" übersetzt den hebräischen Ausdruck "eda", der soviel bedeutet wie "die sich versammelnde Gemeinde". So ist die Synagoge ein Haus der Versammlung / der Zusammenkunft.
Zuletzt geändert von hafensaenger am Sa 10.01.2004 - 10:26, insgesamt 2-mal geändert.
"We choose our joys and sorrows
long before we experience them."

- Kahlil Gibran-
Benutzeravatar
Cassie
König(in)
König(in)
Beiträge: 3732
Registriert: So 21.04.2002 - 11:49
Wohnort: Im Paradies

Beitrag von Cassie »

meisi hat geschrieben:Dies gilt übrigens nichtsdestoweniger, dass der zweite Tempel - gebaut und erweitert durch Herodes - Tempel hiess (natürlich genauso der erste Tempel). Nach der Zerstörung dieses zweiten Tempels heissen alle jüdischen Gotteshäuser Synagogen.
Also ich bin mir 100% sicher, dass das Wort "Tempel" ein deutsches Wort ist - genauer gesagt ein Lehnwort aus dem Lateinischen. Genauso sicher bin ich mir, dass die Juden zu der von dir angeführten Zeit nicht deutsch oder Latein sprachen, sondern aramäisch.

Also stehen deine Argumente auf hölzernen Beinen und sind dazu auch noch morsch *knisterknirsch*

Ein Tempel ist eine Stätte zur Verehrung eines Gottes, somit die umfassendste Beschreibung für alle Religionen, ohne eine zu benachteiligen, indem man sie z.B. Kirche nennt.

@Manni
Danke, dass du meine Bedenken so umfassend beantwortet hast. :) Ich kann dir so nur vollkommen zustimmen. :respekt:
Breuna-Counter
Bild
"Niemand hat die Absicht, Weltmeister zu werden." :D
gelbe Wiesenameise
Hexer/Hexe
Hexer/Hexe
Beiträge: 759
Registriert: Do 20.11.2003 - 10:17
Wohnort: Jerusalem

Beitrag von gelbe Wiesenameise »

Um das Wort Tempel für eine Kirche als nicht-abwertend zu empfinden, muss man anscheinend in der Tat ein Heide sein.

@hafensänger: Du willst mich offensichtlich krampfhaft falsch verstehen (und zusätzlich provozieren). Weitere Erklärungen sind daher ohne Wert.

gelbe Wiesenameise
Benutzeravatar
hafensaenger
Erzengel
Erzengel
Beiträge: 7175
Registriert: Di 21.05.2002 - 14:15
Wohnort: Fate2 Vers. 17.07.2007
Kontaktdaten:

Beitrag von hafensaenger »

Hallo Herr Wiesenameise :winken:

Um das Wort "Tempel" als beleidigend zu empfinden muss man schon ein sehr engstirniger Israelfanatiker sein. Nein, ich will dich weder provozieren noch ähnliches. Wir können das gerne noch sachlich per PM oder E-Mail klären.

Wenn hier jemand , jemanden krampfhaft falsch verstehen will bist das eindeutig du. Du vergräbst dich wie ein Schildkröte in ihrem Panzer hinter deinen Argumenten und heulst wenn man die Fahne nicht nach deinem Wind hängt und gegenargumentiert. Das ist und war damals wie heute dein(e) Problem / Schwäche.
gelbe Wiesenameise, eponine,polarwolf hat geschrieben: Weitere Erklärungen sind von mir sind daher ohne Wert.
Ein wahres Wort. Waren sie von Anfang an mehr oder minder. Ich danke für den netten Plausch mit Polar und seiner kleinen Welt :top: :bussi: oder war es... äm Gott ? *nachschaun muss*

LG Der stolze Heide Hafen :zunge: :D
Zuletzt geändert von hafensaenger am Sa 10.01.2004 - 10:21, insgesamt 2-mal geändert.
"We choose our joys and sorrows
long before we experience them."

- Kahlil Gibran-
Benutzeravatar
Manni_B
Halbgott
Halbgott
Beiträge: 8880
Registriert: Sa 28.07.2001 - 00:41
Wohnort: Neu Sorpigal
Kontaktdaten:

Beitrag von Manni_B »

... nur mal zur Information:

In vielen Religionen heißen die Gebäude, die als Heiligtum dienen, Tempel. Einige der großen Weltreligionen, die Tempel als Heiligtümer haben, sind der Buddhismus, Hinduismus und Lamaismus.
Auch in der Christlich-Orthodoxen Kirche werden die Gotteshäuser als Tempel bezeichnet, während das Wort Kirche nur für die Institution selbst verwendet wird. Unter den
christlichen Sekten sind die Mormonen für ihre teilweise extravaganten Tempelbauten bekannt. Das arabisch Wort Moschee bedeutet wörtlich übersetzt ebenfalls Tempel.

... und hier gibt's mehr über Tempel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tempel
... und hier mehr über Kirche:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kirche

... ach und noch etwas:
Auf die anderen Äußerungen, mir gegenüber, werde ich nicht eingehen!
Der Mensch macht's...
Gruß Manni :)
Bild
Benutzeravatar
hafensaenger
Erzengel
Erzengel
Beiträge: 7175
Registriert: Di 21.05.2002 - 14:15
Wohnort: Fate2 Vers. 17.07.2007
Kontaktdaten:

Beitrag von hafensaenger »

Morgen Manni :winken:

Vielen herzllichen Dank für deine Erläuterungen :top: :) Genau darauf wollte ich hinaus. Deswegen ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar warum sich "gelbe Wiesenameise" so über diese Begrifflichkeit aufregt. Auch seine Begründung bietet mehr Fragen als Antworten.

LG Hafen :)
"We choose our joys and sorrows
long before we experience them."

- Kahlil Gibran-
Benutzeravatar
mara
Moderator
Moderator
Beiträge: 2323
Registriert: Mo 16.07.2001 - 09:25
Wohnort: Strausberg bei Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von mara »

So, dann werde ich mich auch mal zu Wort melden (wie immer erst recht spät *g*). Genauso wie zum Beispiel auch Argh oder Yak bin ich der Meinung, dass religiöse Symbole, egal welcher Art, in einer öffentlichen Schule genauso wenig zu suchen haben, wie Werbung für eine bestimmte politische Partei.

Ganz konkret möchte ich noch etwas zu der Lehrerin sagen, die unbedingt ihr Kopftuch tragen wollte:

Wenn ich in ein fremdes Land komme, ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich den dort herrschenden Sitten und Gebräuchen anpasse, einfach aus Respekt für die Menschen, die dort leben und ihre Kultur. Das heißt, ich werde nicht mit Schuhen eine Moschee betreten, werde meine Schultern bedecken, wenn ich eine Kirche in einem südeuropäischen Land besichtigen will, ich werde nicht FKK baden, wenn ich weiß, dass das in dem jeweiligen Land als unschicklich gilt.

Wenn ich bei mir zu Hause immer den Schirm über der Badewanne aufgespannt habe, um das Regenwasser abtropfen zu lassen, werde ich, wenn ich bei einer italienischen Familie zu Gast bin, dies nicht tun, da in Italien der Aberglaube herrscht, dass ein aufgespannter Schirm im Haus Unglück bringt. Habe ich aus der Tradition meines Landes/meiner Religion heraus immer rote Pullover getragen, und komme nun in eine Land, in dem rot aus einem Aberglauben heraus als "böse Farbe" gilt, weswegen ich mit meinem roten Pullover unangenehm auffalle, würde ich dort fortan keine roten Pullover mehr tragen.

Welches Recht hätte ich denn, mich über den Aberglauben eines anderen Volkes zu mokieren und mir anzumaßen, es durch beharrliches Tragen meines roten Pullovers oder Aufspannen meines Regenschirms im Haus von ihrem "dummen, falschen" Glauben abbringen oder sie (wie Delta es meinte) auf diese Weise zu "mehr Toleranz" erziehen zu wollen??? Die EIGENE Toleranz zeigt sich am deutlichten in dem Respekt, den ich den Sitten und Gebräuchen des Landes entgegen bringe, in dem ich mich gerade aufhalte.

Wenn ich in Deutschland Lehrerin werden will und merke, dass man Vorbehalte gegen mein Kopftuch hat, ich aber auf Stein und Bein darauf beharre, mein Kopftuch weiterhin tragen zu können, bin ich dann ein toleranter Mensch?

Ich würde diese Lehrerin ablehnen. Nicht, weil ich etwas gegen Moslems oder Kopftücher habe, sondern weil ich ernsthafte Zweifel hätte, dass jemand, der so hartnäckig auf einem religiösen Symbol besteht, so viel Toleranz, Weitblick und Offenheit hätte, wie ich es mir von einem Menschen wünsche, der als Lehrer meinen Kindern nicht nur Wissen, sondern auch immer - bewusst oder unbewusst - Werte vermittelt.

[flüstermodus]Ach, und übrigens: Der Erfolg des katholischen Religionsunterrichts in Bayern zeigt sich am besten in der Argumentation der bayrischen Katholiken hier im Forum. ;) Und wenn diese dann noch davon überzeugt sind, es wäre niemals auf sie Einfluss genommen worden, beweist sich gerade darin ganz wunderbar die enorme Wirkung diese "Gehirnwäsche". :dance1: Hut ab vor dem bayrischen Schulsystem! :respekt: ;)[/flüstermodus]

Liebe Grüße!

mara
Bild
Benutzeravatar
andra332
Ritter/Amazone
Ritter/Amazone
Beiträge: 706
Registriert: Sa 18.05.2002 - 15:18
Wohnort: Hauptstadt von Niederbayern
Kontaktdaten:

Beitrag von andra332 »

mara hat geschrieben: [flüstermodus]Ach, und übrigens: Der Erfolg des katholischen Religionsunterrichts in Bayern zeigt sich am besten in der Argumentation der bayrischen Katholiken hier im Forum. ;) Und wenn diese dann noch davon überzeugt sind, es wäre niemals auf sie Einfluss genommen worden, beweist sich gerade darin ganz wunderbar die enorme Wirkung diese "Gehirnwäsche". :dance1: Hut ab vor dem bayrischen Schulsystem! :respekt: ;)[/flüstermodus]

Liebe Grüße!

mara
Nix für Ungut, Mara :bussi: hab mich aber grade köstlich über diesen Zusatz amüsiert... von einer Gehirnwäsche kann man wohl nicht sprechen! Ich denk mal eher, dass es Gewohnheit is, dass man die Kreuze an den Wänden im Klassenzimmer immer noch hat... mir würden sie ehrlich gesagt auch fehlen... haben das mal versuchsweise im Gymnasium ausprobiert und in allen Räumen die Kreuze abgenommen (war eine Klosterschule I) ) und sofort hat jeder gemerkt, dass was fehlt...
Einige wissen ja, dass ich Religionslehrerin bin - katholisch, noch dazu :unschuldig: - und ich unterricht in ner 4. Klasse, hab auch drei Schüler drinnen, die nicht katholisch sind, aber diesen Unterricht freiwillig besuchen. Religionsunterricht is meiner Meinung nach eines der schwierigsten Fächer, weil man ja versucht den Kindern was fürs Leben beizubringen, aber es ist nicht einfach Glaubensdinge zu vermitteln, Wissen is einfach zu vermitteln, aber Glauben ?( da muss sich jeder einzelne draufeinlassen und das auch wollen, ansonsten geht da nichts...

*ggg* Ich liebe dieses Schubladendenken, aber es sind nicht alle hier so :smokin:

LG, Andra
Benutzeravatar
Baerbel
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1462
Registriert: Di 24.07.2001 - 17:21
Wohnort: zuhause
Kontaktdaten:

Beitrag von Baerbel »

Wenn ich in Deutschland Lehrerin werden will und merke, dass man Vorbehalte gegen mein Kopftuch hat, ich aber auf Stein und Bein darauf beharre, mein Kopftuch weiterhin tragen zu können, bin ich dann ein toleranter Mensch?
Grundsätzlich gebe ich dir Recht, aber dieses Thema hat zwei Seiten. Das Kopftuch als Zeichen einer religiösen Zugehörigkeit hat in einer Schule nichts zu suchen - so weit bin ich inzwischen (dank Euch) mit meiner Einsicht ;) Aber: Wir alle wissen, dass das Kopftuch auch einen anderen Zweck hat - ob uns der nun gefällt oder unseren Grundsätzen widerspricht lass ich mal dahingestellt. In weiten Teilen der muslimischen Länder gilt eine Frau als - höflich ausgedrückt - nicht korrekt bekleidet, wenn sie das Haus verlässt. Sie wird in Extremfällen sogar komplett missachtet oder noch schlimmeres. Nach unserem Verständnis ist das nicht in Ordnung, aber diese Menschen haben eine andere Moralvorstellung. Wenn nun diese Frau gezwungen wird, ihr Kopftuch nicht zu tragen, dann ist das vergleichbar, als würde man unsereins nötigen, mit blankem Oberkörper durch die Gegend zu laufen.

Jetzt könnte man sicher argumentieren, dann hätte sie eben in ihrem Land bleiben müssen - aber ist das so einfach? Welche Frau bleibt in ihrem Geburtsland wenn die komplette Familie beschliesst, ins Ausland zu gehen? Was ist mit den Mädchen/Frauen, die hier geboren und trotzdem muslimisch erzogen wurden?
In Anbetracht dieser Aspekte bin ich ziemlich unschlüssig, was denn nun richtig ist und was nicht.
Bild
Benutzeravatar
Karyptis
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 969
Registriert: So 16.11.2003 - 19:56
Wohnort: Am Verstand rechts vorbei unterhalb der Vernunft immer in Richtung Glück
Kontaktdaten:

Beitrag von Karyptis »

...eines der schwierigsten Fächer, weil man ja versucht den Kindern was fürs Leben beizubringen
Nichts für ungut, aber das versucht die Schule generell. Alle Fächer sollen etwas zum späteren Leben beitragen, sonst hätte man derlei System erst gar nicht errichtet. Die Wertevermittlung ist eine Aufgabe der Gesellschaft, nicht letztendlich nur des Unterrichts. Jeder ist verantwortlich und es ist für jeden schwer, diese zu vermitteln.

Überdies findet diese "Werte-Information" im Rahmen eines Ethik-Unterrichtes genauso statt, zunächst einmal ist die Schwierigkeit daher nicht an der Fähigkeit des Glaubens verknüpft...
aber es ist nicht einfach Glaubensdinge zu vermitteln, Wissen is einfach zu vermitteln, aber Glauben da muss sich jeder einzelne draufeinlassen und das auch wollen, ansonsten geht da nichts...
Das ist ebenfalls gefährlich nahe am Schubladendenken. "Glauben" ist genauso schwer wie "Nicht-Glauben". So manch "überzeugter Atheist" hat man in schwerster Stunde Beten sehen. Ich glaube, dass es schwieriger ist, den Kindern eine Möglichkeit zu schenken (ich rede wirklich von einem Segen, denn es ist einer), differenziert zu betrachten und im Glauben zu wachsen.

Wenn ich sehe, was ich damals in der Grundschule lernte, hätte ich das Wissen in der Pfeife rauchen können. Tut mir leid, aber das war ein schlechter Scherz. Es wirkt, rückblickend betrachtet, wie eine Märchenstunde. Ich hoffe, dies hat sich geändert.

In der Oberstufe lernte ich dann wenigstens ein paar Grundlagen und Werte, die damals in der 8. Klasse in Ethik unterrichtet wurden. Es ist beschämend gewesen, aber besser spät als nie.

Viele Grüße

Censere :bounce:
Benutzeravatar
hafensaenger
Erzengel
Erzengel
Beiträge: 7175
Registriert: Di 21.05.2002 - 14:15
Wohnort: Fate2 Vers. 17.07.2007
Kontaktdaten:

Beitrag von hafensaenger »

Unser Religionslehrer auf der Realschule stand mit der Religion scheinbar auf dem Kriegsfuß. Wir sprachen mehr über alltägliches und nur ansatzweise über Religion. Alles Wissen über Religion verdanke ich Eltern, Verwandten und einer langjährigen Mitgliedschaft im CVJM.
"We choose our joys and sorrows
long before we experience them."

- Kahlil Gibran-
Benutzeravatar
mara
Moderator
Moderator
Beiträge: 2323
Registriert: Mo 16.07.2001 - 09:25
Wohnort: Strausberg bei Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von mara »

Liebe Andra :)

Ich habe lediglich festgestellt, dass einige Leute hier ihre "Lektionen" offenbar sehr gut gelernt haben, dabei aber der Überzeugung sind, auf sie wäre kein Einfluss genommen worden. *g* Soll ich etwa zu dem Schluss kommen, viele Bayern (und Deutsche anderer Regionen, will ja niemanden benachteiligen *fg*) würden als dogmatische Erzkatholiken und CSU-Anhänger schon GEBOREN? ;)

Wie ernst ich den von dir zitierten Satz gemeint habe, zeigt sich schon in der Art, wie ich ihn geschrieben habe. Bin heute einfach ein bisschen ins Stichelstimmung und manchmal macht es mir Spaß, offensichtlicher Polemik auch meinerseits mit Polemik zu begegnen. Nix für ungut und weiterhin viel Spaß beim Religionsunterricht unter dem unverzichtbaren Kreuz. ;)

Liebe Grüße!

mara
Bild
Benutzeravatar
Rezeguet
König(in)
König(in)
Beiträge: 3506
Registriert: Sa 04.05.2002 - 19:39

Beitrag von Rezeguet »

gääääääääääääääähn

Religionsunterricht is doch schon lang kein Religionsunterricht mehr.
Nur Ethik gepaart mit Christlicher Geschichte.

Sogar in Bayern!


Fangen wir mal ganz Nüchtern an.

1. Wir Leben in einem Land wo die Kirche sehr wohl mitregiert.
Schon immer und wahrscheinlich auch weiterhin.

Durch die Geschichte is das Staatswesen so eng an die Kirche geknüpft dass wohl beide nicht davon ablassen können.

Und ich find das an sich auch gar nicht so falsch.Denn die Kirche ist mehr als nur ein Verein der Kirchensteuer einsammelt und Sonntags Vorlesungen hält.

Denn es ist nun mal die Kirche und nicht der Staat der die meisten Sozialeinrichtungen unterhält,Jugendzentren baut Kranke pflegt.

Meine Eltern arbeiten beide in einer Kirche im Hasenbergl (O-Ton Stoiber: Das "Ghetto Bayerns"). Und eben jener ( der Stoiber) tut wirklich nichts um was dagegen zu unternehmen. Anders die Kirche seit dem meine Ma dort ein regelmässiges Jugendtreffen veranstaltet ist die Jugendkriminalität um 9,8% zurückgeganen.

Also wettert bitte nicht über die Kirche sondern bitte schön über den Papst die Kardinäle und die Bischöfe etc.

Und auch hat ind er Schuele ein Fach paltz wo es um Werte erziehung geht und das ist nun mal Religion bzw. Ethik.

Deswegen sogar dnek ich man brauch mehr Religionsuntericht wenn man sich anschaut wie es mit den Werten der der Bevölkerung steht (:motzen: Vorhin wurde mien Fahhrad geklaut).

2. Jeder hat das Recht sich selbst darzsutellen. Und darum stellt sich die frage gar nicht nach dem Kopftuch weil es ist nicht sittenwidrig und eigentlich nur ein Kopftuch. Mein Gott wir haben andere Probleme.

Und mara deine aufführung find ichs ehr ammüsant. Weil sie eigentlcih nichtssagend ist wenn du in ein anderes Land gehts übernimsmt du deren Gewohnheiten. Aber du verzichtest dochn icht auf deine. Wirst als Kaffetrinker auch Kaffe trinken wenn du in nem Teeland bsit etc. ich mein das Kopftuch an sich stört doch nicht wirklich jemanden oder?

Oder fühlzt sich irgendjemand belästigt wenn ein Lehrer mit ner Halskette mit nem Kreuz rumrennt?

Genauso ist das mit dem Kopftuch auch.

Man nimmt doch auf die andere Kultur Rücksicht aber vergisst seine eigene Nicht oder?


Ich bin für Kreuze im Klassenzimmer genauso wie Davidsterne,Halbmnonde un dvon mir aus auch irgendwleche Totems von Indianer.


P.S. nur so am Rande: Keine Sau würde sich dafür intressieren wenn sich nicht irgendso ein abgedrehter CDU'ler aufregen würde.
Und zwar aus rein UNchristlichen Motiven über die es lohnt sich zu beschweren aber nicht über die Kirche im allgemeinen.

Jesus hat geschrieben: Liebe deinen nächsten wie dich selbst, darin ist das ganze Gesetz enthalten
mehr kann ich nich dazu sagen
Daily Telegraph hat geschrieben:"Ein englischer Klub schlägt einen deutschen im Elfmeterschießen - notiert diesen Tag in euren Geschichtsbüchern."
Bild
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Hi :D
Rezeguet hat geschrieben:gääääääääääääääähn
Wenn Du damit ausdrücken wolltest das wir Dich langweilen solltest Du diesen Thread ignorieren - es gibt sicher Dingen mit denen Du Deine Zeit sinnvoller verbringen kannst. ;)

Grüsse :bounce:
Benutzeravatar
mara
Moderator
Moderator
Beiträge: 2323
Registriert: Mo 16.07.2001 - 09:25
Wohnort: Strausberg bei Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von mara »

Baerbel hat geschrieben:Aber: Wir alle wissen, dass das Kopftuch auch einen anderen Zweck hat - ob uns der nun gefällt oder unseren Grundsätzen widerspricht lass ich mal dahingestellt. In weiten Teilen der muslimischen Länder gilt eine Frau als - höflich ausgedrückt - nicht korrekt bekleidet, wenn sie das Haus verlässt. Sie wird in Extremfällen sogar komplett missachtet oder noch schlimmeres. Nach unserem Verständnis ist das nicht in Ordnung, aber diese Menschen haben eine andere Moralvorstellung. Wenn nun diese Frau gezwungen wird, ihr Kopftuch nicht zu tragen, dann ist das vergleichbar, als würde man unsereins nötigen, mit blankem Oberkörper durch die Gegend zu laufen.

Jetzt könnte man sicher argumentieren, dann hätte sie eben in ihrem Land bleiben müssen - aber ist das so einfach? Welche Frau bleibt in ihrem Geburtsland wenn die komplette Familie beschliesst, ins Ausland zu gehen? Was ist mit den Mädchen/Frauen, die hier geboren und trotzdem muslimisch erzogen wurden?
In Anbetracht dieser Aspekte bin ich ziemlich unschlüssig, was denn nun richtig ist und was nicht.
Nein, ich will niemanden "fortschicken", und meinetwegen kann die Frau Tag und Nacht drei Kopftücher übereinander tragen. Ich bin lediglich der Meinung, dass sie, wenn sie so unnachgiebig und fanatisch auf ihrem Kopftuch besteht, als Lehrerin ungeeignet ist. Übrigens ist die Frau, um die es geht, meines Wissens in Deutschland aufgewachsen. Schon deswegen kann ich deine Argumente mit dem anderen Schamgefühl nicht gelten lassen.

Wusstest du übrigens, dass es wegen der strikten Trennung von Religion und Staat in der Türkei ein Kopftuchverbot in den Universitäten und Behörden gibt? Dass, trotzdem 99% der Türken muslimischen Glaubens sind, nur 2/3 der Frauen im Alltag ein Kopftuch tragen? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass 33% der Türkinnen in deinem Sinne "mit entblößtem Oberkörper" auf die Straße gehen, sondern es ist vielmehr ein Zeichen für mich, dass das Kopftuch kein unbedingtes "Muss" für einen gläubigen Moslem ist.

Liebe Grüße!

mara
Bild
Antworten

Zurück zu „Allgemeine Diskussionen“