Kopftuch-Streit
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@ argh nein nicht ihr langweilt mich sonder dass ich im 4 forum den selben Post ( naja natürlich auf das gegeben e board und die personen abgestimtm) gepsotet hab...
Daily Telegraph hat geschrieben:"Ein englischer Klub schlägt einen deutschen im Elfmeterschießen - notiert diesen Tag in euren Geschichtsbüchern."

- hafensaenger
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Hallo Lümmli 
Man passt sich irgendwann an. Ganz klar. Man muss aber nicht zwangsläufig die Sitten und Gebräuche des Landes indem man lebt/ wohnt übernehmen. Natürlich wird es den Alltag erleichtern als wenn man sich gleich selbst zum Sonderling abstempelt. Ich habe zum Bleistift drei Jahre in Bayern(Kelheim) gewohnt. Habe ich mich ein wenig angepasst, das war’s aber auch. Meine alten Gewohnheiten habe ich trotzdem gepflegt und keine neuen übernommen. Und ich bin in den drei Jahren niemals angeeckt.
LG Hafen
Man passt sich irgendwann an. Ganz klar. Man muss aber nicht zwangsläufig die Sitten und Gebräuche des Landes indem man lebt/ wohnt übernehmen. Natürlich wird es den Alltag erleichtern als wenn man sich gleich selbst zum Sonderling abstempelt. Ich habe zum Bleistift drei Jahre in Bayern(Kelheim) gewohnt. Habe ich mich ein wenig angepasst, das war’s aber auch. Meine alten Gewohnheiten habe ich trotzdem gepflegt und keine neuen übernommen. Und ich bin in den drei Jahren niemals angeeckt.
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Ich hab auch nirgends behauptet, dass du irgendjemanden fortschicken willst.mara hat geschrieben: Nein, ich will niemanden "fortschicken", und meinetwegen kann die Frau Tag und Nacht drei Kopftücher übereinander tragen.
Ich bin lediglich der Meinung, dass sie, wenn sie so unnachgiebig und fanatisch auf ihrem Kopftuch besteht, als Lehrerin ungeeignet ist.
Deine Meinung bleibt dir unbenommen, ich wollte lediglich einen bisher vernachlässigten Aspekt in die Diskussion einbringen.
Ich wusste nicht, dass wir über eine bestimmte Frau sprechen. Ich dachte es geht um das Kopftuchverbot ganz allgemein. Im übrigen ist es auch möglich, in Deutschland aufzuwachsen und trotzdem abweichende Moralvorstellungen anerzogen zu bekommen.Übrigens ist die Frau, um die es geht, meines Wissens in Deutschland aufgewachsen. Schon deswegen kann ich deine Argumente mit dem anderen Schamgefühl nicht gelten lassen.
Nein, das wusste ich allerdings nicht und ich finde es sehr anerkennenswert, dass die Türkei das geschafft hat. Aber wie du sicher weisst gibt es noch mehr muslimische Länder.Wusstest du übrigens, dass es wegen der strikten Trennung von Religion und Staat in der Türkei ein Kopftuchverbot in den Universitäten und Behörden gibt? Dass, trotzdem 99% der Türken muslimischen Glaubens sind, nur 2/3 der Frauen im Alltag ein Kopftuch tragen?
Du hast recht, das Kopftuch ist - soviel ich weiss - laut Koran kein Muss für einen gläubigen Moslem. Aber es ist in der Tradition und Moral vieler muslimischer Länder ein so tief verwurzelter Brauch geworden, dass es faktisch Gesetz ist. Im übrigen weiss ich durchaus, dass es auch unter gläubigen Moslems in dieser Hinsicht unterschiedliche Ansichten gibt, ich sage lediglich, man muss alle Aspekte in Betracht ziehen.Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass 33% der Türkinnen in deinem Sinne "mit entblößtem Oberkörper" auf die Straße gehen, sondern es ist vielmehr ein Zeichen für mich, dass das Kopftuch kein unbedingtes "Muss" für einen gläubigen Moslem ist.
Warum reagierst du eigentlich so aggressiv? Wenn du, wie du geschrieben hast, heut in Stichellaune bist solltest du vielleicht mit deinen Postings etwas warten? Bisher ist dieser Thread sehr friedlich abgelaufen und ich fände es sehr schade, wenn ausgerechnet du da jetzt Aggressivität reinbringen würdest.
danke für das einbringen dieses gesichtspunktes!Baerbel hat geschrieben:Aber: Wir alle wissen, dass das Kopftuch auch einen anderen Zweck hat - ob uns der nun gefällt oder unseren Grundsätzen widerspricht lass ich mal dahingestellt. In weiten Teilen der muslimischen Länder gilt eine Frau als - höflich ausgedrückt - nicht korrekt bekleidet, wenn sie das Haus verlässt. Sie wird in Extremfällen sogar komplett missachtet oder noch schlimmeres. Nach unserem Verständnis ist das nicht in Ordnung, aber diese Menschen haben eine andere Moralvorstellung. Wenn nun diese Frau gezwungen wird, ihr Kopftuch nicht zu tragen, dann ist das vergleichbar, als würde man unsereins nötigen, mit blankem Oberkörper durch die Gegend zu laufen.
ich habe diesen thread bisher zwar verfolgt, aber nichts dazu geschrieben, weil ich der meinung war und auch noch bin, dass einige leute hier sehr stur auf ihrer meinung beharren und argumente an ihnen abprallen, außerdem ist mir der ton ein bisschen zu aggresiv.
meine eigene meinung zu diesem thema ist, dass ich das kopftuch nicht ausschließlich als religiöses symbol sehe, sondern als teil einer lebensweise und als ganz normales kleidungsstück. den frauen, die täglich ein kopftuch tragen, würde es sicherlich fehlen, wenn siees plötzlich nicht mehr tragen dürften, sie würden sich unwohl und vielleicht sogar schutzlos fühlen.
andererseits finde ich auch maras ansicht richtig, dass man sich in einem fremden land den dortigen norman anpassen sollte, wenn man nicht unangenehm auffallen oder sogar jemanden beleidigen will, und ich halte es selbst auch genauso.
aber meiner meinung nach gilt das tragen eines kopftuchs in deutschland nicht als unschicklich, beleidigend oder sonstwie unangebracht, zum beispiel tragen sehr viele ältere deutsche frauen kopftücher, und ich erinnere mich darnm, dass diese kleinen buntenkopftücher vor ein paar jahren mal schwer in waren.
prinzipiell ist also nicht das kopftuch das problem, und auch das tragen einer kopfbedeckung allgemein in einer schuele kann nicht der auslöser sein, denn das letzte mal, als ich mitbekommen habe dass ein lehrer sich über mützentragende schüler im schulgebäude aufgeregt haben, das muss gut sieben oder acht jahre her sein.
ich finde also, die frau sollte ihr kopftuch tragen dürfen, und zwar nciht nur als kopftuch alssolches, sondern auch als religiöses symbol, wenn sie das möchte. es hat ja auch niemand was dagegen, wenn lehrer ein kreuz tragen. und ich meine, sie sollten das nicht nur unter der kleidung tragen dürfen, denn warum sollten die schüler nicht sehen, welche anschauungen ihre lehrer vertreten?
hier wird in sichtbare und nciht sichtbare religiöse symbole unterschieden, und soweit ich mitbekommen habe, meinen viele hier: nicht sichtbare zeichen sind ok, sichtbare gehören nicht in eine schule. inklusive kreuz an der wand.
ich bin ebenfalls dagagen, in schulen religiösesymbole an die wände zu hängen. aber aus anderen gründen.
ich unterteile nicht in sichtbare und nicht sichtbare zeichen, sondern in persönliche und allgemein gültige zeichen. wenn ein lehrer sichtbar seine persönliche religionszugehörigkeit zeigt, ist das für mich in ordnung. nicht in ordnung finde ich, dass ein gesamtes gebäude, und somit auch alle, die sich darin befinden, unter ein religiöses symbol gestellt wird, obwohl sich mit sicherheit einige personen weigern würden, sich damit zu identifizieren. sobald sie also das gebäude betreten befinden sie sich unter einem zwang.
außerdem finde ich es keinesweg eine forderung der gleichberechtigung, wenn man sagt: kopftuch ok, aber dann müssen auch die kreuze an der wand bleiben.
ich finde: kreuze an lehrerhälsen ok, dann müssen aber auch die kopftücher auf lehrerinnenköpfen bleiben.
und: kreuze an wänden ok, wenn daneben auch symbole muslimischen, jüdischen, buddhistischen, hinduistischen, mormonischen, ... glaubens hängen.
das wäre für mich religiöse gleichberechtigung.
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*wunder* Hilf mir bitte, Bärbel, wo war mein Posting denn aggressiv? Ich hab es in sehr lockerer und guter Stimmung geschrieben und es war keineswegs aggressiv gemeint. Wie kommst du denn darauf?Baerbel hat geschrieben:Warum reagierst du eigentlich so aggressiv? Wenn du, wie du geschrieben hast, heut in Stichellaune bist solltest du vielleicht mit deinen Postings etwas warten? Bisher ist dieser Thread sehr friedlich abgelaufen und ich fände es sehr schade, wenn ausgerechnet du da jetzt Aggressivität reinbringen würdest.

Liebe Grüße!
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Ein „Kopftuch“ ist mehr als ein (religiöses) Symbol. Da sind wir uns hoffentlich einig. Es ist Ausdruck einer gewissen Lebensweise und Lebensphilosophie. Inwieweit dafür unser Verständnis und unsere Toleranz reicht. Tja, da scheiden sich oft die Geister. Es ist für die Muslimischen Frauen hat Tradition und Brauch wie für uns andere Dinge. Ich weiß nicht ,ob man ihnen das einfach absprechen kann und darf. Anpassung hin oder her.
Anpassung sollte schon irgendwo sein, bloß in welchem Rahmen soll sie stattfinden. Wo ziehen wir die Grenzen? Für uns und für andere?
Btw. Ich finde nicht dass ich / wir aggressiv sind. Es ist nur mein üblicher Sarkasmus und schwarzer Humor, der manchen wohl mehr oder minder übel aufstößt. Für dieses und alles was noch mir / uns kommen mag entschuldige ich mich schon mal an dieser Stelle. Es war niemals meine Absicht die Gefühle oder Ansichten eines anderen zu verletzen.
Anpassung sollte schon irgendwo sein, bloß in welchem Rahmen soll sie stattfinden. Wo ziehen wir die Grenzen? Für uns und für andere?
Btw. Ich finde nicht dass ich / wir aggressiv sind. Es ist nur mein üblicher Sarkasmus und schwarzer Humor, der manchen wohl mehr oder minder übel aufstößt. Für dieses und alles was noch mir / uns kommen mag entschuldige ich mich schon mal an dieser Stelle. Es war niemals meine Absicht die Gefühle oder Ansichten eines anderen zu verletzen.
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Hmmm..... das is wieder mal so ne Sache, die man aus zwei Perspektiven sehen kann. Einerseits kann natürlich die Gruppe der sog. "bayrischen Katholiken" ( zu denen ich aus NRW wohl auch zählen mussmara hat geschrieben:Ach, und übrigens: Der Erfolg des katholischen Religionsunterrichts in Bayern zeigt sich am besten in der Argumentation der bayrischen Katholiken hier im Forum. Und wenn diese dann noch davon überzeugt sind, es wäre niemals auf sie Einfluss genommen worden, beweist sich gerade darin ganz wunderbar die enorme Wirkung diese "Gehirnwäsche". Hut ab vor dem bayrischen Schulsystem!
Mal im Ernst: Viele Jugendliche wenden sich gerade zu der Zeit von ihrer Religion ab, in welcher sie ihr am meisten ausgesetzt sind - sprich Schulzeit. So war es bei mir ebenfalls. Später dann, wenn es keinen Religionslehrer mehr gibt oder den Pfarrer vom Konfirmandenunterricht, der einem von Gott und der Bibel erzählt, beginnen sich Hinz und Kunz wieder dafür zu interessieren.
Ja, es wäre tatsächlich schön, wenn dem so wäre.Censere hat geschrieben:Die Wertevermittlung ist eine Aufgabe der Gesellschaft,...
Ich finde diese Diskussion, mitunter die beste, die ich bisher hier mitbekommen habe. Entschuldigt bitte, aber ich finde die ewigen "Diskussionen" , in denen sich ohnehin jeder einig ist nicht sonderlich prikelnd. Hier jedoch wird man viel mehr zum Nachdenken angeregt, weil beide Seiten ( oder noch mehr) wirklich gute Argumente haben - schwarzer Humor, Sarkassmus oder Ähnliches sind meiner Meinung nur Mittel seinen Standpunkt anschaulicher darzustellen. Dass es in einer hitzigen Diskussion zu kleinen Reibereien kommt ist schon in Ordnung, aber wir sind ja eigentlich alle alt genug um dies nicht ausufern zu lassen.
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Bärbel hat geschrieben:Ich wusste nicht, dass wir über eine bestimmte Frau sprechen. Ich dachte es geht um das Kopftuchverbot ganz allgemein.
Der ganze Kopftuchstreit hat als Hintergrund einen konkreten Fall, nämlich eine Lehrerin, die partout nicht ohne ihr Kopftuch unterrichten wollte, und sich damit bis zum Bundesverfassungsgericht durchgeklagt hat. Das finde ich schon ziemlich fanatisch. Argumentiert hat die Gute übrigens damit, dass sie ihre Religionszugehörigkeit offen zeigen will, nicht damit, dass sie sich ohne Kopftuch nackt fühlen würde.
naria hat geschrieben:...zum beispiel tragen sehr viele ältere deutsche frauen kopftücher, und ich erinnere mich darnm, dass diese kleinen buntenkopftücher vor ein paar jahren mal schwer in waren.
Sorry, ich denke schon, dass man das Kopftuch, dass muslimische Frauen ihrer Religion wegen tragen, sehr deutlich von einem modischen Accessoire unterscheiden kann. Es besteht aus einer bestimmten Stoffart, darf nur in gedeckten Farben gehalten sein und wird auf eine ganz bestimmte Weise gebunden. Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
naria hat geschrieben:aber meiner meinung nach gilt das tragen eines kopftuchs in deutschland nicht als unschicklich, beleidigend oder sonstwie unangebracht,
Das vielleicht nicht, aber es ist in den Augen vieler Deutscher Ausdruck einer überholten, frauenunterdrückenden politisch-religiösen Einstellung. Ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht, man könnte es auf jeden Fall mit dem Beispiel des Aberglaubens gegen die Farbe rot vergleichen. Warum ich über den konkreten Fall gesprochen habe, hat aber noch einen anderen Grund, und da kommen sich unsere Argumente vielleicht wieder näher...
Bärbel hat geschrieben:Aber wie du sicher weisst gibt es noch mehr muslimische Länder.
naria hat geschrieben:frauen, die täglich ein kopftuch tragen, würde es sicherlich fehlen, wenn siees plötzlich nicht mehr tragen dürften, sie würden sich unwohl und vielleicht sogar schutzlos fühlen.
Eine sehr liebe Mitstudentin kommt aus Albanien. Sie trägt ganz selbstverständlich ein Kopftuch, sicherlich genau aus den von Euch genannten Argumenten. Wenn sie gefragt würde, warum sie das Kopftuch nicht ablegt, würde sie wahrscheinlich sagen, aus Gewohnheit und weil sie sich ohne "nackt" fühlte. Das ist für mich etwas ganz anderes, als wenn jemand sagt, ich möchte allen offen meine Religionszugehörigkeit zeigen.
Deshalb sollte der "Kopftuchstreit" meiner Meinung nach nicht allgemein entschieden werden, sondern Einzelfallentscheidung sein. Auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass meine Kommilitonin, wenn es darum geht, dass sie einen guten Job nur bekäme, wenn sie dafür ihr Kopftuch ablegt, sich vielleicht doch dazu überwinden könnte. Vielleicht sollte ich sie mal fragen. Denn letztendlich - wie Ihr es ja so schön sagt - geht es doch "nur" um ein Kleidungsstück, und welchen Grund sollte es geben, so fanatisch darauf zu beharren, eine bestimmte Hose tragen zu wollen, wenn nur das dem Traumjob im Wege steht?
Liebe Grüße!
mara
PS: Ich bin guter Dinge und allerbester Laune. Dieser Beitrag ist weder aggressiv noch sonst irgendwie böse gemeint, sondern gibt lediglich meine Meinung wieder.
das mit der speziellen machart wusste ich nicht, und du hast natürlich recht mit dem was du sagst, aber dennoch ist es "nur" ein kopftuch, auch wenn es mehr als nur ein kopftuch ist. also ich meine das so, dass die deutschen nichts am kopftuch selbst auszusetzen haben, weil sie generell gegen kopftücher wären, oder weil kopftücher unglück bringen oder sonstwas, sondern nur, weil sie das kopftuch als religiöses symbol ansehen, als dass es ja sicherlich unter anderem auch (in diesem speziellen fall besonders) von den trägerinnen gesehen wird.mara hat geschrieben: Sorry, ich denke schon, dass man das Kopftuch, dass muslimische Frauen ihrer Religion wegen tragen, sehr deutlich von einem modischen Accessoire unterscheiden kann. Es besteht aus einer bestimmten Stoffart, darf nur in gedeckten Farben gehalten sein und wird auf eine ganz bestimmte Weise gebunden. Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. [...] ...man könnte es auf jeden Fall mit dem Beispiel des Aberglaubens gegen die Farbe rot vergleichen ...
ich wollte nur verdeutlichen, dass das kopftuch in deutschland nicht um seiner selbst willen (wie in anderen ländern die farbe rot oder die nackten beine) sondern wegen seiner eigenschaft als religiöses zeichen auffällt, und somit auch nur bei vertreterinnen dieser religion.
sicherlich ist es richitg, dass dieser streit durch den konkreten fall ausgelöst wurde. sicherlich ist es auch richtig, dass diese bestimmte lehrerin da einen gewissen fanatismus (oder vielleicht auch nur einfache, weibliche sturheitmara hat geschrieben:Der ganze Kopftuchstreit hat als Hintergrund einen konkreten Fall, nämlich eine Lehrerin, die partout nicht ohne ihr Kopftuch unterrichten wollte, und sich damit bis zum Bundesverfassungsgericht durchgeklagt hat. Das finde ich schon ziemlich fanatisch. Argumentiert hat die Gute übrigens damit, dass sie ihre Religionszugehörigkeit offen zeigen will, nicht damit, dass sie sich ohne Kopftuch nackt fühlen würde. [...] Das ist für mich etwas ganz anderes, als wenn jemand sagt, ich möchte allen offen meine Religionszugehörigkeit zeigen. [...] Denn letztendlich - wie Ihr es ja so schön sagt - geht es doch "nur" um ein Kleidungsstück, und welchen Grund sollte es geben, so fanatisch darauf zu beharren
solche menschen machen die leute auf die problemeatik aufmerksam (wie man ja an diesem thread sieht) und führen dazu, dass auch andere ihre meinung dazu äußern, und es werden neue aspekte eingebracht.
außerdem finde ich, dass es das recht jedes einzelnen ist, seine ansichten und meinungen und auch die religion deutlich zu zeigen. das kreuz ist ja auch nur ein symbol und kein kleidungsstück, ohne das man sich nackt fühlt, aber keiner hat etwas dagegen, wenn jemand darauf beharrt es zu tragen.
sicherlich ist es manchmal besser sich der allgemeinheit anzupasen, um einen job zu bekommen oder in der firma/schule besser dazustehen. aber letztendlich sollte jeder selbst entscheiden, ob ihm die freie zurschaustellung seiner ansichten wichtiger ist als der vorteil, den man aus der anassung schlägt, inwieweit man sich für die erreichung seiner ziele verkaufen will.
wenn also das problem mit dieser lehrerin nicht das tragen religiöser symbole ist, sondern ihre beharrlichkeit, und man der meinung ist, sie sei deswegen keine gute lehrerin, dann sollte man nicht versuchen, sie zur ablegung des tuchs zu zwingen, sondern diese lehrein aus dem dienst entlassen. nicht, weil sie muslimin ist, oder weil sie auf ihrem recht der freien religionswahl und meinungsäußerung beharrt, sondern weil man der meinung ist, dass sie für die unterrichtung von kindern nicht geeignet ist. aber das traut sich natürlich keiner
ich bestreite nicht, dass es etwas anderes ist, wenn ein mensch ein kopftuch aus gründen des selbstschutzes trägt oder aus gründen der demonstration der perönlichen anschauungen.
jedenfalls sollte es jedem der das möchte, erlaubt sein, die zugehörigkeit zu einer religion offen zu zeigen, auch in einem öffentlichen gebäude, und auch dann, wenn es sozusagen nur aus sturheit getragen wird, und besonders dann, wenn es für diejenige mehr ein kleidungsstück als ein religiöss symbol ist.
ich fürchte, heut bin ich nicht in hochform und drücke mich unter umständen viel zu komplizert und missverständlich aus
das ist leider nciht so einfach. wie soll man jemandem nachweisen, ob sie das kopftuch nur als kleidungsstück oder im gegenteil als essentielles religiöses symbol ansieht? ob sie nur aus starrsinn darauf beharrt oder ob sie sich ohne diesen schutz nicht wohl fühlt?mara hat geschrieben:Deshalb sollte der "Kopftuchstreit" meiner Meinung nach nicht allgemein entschieden werden, sondern Einzelfallentscheidung sein.
ich finde, es sollte da schon eine einheitliche regelung geben, die sicherlich nicht für jeden einzelnen befriedigend sein können, aber mit der die mehrheit leben kann.
dito.mara hat geschrieben: PS: Ich bin guter Dinge und allerbester Laune. Dieser Beitrag ist weder aggressiv noch sonst irgendwie böse gemeint, sondern gibt lediglich meine Meinung wieder.
@manni
doch jesus hat sehr wohl geschrieben blos is davon nichts erhalten du hast recht wenn du sagst dass es nicht bewiesen ist ob jesus das gesagt hat. aber ändert der verfasser die aussage?
doch jesus hat sehr wohl geschrieben blos is davon nichts erhalten du hast recht wenn du sagst dass es nicht bewiesen ist ob jesus das gesagt hat. aber ändert der verfasser die aussage?
Daily Telegraph hat geschrieben:"Ein englischer Klub schlägt einen deutschen im Elfmeterschießen - notiert diesen Tag in euren Geschichtsbüchern."

ähm das bezweilfe ich mal.mara hat geschrieben: Das vielleicht nicht, aber es ist in den Augen vieler Deutscher Ausdruck einer überholten, frauenunterdrückenden politisch-religiösen Einstellung. Ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht, man könnte es auf jeden Fall mit dem Beispiel des Aberglaubens gegen die Farbe rot vergleichen. Warum ich über den konkreten Fall gesprochen habe, hat aber noch einen anderen Grund, und da kommen sich unsere Argumente vielleicht wieder näher...
Also wenn ich eine frau mit Kopftuch sehe denke ich als erstes "was die wohl für haare hat"
und ich denk nich dass die mehrheit der deutschen vor schreck zusammenzuckt wenn sie jemanden mit kopftuch sehn weil das ja dann eine unterdrückte frau sein muss...
Daily Telegraph hat geschrieben:"Ein englischer Klub schlägt einen deutschen im Elfmeterschießen - notiert diesen Tag in euren Geschichtsbüchern."

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... noch einen Nachsatz zu meinen vorherigen Threads.
Hier geht es nicht um die Frage ob ein Kopftuch getragen werden darf oder nicht, sondern dass es hier um das Tragen eines Kopftuches aus Gründen der Verbreitung einer Glaubensrichtung in öffentlichen Schulen geht. Denn als Lehrer/in kann man Einfuß auf die Schüler nehmen. Auch mit einem Symbol-Kopftuch.
Diese Person steht nur als Vorkämpfer einer Sache. Deshalb auch der Gang zu den Gerichten, um ein Grundsatzurteil zu bewirken.
(Wie der Islam bei den Kopten verbreitet wurde, ist ja bekannt).
Anm. Ich habe nichts gegen Religionen, sondern nur etwas dagegen, wenn sie Einfluß und Macht beim Staat ausüben wollen.
Wäre diese Person in einem anderen Betrieb vorstellig geworden, um einen Arbeitsplatz zu bekommen und der Arbeitgeber würde das Tragen von Symbol-Kopftüchern ablehnen, wäre diese Person nicht vor die Gerichte gezogen.
Außerdem glaube ich nicht, dass die Prozesskosten aus der eigenen Tasche bezahlt wurden.
Ach.... und noch etwas:
Wenn ich mich nicht irre, sind das deutsche Schulen, an denen nach deutschen Gesichtspunkten unterrichtet wird. Sollte das nicht so sein, können wir das Wort Deutsch bald streichen.
Hier geht es nicht um die Frage ob ein Kopftuch getragen werden darf oder nicht, sondern dass es hier um das Tragen eines Kopftuches aus Gründen der Verbreitung einer Glaubensrichtung in öffentlichen Schulen geht. Denn als Lehrer/in kann man Einfuß auf die Schüler nehmen. Auch mit einem Symbol-Kopftuch.
Diese Person steht nur als Vorkämpfer einer Sache. Deshalb auch der Gang zu den Gerichten, um ein Grundsatzurteil zu bewirken.
(Wie der Islam bei den Kopten verbreitet wurde, ist ja bekannt).
Anm. Ich habe nichts gegen Religionen, sondern nur etwas dagegen, wenn sie Einfluß und Macht beim Staat ausüben wollen.
Wäre diese Person in einem anderen Betrieb vorstellig geworden, um einen Arbeitsplatz zu bekommen und der Arbeitgeber würde das Tragen von Symbol-Kopftüchern ablehnen, wäre diese Person nicht vor die Gerichte gezogen.
Außerdem glaube ich nicht, dass die Prozesskosten aus der eigenen Tasche bezahlt wurden.
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Wenn ich mich nicht irre, sind das deutsche Schulen, an denen nach deutschen Gesichtspunkten unterrichtet wird. Sollte das nicht so sein, können wir das Wort Deutsch bald streichen.
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... ich habe n i c h t geschrieben, dass Jesus es n i c h t gesagt hat.Rezeguet hat geschrieben:@manni
doch jesus hat sehr wohl geschrieben blos is davon nichts erhalten du hast recht wenn du sagst dass es nicht bewiesen ist ob jesus das gesagt hat. aber ändert der verfasser die aussage?
Und später können Verfasser schreiben was sie möchten. Wer will schon kontrollieren können, was 100 Jahre vorher gesagt wurde?
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... ne neee, rerirrerir hat geschrieben:@Manni_B
Was sind denn bitte "deutsche Gesichtspunkte"???Wenn ich mich nicht irre, sind das deutsche Schulen, an denen nach deutschen Gesichtspunkten unterrichtet wird. Sollte das nicht so sein, können wir das Wort Deutsch bald streichen.
rerir
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