zuallererst sorry für den zweideutigen Titel, ich hoffe durch den Anhang klingt er nicht ganz so... äh sexuell
Wir alle kennen das, nach Tagen- / Wochen- / Monaten voller Arbeit beenden wir schließlich ein Spiel. In aller Regel setzt dann einer der folgenden Gemütszustände ein:
1. Zufriedenheit. Man hat gerade ein gutes Spiel beendet, man hatte Spaß und kann es nun, als strahlende Trophäe, ins Regal stellen, vom wo aus es einem die ganze Zeit an den Spaß erinnert, den man beim Spielen hatte.
2. Enttäuschung. Man hat das Spiel beendet, man hatte Spaß dabei, doch der Abspann war so enttäuschend, weil er zu kurz war, wichtige Fragen nicht beantwortet hat oder er einfach vollkommen daneben war. Das Spiel steht dann als verbeulte Trophäe dennoch im Regal, man denkt aber jederzeit grummelnd an das miese Ende.
3. Erleichterung. Das Spiel macht einem eigentlich schon seit Tagen keinen Spaß mehr. Man quält sich durch, überspringt gar den Abspann und wirft es dann irgendwo in eine Ecke und fasst es nie wieder an. Wieso man es dennoch durchgespielt hat? Man hat immerhin dafür bezahlt...
Doch in ganz seltenen Fällen war das Spiel so gut, dass man es nicht beendet. Man steht vor dem letzten Level und möchte nicht weitermachen, weil das Spiel dann auf einmal vorbei ist. Wenn man es dann trotzdem beendet, dann fehlt einem was, weil einem die Charaktere und das Spiel so ans Herz gewachsen sind. Oder vielmehr: Man hat ein Loch im Herzen, weil man das Spiel jetzt ins Regal stellen muss. Zur Klarstellung: Dieses Gefühl tritt natürlich nicht nur bei Spielen auf, sondern kann bei allen Medien mit ausgearbeiteten Geschichten und Charakteren geschehen: Filme, Serien, Bücher usw...
Soviel zur Vorgeschichte - und jau, ich befinde mich gerade in diesem Gemütszustand und trauere über ein paar virtuelle Charaktere die ich nicht mehr wiedersehen werde




