wer Maniac Mansion Mania kennt, weiß, worauf das hinausläuft: Fans bauen kleine Episoden mit einem gemeinsamen Baukasten, und jeder kann sie spielen. Für World of Xeen gibt es so etwas meines Wissens nicht. Ich habe mich gefragt, warum eigentlich nicht, und bevor ich da Abende reinstecke, hätte ich gerne eure Meinung. Mit Hilfe des richtigen Einsatzes von AI sollte so ein Projekt im Bereich des Möglichen rücken.
Wie ich darauf komme
Den Wunsch gibt es hier im Forum schon länger, nur verstreut:
- In „Gibt es einen besseren World of Xeen Editor?“ wird nach einen brauchbaren Editor für MM4 und MM5 gesucht.
- In „Might and Magic als echtes 2D?“ wird darüber diskutiert MM nachzuprogrammieren.
- Ludmeister's Monster Spawn Mod zeigt, dass Leute Xeen auch nach 30 Jahren noch (mal ganz anders) spielen wollen.
Den Raycaster in diesen Browser-Build zu bringen, wäre der nächste Schritt. Dann hätten wir die Engine im Browser, einen Renderer, der nur flache Texturen braucht, und eine Community, die nach einem Editor fragt. Das schreit nach einem Baukasten.
Die Idee
- Basis ist ein Fork der ScummVM-Xeen-Engine (GPLv3, Quellcode öffentlich).
- Dazu ein Editor als eigene Web-App.
- Eine Episode ist ein reines Datenpaket: Karten, Events, Texte und Verweise auf Grafiken und Sounds. Die Original-Grafiken und -Sounds selbst stecken nie drin.
- Der Browser-Player lädt Engine, Grafiken und Episode, fertig.
Option A: Originaldaten (bring your own)
- Man zieht einmal den eigenen Installationsordner (z. B. von GOG) ins Browserfenster.
- Die Dateien bleiben lokal im Browser und werden nie auf einen Server hochgeladen. Anders geht es auch nicht: Grafiken, Musik und Texte von Xeen gehören bis heute dem Rechteinhaber. Ich darf sie also weder verteilen noch irgendwo hosten, jeder bringt seine eigene Kopie mit.
- Vorteil: sofort der echte Xeen-Look, kein Grafiker nötig.
- Nachteil: Wer das Spiel nicht besitzt, bleibt draußen.
- Eine gemeinsame Bibliothek mit Texturen, Monstern und Sounds unter CC0 oder CC-BY.
- Ein verbindlicher Style Guide: feste 256-Farben-Palette, Texturgrößen, Anzahl der Animationsframes.
- Durch den Raycaster reichen flache Texturen. Die vorgerenderten Perspektivstücke des Originals braucht man nicht mehr, das senkt die Hürde für Pixel-Artists deutlich.
- Vorteil: frei spielbar für alle. Nachteil: Jemand muss die Grafik machen. Und ich sage es ehrlich: Ich kann das nicht. Pixeln ist nicht meins. Das müsste aus der Community kommen (oder AI, aber ich bin unsicher wie die Qualität dann ist).
- Start mit A, damit schnell erste Episoden entstehen.
- Das freie Paket wächst parallel, sobald sich Grafiker finden.
Eine winzige Proof-of-Concept-Episode, Arbeitstitel „Rette die Königin aus der Burg“: eine Karte, wenige Texturen, zwei Monster und ein Ende. Mehr nicht. Sie soll nur beweisen, dass die Kette Editor → Veröffentlichen → Spielen im Browser trägt.
Meine Fragen an euch
- Würdet ihr so etwas spielen? Und würdet ihr selbst eine Episode bauen?
- Option A, B oder C: Was spricht euch am meisten an?
- Ist es für euch eine Hürde, die eigenen Spieldateien einmal einzubinden?
- Gibt es hier Pixel-Artists oder Musiker, die Lust auf ein freies Grafik- und Soundpaket hätten?
- Welche Editor-Funktionen sind euch am wichtigsten: Karten, Events, Dialoge, Monster?
Viele Grüße
Lutz

